Die theoretisch stärksten Bremsen?

du schaust wo beim bremsen der zeigefinger liegt und nimmst dann die stelle, bzw. den mittelpunkt vom zeigefinger
Sehe ich nicht so. Jeder Bremshebel hat eine mehr oder weniger definierte Position für den Finger. Diese Position muss verwendet werden.

Dann wird wohl bei identischen Geberkolben die Konstruktion mit dem längsten Hebelverhältnis das beste Fingerkraft/Bremskraft-Verhältnis bringen.
Der Nachteil ist dann aber wieder der größere Weg, den die Finger zurücklegen müssen, vor allem bei kurzen Fingern.
 
Ich halte nochmal für die Nachwelt fest:
in der Riege der theoretisch stärksten Bremsen ist eine Hope GR4 am unteren Ende angesiedelt. Glücklicherweise passen die anderen Kandidaten erst gar nicht an mein Gravel oder ich find sie einfach nur hässlich, sonst wäre es für mich Geldverschwendung gewesen. Vielleicht kommt ja Shimano noch mal mit etwas brauchbarem heraus. Kostet ja meist nur die ~Hälfte vom Restangebot.
 
Ich halte nochmal für die Nachwelt fest:
in der Riege der theoretisch stärksten Bremsen ist eine Hope GR4 am unteren Ende angesiedelt. Glücklicherweise passen die anderen Kandidaten erst gar nicht an mein Gravel oder ich find sie einfach nur hässlich, sonst wäre es für mich Geldverschwendung gewesen. Vielleicht kommt ja Shimano noch mal mit etwas brauchbarem heraus. Kostet ja meist nur die ~Hälfte vom Restangebot.
ich halte auch fest: das stärkste wäre ein maxima geber mit einem magura t stück in der leitung und zwei lewis 2021 sättel
 
Dann wird wohl bei identischen Geberkolben die Konstruktion mit dem längsten Hebelverhältnis das beste Fingerkraft/Bremskraft-Verhältnis bringen.
Die meisten modernen Bremsen arbeiten mit systemen bei denen sich das Mechanische Übersetzungsverhältnis über den Hebelweg ändert.

Da die kurven allerdings nur in den seltensten fällen veröffentlicht werden ist der mechanische Hebel im vergleich des Gesamtübersetzungsverhältnis der größte Unsicherheitsfaktor.
 
Gewagtes Projekt, könnte mit dem bewegbaren Volumen pro Kolbenhub knapp werden auf einem Prüfstand. Außer man stellt den Hebel praxisfern vom Griff weg.
Aber auch ein 20-21 ist recht stattlich in Sachen Bremsleitung vgl. zu einer Magura MT5. ;)
 
Die meisten modernen Bremsen arbeiten mit systemen bei denen sich das Mechanische Übersetzungsverhältnis über den Hebelweg ändert.

Da die kurven allerdings nur in den seltensten fällen veröffentlicht werden ist der mechanische Hebel im vergleich des Gesamtübersetzungsverhältnis der größte Unsicherheitsfaktor.
Genau. Dadurch kann es sein, das Bremse A im Test zwar höhere Maximalbremskraft erreicht, als Bremse B.
Bremse B wiederum bei niedrigeren Bremskräfte geringere Bedienkraft benötigt als Bremse A.

Was ist jetzt besser? Bremse A die stärker ist wenn man voll reinlangt (was man selten macht) oder Bremse B welche bei moderaten Bremskräften weniger Fingerkraft braucht als A (99% der Bremsungen, vor allem auf Trails, wo man sonst das Rad blockiert).

Dann stellt sich noch die Frage zur Modulation.
 
Genau. Dadurch kann es sein, das Bremse A im Test zwar höhere Maximalbremskraft erreicht, als Bremse B.
Bremse B wiederum bei niedrigeren Bremskräfte geringere Bedienkraft benötigt als Bremse A.

Was ist jetzt besser? Bremse A die stärker ist wenn man voll reinlangt (was man selten macht) oder Bremse B welche bei moderaten Bremskräften weniger Kraft braucht als A (99% der Bremsungen, vor allem auf Trails, wo man sonst das Rad blockiert).
Ich hatte mir dazu letztes jahr schon mal gedanken gemacht als durch Dale stone und co. mehr aufmerksamkeit auf den leerwegwiderstand von bremsen gelegt wurde.

damals hab ich mit stark vereinfachten werten und annahmen bissel rumgerechnet:
Ich hab gerade mal ne Rechnung aufgestellt um die Dominion mit der Maven zu vergleichen.
Denkt ihr das kommt so hin?

Folgende Annahmen basierend auf dem Video und auf Infos oder schätzungen zum Übersetzungsverhältnis der bremsen.

Ich gehe davon aus das sich die Fingerkraft mit der ich am Hebel ziehe aufteilt in Kraft um den leerweg zu überwinden und kraft die dann von der Bremse in Bremskraft umgewandelt wird.

Ich gehe aus von
  • 10N leerweg kraft (1kg) an der Maven
  • 50 Übersetzungsverhältnis an der Maven

  • 4N Leeweg Kraft (400g) an der Dominion
  • 43 Übersetzung an der Dominion

Jetzt will ich wissen Bei welcher Fingerkraft die Bremsen die gleiche Bremskraft liefern, dafür habe ich folgende Gleichung gebastelt:

Anhang anzeigen 2006788

x Ist also die Fingerkraft in N bei der Beide bremsen die gleiche Bremskraft abliefern. Darunter ist die Dominion Kraftsparender, Darüber die Maven.


328/7= 46,85 also Rund 47N



Weiß zufällig jemand in welchem Fingerkraft bereich man sich üblicherweise so befindet?

Ich weiß allerdings bis heute nicht wie viel N der Mensch bei einer wirklich starken Bremsung am Hebel aufwendet.
Aber wenn der Leerweg bei manchen bremsen schon an die 10N geht wird 40N ehr keine Vollbremsung sein denke ich.
 
Ich weiß allerdings bis heute nicht wie viel N der Mensch bei einer wirklich starken Bremsung am Hebel aufwendet.
Aber wenn der Leerweg bei manchen bremsen schon an die 10N geht wird 40N ehr keine Vollbremsung sein denke ich.
Wieviel kannst denn mit einem Finger heben?
40N sind nix, 100N schon viel für einen Finger.

Und irgendwo dazwischen siedeln sich die Fingerkräfte an.
Ich behaupte einfach mal ich kann stärker reinlange als @Yukio , muss ich aber auch weil dann auch noch fast das doppelte Wiege 🤫 :troll: also vielleicht, hypothetisch.

Ein standardisierter Test mit gleichen Scheiben/Belägen auf einem Prüfstand wäre sicher hilfreich.
Gleichzeitig finde ich es super hilfreich von möglichst vielen verschiedenen Testern zu lesen, die dann neue Bremse in Relation setzen zu ihnen bekannten und beliebten Bremsen.
Einen Test von jemandem der lieber SRAM Code RSC fährt als eine Shimano XT lese ich ja direkt anders.

@Maffin_ es gab doch noch diese andere Seite mit Bremsen (Produkt-)tests, die hast du mir auch mal empfohlen.
 
theoretisch natürlich. praktisch kriegst du keinen druckpunkt, da leerweg zu lang. Und ich hab kein Geld.
Ich gebe nichts, aber auch wirklich gar nichts mehr drauf, was jemand in einem Forum oder auch Test oder sonstwo über eine Bremse schreibt. Ich probiere das selbst aus.

Mit genügend Zeit und Geld hätte ich für jede Bremse das gleiche Fahrrad, würde alle nacheinander fahren und dann vielleicht feststellen können, welche Bremse mir am besten gefällt. Realistisch? Nope! So bleibts halt dabei, ich probier was aus und das gefällt mir oder nicht. So machen alle anderen es auch. Mein "Rat" dazu: das sollte man alles seeehr realistisch betrachten, 90% ist Wunschdenken und der Rest widerspricht der Physik.
 
Auch wenn Pinkbike das ja jetzt misst, wen interessiert denn wirklich der Leerwegwiderstand?

Mich interessiert mehr, wie schnell man mit unwillkürlich zuckendem Finger über den Lenker geht. Ultrakurzer Leerweg vs giftiger Druckpunkt.
 
Ich hatte mir dazu letztes jahr schon mal gedanken gemacht als durch Dale stone und co. mehr aufmerksamkeit auf den leerwegwiderstand von bremsen gelegt wurde.

damals hab ich mit stark vereinfachten werten und annahmen bissel rumgerechnet:


Ich weiß allerdings bis heute nicht wie viel N der Mensch bei einer wirklich starken Bremsung am Hebel aufwendet.
Aber wenn der Leerweg bei manchen bremsen schon an die 10N geht wird 40N ehr keine Vollbremsung sein denke ich.
Ich mein das so:
1773333028453.png

Erst ab Fingerkraft mit A Newton, ist Bremse A stärker, als Bremse B.
Wenn man jetzt nie eine so hohe Bremskraft braucht wäre für einen Bremse B die tatsächlich stärkere Bremse obwohl A absolut gesehen stärker ist.

Wie viel Bremskraft (Drehmoment) man wirklich braucht ist sehr individuell, da spielen Gewicht, Lenkwinkel und Untergrund eine Rolle.
Kann gut sein, dass ein leichter Fahrer mit steilem Lenkwinkel, nie Punkt A erreicht, weil er davor über den Lenker absteigt. Für den macht Bremse A also keinen Sinn, Bremse B ist für ihn die stärkere Bremse, obwohl sie absolut gesehen schwächer ist.

Zum Thema Leerwegswiderstand:
Ist damit die Rückstellkraft der Bremse gemeint oder die Schwergängigkeit des Bremshebels aufgrund von Reibung? Aber ich glaube nicht, dass das einen so großen Einfluss auf das Verhalten der Bremse hat.
 
Ich mein das so:
Anhang anzeigen 2333317
Erst ab Fingerkraft mit A Newton, ist Bremse A stärker, als Bremse B.
Wenn man jetzt nie eine so hohe Bremskraft braucht wäre für einen Bremse B die tatsächlich stärkere Bremse obwohl A absolut gesehen stärker ist.

Wie viel Bremskraft (Drehmoment) man wirklich braucht ist sehr individuell, da spielen Gewicht, Lenkwinkel und Untergrund eine Rolle.
Kann gut sein, dass ein leichter Fahrer mit steilem Lenkwinkel, nie Punkt A erreicht, weil er davor über den Lenker absteigt. Für den macht Bremse A also keinen Sinn, Bremse B ist für ihn die stärkere Bremse, obwohl sie absolut gesehen schwächer ist.

Zum Thema Leerwegswiderstand:
Ist damit die Rückstellkraft der Bremse gemeint oder die Schwergängigkeit des Bremshebels aufgrund von Reibung? Aber ich glaube nicht, dass das einen so großen Einfluss auf das Verhalten der Bremse hat.
Ja ich weiß was du meintest. Aber unterm Strich ist es das selbe Ergebnis.
 
Auch wenn Pinkbike das ja jetzt misst, wen interessiert denn wirklich der Leerwegwiderstand?

Mich interessiert mehr, wie schnell man mit unwillkürlich zuckendem Finger über den Lenker geht. Ultrakurzer Leerweg vs giftiger Druckpunkt.
Besonders viele Vergleichsmöglichkeiten habe ich nicht. Da gibts mglw. schlimmere Kombis:
Aber Saint Bremshebel und Magura MT Sättel mit möglichst kleinem Luftspalt. So aus der Hüfte geschossen würde ich behaupten das man damit beides auf einmal bekommt. Bremst sich sehr digital, man muss halt seine Gnubbelfinger unter Kontrolle haben und nicht -zu- schreckhaft sein, sonst Abflug bei jeder Gelegenheit. 🙈
 
...
Zum Thema Leerwegswiderstand:
Ist damit die Rückstellkraft der Bremse gemeint oder die Schwergängigkeit des Bremshebels aufgrund von Reibung? Aber ich glaube nicht, dass das einen so großen Einfluss auf das Verhalten der Bremse hat.
Ich vermute dass die Ausformung von dem Exzenternocken und wie das alles mechanisch zusammenspielt am Hebel da ganz schön irritierend sein kann.
Wenn an einer Bremse rein zum Bewegen des Hebels ein noch gerade fühlbarer Anfangswiderstand zu spüren ist, oder der Leerweg lang und nicht leichtgängig ist zB.

Nein ich suche nicht so eine Bremse, ich hab eine SLX die nach ewigem Leerweg brutal ankert, und eine TRP Slate, die nach ultrakurzem Leerweg langsam Kraft aufbaut (aber dann kommt nix mehr). Und die CodeRSC, die ganz ok als Mittelding ist.

Es wird halt immer nur viel zwischen den Zeilen geschrieben, und "objektive" Tests mit Zählen der Bremspunkte auf einem definierten Trail (enduro-mtb) helfen halt auch nur bedingt.
 
Zum Thema Leerwegswiderstand:
Ist damit die Rückstellkraft der Bremse gemeint oder die Schwergängigkeit des Bremshebels aufgrund von Reibung? Aber ich glaube nicht, dass das einen so großen Einfluss auf das Verhalten der Bremse hat.
Ich bin inzwischen überzeugt das ein leichtgängiger hebel kraft spart und zumindest für mich auch die dosierbarkeit verbessert.

Ob die bis zu 10N zugkraft die teilweise nötig sind um eine maven in bewegung zu setzten jetzt auf reibung zurück zu führen sind oder auf die rückstellfeder gegen die man immer drückt wenn man bremst bzw. wie hoch die jeweiligen anteile sind weiß ich natürlich nicht genau. aber ich bin mir relativ sicher das die Feder eine große rolle spielt den je mehr Reibung im system desto härter muss die feder sein damit sie zuverlässig funktioniert.

letztendlich muss ich die extra kraft jedesmal aufwenden wenn ich am bremshebel ziehe und da macht es schon einen unterschied ob ich 500g mehr oder weniger zugkraft brauche noch bevor ich überhaupt bremse.

Natürlich ist es auch abhängig von den eigenen bremsgewohnheiten usw. es gibt allerdings einige reviews und berichte die mit der maven erstmal mehr als weniger armpump probleme hatten obwohl die bremse eigentlich ja deutlich höher übersetzt und damit kraftsparender sein sollte.

es ist halt ein weiterer faktor der bei der beurteilung von bremsen eine rolle spielt.
 
Auch wenn Pinkbike das ja jetzt misst, wen interessiert denn wirklich der Leerwegwiderstand?
Mich!
Denn gegen den ziehste beständig an, auch bei sanftestem Bremsen.
Ich meine daher, dass der eine entscheidende Rolle dabei spielt, ob man einen Trail entspannt runter kommt oder mit verkrampften Unterarmen zwischendurch Pause machen muss.

Und wer jetzt mit "Unterarme trainieren" kommt, soll von mir aus ne alte Tech M4 fahren, mit der isser aber in diesem Thread falsch.

Edit: Hätte Maffins Beitrag vorher lesen sollen, da steht's ja schon. :)
 
ich pack mir keine Elektronik ans Rad (außer Datenaufnahme)...

der Artikel zeigt ja auch direkt warum es außerdem noch "doof" ist
Die zweite Antwort ist wirtschaftlich. Sobald die Bremse Teil einer digitalen Plattform wird, verkauft ein Hersteller nicht mehr nur Hebel und Bremssattel. Er verkauft auch die Software, die vorgibt, welche Teile zusammenarbeiten und wer sie warten kann. Dann geht es um Diagnose, Updates und Kompatibilität. Für Fahrer kann das heissen: weniger frei kombinieren, weniger frei reparieren, mehr Bindung an einen einzigen Anbieter. Für Werkstätten: mehr Abhängigkeit von Herstellertools. Und für kleinere Marken: weniger Platz in einem Markt, in dem Bremse, Software und Service aus einer Hand leichter dominieren.
 
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