Fragenkatalog Laufrad-Kaufberatung

LRS behalten oder neu und besser


Hallo zusammen,

bin amüberlegen, ob ich für mein Bike den aktuellen LRS behalten oder ihndurch einen wertigerer LRS ersetzen soll. Da ich mich nicht besondersgut auskenne und durch und mit recherchieren nicht viel weiter komme,bitte ich euch um Ideen.
  1. Bike: Salsa Cutthroat
    aktueller LRS:
    Vorderrad: Shimano TC500-15-B 15 x 110 mm Nabe, WTB ST 25 TCS 2.0 29" Felge, 32 Loch. Hinterrad: Shimano TC500-HM-B 12 x 148 mm Nabe, WTB ST 25 TCS 2.0 29" Felge, 32 Loch. Reifen: Teravail Sparwood, 29 x 2.2"

  2. Laufradgröße
    MTB Boost, also 29" 15x110 und 12x148, beide gerne mit Centerlock, HR Nabe MicroSpline

  3. Reifen
    Der LRS soll für Reifen von 29 x 2,00 bis 29 x 2,35 geeignet sein, montiert wird Tubeless

  4. Fahrstil und Einsatzbereich
    Asphalt, Gravel-/Waldwege im Mischbetrieb, leichte Trails (S0 und S1), Radreisen (auch mit Schotterwegen), keine Rennen oder Expeditionen
  5. Gewicht
    bis zu 115 Kg bei Radreisen für Fahrer, Rad und Ausrüstung. Braucht es für das Systemgewicht Sicherheitsreserven?

  6. Budget
    ca. 750€
  7. Kaufen wo?
    Tendenz Laufradbauer oder System-LRS
  8. Prio: Zuverlässigkeit - Stabilität - Gewicht - Steifigkeit - Optik

  9. Material und Gewicht
    Alu, gerne ca.1800g, wenn das sinnvoll möglich ist.
  10. Ideen
    Laufradbauer: Naben: Hope Pro5, oder DT350, Aivee, Felgen Alu 25 – 30 mm Maulweite
    System-LRS: z. B. DT Swiss XR 1700 SPLINE 29 Zoll oder ähnliches
Lohnt es sich, in eienen neuen LRS zu investieren und welche Vorteile habe ich gegenüber dem aktuellen?

Freu mich sehr über euren Input, lieben Dank!

Das ist zwar ne ziemlich alte Leier von mir, aber es lohnt sich dennoch sie zu wiederholen, da diese Felgen ja leider noch immer nicht ausgestorben sind:
Diese WTB Felgen, die bei dir drinstecken, sind nicht gerade das Maß aller Dinge. Ich finde diese Felgen nicht sonderlich gut, da sie sehr weich agieren, dazu neigen unter größerer Belastung zu chippen und schnell verdellen. Größere Touren mit Gepäck und in die Pampa würde ich damit als Himmelfahrtskommando bezeichnen - kann aber gut sein, dass ich damit zu negativ bin. Der ein oder andere hat so einen Trip bestimmt auch mit solchen Felgen schon überlebt, aber wenn man sich schon vorher Gedanken darüber macht, ob dieses Material das Richtige ist, dann sollte man die Gelegenheit ergreifen und in Neues investieren. Bestimmt kein Fehler!

Bei den Naben habe ich jetzt was diese Cues anbelangt keine sonderlich reichhaltigen Eigenerfahrungen. Ich vermute mal, die sind so auf dem Level von Deore Naben anzusiedeln? Das heißt mehr oder weniger robust und größtenteils zuverlässig, kann aber auch mal das ein oder andere Montagsmodell darunter sein und schwerer als notwendig sind sie allemal. Weiß zudem jemand, ob diese Naben nun mittlerweile umrüstbar sind oder geht das hier in alter Shimano Tradition weiter, dass es nur einen Standard pro Nabe gibt? Auf jeden Fall bist du bei Shimano Naben auf Shimano Kassetten angewiesen, was jetzt aber nicht schlecht sein muss. Auf jeden Fall günstiger als SRAM. Dennoch, in Sachen nachträglicher Umrüstung sind Shimano Naben ne Einbahnstraße mit totem Ende.

Wie es auch schon gesagt wurde, plädiere ich hier auch eher für breitere Felgen. Kommt aber auch bisschen auf die Anwendung drauf an. Wenn du bei 25mm Maulweite bleibst ist das dennoch kein Verbrechen, damit kannst du auch die Reifenbreiten aufziehen und fahren, musst dann aber eben mehr Luftdruck und damit bisschen anderes Fahrverhalten in Kauf nehmen. Breitere Reifen = weniger Luftdruck für mehr Grip sorgt eben gelegentlich für angenehmere Erfahrungen auf losem/rutschigen oder recht ruppigem Untergrund, da hier die Reifen besser arbeiten können sowie auch mehr Dämpfung reinbringen.

Wenn du nichts gegen Hookless Felgen einzuwenden hast, dann würde ich dir auch die Duke als gute Option empfehlen, wenn du lieber Hakenfelge fahren möchtest, wäre wohl die Newmen Beskar30 Light oder auch eine Syntace W28i durchaus ne sinnvolle Option.
Vg
Hexe
 
Vielen Dank für euer Feeback. Werde noch ein Weilchen recherchieren, tendenziell denke ich, dass ich bei 25 mm Maulweite bleiben werde, da ich zumeist Reifen um 29x2,0 bis 29x2.2 fahren werde. Bei breiteren Felgen könnte der Reifen dann zu eckig werden...
 
Servus, ich bräuchte eine Speichenberatung.
will mir einen neuen Laufradsatz einspeichen. gesetzt sind die Duke CrazyStar 6ters mit 350er classic Naben mit 28H.
der Satz soll auf das DC Hardtail und mich und meine 100kg überall hinbringen. Es gibt noch ein Trailbike und eine Enduro, wird also nur für Touren eingesetzt. Wenn mal ein Trail kommt wird der aber mitgenommen.
Ich hab bisher noch keinen Laufradsatz zerstört. Z.B. haben die XM1501 paar Tage in Saalbach auf dem Enduro mitgemacht ohne Probleme. Der folgende Satz von Pancho wheels mit Newman Carbonfelgen und CX Ray bekam hier und da lockere Speichen im Bikepark. seit er auf dem Trailbike ist passt das.

welche J-Bend Speichen würdet ihr mir empfehlen?
Vielen Dank!
 
auf die D-light hätte ich geschielt, ja. war mir aber nicht sicher. du denkst sogar an teilweise Laser?
was wäre der Nachteil? mehr Flex und dadurch sich lösende Speichen?
 
Der Konsen ist, dass du dann damit auf der schwacher gespannnten Seite (hinten links, vorn rechts) die dünnere Speiche von der Spannung her an die andere Seite annäherst und das ganze Laufrad stabiler wird. Du hast mit den Duke ja asymmetrische Felgen, die unterstützen das von ihrer Geo aus schon. Würde ich mal im Spokomat durchrechnen, der schätzt dir ganz gut die zu erwartetenden Spannnungen. Offset hinten nach links, vorn nach rechts, dann werden die Winkel besser. (hinten mit +2.5/-2.5 und vorn dann mit -2.5/+2.5)

Halten tut beides, der gemischte Aufbau ist dauerbelastbarer. Dafür sind die dünneren Speichen theoretisch anfälliger gegen Schäden durch Steine etc...aber das kann ich aus der Realität nur bedingt bestätigen. Wenn ich mir mal eine Speiche gekillt habe war die Aktion so gewaltig, dass es die etwas dickere auch erwischt hätte ^^

Ich hab aber auch schon problemlos einfach rundherum D-Light genommen, geht auch (weil nur die in silber zu bekommen waren zb). Die ganzen DT Swiss System-LRS kommen mit identischen Speichen und fallen nicht beim ersten Drop in sich zusammen. Beim selber aufbauen nehm ich den Bonus aber gern mit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was mir gerade noch einfällt, die Laser ist beim spannen etwas zickiger, weil die so dünn ist und dann ordentlich tordiert. Also entweder mit gutem Gefühl/Augenmaß etwas überdrehen und wieder zurückdrehen und damit entspannen oder mit einer Zange gegenhalten. Das tut den Speichen nichts, ist aber fummelig und anstrengend (ich hab zb die Unior und die Parktool Zange, die greifen sich super beschissen). Faulerweise nehm ich dann auch gern mal einfach Messerspeichen und den Gegenhalter, das macht den Aufbau sehr entspannt.
 
Welche Zangen sind das? Bei der Laser hab ich das jetzt auch schon öfters beobachtet und hatte immer mal überlegt ob es da was gescheites gibt.

Park Tool CSH-1 bzw Unior 1753/2B. Ziemlich unergonomisch für kleine Hände. Als Bigfoot mags gehen 🤪 Aber ist okay, macht man ja nur beim Aufbau einmal. Dafür ist halt nichts verspannt und setzt sich später. Kann dir auch die Unior schicken, hatte mir ja die PT geholt in der Hoffnung, die ist bequemer zu greifen, aber ist sie nicht.
 
Park Tool CSH-1 bzw Unior 1753/2B. Ziemlich unergonomisch für kleine Hände

Oder mitunter Gewohnheitssache bei nur gelegentlicher Nutzung

Bei der Unior bin ich bei dir. Die sagt mir auch nicht so zu.

Ich komme da super zurecht mit denen.
Die Parktool Zange ist echter Segen. Tolles Werkzeug.
Die erste Parktool hielt bei mir bei ungefähr 1 Jahr.
Die zweite Parktool hab ich schon ein paar Monate fast täglich im Einsatz.

Die Parktool Zange Finde ich technisch ausgereifter verglichen mit der Unior.

Lg
 
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Ich habe auch bereits mehrfach die Kombo Laser/D-Light aufgebaut.

Die Speichen festhalten geht eigentlich auch sehr gut mit einem Knipex - Zangenschlüssel.

Das Teil darf eh in keiner Werkstatt fehlen. ;)
 
Park Tool CSH-1 bzw Unior 1753/2B. Ziemlich unergonomisch für kleine Hände. Als Bigfoot mags gehen 🤪 Aber ist okay, macht man ja nur beim Aufbau einmal. Dafür ist halt nichts verspannt und setzt sich später. Kann dir auch die Unior schicken, hatte mir ja die PT geholt in der Hoffnung, die ist bequemer zu greifen, aber ist sie nicht.
Huch grad erst gesehen das du geanwortet hast. Evtl bestell ich mal beide zur Ansicht.

Knipex - Zangenschlüssel.
Ist auch vorhanden, fand ich dafür aber irgendwie nicht so schön.
 
Mal eine Frage zur i9 Hydra 1:
Da gab es ja einige Achsbrüche, und man findet nur ein paar Infos zur Achse. Als Ersatzteil wird bei Industrie Nine der Artikel geführt: „Updated Hydra 6 bolt mountain rear boost axle“.
Werden die aktuellen Naben schon mit der neuen Achse ausgeliefert?
 
Servus
Suche für mein Propain Hugene eine leichten ( 1600 Gramm ), bezahlbaren ( bis 500 Euro oder günstiger ) 29 Zoll Laufradsatz

Boost,
6-Loch Scheibenaufnahme
30 mm Innenweite
Die Nabe sollte gut gedichtet sein , da ich auch im Winter fahre

Ich wiege 80 Kilo und das bike nutze ich im DC Einsatz. Also nur leichte Trails bis max S2, kein Sprünge, Bikepark

Nabe DT 350 oder vergleichbar, 28 Speichen
Felge 🤔

Gibt’s sowas in der Richtung?

Danke

Hans
 
Also allein bei dem Angebot wo von EN-Boss und XC Masterfelge gesprochen wird weiss ich nicht so recht was da ausgeliefert wird.

Aber bei deinem Wunschgewicht zu Preis Verhältnis wirds von der Stange vermutlich schwer.
 
Ich hab es so verstanden, entweder einen Satz mit Master oder einen mit Boss Felgen, wahlweise beide mit Master vorne und Boss hinten
Stimmt das hatte ich unten überlesen. Ich war stutzig das die Beschreibung für den EN Laufradsatz mit der XC Felge anfing.
Zu Slowbuild selbst ist ja glaub schon viel gesagt. Das der jetzt unter Carl-Z verkauft ist auch interessant.
 
Ich häng mich hier auch mal mit dran und versuche das Schwarmwissen anzuzapfen.
Ich spiele mit dem Gedanken, für mein Ibis HD6 einen leichte(re)n Carbon LRS zu spendieren.
  • Mullet, 15x110 und 12x148
  • 30mm Innenweite klingen gut
  • Centerlock bevorzugt (ja, ich mag das), an neuen Bremsscheiben soll es aber nicht scheitern

Ich wiege so 75-80 kg, fahre ganzjährig, aktuell maximal S2, mal ein paar überschaubare Drops oder Kicker, kein Bikepark, daher auch viel bergauf.
Viel wilder wirds nicht werden, ich bin keine 25 mehr...
Aktuell habe ich einen Satz DT Swiss EX1700 mit (Herstellerangabe) 1924g am Bike.
Es dürfte es gern etwas leichter sein.
Ich bin bisher noch nie Carbon-Laufräder gefahren, daher weiß ich nicht, was einen bzgl. Steifigkeit dann so erwartet.

Ebenso fehlt mir in dem Bereich komplett der Überblick. Was sind die Go-to Marken, wovon sollte man lieber die Finger lassen etc.
Newmen Phase in base/base oder base/strong klingen für mich erstmal recht interessant.
Vonoa Carbonspeichen fänd ich von der Idee her recht spannend, da irgendwie auch konsequent - die scheint's aber nur für 29" zu geben und eher für geringer belastete (sehr leichte) Laufräder.
Auch sind die wohl bzgl. Stein- oder Astkontakten nicht ganz so sorglos wie Stahlspeichen.

Komking hatte letztens mal nen Santa Cruz/Reserve 30 HD Satz für 1.399 EUR, wo mich aber tendenziell das Gewicht von fast 1800g nicht so ansprechen würde.
Die Marke ist mir zumindest aber bekannt, von daher sind die ja vielleicht nicht schlecht ;)
Den UVP würde ich aber vermutlich nicht zahlen wollen und 1.4kEUR für 150 gesparte Gramm müsste ich mir auch erst schönreden.

Gleiches gilt voraussichtlich auch für Enve oder ggf. Nobl Wheels und wie sie alle heißen.

Kaufpreis ist also schon ein Faktor, aber die voraussichtliche Nutzungsdauer von >>5 Jahren würde das etwas entschärfen.
Ich möchte ungern mit einem mulmigen Gefühl einen Trail fahren, weil der Budget-LRS an der Belastungsgrenze ist.
 
Ich hab beim neuen Knusperhexen-LRS fürs Enduro auf seine Empfehlung hin (und obwohl ich die Marke an sich kein Stück sympathisch finde) Newmen Phase base vorne und hinten genommen und hab die bisher nicht kaputt gekriegt. Systemgewicht 115kg. Treten sich gut, fahren sich angenehm. Zugegebenermaßen bin ich damit aber bisher nur unsere Hometrails (auf Youtube Teutofreun.de suchen für nen Eindruck, der "härteste" Trail ist die Einflugschneise) und zwei mal in Freiburg das Übliche (Canadian/Borderline) fahren gewesen, ein Trip nach Finale steht noch aus. Ich fahre vorne 1,5 und hinten 1,8-1,9 bar und habe sehr selten Durchschläge.
 
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