Auf EU-Ebene wird daran schon gesägt; eigene Kategorisierungen gibt's ja schon.
Aus Sicht des radfahrenden Großstadtbewohners ist das sowieso alles ein bisschen unglücklich gelöst. Da würden mir ein paar Dinge vorschweben, wie es vor allem im Sinne der Mobilitätswende sinnvoller ginge, z.B. Limit auf 35km/h.
Eine Regelung für das Betreten des Waldes, die ungefähr so ausfällt, dass ein Recht zum Betreten nur dann besteht, wenn es ausschließlich aus eigener Kraft erfolgt (ausnahme Krankenfahrstühle oder so), kann ich mir durchaus vorstellen. Was ist Dein Vorschlag?
Dann mal los, gib mal Antworten.
Das behauptet niemand ernsthaft. Die Formulierung "der Tropfen, des dass Faß zum überlaufen gebracht hat", trifft es eher. Und es gibt den Gegnern des Betretungsrechts für Radfahrer ein zusätzliches Argument.
BTW Ich bin mir sicher, dass Du das alles schon weißt.
Normalerweise kann ich deine Beiträge ja schätzen, aber hier kommt dir langsam die Rationalität abhanden…
Zunächst, welche wirklich neuen Kategorisierungen gibt es denn? Alles was ich bisher irgendwo gesehen habe, lässt die normalen, versicherungslosen “E-Bikes” (Pedelec, Leichtes Motorfahrrad) mehr oder weniger gleich. Eine Leistungsbeschränkung hier wäre sicherlich sinnvoll, denn ein Avinox braucht auch meiner Meinung nach niemand, aber das sind bisher ja immer noch die Ausnahmen und das ändert grundsätzlich nichts. Was die Geschwindigkeit betrifft, finde ich für die “freie” E-Bike-Klasse 25km/h sogar eher zu schnell, gerade viele ältere Menschen scheinen damit im Straßenverkehr eher überfordert. Wer wirklich vorankommen will zum Pendeln etc., der soll ein schnelles Motorfahrrad/S-Pedelec fahren, denn dem wäre auch 30 noch zu langsam und schneller als 30 ohne weitere Regelungen (Führerschein oä) ist schon deshalb unrealistisch, weil 30 nunmal das weit verbreitete untere Geschwindigkeitslimit ist.
Was den Zutritt zum Wald betrifft, meinst du wahrscheinlich Pfade, oder möchtest du E-Bikes auch von Forststraßen ausschließen? Dann haben wir aber wieder das altbekannte Pfad-Klassifizierungsproblem, gegen das wir uns bei MTB ja generell aus gutem Grund wehren. Und überhaupt aus dem Wald ausschließen wäre wiederum unverhältnismäßig.
Und abschließend, was den gern genommen Vergleich mit dem Fass betrifft, so verstehe ich die Argumentation der E-Bike-Gegner hier doch eher so, dass die motorlosen MTB bisher eher der Tropfen im Fass sind und die E-Bikes der Wolkenbruch, der das Fass dann zum Überlaufen bringt. Wäre es so, wie von dir dargestellt, würde der Ausschluss der E-Bikes ja kaum was bringen - ist ja nur ein Tropfen - und die Argumentation der Gegner sollte doch dann für alle MTB weiterhin gelten. Ob das aber mit dem Tropfen des MTB und dem Wolkenbruch der E-Bikes hinkommt, solltest du vielleicht nochmals überdenken.
Wie schon mehrfach von verschiedener Seite hier gesagt, kann man sich über die E-Bikes den Kopf zerbrechen, wenn die Bedrohung durch den aktuellen Gesetzentwurf abgewehrt ist. Bis dahin ist das aber wirklich nicht zielführend, sondern hilft nur unseren Gegnern.