Winterrad zum Pendeln: Umbauen, tauschen oder ?

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Hallo zusammen,

der Winter steht vor der Tür und ich benötige euren Rat. Ich pendle jeden Tag mit dem Fahrrad (einfache Strecke 17 km), zur Hälfte über Asphalt, zur Hälfte über Waldwege. Im Frühjahr, Sommer und Herbst nutze ich dafür mein Specialized Sequoia und bin damit sehr zufrieden. Für den Winter ist mir das Rad zu schade (Salz), weiterhin verdreckt mir durch den Matsch im Wald bei jeder Fahrt dieKette und die Schaltung so stark, dass ich mit Reinigen und Ölen nicht hinterher komme.
Daher hatte ich mir für den Winter vor drei Jahren ein gebrauchtes Rad mit Rohloff-Schaltung geholt, nämlich dieses: Circle Cycle Radius. Es ist ein tolles Rad, wiegt mit Komplettausstattung (Licht, Schutzbleche, Gepäckträger) trotz Rohloffnabe unter 13 kg. Das Rad fährt super und ich wäre damit sehr zufrieden, wenn nicht die folgenden Punkte existierten:
  • Das Rad ist mir auf den Waldwegen zu unkomfortabel. Sinnvoll kann ich max. 37 mm Reifen aufziehen. Ich habe probeweise 42 mm Reifen (ab dieser Größe wird es für mich im Wald komfortabel) aufgezogen. Dies geht theoretisch gerade so (hinten bleiben vielleicht 2 mm zwischen Reifen und Schutzblech), in der Praxis aber nicht (dieser Spalt verstopft schnell mit Blättern, Matsch u.ä.). Ich hatte erwogen, auf 26 Zoll Felgen umzuspeichen, aber die Breite zwischen den Kettenstreben und die Gabelbreite lassen keine Mountainbikereifen (probiert mit 2 Zoll Breite) zu.

  • Der Rahmen ist mir (183 cm, SL 86 cm --> eher langer Oberkörper) deutlich zu kurz (Rahmengröße 52 cm). Beim Kauf war mir bewusst, dass der Rahmen klein ist, aber ich fand das für ein Winterrad nicht ganz so schlimm. Auf Dauer sitze ich aber doch zu aufrecht und habe trotz langem Vorbau den Lenker zu dicht am Körper.
Nun stehe ich vor der Entscheidung, welche dieser Optionen ich wählen soll:
  1. Wieder auf 37 mm Reifen zurück wechseln und mich nicht so anstellen - der Winter ist ja irgendwann auch mal wieder vorbei.

  2. Nach einem Rohloff-geeigneten Rahmen (gebraucht oder neu) suchen und alles umbauen. Hier hätte ich dann aber den schönen Carbon-Rahmen übrig. Wenn ich diesen nicht verkaufen kann (keine Ahnung, ob sich ein Käufer finden würde), täte es mir leid, ihn zu entsorgen.

  3. Das Rad verkaufen und ein anderes Winterrad kaufen.

  4. ???
Da es sich "nur" um ein Winterrad handelt, welches widrigen Bedingungen ausgesetzt sein wird, möchte ich nicht gar zu viel Geld für einen Umbau oder den Wechsel auf ein neues Rad ausgeben.

Nun seid ihr dran: Was empfehlt ihr mir? Gibt es noch andere Möglichkeiten, die ich übersehe?

Schon mal vielen Dank im Voraus!

P.S.: Der Sattel auf dem Bild ist nur ein Platzhalter für den SQLab, der zur Zeit auf dem Sequoia ist. Er ist auch noch ein Stück zu niedrig eingestellt.

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friederjohannes

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An so ein Sequoia kriegt man doch auch richtige Schutzbleche dran, oder?
Also aus Metall, lang, vorn mit Schmutzfänger, damit der Antrieb trocken bleibt. Damit kann man dann auch den Winter durch fahren. Oder wird das zu eng?
 

friederjohannes

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Dann sind vielleicht die Reifen zu breit für die Bleche? Wenn du 40er Reifen fahren willst, brauchst du schon 50er Bleche damit es anständig schützt. Wenn die nicht passen, stehst du natürlich wieder am Anfang...
 
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Ist die Frage noch offen? Also Rohloff Räder mit Vollausstattung unter 13kg sind schon echt selten. Für viel Geld geht da sicher noch was mit breiteren Reifen aber ist die Frage, ob sich das lohnt.
Ich hatte mal ein ähnliches Problem und habe mir dann die Cane Creek Thudbuster gekauft. Die haut dann aber gut und gerne ein halbes kg auf die Waage drauf. War dann aber recht komfortabel. Vielleicht wäre eine gut flexende Carbon Sattelstütze für dich mal eine Option.
 
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Das Thema habe ich geklärt, indem ich mir ein anderes Fahrrad (gebrauchtes Tout Terrain Silk Road) für den Winter gekauft habe. Dieses hat 26 Zoll Reifen mit 50 mm Breite und seit kurzem ein laaaaaanges vorderes Schutzblech. Das Circle Cycle Radius fährt jetzt meine Frau. Trotzdem dabke für den Tip!
 
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