Orbea Rallon RS im ersten Test: Die Zukunft des (E-)Mountainbikes?

Ich denke eher, dass das für die E-Bike-Basher und eiserne Bio-Verteidiger gedacht ist.
Dann können sie endlich doch ein E kaufen, ohne in ihrem Bekanntenkreis zugeben zu müssen, dass ihr militantes Bekämpfen der Dinger extrem infantil und unnötig ist.
Natürlich zetern sie dann weiterhin gegen dieses Teufelszeug.
Ich glaube eher, Orbea hat hier im Forum mitgelesen und das perfekte Rad für den durchschnittlichen Pedelecnutzer hier auf MTB-News entwickelt. Der ist doch nach eigenem Bekunden auch ständig (wenn überhaupt) nur auf minimaler Unterstützungsstufe unterwegs, während nur wenige ihren Zweirad-Hedonismus auch verbal offen ausleben. Mit dem Rad hier kann der "nur bisschen Rückenwind bergauf"-User jetzt zeigen, dass er es ernst meint. :daumen:
 
Für die harsche 38er kann Orbea nichts.
Doch, wer sonst? Orbea ist der Hersteller, der das beik in den Markt bringt. Und in dieser Preisregion ist die Kritik berechtigt. Da muss man eben eine Eingangsprüfung respektive Endabnahme einführen und reklamieren. Ob das Fox interessiert? Don't know - aber ich kann @MSTRCHRS Kritik nicht nur nachvollziehen, ich halte diese sogar für berechtigt!

Und ich gehe davon aus, dass der Kunde dann sowieso zur Rekla aufläuft...
 
Preis: man sollte bedenken, dass die "Einstiegsversion" bereits mit elektronischer Dropper und Factory Fahrwerk kommt. Beim Wild muss man auch einen 10er hinlegen für Kashima und statt der smarten Dropper gibts Di2 und das Wild ist eins der preiswerteren eMTBs der besseren Hersteller, außer Cube und Direktversender hat da kaum wer eine bessere Preis-Leistung

Konzept: ich finds sehr spannend. Wirklich nur minimale Unterstützung und kaum zusätzliche Gewicht gegenüber den normalen Rallon EN, dürfte auch durch Wegfall des Gravity Links so gering ausfallen. Zum einen die smarte Dropper, jetzt gibt es wirklich einen Mehrwert gegenüber kabelbetätigte Sattelstützen; die Optik, man sieht noch weniger als bei andere TQ Rädern, dass es ein Ebike ist; die komplette Systemvernetzung aus Motor, Fahrwerk und Dropper.

Die Zielgruppe könnte so aussehen: wollen einen Freerider/Enduro/Superenduro/Mini-DH, zögern aber noch wegen der teilweise eher bescheidenen Uphillfähigkeiten (Reifen, Gewicht, Kinematik). Der TQ50 war ja schon immer dezent und unauffällig beim Fahren, der TQ40 dürfte dann noch weniger wahrnehmbar sein, akustisch, optisch und beim Fahren. Das Rallon RS dürfte dann im Uphill nicht wie ein 180mm Enduro fahren, sondern berghoch gehen wie ein XC-Hardtail. Sprich für Leute, die eigentlich kein Ebike wollen oder "brauchen", die sich aber dennoch mit einen Hauch von Unterstützung arrangieren können.

Da auch über ein Ebike im nicht-E Forum geheult wird, seht es mal so, einfach mal über den Tellerrand hinaussehen. Nach wie vielen Jahren hat sich ein eMTB ins MTB Forum gemogelt? Von einem, vorallem bei einem solch MTB nahem Konzept, geht nicht die Welt unter. Außerdem ist das Rad fast näher an MTBs als an Light eMTBs (TQ60 kann mittlerweile 350W, Fazua 450W, Bosch SX 600W, MR Dyname light sogar 700W, Maxon Air S 90Nm und 600W bei 2kg).
 
ich denke mal grob,
das schon die Grenze des machbar leichten Enduros mit viel Federweg ausgereizt wurde.

und darum geht auch nicht mehr an Motorleistung,
denn nur ein schwerer Motor kann die gesetzlich max Nenndauerleistungsvorgaben einhalten,
denn iwo muss die Abwärme ja hin.

noch kleinerer Akku plus Nm starkem Motor macht im Durchschnittsbetrieb ja auch kaum Sinn.

oder man müsst nen Motor als tragendes Bauteil entwickeln,
am besten gleich mit Getriebeblock masse, der die 20 Kelvin Erwärmung mitnimmt,
vll kann man dann alles auch gesetzeskonform vereinen.
und vll noch nen Gramm leichter bauen.

aber noch leichter, nochmehr Carbonabfall nur für Spassss ?!
 
Echte Innovationen sind "weniger ist mehr" und die trotzdem superbe Leistung abliefern.
So ist das, verkauft sich aber nur an Menschen, die im Thema sind und die selbsbewusst genug sind entweder das auch mit Stolz zu präsentieren oder eh keinen Wert auf das Feedback anderer legen. Das sind sehr, sehr wenige, ich fürchte keine 5%.
 
Da muss man eben eine Eingangsprüfung respektive Endabnahme einführen und reklamieren.
Ich mag deine Naivität. Beim Auto werden deine Stoßdämpfer als Zukaufteil auch nicht zusätzlich geprüft, mit Glück gibt es eine Stichprobenprüfung. Wie stellst du dir eine Endabnahme bei Orbea vor, frisch zusammengesteckt und dann über einen Rumpelparcour durch die Werkshalle?

Wenn dann sehe ich da Fox als Hersteller in der Verantwortung, aber wie du schon geschrieben hast: interessiert die vermutlich nicht, der Kram wird auch mit fettverstopften Kammern gekauft. Das "Tuning" macht dann der Kunde bzw. Dienstleister.
 
Ich finde das Konzept ja grundsätzlich spannend. Noch interessanter ist aber das offensichtlich vielen Menschen wichtiger ist einen möglichst leistungsfähigen Motor und Akku im Rad zu haben statt im eigenen Körper... Letzterer ist einfach zu updaten, die Leistung kann mit einfachen Mitteln erhöht werden, adaptiert problemlos mit allen Fahrradgattungen, kann mit unterschiedlichsten Treibstoffen betankt werden und hält bei guter Pflege ca. 80 Jahre... Eigentlich ein ganz smartes Konzept....
 
So war das nicht gemeint....ich meinte Gabel "von den Herstellern" die nicht fürs E-Bike frei gegeben wurde....also s.b. ne 38 fox und ne 38 fox mit Freigabe...weil sie etwas schwere ist und ich glaube auch die Dämpfung etwas straffer ist ...verstehste
die Premium Marken verbauen Großteils die normalen Gabeln. Bei Fox hat die 34 und 36 mehr Wandstärke, 34-38 haben auch eine leicht angepasste Dämpfung, bis auf die Abstimmung sind die Kartuschen ident, Luftfedern sind minimal anders im Durchmesser wegen der dickwandigeren Standrohre, im Aufbau aber grundlegend gleich. Man geht mittlerweile eher auf eine Nummer dickere Standrohre beim Full Power Ebikes als man bräuchte (Santa Cruz Vala mit der 38 in 160mm) bei Überschneidungen des Federwegs anstatt das man Ebike Gabeln verbaut. Bei sehr leichten eMTBs nimmt man auch oft die normale Version der Gabel, weil 3-4kg Mehrgewicht für die Steifigkeit der Gabel egal sind und man mit solchen Rädern auch ein identes Fahrverhalten zu normalen MTBs erzielen will und somit die angepasste Dämpfung nicht will. Bei Rockshox weiß ich gar nicht obs da Ebike Versionen der Gabeln gibt, Öhlins hat keine speziellen Ebike Gabeln genauso wie eigentlich alle kleineren Hersteller. Nur Suntour hat ein nennenswertes Angebot an reinen "Bio Bike" Gabeln ohne Ebike Freigabe. Das sind aber eher sowas mit geradem Lenkerrohr, Coil und Reibungsdämpfung statt Öldämpfung, also wirklich billigst. Also sind normale Gabeln sehrwohl relevant für Ebiker, OEM als auch im Aftermarket
 
Ich denke eher, dass das für die E-Bike-Basher und eiserne Bio-Verteidiger gedacht ist.
Dann können sie endlich doch ein E kaufen, ohne in ihrem Bekanntenkreis zugeben zu müssen, dass ihr militantes Bekämpfen der Dinger extrem infantil und unnötig ist.
Natürlich zetern sie dann weiterhin gegen dieses Teufelszeug.
Meine Güte, was ist bei dir nur schiefgelaufen....
 
und man ihn dann mitschleppt wie bei den FullPower?
Wie meinst Du das, mal abgesehen vom Gewicht?
Beim Bosch CX Gen5 entkoppelt der Motor im Off so, dass sich das Rad nahezu wie ein motorloses treten lässt.
Das scheint bei dem TQ HPR 40 dann eher nicht der fall zu sein, weil man den Motor immer "mittreten" muss.
Geiles Bike! Aber ich würde das Raymon Airok kaufen. Kostet mit Bosch Motor u. XTR Di2 ab 17,7 Kg in der Top Version 8299€ Liste.
Das ist halt kein Enduro mit entsprechenden Enduro-Komponenten.
 
Hab meinem Dad das Spectral OnFly CF8(TQ HPR50) für 3,3k€ im Sale gekauft. Ich muss sagen ich bin sehr positiv überrascht. Mit 60W Unterstützung kommt man ca. 1800hm bei einer Eigenleistung von über 250W on top. Man hat gut was geleistet aber noch ein paar Körner für den harten Downhill, welcher sich dann sicherer gestalltet und daher auch mehr Spaß macht.
 
Oder die Leute werden einfach fitter, oder man geht mit dem Tempo retour, damit die Tour schaffen. Warum es immer einfacher haben wollen, ist mir ein unbegreiflich. War letztens mit einem Freund biken, er mit einem E-bike, ich ohne, hat bergauf geredet wie wenn er gerade stehen würde, während mein Puls schon ordentlich oben war. Jetzt will mir jemand ehrlich erzählen, das er ernsthaft abnehmen und Kondi mit E-bike aufbauen kann?! Zu meist die Leute kaum den Trail-Modus benutzen werden. Sorry, vielleicht bin ich einfach nur zu oldschool.
Im übrigen kann man das auch mit Federgabeln vergleichen: die machen dir es auch leichter und übernehmen Arbeit, die du auf dem Trail mit Starrgabel selber machen müsstest, oder fährst du Starrgabeln am Hardtail?
 
Smart wäre es auch, wenn nicht bei jedem Ebike-Artikel die ewig gleiche Platte aufgelegt wird. Ebikes dominieren den Markt, daran kann nichts mehr gedreht werden. Kann man sich jetzt darüber aufregen, oder einfach Rad fahren. :i2:
"Smart" wären Ebikes ohne Begrenzung sowie mit intelligenter Regelung unter Berücksichtigung von Trittfrequenz, Wattleistung, HF und individuellen Leistungszonen. Dann könnten die Dinger wirklich Spaß machen.

Nur so nebenbei- ich hatte schon ein Focus E-Hardtail, Specialized E-Hardtail (beide zum Pendeln), ein Kona mit Ego-Kit, und ein YT Decoy. Das Specialized und der Ego-Kit waren unlimitiert. Aber wirklich "Spaß" haben mir die Räder nie gemacht. Ich empfand immer das sie in der Summe ihrer Eigenschaften limitierender waren als nutzbringend.
 
Ich mag deine Naivität. Beim Auto werden deine Stoßdämpfer als Zukaufteil auch nicht zusätzlich geprüft, mit Glück gibt es eine Stichprobenprüfung. Wie stellst du dir eine Endabnahme bei Orbea vor, frisch zusammengesteckt und dann über einen Rumpelparcour durch die Werkshalle?

Wenn dann sehe ich da Fox als Hersteller in der Verantwortung, aber wie du schon geschrieben hast: interessiert die vermutlich nicht, der Kram wird auch mit fettverstopften Kammern gekauft. Das "Tuning" macht dann der Kunde bzw. Dienstleister.
Ich verstehe deinen Punkt, würde aber anfügen: Nur weil etwas momentan gängig ist, heißt es ja nicht, dass es so bleiben muss. Wenn ich an einem Fahrrad das etwa halb so viel kosten soll, die gleiche Gabel habe und sie mir in dem Rad die Arme nicht aufpumpt, vs. ich beim gleichen Setup mit der Gabel im 15k € Rad dicke Arme bekomme – dann ist das schon nervig.
 
Ich hab hier mal eingegeben

http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm

Hollandrad (also Luftwiderstand wie Sau)
Stollenreifen 1.75 (da haben deine/meine Enduro Reifen sicher mehr Widerstand, mehr geht im Rechner aber nicht)
180cm Person
150kg (nur für die Person!!! ohne Bike!!!)

Dann kommen mit 200W knapp 23km/h raus.

Wenn der Motor volle 200W anschiebt, musst du kaum mehr was machen. Dass es über 25 dann anstrengend wird, eh klar. Dann musst du die 200W immerhin alleine treten, wenn der Motor nix mehr gibt.

Ja eben. Deshalb stimmt die Aussage eben nicht man könnte das Rad, wenn es denn mal auf 25km/h ist locker ohne Motor in Bewegung halten und man ist ja eh ohne Probleme drüber.
Und wenn man dann konstant bei 24km/h mit Unterstützung ist dann wird der Akku eben trotzdem leer.
 
Ja eben. Deshalb stimmt die Aussage eben nicht man könnte das Rad, wenn es denn mal auf 25km/h ist locker ohne Motor in Bewegung halten und man ist ja eh ohne Probleme drüber.
Und wenn man dann konstant bei 24km/h mit Unterstützung ist dann wird der Akku eben trotzdem leer.

Dann lies meinen ersten Post nochmal genau.
Dort hab ich geschrieben, dass man bei vollen 200W vom Motor im Flachen einen Gasgriff zum steuern bräuchte. Sonst kommst du eben direkt über die 25km/h und musst selbst treten. Dann bringen dir die 200W im flachen nix mehr.

Nicht gscheid lesen aber herum pöbeln...
 
Wie meinst Du das, mal abgesehen vom Gewicht?
Beim Bosch CX Gen5 entkoppelt der Motor im Off so, dass sich das Rad nahezu wie ein motorloses treten lässt.
Das scheint bei dem TQ HPR 40 dann eher nicht der fall zu sein, weil man den Motor immer "mittreten" muss.

Das ist halt kein Enduro mit entsprechenden Enduro-Komponenten.
Ich meinte die mechanische Entkopplung, nicht das Gewicht.
Hier
wird von "extrem niedrigem" Verlustmoment im ausgeschaltetenen Zustand gesprochen. Keine Ahnung ob sich die Rennradvariante von der Orbea-Varianten unterscheidet. Irgendeine Bedeutung sollte der fehlende Freilauf ja haben, wenn man es schon erwähnt. Vielleicht heisst ausgeschaltet auch: Er unterstützt sich ausschliesslich selbst und minimiert damit den Stromverbrauch, aber ohne Akku schleppt man ihn dann doch wieder mit?
 
Ich meinte die mechanische Entkopplung, nicht das Gewicht.
Hier
wird von "extrem niedrigem" Verlustmoment im ausgeschaltetenen Zustand gesprochen. Keine Ahnung ob sich die Rennradvariante von der Orbea-Varianten unterscheidet. Irgendeine Bedeutung sollte der fehlende Freilauf ja haben, wenn man es schon erwähnt. Vielleicht heisst ausgeschaltet auch: Er unterstützt sich ausschliesslich selbst und minimiert damit den Stromverbrauch, aber ohne Akku schleppt man ihn dann doch wieder mit?
Ich hatte nicht die Gelegenheit zu messen, aber vom Gefühl würde ich sagen: Der Verlust ist wesentlich geringer als an einem High-Pivot-Rad mit schlecht geschmierter Kette.
 
Ich meinte die mechanische Entkopplung, nicht das Gewicht.
Hier
wird von "extrem niedrigem" Verlustmoment im ausgeschaltetenen Zustand gesprochen. Keine Ahnung ob sich die Rennradvariante von der Orbea-Varianten unterscheidet. Irgendeine Bedeutung sollte der fehlende Freilauf ja haben, wenn man es schon erwähnt. Vielleicht heisst ausgeschaltet auch: Er unterstützt sich ausschliesslich selbst und minimiert damit den Stromverbrauch, aber ohne Akku schleppt man ihn dann doch wieder mit?
Aber den widerstand merkt man bei den TQ Motoren so gut wie nicht, sind keine 5W Verluste, also zu vernachlässigen
 
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