NRW plant striktes Verbot für Mountainbiker: Viele Trails stehen vor dem Aus

wer sozial-verteile Freiheiten für alle will,
muss harte Regeln haben ☝️


und da es iwie doch sehr schwierig und teuer ist in Wald und Flur zu regeln,
kommt es den Behörden halt einfacher alles freiheitlich von Grund auf zu verbieten.

aber das es noch ein ungelegtes Ei ist,
ist aufregen noch nicht nötig.

früher war auch nichts besser nur anders ;)
 
Wozu braucht es (wiedermal) eine Regulation mit Sanktionen.
Wo liegt der Vorteil einer dümlichen starren Maschineneinstellung und einer schon sehr häufig praktizierten Fahrweise von, sagen wir mal 120-135km. Dazu sind bereits sehr sehr viele Autobahnabschnitte Geschwindigkeits reglementiert.
Ich sehe keinen, jedoch ohne Festlegung den Hauptvorteil, dass nicht wieder (wie häufig in unserem Lande) etwas behördlich festgelegt werden muss. Und natürlich nicht zwanghaft überwacht werden muss.
Deutschland, das Land der Behörden und Ämter mit tausenden Verordnungen und Regelungen.
Brauchen wir Deutschen das wirklich??
Weil es Fakt ist dass ein Tempolimit die Anzahl der Toten und schwerverletzten drastisch senken würde.
Warum tun sich deutsche Autofahrer so schwer damit?
 
Was die Leistungsregulierung entsprechender Auswüchse bei den zulassungsfreien E-Bikes betrifft, bin ich absolut bei dir, das ist notwendig und sinnvoll, ebenso die Reduzierung der Geschwindigkeit (wobei das mit MTB eher wenig zu tun hat). Damit dürften einige eventuelle Peak-Probleme auch durchaus beseitigt oder zumindest gedämpft werden.

Trotzdem: Diese Argumentation mit dem Nutzungsdruck kann ich nicht nachvollziehen und ich bin immerhin im Großraum München daheim. Mag sein, dass das in NRW eine andere Situation ist, dort ist die Bevölkerungsdichte flächendeckend nochmal anders, aber hier gibt es bis auf wenige punktuelle Probleme (und das zeitlich kombiniert mit räumlich, sprich einige wenige Hotspots am WE) einfach nichts, was eine Regulierung allgemeiner Art rechtfertigen würde. Es gibt weder eine Überlastung in dem Sinne, dass es zwischen Radfahrern und Wanderern eine relevante Zahl an Unfällen (oder sonstigen Vorfällen über das Verbale hinaus) gäbe, noch werden Wege durch jedwede Fahrräder in gravierender Weise zerstört (dass Wege mehr zerstört werden als früher, liegt vor allem an der zunehmenden Frequenz an Starkregenereignissen).

Dort, wo es Probleme gibt, wäre eine lokale Regelung, die insbesondere auf die Beseitigung der Probleme abzielt, deutlich sinnvoller und zielführender. Das gilt übrigens für das zweite, gern angeführte Argument des illegalen Wegebaus in ähnlicher Weise, wobei das Thema Nutzungsdruck und das Thema Buddeln kaum was miteinander zu tun haben.

Warum ist das wichtig? Weil das Thema Nutzungsdruck hier von Interessengruppen ins Spiel gebracht wird, die grundsätzlich andere Leute aus dem Wald haben wollen. Wenn dieses Argument aber für E-Bikes zieht, dann zieht es genauso für normale MTB, denn eine faktische Evidenz von flächendeckenden Störungen durch jedwede Nutzergruppen etwa im Verhätlnis zu anderen Nutzergruppen, zum Zustand der Wege oder auch zur Natur/zum Wald im Gesamten braucht es offenbar nicht, als dass der „Nutzerdruck“ von allen Seiten (!) als etwas akzeptiert wird, dem man offenbar Rechnung tragen müsse. Sollen doch mal die Verfechter einer Betretungs- bzw. Nutzungseinschränkung für welche Räder auch immer mit seriösen Studien und Zahlen kommen, die eben die propagierte Einschränkung rechtfertigen. Richtig, die gibt es nicht! Solange es das aber nicht braucht, weil sich manche Gegner der die Einschränkung propagierenden Interessengruppen bereitwillig auf deren Seite schlagen und andere ausschließen möchten, um ihre eigene Haut vermeintlich zu retten, wird das Spiel so weiter gehen. Es ist ja ein proven Konzept. Das nächste Mal trifft es dann die restlichen Radfahrer, und die Fußgänger werden sie vielleicht auch noch los.

Also, bevor man auf diese Argumentation anspringt, sollte man lieber die tatsächlichen Probleme adressieren. Das ist insofern einfach, weil es davon nicht so viele gibt.

Dass man unbenommen davon dennoch die Leistung und auch die Geschwindigkeit von zulassungsfreien E-Bikes adressieren sollte, stimme ich absolut zu, das hat aber weniger mit dem MTB im Wald zu tun als mit dem Auftreten im Straßenverkehr.
Hier im Köln Bonner Raum begegnen mir zwar mehr E Biker als Motorlose aber in Summe ist das weniger als vor 20 Jahren
 
Wozu braucht es (wiedermal) eine Regulation mit Sanktionen.
Wo liegt der Vorteil einer dümlichen starren Maschineneinstellung und einer schon sehr häufig praktizierten Fahrweise von, sagen wir mal 120-135km. Dazu sind bereits sehr sehr viele Autobahnabschnitte Geschwindigkeits reglementiert.
Ich sehe keinen, jedoch ohne Festlegung den Hauptvorteil, dass nicht wieder (wie häufig in unserem Lande) etwas behördlich festgelegt werden muss. Und natürlich nicht zwanghaft überwacht werden muss.
Deutschland, das Land der Behörden und Ämter mit tausenden Verordnungen und Regelungen.
Brauchen wir Deutschen das wirklich??
Erinnert doch stark a die Argumentation der Waffenlobby in Amerika. Ein Tempolimit würde nachweislich die Zahl der Unfallopfer senken. Aber ja, muss jede Gesellschaft wissen, was ihr ihre Irrationalitäten zur Hätschelung der nationalen Seele wert sind.

Aus Umweltgesichtspunkten wäre es viel sinnvoller, den möglichen CO2 Ausstoß zu deckeln, der ist schließlich geschwindigkeitsabhängig. Ist die Grenze erreicht, wird fahrzeugbezogen abgeregelt. Dann darf halt so manche PS strotzende Wuchtbrumme nur noch 80 km/h fahren, während der Kleinwagen fröhlich mit 120 km/h vorbeizieht. Dann würde sich das Straßenbild erheblich verändern und insbesondere würde sich die Elektromobilität in Windeseile (sic!) durchsetzen. Dort gehört dann aber bezüglich Motoreffizienz dasselbe gemacht, denn Strom aus erneuerbaren Quellen ist ein kostbares Gut, sobald der gesamte Energiebedarf des Landes ohne fossile Energieträger gedeckt werden soll.
 
Mal so an die Leute die gerne zwischen motorisierten und nicht-motorisierten Fahrräder unterscheiden möchten.

Was ist denn der konkrete Vorschlag für die Umsetzung? Wie soll ein Gesetz ausgestaltet sein, dass aus eurer Sicht dieser Forderung Rechnung tragen würde? Wie wird das umgesetzt und welche Konsequenzen bedeuten das für den Alltag im Wald?
 
@Redaktion könnte man die Überschrift noch ändern: "NRW plant striktes Verbot für Radfahrer, viele schmalen Wege dürfen nicht mehr befahren werden"

Betrifft in der Masse sicher mehr Gravel Fahrer, Familien mit Kindern und Pendler auf Citybikes. Und die ganzen eBike Fahrer (Fahrzeug eMTB, Einsatz Trekkingtouren), ohne alle Betroffenen ins Boot zu holen kann man politisch nichts bewegen.
 
Weil es Fakt ist dass ein Tempolimit die Anzahl der Toten und schwerverletzten drastisch senken würde.
Warum tun sich deutsche Autofahrer so schwer damit?
Weil die weitaus größere Anzahl der Todesopfer (ca. 89 %) im Straßenverkehr NICHT auf Autobahnen zu beklagen sind?
Weil bei 43 % der tödlichen Unfälle auf Autobahnen die vorgeschriebene zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde?


Und um den Bogen zum Thema zu kriegen:
Warum alle mit einem strikten Verbot belegen, wenn tatsächlich nur einzelne Personen und meist nur an wenigen Örtlichkeiten überhaupt Probleme auftreten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Till Eulenspiegel hielt ja gerne eine Spiegel vor :

Keine 1000 ( in Worten keine tausend) Radfahrer ( MTB, E MTB , Graveler , Ausflugsradlernand Friends ) demonstrieren vor dem Landtag in Düsseldorf mit Anschließender critical Mass Tour durch die Innenstadt ….

Behörden und Gesetz Geber sehen sich bestätigt das Gesetz in NRW kommt umgeändert , andere BUNDESLÄNDER folgen dem Erfolgsmodel NRW in den ablaufenden LegislatornPerioden.

Fände es gut wenn da oben mindestens eine 0 mehr stehen würden. Ansonsten haben wir 0 change nicht komplett in die illegalität abgedrängt zu werden.
Bei dem Infotreffen incl. Wust and Drink der Initiative für legale Trail im Bergischen Land rund um Wuppertal vor einer ein paar Tagen war es ehr nur eine einzige 0 im Summe ..
 
Weil die weitaus größere Anzahl der Todesopfer (ca. 89 %) im Straßenverkehr NICHT auf Autobahnen zu beklagen sind?
Weil bei 43 % der tödlichen Unfälle auf Autobahnen die vorgeschriebene zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde?
Zusammenfassung der Quellen zum Nachschlagen welche meine Aussage bstätigen:
Bauernschuster, S. & Traxler, C. (2021): Tempolimit 130 auf Autobahnen: Eine evidenzbasierte Diskussion der Auswirkungen. In: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Band 22, Heft 2. (Verfügbar u.a. über die Universität Passau).
Ministerium des Innern des Landes Brandenburg: Auswertung der Verkehrsdaten und des Unfallgeschehens auf der BAB A 2 im Bereich des Polizeipräsidiums Frankfurt (Oder).
Statistisches Bundesamt (Destatis): Fachserie 8, Reihe 7 „Verkehrsunfälle – Zeitreihen“ (jährlich aktualisiert).
 
Also allen die damals sagten, dass das Ebike mehr Leute auf Berge und in die Wälder bringt spreche ich hiermit meine Hochachtung aus! Ihr wart und seid da etwas ganz großem auf der Spur, definitiv dranbleiben!

Faktisch gesehen ist NRW mit 18 Millionen Einwohnern und einer Ebike Dichte von knapp über 30% natürlich bei der "geringen" Fläche ziemlich überfüllt auf dem Blatt Papier. Wie viele Emtbs davon jetzt wirklich dauerhaft in den deutschen Wäldern im Einsatz sind, ist für mich zumindest nicht ersichtlich und basiert auf subjektiven Eindrücken und politischer Stimmungsmache. Zudem haben wir hier viele urbane Ballungszentren aus denen die Leute einfach am Wochenende rauswollen. Das möchte ich keinem verübeln!

Man muss aber auch verstehen, dass man den Leuten nicht erst für viel Geld die Räder verkaufen kann mit dem Versprechen nun Mobil zu sein und große Touren fahren zu können, um dann später den Leuten ihre augenscheinliche Freiheit zu nehmen und Sie als Buhmänner darzustellen. Der Fiskus hat bei den Verkaufszahlen auch bis dato fleissig daran mitverdient.

Auch der schwächelnden Bikeindustrie tut man damit keinen Gefallen und setzt wie üblich in diesem Land komplett falsche Signale. Da mag man nun von der technischen Entwicklung halten was man möchte, aber sinkende Verkaufszahlen bedeuten auch weniger Jobs und Perspektiven in einem Geschäftszweig der nunmal nicht mehr als Nische darsteht.

Hier in NRW haben wir einfach eine extrem starke Lobby der Jägerschaft (ca 94.000) und der privaten Waldbesitzer (67% der Plantagen oder sensible Ökosysteme in der Presse). Das ist auch kein Geschwurbel, falls damit einer um die Ecke kommt, die Zahlen sind Fakten.

Ich möchte die Gruppe nicht als reines Feindbild darstellen, aber für unsere Belange hat auf der anderen Seite auch nie jemand etwas getan.

Die haben kein Interesse an Ebikern und auch nicht an den "echten" Mountainbikern. Da kommt ihnen natürlich der Hype um das Ebike sehr gelegen. Und wessen Hand mich füttert, dessen Lied singe ich (CDU). In deren Augen ist beinahe jeder Waldbesucher ein Störfaktor, die besitzen ihre Holzplantagen um damit Geld zu verdienen und das ist die letzten Jahre halt ziemlich in die Hose gegangen. Daran ist aber auch kein Biker schuld und ich lehne mich soweit aus dem Fenster, dass nirgends erwiesenermaßen Flurschäden in einem geschäftsschädigenden Ausmaß durch Biker bekannt sind (horrende Ernteausfälle, unbrauchbare Flächen etc.). Da geht es immer wieder um Trailbau und Bauwerke, aber eher um den Versicherungstechnischen Aspekt für den jeweiligen Waldbesitzer, der seine Fläche Verkehrssicher halten muss und dann kramt man plakative Beispiele wie am Deister raus. Wo übrigens auch viele mit dem Biobike unterwegs sind. Ebenfalls nahe eines Ballungszentrums.

Da könnt ihr eure Verschwörungstheorien vom bösen Ebiker der aus der Stadt kommt und euch den Wald weg nimmt noch 100 Jahre durch die Foren dieser Welt tragen.

Der Wald wird euch weg genommen durch eine starke Lobby die nun ein Feindbild geschaffen hat, auf das hier anscheinend genügend anspringen. Und da kann man sich sicher sein, dass diese Leute das auch wissen und nutzen.

Wenn der Biker als Tourist für einen Standort interessant wird, also Geld da lässt, durch Übernachtung, Restauration und Besuche von sonstigen Einrichtungen (Museen, Denkmäler etc.) wird er auch für die kommunale Politik und Leute interessant. Siehe Hochsauerland, die vermarkten ihre "Natur" an Biker, Holländer und Kurzurlauber aus der Stadt. Die freuen sich über die generierten Einnahmen und den Zuwachs durch das Ebike. Das dieses Konzept nicht überall aufgeht ist klar, aber man sollte sich eher ein Beispiel an solchen Lösungen nehmen, statt nun Verbote zu fordern. Auch da ist es am Wochenende voll, aber es wurde eine Infrastruktur geschaffen und vielen kleinen Dörfern damit eine neue Einnahmequelle geschaffen. Da mögen sich auch viele beschweren, aber am Ende wenn die Touristen ausbleiben, ist das Gejammer auch groß. Wie zu sehen bei der Autobahnumgehung Richtung Brilon.

Regulieren statt reglementieren wäre wohl angesagt. Man muss auch einfach manche Ballungszentren in NRW entzerren... Dafür aber in anderen Kreisen oder angrenzenden Gemeinden dann Möglichkeiten schaffen.

Ich bin jetzt aber hier raus, trete dem DIMB bei und werde mal den lokalen Verein anschreiben ob man da schon Gespräche plant.

Diese Verbotskultur drückt aufs Gemüt und ist mir definitiv zu Deutsch.

P.S. an alle die ein Tempolimit fordern! Einfach unter der Woche die A45, A1 oder sonstige schöne Autobahnen im Pott befahren! Kein Problem mit Schnellfahrern oder zu hoher Geschwindigkeit! 🤣
 
Weil die weitaus größere Anzahl der Todesopfer (ca. 89 %) im Straßenverkehr NICHT auf Autobahnen zu beklagen sind?
Weil bei 43 % der tödlichen Unfälle auf Autobahnen die vorgeschriebene zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde?
Bleiben aber unter deinem Strich immer noch Todesopfer, die sich durch ein allgemeines Tempolimit wahrscheinlich hätten vermeiden lassen.

Aber wie ich ja vor ein paar Posts schrieb, soll das imho die Gesellschaft entscheiden, und wenn der Gesellschaft diese Todesfälle eine gewisse Freiheit wert ist, meinetwegen. Dumm halt für die Leidtragenden, aber wer das nicht will, soll halt Zug fahren, ist eh besser.

Trotzdem wäre ich aus Umweltgründen für die vorhin geschilderte Lösung mit einer Effizienz-geregelten Geschwindigkeit. Tatsächlich ist es ja so, dass die Leute nicht schnell fahren, um schneller anzukommen, sondern um ihren sozialen Status zu unterstreichen. Schau her, ich kann mir ein Auto leisten, das ist schneller als deins. Würde sich das aufhören, weil man schnell nur mit effizienten Autos fahren kann, die aber oft genug eher nicht die teuersten Karossen sind, dann würde sich imho das Rasen recht schnell legen und alle wären lieber effizient und entspannt unterwegs.

Edit: Sorry, ich bin eigentlich auch der Meinung von @JuliusSchmidt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Till Eulenspiegel hielt ja gerne eine Spiegel vor :

Keine 1000 ( in Worten keine tausend) Radfahrer ( MTB, E MTB , Graveler , Ausflugsradlernand Friends ) demonstrieren vor dem Landtag in Düsseldorf mit Anschließender critical Mass Tour durch die Innenstadt ….

Behörden und Gesetz Geber sehen sich bestätigt das Gesetz in NRW kommt umgeändert , andere BUNDESLÄNDER folgen dem Erfolgsmodel NRW in den ablaufenden LegislatornPerioden.

Fände es gut wenn da oben mindestens eine 0 mehr stehen würden. Ansonsten haben wir 0 change nicht komplett in die illegalität abgedrängt zu werden.
Bei dem Infotreffen incl. Wust and Drink der Initiative für legale Trail im Bergischen Land rund um Wuppertal vor einer ein paar Tagen war es ehr nur eine einzige 0 im Summe ..
Sieh es mal so:
Alle MTB (inklusive E) in NRW, die regelmäßig Trails befahren, machen eine Demonstration und es kommen weniger als 1000. Wo bleibt da das Argument mit dem Nutzungsdruck?
 
Bleiben aber unter deinem Strich immer noch Todesopfer, die sich durch ein allgemeines Tempolimit wahrscheinlich hätten vermeiden lassen.
Mal wieder den Bogen zum Thema zurück:
Dann ist die Sperrung aller Forstwege unter 3,5 Meter ja völlig in Ordnung, schließlich werden sich dadurch die wenigen durch Radfahrer verursachten Umweltschäden wahrscheinlich vermeiden lassen.
 
Aber wie ich ja vor ein paar Posts schrieb, soll das imho die Gesellschaft entscheiden, und wenn der Gesellschaft diese Todesfälle eine gewisse Freiheit wert ist, meinetwegen. Dumm halt für die Leidtragenden, aber wer das nicht will, soll halt Zug fahren, ist eh besser.
Nach dem Motto lauf mir gefälligst nicht ins Messer?
 
hm, das ist ja dann das pro Argument sich ein ebike zu holen, illegal zu fahren, wenn die Wald Gestapo hinter dem nächsten Baum steht, Boost rein und ab dafür ......

Apropo - "Freizeit Motorsportler" bin vor ein paar Wochen nen Single trail gefahren, da wäre ich fast von so einer chinesischen E-Enduro umgeheizt worden der mit entgegenkam, Fahrer ganz in Schwarz mit getönten Visier. Als ich dann auf den nächsten Forstweg kreuzte stand da ein resignierter Förster mit seinem Geländewagen, der dem wahrscheinlich hinter her gejagt ist .... ja, nur der kommt ja nicht auf den Singletrail mit seinem Fahrzeug ....

PS: Zur Begründung des Gesetztes

1. Schutz des Waldbodens


Der Hauptbegründungsstrang ist der Bodenschutz. In der Begründung zu § 2 Absatz 2 heißt es wörtlich:


Dann bitte auch direkt Harvester etc. zur Holzwirtschaft verbieten, und wieder auf das gute alte Rücke-Pferd setzten. Soviele MTBs oder eMtbs können gar nicht im Wald sein, wie Harvester & Co. den Boden zerstören .....
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal wieder den Bogen zum Thema zurück:
Dann ist die Sperrung aller Forstwege unter 3,5 Meter ja völlig in Ordnung, schließlich werden sich dadurch die wenigen durch Radfahrer verursachten Umweltschäden wahrscheinlich vermeiden lassen.
Du hast mich missverstanden. Der zitierte Teil war lediglich der Einwand auf die von dir ja implizierte Aussage, ein Tempolimit würde hinsichtlich Unfallzahlen nichts bringen. Das ist faktisch falsch, @Black-Under hat dazu Quellen gebracht. Wie ich ja schrieb, muss daraus die Gesellschaft die Schlüsse ziehen. Ich bin keinesfalls für eine Überregulierung und schon gar nicht für eine Vermeidung jeglicher Risiken. Wo die freie Bürgerfahrt da steht, brauchen wir hier nun nicht diskutieren.

Entsprechend zu deinem Bogen, der oben zitiert ist:
Da ich gerade nicht für eine maximale Regulierung und Vermeidung von jeglichen Schäden at all costs bin, läuft deine Argumentation ist Leere. Es ist in der Tat so, wollte man jegliche Beeinträchtigung des Walds vermeiden, sollte man alle Radfahrer aussperren. Aber eben auch alle Fußgänger, alle Jäger und insbesondere alle diejenigen, die den Wald mit heute üblichen Methoden bewirtschaften. Ich bin übrigens auch der Meinung, dass es solche Räume in gewissen Umfang - Stichwort Nationalpark - auch unbedingt braucht, aber ganz sicher nicht flächendeckend. Und dann muss man mal Relationen betrachten und da ist die Beeinträchtigung durch Radfahrer jeder Art wie auch durch Fußgänger, Reiter etc. im Vergleich zu forstwirtschaftlicher Nutzung sowie zur Nutzung für Energiegewinnung einfach verschwindend gering, und das selbst wenn man die Forstwirtschaft und die Energiegewinnung als bedeutend wichtiger im gesellschaftlichen Kontext einschätzt (was ich nicht unbedingt tun würde, denn Erholungsräume für die Menschen sind auch sehr wichtig).

Bottom Line:
Letztlich ist das eine gesellschaftliche Entscheidung. Wenn tatsächlich die Mehrheit der Gesellschaft auf Grundlage umfassender Information entscheidet, Radfahrer sollen aus dem Wald, bin ich der Meinung, müssten wir uns tatsächlich fügen. Ich bin aber auch der Meinung, dass es diese gesellschaftliche Entscheidung niemals so geben wird, wenn alle entsprechend informiert entscheiden würden. Das Problem ist nun zweierlei: Erstens gibt es gerade keine vernünftige Information, sondern die vorgeschobene Gesetzesbegründung des Nutzungsdrucks ist keineswegs irgendwie faktisch belegt, sondern fällt - natürlich durch Einfluss einer entsprechenden Lobby - vom Himmel. Das ist höchst undemokratisch (und leider ein Vorgang, der sich keineswegs auf unser doch eher unbedeutendes Problem beschränkt). Zweitens ist das Ganze, so sehr es uns als Mountainbiker bewegt, doch eher ein Themenkomplex, der in der Breite der Gesellschaft keinen Widerhall findet. Eine tatsächlich demokratische Entscheidung zu diesem Thema wird es also nicht geben. Es bleibt letztlich ein Spiel von Lobbygruppen und da gilt es sich zu rüsten, wenn man seine Interessen schützen will. In dem Sinne sollten wir so viele Erholungsuchende im Wald wie nur möglich inklusive aller Gruppen, die direkt oder indirekt von uns profitieren, mit ins Boot holen.
 
die besitzen ihre Holzplantagen um damit Geld zu verdienen


Vielleicht erst mal die Begriffe lernen und die Zusammenhänge, bevor du gleich mit brennender Fackel in den Diskussionsraum rennst und dabei alles verbrennst.


Wie so oft: manche hier aus dem Forum möchte ich irL wirklich nicht kennen lernen oder sind das so Mr. Jekyll und Mr. Hyde Typen?



Den Unsinn, dass das eine 3,5 m Regel sei, macht die Diskussion auch nicht sachlicher.


Aus meiner Erfahrung verstehen Nicht-Mountainbiker unseren Sport überhaupt nicht. Das kann ich auch gut nachvollziehen. Warum also sollte der Gesetzgeber uns eine doch recht intensive Nutzung des Naturraums zugestehen? Für diese Frage sollte man gute Antworten parat haben. Diese ewige "aba die anderen bla bla bla" bringt überhaupt nichts.
 
Vielleicht erst mal die Begriffe lernen und die Zusammenhänge, bevor du gleich mit brennender Fackel in den Diskussionsraum rennst und dabei alles verbrennst.


Wie so oft: manche hier aus dem Forum möchte ich irL wirklich nicht kennen lernen oder sind das so Mr. Jekyll und Mr. Hyde Typen?



Den Unsinn, dass das eine 3,5 m Regel sei, macht die Diskussion auch nicht sachlicher.


Aus meiner Erfahrung verstehen Nicht-Mountainbiker unseren Sport überhaupt nicht. Das kann ich auch gut nachvollziehen. Warum also sollte der Gesetzgeber uns eine doch recht intensive Nutzung des Naturraums zugestehen? Für diese Frage sollte man gute Antworten parat haben. Diese ewige "aba die anderen bla bla bla" bringt überhaupt nichts.

Klär mich gerne auf. Ich habe da keine Probleme mit!

Was für Begrifflichkeiten passen nicht und die Wirtschaftswälder sind keine Plantage?

Was hat das nun mit Jekyll und Hyde zu tun?

Ich zitiere Statistik NRW:

"Die Forst- und Holzwirtschaft (das sogenannte "Cluster Forst & Holz") ist ein zentraler Wirtschaftszweig in NRW, der neben der Holzproduktion auch Arbeitsplätze in Möbelindustrie, Papiergewerbe, Bioökonomie und Holzbau sichert. Die Bewirtschaftung von Privat- und Kommunalwald dient in ländlichen Regionen maßgeblich der Wertschöpfung und dem Einkommen."

Und Land NRW:

"Die Waldfläche in Nordrhein-Westfalen (NRW) beträgt insgesamt rund 846.000 bis 935.000 Hektar, was etwa 25 % bis 27 % der Landesfläche ausmacht. Der absolute Großteil dieser Fläche – nahezu 100 % des Waldes in NRW – wird forstwirtschaftlich genutzt und gilt somit als Wirtschaftswald."

Ein Wirtschaftswald ist für mich eine Plantage. Der Sinn dahinter ist für mich wirtschaftlicher Natur, also mit dem Holz Geld zu verdienen.

Warum sollten sonst gezüchtete Stecklinge in Reih und Glied gesetzt werden, wenn nicht nur für die einfachere Ernte? Ich verstehe den Aspekt der Aufforstung und kenne die Auflagen und Anforderungen, aber streng genommen bleibt es eine Einnahmequelle und Ökologische Aspekte würden immer noch eine untergeordnete Rolle spielen wenn es nicht das Problem mit dem Borkenkäfer gegeben hätte. Nun setzt man immerhin auf mehr Diversität bei den Arten, ein Urwald wird dadurch aber nicht daraus.

Wo bin ich nun falsch abgebogen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast mich missverstanden. Der zitierte Teil war lediglich der Einwand auf die von dir ja implizierte Aussage, ein Tempolimit würde hinsichtlich Unfallzahlen nichts bringen. Das ist faktisch falsch, @Black-Under hat dazu Quellen gebracht.
Ich habe nicht behauptet das es nichts bringen würde. Sondern nur mit den Anteilen dargelegt, dass der Anteil auf Autobahnen relativ zum restlichen Verkehr niedrig ist. Die Aussage
Weil es Fakt ist dass ein Tempolimit die Anzahl der Toten und schwerverletzten drastisch senken würde.
kann ich deswegen nicht zustimmen, diese ist für mich falsch.
Insbesondere, da egal ob mit oder ohne allgemeines Limit, es halt immer einen Teil geben wird, der sich nicht an die bestehenden Limits hält.
 
Ich habe nicht behauptet das es nichts bringen würde. Sondern nur mit den Anteilen dargelegt, dass der Anteil auf Autobahnen relativ zum restlichen Verkehr niedrig ist. Die Aussage

kann ich deswegen nicht zustimmen, diese ist für mich falsch.
Insbesondere, da egal ob mit oder ohne allgemeines Limit, es halt immer einen Teil geben wird, der sich nicht an die bestehenden Limits hält.
Gebe ich dir recht, insbesondere wenn wir diesen Teil der Diskussion damit lassen können. Geht auch an @Black-Under ;)
 
Wie so oft: manche hier aus dem Forum möchte ich irL wirklich nicht kennen lernen oder sind das so Mr. Jekyll und Mr. Hyde Typen?
Meinst du solche wie du? Liest du deine Beiträge eigentlich hin und wieder nochmals durch? Deine Beiträge sind jetzt auch nicht immer von größter Differenziertheit geprägt und kommen oftmals durchaus meinungsstark, um nicht zu sagen breitbeinig daher. Ist okay für mich, es soll ja eine Diskussion sein und da ist es vorteilhaft, wenn Standpunkte deutlich werden, solange es nicht persönlich wird. Aber eben, jetzt bist du gerade mit so einer eher persönlich zu nehmenden Aussage ins Haus gefallen. Das kannst du besser.
 
Aus meiner Erfahrung verstehen Nicht-Mountainbiker unseren Sport überhaupt nicht. Das kann ich auch gut nachvollziehen. Warum also sollte der Gesetzgeber uns eine doch recht intensive Nutzung des Naturraums zugestehen? Für diese Frage sollte man gute Antworten parat haben. Diese ewige "aba die anderen bla bla bla" bringt überhaupt nichts.
Es geht hier aber nicht nur um „unseren“ Sport, sondern um das durch § 14 Bundeswaldgesetz allgemein erlaubte Radfahren auf Wegen im Wald.
(1) Das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung ist gestattet. Das Radfahren, das Fahren mit Krankenfahrstühlen und das Reiten im Walde ist nur auf Straßen und Wegen gestattet. Die Benutzung geschieht auf eigene Gefahr. Dies gilt insbesondere für waldtypische Gefahren.
Ich kann mir dabei nicht vorstellen, dass der Verordnungsgeber mit „die Länder regeln die Einzelheiten“ in (2) beabsichtigt hat, dass die Länder hier pauschal große Bereiche für bestimmte Nutzergruppen sperren dürfen.
(2) Die Länder regeln die Einzelheiten. Sie können das Betreten des Waldes aus wichtigem Grund, insbesondere des Forstschutzes, der Wald- oder Wildbewirtschaftung, zum Schutz der Waldbesucher oder zur Vermeidung erheblicher Schäden oder zur Wahrung anderer schutzwürdiger Interessen des Waldbesitzers, einschränken und andere Benutzungsarten ganz oder teilweise dem Betreten gleichstellen.
 
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