Schade, dass der Gesetzgeber diese Überlegungen hat. Allerdings m.E. nachvollziehbar:
Der illegale Trailbau hat zumindest in meinem Heimatbezirk sehr stark zugenommen. Ich fände es auch nicht schön, wenn jemand ohne zu fragen in meinem Garten auf einmal über Nacht einen Trail errichten würde. Auch der Wald ist überwiegend im Privateigentum.
Die breiten Forstwege haben hingegen immer die Zustimmung des Eigentümers.
Dazu kommt tatsächlich die Überflutung schmaler Trails dank E-Bike und zwar bergauf und bergab.
Das Potential der Räder ist riesig und wird von den Besitzern hemungslos ausgenutzt, man kommt mit Ihnen relativ untrainiert Trails hoch, die selbst der ambitionierte Hobbyfahrer mit einem motorlosen Bike nur schieben kann, es sei denn er fährt bei den örtlichen Marathonrennen und XC-Rennen ganz vorne mit.
Rücksicht genommen wird dabei nicht immer.
Ich bin vor kurzem seit langem mal wieder einen schmalen Trail bergauf hochgekrochen mit 6-7kmh. Ein paar Meter vor mir ging eine Familie mit zwei kleinen Kindern den Weg ebenfalls bergauf.
Ich wurde von 4 E-Bikern mit sehr laut surrenden Motoren an einer engen Stelle überholt, was dazu führte, dass ich kurz absteigen musste,da ich die von mir vorgesehen Linie nicht fahren konnte, weil ich in sehr lockeres mit dicken Steinen und Brocken versehenes seitliches Terrain des Weges abgedrängt wurde.
Die Familie wurde ebenfalls erschreckt und zur Seite gedrängt, ein Kind konnte gerade noch ausweichen.
Der Vater hat denen zu Recht hinterhergeschimpft.
Ob dieser Vorfall repäsentativ war oder nicht, lasse ich mal dahingestellt, nach meinen Trailerfahrungen war er zumindest kein Einzelfall, aber natürlich auch nicht die Regel.
Irgendwann reagiert dann der Staat halt, denn das ist seine Aufgabe......