Biosphärengebiet Schwäbische Alb

hallo reiner,
liebe mitleser,

mein nächster schritt ist der beitritt in den sav ortsgruppe reutlingen um mich aktiv mit meinem klappspaten bei der wegepflege beteiligen.

ebenso werde ich dort noch in diesem jahr eine offizielle regelmässige mtb-ausfahrt ( danke nach grafenberg - ihr macht das vorbildlich ) etablieren.

d.h. für mich in vielen einzelgesprächen die bedürfnisse der wanderfraktion kennenzulernen, farbe für meine ideale zu bekennen, meinungen zu bilden und mehrheiten zu gewinnen.

gruss andreas

wer diesen langen steinigen weg mit mir zusammen gehen möchte ist herzlich willkommen - gemeinsam ist viel zu erreichen.

@ jürgen : was oder wen meinst du mit bananenfresser?
 
mein nächster schritt ist der beitritt in den sav ortsgruppe reutlingen um mich aktiv mit meinem klappspaten bei der wegepflege beteiligen.

Da haben wir ja schon drüber gesprochen, ich halte es prinzipiell für gut, MTB mittel- und langfristig beim SAV zu etablieren und deren Vereinsstruktur und Netzwerk zu nutzen. Letztendlich sind ja auch die Interessen ähnlich.

@ jürgen : was oder wen meinst du mit bananenfresser?


Er meint

- entweder den Vogel, der (fälschlicherweise) Bananenfresser genannt wird
- oder den Verfasser dieses Beitrags
 
ich finde es super, dass sich jemand aktiv für die biker auf der alb engagiert. die vorstellung, in meiner heimat, auf den trails meiner jugend, nicht mehr biken zu dürfen ist ein albtraum. da müsst ihr was machen, das dürft ihr euch nicht bieten lassen! die alb ist das schönste mtb-gebiet deutschlands, nirgends ist es so schön zu fahren wie am albtrauf rauf und runter. lasst euch das nicht nehmen! das ist es wert, dafür zu kämpfen!
in berlin/brandenburg haben wir das glück, so dünn besiedelt zu sein, dass man quasi niemandem begegnet auf ner tour, und ordnungshüter gibt´s in wald und flur aus geldmangel keine.
 
SAV - Infiltration ;) und Kooperation, insbesondere bei der Wegepflege, kann ich nur unterstützen! :daumen:


Ratlos bin ich allerdings, wie unser Ansatz beim Biosphärengebiet ausschauen soll, außer dass vor allem die genialen Serpentinenwege in den Hang- und Schluchtwäldern überhaupt erhalten bleiben. Als Mountainbiker sollten wir uns dabei aber gerade zurückhalten!

Die Broschüre des Regierungspräsidiums verstärkt den üblichen Tenor:
"Welche Wege dürfen in der Kernzone genutzt werden?
[...] Das Radfahren ist nach den rechtlichen Vorgaben des Landeswaldgesetzes als Erholungsnutzung auf Straßen und Wege mit einer Breite von mindestens 2 m beschränkt, sofern diese nicht als Sport- oder Lehrpfade gekennzeichnet sind. Somit beschränkt sich das Radfahren auf befestigte, d.h. letztendlich PKW-taugliche Fahrwege. Klassische Wander- und Fußwege sind somit von dieser Nutzung ausgenommen.
Da die klassischen forstlichen Wirtschaftswege innerhalb der Kernzonen ihre wirtschaftliche Bedeutung verlieren und somit zumindest zu großen Teilen aufgelassen werden, wird sich das Radfahren auf die Randwege sowie in begründeten Einzelfällen (überörtliche Radwege) auch auf zu erhaltende Waldwege beschränken."


Und wenns z.B. nach dem Landesnaturschutzverband BW geht, soll es mit einer entsprechend formulierten Rechtsverordnung auch mit der stillen Duldung, Ausreden bzw. "Rechtsunsicherheiten" endgültig vorbei sein, vgl. http://www.lnv-bw.de/stellungnahmen_archiv/t-vo-bgschwalb07.pdf
"zu § 4 (2)
Wir bitten unter den Verboten das Befahren der Wege mit Fahrzeugen aller Art [...] um und in den Kernzonen aufzunehmen."
 
Es erschien folgender Artikel im Reutlinger GEA:

Mountainbike - Anhänger des Geländeradsports rund um Urach schließen sich zu Interessengemeinschaft zusammen
Natur und Sport im Clinch
VON MATTHIAS MOCKLER
BAD URACH. Sie machten es sich nicht leicht, die 17 Mountainbike-Begeisterten aus Urach und den umliegenden Gemeinden. Dreieinhalb Stunden diskutierten sie im Uracher Rathaus über Chancen und Probleme, die das neue Biosphärengebiet rund um den ehemaligen Truppenübungsplatz für ihren Sport mit sich bringt. Eingeladen hatten Hengens Mountainbike-Jugendtrainer Volker Schmid und Gemeinderat Walter Vatter (FDP). Auch Bürgermeister Markus Ewald war zum ersten Treffen der Interessengemeinschaft gekommen.
Mindestens zwei Meter breit

»Der Albtrauf ist ein Paradies für Mountainbiker«, darin sind sich die Anhänger des Geländeradsports einig. Komplizierte und anspruchsvolle Strecken lassen Sportlerherzen höher schlagen.

Doch trotz traumhafter Buckelpisten und kniffligen Waldwegen haben die Mountainbiker im Ländle ein großes Problem: Das Landeswaldgesetz verbietet ihnen die Nutzung von Wegen, die schmaler als zwei Meter sind. Aus Rücksicht auf die Natur, begründet der Gesetzgeber. Nachbarstaaten und angrenzende Bundesländer seien in diesem Punkt erheblich liberaler.

»Wenn man national und international bei Wettbewerben mithalten will, dann geht's nicht mit der Zwei-Meter-Regelung«, meinte ein Vereinsvertreter. Folge: Viele Mountainbiker fahren illegal die schmaleren Wege, sogenannte »Single Trails«. Wer den Sport legal betreiben möchte, der kann in Urach und der Umgebung auf einem zulässigen Wegnetz von rund 220 Kilometer trainieren.

Doch auch diese Wege sehen die Geländeradfahrer jetzt bedroht. Der Grund: Viele Strecken liegen in Kernzonen des geplanten Biosphärengebiets. Hier darf in Zukunft auch auf breiteren Wegstrecken aus Rücksicht auf die Natur nicht mehr trainiert werden. »Viele Talsteigen von Wittlingen runter werden beispielsweise zugemacht«, sagte Stefan Fritschle, Vorsitzender des Rad- und Sport- Clubs Hengen. Schon jetzt seien einige Strecken, die offiziell als befahrbar deklariert sind, dicht. Die Mountainbiker fühlen sich von dieser Entwicklung zunehmend bedroht, hieß es.

Testphase gefordert

Bürgermeister Markus Ewald sieht die »geringe Öffentlichkeit« des Geländeradsports als das größte Problem. Das Interesse für die Randsportart sei in den Entscheidungsgremien meist sehr gering. Gerade Bad Urach sei eine »geniale« Mountainbike Region, in der man viel für den Sport erreichen könne. Walter Vatter betonte den touristischen Faktor: »Eine Förderung des Mountainbikesports wäre eine ideale Ergänzung des Wellnesprogramms um einen Fitnessfaktor.«

Um Bad Urach allerdings auch für Mountainbiketouristen attraktiv zu machen, müssten anspruchsvolle Strecken angeboten werden: Die Zwei-Meter-Regelung müsste weg. »Mountainbiker freuen sich, wenn's steil und knifflig ist und nicht, wenn sie irgendwo auf einer Forstautobahn 30 Kilometer runterfahren können«, sagte der Zaininger Vertreter.

Es war der Neuhäuser Rainer Künstle, der schließlich den Vorschlag eines Pilotprojekts ins Spiel brachte. Eine räumlich und zeitlich begrenzte Testphase, in der Erfahrungen mit einer Lockerung der unbeliebten Zwei-Meter-Regel« gemacht werden sollen. Ewald räumte diesem Vorschlag gute Chancen ein: »Ein Pilotprojekt ist genau der richtige Ansatz, um die Gesetzeslage teilweise zu lockern.« Die Kurstadt sei das perfekte Pflaster für eine solche Testphase. Auch wegen der »hervorragenden Verbindungen zum Uracher Forst«.

Mit Rainer Künstle als Ansprechpartner möchten die Mountainbiker das Projekt nun forcieren. Bis zur Umsetzung müssen allerdings noch viele Gespräche geführt und Planungen angestellt werden. (GEA)
 
Der Schw. Albverein scheint für die ausgeschilderten Wanderwege der "Kernzone" ja schon eine Weile eine Extrawurst zu braten:

...
Der Lenkungsausschuss des Albvereins hat in bisher sieben Sitzungen umfangreiche Arbeit bewältigen können. Breiten Raum nahmen die Wanderwege in den künftigen Kernzonen ein. Es handelt sich um rund 40 Wegeabschnitte.
...
Im Dezember fand dann auf Grund deren Stellungnahmen eine weitere Besprechung mit dem Regierungspräsidium statt, bei der man sich weitgehend angenähert hat.
...
Der Albverein erwartet nach den bisherigen Gesprächen dabei keine unüberwindlichen Probleme. Als Übergangsregelung können alle Wanderwege in den Kernzonen, auch nach der Ausweisung des Biosphärengebiets, bis zum Erlass des Wegekonzepts wie bisher genutzt werden.

Quelle: Blätter des Schwäbischen Albvereins 2/2008. Dort gibts einen 4 seitigen Artikel.
 
Zum Heulen ist das alles. Da schaut man als Naturliebhaber fassungslos auf die Zersiedlung und Betonierung der Alb um dann unter dem Deckmantel des Naturschutzes von irgendwelchen Interessengruppen aus den noch verbliebenen grünen Fetzen ausgewiesen zu werden, nur damit die diesen Überbleibseln irgendwelche tollen Fantasienamen (Biosphäre, hallo, was hat das mit Nutzwald zu tun?) geben können und so damit Geld verdienen können. Und dem Naturfan bleibt dann nix anderes, als sich ein Auto zu kaufen und jedes Wochenende über die Alb Richtung Alpen oder Schwarzwald zu brettern... Irre.

Aber heulen hilft nix. Ich finde den Ansatz von Reiner gut: Mittlerweile gibt es genug Biker, die zum Teil auch in den entsprechenden Positionen sind und dort zeigen, dass wir keine Truppe von testosterongestörten Teenies sind, die die Wälder kaputt machen und Wanderer erschrecken. Sondern dass wir die gleiche Einstellung zur Natur haben, wie alle anderen auch. Und genauso Geld in die Wirtschaften bringen...

Andererseits sollten wir uns auch dementsprechend verhalten. In letzter Zeit bin ich eigentlich, wenn überhaupt, auf positive Reaktionen von Wanderern gestoßen, wenn ich auf der Alb unterwegs war. Ich denke, bei allen Diskussionen, wie wir unseren Einfluss irgendwie vergrößeren könnten, sollten wir vor allem aber auch weiterhin und jetzt noch mehr darauf achten, dass wir uns gegenüber Wanderern immer von unserer besten Seite zeigen. Immer nach dem Motto, keine schlafenden Hunde zu wecken.

Reiner, ich bin immer interessiert, wenn irgendwas bei Euch läuft. Wäre auch gerne mal dabei.


Gruß,
Jörg.
 
Es war der Neuhäuser Rainer Künstle, der schließlich den Vorschlag eines Pilotprojekts ins Spiel brachte. Eine räumlich und zeitlich begrenzte Testphase, in der Erfahrungen mit einer Lockerung der unbeliebten Zwei-Meter-Regel« gemacht werden sollen. Ewald räumte diesem Vorschlag gute Chancen ein: »Ein Pilotprojekt ist genau der richtige Ansatz, um die Gesetzeslage teilweise zu lockern.« Die Kurstadt sei das perfekte Pflaster für eine solche Testphase. Auch wegen der »hervorragenden Verbindungen zum Uracher Forst«.

Mit Rainer Künstle als Ansprechpartner möchten die Mountainbiker das Projekt nun forcieren. Bis zur Umsetzung müssen allerdings noch viele Gespräche geführt und Planungen angestellt werden. (GEA)



bravo. ein gewaltiger schritt für die IG "MTB im Biosphärengebiet".

da die homepage noch nicht online ist möchte ich die aktiven bitten uns ( einige hundert mitleser ) über diesen thread auf dem laufenden zu halten.

open trails gruss andreas
 
Es war der Neuhäuser Rainer Künstle, der schließlich den Vorschlag eines Pilotprojekts ins Spiel brachte. Eine räumlich und zeitlich begrenzte Testphase, in der Erfahrungen mit einer Lockerung der unbeliebten Zwei-Meter-Regel« gemacht werden sollen. Ewald räumte diesem Vorschlag gute Chancen ein: »Ein Pilotprojekt ist genau der richtige Ansatz, um die Gesetzeslage teilweise zu lockern.« Die Kurstadt sei das perfekte Pflaster für eine solche Testphase. Auch wegen der »hervorragenden Verbindungen zum Uracher Forst«.

Mit Rainer Künstle als Ansprechpartner möchten die Mountainbiker das Projekt nun forcieren. Bis zur Umsetzung müssen allerdings noch viele Gespräche geführt und Planungen angestellt werden. (GEA)



bravo. ein gewaltiger schritt für die IG "MTB im Biosphärengebiet".

da die homepage noch nicht online ist möchte ich die aktiven bitten uns ( einige hundert mitleser ) über diesen thread auf dem laufenden zu halten.

open trails gruss andreas
:daumen: :daumen:
 
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