NRW-Trails in Gefahr: Die aktuelle Lage und was ihr tun könnt

Ich denke nicht, dass hier eine Differenzierung zwischen Pedelec und Fahrrad für bspw. das Fahren im Wald möglich wäre, da dies die Gleichstellung aufheben würde.
Die Frage ist aber ein ganz andere: Warum sollte der Gesetzgeber eine Regelung für eine kaum noch wahrgenommene Minderheit schaffen? Das wird der Gesetzgeber nicht machen, viel zu kompliziert; es gibt eine Regelung auf Bundesebene im Straßenverkehrsgesetz und fertig. Der Rest interessiert keine Sau.
 
Das spricht umso mehr dafür von der Bildfläche zu verschwinden.
Heute verschwindet niemand mehr im Wald von der Bildfläche.
Da müssen die Vereine sich wohl kümmern, so wie alle Sportvereine. Der DIMB ist dran und die Vereine kommunizieren, läuft also.
Also auch hier: die anderen sollen sich mal schön kümmern, damit du unbesorgt fahren kannst.
Alle, die nicht ignorant sind und denen ihr Hobby am Herzen liegt.
 
Was mir in den bisherigen Ausführungen (hier im Thread, aber auch in Petitionen, beim DIMB, etc.) fehlt, ist die Argumentation mit dem allgemeinen Fahrradfahrer und vor allem dem Freizeit-Radler.
Denkt doch nicht so klein! Die potentielle Zahl derer, die sich dagegen positionieren könnten, ist doch um ein vielfaches größer als die paar Singletrail-Fahrer! Der Gedanke ist für diejenigen von euch, die eher im Bergigen leben, vielleicht nicht so naheliegend, aber denkt doch mal an die ganzen flachen Regionen in NRW! Z.B. Niederrhein, Westfalen, Münsterland. Dort gibt es etliche sehr attraktive Wege durch Wälder, die von Freizeitradlern gerne genutzt werden und die aber auch unter die geplante Beschränkung fallen würden. Alleine in meiner Stadt fallen mir spontan 3 solcher Wege ein, und das ist sicher bei weitem nicht vollständig.

Wenn das Gesetz kommt, dann wird demnächst vielleicht die Fahrt zum Landkaffee durch die Flussaue illegal!

Deshalb: Bitte argumentiert mehr mit dem Freizeitradler! Die sind viel mehr als wir!
An MTB-News: Nehmt NimmsRad mit rein!
An DIMB: Berücksichtigt das in euren FAQ-Musterargumentationen! Redet mit entsprechenden Verbänden und dem Tourismus im Flachland
An alle Petitionsersteller: Sprecht die Freizeitradler an! Nicht nur Mountainbiker!
An alle anderen: Macht in Verwandschaft, Bekanntschaft oder sozialen Medien klar, dass es dem Freizeitradler an den Kragen geht!
 
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Es hilft vielleicht zu verstehen, woher solch restriktive Gesetzesvorschläge kommen.
Eine faszinierende Erfahrung zu Corona-Zeiten war, als ich die damalige Allgemeinverfügung des Landkreises gelesen habe - 3/4 des Pamphlets haben sich tatsächlich mit Regelungen für die Jagd beschäftigt.
Die Jägerlobby ist nie zu unterschätzen!
Die größten Waldschäden werden durch die Forstwirtschaftliche Nutzung selbst verursacht.
Das ist leider immer wieder zu beobachten, wenn es um Bodenschäden geht sind die Harvester weit in Führung. Eines der krasseren Beispiele war die Harvesterspur, die quasi ein Bach war, wo a) das Wasser entlanglief statt zu versickern und b) daurch natürlich die Spur fleißig erodiert wurde.
Dazu kommt, das der Boden darunter auf Jahrzehnte verdichtet wird, das schaffen Heerscharen von Radfahrern einfach nicht.
Das ist das klassische "alles was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten". Aber Freiheit ist der Ausgangspunkt, nicht die Ausnahme.

ca 1/3 gehört der öffentlichen Hand (also im weitesten Sinne "uns"), 1/10 dem Adel, wo Proudhons „Eigentum ist Diebstahl“ historisch auch herrührt.

In Österreich ist Radfahren im Wald gänzlich verboten -> außer wo es ausdrücklich erlaubt ist, also weit drastischer als das angedachte Gesetz für NRW
Das öffentliche Eigentum ist ein starkes Argument, denn wie will man den Eigentümer aus seinem Eigentum fernhalten?
Das riecht nach preußischem Obrigkeits-/Untertanenverhältnis, aber das GG sagt etwas anderes.

Wir brauchen ein anderes staatsbürgerliches Selbstverständnis, ein Blick nach Skandinavien könnte helfen.
Erosion ist natürlich auch ein Thema, aber eine nicht intakte Harvesterspur wird ja auch zu Bodenerosion führen.
S.o., nicht auch, sondern zu wesentlich mehr.
Wenn es tatsächlich um mehr Umweltschutz ginge, müssten die Waldbesitzer (vor allem private) auf die Barrikaden gehen, denn dann müssten die Auflagen ja deutlich verschärft werden und die Kosten würden sich erhöhen. zb. Rückbau der Wegen nach Holzernte, generelle Reduzierung der Holzernte, Aufforstung mit Mischwald, Jäger raus aus dem Wald usw. --> Es müsste ja der Natur dienen.
In der Tat - wenn man sich die ganzen Kahlschläge wegen Borkenkäferplage infolge falsch gewählter Monokulturen anschaut, gibt es echt andere Hebel um dem Wald was Gutes zu tun.
Eine Regelung soll ja immer angemessen und wirksam sein.

Es bräuchte ein paar fähige (bikende) Juristen, die das genauer zerpflücken.
Ich oute mich hier als Beamten, ich habe diese Erfahrungen täglich. Es braucht quasi einen "Übersetzer" der die tatsächlichen "normalen" Probleme der Menschen so umformuliert, dass daraus auch rechtlich substantielle Argumente werden.
Rechtlich substantiell wäre z.B. die Frage, ob dem Gleichheitsgrundsatz genüge getan wäre, wenn für einspurige unmotorisierte Fahrzeuge Regeln erlassen werden, die sich auf zweispurige motorisierte Fahrzeuge beziehen, die dazu ungleich schwerer sind.
Einer der angreifbarsten Punkte ist diese Begründung:

"Einzelne Radfahrerinnen und Radfahrer...
In der Tat.
Damit könnte man sehr viel Unsinn begründen. Einzelne werden sich immer danebenbenehmen, egal in welchem Lebenszusammenhang.
Wenn ähnliche Regelungen wegen Ladendieben, Rasern, Mördern angedacht würden, dann gute Nacht.

Ich weiß nicht wie in NRW die Gesetzeslage ist, in Hessen wurde glücklicherweise mal Sport als Verfassungsziel aufgenommen, da kann man rechtlich hochwertig argumentieren.

Auf die Schnelle habe ich eine Broschüre gefunden, in denen als eine von vier wichtigsten Botschaften zum weltweiten Schutz der Wälder "Wälder sind grüne Lungen zur Erholung und Freizeitgestaltung" genannt wird, gezeichnet Johannes Remmel, Minister für Umwelt usw. NRW.
Was das aktuelle Waldgesetzt sagt, habe ich jetzt nicht nachgelesen.
 
Heute verschwindet niemand mehr im Wald von der Bildfläche.
Wenn er/sie/es nicht möchte, dann natürlich nicht.
Also auch hier: die anderen sollen sich mal schön kümmern, damit du unbesorgt fahren kannst.
Nö, die Vereine sollen sich kümmern, damit sie unbesorgt trainieren können, was sie ja auch tun. Dafür haben sie Vorstände und kassieren Beiträge, auch von mir.
Ich kann aber unbesorgt fahren weil ich aufgehört habe mir einen Kopf zu machen weil ich gelernt habe, dass es nichts bringt.
Alle, die nicht ignorant sind und denen ihr Hobby am Herzen liegt.
Ich bin nicht ignorant, ich bin entspannt.
 
Motorisierte Fahrzeuge haben im Wald nichts verloren.

Klar sind die Schäden durch die Forstwirtschaft erheblich größer, aber da besteht halt ein übergeordnetes/allgemeines Interesse.

Warum denken so viele, dass sie ein Anrecht darauf hätten, im Wald MTB zu fahren?

Die werden es einfach verbieten und fertig. Warum sollten die eine Alternative bereitstellen? Musst dir halt ein anderes Hobby suchen, wandern oder so. Oder du fährst in den Bikepark.
 
Motorisierte Fahrzeuge haben im Wald nichts verloren.

Klar sind die Schäden durch die Forstwirtschaft erheblich größer, aber da besteht halt ein übergeordnetes/allgemeines Interesse.

Warum denken so viele, dass sie ein Anrecht darauf hätten, im Wald MTB zu fahren?

Die werden es einfach verbieten und fertig. Warum sollten die eine Alternative bereitstellen? Musst dir halt ein anderes Hobby suchen, wandern oder so. Oder du fährst in den Bikepark.
Traurig aber wahr.
 
Was mir in den bisherigen Ausführungen (hier im Thread, aber auch in Petitionen, beim DIMB, etc.) fehlt, ist die Argumentation mit dem allgemeinen Fahrradfahrer und vor allem dem Freizeit-Radler.
Denkt doch nicht so klein!....

An sich alles richtig was du sagst, als im Münsterland lebender Mensch kann ich jedoch sagen dass diese "Freizeitradwege" in der Regel ausgeschildert und damit dann genehmigt sind. Es gibt überall diese weißen Wegweiserschilder mit roter Schrift. Natürlich gibts auch Leute die einfach irgendwo rumfahren, aber dass da dann jemand kontrolliert halte ich für hochgradig unwahrscheinlich. Dazu kommt, dass der Gesetzesentwurf sich explizit um das Radfahren im Wald dreht und bloß weil da dreieinhalb Bäume neben dem Weg stehen ist das halt noch kein Wald... es ist schon recht offensichtlich an wen sich die ganze Chose richtet. Freizeitradler sind das eher nicht und denen dürfte das alles relativ egal sein...
 
Warum denken so viele, dass sie ein Anrecht darauf hätten, im Wald MTB zu fahren?
Weil es im Bundeswaldgesetzt §14 so drin steht: "Das Radfahren, das Fahren mit Krankenfahrstühlen und das Reiten im Walde ist nur auf Straßen und Wegen gestattet."
Und aus dem §1: "Zweck dieses Gesetzes ist insbesondere ... die Erholung der Bevölkerung (Schutz- und Erholungsfunktion) zu erhalten...".

Also ist es erstmal und grundsätzlich erlaubt, genauso wie Wandern, Pilze suchen und Hund ausführen.
Lesetipp
 
Es gibt überall diese weißen Wegweiserschilder mit roter Schrift.
Das ist aber, wie du ja schon schreibst, nur ein Wegweiser und damit keine Widmung als Radweg oder sonstiges. Kommt dieses Gesetz und der Weg ist schmaler als 3,5m, dann erlaubt ein Wegweiser nicht die Nutzung, sondern der Weg muss explizit freigegeben werden.
 
Darum auch mein Feststellung im Nachbarthread.


Gesetzte werden ja vom Gesetzgeber gemacht, also vom Wähler legitimierte Abgeordnete, die einen Eid ablegen und ihre Kraft dem Wohle des Volkes zu widmen. Natürlich sind sie an keine Aufträge oder Weisungen gebunden, sondern nur ihrem Gewissen unterworfen. Wenn der Gesetzgeber jetzt im Interesse des Wählers / der Bevölkerung handelt, bedeutet das: Der Bürger möchte gar nicht mehr in den Wald und dort MTBiken, er möchte sich beschränken.

Schon merkwürdig, dass sich die Wähler in D immer mehr als Dienstleister die Politiker sehen und nicht umgekehrt. Total verkehrte Welt. Wenn man manche Kommentare liest, finden manche diese Selbs-Demütigung auch noch gut.
Wenn wir schon beim Nachbar-Thread sind, dann zitiere ich mich mal selbst von da:
Letztlich ist das eine gesellschaftliche Entscheidung. Wenn tatsächlich die Mehrheit der Gesellschaft auf Grundlage umfassender Information entscheidet, Radfahrer sollen aus dem Wald, bin ich der Meinung, müssten wir uns tatsächlich fügen. Ich bin aber auch der Meinung, dass es diese gesellschaftliche Entscheidung niemals so geben wird, wenn alle entsprechend informiert entscheiden würden. Das Problem ist nun zweierlei: Erstens gibt es gerade keine vernünftige Information, sondern die vorgeschobene Gesetzesbegründung des Nutzungsdrucks ist keineswegs irgendwie faktisch belegt, sondern fällt - natürlich durch Einfluss einer entsprechenden Lobby - vom Himmel. Das ist höchst undemokratisch (und leider ein Vorgang, der sich keineswegs auf unser doch eher unbedeutendes Problem beschränkt). Zweitens ist das Ganze, so sehr es uns als Mountainbiker bewegt, doch eher ein Themenkomplex, der in der Breite der Gesellschaft keinen Widerhall findet. Eine tatsächlich demokratische Entscheidung zu diesem Thema wird es also nicht geben. Es bleibt letztlich ein Spiel von Lobbygruppen und da gilt es sich zu rüsten, wenn man seine Interessen schützen will. In dem Sinne sollten wir so viele Erholungsuchende im Wald wie nur möglich inklusive aller Gruppen, die direkt oder indirekt von uns profitieren, mit ins Boot holen.
Grundsätzliche Demokratie-Diskussionen anhand von irgendwelchen SI-Themen zu führen, ist wenig angebracht, weil es eben nicht genug Leute interessiert, um hier im Einzelfall auf tatsächliche Verhältnisse einer Demokratie zu schließen. Das macht Sinn, wenn man viele solcher SI-Themen als Zusammenschau betrachtet und daraus Schlüsse zieht, aber ansonsten bleibt es halt anekdotisch.

Aber das brauche ich dir ja gar nicht erklären, denn das weißt du. Dir geht es ja in 99% deiner Beiträge auch gar nicht um ein konstruktives Mitwirken an der Diskussion, sondern um reines Provozieren. Wenn es explizit apolitische Themen sind, können deine Provokationen manchmal sogar lustig sein, mehrheitlich sind Parallelen zum Aluhut aber leider dominierend. Ob du den tatsächlich auf hast, bin ich mir nicht sicher, ich kann mir auch vorstellen, dass es daher kommt, weil das als Provokation erwiesenermaßen gut funktioniert. Aber bitte, lass es halt wenigstens in diesem Thread, denn irgendwie ist das Thema doch zu wichtig, als dass es einer zu privaten Belustigung zweckentfremdet. Danke.
 
Wenn dann auf meinem 25kg E-Enduo noch ein nicht fetter, aber stabiler 1,86m Typ mit 97kg draufsitzt und zügig fährt, dann ist das deutlicher am Trail zu sehen als der leichtere MTB'ler mit villeicht leichterem Bike und besser rollenden Reifen. Durch E-MTB sind wir halt mittlerweile mit Reifen unterwegs mit denen wir nie fahren würden, wenn wir das mit Muskelkraft betreiben müsste.
Du hast es richtig erfasst - deswegen raus mit den schweren Bikern aus dem Wald. Nur noch Biker bis 60kg zugelassen. Dann ist auch das E-Bike egal. :D

Wenn MTB-Gegner hier mitlesen dürften die vor Lachen kaum noch in den Schlaf kommen. "Divide et impera" funktioniert hier wirklich richtig gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist aber, wie du ja schon schreibst, nur ein Wegweiser und damit keine Widmung als Radweg oder sonstiges. Kommt dieses Gesetz und der Weg ist schmaler als 3,5m, dann erlaubt ein Wegweiser nicht die Nutzung, sondern der Weg muss explizit freigegeben werden.
Da würde ich jede Wette eingehen dass die Freigabe nur ein ganz geringes Problem sein wird, wenn das überhaupt ein Thema wird. Ich bin überhaupt nicht dagegen einen wie auch immer gearteten Protest auf außerhalb der MTB-Blase auszuweiten, allerdings glaube ich auch dass die Leute, die den Gesetzesentwurf geschrieben haben schlau genug sind um diesen Fall schon im Hinterkopf zu haben. Hier bei uns inne Provinz wohnt immerhin die Kernwählerschaft und mit der will man es sich sicherlich nicht vergraulen.

Natürlich könnte man versuchen, das den Freizeitradlern irgendwie so zu verkaufen dass es ein Problem für sie werden könnte... aber es gibt hier direkt im Ort einige Radwege <3,5m die durch ein waldartiges Gebiet führen und ich sehe wirklich nicht, wieso der CDU-Bürgermeister erlassen sollte, dass die 60+-Touris die (durchaus in Massen) hierher an den See kommen diese Radwege nicht mehr nutzen sollen dürfen, egal ob das in irgendeinem Gesetz steht oder nicht. Zweierlei Maß halt, machste nix.
 
Motorisierte Fahrzeuge haben im Wald nichts verloren.

Klar sind die Schäden durch die Forstwirtschaft erheblich größer, aber da besteht halt ein übergeordnetes/allgemeines Interesse.

Warum denken so viele, dass sie ein Anrecht darauf hätten, im Wald MTB zu fahren?

Die werden es einfach verbieten und fertig. Warum sollten die eine Alternative bereitstellen? Musst dir halt ein anderes Hobby suchen, wandern oder so. Oder du fährst in den Bikepark.
Ich halte es ja für übertrieben, den Waldbesitzern wieder vorzuschreiben, mit Pferdefuhrwerken zu arbeiten. ;)

Im Ernst, deine Haltung ist klar, aber es hat dir hier schon mal jemand versucht zu erklären, dass die nicht zulassungspflichtigen E-Bikes eben vorm Gesetz nicht zu den motorisierten Fahrzeugen gehören, sondern den Fahrrädern gleichgestellt sind, was gar nicht so einfach auszuhebeln ist als EU-Gesetz. Ja, kann man mal anders ins Gesetz reinschreiben, ist aber sehr klageanfällig. Ich will mir da jetzt keine juristische Einschätzung erlauben, aber allein die Möglichkeit wird den Gesetzgeber dazu motivieren, hier keinen Unterschied zu machen. Auf eine solche Argumentation zu gehen, ist also nicht nur unklug, weil dadurch der Kreis derer, die gegen diese Regelung sind, kleiner wird, sondern auch, weil du hier eine Diskussion startest, für die Entscheidungsträger aus dem genannten Grund nicht empfänglich sein werden.

Nochmal, es ist doch offensichtlich, dass die genannten Gründe nur vordergründig sind und es niemandem darum geht, tatsächliche Probleme, weder im Bereich des Naturschutzes noch im Bereich des sozialen Miteinanders, zu lösen, sonst würde man doch damit anfangen, diese bisher ja hauptsächlich postulierten Probleme mal klar zu untersuchen und darszustellen, um dann zielgerichtet Maßnahmen zu ergreifen. Nichts davon ist irgendwo erkennbar. Du kannst je gerne gegen E-Bikes sein, das will dir ja keiner nehmen. Aber versuche doch nicht, hier einen persönlich motivierten Kreuzzug zu führen, sondern diskutiere lieber konstruktiv mit, was gegen das drohende Verbot helfen könnte.
 
Ich bin überhaupt nicht dagegen einen wie auch immer gearteten Protest auf außerhalb der MTB-Blase auszuweiten, allerdings glaube ich auch dass die Leute, die den Gesetzesentwurf geschrieben haben schlau genug sind um diesen Fall schon im Hinterkopf zu haben. Hier bei uns inne Provinz wohnt immerhin die Kernwählerschaft und mit der will man es sich sicherlich nicht vergraulen.
Dein Optimismus in allen Ehren, aber dieser Änderungsvorschlag hat, nach allem was man hört, ziemlich jeden überrascht, Tourismusverbände eingeschlossen. Da glaube ich nicht dran, dass man den wirklich zu Ende gedacht hat.

DU-Bürgermeister erlassen sollte, dass die 60+-Touris die (durchaus in Massen) hierher an den See kommen diese Radwege nicht mehr nutzen sollen dürfen
Der Bürgermeister im 1500-Seelenort hat das nicht zu entscheiden. Eine Widmung ist ein behördlicher Akt. Das das nach der Gesetzesänderung auf einmal unkompliziert und schnell geht - warum sollte das so sein? Wer soll das denn machen auf einmal? Da rennen von Tag 1 alle möglichen Städte und Gemeinden los, die Angst um ihre Übernachtungszahlen haben.
 
Ich zitiere mich mal selbst:
NRW ist ein einziger Ballungsraum. Da war klar, das dass Thema irgendwann kommen musste.
Tatsächlich beobachte ich fast nur noch E-Bikers auf den Trails. Und - da fände ich einen regelnden Eingriff vielleicht gar nicht soo daneben.

Lösungsvorschlag:
Alles mit mehr als 350W Peak auf die FABs.
Für alles darunter bleibt alles so wie es ist. 😊

Ich weiß: Nur ein Traum

Vielleicht haben die Motorenhersteller das Problem ja schon längst erkannt. Seit einem Jahr wird dort über Leistungsbegrenzung verhandelt. Einigen konnte man sich bislang nicht - im Gegenteil.
Da scheint die Politik nun schneller zu sein und den ganz dicken Stecker zu ziehen. :ka:
 
Du kannst gerne mit mir unterschiedliche Ansichten und Argumente austauschen, aber erkläre mir bitte nicht welche Meinung ich habe soll. Ich tus bei dir auch nicht. Danke.
War nicht meine Absicht, meine Bitte war doch klar formuliert.

Ansonsten werde ich mir dieses Zitat, insbesondere den zweiten Satz von dir, auf Halde legen. Bin gespannt, ob ich den vielleicht zeitnah brauchen kann.
 
Ich halte es ja für übertrieben, den Waldbesitzern wieder vorzuschreiben, mit Pferdefuhrwerken zu arbeiten. ;)

Im Ernst, deine Haltung ist klar, aber es hat dir hier schon mal jemand versucht zu erklären, dass die nicht zulassungspflichtigen E-Bikes eben vorm Gesetz nicht zu den motorisierten Fahrzeugen gehören, sondern den Fahrrädern gleichgestellt sind, was gar nicht so einfach auszuhebeln ist als EU-Gesetz. Ja, kann man mal anders ins Gesetz reinschreiben, ist aber sehr klageanfällig. Ich will mir da jetzt keine juristische Einschätzung erlauben, aber allein die Möglichkeit wird den Gesetzgeber dazu motivieren, hier keinen Unterschied zu machen. Auf eine solche Argumentation zu gehen, ist also nicht nur unklug, weil dadurch der Kreis derer, die gegen diese Regelung sind, kleiner wird, sondern auch, weil du hier eine Diskussion startest, für die Entscheidungsträger aus dem genannten Grund nicht empfänglich sein werden.

Nochmal, es ist doch offensichtlich, dass die genannten Gründe nur vordergründig sind und es niemandem darum geht, tatsächliche Probleme, weder im Bereich des Naturschutzes noch im Bereich des sozialen Miteinanders, zu lösen, sonst würde man doch damit anfangen, diese bisher ja hauptsächlich postulierten Probleme mal klar zu untersuchen und darszustellen, um dann zielgerichtet Maßnahmen zu ergreifen. Nichts davon ist irgendwo erkennbar. Du kannst je gerne gegen E-Bikes sein, das will dir ja keiner nehmen. Aber versuche doch nicht, hier einen persönlich motivierten Kreuzzug zu führen, sondern diskutiere lieber konstruktiv mit, was gegen das drohende Verbot helfen könnte.
Da gebe ich dir vollkommen Recht.

Gerade weil nicht differenziert wird, wird halt ein allgemeines Verbot ausgesprochen. Außer eben auf ausgewiesenen Wegen.

Actionsport ist von der der Forstwirtschaft, Jägern und Naturschutzverbänden im Wald nicht erwünscht.

Ich bin ja selbst auch Teil des Problems. Durch immer potentere Fahrwerke kann ich heute Strecken fahren, die vor 20 Jahren unmöglich waren.

Ich bin auch als „normaler“ Erholungssuchender mit unseren zwei Hunden im Wald unterwegs. Da könnte ich jedes Mal kotzen, was für ein Trümmerfeld die Harvester hinterlassen.

Dass da mit zweierlei Maß gemessen wird, ist ja offensichtlich.
 
Wenn ich mir die Beiträge hier im Forum durchlese kann ich nur hoffen dass der Rest der Mtb-Fahrer besser zusammen steht. Statt E Bike gegen MTB, Gravel gegen MTB oder CC gegen DH, sollte man doch verstehen dass in dem Entwurf nicht unterschieden wird und im Zweifel alle leiden. Aber hey hauptsache man kann gegen eine andere Gruppe stänkern.
In der Realität funktioniert die Community tatsächlich anders. Bei MTB News konzentrieren sich nur einfach ungewöhnlich viele fragile Egos. Ganz besonders bei U30 sieht die Welt ganz anders aus.
 
Jede ortsnahe Freizeitmöglichkeit reduziert Verkehrprobleme, Emissionen und Unfallrisiken auf der Straße.

Jeder der MTB auf SingleTrails fährt wird das weiter tun. Nur eben evtl. nicht mehr vor der Haustüre. Das Gesetzgebungen dieses große Ganze nicht auf dem Radar haben wundert mich.

Gerade weil ich zum ST nicht extra fahren muss kann ich zeitlich super entzerrt zu Morgen- und Abendzeiten unterwegs sein.

Zu Wildstörungen durch MTB-Fahrten und gewöhnung gibt es bereits Studien genauso wie zu Bodenverdichtung und Errossion - Ja es macht etwas aus, aber alleine weil der Mensch ist macht er was aus.
 
Natürlich könnte man versuchen, das den Freizeitradlern irgendwie so zu verkaufen dass es ein Problem für sie werden könnte... aber es gibt hier direkt im Ort einige Radwege <3,5m die durch ein waldartiges Gebiet führen und ich sehe wirklich nicht, wieso der CDU-Bürgermeister erlassen sollte, dass die 60+-Touris die (durchaus in Massen) hierher an den See kommen diese Radwege nicht mehr nutzen sollen dürfen, egal ob das in irgendeinem Gesetz steht oder nicht. Zweierlei Maß halt, machste nix.

Wenn das Gesetz wirklich kommt, dann wird es um viele, aktuell geduldete, Wege gehen. Auch die zum "Landkaffee". Einige von denen bekommen dann vielleicht ein Fahrradweg-Schild. Viele aber wahrscheinlich nicht, weil der Besitzer es nicht will, oder weil die dafür nötige Verkehrssicherheit von der Gemeinde nicht gewährleistet werden kann.
Ich bin mir sicher, dass dem einige Wege für Freizeitradler zum Opfer fallen würden. Ich kenne in unserer Stadt sogar einen Weg, dem man das Fahrradwegschild genau deshalb entnommen hat, weil dann die dafür notwendige Sicherungspflicht nicht gewährleistet werden muss, trotzdem aber (aufgrund der noch aktuellen Gesetzeslage) Fahrradfahren dort erlaubt bleibt. Genau die Wege wird es treffen, etwaige CDU-Versprechen hin oder her.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dein Optimismus in allen Ehren, aber dieser Änderungsvorschlag hat, nach allem was man hört, ziemlich jeden überrascht, Tourismusverbände eingeschlossen. Da glaube ich nicht dran, dass man den wirklich zu Ende gedacht hat.
Dein Pessimismus in allen Ehren ;) (den ich ja gewissermaßen auch teile), aber ich bin mir zu 100% sicher dass dieses Gesetz nur da angewendet werden wird, wo es Lobbys nützt, und das ist sicherlich nicht in meiner 14.000-Seelen-Gemeinde mit einem der größten Schützenvereine Westfalens und großem Senioren-Naherholungsgebiet mit Einzugsbereich bis in die Niederlande, und auch nicht auf dem WerseRadWeg in Münster. Mir ist vollkommen klar, dass "man" das dann eigentlich auch im Wasserschlosswäldchen und in der alten Sandhalde neben dem Baggersee durchsetzen "müsste", aber ob es tatsächlich getan wird, wird man sehen. Es sei denn, ich nehme mir als beleidigter Betroffener vor, das Gesetz Weg für Weg gerichtlich durchzusetzen... kommt bestimmt super an dann.

Wie gesagt, ich bin überhaupt nicht gegen Protest, im Gegenteil, ich bin seit Jahren direktes DIMB-Mitglied, ich engagiere mich in einem MTB-Verein der ebenfalls DIMB-Mitglied ist und bei uns nimmt das Thema intern auch gerade ein bisschen Fahrt auf, und das obwohl der Verein in Niedersachsen sitzt, natürlich aber viele NRW'ler da mitmachen - aber ich glaube einfach nicht dass dieser Gesetzesentwurf den typischen Tourenradler in irgendeiner Form interessiert, schon allein durch das Framing in der Presse - die denken einfach "ja klar, das ist wegen den Rowdies mit ihren Mauntenbeiks" und trinken weiter Tanztee.
 
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