NRW-Trails in Gefahr: Die aktuelle Lage und was ihr tun könnt

Um hier mal 10 Seiten Diskussion abschließend auf den Punkt zu bringen:

Ich finde, die Mountainbiker in NRW sollten dem Gesetzentwurf zustimmen. Manchmal muss man einfach kleinere Opfer bringen, um höhere Ziele zu erreichen. Dass man dann nicht mehr auf Pfaden Biken darf, geschenkt, aber die E-Biker sind dann endlich aus dem Wald. Hurray!!!

:troll:
 
Nein, wurde durch einen Nachtrag klargestellt. E-Bikes sind explizit nicht ausgeschlossen.
"Zum Schutz der Natur bleibt das Befahren der Waldwege mit Motorrädern oder Mofas weiterhin ausgeschlossen. Darunter werden künftig auch Zweiräder mit elektrischer Tretunterstützung bis 45 km/h und andere kennzeichenpflichtige Zweiräder gefasst. Normale E-Bikes oder Pedelecs mit Tretunterstützung bis 25 km/h fallen ebenso wie Krankenfahrstühle nicht unter diese Regelung. Sie sind im Wald auch weiterhin erlaubt."
Und beweist damit mal wieder, dass man eigentlich überhaupt keine Ahnung davon hat, über was man da redet.
Die angeblich zukünftig davon erfassten Zweiräder waren schlicht noch nie erlaubt.
 
Habt ihr mal gesehen, was für einen Flurschaden eine Wildschweinrotte in nur einer Nacht verursachen kann?

Oder die Schäden an Bäumen durch Rehwild?

Da können Verbände und Vereine noch so gut argumentieren, das wird nicht viel bringen.

Hast Du völlig recht. Aber nach dem Willen der Naturverbände werden sich um diese beiden Gruppen zukünftig Wolfsrudel kümmern.
Es ist tatsächlich so, dass in Regionen mit mittlerweile wieder höherer Wolfsdichte die Rehe und v.a. Wildschweine deutlich abnehmen. Von Jägern weiß ich, dass man tw. kaum noch Wildschweine schiessen kann.
Das Ziel ist m.E. langfristig, den Erholungssuchenden komplett aus dem Wald herauszubekommen bzw. nur noch auf zugelassenen Wanderstraßen kanalisiert im Wald zuzulassen.

Hier in der Region hätte ich z.B. gerne die belgische Besatzung statt Nationalpark Eifel zurück. Damals konnte man am Wochenende außerhalb der Schießzeiten im Wald erheblich mehr Wege nutzen als heutzutage. Es wird kommen, dass man in solchen Gegenden dann noch Eintritt zahlen darf.
 
Die analogen Biker sind in ihrer Hochzeit ganz anders sozialisiert worden, hatten sportlichen Sachverstand, kannten die Trailrules und waren einfach eine Einheit, weil ALLE nur mit Training ihr Hobby ausüben konnten. Die Natur war denen heilig. Trotzdem gab es natürlich vereinzelte Probleme, die sich nun exponentiell verschärft haben.
Das ist aber ein ganz schön verklärter Blick auf die Vergangenheit. Der sportliche Sachverstand war damals auch nicht besser, sonst hätte es bei den DH Rennen der 90-er nicht am Abend vor dem Rennen so geile Parties gegeben 😉 Abends gesoffen am nächsten mit Schädel an den Start gegangen. sportlicher Sachverstand sieht anders aus.
Es gab auch keine Trail Rules, es gab weder MTB-News noch DIMB. Es gab die BIKE und das NBNP Mag (da gings absolut nicht um Trail Rules) Auseinandersetzungen mit Wanderern waren häufiger als heute, selbst wenn man langsam gemacht hat.
Die Natur war auch nicht heiliger als heute.
Eine Einheit gab es auch nicht, als Early Adopter von Federgabel, Fully und Scheinbremsen hast Dir auch immer dummer Sprüche von den anderen anhören müssen.
 
Damit müsste man ja eingestehen, dass man selbst auch Teil des Problems ist.
Wie soll das denn damit zusammenpassen, dass grundsätzlich die anderen Schuld haben?
Genau das ist das Problem der meisten Schreiberlinge hier.
Ich kann mich noch gut erinnern als ich vor vielen Jahren das MTB biken angefangen habe. Den ersten Berg habe ich runter geschoben, weil ich bergab nicht fahren konnte. Aber die meisten Cracks hier sind wahrscheinlich mit S3 Fahrtechnik schon geboren worden.
Wieso sollte ich, aus meiner eigenen Erfahrung raus, nun jemanden verteufeln der mit E gleiches versucht. Jeder hat mal angefangen. Und wenn man helfen oder Tipps geben kann macht man das gerne.

Und mir ist auch bewusst, dass auch ich zu der Problematik beigetragen hat. Wie jeder andere der auf Trails unterwegs ist. Aber nochmal: Das hat bereits lange vor E begonnen und nicht erst die letzten paar Jahre
 
Was ich mit den Bildern weiter oben sagen wollte, denke mal egal ob NRW, oder Bawü, denke mal überall wird es so zerbombte ehemalige nicht mehr genutzte Wanderwege oder Teilstücke geben, da läuft wandert keiner mehr, für die Forstwirtschaft auch uninteressant zu steil,
Was spräche dagegen sowas offiziell einfach als MTB Trail und nur als solchen freizugeben, der wird nicht schlechter nur Jahr für Jahr besser,
Ich weiß, ich bin naiv und ein Träumer….
 
Demnächst dann allumfassendes Betretungsverbot. Breite und Beschaffenheit des Weges? Egal!



Für Schilder -betreffend andere nicht forstwirtschaftliche Nutzer- ist noch genug Platz an dem Querbalken der Ausgrenzung!
 
Zuletzt bearbeitet:
Die analogen Biker sind in ihrer Hochzeit ganz anders sozialisiert worden, hatten sportlichen Sachverstand, kannten die Trailrules und waren einfach eine Einheit, weil ALLE nur mit Training ihr Hobby ausüben konnten. Die Natur war denen heilig.
Das trifft den Nagel auf den Kopf, vor allem die "bikemäßige Sozialisierung". Da regen sich viele drüber auf, weil sie gar nicht wissen, wovon wir sprechen. Viele denken und handeln so wie auf der Straße "Ich zuerst und der Stärkere gewinnt". Trotz allem müssen wir in der Sache natürlich an einem Strang ziehen.
 
Genau das ist das Problem der meisten Schreiberlinge hier.
Ich kann mich noch gut erinnern als ich vor vielen Jahren das MTB biken angefangen habe. Den ersten Berg habe ich runter geschoben, weil ich bergab nicht fahren konnte. Aber die meisten Cracks hier sind wahrscheinlich mit S3 Fahrtechnik schon geboren worden.
Wieso sollte ich, aus meiner eigenen Erfahrung raus, nun jemanden verteufeln der mit E gleiches versucht. Jeder hat mal angefangen. Und wenn man helfen oder Tipps geben kann macht man das gerne.

Und mir ist auch bewusst, dass auch ich zu der Problematik beigetragen hat. Wie jeder andere der auf Trails unterwegs ist. Aber nochmal: Das hat bereits lange vor E begonnen und nicht erst die letzten paar Jahre
Da hast du Recht und sollte jedem von uns klar sein, und stimmt ich bin auch schon in den 90igern gefahren, dann sehr lange Pause dazwischen, und vor 12 Jahren wieder angefangen, Erkenntnis wow, wie Potent sind die neuen Räder, kein Überschlaggefühl, keine schmerzende Oberarme nach einem Wurzeltrail, auch ich wurde nicht mit S3 Skills geboren und bin mir auch nicht zu fein heute an manch Stelle zu schieben, im Alter heilen die Knochen schlechter
Und ja vielleicht auch genau das Problem der heutigen Zeit/Räder, es sind Geschwindigkeiten möglich wovon du in den 90igern nur geträumt hast oder Lebensmüde genug warst so zu fahren
 
Und mir ist auch bewusst, dass auch ich zu der Problematik beigetragen hat. Wie jeder andere der auf Trails unterwegs ist. Aber nochmal: Das hat bereits lange vor E begonnen und nicht erst die letzten paar Jahre


Trotzdem oder gerade deshalb kannst du die Rolle der E-Bikes nicht marginalisieren.
Wie das alles konkret und im Detail aussieht, wird überhaupt niemand wissen, weil es keine Erfassung gibt.
Ich höre jedenfalls alle möglichen Geschichten die teils sehr weit auseinander gehen.
Oder anders ausgedrückt: Stell dir vor, es gäbe überhaupt keine E-Bikes, wie wäre die Situation dann? Oder denke dir die gebauten Trails weg, wie wäre sie dann, usw usw.
 
Was ich mit den Bildern weiter oben sagen wollte, denke mal egal ob NRW, oder Bawü, denke mal überall wird es so zerbombte ehemalige nicht mehr genutzte Wanderwege oder Teilstücke geben, da läuft wandert keiner mehr, für die Forstwirtschaft auch uninteressant zu steil,
Was spräche dagegen sowas offiziell einfach als MTB Trail und nur als solchen freizugeben, der wird nicht schlechter nur Jahr für Jahr besser,
Ich weiß, ich bin naiv und ein Träumer….
Die Frage bleibt aber, wie viele Mountainbiker tatsächlich solche Trails befahren (wollen).

Die Masse an Bikern mit und ohne Motor sehe ich bei uns auf den Forst- und Feldwegen, deutlich weniger auf schmäleren Wanderwegen entlang des Albtraufs, so gut wie keinen mehr auf den steileren Singletrails mit Spitzkehren, Wurzeln, Stufen, Kalksteinrutschbahnen etc.
Ganz wenige meinen, zusätzliche neue Downhills in den Wald fräsen zu müssen.

Eine generelle Freigabe aller Wege würde m.E. zumindest in BW nichts zum Schlechteren verändern. Da würde kein Bike zusätzlich den Singletrail runtershredden.
Dafür wäre das blöde Gefühl der "Illegalität" weg und einigen der unnötigen Diskussionen mit Wanderern wäre die Grundlage entzogen ("Des isch fei verbodda!!!!")

Würden sich alle Mountainbiker an die Trailrules halten und alle anderen Radfahrer ebenfalls das Thema "Rücksichtnahme" und "Vortritt für Fußgänger" praktizieren, wäre es in Wald und Flur auch deutlich konfliktärmer.

Das würde dann in NRW und dem Rest der Republik genauso funktionieren.
 
Ich glaube selbst mit einem E-Bike lasst sich das Gelände nicht durchpflügen. Querfeldein zu fahren macht mit einem EBike genau so wenig Sinn wie mit jedem anderen Fahrrad.
Aber du betriebst hier schon wieder Spalterei und genau das schwächt m.M.n. unsere Position. Das Forstgesetz schließt explizit alle Radfahrer aus und wäre auch ohne die Existenz von EBikes so vorgetragen worden.
Naja... Zumindest hat unser Sport durch die Zunahme an E-Bikern an Aufmerksamkeit (positiv, aber auch negativ) dazugewonnen.
Denjenigen, die diesen Entwurf verfasst haben, könnten die E-Biker wohl ein Dorn im Auge sein. Im Gesetzesentwurf steht sogar geschrieben:
"B. Besonderer Teil
Begründung im Einzelnen
[...]
Zu Nummer 7 (§ 2):
Absatz 2 Satz 1 und 2
Die durch das Dritte Gesetz zur Änderung des Forstgesetzes vom 9. Mai 2000 (GV. NRW. S. 485) eingeführte Begrenzung des Radfahrens im Wald auf Straßen und „festen“ Wegen hat sich nur als bedingt praxistauglich zur Steuerung des Radfahrens im Wald erwiesen. Zugleich hat das Radfahren im Wald in den letzten Jahren infolge der technischen Entwicklung und Elektrifizierung von Fahrrädern stark zugenommen. Dabei beschränken sich einzelne Radfahrerinnen und Radfahrer nicht auf das Befahren von befestigten Waldwegen mit ausreichender Breite für den Fall des Begegnungsverkehrs mit anderen Erholungssuchenden, sondern sie befahren auch die Waldfläche selbst mit schädlichen Folgen für den Waldboden und den Waldbestand. Vor diesem Hintergrund wird in Satz 1 der Begriff „fester“ Weg durch den Begriff „Fahrweg“ ersetzt. Nach der Definition in Satz 2 handelt es sich dabei um befestigte oder naturfeste Waldwirtschaftswege. Mit ihrem künstlich befestigten oder von Natur aus festem Untergrund und ihrer Wegebreite sind diese Wege im Regelfall so beschaffen, dass sie von zweispurigen, nicht geländegängigen Fahrzeugen befahren werden können. Bei dieser Wegequalität kann davon ausgegangen werden, dass das Radfahren nicht zu Schädigungen des Waldbodens führt und im Regelfall weniger Nutzungskonflikte zwischen schnellen Radfahrern und anderen Erholungssuchenden im Wald entstehen. Schmale Wege auf naturfestem Untergrund und Rückegassen erfüllen nicht die Wegequalität eines für das Radfahren zugelassenen Fahrweges. Weitere Anhaltspunkte für die übliche Ausbauart und die üblichen Abgrenzungen eines für das Radfahren geeigneten Waldwirtschaftswegs können dem veröffentlichten Erlass über den forstlichen Wegebau im Wald vom 23. Mai 2023 entnommen werden. Im Übrigen entspricht die Definition der „Fahrwege“ den Wegen, die im Regelfall für das Reiten im Wald zugelassen sind. Die Definition in § 58 Absatz 2 Satz 2 LNatSchG wurde im Jahr 2016 im Rahmen der Liberalisierung des Reitens im Wald in das Landesnaturschutzgesetz eingeführt und eignet sich auch dafür, das Radfahren im Wald zum Schutz des Waldes, der Belange des Waldbesitzes und der übrigen Erholungssuchenden zu steuern."
 
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Auseinandersetzungen mit Wanderern waren häufiger als heute, selbst wenn man langsam gemacht hat.
Die Natur war auch nicht heiliger als heute.
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Heute feuern einen die Wanderer auf dem MTB allerdings eher an, als dass noch einer motzt!
Das Thema MTB an sich hat an Bedeutung für Sperrung heute an Bedeutung verloren.
Das neue Reizwort um alte Vorbehalte gegen die Nutzung des Waldes vorzubringen ist....."Motor"!
Und das ist in der Öffentlichkeit bezogen auf Naturschutz aber mal so richtig negativ besetzt! Weshalb genau das eben auch zur Begründung angeführt wird!
Da muss man sich aber auch nicht wundern, wenn viele gebetsmühlenhaft wiederholen, dass ihnen erst das E-Bike ermöglicht schnell noch eine Feierabendrunde zu drehen oder die Strecke in gleicher Zeit sogar mehrfach befahren zu können, die steigenden Verkaufszahlen der EMTBs im Gegensatz zum dahinsiechenden MTB werden gefeiert etc, etc!
Und damit sägt man schön am Ast auf dem wir alle sitzen!
 
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Es ist doch Irrglaube zu denken, dass es bei diesem Verbot wirklich um durch MTB-Fahrer verursachten Schäden geht.
Das ist doch alles nur vorgeschoben.


Spätestens mit der vollständigen Mechanisierung der Forstwirtschaft sind die Bodenschäden durch MTB vollkommen irrelevant geworden. Wenn die Harvester durch sind, dann sind die Trails meistens fast vollständig verschwunden.


Meiner Meinung nach haben die E-MTBs die Situation schon sehr verschärft. Man müsste nochmal zurück ins Jahr 2013 (oder auch noch früher) und der damaligen MTB-Community zeigen, wo die Entwicklung hingeht. Damals wurden die Pedelecs den Fahrrädern rechtlich gleichgestellt. Wenn jedem klar gewesen wäre, welche Auswirkungen das auf den MTB-Sport hat, dann hätte es m. M. heftigen Widerstand dagegen gegeben, dass diese Gleichstellung auch im Wald gilt. Vielleicht hätte man das damals abwenden können. Aus meiner Sicht wäre es gut gewesen, alles mit Motor aus dem Wald draußen zu halten.

Aber heute ist der Zug abgefahren. Für die überzeugten Nur-Bio-Biker der alten Schule ist das irgendwie bitter. Lässt sich aber nicht mehr zurückdrehen. Viel zu stark sind E-MTBler und Bio-Biker sowohl innnerhalb der Community als auch in der öffentlichen Wahrnehmung vermischt.
 
Naja... Zumindest hat unser Sport durch die Zunahme an E-Bikern an Aufmerksamkeit (positiv, aber auch negativ) dazugewonnen.
Denjenigen, die diesen Entwurf verfasst haben, könnten die E-Biker wohl ein Dorn im Auge sein. Im Gesetzesentwurf steht sogar geschrieben:
"B. Besonderer Teil
Begründung im Einzelnen
[...]
Zu Nummer 7 (§ 2):
Absatz 2 Satz 1 und 2
Die durch das Dritte Gesetz zur Änderung des Forstgesetzes vom 9. Mai 2000 (GV. NRW. S. 485) eingeführte Begrenzung des Radfahrens im Wald auf Straßen und „festen“ Wegen hat sich nur als bedingt praxistauglich zur Steuerung des Radfahrens im Wald erwiesen. Zugleich hat das Radfahren im Wald in den letzten Jahren infolge der technischen Entwicklung und Elektrifizierung von Fahrrädern stark zugenommen. Dabei beschränken sich einzelne Radfahrerinnen und Radfahrer nicht auf das Befahren von befestigten Waldwegen mit ausreichender Breite für den Fall des Begegnungsverkehrs mit anderen Erholungssuchenden, sondern sie befahren auch die Waldfläche selbst mit schädlichen Folgen für den Waldboden und den Waldbestand. Vor diesem Hintergrund wird in Satz 1 der Begriff „fester“ Weg durch den Begriff „Fahrweg“ ersetzt. Nach der Definition in Satz 2 handelt es sich dabei um befestigte oder naturfeste Waldwirtschaftswege. Mit ihrem künstlich befestigten oder von Natur aus festem Untergrund und ihrer Wegebreite sind diese Wege im Regelfall so beschaffen, dass sie von zweispurigen, nicht geländegängigen Fahrzeugen befahren werden können. Bei dieser Wegequalität kann davon ausgegangen werden, dass das Radfahren nicht zu Schädigungen des Waldbodens führt und im Regelfall weniger Nutzungskonflikte zwischen schnellen Radfahrern und anderen Erholungssuchenden im Wald entstehen. Schmale Wege auf naturfestem Untergrund und Rückegassen erfüllen nicht die Wegequalität eines für das Radfahren zugelassenen Fahrweges. Weitere Anhaltspunkte für die übliche Ausbauart und die üblichen Abgrenzungen eines für das Radfahren geeigneten Waldwirtschaftswegs können dem veröffentlichten Erlass über den forstlichen Wegebau im Wald vom 23. Mai 2023 entnommen werden. Im Übrigen entspricht die Definition der „Fahrwege“ den Wegen, die im Regelfall für das Reiten im Wald zugelassen sind. Die Definition in § 58 Absatz 2 Satz 2 LNatSchG wurde im Jahr 2016 im Rahmen der Liberalisierung des Reitens im Wald in das Landesnaturschutzgesetz eingeführt und eignet sich auch dafür, das Radfahren im Wald zum Schutz des Waldes, der Belange des Waldbesitzes und der übrigen Erholungssuchenden zu steuern."
Auf die Auswirkung der Zunahme wird nicht wirklich eingegangen. Auch werden dazu keine Zahlen geliefert.
Aus anderen Quellen hört man, dass die Zahl der Mountainbiker eher rückläufig sei (außerhalb von Hotspots).

Viel entscheidender ist ja der Passus, dass Fahrradreifen Wege kaputt machen, die nicht künstlich befestigt wurden und dass Mountainbiker auch dort regelmäßig fahren, wo es gar keine Wege gibt.

Dass es zum ersten Punkt genügend Studien gibt, die das widerlegen und dass der zweite Punkt völliger Unsinn, weil nicht praktikabel ist, spielt anscheinend mal wieder keine Rolle:

Dabei beschränken sich einzelne Radfahrerinnen und Radfahrer nicht auf das Befahren von befestigten Waldwegen mit ausreichender Breite für den Fall des Begegnungsverkehrs mit anderen Erholungssuchenden, sondern sie befahren auch die Waldfläche selbst mit schädlichen Folgen für den Waldboden und den Waldbestand. Vor diesem Hintergrund wird in Satz 1 der Begriff „fester“ Weg durch den Begriff „Fahrweg“ ersetzt. Nach der Definition in Satz 2 handelt es sich dabei um befestigte oder naturfeste Waldwirtschaftswege. Mit ihrem künstlich befestigten oder von Natur aus festem Untergrund und ihrer Wegebreite sind diese Wege im Regelfall so beschaffen, dass sie von zweispurigen, nicht geländegängigen Fahrzeugen befahren werden können. Bei dieser Wegequalität kann davon ausgegangen werden, dass das Radfahren nicht zu Schädigungen des Waldbodens führt und im Regelfall weniger Nutzungskonflikte zwischen schnellen Radfahrern und anderen Erholungssuchenden im Wald entstehen. Schmale Wege auf naturfestem Untergrund und Rückegassen erfüllen nicht die Wegequalität eines für das Radfahren zugelassenen Fahrweges.
 
Demnächst dann allumfassendes Betretungsverbot. Breite und Beschaffenheit des Weges? Egal!



Für Schilder -betreffend andere nicht forstwirtschaftliche Nutzer- ist noch genug Platz an dem Querbalken der Ausgrenzung!
Typisch für Österreich, dort ist Biken im Wald grundsätzlich verboten, auch auf Forstautobahnen.
Meiner Meinung nach haben die E-MTBs die Situation schon sehr verschärft.
Aber heute ist der Zug abgefahren. Für die überzeugten Nur-Bio-Biker der alten Schule ist das irgendwie bitter.
Nein. Die Diksusion gibt es seit Jahrzehnten, BW mit 2m war in den 1990ern. Die "Biobiker" hat man genau so wenig gemocht.
Aus anderen Quellen hört man, dass die Zahl der Mountainbiker eher rückläufig sei (außerhalb von Hotspots).

Viel entscheidender ist ja der Passus, dass Fahrradreifen Wege kaputt machen, die nicht künstlich befestigt wurden und dass Mountainbiker auch dort regelmäßig fahren, wo es gar keine Wege gibt.
Dass es zum ersten Punkt genügend Studien gibt, die das widerlegen und dass der zweite Punkt völliger Unsinn, weil nicht praktikabel ist, spielt anscheinend mal wieder keine Rolle
Ja, in manchen Gebieten ist es ruhiger als vor 15 Jahren. Vielleicht weil weniger Kinder nachkommen und die eher am Smartphone hängen.

Ich kenne einige Gebiete mit "wilden" Trails und es stimmt schon, dass man mit dem MTB da ordentlich reinfräst. Da spreche ich auch von Trails, auf denen man faktisch keine E-MTBs sieht.
 
Ich fasse mal kurz zusammen:

Um angebliche Konflikte auf einsamen Pfaden im Wald zu lösen, pfercht das Gesetz Radler und Wanderer auf den Forstautobahnen zusammen und züchtet sich den großen Krach auf der Schotterpiste erst dadurch künstlich heran!
Gute Taktik, oder? Wenn es dann mal zu mehr Unfällen zwischen Fahrradfahrenden und Fußgängern auf breiten Forststraßen kommt, kann man beide aus Sicherheitsgründen ganz ausschließen. Bisher gibt es dazu viel zu wenige Vorfälle, weder auf Pfaden noch auf Forststraßen.
 
Ich fasse mal kurz zusammen:

Um angebliche Konflikte auf einsamen Pfaden im Wald zu lösen, pfercht das Gesetz Radler und Wanderer auf den Forstautobahnen zusammen und züchtet sich den großen Krach auf der Schotterpiste erst dadurch künstlich heran!
die wege werden dann breit genug sein, dass alle platz haben.
PLQ4TMRKRNG7TLO2QD54XRDHVQ.jpg
 
die wege werden dann breit genug sein, dass alle platz haben.
PLQ4TMRKRNG7TLO2QD54XRDHVQ.jpg
Da sieht man was im Namen des Umweltschutzes alles möglich ist!

Also, wenn ich mit dem MTB-Reifen angeblich den Boden aufreiße, dann betreibe ich aktiven Umweltschutz, weil ich damit Lebensraum für Pionierpflanzen schaffe, die ansonsten durch Gras und andere Pflanzen verdrängt werden!
 
Die Frage bleibt aber, wie viele Mountainbiker tatsächlich solche Trails befahren (wollen).

Die Masse an Bikern mit und ohne Motor sehe ich bei uns auf den Forst- und Feldwegen, deutlich weniger auf schmäleren Wanderwegen entlang des Albtraufs, so gut wie keinen mehr auf den steileren Singletrails mit Spitzkehren, Wurzeln, Stufen, Kalksteinrutschbahnen etc.
Ganz wenige meinen, zusätzliche neue Downhills in den Wald fräsen zu müssen.

Eine generelle Freigabe aller Wege würde m.E. zumindest in BW nichts zum Schlechteren verändern. Da würde kein Bike zusätzlich den Singletrail runtershredden.
Dafür wäre das blöde Gefühl der "Illegalität" weg und einigen der unnötigen Diskussionen mit Wanderern wäre die Grundlage entzogen ("Des isch fei verbodda!!!!")

Würden sich alle Mountainbiker an die Trailrules halten und alle anderen Radfahrer ebenfalls das Thema "Rücksichtnahme" und "Vortritt für Fußgänger" praktizieren, wäre es in Wald und Flur auch deutlich konfliktärmer.

Das würde dann in NRW und dem Rest der Republik genauso funktionieren.
Muss ich dir Recht geben, ist auch so, da wo es für viele spannend wird und MTB anfängt, trifft man kaum welche oder sehr selten, aber dieses Gefühl, ich darf da nicht fahren wäre endlich weg,
und was das Thema Rücksichtnahme anbelangt, da erwarte ich eigentlich von denjenigen die da fahren können, das sie ihr Hirn einschalten und wenn Fußgänger unterwegs sind, auch wenn keine unterwegs sind, eben nicht wie Geisteskranke runterbrettern……nenne es Vorbildfunktion
 
Mach mal. Bitte das "ernsthaft" beachten.

Bitteschön:

Heute feuern einen die Wanderer auf dem MTB allerdings eher an, als dass noch einer motzt!
Das Thema MTB an sich hat an Bedeutung für Sperrung heute an Bedeutung verloren.
Das neue Reizwort um alte Vorbehalte gegen die Nutzung des Waldes vorzubringen ist....."Motor"!
Und das ist in der Öffentlichkeit bezogen auf Naturschutz aber mal so richtig negativ besetzt! Weshalb genau das eben auch zur Begründung angeführt wird!
Da muss man sich aber auch nicht wundern, wenn viele gebetsmühlenhaft wiederholen, dass ihnen erst das E-Bike ermöglicht schnell noch eine Feierabendrunde zu drehen oder die Strecke in gleicher Zeit sogar mehrfach befahren zu können, die steigenden Verkaufszahlen der EMTBs im Gegensatz zum dahinsiechenden MTB werden gefeiert etc, etc!
Und damit sägt man schön am Ast auf dem wir alle sitzen!
 
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