All-Mountain Reifen

Vorne Nobby Nic Superground soft, hinten Nobby Nic
Supertrail Speedgrip, beide 29x2,4. Was soll ich sagen, ich bin begeistert.
Hier ebenso. Fahre allerdings einen Will ST SG am HR.
Hatte das erst am Ripley für den Bikepark und jetzt am DV9 und war gestern wieder sehr gut im BP zu fahren.
Bin damit auch schon im nassen/feuchten im BP gefahren. War da auch überrascht wie gut der Nic soft das am VR gemacht.

Bin da auch gemäßigt unterwegs. Fliege die Trails nicht runter, aber auch gewiss kein Anfänger stolpern.
Nur zur Einschätzung meiner Aussage.

Würde das aber eher als die leichtere besser rollende Trailkombi ansehen. Und für Trailbikes im Bereich 120-140mm Federweg.

Damit kann man eigentlich (fast) alles fahren mit angepasster Geschwindigkeit und entsprechender Technik/Erfahrung.

Eins drüber wäre dann ja HD/Mary bzw. mit dem neuen Romy am HR.
Wenn etwas mit mehr Federweg aufgebaut wird, werde ich das mal testen.
 
Nach langen Jahren, in denen ich nur Maxxis gefahren bin (und dies sehr zufrieden), bin ich aufgrund von attraktiven Angeboten wieder bei Schwalbe gelandet. Vorne Nobby Nic Superground soft, hinten Nobby Nic
Supertrail Speedgrip, beide 29x2,4. Was soll ich sagen, ich bin begeistert. Ja, die Reifen sind nicht die breitesten. Der Nobby hat mir trotzdem vorne schon ein paar Mal den hintern gerettet, so wie es vorher ein DHR II/DHF (jeweils in 2.3 MT) auch schon gemacht hatten. Auch vermisse ich keinen Grip, egal ob Schiefer, Wurzeln, Waldboden oder Matsch. Aber der Nobby in Speedgrip > Wahnsinn. Im Gegensatz zu den Maxxis (Rekon, DHRII, jeweils Dual, DHF MT), habe ich jetzt auf harten Untergründen das Gefühl, ich würde auf einem Ligth Assit Rad sitzen. ... und das, obwohl wenn man langsam bergauf fährt, ich das Gefühl habe zwischen jede einzelne Stolle in ein Loch zu Fallen und der Gummi schmatzt nur so auf hartem Untergrund. Die Kombi rollt richtig, richtig gut. Hatte schon oft gelesen, das Maxxis nicht so gut rollt und dachte immer, mit als Hobby Lusche kann das doch egal sein > aber nee, das macht schon richtig Laune!

Dem stimme ich vollkommen zu. Der NN ist fantastisch ... wenn er nur nicht 2.25" schmal bauen würde. Wenn es auf den Grip nicht ankommt bei guten Bedingungen (trocken und hart bei Wurzelteppich) wird man mit dem schmalen Volumen extrem durchgeschüttelt. Da ist z.B. der alte Mezcal ein riesiger Ballonreifen mit dem man sich wie auf einem fliegenden Teppich fühlt.
 
Ww in SuperTrail kann echt was ab. War damit heute am HD Königsstuhl flott hinter Enduristi auf echt steinigem Geläuf unterwegs und er hat durchgehalten. Ein paar mal dachte ich, jetzt ist der platt, aber nix da. Vermutlich ist die Karkasse zu weich für Enduro und ist weggeknickt. Grip war auch nicht so geil und ich hätte lieber den dhf gehabt (der war aber auf einem LR ohne Freilauf montiert)
 
Dem stimme ich vollkommen zu. Der NN ist fantastisch ... wenn er nur nicht 2.25" schmal bauen würde. Wenn es auf den Grip nicht ankommt bei guten Bedingungen (trocken und hart bei Wurzelteppich) wird man mit dem schmalen Volumen extrem durchgeschüttelt. Da ist z.B. der alte Mezcal ein riesiger Ballonreifen mit dem man sich wie auf einem fliegenden Teppich fühlt.
Einfach in 2.6 bestellen..
 
Wie breit ist den der NN in 2.6 auf einer 30er Felge? Den 29x2.60er NN gibt's aber nur / erst ab Supertrail, oder? Denn dann wiegt der ab 1080g, was schon ziemlich viel ist.
 
Also man könnte auch sagen, dass die etwas kompakteren 2,4er halt dafür deutlich präziser im Einlenkverhalten sind. Ich wechsle immer zwischen verschiedenen Herstellern und nur mehr Volumen macht noch kein besseren Reifen. Man könnte auch sagen, man kann das Fahrwerk besser abstimmen, weil ich dann ein definiertes Einlenkverhalten habe und ich die „small bumb sensitivity“ über die Einsteller der Gabel feinjustiere.
 
Mit den 2.6er NN kann ich aber mit der Luft runter gehen und rein halten, sprich wo ich einen 2.4er von Maxxis oder ähnlich fahre, muss ich den NN in 2.6 nehmen. (60-62mm)
Auch der HD vorn ist in 2.6 und auch um die 62-63mm
 
Mit den 2.6er NN kann ich aber mit der Luft runter gehen und rein halten, sprich wo ich einen 2.4er von Maxxis oder ähnlich fahre, muss ich den NN in 2.6 nehmen. (60-62mm)
Auch der HD vorn ist in 2.6 und auch um die 62-63mm
Und du schließt aus, dass es mit 2.4“ möglich ist oder rechnest du dein fahrerisches Können mit ein? Ich kann mir nich vorstellen, dass 2mm (59mm bei 2,4 und 61mm bei 2,6“) Reifenbreite so entscheidend sein können. Das ist doch logisch, wenn 2,6 von Schwalbe bei 2,4 Maxxis sind :D
 
Mit den 2.6er NN kann ich aber mit der Luft runter gehen und rein halten, sprich wo ich einen 2.4er von Maxxis oder ähnlich fahre, muss ich den NN in 2.6 nehmen. (60-62mm)
Auch der HD vorn ist in 2.6 und auch um die 62-63mm
Ich fahre den Nobby in Superground 2.4 vorne. Halte durchaus bei Steinfeldern oder groben Wurzeln einfach drauf, bei 90 kg Abtropfgewicht mit 1.5 Bar vorne. ... und das sogar mit Schlauch ;). Hinten dto. , nur in Supertrail und 1.8 Bar. Glaubst du wirklich, mit 2 - 3 mm mehr Breite ginge das wesentlich besser?
 
Die 2,4er Mary Soft ist 62 mm breit ( Karkasse), gibts in Superground und wiegt 1060 Gramm. Würde ich dem Nic in 2,6, auch 62 mm , aber nur Supertrail und dann über 1100 Gramm , vorne immer vorziehen 👍
 
Ein 2.4er NN ist bei mir 57-58mm breit, ein 2.6er war bei mir fast immer 62mm breit, somit genauso breit wie eine 2.4er Mary.
Der 2.6er NN war auch nicht nur knapp 4-5mm breiter sonder baute auch höher, somit kont eich hinten immer mit weniger Luft fahren als beim 2.4er und hatte deutlich weniger durchschläge.
Fahre den aber schon 2 Jahre nicht mehr.

Ich sehe es aber schon wie früher wenn ich 2.4 bestelle, will ich auch 2.4 bekommen und nicht 2.25/2.30
 
Gibt es eigentlich irgendwo eine aktuelle Übersicht, wie die unterschiedlichen Gummimischungen und Karkassen der Hersteller zueinander einzuordnen sind?
 
Gibt es eigentlich irgendwo eine aktuelle Übersicht, wie die unterschiedlichen Gummimischungen und Karkassen der Hersteller zueinander einzuordnen sind?
Was meinst du mit Übersicht? Ein Excel Sheet oder so? Das Enduro-MTB Mag/Plattform hat viele aktuelle Reifen getestet, allerdings eher Richtung Enduro. Paar leichtere sind jeweils auch dabei. Die Werte gibt es auch auf deren Webseite, musst dich aber durchklicken. Wenn du das machst, kannst du das als Service für hier ja mal in ne Tabelle kloppen. ;)

Ansonsten was Gummi betrifft, ist wohl MaxxGrip und MaxxTerra (da speziell die neue Mischung) jeweils etwas weicher als SuperSoft/UltraSoft und Soft bei Conti/Schwalbe, da der RoWi eben bei Maxxis tendenziell immer etwas höher ist. Sollte dann im Grip in extremen Situationen auch etwas besser sein, ist aber sicher nicht so leicht zu verifizieren bzw. zuzuordnen, weil für Grip ja auch Profil und Kombi Karkasse-Luftdruck eine Rolle spielt (wie für RoWi natürlich auch). Du merkst halt den Unterschied weich/sehr weich und dazu dann wahrscheinlich mehr, ob du das passende Profil hast. Ansonsten scheint Specialized T9/T7 eher auf Maxxis Level, der ganz weiche Gummi von Vee/E13 sowieso. Bei letzteren gibt es jetzt eine neue mittlere bzw. härtere Mischung, da hab ich noch nichts zu gelesen. Pirelli hab ich keine Ahnung, deren Einteilung ist iwie konfus, und bei Michelin und Vittoria scheint es so zu sein, dass da derselbe Mischungsnahme bei unterschiedlichen Reifen unterschiedliche Mischungen hat, dann ist es eh schwierig. Kenda scheint sowieso sinnlos, weil es da zurzeit anscheinend kaum Reifen gibt, die man bekommt. Dazu gibt es dann noch die schnellen Mischungen, da weiß ich aber nicht, wie sich die so zueinander verhalten. Ach ja, und bei Schwalbe heißt Speedgrip jetzt zukünftig Mid, bei Maxxis gibt es MaaxSpeed, bei den etwas dickeren Reifen dafür aber nur Dual und bei Conti ist’s bei den XC Tälern auch anders als bei den Runterwärts Tälern.

Hinsichtlich Karkassen ist es gerade kompliziert, weil da jetzt überall die Radialkarkassen kommen, die aber unterschiedlich „radial“ sind. Sind von den Messwerten her alle weniger stabil und mit mehr RoWi, weil verformbarer, man wird sie deshalb aber eher mit mehr Druck fahren als herkömmliche Karkassen, was dann den Vergleich von Messwerten, die alle mit demselben Luftdruck genommen werden, schwierig macht. Wichtig ist da imho vor allem, ob man einlagig oder zweilagig nimmt. Zweilagig ist deutlich stabiler und dämpft deutlich besser, ist aber natürlich auch deutlich schwerer. Ansonsten ist für die Stabilität der Flanken wichtig, ob es dort gesonderte Schutzeinlagen gibt - bei Maxxis etwa Exo+ gegenüber Exo, bei Schwalbe Supertrail gegenüber Superground (bisher, bei Radial gibt es nur noch Trail), bei Conti Enduro gegenüber Trail - was aber vor allem bei steinigem Terrain wichtig ist, auf Waldboden weniger. Durchstich ist eher Glücksache und auch mehr vom Profil beeinflusst, wie anfällig da ein Reifen ist, aber Schwalbe und Specialized scheinen da sehr gut zu sein (sind auch schwer, evtl. haben die etwas mehr Grundgummi). Bei einigen Herstellern gibt es halt eine zweilagige Karkasse und eine einlagige, oder das ist bei jedem Reifen anders oder es gibt siebenundzwanzig Varianten wie bei Pirelli, wo die E-Varianten immer noch anders sind als normalen. Als Besonderheit kann man noch Maxxis DD anführen, was wohl die leichteste zweilagige Karkasse am Markt ist, dafür aber auch die am wenigsten stabile. Wer gerne den Komfort einer zweilagigen Karkasse hat und sich sehr an hohem Gewicht stört, ist da wohl gut aufgehoben.

Imho ist bei der Reifenwahl der erste Schritt zu sehen, wo und was du fährst und dafür das passende Profil auszusuchen. Eher weich/lose, also klassisch Waldboden, oder hart/steinig, also viel Park oder alpin. Und ist es vor allem trocken oder auch mal nass. Hinten, wenn man selbst tritt, nie ganz weichen Gummi, vorne wenn man abfahrtsfokussiert ist eher schon, vor allem wenn es auch mal feucht sein kann. Wenn es eher zum Rumkommen ist, dann hinten hart und vorne mittel, wobei einem da die Wahl auch oft aufgrund der Karkassen- und Profilwahl abgenommen wird. Wenn es bergab-fokussiert ist, würde ich tendenziell immer zur zweilagigen Karkasse greifen, ganz einfach weil die besser dämpft und damit die Fahreigenschaften insgesamt verbessert. Außerdem hat man Ruhe hinsichtlich Durchschläge etc. Ansonsten eben einlagig und da ist der Untergrund dann mindestens so wichtig wie das Systemgewicht, wenn es steinig ist immer mit seitlichen Schutzlagen (Apex etc.). Gewicht regelt sich dagegen vor allem über Luftdruck.
 
Was meinst du mit Übersicht? Ein Excel Sheet oder so?
Ja genau. Vor 3-4 Jahre gab es hier mal irgendwo eine Tabelle was mit welchem Modell vergleichbar ist. Ich finde die Übersicht aber nicht mehr und mittlerweile hat sich so viel getan, dass das bestimmt nicht mehr aktuell ist.

Das Enduro-MTB Mag/Plattform hat viele aktuelle Reifen getestet, allerdings eher Richtung Enduro. Paar leichtere sind jeweils auch dabei. Die Werte gibt es auch auf deren Webseite, musst dich aber durchklicken. Wenn du das machst, kannst du das als Service für hier ja mal in ne Tabelle kloppen. ;)
Danke für den Hinweis! da gibt es schon ein paar Tabellen :D
https://enduro-mtb.com/mtb-reifen-test-gewicht-rollwiderstand-pannenschutz-statistik/

Das geht zwar in der Tat mehr in Richtung Enduro, aber aber meist sind zumindest 1-2 härtere Gummis und leichtere Karkassen dabei.

Ansonsten was Gummi betrifft, ist wohl MaxxGrip und MaxxTerra (da speziell die neue Mischung) jeweils etwas weicher als SuperSoft/UltraSoft und Soft bei Conti/Schwalbe, da der RoWi eben bei Maxxis tendenziell immer etwas höher ist. Sollte dann im Grip in extremen Situationen auch etwas besser sein, ist aber sicher nicht so leicht zu verifizieren bzw. zuzuordnen, weil für Grip ja auch Profil und Kombi Karkasse-Luftdruck eine Rolle spielt (wie für RoWi natürlich auch). Du merkst halt den Unterschied weich/sehr weich und dazu dann wahrscheinlich mehr, ob du das passende Profil hast. Ansonsten scheint Specialized T9/T7 eher auf Maxxis Level, der ganz weiche Gummi von Vee/E13 sowieso. Bei letzteren gibt es jetzt eine neue mittlere bzw. härtere Mischung, da hab ich noch nichts zu gelesen. Pirelli hab ich keine Ahnung, deren Einteilung ist iwie konfus, und bei Michelin und Vittoria scheint es so zu sein, dass da derselbe Mischungsnahme bei unterschiedlichen Reifen unterschiedliche Mischungen hat, dann ist es eh schwierig. Kenda scheint sowieso sinnlos, weil es da zurzeit anscheinend kaum Reifen gibt, die man bekommt. Dazu gibt es dann noch die schnellen Mischungen, da weiß ich aber nicht, wie sich die so zueinander verhalten. Ach ja, und bei Schwalbe heißt Speedgrip jetzt zukünftig Mid, bei Maxxis gibt es MaaxSpeed, bei den etwas dickeren Reifen dafür aber nur Dual und bei Conti ist’s bei den XC Tälern auch anders als bei den Runterwärts Tälern.

Hinsichtlich Karkassen ist es gerade kompliziert, weil da jetzt überall die Radialkarkassen kommen, die aber unterschiedlich „radial“ sind. Sind von den Messwerten her alle weniger stabil und mit mehr RoWi, weil verformbarer, man wird sie deshalb aber eher mit mehr Druck fahren als herkömmliche Karkassen, was dann den Vergleich von Messwerten, die alle mit demselben Luftdruck genommen werden, schwierig macht. Wichtig ist da imho vor allem, ob man einlagig oder zweilagig nimmt. Zweilagig ist deutlich stabiler und dämpft deutlich besser, ist aber natürlich auch deutlich schwerer. Ansonsten ist für die Stabilität der Flanken wichtig, ob es dort gesonderte Schutzeinlagen gibt - bei Maxxis etwa Exo+ gegenüber Exo, bei Schwalbe Supertrail gegenüber Superground (bisher, bei Radial gibt es nur noch Trail), bei Conti Enduro gegenüber Trail - was aber vor allem bei steinigem Terrain wichtig ist, auf Waldboden weniger. Durchstich ist eher Glücksache und auch mehr vom Profil beeinflusst, wie anfällig da ein Reifen ist, aber Schwalbe und Specialized scheinen da sehr gut zu sein (sind auch schwer, evtl. haben die etwas mehr Grundgummi). Bei einigen Herstellern gibt es halt eine zweilagige Karkasse und eine einlagige, oder das ist bei jedem Reifen anders oder es gibt siebenundzwanzig Varianten wie bei Pirelli, wo die E-Varianten immer noch anders sind als normalen. Als Besonderheit kann man noch Maxxis DD anführen, was wohl die leichteste zweilagige Karkasse am Markt ist, dafür aber auch die am wenigsten stabile. Wer gerne den Komfort einer zweilagigen Karkasse hat und sich sehr an hohem Gewicht stört, ist da wohl gut aufgehoben.
Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Das hilft schon einmal weiter!

Imho ist bei der Reifenwahl der erste Schritt zu sehen, wo und was du fährst und dafür das passende Profil auszusuchen. Eher weich/lose, also klassisch Waldboden, oder hart/steinig, also viel Park oder alpin. Und ist es vor allem trocken oder auch mal nass. Hinten, wenn man selbst tritt, nie ganz weichen Gummi, vorne wenn man abfahrtsfokussiert ist eher schon, vor allem wenn es auch mal feucht sein kann. Wenn es eher zum Rumkommen ist, dann hinten hart und vorne mittel, wobei einem da die Wahl auch oft aufgrund der Karkassen- und Profilwahl abgenommen wird. Wenn es bergab-fokussiert ist, würde ich tendenziell immer zur zweilagigen Karkasse greifen, ganz einfach weil die besser dämpft und damit die Fahreigenschaften insgesamt verbessert. Außerdem hat man Ruhe hinsichtlich Durchschläge etc. Ansonsten eben einlagig und da ist der Untergrund dann mindestens so wichtig wie das Systemgewicht, wenn es steinig ist immer mit seitlichen Schutzlagen (Apex etc.). Gewicht regelt sich dagegen vor allem über Luftdruck.
Ich fahre hauptsächlich Waldboden, ab und zu steinig, eigentlich nie Park. Zwischendurch ist es auch immer wieder nass. Treten muss ich selber.

Ich bin bisher Specialized (T7 Grid) und Maxxis (MaxxTerra Exo) gefahren. Meine Überlegung war, ob ich innerhalb der bekannten Reifen das Gummi und die Karkasse für meinen Einsatz optimiere (konkret Butcher T9 Grid Trail + Eli T7 Grid Trail anstatt beides in T7 Grid), oder ob ich einmal etwas von z.B. Schwalbe oder Conti probiere. Beim Profil habe ich noch ein Vorstellung, aber bei der Gummimischung und der Karkasse hatte ich erst einmal keine Idee, was meiner aktullen Kombination entspricht und was ggf. in Frage kommt.
 
Ja genau. Vor 3-4 Jahre gab es hier mal irgendwo eine Tabelle was mit welchem Modell vergleichbar ist. Ich finde die Übersicht aber nicht mehr und mittlerweile hat sich so viel getan, dass das bestimmt nicht mehr aktuell ist.

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Das hilft schon einmal weiter!

Ich fahre hauptsächlich Waldboden, ab und zu steinig, eigentlich nie Park. Zwischendurch ist es auch immer wieder nass. Treten muss ich selber.

Ich bin bisher Specialized (T7 Grid) und Maxxis (MaxxTerra Exo) gefahren. Meine Überlegung war, ob ich innerhalb der bekannten Reifen das Gummi und die Karkasse für meinen Einsatz optimiere (konkret Butcher T9 Grid Trail + Eli T7 Grid Trail anstatt beides in T7 Grid), oder ob ich einmal etwas von z.B. Schwalbe oder Conti probiere. Beim Profil habe ich noch ein Vorstellung, aber bei der Gummimischung und der Karkasse hatte ich erst einmal keine Idee, was meiner aktullen Kombination entspricht und was ggf. in Frage kommt.
Freut mich, wenn ich ein wenig helfen konnte. Die Tabelle hätte ich sogar noch irgendwo, aber die ist sicher nicht mehr aktuell.

Für Waldboden ist hinsichtlich Grip das Profil wichtiger als die Gummimischung, Ausnahme Wurzeln - und die vor allem, wenn es nass ist. Wenn es also hin und wieder vorkommt, dass speziell das Vorderrad über Wurzeln wegrutscht, auf jeden Fall vorne weichen Gummi, also T9. Gibt sehr viel Vertrauen, wenn das vorne berechenbarer wird. Hinten dagegen, wenn Traktion wichtig ist, auf jeden Fall genug Profil und lieber härteren Gummi, wenn es besser rollen soll. Ich fand den alten Eliminator auch bei Wald, steil und oft trocken nicht so toll, der hatte einfach zu wenig Profiltiefe oder war dann zu geschlossen, um wirklich zu greifen. Der neue soll da besser sein. Ich bin letzten Sommer Hans Dampf in Speedgrip hinten gefahren, ist jetzt auch kein Gripwunder, aber taugt doch ausreichend und rollt vor allem wirklich gut.
Vorne Butcher oder auch Mary find ich im Wald sehr gut, da würde ich vom Profil her keine Experimente machen. Von der Stabilität her tut sich Grid vs Grid Trail im Wald wahrscheinlich nicht so viel, wenn es steiniger wird, ist natürlich Grid Trail klar im Vorteil wegen zusätzlicher Schutzeinlagen. Was du überlegen kannst, wenn du sehr bergab interessiert bist, mal eine zweilagige Karkasse zu fahren. Mit entsprechend weniger Luftdruck und mehr Dämpfung ist das schon nochmal eine andere Hausnummer, speziell wenn es über Wurzelteppiche mit etwas Speed geht. Da ist dann Specialized aber für Selbertreter vielleicht etwas over the top. Maxxis DD wäre da vielleicht interessant oder die neue Schwalbe Radial für vorne.
 
Ja genau. Vor 3-4 Jahre gab es hier mal irgendwo eine Tabelle was mit welchem Modell vergleichbar ist.
 
Ausnahme Wurzeln - und die vor allem, wenn es nass ist. Wenn es also hin und wieder vorkommt, dass speziell das Vorderrad über Wurzeln wegrutscht, auf jeden Fall vorne weichen Gummi, also T9.
Das kommt auf jeden Fall häufig genug vor :D Deswegen wollte ich hier auch Richtung T9 gehen.

Hinten dagegen, wenn Traktion wichtig ist, auf jeden Fall genug Profil und lieber härteren Gummi, wenn es besser rollen soll. Ich fand den alten Eliminator auch bei Wald, steil und oft trocken nicht so toll, der hatte einfach zu wenig Profiltiefe oder war dann zu geschlossen, um wirklich zu greifen. Der neue soll da besser sein. Ich bin letzten Sommer Hans Dampf in Speedgrip hinten gefahren, ist jetzt auch kein Gripwunder, aber taugt doch ausreichend und rollt vor allem wirklich gut.
Hinten fahre ich aktuell den (älteren) Eliminator. Der taugt mir schon deutlich besser als der (alte) Purgatory (ohne T-Bezeichnung, aber nicht der ganz alte). Ich denke, T7 ist hier auch schon das richtige Gummi. Den Hans Dampf schaue ich mir als Alternative an. Ab und zu etwas mehr Bremsgrip wäre nicht schlecht. Speedgrip ist auch noch einmal etwas härter als T7, oder?

Vorne Butcher oder auch Mary find ich im Wald sehr gut, da würde ich vom Profil her keine Experimente machen.
Den Mary bin ich noch nicht gefahren. Mit dem Butcher komme ich aber sehr gut klar. Ich hatte testweise einmal den Eli vorne, das war dann doch etwas wenig.

Also wären bei Schwalbe Mary + Hans Dampf eine passende Alternative zu Butcher + Eli?

Von der Stabilität her tut sich Grid vs Grid Trail im Wald wahrscheinlich nicht so viel, wenn es steiniger wird, ist natürlich Grid Trail klar im Vorteil wegen zusätzlicher Schutzeinlagen.
Den Butcher T9 gibt es nur als Grid Trail und Gravtiy. Außerdem bin ich im Sommer für 2 Wochen in den Alpen unterwegs. Daher würde ich vorne und hinten Grid Trail anstatt Grid nehmen.

Was du überlegen kannst, wenn du sehr bergab interessiert bist, mal eine zweilagige Karkasse zu fahren. Mit entsprechend weniger Luftdruck und mehr Dämpfung ist das schon nochmal eine andere Hausnummer, speziell wenn es über Wurzelteppiche mit etwas Speed geht. Da ist dann Specialized aber für Selbertreter vielleicht etwas over the top. Maxxis DD wäre da vielleicht interessant oder die neue Schwalbe Radial für vorne.
Das hört sich auch nicht schlecht an. Da habe ich aber ebenfalls etwas Bedenken, dass es etwas zu schwer und zu schwer zu treten ist. Eventuell ziehe ich das einmal fürs Hardtail in Betracht, da ist das mit der Dämpfung ja noch einmal wichtiger.

Perfekt, vielen Dank! Genau das hatte ich gesucht.
 
Ich habe mal ein paar Plots erstellt.

Rollwiderstand der Gummimischungen:
mtb_reifen_rolling.png

Durchschlag, Durchstich und Gewicht der Karkassen:
mtb_reifen_punch.pngmtb_reifen_puncture.pngmtb_reifen_weight.png

Durchschlag und Durchstich pro Gewicht (wie viel Schutz bekommt man für das Gewicht):
mtb_reifen_punch_per_weight.pngmtb_reifen_puncture_per_weight.png


Das ist natürlich alles mit ein Bisschen Vorsicht zu genießen, da die Werte über verschiedene Reifen gemittelt sind und nicht alle Einflussfaktoren berücksichtigt sind.
 
Wo hast du denn die werte her? Conti DH ist z.b. unter Doubledown beim Durchschlag. Das deckt sich nicht gerade mit den Tests die ich so kenne.
 
Wo hast du denn die werte her? Conti DH ist z.b. unter Doubledown beim Durchschlag. Das deckt sich nicht gerade mit den Tests die ich so kenne.
https://enduro-mtb.com/mtb-reifen-test-gewicht-rollwiderstand-pannenschutz-statistik/

Da ist aber nur ein Conti DH Reifen dabei, während es 7 Reifen mit DD gab. So weit sind die beiden auch nicht auseinander und bei Durchstich ist der Conti klar vorne.

edit
Ich habe auch noch einmal in einen älteren Test der Bike (03/2023) geschaut. Da hat Conti DH in der Tat deutlich bessere Werte beim Durchschlag.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist ja das was mich irritiert.
z.b. der test:
https://www.bike-magazin.de/kompone...-baut-die-beste-reifenkombi-fur-enduro-bikes/

Hier ist Conti DH auf dem niveau von Maxxis DH und Conti Enduro auf dem Niveau von DD
Den Test habe ich in Papierform hier. Da hat der Conti DH in der Tat deutlich bessere Werte. Die anderen Werte decken sich wiederum so grob.

Die Tests wurden beide im gleichen Labor durchgeführt. Da ist der Unterschied schon interessant. Ich könnte die Werte aus der Bike noch einpflegen, die müssten ja dann 1:1 vergleichbar sein.
 
Den Test habe ich in Papierform hier. Da hat der Conti DH in der Tat deutlich bessere Werte. Die anderen Werte decken sich wiederum so grob.

Die Tests wurden beide im gleichen Labor durchgeführt. Da ist der Unterschied schon interessant. Ich könnte die Werte aus der Bike noch einpflegen, die müssten ja dann 1:1 vergleichbar sein.
Ich hab in meinem Archiv noch ein screenshot von einem Test gefunden, evtl auch bike?
Interessant ist hier das der Krypto Front DH einen deutlich niedrigeren wert als der Rear erreicht.

Edit: Andererseits lässt sich das vlt mit den gewichtsschwankungen erklären. Der eine ist schwerer, der andere leichter im vergleich zur Hersteller Angabe.
 

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Ich hab in meinem Archiv noch ein screenshot von einem Test gefunden, evtl auch bike?
Interessant ist hier das der Krypto Front DH einen deutlich niedrigeren wert als der Rear erreicht.

Edit: Andererseits lässt sich das vlt mit den gewichtsschwankungen erklären. Der eine ist schwerer, der andere leichter im vergleich zur Hersteller Angabe.
Das ist der Test aus der Bike. Die haben auch beide eine andere Gummimischung (Supersoft vorne und Soft hinten). Vielleicht macht das auch noch einmal einen kleinen Unterschied, plus wie du schon meinst die Schwankungen bei der Herstellung.

Hier sind noch einmal die Plots mit den zusätzlichen Werten:

mtb_reifen_rolling.pngmtb_reifen_punch.pngmtb_reifen_puncture.pngmtb_reifen_weight.pngmtb_reifen_punch_per_weight.pngmtb_reifen_puncture_per_weight.png
 
@SinusJayCee Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, dass der Hans Dampf mehr ankert als der Eli, aber rollt in Speedgrip deutlich besser als Eli in T7. Wenn es bei Schwalbe richtig Bremsgrip sein soll, dann Betty oder der veränderte Tacky Chan, die Rollen auch noch akzeptabel (jedenfalls mit Diagonal Karkasse). Gibt es dann aber nicht mit Speedgrip.

Was das Gewicht betrifft: Das allein merkst du eigentlich nur beim Hochtragen. Auf Asphalt rollt die dicke Karkasse (laut Messwert) teils besser, weil sich der Reifen weniger verformt bei gleichem Luftdruck (!). Natürlich wird man beim Gravity Reifen weniger Luftdruck fahren, dann rollt das auf Asphalt wieder schlechter. Auf Hoppeluntergrund rollt ein Reifen mit weniger Luftdruck dagegen meist besser. Ist also schwierig, da pauschal Aussagen zu machen. Von dem her würde ich eine zweilagige Karkasse wegen RoWi nicht ausschließen, vielleicht halt nicht die Kombi schlecht rollendes Profil (viel Gummi, also viele Stollen, die nicht super stabil sind - Beispiel Assegai), weicher Gummi und dicke Karkasse, das rollt dann nicht.

Ich hatte letztes Jahr für alpine Trails vorn Mary US, hinten HD Speedgrip, beides Supertrail. Etwas speziell, aber guter Grip vorne, effektiv bergauf, ausreichend stabil (man ist da meistens nicht schnell) und nicht zu schwer (tragen!). Dieses Jahr hab ich Albert Radial in Gravity. Mal schauen. Als ich die bestellt hab, gab es die ganzen neuen noch nicht. Ärgert mich etwas, aber naja. Tritt sich bestimmt schwerer, aber das Radial wollte ich halt probieren und der Kurs war günstig. Sollte dann auch eventuell im Liftmodus mit entsprechenden Trails gut passen, falls ich mal mehr sowas fahren sollte.

@Maffin_ Schwankungen sind durchaus normal, genauso wie Gewichtsschwankungen. Mehr Gewicht kommt ja wohl einfach von mehr Gummi, da ist dann eventuell die Grundschicht etwas dicker und dann ist das auch stabiler. Ich würde da mehr in Kategorien denken, genauso wie beim RoWi auch; doppelt so viel ist ein echter Unterschied, zehn Prozent geht in der Realität wohl oft unter (außer natürlich beim Renneinsatz), sonst müsstest du auch dauernd Luftdruck checken (ich mach das alle paar Tage oder vor einer größeren Tour, aber nicht jeden Tag vor der Hausrunde). Wenn es einen Defekt gibt, ist es wohl oft einfach blöd gelaufen und 10% stabiler hätte dann meist auch nicht geholfen.
 
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