Alkohol und Downhill-Fahren

Rischar

Bier
Registriert
6. November 2006
Reaktionspunkte
568
Ort
Regensburg
Seit längeren diskutieren wir darüber und uns werden verschiedene Sachen vorgeworfen: Mit Restalkohol Downhill fahren

Eins möchte ich vorweg klarstellen.
Mit Alkohol im Blut fahren befürworte ich nicht. Egal ob 1 Bier oder mehr. Betrunken zu Fahren ist dumm und gefährdet Andere. Hier geht es eher um den generellen Konsum zuvor.

Welche Merkmale zeigen als erstes, dass Alkohol die Downhill-Leistung beeinträchtigt? Vielleicht technische, enge Abschnitte oder offene Kurven?
Spielt es eine Rolle, ob der Fahrer am Vorabend getrunken (nicht gesoffen) hat und etwas Restalkohol im Blut hat (aber unterhalb der Konzentration, bei der man den Alkohol spürt)?
Wie sehr leitet die Leistung unter ein paar Bieren? Leidet die Leistung überhaupt?
Macht Alkohol sogar schneller? Man könnte ja argumentieren, dass der Mut mit etwas Restalkohol steigt. Klar, die Reaktionsgeschwindigkeit sinkt, aber wenn man die Strecke kennt, braucht man keine schnelle Reaktion.
Dass die Ausdauer unter Alkoholkonsum schlechter ist, steht für mich fest. Aber Downhill-Fahren ist ja kein reiner Ausdauertsport und kann somit vernachlässigt werden.
Was ist mit der Kraft-Ausdauer? Speziell in den Unterarmen...
Hilft Koffein andererseits (in welcher Form auch immer)? Die Konzentrationfähigkeit und der Stoffwechsel wird angeregt. Kann man Alkoholkonsum durch Koffein ausgleichen?
Was ist die Grenze, ab der man langsamer/schlechter fährt?

Schaut man sich Fahrer wie Steve Peat an, möchte man meinen, Bier macht schneller - bis hin ins hohe Alter. Welche anderen Fahrer trinken auch lieber Bier als diese Energie-Getränke? Beim Crankworx-Downhill hielt Duncan Riffle während des Rennens an um ein Bier zu trinken. Was soll ich daraus lernen? Früher wurde bei Rennwochenenden auch mehr getrunken als jetzt. Damals waren die Fahrer langsamer, behaupte ich mal, aber man muss ja noch die technische Weiterentwicklung der Räder berücksichtigen...

Was meint ihr?
Bitte sachlich bleiben ;)
 
Ich verstehe nicht welche Frage der Thread beantworten soll. Du stellst selbst in Teilen die Folgen von Alkoholkonsum fest, auch wenn du sie teilweise fälschlicherweise negierst.

Besorge dir Informationen über die Wirkungen von Alkohol im Körper inklusive der Abbauprozesse.

Dann stellst du dem gegenüber die Prozesse im Körper beim Sportmachen.

So kannst du erkennen was Alkohol postiv und negativ beeinflusst. Natürlich musst du abstrahieren - z.B. offene Kurven sind motorisch eher einfach; Steinfelder bei 80km/h wohl eher komplex.

Oder man bedient sich einfach seiner eigenen Erfahrungen, lässt das ohnehin fehlende Fachwissen außer Acht, und wird sicherlich auf ähnliche Ergebnisse kommen.
 
Ich möchte wissen, ob es eine Relation zwischen Alkoholkonsum und der Leistung beim Downhill-Fahren gibt.

Was von meinem Geschriebenen ist denn nicht korrekt?

Mir sind die Intermediärstoffwechselwege vom Alkohol und seine Auswirkungen im Körper bekannt. Es existiert leider keine Literatur bezüglich seiner Wirkung und sportlicher Leistung, geschweige denn bezüglich des Downhill-Sports :)

Offene Kurven finde ich schwierig, weil die Gewichtsverteilung auf beide Räder stimmen muss. Steinfelder sind "nur" Linienwahl. Und bei welcher Strecke fahre ich mit 80km/h durch ein Steinfeld?
 
1. Klar, die Reaktionsgeschwindigkeit sinkt, aber wenn man die Strecke kennt, braucht man keine schnelle Reaktion.

2. Was ist mit der Kraft-Ausdauer? Speziell in den Unterarmen...

3. Hilft Koffein andererseits (in welcher Form auch immer)? Die Konzentrationfähigkeit und der Stoffwechsel wird angeregt. Kann man Alkoholkonsum durch Koffein ausgleichen?

4. Ich möchte wissen, ob es eine Relation zwischen Alkoholkonsum und der Leistung beim Downhill-Fahren gibt.

siehe 1. Was von meinem Geschriebenen ist denn nicht korrekt?

5. Mir sind die Intermediärstoffwechselwege vom Alkohol und seine Auswirkungen im Körper bekannt. Es existiert leider keine Literatur bezüglich seiner Wirkung und sportlicher Leistung, geschweige denn bezüglich des Downhill-Sports :)

6.Offene Kurven finde ich schwierig, weil die Gewichtsverteilung auf beide Räder stimmen muss. Steinfelder sind "nur" Linienwahl. Und bei welcher Strecke fahre ich mit 80km/h durch ein Steinfeld?

zu 1.: Reaktionen müssen auch auf bekannten Strecken schnell erfolgen, selbst bei perfekter Streckenkenntnis. Von plötzlichen Hindernissen, Stürzen etc. angefangen. (Gehen wir folgend von der perfekten Strecke aus, die immer zu 100% gleich ist.) Um Bremspunkte, Linien etc. zu treffen braucht es immer wieder schnelle Reaktionen, denn selbst wenn du schon weist dass du in 20m hart anbremsen willst musst du an entsprechender Stelle die Reaktion und Motorik auch entsprechend arbeiten lassen. Es soll ja um eine möglichst schnelle Abfahrt gehen und nicht um die Frage, ob man mit reichlich Alk intus überhaupt noch den Berg runterkommt...

zu 2.: Bei 5. schriebst du, dass die die Prozesse bekannt sind. Dann kannst du dir die Frage selbst beantworten. Der Einfluss wird gegen Null gehen, wenn wir lediglich von geringen Restmengen Alkohol und nicht von 3,5%o sprechen.

zu 3.: Koffein wirkt nicht als Gegenmittel. Die Auswirkungen sind die selben wie beim nüchternen Menschen.

zu 4.: Ja natürlich hat Alkohol Einfluss auf die Leistung beim Sport und somit beim Downhill. Nur ist dieser Einfluss abhängig vom Idividuum, dem Alkoholpegel und auch den generellen DH-Fähigkeiten im normalem Zustand.

zu 5.: Dazu gibts ganz sicher Literatur. Nur mal auf die schnelle von Google Bücher: Alkohol und Fußball

zu 6.: Die Gewichtsverteilung muss außer bei Waldwegpassagen immer stimmen, daher finde ich das nicht wirklich nennenswert.
Steinfelder sind eben nicht nur Linienwahl, ganz und garnicht. Bike und Biker sind hier hoch beansprucht, sofern man nicht solche pseudo Steinfelder wie in Winterberg als Grundlage nimmt. Die 80km/h waren eine Übertreibung; steigende Geschwindigkeit stellt in entsprechend komplexen Steinfeldern noch höhere Anforderungen an den Biker.
 
Ich möchte wissen, ob es eine Relation zwischen Alkoholkonsum und der Leistung beim Downhill-Fahren gibt?

Ohne die Studie griffbereit zu haben führt bereits geringe Mengen Alkohol (dabei ist es egal ob es sich um Restalkohol handelt) zur Leistungsreduktion (Reaktionszeit und Leisungsfähigkeit). Afaik bereits ein Glas Wein um die 5% im Durchschnitt.

Gerald
 
zumindest bricht man sich im suff nicht so schnell was... muskulatur ist schön entspannt! ;)

Ist es nicht umgekehrt, das man mit der Muskeanspannung Verletzungen verhindern kann ??

A pro po Alkohol....kennt ihr das Foto hier? :D


data56.sevenload.comSchalke-ist-zum-Kotzen.jpg

Ist das der Bruder von dem ??
 
Das ist ja geil ... und kachektische Schlampe musste sich noch nicht mal den Finger in den Hals stecken :daumen:
 
Also ich benutze eigentlich immer Alkohol wenn ich Sachen entfetten muss. Auch am Downhillbike. :D
 
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