XC World Cup – Blog Luca Schwarzbauer: Wenn aus einem MTB-Rennen ein Lauf-Rennen wird

Siehe „die unzähligen UCI-Konfikte oder auch Red Bull Rampage“.
Es ging um die Beziehung zwischen Veranstaltern/Verbänden und den Fahrern.

Rampage passt da insofern, als dass die Macht beim Veranstalter liegt, und die Fahrer quasi keine Wahl haben, als teilzunehmen, unter widrigsten Konditionen. Lies einfach mal, ich verlinke es nochmal. Und das sage nicht ich, sondern Thomas Genon.
Mea culpa, den Linke hatte ich gar nicht wahrgenommen.
 
Eben, daher ist die Macht von Veranstaltern und Verbänden ein Problem...
Das ist kein Problem sondern funktional für das gesamte Geschäftsmodell!

Immer wieder niedlich wie man sich darüber gelegentliche empört und dann doch wieder einschaltet und die Heroen anhimmelt. Wir als Nutzer profitieren doch auch davon. Die Athleten hängen da irgendwie ein bisschen doof zwischen den Stühlen...aber auch der Beruf Leistungssportler wurde irgendwann mal ausgewählt🤷

M.
 
"Zusammenfassend möchte ich sagen, dass das, was jetzt in Korea passiert ist, für mich das Beispiel dafür ist, dass man eben nicht dem sportlichen Geist folgt, sondern dem Geld."

Worin besteht denn die Wertschöpfung beim Radsport? Im Marketing. Ganz einfache Antwort.

Wer als SportlerIn immer noch glaubt, dass der Wert maßgeblich von Wattzahlen und Podiumsplätzen abhängt, der hat das Spiel nicht verstanden.
Anna Kurnikova hat nie etwas wichtiges gewonnen. Trotzdem war sie eine der bekanntesten Tennisspielerinnen und hat wirklich viel Geld verdient.

Sicher sind Sekundärtugenden wie Teamgeist, gesunde Ernährung und Bewegung wichtige Werte, die es zu vermitteln gilt. Aber dafür brauch ich mir nicht den XC Weltcup ansehen. Ich will Action und Unterhaltung. Und dafür zahle ich mein Discovery Abo.
 
Die Athleten hängen da irgendwie ein bisschen doof zwischen den Stühlen...aber auch der Beruf Leistungssportler wurde irgendwann mal ausgewählt
Und da liegt m.E. das Missverständnis vieler SportlerInnen in der Annahme, dass wirtschaftlicher Erfolg und Leistung aus dem Pedal korrelieren.
Die Wertschöpfung im Leistungssport liegt jedoch nicht in der Leistung sondern in der Präsentation als Werbefläche. Und da spielt Leistung nur eine Rolle, wenn sie der Unterhaltung zuträglich ist.
 
Das ist kein Problem sondern funktional für das gesamte Geschäftsmodell!

Immer wieder niedlich wie man sich darüber gelegentliche empört und dann doch wieder einschaltet und die Heroen anhimmelt. Wir als Nutzer profitieren doch auch davon. Die Athleten hängen da irgendwie ein bisschen doof zwischen den Stühlen...aber auch der Beruf Leistungssportler wurde irgendwann mal ausgewählt🤷

M.
Warum liest eigentlich niemand den Verlauf 😖
Bevor ich jetzt wieder am Anfang anfange, hier bitte noch mal den Ursprung lesen.
Der Punkt war einfach der, das die Athleten einfach stärker eingebunden sein sollten.
 
man klickt nicht gern auf links wo keiner weiss wo die hinführen. da bin ich scheinbar nicht der einzige 😄
 
Are you from England?
Ne. Einfach nur zu faul Layout auf DE zu wechseln.
Meine Location ist uebrigens im Profil ersichtlich. Aber muss schon krass fuers Hirn sein, wenn es mal keine Umlaute gibt. War es fuer mich auch mal, so 2010....

Ihr seid mir schon alle sehr Eng im Gehirn. Aber what solls, wenn ich die Diskussion hier durchlese, passt das ja zu so einem Kommentar.
 
Autor mag also gleich ganz Asien nicht? Echt? Konnte ich tatsächlich im Artikel nicht finden.
Ich konnte Kritik daran erkennen, für ein erwartbar maues Rennen so weit zu fliegen.

Ja, Schlammschlachten kennt man aus den Alpen.
Ich gönne mir das sogar heute noch Regelmäßig und habe Spaß dabei. Aber eben just for fun.
Zu den 40kg sollest aber dein Trikot etwas überdenken. Hast du alle Taschen angefüllt und noch einen extra Müllsack mitgenommen? Eventuell noch einen verdreckten Kollegen in den Speichen übersehen?
Zu subtilen Übertreibungen neigst eher nicht, oder?

Ja, jetzt kommt es endlich das Heldenlied von den guten alten Zeiten!
Mann bist du aber ein tougher Kerl... 🙇🏼‍♂️...

...BullSh*t! In diesem Sport hat sich mit der Professionalisierung einiges gewandelt!
Alleine wie sehr sich die Leistungsdichte und technischen Anforderungen bei den XC Rennen verändert haben.
DH Rennen aus den 90ern sind pipifax gegen so manche XC Strecke heute. Daher auch 120mm und Fully.
Ich versteige mich mal in die Vermutung das du eben kein Fahrer auf WC Elite Niveau bist (oder jemals warst) und deshalb nicht ganz nachvollziehen kannst welchen Druck das machen kann.
Das ist sein Beruf, kein Hobby!

🤦🏼 <ohne text, einfach nur> 🤦🏼
Ahja ein Milimeter Furzer.

Natuerlich habe ich uebertrieben, genauso wie der Autor uebertrieben rumgeweint hat. Genauso wie du alles auf die Goldwaage legst, weil du denkst jetzt kannst im Internet aber mal diesem Kerl zeigen.

Fakt ist: Solche Rennen gab es schon immer und die Problematik, welche man hier diskutiert fuehrt nur dazu, dass man immer mehr probieren wird die Schlammschlachten zu reduzieren. Am Ende entfernt man damit aber das Element des Outdoors.
Und ja die Strecken haben sich gewandelt, korrekt - weil man mehr Show brauch, mental & technisch sind die Strecken genau gleich hart. Bin ja aktiv immernoch dabei - auch nicht allzu schlecht. Aber 120mm und Fully, bro damit kannste heute (nimm doch mal das neue Marvin TAM XR) einfach nen Bikepark runterballern mit dem Speed eines Enduros der 2010er lol.

Und keine Ahnung ob TOP 150 Weltweit Elite ist oder nicht. Das definierst du. Ich hab kein Bock auf dieses Mimimimi. Das beste war mal ne Top 10 bei einer Schlammschlacht... Druck mimimi. Lege niemals alle Eier in einen Korb.



Wir haben die gleichen Diskussionen beim Abfahrtsski oder Surfen - und ja frueher war weniger Geld und mehr Blut in dieser Thematik, daher waren die Beschwerden nicht diesselben - sondern eher die Frage ob der Schwierigkeitsgrad angepasst war, oder das Material korrekt gewaehlt oder man selber mental vorbereitet war. Nix Tougher Kerl. Denglisch stinkt uebrigens zum Himmel. Bist vermutlich auch so ein Pseudo Aussie nach 3 Wochen Sydney mit Servo, Maccas, Arv etc gelle?

Und zum letzten - entweder bist du kein Taucher, oder hast keine Ahnung wie hoch die Quote der Beschwerden liegt -ich nenne sie die mir mal von SSI und PADI. 65% der Kunden, die spezifische Wuensche und Vorstellungen habe und diese aufgrund der Bedingungen nicht erfuellt werden koennen, reichen eine Beschwerde beim Management oder gar direkt der Organisation ein. Genau wie dieser Text hier auf MTB-News eine Beschwerde ist. Nix anderes - nur subtil verpackt. Aber das weisst du, denn du bist ja so schlau ;-)


Damit bin ich auch raus. Ich mag solche Antworten, weil sie eigentlich amuesant sind - weil man denkt: Der Kerl blubbert nur, aber eventuell koennte er auch involviert sein und einfach mal eine relative interessante Meinung vertreten, weil er schon laenger dabei ist? Achneee komm - impossible!
 
mögen jetzt zwei kontroverse meinungen von profis sein, kann ich nicht mitreden.

aber als fan kann ich klar sagen das ich die komplette hochschieberei nicht gut fand und das rennen auch nicht komplett angesehn hab.
ich will die athleten in die pedale drücken sehn und wie beim cx muss es wenigstens einen goat geben der die passage fahren kann. dann macht es spass zum zusehn.
es handelt sich hier um eine komplett künstlich angelegte auffahrt. da schmeiss ich halt etwas granitsplit rein und füll den weggezogenen schlamm von mir aus in die abfahrt. dann hab ich räder die gefahren und nicht geschoben werden.
 
Weil hier mehrfach auf die UCI-Regularien verwiesen wurde.

Aus Part 4, Mountain Bike UCI Regulations
Chapter II Cross-Country Events, § 2 Course

4.2.016 The course for a cross-country race normally includes a variety of terrain such as road sections, forest tracks, fields, and natural or gravel paths, and include significant amounts of climbing and descending. Paved or tarred/asphalt roads cannot exceed 15% of the total course.
(text modified on 1.01.21)
4.2.017 The course must be wholly rideable even in difficult weather conditions. Parallel sections must be provided on sections of the course likely to deteriorate easily.
4.2.018 Extended single-track sections must have periodic passing sections.
4.2.019 On the course for a cross-country event at UCI World Championships, continental championships, UCI World Cup and hors class events, provision must be made for at least 6 crossing points for spectators. The crossings must be marshalled on each side.
(Hervorhebung von mir eingefügt.)

Letztlich läuft es mal wieder auf die Durchsetzung von Regeln hinaus und die UCI ist (ähnlich wie viele andere Sportverbände) darin nicht besonders gut. (Sockenlängen sind auch detailliert geregelt, man sieht jedoch bei fast jedem Rennen Beispiele, wo es mit Sicherheit nicht regelkonform ist.)
Aber gerade bei der Steckenabnahme muss deutlich mehr Kompetenz und im Zweifel Konfliktbereitschaft gegenüber dem Ausrichter her. Crans-Montana war 2024 aus Sicht Streckensicherheit ein riesiges Problem, hier haben wir wohl die (Nicht)Wettertauglichkeit der südkoreanischen Strecke. Andererseits sind sie dort neu im Geschäft, man kann nur hoffen, dass UCI und Ausrichter ihre Lektion lernen.
Es ist immerhin Worldcup, dass je nach geologischen Verhältnissen diverse regionale Rennen ihre Probleme bei Nässe haben, kennen die meisten von uns. Aber bei den kleinen Rennen sind wir ja froh, dass sie überhaupt stattfinden... Doch im Worldcp???
 
Hm...Luca...weiß jetzt tatsächlich nicht, ob ich über Deinen Bericht lachen oder weinen soll. Schlechte Bedingungen? Ja, die gibt's, aber Du bist Weltcup-Racer... für mich sind Weltcup-Strecken per se "schlechte Bedingungen"...und "Geist des Sports" vs "Wirtschaftlichkeit"...ich meine, Du bist da ja schon länger dabei und verdienst damit Geld...ist halt irgendwie ein ganz alter Hut. Wenn Du möchtest, können wir ja tauschen: ich nehme Deinen Körper und Deine Fitness und umgekehrt. Ich race im WC und Du erlebst den "sportlichen Geist" und die fast immer fahrbaren Strecken bei den lokalen und regionalen Jedermann-Rennen, an denen ich so teil nehme. Ach ja, ich laufe übrigens sehr viel und relativ schnell. Nicht dass Du Dich wunderst, wie schnell Du plötzlich laufen kannst...😉
 
Südkorea: ja, war blöd, aber ja mei, nächstes Jahr werden sie's besser machen.
👍👍👍

Ich verstehe die Kritik durchaus. Abhaken und als eine Geschichte fürs Leben abspeichern.

Bzgl Südkorea: Wenn es dort keine Fans gibt, dann braucht es auch die Rennen nicht. Ich find die Fliegerei für so riesen Events nicht mehr zeitgemäß. Der Sport konzentriert sich nun einmal weniger auf Asien. Und wenn's dort ni ht einmal Leute anzieht.... Wozu?
 
Pinkbike hatte ein Video dazu gemacht, ist auf Youtube zu finden. Es gibt schon eine MTB-Szene dort, aber sie ist noch klein und wächst erst.
 
Verstehe nicht ganz warum Luca hier oft harsch kritisiert wird.
Er hat ausführlich dargelegt, dass ihm diese Art des Bikens (ich würde es als Cyclocross/Geländefahren bezeichnen) nicht liegt und er es schade findet dafür um die halbe Welt zu jetten. Völlig legitim.
Er will XC fahren, recht hat er.
 
Worin besteht denn die Wertschöpfung beim Radsport? Im Marketing. Ganz einfache Antwort.
genau. und das marketing war durch dieses rennen schlecht. ergo war das ergebnis für alle seiten schlecht durch die nicht regelkonforme durchführung, wie Luca schreibt.

Sina Frei hatte übrigens gesagt, dass sie wegen einer Verletzung diesen Winter viel auf dem Stepper trainiert hat zur allgemeinen Fitness und aus Ihrer Sicht nur deswegen gewinnen konnte.
Klar, die XC-MTB-Strecken sollen keine glatten Schotterstraßen sein, auf denen verirrte RRler gewinnen, aber es braucht auch keine, auf denen ein Cross-läufer gewinnen kann …
 
Ach, bloß weil man von anderen Meinungen überfordert ist muß man ja noch lange nicht in der Lage sein sich in der eigenen Muttersprache ausdrücken zu können..

:mexican:
 
Der Sport konzentriert sich nun einmal weniger auf Asien. Und wenn's dort ni ht einmal Leute anzieht.... Wozu?
Weil sie noch nicht interessiert sind?
Ich glaube Asien wird von einigen hier in D oder Europa unterschätzt. Die sind längst nicht mehr auf Rikschas mit großen Hüten unterwegs. Auch das Bild vom Reisbauern, der knietief im Wasser steht, ist schon lange nicht mehr aktuell.
Attraktionen und Bilder für potentielle Touristen und Urlauber sind das.
In Asien entwickelt sich seit vielen Jahren eine große Wirtschaft und damit auch Wohlstand. Zu Wohlstand gehört auch Freizeitgestaltung und Hobbys. Vielleicht wurde durch das Rennen einer oder mehrere Zuschauer angefixt und sie wollen auch MTB fahren.
 
Weil sie noch nicht interessiert sind?
Ich glaube Asien wird von einigen hier in D oder Europa unterschätzt. Die sind längst nicht mehr auf Rikschas mit großen Hüten unterwegs. Auch das Bild vom Reisbauern, der knietief im Wasser steht, ist schon lange nicht mehr aktuell.
Attraktionen und Bilder für potentielle Touristen und Urlauber sind das.
In Asien entwickelt sich seit vielen Jahren eine große Wirtschaft und damit auch Wohlstand. Zu Wohlstand gehört auch Freizeitgestaltung und Hobbys. Vielleicht wurde durch das Rennen einer oder mehrere Zuschauer angefixt und sie wollen auch MTB fahren.
In Korea gibt's schon lange Mountainbiker. Die Szene ist nicht so klein. Ich war 2010 in Seoul und war erstaunt wieviele Biker (also Leute die anständige MTBs mit dazugehöriger Bekleidung bewegen) unterwegs waren. Wenn da 16 Jahre später noch immer kein Mensch zuschauen kommt, bin ich skeptisch. Natürlich werden die Zuschauer mehr werden über die Zeit. Aber ist es sinnvoll? Vielleicht hilft es der lokalen Szene, aber selbst da habe ich Zweifel. Pyeongchang ist auch nicht ums Eck.... Ich weiß nicht.... Ich bin skeptisch. Der Aufwand ist enorm.
 
Sehr spannender Bericht und beeindruckende Leistungen – besonders die Offenheit über die Härte der Königsetappe macht den Beitrag authentisch. Gleichzeitig zeigt das Cape Epic aber auch, wie extrem sich dieses Rennen inzwischen entwickelt hat.

Wir waren selbst als Hobbyteam („Killertal Rider“) dabei und haben die berüchtigte Freitags-Etappe unter denselben Bedingungen erlebt. Für viele Fahrer ging es dort längst nicht mehr nur um Performance, sondern schlicht ums Ankommen. Unterkühlung, Defekte, Zeitdruck und Erschöpfung waren allgegenwärtig. Dass das Zeitlimit überhaupt verlängert werden musste, spricht eigentlich für sich.

Gerade deshalb fände ich es spannend, künftig noch stärker über die Balance zwischen sportlichem Mythos und körperlicher Belastung zu sprechen. Das Cape Epic lebt von seiner Legende – aber diese Grenzerfahrung hat eben auch eine andere Seite, die man als Zuschauer oft nicht sieht.

Trotzdem: riesiger Respekt für eure Leistung und die mentale Stärke nach dem Defekt direkt zu Beginn. Platz 3 gegen diese Konkurrenz ist absolut beeindruckend.

Wer einmal die Perspektive „normaler“ Fahrer auf dieses Rennen lesen möchte:
Killertal Rider – Absa Cape Epic 2026

Mit großem Respekt vor jedem Finisher – Albert Rundel
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