Regelmäßiger Radtransport von Kinder/Jugendrad

Brennende Asche

Oxymoron
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Liebes Forum!

Sobald er alt genug ist, möchte mein ältester Sohn (er wird dann 10 sein) zur Kindergruppe des örtlichen MTB-Vereins. Problem: Wir wohnen auf dem Land und wir werden ihn hinfahren müssen.

Wir haben bereits einen VW ID.4 Pro kombiniert mit einem Hapro Atlas Active 4 Träger. Das ist eine supergeniale Kombination, wenn wir mit der ganzen Familie in den Bikepark oder den Urlaub fahren. Dafür ist der Träger super und ich kann ihn dafür wärmstens empfehlen (Wenn gewünscht schreibe ich mal in einem separaten Thread ein Review). Um in unserem krass durchgetakteten Familienalltag mal schnell den Sohn zum Training zu fahren, ist das völlig ungeeignet:
  • Der Träger ist schwer und sperrig - meine Frau kann ihn nicht alleine tragen.
  • Was die perfekte Fixierung von 4 MTBs erlaubt ist einfach nur unnötig und im Weg, wenn schnell ein Fahrrad auf den Träger soll. Aber lose lassen kann man die Befestigungen für die anderen 3 Räder leider trotzdem nicht. Sprich: Das eine Fahrrad zu laden und zu fixieren dauert proportional gesehen zu lang und Zeit haben wir nicht.
Wie löst Ihr das Problem?

Praktischerweise wird auch meine Frau ihr Auto erneuern, bevor mein Sohn zur Kindergruppe geht. Wir können also sowohl das Auto verändern oder einen zusätzlichen Träger (Welchen?) kaufen.

Ideen:
  • Meine Frau überlegt einen Kia PV5 Crew zu kaufen, sobald der mal in Europa lieferbar ist. Klappe auf, Fahrrad rein klingt erstmal gut. Ich hab die Sorge, dass der bei 130 km/h abgeregelt sein könnte.
  • Meine Frau kauft sich irgendein Elektro-Auto mit Anhängerkupplung und wir finden einen Träger, der leicht ist und bei dem alles schnell geht. Sollte sich unser jüngerer Sohn auch noch anschließen, dann reicht es, wenn der Träger 2 Räder transportieren kann. Aber wenn es einen Träger nur für 1 Rad gibt und der dafür leicht und schnell montierbar ist, würde ich auch den kaufen. Aber welcher Träger wäre das?
  • Meine Frau kauft irgendein Elektroauto und wir schauen nach einem gebrauchten Nissan e-NV200 oder Renault Kangoo Z.E. oder eVito (von der Post z.B.?) und das Fahrzeug wird dann als Drittwagen zugelassen. Dann sollte das Fahrzeug aber echt billig sein und die genannten Fahrzeuge erzielen alle irgendwie immer noch Preise...
Ich freue mich auf Eure Ideen!

TL;DR: Schnelle MTB-Logistik gesucht

Ausgangslage:Der aktuelle 4er-Träger am ID.4 ist für den schnellen Trainingstransport (1 Kind, 1 Bike) zu schwer, sperrig und in der Handhabung zu zeitaufwendig für den vollgepackten Familienalltag.

Die Frage:Wie kriegt man das Mountainbike ohne Kraftakt und Zeitverlust zum Training?
 
Moin,

Wäre ein permanent montierter Dachträger eine Option? Wenn Windgeräusche und erhöhter Verbrauch im Alltag nicht störend sind, ist das vermutlich die schnellste Variante - abgesehen von Pick-Up oder Transporter.

Ansonsten gibt es von Thule den VeloLite 1 oder 2 Träger. Der ist mit 10kg (für ein Fahrrad) bzw. mit 14kg (für zwei Fahrräder) Eigengewicht angegeben.
 
Wir haben da vergleichbare Anforderungen, da wir die Kids mind. 2x pro Woche zum MTB Training fahren müssen. Die groben Optionen hast Du schon auf dem Plan, glaube ich:
  • Großes Auto und Fahrradtransport im Auto
  • Fahrradtransport per Heckträger
Der genannte Dachträger wäre für mich keine Option. Die Handhabung ist - selbst mit Kinderbikes - immer recht sperrig und der Träger dauerhaft auf dem Dach schränkt schon etwas ein (Fahrtgeräusche, ggf. Spritverbrauch; damit kannst Du nicht in die Waschanlage, etc.).

Zum Thema Fahrradtransport im Auto gibt es einen eigenen Thread, in dem auch Empfehlungen für Fahrzeuge und das drum herum diskutiert werden. Wenn Du zwei Sitzreihen brauchst und Bikes unkompliziert hinten reinpassen sollen, dann muss es aber schon etwas größeres sein. Im Zweifel landest Du dann bei einem Bus.
Zu beachten ist hier m. E. ob ihr bei jedem Wetter fahrt und Du also nasse, eingematschte Bikes ins Auto laden musst/möchtest. Sicherung von Fahrrädern im Fahrzeug ist ein Thema - alleine mit reinschieben ist es i. d. R. nicht getan. Ganz allgemein wirkt sich der Biketransport auch nicht unbedingt positiv auf den Zustand der Inneneinrichtung aus (Macken, Kratzer, etc.) - dessen muss man sich bewusst sein.

Bei uns passten die Räder bis 16" noch gut in den Kofferraum des Touran. Bei den aktuellen 20" Dirtbikes geht es auch gerade noch so, wobei zwei gleichzeitig schon wieder Puzzlespiel ist. Die 20" Fullys und spätestens seit dem 24" funktioniert das aber nicht mehr.

Deshalb ist bei uns der Heckträger angesagt. Auch zu dem Thema gibt es diverse Threads, z. B. hier, hier oder hier; evtl. auch hier. Träger für nur ein Bike kenne ich nicht, in der Regel geht das ab zwei Bikes los. Bei unserem 3+1 Träger lassen sich die Haltearme aber abnehmen, so dass der von Dir beschriebene Mehraufwand zur Sicherung der übrigen Arme entfällt. Wenn ich nur zwei Räder auflade, dann nutze ich in der Regel Schiene 1 und 3, so dass ein großzügiger Abstand zwischen den Bikes bleibt, was das Aufladen viel unkomplizierter macht.

Bezüglich Komfort ungeschlagen dürfte immer noch der Thule Epos sein, der aber auch schwer und zudem ziemlich teuer ist. Da gibt es sicherlich leichtere und kompaktere Varianten, die für 1-2 (Kinder-) Fahrräder gut funktionieren. Für uns kommt der Epos nicht in Frage, weil er nur max. 3 Bikes aufnimmt, aber für mehr habt ihr ja schon den anderen Träger am ID.4. Bleibt die Frage, ob ihr bereit seid so viel Geld für den Zweitträger zu investieren und ob er Deiner Frau nicht zu schwer ist.

Als Alternative kannst Du die oben verlinkten Threads durchforsten, um weitere Empfehlungen zu Heckträgern einzusammeln.

Wenn tatsächlich die Anschaffung eines Drittwagens für diesen Zweck eine Option ist (das wäre mir in verschiedener Hinsicht zu viel), dann würde ich über einen alten Kastenwagen nachdenken. Idealerweise drei Sitzplätze in der ersten Reihe, abgetrennte Kabine hinten, in der viel Platz für Bikes und Zubehör (Schutzausrüstung, Werkzeug?, etc.) ist. Vielleicht auch fest installierte Halter für die Bikes, so dass diese tatsächlich einigermaßen unkompliziert und ohne zusätzliche Sicherung verladen werden können. Vielleicht noch eingebaute Regale zum Verstauen der Ausrüstung. Nicht zu neu, damit es nicht wehtut wenn er weitere Kratzer (innen wie außen) bekommt oder eingesaut wird.

Ansonsten hilft auch die Einbeziehung des Nachwuchses beim Aufladen. Mein Großer (noch nicht ganz 10) verlädt sein Bike mittlerweile selbstständig, auch die Jüngste hilft dabei schon mit. Das macht es mir, einfacher, aber hilft insbesondere meiner Frau, wenn ich mal nicht dabei bin.
 
Eine Option fällt mir noch ein - ein Anhänger zum Fahrradtransport.
Hat viel Charme (geht auch mit kleinem Auto), wie ich finde. Habe ich für uns bisher verworfen, weil man damit max. 80 bzw. 100 km/h fahren darf. Für längere Fahrten nach Österreich oder Italien wäre das für mich nichts. Aber dafür habt ihr ja den ID.4 mit Träger. Zum Training könnte das eine gute, wenn auch teure Option sein. Aber wenn ihr sogar über einen Drittwagen nur zum Fahrradtransport nachdenkt, dann ist das vielleicht trotzdem interessant.

Ich hatte da mal an etwas Offenes gedacht, in dieser Richtung:
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Oder eher an einen Koffer, so etwa:
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Der offene Anhänger hat den Vorteil, dass der Fahrradhalter schon verbaut ist und das auch sonst recht unkompliziert funktionieren sollte.
Der Koffer hat den Vorteil, dass man ggf. Material/Ausrüstung/Werkzeug mit einladen könnte und die Bikes besser geschützt sind. Dafür muss man sich die Fahrradhalterung noch selbst einbauen und er ist noch mal teurer. So etwas bekommt man aber vielleicht auch eher mal gebraucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen, vielen Dank für die hilfreichen Antworten und die Erfahrungswerte. Jetzt muss ich mal alles durchforsten und bewerten. Ich werde bestimmt Rückfragen haben :)
 
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