Tirano - Iseosee oder Tirano - Idrosee

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Grüß euch ihr Rad-Reisenden! Das hier ist nun unsere 13. Transalp. Soll ja vielleicht Glück bringen, hoffentlich! Wir starten heuer im August in der Schweiz und enden am Idrosee oder am Iseosee. Die Planung bis Tirano steht schon.

Aber ab Tirano kommen wir nicht recht weiter. Es scheint keine wirklich guten Übergänge in den Bergamasker Alpen bzw. dem südlichen Adamello zu geben. Jedenfall haben wir im Netz und auch hier noch nicht viel gefunden. Insbesondere würde uns interessieren:

A) entweder ein Übergang im Gebiet Lago Belviso / Passo del Belviso zum Iseosee.

B) ein Übergang von ungefähr Aprica aus in Richtung Südosten zum Idrosee. Es gibt zwar einen Abschnitt beim Albrecht (https://transalp.info/mtb/heckmair-a-la-albrecht/) der von Aprica über den Passo del Venerocolo nach Breno führt. Aber da bin ich mir nicht sicher, wie fahrbar der ist. Kennt das jemand?

Hat da jemand eigene Erfahrungen bzw. so eine Etappe schon mal gemacht? Wir würden uns über Tipps oder Erfahrungsberichte freuen!
😃
 

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Grüß euch ihr Rad-Reisenden! Das hier ist nun unsere 13. Transalp. Soll ja vielleicht Glück bringen, hoffentlich! Wir starten heuer im August in der Schweiz und enden am Idrosee oder am Iseosee. Die Planung bis Tirano steht schon.

Aber ab Tirano kommen wir nicht recht weiter. Es scheint keine wirklich guten Übergänge in den Bergamasker Alpen bzw. dem südlichen Adamello zu geben. Jedenfall haben wir im Netz und auch hier noch nicht viel gefunden. Insbesondere würde uns interessieren:

A) entweder ein Übergang im Gebiet Lago Belviso / Passo del Belviso zum Iseosee.

B) ein Übergang von ungefähr Aprica aus in Richtung Südosten zum Idrosee. Es gibt zwar einen Abschnitt beim Albrecht (https://transalp.info/mtb/heckmair-a-la-albrecht/) der von Aprica über den Passo del Venerocolo nach Breno führt. Aber da bin ich mir nicht sicher, wie fahrbar der ist. Kennt das jemand?

Hat da jemand eigene Erfahrungen bzw. so eine Etappe schon mal gemacht? Wir würden uns über Tipps oder Erfahrungsberichte freuen!
😃

die Gegend ist nicht so wirklich MTB-freundlich.
Schau dir das mal an, und angrenzende Touren: https://training.camp/de/route/220/piz-del-tri/

Screenshot 2026-02-03 at 14.28.35.jpg
 
Venerocolo und Gatto bin ich bei mäßigem Wetter schon gefahren. War wunderschön aber anspruchsvoll vom Untergrund.
Übernachtung im Refugio top. Dort haben wir per Email reserviert. Netz gibt’s dort wenig, wir kamen spät an und mussten direkt an den Tisch. Lasagne, Tiramisu, Salat.

Vom Passo del Vivione über den Passo Croce Domini bis nach Bagolino war etwas viel Transfer für meinen Geschmack. Auch anstrengend da, dort zahlreiche MotoX „Typen“ unterwegs waren.
 
Zuletzt bearbeitet:
ein Übergang von ungefähr Aprica aus in Richtung Südosten zum Idrosee.
Bin in Gegenrichtung vor Jahren mal gefahren, sogenannte "Süd- Nord-Traverse" vom Gardasee nach Oberstdorf.
  • Etappe von Storo am Idrosee nach Breno nördlich Lago Iseo: über Pso Bruffione (2.145 m) und Pso Croce Domini (1.892 m). das waren aber 2.500 hm
  • Etappe von Breno bis Rif Belviso (1.255m), Nähe Sondrio: über pso Campelli (1.892 m, war grobsteinig und steil)/ Pso Vivione (1.892 m)/ Pso del Gatto (2.416 m)- toller Übergang/ Pso Venerocolo (2.314 m). Etappe hatte auch so 2.500 hm.
Also das ist machbar. Und eine "klassische Strecke". Sehr einsame Pässe und Schiebestrecken halten sich in Grenzen. Wie das jetzt in Gegenrichtung ist, kann ich dir nimmer sagen.
Für nähere Infos müsste ich meinen alten Tourenbericht rauskramen.
Route musst du dir halt über z.B. "Bikerouter" zusammenklicken.
 
So sieht die Realität aus: Klick.
Bei den Bedingungen macht wohl kein Passübergang "Spaß". Hattet ihr damals schon ein Navi?
Pso del Campo - Heckmair: ja man schiebt etwas lange. habe so 3 h in Erinnerung. Aber...Tragestrecke rauf hält sich in Grenzen. Hauptteil der Schiebestrecke ist ja oben, weil es einfach zu verblockt ist- zumindest für uns damals mit HT.
Aber dafür halt ein "Klassiker", da Heckmair. Wir hatten gutes Wetter.
 
Das Navi waren die Kompasskarten.
Habe ich mir gedacht. Ist halt im Regen "etwas ungenau", weil du sie dann nicht mehr rausgezogen hast.
Also ich habe den Pso Campo in gar nicht so übler Erinnerung. Lag wohl daran, dass das Wetter ok war und wir keinen so großen Zeitdruck hatten.
Du kannst ihn doch jetzt noch machen? Brauchst nur die richtige Tour dazu.
Deine alten Tourenberichte sind echt klasse. Habe ich auch oft gemacht, aber öfters nicht digital gesammelt.
 
@Fubbes übrigens haben wir letztes Jahr deine Susa-Ventimiglia Tour gemacht, zumindest so ähnlich.

Oulx - Colle Bercia - Refuge des Fonts - Pic Malrif - Saint Veran - Refuge de la Blanche - Col Blanchet - Saint Paul sur Ubaye - Saint Ours - Col de la Gipiere - Col de Ruburent - Colle Maddalena - Sambuco - Madonna del Colletto - Entracque - Colle Parosso - Limone Piemonte - Via del Sale - Ventimiglia.

https://umap.openstreetmap.fr/de/map/transalp-westalpen_1105293

Sehr sehr schöne Tour, ein paar mal sind wir von unserer Planung abgewichen wegen Schlechtwetter.
 
Der Passo di Campo macht aber nur von Ost nach West Sinn. 3 h Schieben ist ja schön und gut fürs Landschaftserlebnis, aber dass man dann nach kurzem Trail das komplette Val di Daone praktisch auf Straße runter rollen muss, macht die Unternehmung von West nach Ost irgendwie sinnlos. Das Val di Daone ist gut zum Bouldern, aber nicht zum Biken.

Die Crocedomini Gegend ist gut für Tagestouren, aber für Durchquerung zumindest in Richtung Osten eher suboptimal. Zumindest wenn man auf der Suche nach langen Trailabfahrten ist. Problem ist, dass es oben zwar tolle Möglichkeiten gibt, aber runter ins Sarca-Tal hab ich irgendwie noch keinen wirklich guten Weg gefunden. Oben direkt am Crocedomini ist der Abstecher Richtung Lago della Vacca gut, aber wahrscheinlich nichts, was man bei einer Durchquerung mit Anfahrt von unten noch zusätzlich einbauen will. Und weiter östlich dasselbe. Rund um Cornelle und Brealone kann man mit den Überbleibseln der alten Militärstraßen tolle Runden basteln, aber dazu fängt man sinnvoller Weise auf der ersten Etage an, also entweder oberhalb von Bagolino da im Tal, wo das alte Skigebiet ist, oder oberhalb von Storo im Sarcatal bei einem der alten Dörfer.

Um zur Eingangasfrage von @kropotkin zurückzukommen, müsste man halt wissen, wie lange das von Tirano aus noch gehen soll, wieviele Hm bzw. km pro Tag sinnvoll sind und was das Ziel des Ganzen ist. Schöne Trails fahren, Landschaft sehen oder einfach nur Strecke machen?

Von Tirano nach Süden macht imho am meisten Sinn über den Hügel nach Aprica, von da ins Skigebiet (evtl. mit Bahn), dann den Bike-Trail am Hang entlang zum Venerocolo und von dort auf Trail runter nach Schilpario. Mit Bahn vielleicht an einem Tag möglich, ohne höchstens für echte Viecher, wie man bei uns so schön sagt. Ab Schilpario ist es dann aber eher zäh mit der Planung, wenn man nicht nach Westen abdriften will. Vivione und Richtung Osten würde ich mir komplett sparen, wenn man nicht gerade auf Krawall gebürstet ist und den Weg durch die Concarena probieren will, der in Trailforks schwarz drin ist. Das dürfte aber auf der Nordseite Klettersteig im Aufstieg und sehr technisch in der Abfahrt sein. Runterwärts vom Vivione dahin zu zielen, wo bei Trailforks genau im Osten unten im Val Camonica zwei oder drei Trails sind, rentiert imho auch nicht so recht. Da sind die Trails auf der anderen Talseite bei Cimbergo viel lohnender, aber die sind so gar nicht in längere Touren einzubauen. Ansonsten ist am Vivione eher Trail-Wüste.

Von Schilpario würde ich mir eher die Option auf der Westseite vom Concarena Massif anschauen. Ich kenn das Val Camonica ein wenig von Tagestouren. Bei Borno gibt es eine tolle Tour am Il Costone. Die ist zwar in der falschen Orientierung, aber vielleicht kann man da Teile trotzdem sinnvoll einbauen, um von Schilpario ins Val Camonica zu kommen. Von Darfo aus gäbe es dann noch eine lohnende Tour am Lago Moro vorbei halb den Monte Pora hoch und zurück ins Tal. Ist zwar kein Pass oder so, aber man kommt dem Lago d’Iseo näher. Leider gibt es wenig sinnvolles über den Pora zum Iseo, da würde man immer mehr nach Westen fahren.

Es gibt eine Crew aus Brescia, die auf YouTube viele Trail-Videos aus der Gegend hat. Das ist eine sehr gute Recherche-Quelle. Leider weiß ich den Namen nicht mehr, sollte aber gut zu finden sein. Ansonsten Strava Heatmap und Vergleich mit einer Topo-Karte, das ist imho das beste Tool für die Tourenplanung, zumindest wenn man halbwegs Mainstream unterwegs ist (BBS machen zu wenige, da findet sich dann auf Strava nicht so viel außer absolute Klassiker).
 
@Fubbes übrigens haben wir letztes Jahr deine Susa-Ventimiglia Tour gemacht, zumindest so ähnlich.

Oulx - Colle Bercia - Refuge des Fonts - Pic Malrif - Saint Veran - Refuge de la Blanche - Col Blanchet - Saint Paul sur Ubaye - Saint Ours - Col de la Gipiere - Col de Ruburent - Colle Maddalena - Sambuco - Madonna del Colletto - Entracque - Colle Parosso - Limone Piemonte - Via del Sale - Ventimiglia.

https://umap.openstreetmap.fr/de/map/transalp-westalpen_1105293

Sehr sehr schöne Tour, ein paar mal sind wir von unserer Planung abgewichen wegen Schlechtwetter.
Die Betonung liegt wohl auf "so ähnlich" 🙂

An den Roburent-Seen hätten wir uns sogar begegnen können. Da war ich am 25.08.2025.
 
Der Passo di Campo macht aber nur von Ost nach West Sinn.
Sehe ich auch so, sind wir damals auch so gefahren.
Der Campo war jetzt auch kein Vorschlag für die Tour von @kropotkin , sondern wir kamen darauf jetzt eher zufällig durch den Tourenbericht von @Fubbes aus 2001.
Ich kenne in der Gegend nur die oben skizzierte Tour Lago Idro/ Pso bruffione/ Lago Iseo/ pso del gatto/ Muretto/ Maloja, also von SO nach NW. da weiß ich, dass das geht, zumal die Gegend - wie du auch schon schreibst- nicht so viel Auswahl an Traverse möglichkeiten bietet.
Wir sind sicher alle gespannt, was/welche Tour @kropotkin daraus entwickelt.
Du scheinst in der Gegend rel. gute Ortskenntnis zu haben. Werde ich mir auf der Karte mal genauer ansehen.
 
Von Tirano nach Süden macht imho am meisten Sinn über den Hügel nach Aprica, von da ins Skigebiet (evtl. mit Bahn), dann den Bike-Trail am Hang entlang zum Venerocolo und von dort auf Trail runter nach Schilpario.
@Dahigez Da bin ich grundsätzlich einer Meinung. Aber warum nicht anstelle vom Venerocolo - wenns dann ohnehin Richtng Iseosee geht - zum Lago del Belviso, dort übernachten und am nächsten Tag über Malga Demignone und den Passo Belviso runter nach Vilminore. Würde diese Tagesetappe stark verkürzen.
Kennst du diese Route zufällig auch?
 
@Dahigez Da bin ich grundsätzlich einer Meinung. Aber warum nicht anstelle vom Venerocolo - wenns dann ohnehin Richtng Iseosee geht - zum Lago del Belviso, dort übernachten und am nächsten Tag über Malga Demignone und den Passo Belviso runter nach Vilminore. Würde diese Tagesetappe stark verkürzen.
Kennst du diese Route zufällig auch?
Das kann man sicher machen, aber kennen tue ich das nicht.

Der Grund, warum ich die Variante über Aprica und das Skigebiet vorgeschlagen habe, ist dieser Weg:
Ist jetzt einfach der erste Treffer aus einer Ecosia-Suche. Den Weg gibt es auch noch nicht so lange, weshalb ältere Tourenberichte vielleicht andere Varianten genommen haben. Da hat einfach mal jemand mit dem Minibagger und etwas Sprengstoff sich von der Bergstation der Seilbahn bis zum Venerocolo vorgearbeitet. Was Tourismus-Marketing so alles anstellt. Sieht nett aus und man radelt quasi bis zum Pass (am Ende evtl. bisserl Schieben; ich bin den selber auch noch nicht gefahren und kenn den Venerocolo nur von der Tagestour Schilpario-Vivione-Gatte-Venerocolo-Schilpario, was aber auch schon lang her ist). Vom See unten schiebt/trägt man dagegen nicht unerheblich zu den verschiedenen Pässen hoch. Von den Abfahrten her ist der Venerocolo, soweit ich informiert bin, der leichteste, wobei der nicht langweilig ist. Klassische verfallene Militärstraße, nie steil, aber meist Single Trail Charakter und auch mal grob. Im Video fahren sie am Ende vom Venerocolo zum Belviso See runter, das ist am Anfang ähnlich.

Der Weg vom Belvisio Pass, also direkt der, nach Süden ist, meine ich, zumindest im unteren Teil mehr normaler Bergpfad und von daher wahrscheinlich etwas schwieriger, wobei die in OSM alle einen S3 Eintrag haben (dazwischen gäbe es noch den Venano, das ist auch alte Militärstraße und kommt gleich raus wie der Venerocolo).

Wenn dir natürlicher Pfad mehr zusagt und du mit Hochtragen kein Problem hast, ist die Variante über den See und den Belvisio-Pass sicher eine gute Möglichkeit. Man kann vom Belviso See auch zum Grasso di Pila hochtragen und nach Westen zu den Barbellino Seen und weiter nach Valbondione im Seriotal abfahren. Ich hab da mal ein Video gesehen, da ist einer zumindest vom oberen See runter und das sah schick aus, allerdings ab dem Stausee sehr technisch und ausgesetzt. Aber dann bist du halt weiter westlich… Andererseits ist das Valle Scalve bike technisch runter Richtung Iseo nicht so der Hit. Sinnvoll wäre nach Westen Richtung Lizzola, aber dann bist du auch wieder im Seriotal, oder eben die Flucht Richtung Borno.

Ich hab noch folgende Resource gebookmarked:
https://www.mtbbergamo.it/
Das hilft dir jetzt nicht direkt, weil das alles weiter westlich ist, aber irgendwie hab ich im Kopf, dass es für die Gegend nördlich Brescia, also auch die Richtung Scalve, was ähnliches gab. Glaub die war auch irgendwo auf der Bergamo-Seite verlinkt. Also entweder die Suchmaschine deines Vertrauens anwerfen oder dem Typ von der Bergamo-Seite ne freundliche Mail schreiben. Ich denke, dass sich da viele Leute gut kennen und vielleicht kann er dich an die richtige Stelle verweisen.
 
Aus dem alten Tourenbericht der Tag vom Iseosee mit dem Passo del Gatto Übergang- ja war ziemlich anstrengend:

3. Tag : Breno – Sondrio , über die Bergamasker Alpen ins Veltlin

70 km, 2.500 hm , 8 std.

Von Breno müssen wir zunächst ca. 5 km auf der viel befahrenen SS 42 bis Ono St. Pietro fahren, die nach EDOLO führt, um wieder in einsamere Gefilde zu gelangen.

Von hier beginnt eine brutal steile Auffahrt über ca. 1.500 hm zum Pso di Campelli , 1892 m, die fast senkrecht die Höhenlinien schneidet. Wer diese auffahrt in einem stück meistern möchte braucht enormes Durchhaltevermögen. Hier gibt’s kein Ausruhen auf dem größten Ritzel; denn selbst dieses in Gang zu halten erfordert eine permanente Kraftanstrengung. Immer wieder der Gedanke :steige doch ab, da man sich mit 4 km/h gerade mal so im Sattel halten kann. Aber immer wieder machen die Beine ihre Bewegung, die sie die nächsten Tage über Stunden gewohnt sein werden.

Ab der Baita di mella wird der Belag auch noch grob schottrig bzw. sogen. Kanonenpflaster, so dass biken eigentlich kaum mehr möglich ist. Bei jedem Meter vorwärts rasselt das Hinterrad in die gemeine Rinne zwischen den Pflastersteinen und es kostet zusätzliche Kraft es wieder herauszubringen.

Die Strecke ist in der Karte als Bike route eingezeichnet. Aber die Auffahrt ist ein ständiger Kampf zwischen absteigen-wollen – wir fahren eine tour OHNE GEPÄCKTRANSPORT – und sich überwinden, im Sattel zu bleiben.

Nach über einer Stunde Uphill fight, wird das Terrain kurz vor der Passhöhe endlich wieder angenehmer und fahrbarer.

Doch nach der Mittagspause beginnt schon die Auffahrt bzw. Schiebestrecke zur 2. Passhöhe des heutigen Tages.

Nach dem Pso del Vivione mit der gleichnamigen Malga ,1830 m beginnt die ca. 1.5 std Schiebepassage zum Pso del Gatto,2.416 m. Der Aufstieg ist beschwerlich, aber gut schiebbar und das grandiose , einsame Hochgebirgskar entschädigt für die Anstrengung.

Der Pso ist eigentlich nur eine schmale felsscharte im gezackten Süd Grat des Mte Sellerino. Am höchsten Punkt steht von einem Felsvorsprung geschützt eine vom Blitz gezeichnete Madonnenstatue und macht uns bewusst, welches glück wir heute wiederum mit den Witterungsbedingungen haben.

Der Aufstieg wird mit einer grandiosen Fernsicht belohnt. Hinzukommt eine ausgesetzte Abfahrt in einer kraterartigen Gerölllandschaft, durchsetzt mit vielen kleinen See Augen.

Nach einem kurzen Gegenanstieg über den Pso VENEROCOLO fahren wir ab ins Valle di campo. Vorbei am Lago BELVISO folgt die schier endlose Abfahrt ins VALTELLINA in dem die ADDA strömt, schließlich bis zu unserem Quartier kurz vor SONDRIO, das gerade mal auf 300 m liegt.

Die Gaststätte ist uns großartig angekündigt worden. Leider sind so viele Gäste da, dass die ServiceMA die Bestellungen leicht durcheinanderbringen und einige der hungrigen Biker auf die Folter spannen.
 
Nachtrag:
Grad noch Satellitenbilder (Apple Maps) geschaut, vom Passo di Belvisio zum Lago die Gleno ist definitiv alpiner Bergweg, schaut teils auch etwas ausgesetzt aus. Aber wie gesagt laut OSM S3, sollte also schon ganz gut fahrbar sein. Allerdings muss man 1400 Hm durchgehend S3 mit teils Exposure wollen, wenn man’s mag ist es aber vielleicht gerade das Richtige. Strava hat den allerdings ohne Bike Pixel, dafür mit sehr viel Wanderpixel. Kann am Zustieg liegen, spricht aber oft dafür, dass der mit Bike nicht so easy ist. Ich würde wetten, dass der einiges schwerer ist als der Venerocolo.

Aber gut, Venerocolo ist auch mit S3 eingetragen, wobei sich das ehrlich gesagt nicht mit meiner Erinnerung deckt. Ja, war rumpelig, weil du teils die Steinplatten von der Militärstraße drunter hast und alle Daumen lang ist ein größerer Stein im Weg, aber da kommt man mit etwas Schwung gut drüber, was auch eigentlich immer gut geht, weil der Weg halt immer dieselbe, recht flache Neigung hat. Kann sich natürlich geändert haben, seit ich da runter bin. Also nicht die Steilheit, aber das Verblockte. ;)

Und ja, Gatto/Venerocolo vom Val Camonica aus muss ich nicht haben, also heute schon gleich gar nicht mehr, aber auch früher. Man will ja auch runter noch Spaß haben. Zumal der Gatto oben auch einiges an Schieben/Tragen ist. Das wär nicht mal runter immer so einfach, wenn ich das richtig erinnere. Hut ab an @p100473 für eure Etappen.
 
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