Änderung des Betretungsrechts in Baden-Württemberg

Während hier in BW ja die Wege unter 2m generell verboten sind, gibt es z.B. bei uns in der Nähe in einem Naturschutzgebiet ein explizites Verbotsschild für Radfahrer. Das Gebiet ist vom Untergrund stark errosionsgefährdet, muß bereits für die Wanderer stark mit Stufen befestigt werden, die erfahrungsgemäß von den meisten Bikern umfahren werden und für den Errosionsschutz unwirksam würden. Da kann ich gut mit einem Verbot leben, wenn ich wie hier im Halbtagesradius 100te von km Trails habe!

Leider schaffen es aber auch auf diesen Trails ein paar Idioten (ich kanns nicht anders sagen) durch Shreddern und Abkürzen eigentlich unempfindliche Wege zu zerstören und liefern nicht nur den MTB-Gegnern genug Bestätigung, sondern helfen diesen auch eigentlich neutrale Personen gegen uns einzunehmen.
 
Moin,

ich hatte selbst in den 90ern an diversen Rennen in Kirchzarten teilgenommen (Worldcup, DM usw.) und war verblüfft über die Radsportbegeisterung der kleinen Gemeinde. Seitdem war die Region kein weißer Fleck mehr auf der Landkarte für mich. Schade, dass nun die Fraktion der "Alten Säcke und Möchtegernumweltschützer" Oberwasser hat und sich den Bedürfnissen der jüngeren Generation verschließt. Aber das muss man akzeptieren und sich umorientieren. Mal sehen, wann die Gemeinde feststellt, dass die jüngeren Leute wegbleiben und damit ins demographische Abseits gerät.

Gruss

Svenos

Auf der HP der Gemeinde über das Kontakformular oder der direkten email Adresse höfllich aber bestimmt darauf hin weisen.

http://www.dreisamportal.de/kirchzarten/kontakt/index.php

Und die Freunde/Angehörige/Kollegen auch. Bis der Posteingang überquillt.
 
Wer aktiv etwas gegen die negative Stimmung tun will, die uns entgegenschlägt kann das z.B. hier tun (wurde schon im Festivalforum gepostet aber hier sehens vielleicht mehr):
http://www.trax.de/schwarzwald-oeffnet-single-trails-fuer-mountainbikes/id_63930420/index

Dort wird ziemlich gehetzt. Sachliche Kommentare, vergeben von likes und eine Teilnahme an der Umfrage helfen sicher mit!

Wir fordern die Abschaffung der 2-Meter-Regelung in Baden-Württemberg und treten für ein Miteinander, gegenseitige Akzeptanz und Rücksichtnahme ein. Aber unserer "Gegner" pflegen da einen anderen Stil wie folgende Zitate aus diversen Kommentaren:

"Es heisst doch: Mountenbikefahrer, also ab in die Berge mit diesen Leuten. Der Wald gehört den Tieren und keinen Verrückten!"

".... die meisten Mountainbiker/innen sind rücksichtslos ..."

"Bis auf ganz wenige sind das so genannte "Kampfradfahrer" die ohne Rücksicht einen Waldweg hinunterrasen. "

Und wenn man in den Kommentare weiter liest, dann findet man Begriffe wie "gewalttätige M-Biker", "Rambos", "Chaoten", "Idiot", "Raudis", "Horde", mit denen Mountainbiker belegt werden. Die vorstehend angeführte Begriffe sind Zitate und deshalb in Anführungszeichen gesetzt. Es gibt sogar Aussagen in Bezug auf Mountainbiker, in den von "diesen "Menschen"" gesprochen wird und Menschen in Anführungszeichen gesetzt wird.

Die Wortwahl spricht für sich selbst. Aber wir können und sollten das an der Quelle bei Trax kommentieren. Fangt doch einfach mal mit folgenden Worten an "Ich bin Mountainbiker und kein gewaltätiger M-Biker, Rambo, Chaot, Idiot oder Raudi und ganz gewiss auch kein Kampfradler. Ich achte die Umwelt und nehme Rücksicht auf meine Mitmenschen. ......."

Manche unserer Erfahrungen in Hessen haben gezeigt, dass wir aus der Anonymität heraustreten und uns ein Gesicht geben müssen. Es ist leicht, über anonyme "Mountainbiker" herzuziehen, aber das können wir alle ändern. Gebt uns Namen und Gesicht und macht es den "Wutbürgern" nicht so leicht, ihre Vorurteile und Verunglimpfungen zu verbreiten ;)

http://www.wir-sind-mountainbiker.de/
 
Bei der Gelegenheit könnt Ihr gerne auch an die folgenden beiden E-Mail-Adressen schreiben:
- [email protected]
- [email protected]

Ich habe denen mitgeteilt, dass ich mich aufgrund des eher unattraktiven legalen Wegenetzes und des eher illegalen attraktiven Wegenetzes gegen eine Tour von Stuttgart nach Freiburg entschieden habe und jetzt auf die Pfalz oder die Vogesen ausweichen werde.

Was übrigens zu 100% stimmt. Die Route war schon ausgearbeitet, aber ein Freund von mir kennt sich in der Pfalz gut aus und meinte, dass es dort "auch schön" sei und man dort den Bikern gegenüber auch offiziell freundlich gesonnen sei.

Wenn Ihr noch weitere email-Adressen kennt, die zu dem Thema passen, gerne hier posten.

Hockdrik
 
Wie man mit dem Thema als Region auch umgehen kann, zeigt u.a. dieses Bild aus den Alpen:


large_Fairplay.JPG

Portes du Soleil, schweiz/französisches Gebiet in den Alpen
 
So Email abgeschickt mit folgendem Inhalt (vielleicht für den ein oder andern als Anregung):

Hallo,

ich bin am Rande des Schwarzwaldes aufgewachsen und dennoch zieht mich als Mountainbiker nichts in die Region. Eine absurde und Deutschlandweit einmalige 2m-Regelung, Alibitrails und wenn sie 850km betragen sind völlig uninteressant. Von welchem Standort aus könnte man da schon mehr als 2 Touren fahren? Eine Bikerfeindliche Grundeinstellung, die sogar die Macher des Black Forest Ultra Bike Marathon zur Aufgabe getrieben haben,...
Meine einzigen Übernachtungen in der Region (2x in Hinterzarten) waren genau wegen dem Event. Jedesmal habe ich Freunde mitgebracht. Das wird sich so nicht wiederholen.

Schade, eine schöne Region, nicht weit entfernt aber als Mountainbiker völlig uninteressant! Den Schwarzwald werde ich nur noch von der A5 aus sehen!
Warum ich das schreibe? Die Hoffnung stirbt zuletzt! Vielleicht ist ja der Schwarzwald-Tourismus in der Lage zu erkennen welch Potential im MTB-Sport liegt und den politischen Entscheidungsträgern die Reichweite ihrer seltsamen Einstellung klar zu machen!?

Mit freundlichen Grüßen
 
Ein interessanter Artikel über das Aus des Ultra Bike mit vielen Stimmen:
http://www.badische-zeitung.de/moun...ke-marathon-darf-nicht-sterben--73333657.html

Interessant der Realitätsverlust der Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG): "Schließlich werbe der Schwarzwald damit, eine herausragende Region für Mountainbiker zu sein... Der Schwarzwald wird vor allem deshalb immer beliebter, weil Sportler, die alljährlich in Kirchzarten starten, die Erfahrung eines tollen Abenteuers in alle Welt mitnehmen."

Es wäre wichtig klar zu machen, daß Kirchzarten das EINZIGE Aushängeschild des Schwarzwaldes für Mountainbiker war und das die Region aufgrund der 2m-Regel allenfalls für eine kleine Minderheit von MTB lern überhaupt interessant ist und auch eine Freigabe von 850km Alibitrails daran nichts ändern kann!

Den Verlust des Ultrabikes wird die Region massiv spüren und an uns ist es die Sensibilität wahrzunehmen um klar zu machen woran es hängt, daß der Scharzwald keine "herausragende Region für Mountainbiker" ist. Nämlich an der 2m Regel und einer mangelnden Unterstüzung des Mountainbikens allgemein, wie es sich z.B. beim Ultra Bike zeigt.
 
Sun on Tour war schneller:)
Während ich geschribselt habe hat er den Link schon rein gestellt.
 
Es wäre wichtig klar zu machen, daß Kirchzarten das EINZIGE Aushängeschild des Schwarzwaldes für Mountainbiker war und das die Region aufgrund der 2m-Regel allenfalls für eine kleine Minderheit von MTB lern überhaupt interessant ist und auch eine Freigabe von 850km Alibitrails daran nichts ändern kann!

Den Verlust des Ultrabikes wird die Region massiv spüren und an uns ist es die Sensibilität wahrzunehmen um klar zu machen woran es hängt, daß der Scharzwald keine "herausragende Region für Mountainbiker" ist. Nämlich an der 2m Regel und einer mangelnden Unterstüzung des Mountainbikens allgemein, wie es sich z.B. beim Ultra Bike zeigt.

Mountainbike und Tourismus sind ein wichtiger Aspekt, denn hier geht es um einen Wirtschaftszweig, in dem wir wichtige Verbündete gewinnen können. In Hessen hat z. B. ein Hotelier und DIMB-Mitglied äußerst rührig dafür gesorgt, dass sich Tourismusorganisationen und -verbände gegen das Waldgesetz positionierten.

Aber ganz entscheidend geht es auch darum, dass die 2-Meter-Regel die einheimischen Mountainbiker einschränkt. Hier wird einem erheblichen Teil der Bürger und Wähler der Anspruch auf sportliche Erholung abgesprochen. Aber auch die Lebensqualität wird eingeschränkt. Wie will man Fachkräfte und Hochqualifizierte nach Baden-Württemberg locken, wenn diese den Eindruck gewinnen, dass Baden-Württemberg rückständig ist. Das sind Argumente, die auch bei der Politik wirken.

Die Wortwahl unserer Gegner spielt uns dabei in die Hände. Welcher Politiker unterstützt schon gerne Leute, die nicht nur keine Argumente haben, sondern vor allem mit Beschimpfungen und Verunglimpfungen von sich reden machen. Welcher Politiker steht schon gerne dafür, dass er Bürger und Wähler in seinen Rechten einschränkt. Schaut Euch doch mal an, wie das Hessische Umweltministerium anfangs versuchte, das restriktive Waldgesetz schön zu reden und als Fortschritt zu verkaufen. Hier müssen wir immer wieder den Finger in die Wunde legen und deutlich machen, dass es um eine diskriminierende und rückständige Regelung geht - welcher Politiker will schon öffentlich für so etwas stehen?
 
Auf der HP der Gemeinde über das Kontakformular oder der direkten email Adresse höfllich aber bestimmt darauf hin weisen.

http://www.dreisamportal.de/kirchzarten/kontakt/index.php...



...habe allen, auch dem Verband Dreisamtal eine ausführliche Begründung geschickt, warum wir uns als Familien nun überlegen den auf 2014 in Kirchzarten geplanten Urlaub doch lieber wieder in Fr, CH oder I verbringen werden...
 
Welcher Politiker unterstützt schon gerne Leute, die nicht nur keine Argumente haben, sondern vor allem mit Beschimpfungen und Verunglimpfungen von sich reden machen. Welcher Politiker steht schon gerne dafür, dass er Bürger und Wähler in seinen Rechten einschränkt.[...]- welcher Politiker will schon öffentlich für so etwas stehen?

Wenn es dafür Wählerstimmen gibt, vielleicht?

Naja, zumindest hat unser derzeitiger Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Schirmherrschaft für die Gold Trophy Sabine Spitz 2013 in Bad Säckingen übernommen.

Hier kann man sein Grußwort zur Veranstaltung lesen: http://www.dm-mtb.de/de/bad-support/bad-grusswort.html

Auch er hat ein Kontaktformular auf seiner Webseite stehen..
 
...habe allen, auch dem Verband Dreisamtal eine ausführliche Begründung geschickt, warum wir uns als Familien nun überlegen den auf 2014 in Kirchzarten geplanten Urlaub doch lieber wieder in Fr, CH oder I verbringen werden...


Done!

Die Abstimmung des Konsumenten "mit den Füßen" ist immer noch die wirksamste Methode.
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Die Wortwahl unserer Gegner spielt uns dabei in die Hände. Welcher Politiker unterstützt schon gerne Leute, die nicht nur keine Argumente haben, sondern vor allem mit Beschimpfungen und Verunglimpfungen von sich reden machen. Welcher Politiker steht schon gerne dafür, dass er Bürger und Wähler in seinen Rechten einschränkt. Schaut Euch doch mal an, wie das Hessische Umweltministerium anfangs versuchte, das restriktive Waldgesetz schön zu reden und als Fortschritt zu verkaufen. Hier müssen wir immer wieder den Finger in die Wunde legen und deutlich machen, dass es um eine diskriminierende und rückständige Regelung geht - welcher Politiker will schon öffentlich für so etwas stehen?

exakt. in bezug auf den trax-artikel (http://www.trax.de/schwarzwald-oeffnet-single-trails-fuer-mountainbikes/id_63930420/index)und vor allem die kommentare noch mal auch hier eine kleine anregung:


leider kann man das nur kommentieren, wenn man ein fb-konto hat. habe leider im moment wenig zeit - sonst würde ich die kommentare mal als bild speichern und den wandervereinen, dem bund, der nabu, den politikern im landtag und natürlich auch der trax-redaktion mit der bitte um stellungnahme schicken. fragen jeweils angepasst an die empfänger: ist das auch die auffassung der offiziellen wander- und naturschutzvertreter, wie steht die politik dazu etc ...

gleichzeitig könnte man sie auch der ein oder anderen lokalzeitung zukommen lassen - vielleicht findet sich ein journalist, der lust hat, aus den hasstiraden eine story zu machen. ist eh gerade sommerloch, könnte funktionieren und würde das image der wanderer und naturschützer bestimmt schädigen bei dem neutralen teil der bevölkerung.

und genau diesen teil muss man für sein anliegen gewinnen, die vollspacken sind eh nicht zu überzeugen.


btw: den aufruf reißnägel im wald zu streuen, könnte man auch als ankündigung einer straftat sehen. anzeige bei der polizei wäre auch eine idee - denn das würde sicher eine story in einem lokalblatt nach sich ziehen
 
Es ist wirklich widerlich, was manche Zeitgenossen da auf dieser trax Seite von sich geben. Was sind das für Menschen? Wie kann man solch einen Hass entwickeln?

Erschreckend auch, dass manche nicht mal vor dem Leib und Leben anderer Mitmenschen zurückschrecken. Erbärmlich und unterste Schublade.
 
ich habe gerade mal alle hier genannten Adresse mit folgender mail bedacht. Könnte als Anregung für den einen oder anderen dienen.

Diskriminierung als Mountainbiker im Schwarzwald
Sehr geehrte Damen und Herren,
erst mit Verwunderung am Schluss mit Entsetzen habe ich die Ereignisse rum um den Giersberg verfolgt die nun mit der Absage des Ultra Bike Ihren Höhepunkt gefunden haben.
Als aktiver Mountainbiker der selbst eine Jungendgruppe betreut kann ich nicht akzeptieren wie eine Region uns Sportler diskriminiert, kriminalisiert und die extrem erfolgreiche Jugendarbeit zerstört. Andere Regionen in Deutschland würde alles dafür tun einen Olympiastützpunkt in ihrer Nähe zu haben und Trainingsgelänge zur Verfügung zu stellen.
Als aktiver Mountainbiker und zahlungskräftiger Tourist bleibt mir nichts anders übrig als den Schwarzwald so lange zu meiden bis sich die Umstände ändern.
Mit freundlichen Grüßen
 
hat zufällig grad jemand den link zu der Studie der uni Köln zur Hand, die feststellt, dass Wanderer und Biker die selbe Wirkung auf den Boden haben?
bräuchte sie um ein paar Kommentare zu kommentieren...
 
Ich finde es absolut genial, wie die "Aktionen" hier zum laufen kommen. Einige Kommentare von Euch hier
http://www.trax.de/schwarzwald-oeffnet-single-trails-fuer-mountainbikes/id_63930420/index
sind einfach wirklich gut und helfen bestimmt ein positives Bild von uns Bikern in der Öffentlichkeit aufzubauen. Der Rückstand in der Umfrage ist auch geschrumpft. Leider aber noch vorhanden. Ich denke ein noch so kleiner Vorsprung der Gegner wird argumentativ mißbraucht werden, um zu sagen, man sei ja in der Mehrheit. Ist ja auch mit über 340 Teilnehmern nicht ganz unbedeutend. Also bitte hier noch voten, dauert nur ein paar Sekunden!
 
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