Planung Westalpencross Martigny - Ventimiglia

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Hallo Zusammen,

ich möchte dieses Jahr im Juli noch einen Westalpencross fahren.
Start bei Martigny - Ziel Ventimiglia

Ich bin diese Strecke vor 15 Jahre schon einmal mit einem Freund auf der Route von Achim Zahn gefahren.
Jetzt sind wir beide schon etwas älter :-) würden die Strecke allerdings gerne nochmals fahren.
Wiederum mit dem MTB (ohne E)
Allerdings mögen wir keine größeren Tragestrecken mehr und Trails mit Gepäck oberhalb S2 machen uns auch nicht wirklich Spaß.
Höhenmeter schrecken uns nicht, da wir keinen Zeitdruck haben.

Ich habe deshalb die neue Tour eher mit dem Gedanken an Gravelstrecken in Komoot geplant.
Aktuelle Planung

Leider finde ich im Forum wenig aktuelle Berichte, geschweige denn Planungen.
Deshalb würde ich mich freuen wenn sich Ortskundige die Planung einmal anschauen würden.
Speziell auch auf die ganzen Fahrverbote hin, welche es lt. Komoot dort evtl. geben kann.
Tipps wo auf der Strecke noch lohnenswerte Abstecher warten sind natürlich auch gerne willkommen.

Herzlichen Dank
Klaus
 
Wichtigste Anmerkung: Im Nationalpark Vanoise ist das Radfahren verboten mit der einen Ausnahme der Straße über den Iseran. Du darfst im NP auch nicht schieben, nur tragen und dazu muss das Rad nicht fahrbereit verpackt sein. Ich würde also auf jeden Fall von Tignes aus über den Col de l’Iseran und nicht über den Col de la Leisse.

Ansonsten sind halt viele Straßenpässe in der Planung. Das ginge sicher auch mit weniger, aber das wären dann erhebliche Änderungen und das musst schließlich du wissen, ob du das willst. Im Juli würde ich aber zumindest am Izoard mit nicht wenig Verkehr rechnen.
 
Wichtigste Anmerkung: Im Nationalpark Vanoise ist das Radfahren verboten mit der einen Ausnahme der Straße über den Iseran. Du darfst im NP auch nicht schieben, nur tragen und dazu muss das Rad nicht fahrbereit verpackt sein. Ich würde also auf jeden Fall von Tignes aus über den Col de l’Iseran und nicht über den Col de la Leisse.
Danke für die Info, habe ich umgeplant. Wusste nicht dass das so streng gehandhabt wird.


Im Juli würde ich aber zumindest am Izoard mit nicht wenig Verkehr rechnen.
Da gibt es aber nicht wirklich eine Alternative, oder ?
Col de Peas finde ich nicht wirklich Infos von der Nordseite her.
Falls der nicht zu viele Tragestrecken hat wäre der ja bei gutem Wetter eine Alternative
Col de Thures sind wir damals gefahren, den habe ich nicht in guter Erinnerung
 
Da gibt es aber nicht wirklich eine Alternative, oder ?
Col de Peas finde ich nicht wirklich Infos von der Nordseite her.
Falls der nicht zu viele Tragestrecken hat wäre der ja bei gutem Wetter eine Alternative
Col de Thures sind wir damals gefahren, den habe ich nicht in guter Erinnerung
Vorab, so wie ich das verstehe, fahrt ihr schon mit MTB und nicht mit Gravel? Also sollten einfache Trails schon möglich und eigentlich auch gewünscht sein?

Im Moment hast du jetzt Iseran (ist in dieser Ecke schwer zu vermeiden), Cenis auch zu einem großen Teil, Izoard, Agnello, Sampeyre und runter von der Gardetta auf Asphalt. Wäre für mich nicht MTB. Also hoch verstehe ich ja, wenn es keine verkehrsreiche Straße ist, aber runterwärts?

Zum konkreten Fall Izoard:
Da gäbe es direkt westlich davon den Col des Ayes, das sind gut 200Hm hoch zu schieben/tragen, davon 100 steiler, unten eher gemütlich. Runter zu Beginn kurz steil, aber Weg gut, dann gemäßigt und unten Teils Asphalt, wenn du schwierigere Trails vermeiden willst. Musst du aber halt nach Briancon, was jedoch durchaus einen Besuch wert ist.

Grundsätzlich als Ideen:
1) Westlich vom NP Vanoise vorbei.
Der Col des Encombres aus dem Belleville Tal vermeidet Asphalt zum großen Teil und ist potentiell komplett fahrbar. Zwischendurch ist das rauf sacksteil und du wirst wohl teils schieben, aber es ist alles Piste. Runter in die Maurienne geht das meiste auf einfachen Trails.

2) Durch Mont Thabor Gruppe statt über Mont Cenis.
Anschließend an die Westvariante um den NP von der Maurienne hoch Richtung Galibier, und zwar auf Nebenwegen über Montricher statt den klassischen Telegraphe, dann ab Valloire Richtung Galibier, vor dem eigentlichen Anstieg aber links ab zum Col des Rochilles und Richtung Nevache ins Claree-Tal. Sehr schöne Gegend. Das ist oben kurz ein etwas alpinerer Trail, dann kommst du aber lange auf einfachen Trails durchs Tal und dann abseits der Straße bis Briancon.

3) Vom Queyras über Vars und Ubaye ins Val Maira statt über Varaita
Wenn du von Briancon über den Ayes nach Arvieux im Queyras fährst, dann würde ich über den Furfande Richtung Guillestre fahren. Das ist landschaftlich überragend und eine lange, aber einfache Trailabfahrt. Von dort kommst du auf Nebenrouten gut hoch zum Col de Vars und auf einer alten Militärpiste ins Ubayetal hinab. Von dort dann Richtung Col de Larche und auf halbem Weg nach St. Ours und am Mallemort vorbei zum Col des Monges. Von dort dann den Weg, der in der Auffahrt benutzt wird, nach Saretto im hinteren Maira Tal und das runter über Acceglio bis zu deiner Route auf die Gardetta Hochebene. Das ist vom Monges anfangs ein etwas alpiner, aber eher leichter Weg und weiter unten dann entweder Militärpiste oder ein einfacher Trail, später das Maira Tal kommt man auch gut abseits der Hauptstraße runter. Wäre jetzt insgesamt natürlich deutlich alpiner als deine Route, aber vom Charakter her auch nicht anders als die Val Ferret / Val Veny Passage am Anfang deiner Planung. (Von der Gardetta Hochebene würde ich dann auch nicht auf der Straße runter, sondern zumindest über die Piste nach Sambuco oder eventuell doch den Trail nebenan anschauen. Im Stura Tal kommst du auch gut abseits der Hauptstraße vor nach Demonte und Borgo San Dalmazzo.)

4) Statt über Limone Piemonte auf den Grenzkamm über den Passo del Duca
Nach Limone zu kommen, ist von San Dalmazzo aus teilweise nervig. Ist zwar ein wenig Umweg über die Ebene, aber eventuell von San Dalmazzo nach Osten bis Chiusa del Pesio und dann das Pesio Tal hinauf. Lässt sich abseits der Hauptstraße bewerkstelligen und ist ein schönes ruhiges Tal. Am Ende führt ein fahrbarer Trail hoch auf den Passo del Duca, ein echtes Highlight. Am Pass selbst kurz schieben, dann über eine Hochebene queren und oben raus dann hoch zur Grenzkammstraße an der Morgantinihütte zumindest teilweise nochmals schieben, ist aber imho deutlich schöner als die Auffahrt von Limone aus. Was man allerdings verpasst, sind die Forts auf dem Col de Tende, falls einem das wichtig ist.

Und als Nachtrag zu Beginn, wenn dich die Höhenmeter nicht stören und dir der Umweg zeitlich egal ist, kannst du nach der Mont Blanc Südpassage statt auf Straße hinab nach Burg St. Maurice auf Straße hoch zum Cormet de Roselend, um den Stausee herum über Col du Pre zum Lac Saint Guerin und auf den Cormet d’Areche. Tolle Landschaft und am Ende ein Gravelpass. Oben könnte man noch zum Grand Combe hochschieben und über den Col des Tufs Blanc kommt man dann weitgehend auf einfachen Trail ins Isere Tal bei Moutiers hinab. Von dort dann auf Nebenwegen ins Belleville Tal, wo bei St. Martin die Route zum Encombres startet. Es geht aber natürlich auch die Variante über Bourg St. Maurice und von dort am Südhang entlang nach Moutiers hoch über der Hauptstraße.

Als Planungstool kannst du dir das Portal vttrack.fr anschauen, da sind Infos über sehr viele Trails in Frankreich zu finden und es gibt auch Links zu vielen Tourenbeschreibungen. Alles was unter Sentiers als Blau eingezeichnet ist, ist wirklich gut zu fahren, auch wenn man keine technische Abfahrten haben will. Gelb geht meistens ebenfalls sehr gut und ist nach der Frenchie Skala T3, was in der Singletrail Skala im Prinzip S2 entspricht. Blau wäre dann T2, also im Prinzip S1; grün T1 oder S0. Ab rot ist es dann schon herausfordernd, sprich T4 bzw. S3; Pink eher für Profis. Schwarz bedeutet nicht fahrbar. Interessant ist auch, dass man sich die Strava Heatmaps sowohl für Bike als auch für Hike als Overlay einblenden kann. Dann siehst du, was viel gefahren wird oder im Zweifel auch gewandert wird. Bei solchen Wegen kann man sehr gut auf die Einschätzungen vertrauen. Wo es Wege gibt, aber keine Heatmap Spuren, ist Skepsis angesagt - eventuell hat sich dort der Zustand seit der Topo Eintragung des Wegs sehr verändert oder der Eintrag ist an sich dubios.

Okay, das wäre jetzt deine Planung mal komplett über den Haufen geworfen, aber so wäre es imho viel mehr ein MTB AX und keine Straßentour mit Wegeinlage. Trotzdem erwarten dich da abseits von vielen Hm und teils alpiner Umgebung keine besonderen Schwierigkeiten. Es ließen sich natürlich noch viele spannende Trails einbauen, aber erstens soll es ja auch zeitlich machbar sein und zweitens wolltest du es ja explizit eher einfach haben. Entlang deiner Planung gibt es natürlich auch viele Optionen, die Straße vermeiden und stattdessen Trails einbauen, das ist aber meistens mit deutlich mehr technischem Anspruch verbunden. Das gilt insbesondere für die Abfahrten vom Mont Cenis und vom Agnello. Iseran musst du wegen NP eh auf Straße runter.

Falls das hilft, gut. Wenn nicht, einfach vergessen. ;)
 
Super Projekt und toll das ihr euch nochmal die Gelegenheit gebt / geben könnt - ich hoffe es klappt wie ihr euch das vorstellt.

Mein Tip wäre auch die Planung noch einmal grundlegend zu überarbeiten. Siehe Tipps von @Dahigez.
Das ist bei so einer langen Tour ggf. viel Arbeit und geht pro Etappe / Tag leichter.

Super Input auch für Alternativen ist die Seite von Stunzi (https://www.alpenzorro.com/). In der Gegend hat er jeden Berg linksrum rechtsrum und obendrüber beradelt - jeweils mit gps und verlinkten Tourbericht und Tip fürs Zelten (OK, das letzte braucht man evt nicht ;-))

Nordwestlich "über" dem Vanoise Nationalpark geht z.B. auch - wenn man mag mit der ein oder anderen Seilbahn um die Skigebiete hinter sich zu bringen - oder sogar auf der annderen Seite am Mont Blanc vorbei.

Und dann man "Tacheles":
Ohne kleinere Trage-/schiebepassagen wird es halt ein Straßengelutsche.
Und "Naturerlebnis" bei den Tunnels hoch nach Val d'Isere ist nicht so lustig, ausser man kennt es als Hardcore-Rennradler. Die Taldurchfahrten auch z.B. nach Susa ist nicht "schön"
Warum Sampeyre (schreibt der sich so) wenn es offroad zig-mal schöner geht (Col Roche Blanc oder so ähnlich). Cal Sampeyere haben wir runter hier schon alle Offroad Varinaten durchdiskutiert.

Aber am Ende ist es halt Geschmackssache - ich würde immer lieber schieben / tragen statt mich vom italienischen Mülllaster von der Straße drängen zu lassen bzw. ein Mini-Gewerbegebiet nach dem nächsten zu beradeln.

Und dann nochmal die S2-Diskussion ;-). Die ganzen Zahnübergänge sind (natürlich mit kleinen Sonderprüfungen) definitiv nicht schwerer. Dazu kommt dass die Beschreibungen von ca. 25 (?) Jahre alt sind, d.h. er ist damals quasi Gravelbike gefahren. Da macht die Westalpen halt so besonders - wo du in den Ostalpen auf 2000m einen zertrampelten Kuhpfad hast startetst du in den Westalpen auf 2800 mit einem Sahnetrail. Col de Thures oder Col Malrif: Noch viel besser geht es doch nicht - manche sagen Top 3 der Alpen.

Evt. "wollt" ich auch zuviel?: Start in Susa bis zum Mittelmeer ist auch schon gut weit und reisetechnisch viel einfacher.
 
Es hieß ja nur "Allerdings mögen wir keine größeren Tragestrecken mehr".
Das schränkt ja nur ein bisschen ein. Von Straßengelutsche war nie die Rede 🙂
Na, die Ursprungsplanung wie verlinkt ist schon sehr viel Straße. Weiß nicht, ob das als Ausgangsbasis gemeint war und da dann sukzessive Off-road reinkommen sollte, aber wenn nicht, war das halt mehr Rennrad als überhaupt Gravel (den Anfang mal ausgenommen).

Das Problem ist halt tatsächlich das mit den Trails. Wenn man bergab vor allem S1 mit gelegentlich S2 haben will, ist man doch eingeschränkt. Darauf bezogen sich meine Vorschläge. In der Regel kenn ich dort dann auch eher die Gegend und konkret eher schwierigere Alternativen, weiß aber bzw. sieht man das auf dem verlinkten Portal, dass es da viele einfache Trails gibt, z.B. vom Rochilles nach Nevache kenn ich Teile vom Hochfahren, wobei das auch her ist und bergauf bleibt bei mir immer weniger in Erinnerung als bergab. Aber die Gegend ist sehr schön und man kommt auf Trails weit voran, das halte ich für deutlich besser als die Variante Mont Cenis und Susa-Tal. Klar, wenn man ein wenig Trail-affin ist, dann nimmt man vom Rochilles die Variante Ponsonniere, Chemin du Roy zum Granon und die klassische Abfahrt nach Briancon. Ist aber halt schon mehr als gelegentlich S2, wobei ich das jetzt mit einem Fully und halbwegs Technik auch für gut machbar halte. Dann schiebt man vom Ponsonniere halt die zwei unangenehmen Passagen oben und nach der ersten Fläche mal etwas. Oder fährt den Galibier auf der alten Straße und steigt danach in den Roy ein. Hintenrum durchs Val Claree wäre aber definitiv einfacher und auch schön, aber halt nicht so klassisch AlpenX. Genauso von Bourg St. Maurice: Wenn man da keine ethischen Einwände hat und das Geld nicht so die Rolle spielt, fährt man einen Tag durch Les Arcs/La Plagne mit Lift und einen durch die Trois Vallees, hat viel Spaß und Trails bis zum Abwinken und kommt genauso gut in die Maurienne, wenn nicht besser. Aber wenn man eher weniger Trails fahren will, macht das natürlich keinen Sinn.

Ansonsten gebe ich @McNulty recht, eventuell den Startpunkt überdenken. Die Mont Blanc Passage ist zwar super schön, im Hochsommer aber auch super voll.
 
Danke für all die Hinweise, das hilft mir wirklich sehr.
Ich habe ja noch 2 Monate Zeit zum Planen und das gehört ja irgendwie auch dazu als geistige Vorbereitung und Vorfreude.
 
Okay, das wäre jetzt deine Planung mal komplett über den Haufen geworfen, aber so wäre es imho viel mehr ein MTB AX und keine Straßentour mit Wegeinlage
Ich mal mal versucht deine Ideen auf Komoot nachzubilden. MTB Martigny - Ventimiglia
Finde ich ganz gut, muss mir aber die Übergänge mal noch genauer anschauen wie schwierig die sind.

Habe auch noch die Tracks unserer ursprünglichen Tour gefunden. Westalpen 2009
Da hätten wir einen guten Mix zwischen bereits Befahrenem (Nostalgie ;)) und Neuem.

Als Planungstool kannst du dir das Portal vttrack.fr anschauen, da sind Infos über sehr viele Trails in Frankreich zu finden und es gibt auch Links zu vielen Tourenbeschreibungen
Danke für den Tip, speziell die Heat Map ist richtig hilfreich.
 
Ich mal mal versucht deine Ideen auf Komoot nachzubilden. MTB Martigny - Ventimiglia
Finde ich ganz gut, muss mir aber die Übergänge mal noch genauer anschauen wie schwierig die sind.

Habe auch noch die Tracks unserer ursprünglichen Tour gefunden. Westalpen 2009
Da hätten wir einen guten Mix zwischen bereits Befahrenem (Nostalgie ;)) und Neuem.


Danke für den Tip, speziell die Heat Map ist richtig hilfreich.
Also vom kurz Drüberschauen würde mir da etliches einfallen, was imho optimiert werden könnte, aber grundsätzlich würde ich das schon Dir überlassen, das im Detail zu planen. Nur kurz ein paar Wesentliche Dinge, die mir wichtig erscheinen:
  • Runter nach Bourg St. Maurice der Trail neben den Kehren wäre ich vorsichtig, der hat sehr wenig Bike-Heatmap-Tracks für das, was er ist und wieviele Hike-Heatmap-Tracks der hat. Dafür könnte man danach orographisch rechts rausqueren evtl. sogar bis zum Fort du Truc und dort noch einen Trail mitnehmen.
  • Nach St. Martin Belleville hoch auf jeden Fall die kleine Nebenstraße auf der gegenüberliegenden Talseite und nicht die Hauptstraße.
  • Was du aus der Maurienne nach Valloire hoch im Track hast, scheint mir zum Teil Trail zu sein, wo ich mir nicht sicher bin, ob das bergauf Sinn macht. Ansonsten bleibt dir da nur Hauptstraße. Ich würde in der Abfahrt davor nicht St. Michel ansteuern, sondern St. Martin de la Porte und von dort über Montricher hoch und rüber nach Valloire.
  • Von Briancon würde ich wirklich den Col des Ayes nehmen (ein Tal westlich) und nicht den Izoard. Der Trail vom Izoard direkt nach Arvieux runter ist auch gar nicht so ohne, wenn ich das richtig im Kopf hab. Wenn du schon unbedingt den Izoard fahren willst, würde ich die Straße oben durch die “Steinwüste” nehmen und dann nach links zum Col du Tronchet und von dort runter. Die Querung lohnt sich. Ich kenn zwar nur den Weg hinten runter, aber vorne direkt nach Arvieux sollte laut Strava und Wegeinschätzung auch sehr gut sein. Eventuell würde das sogar den Izoard rechtfertigen, aber du musst halt die Straße hoch…
  • Beim Vars passt der Anfang Richtung Risoul. Ganz hoch zu den Cols am La Mayt müsstest du eigentlich nicht, kann man aber sicher machen (geht halt durchs Skigebiet). Wenn du aber oben rum fährst, würde ich danach nicht zur Vars Skistation runter, sondern oberhalb auf einem Balkon Richtung Pass. Ist hübsch da oben und der Trail sollte auch in der Richtung fahrbar sein. Außer natürlich, du willst die Bikepark Strecken in Vars mitnehmen ;) Vom Vars runter hast du übrigens relativ am Anfang einen Trail drin, der Zero Strava-Befahrungen hat, also Vorsicht!
  • Hoch zum Larche würde ich mir die Straße sparen und schon vorher ab Meyronnes nach St. Ours hoch und am Hang entlang Richtung Col des Monges. Da musst du zwar teils schieben, das ist aber vom Col de Larche nicht anders. Ich denke fast, dass du vom Larche aus mehr schiebst. Vom Monges runter hast du jetzt zwar einen schönen Trail im Track, aber der ist zum Teil nicht ohne. Deutlich einfacher und auch schön ist der Trail, der vom Pass nach Norden statt nach Osten beginnt Richtung Grange Pausa. Dort kommst du auf eine Piste, die viele hochfahren, aber es gibt daneben auch einen Trail nach Saretto, der gut zu fahren sein müsste.
  • Im Valle Gesso bei Andonno rechts abbiegen und über Roaschia zum Colla Prarosso und weiter zum Costa Croce Coltura. Von dort südlich auf Trail zum Bric Martinet und auf coolem Trail am Kamm entlang nach Vernante. Von Vernante nach Limone kommt man dann allerdings kaum an der Hauptstraße vorbei und das kann richtig nervig sein, weil da einiges an Verkehr unterwegs ist.
  • Ganz am Ende vom Col Langan würde ich mir überlegen, oben zu bleiben und am Monte Ceppo vorbei auf Straße bis zum Passo Ghimbegna, von dort auf Piste am Monte Bignone vorbei Richtung San Romolo. Von dort ab gibt es einen coolen Kammweg oberhalb San Remo Richtung Meer und man kommt da bis Bordighera. Das ist zwar teils ein wenig kompliziert hinsichtlich Wegfindung, was ich da im Kopf hab, ist aber eine Standardtour vor Ort, da sollte sich gut eine Beschreibung finden lassen. Wäre jedenfalls ein spektakulärer Abschluss, außer du bist am Ende nur noch froh anzukommen. Aber selbst dann lohnt sich imho die Fahrt oben rum zum Meer und gegebenenfalls auf Straße runter anstatt am Ende durch das Tal nach Ventimiglia rauszurollen.
 
@khahn Wie kommt ihr zurück zum Start?

Danke & Gruß
Ich bin 2018 in der Gegenrichtung mit dem Zug unterwegs gewesen (Brig-Ventimiglia). Die Schweizer Bahn fährt noch bis Domodossola. Ab dort übernehmen die Italiener und nehmen in Nahverkehrszügen ("Regionale") Fahrräder ohne Reservierung mit (3,50 € je Tag) und in IC nur mit Reservierung. Das Gegenstück zum ICE, der "Freccia" befördert nur verpackte Räder als Gepäck. Bei Trenitalia kann man den italienischen Teil suchen und kaufen. Die Fahrradkarte für den Nahverkehr verstecket sich auf der Suchmaske unter "Aktionen und Regionale Services".

Domodossola - Martigny bei der SBB oder vielleicht sogar bei bahn.de suchen und kaufen.
 
Also vom kurz Drüberschauen würde mir da etliches einfallen, was imho optimiert werden könnte, aber grundsätzlich würde ich das schon Dir überlassen, das im Detail zu planen. Nur kurz ein paar Wesentliche Dinge, die mir wichtig erscheinen:
Danke für deine Hilfe. Habe deinen Input mal in meine Planung eingebaut.
Die ist noch nicht feingeschliffen und wir werden dann beim Fahren wahrscheinlich auch noch etwas nachsteuern je nachdem wie es läuft und das Wetter ist.
Als nächstes würde ich mir mal Gedanken zu den Tagesetappen mit Übernachtungsmöglichkeiten machen.
 
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