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BH Lynx Race - Erfahrungsbericht SERVICE

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5. August 2010
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Mein Erfahrungsbericht zum BH Lynx Race in der Version ALU XT

Als ich aufs Bike aufmerksam wurde, hatte ich die Möglichkeit das Rad bei einem Händler in meiner Nähe zu testen.

Der Händler konnte ein Testbike in der Ausstattungsvariante BH Lynx RAce ALU XT ergattern und mir netterweise übers Wochende zur Verfügung stellen.

Der Preis von ~ € 3.000,-- für ein Neurad war mir aber fast zu hoch.
Jedoch wurde dann seitens BH angeboten das ich das Testbike um ~ € 1.500,-- erwerben kann.

Nach Rückfrage durch meinen Händler wurde bestätigt das es sich um ein Serienmodel handelt.
-.> Also Entscheidung klar, das Rad muss her, da ziemlich gut vorwärts ging und beim Bergab für ein Rad mit dem Federweg extrem viel Spaß macht.

Doch leider war das nur der Beginn einer langen mühseligen Fehlersuche / Mail Schreiberei / Ersatzteilbestellung etc.

Als erstes wollte ich die angebotene Garantieverlängerung auf 10 Jahre nutzen ->
Aussage BH, leider nicht möglich da ein Testbike -> Warum man bei ein Testbike keine Garantie bekommt war mir damals leider noch nicht klar (mittlerweile bin ich schlauer)

Im Zuge der ersten Ausfahrten bemerkte ich das die hinten verbaute Steckachse sich nur ~ 3-4 Gewindegänge (Gewinde mit 1er Steigung) einschrauben lies, kam mir nicht gant richtig vor, es hat jedoch über einen Monat und unzählige Erklärungen gedauert bis ich endlich eine passende Steckachse erhalten habe. (Welche BH verrechnen wollte – mein Händler das aber dann abwenden konnte)

Bei den nächsten Ausfahrten trat immer wieder ein Knarzten auf, welches sich nach längerer Fehlersuche auf lockere / nicht fest werdende Kettenblattschrauben eisnchränken lies.
Nach Autausch der Schrauben war das Problem dann aber zum Glück behoben.

Nach ca. 6 Monaten bemerkte ich ein defektes Tretlager, kann ja mal passieren wurde gesagt, ist ein Verschleißteil
(ja aber schon nach ~ 6Monaten, hmm) -> habe ich selbst auf meine Kosten getauscht.

Das Bike hat keine Entwässerungsöffnung im Tretlagerbereich und aufgrund nicht abgedichteter Zugeingänge sammelt sich ständig Wasser im Rahmen. Ob ein Zusammenhang zum defekten Tretlager besteht kann ich jedoch nicht beweisen.
Auf Nachfrage bei BH -> das gehört so, das ist normal und ein Loch darf ich/der Händler auf keinen Fall bohren.
(da kommt dann noch was )

Nachdem ich dann meinen Dämpfer und die Gabel zum Service gesandt habe, habe ich den Hinterbau gewartet
und ein schwer gängiges Lager im Hauptrahmen bemerkt.

Also ab damit zum Händler (Hinterbaulagertausch traute ich mir zum damaligen Zeitpunkt nicht zu)
Über die Ersatzteilliste wurde dann ein passendes hochwertiges Lager bestellt, diese passten jedoch nicht, da die Ersatzteilliste nicht stimmt.
Die verbauten / defekten Lager, waren normale Industrielager (mit Käfig) und keine Max-Lager
(Anmerkung: Max-lager haben eine höhere / die nötige Tragfähigkeit).

Im Zuge der Lagerreparatur und des Services bemerkte der Händler das die Achse welche Schwinge und Hauptrahmen verbindet defekt ist – Gewinde NOK (wurde immer nur mit Drehmomentschlüssel angezogen)

Weiters das der Freilauf defekt ist und dadurch der letzte Gang unter Belastung springt.
Ursache unklar. Ich hatte zwar die Kasette auf 10-46 XT (anstatt 10-40 m Auslieferzustand) getauscht,
jedoch immer mit Drehmomentschlüssel gearbeitet.

Somit wurde mit BH am 09.August vereinbart, das Sie das Rad umgehend abholen und reparieren.
Abgeholt wurde es dann am 22.August -> fast 2 Wochen später in der Hauptsaison!!!!!!

Unter der Annahme das BH das Laufrad / den Freilauf tauscht und auch gleich die anderen Mängel beseitigt (Abdichtung der Zugeingänge / Entwässerung, welche mehrmals per Mail und telefonisch kommuniziert wurden, war ich guter Hoffnung in 1-2 Wochen endlich wieder mit meinem neuen Bike die Wälder unsicher machen zu können.

Nachdem BH das Bike hatte wurde bezüglich Entwässerung des Rahmens angemerkt man könnte doch ein LOCH
im Tretlagerbereich bohren -> WTF. Ich dachte das kann / darf man nicht.

Zwischenzeitlich hatte ich dann auch gelernt wie man Hinterbaulager tauscht, da ich gezwungen war mein altes Rad doch nochmal auf Vordermann zu bringen.

Am 12.09 (21 Tage seit Versand an BH) wurde es dann von BH zurückgeschickt und am 18.09 war es dann endlich wieder beim Händler.
jedoch ohne Reparatur des Freilaufs, weil die Kasette angeblich nicht fest angezogen war.
Wobei der Händler mehrmals auf den defekten Freilauf hingewiesen hat, und dazu musste er ja die Kasette demontierent.

So und jetzt haben wir den 09.10.2019 und ich habe immer noch kein Rad.

Irgendwann in der Zwischenzeit wurde mir kulanterweise ein ALU-Tauschrahmen um € 1.600,-- angeboten
Der Listenpreis eines Komplettrades mit dem selben ALU-Rahmen bei BH beginnt ab € 1.799,--.

Wenn das Rad fährt, fährt es sich ganz gut, aber eben nur dann wenn ichs auch verwenden kann.

Ich hoffe euch bleiben solche oder ähnliche Erfahrungen mit der renommierten Radmarke BH erspart
und ich hoffe sehr, sehr stark ein absolutes Montagsmodell mit betrunkenen Monteuren und Servicemitarbeitern erwischt zu haben.

LG
Martin
 
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