Campagnolo Stellenabbau: 120 Jobs sollen gestrichen werden

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Re: Campagnolo Stellenabbau: 120 Jobs sollen gestrichen werden
Naja, das liegt auch an der Konkurrenz. Das Bsp. China hast du schon genannt.
Naja, ohne Konkurrenz ist bekanntlich immer einfach und die hatte Camapgnolo seinerzeit tatsächlich nicht. Dann kam Shimano und hat ihnen ordentlich zugesetzt und als SRAM dann auch immer stärker wurde, war es halt fast unmöglich die zum Teil doch etwas seltsamen Produkte noch in großen Stückzahlen an den Mann zu bringen.
Aber so ist das nun mal im freien Markt. Wenn andere Hersteller bessere Konzepte haben, kann es eng werden. Wenn man sich insbesondere SRAM anschaut, wie die es geschafft haben durch eine sehr clevere und weitsichtige Plattformstrategie immer mehr Anteile zu gewinnen, ist klar, wo die Fehler gemacht wurden.
Hinzu kommt die Patentsituation. Auch da agiert SRAM äußerst clever. Da kommt ja selbst Shimano ins Schwitzen.
 
Das stimmt so nicht, denn die waren bis vor ca. 20 Jahren quasi der Exklusivausstatter bei Rennrädern. Das muss man echt können, sich so aus dem Markt zu kegeln.
Mit MTB-Komponenten haben sie es ja auch mal versucht. War nicht so der Riesenerfolg.
Vor 20 Jahren war das Thema Massengeschäft für Campa schon lange durch. Ist eher so 40 Jahre her.

Ich denke, das lag auch an den alten Signori Campagnolo. Die hatten nicht wirklich verstanden, was im Markt vor sich geht, und so eine gewisse " Das haben wir schon immer so gemacht" Attitude.

Wenn ich mir allerdings das Interview vom Junior anhöre, das letztens hier zu lesen war, dann hab ich noch etwas Hoffnung.
 
Das stimmt so nicht, denn die waren bis vor ca. 20 Jahren quasi der Exklusivausstatter bei Rennrädern. Das muss man echt können, sich so aus dem Markt zu kegeln.
Das ist eher 30-40 Jahre her wo Campa state of the art bei den damaligen High End Rennrädern war.
Spätestens mit der Dura Ace und Ultegra haben sie in den 90ern mächtig Gegenwind bekommen.
MTB haben sie komplett verschlafen und das was dann mal kam war teurer aber nicht besser als die Konkurrenz.
 
Das ist eher 30-40 Jahre her wo Campa state of the art bei den damaligen High End Rennrädern war.
Spätestens mit der Dura Ace und Ultegra haben sie in den 90ern mächtig Gegenwind bekommen.
MTB haben sie komplett verschlafen und das was dann mal kam war teurer aber nicht besser als die Konkurrenz.
es ist eher so das die altherrenliga die campafetischisten waren nicht mehr auf dem RR sitzen
 
Natürlich verstehen das die Buchhalter und Hamsterradläufer nicht, hier geht es um Passione und Emozione. Ich kauf mir auch keine Ducati, weil die so günstig oder zuverlässig ist (obwohl, das hat sich gebessert).
 
Offenbar ja nicht, sonst wären sie nicht in der aktuellen Situation.
Da wurden ganz klar einige Dinge verpennt, bzw. falsch eingeschätzt.
Jede Firma kann sich mal einen Flop erlauben, bei Campa waren es aber wohl ein paar zu viel und irgendwann funktioniert die Nummer mit Emozione, Tradition und völlig überteuerter Exklusivität halt nicht mehr. Das wird in Zukunft auch nicht einfacher, denn viele chinesische Firmen haben den Bogen schon gespannt.

Das stimmt so nicht, denn die waren bis vor ca. 20 Jahren quasi der Exklusivausstatter bei Rennrädern. Das muss man echt können, sich so aus dem Markt zu kegeln.
Mit MTB-Komponenten haben sie es ja auch mal versucht. War nicht so der Riesenerfolg.
Ich habe noch so eine Record OR am Reiserad. Schaltgetriebe und Umwerfer waren erste Sahne. Optisch ansprechend und funktionell. Der Drehgriff war genauso Schrott wie die mit O-Ringen „abgedichteten“ Naben.

Details am Griff waren ganz gut, wie die leicht einstellbare Reibung, jedoch war halt der gesamte Griff Teil der Schaltung, was auch im leichten Gelände sehr schlecht zu bedienen war.

Nach jeder Regenfahrt konnte man mit der Fettpresse (das war wiederum ein schönesDetail) einmal neues Fett in die Naben durchpressen.

Schalthebel wurden durch Shimano ersetzt und HG auf den Freilauf der Hügi.

Die alten Super Record waren schon ein Traum, eine Dura Ace zwar nicht viel billiger, aber zuverlässiger und besser zu bedienen.

Und die neuen Carbonteile mögen ja gut funktionieren, aber irgendwie fehlt der „italienische Flair“.

Was bei Campa fehlt war der langfristige Plan mit vielen Verbesserungen und Neuigkeiten, das Lernen und Reagieren.
Nicht umsonst ist SRAM jetzt da wo sie sind.

Campa hielt viel zu lange an alten Dingen fest, wie auch zum Teil Shimano (die aber eine riesige Bude sind) und wurde abgehängt.

Campa hätte die Chance gehabt die gute Basis der OR-Serie zu verbessern (mit der Centauer gab es ja auch eine preislich attraktive Gruppe), aber nein das ganze wurde schnell wieder eingestampft.
 
Zuletzt bearbeitet:
es ist eher so das die altherrenliga die campafetischisten waren nicht mehr auf dem RR sitzen
Das ist eher 30-40 Jahre her wo Campa state of the art bei den damaligen High End Rennrädern war.
Spätestens mit der Dura Ace und Ultegra haben sie in den 90ern mächtig Gegenwind bekommen.
MTB haben sie komplett verschlafen und das was dann mal kam war teurer aber nicht besser als die Konkurrenz.

Na klar... dieser "alter" Mann namens Tadej Pogacar gewann damit 2021 die Tour de France...
 
Na klar... dieser "alter" Mann namens Tadej Pogacar gewann damit 2021 die Tour de France...
hat ja keiner abgestritten, dass die aktuell noch auf dem Markt sind und durchaus brauchbares Zeug bauen
Nur haben sie sich von Shimano und in den letzten Jahren auch von Sram ihre Marktanteile wegnehmen lassen.
Die Gründe dafür sind wahrscheinlich vielfältig, führen jetzt in der aktuellen Situation aber eben zum Stellenabbau.
Das werden auch nicht die Letzten sein von denen man das hört.
 
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