Offenbar ja nicht, sonst wären sie nicht in der aktuellen Situation.
Da wurden ganz klar einige Dinge verpennt, bzw. falsch eingeschätzt.
Jede Firma kann sich mal einen Flop erlauben, bei Campa waren es aber wohl ein paar zu viel und irgendwann funktioniert die Nummer mit Emozione, Tradition und völlig überteuerter Exklusivität halt nicht mehr. Das wird in Zukunft auch nicht einfacher, denn viele chinesische Firmen haben den Bogen schon gespannt.
Das stimmt so nicht, denn die waren bis vor ca. 20 Jahren quasi der Exklusivausstatter bei Rennrädern. Das muss man echt können, sich so aus dem Markt zu kegeln.
Mit MTB-Komponenten haben sie es ja auch mal versucht. War nicht so der Riesenerfolg.
Ich habe noch so eine Record OR am Reiserad. Schaltgetriebe und Umwerfer waren erste Sahne. Optisch ansprechend und funktionell. Der Drehgriff war genauso Schrott wie die mit O-Ringen „abgedichteten“ Naben.
Details am Griff waren ganz gut, wie die leicht einstellbare Reibung, jedoch war halt der gesamte Griff Teil der Schaltung, was auch im leichten Gelände sehr schlecht zu bedienen war.
Nach jeder Regenfahrt konnte man mit der Fettpresse (das war wiederum ein schönesDetail) einmal neues Fett in die Naben durchpressen.
Schalthebel wurden durch Shimano ersetzt und HG auf den Freilauf der Hügi.
Die alten Super Record waren schon ein Traum, eine Dura Ace zwar nicht viel billiger, aber zuverlässiger und besser zu bedienen.
Und die neuen Carbonteile mögen ja gut funktionieren, aber irgendwie fehlt der „italienische Flair“.
Was bei Campa fehlt war der langfristige Plan mit vielen Verbesserungen und Neuigkeiten, das Lernen und Reagieren.
Nicht umsonst ist SRAM jetzt da wo sie sind.
Campa hielt viel zu lange an alten Dingen fest, wie auch zum Teil Shimano (die aber eine riesige Bude sind) und wurde abgehängt.
Campa hätte die Chance gehabt die gute Basis der OR-Serie zu verbessern (mit der Centauer gab es ja auch eine preislich attraktive Gruppe), aber nein das ganze wurde schnell wieder eingestampft.