Bremskolbe reinigen

Als ich die Elixir Kolben mit DOT Paste montiert hatte, ging die Kolbenrückstellung fast gar nicht mehr. Ich habe auch nie gesehen das ein Bremsenhersteller zur Montage DOT Paste bevorzugt statt DOT, auch wenn Avid das Zeug in einer Dose verkauft.
Und auch was oben steht mit Silikonspray, das Zeug bekommt man nie wieder raus und wird auch den Reibwert der Dichtung senken. Dann kommt man wieder ins nächste Problem das zwar der Druckpunkt gut ist aber die Bremsen permanent schleifen.
 
OK, das ist ein guter Punkt. Ich werde beides einmal ausprobieren und mir selbst ein Bild verschaffen. Vielleicht reaktiviere ich im Laufe der nächsten Monate diesen Thread einmal, wenn ich mehr Erfahrung mit der Paste habe. Wäre ganz interessant zu sehen, wie sich das im Vergleich verhält.
 
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Und auch was oben steht mit Silikonspray, das Zeug bekommt man nie wieder raus und wird auch den Reibwert der Dichtung senken. Dann kommt man wieder ins nächste Problem das zwar der Druckpunkt gut ist aber die Bremsen permanent schleifen.

Vier eigene Bikes und mehrere im Bekanntenkreis mit Silikon behandelten Bremskolben: keine schleift. ;)
 
Das ist erstens kein normales DOT4 und zweitens sind in einem Sicherheitsdatenblatt nicht alle Inhaltsstoffe sondern nur die gefährlichen. Drittens haben ähnliche chemische Substanzen nicht immer den selben Namen und zahlreiche Synonyme. Glykolsäureester ist bei beiden drin.

Und viertens beweist das mit den 4 Bremsen mit Silikon nichts, es gibt Bremsen die von Haus aus sehr viel rückstellen.
 
So langsam macht es Spaß:
aus Neugier habe ich soeben meine Finger mit ATE-Bremskolbenpaste eingerieben und diese versucht mit klarem Wasser zu reinigen. Ging nicht, die Paste ist NICHT wasserlöslich.
Anschließend habe ich meine Finger mit DOT4 Bremsflüssigkeit eingerieben (und nein, es brannte nicht auf der Haut, und die Finger sind drangeblieben, ebenso bekam ich keinen anaphylaktischen Schock) und diese mit klarem Wasser gespült. Ergebnis: die Bremsflüssigkeit war wasserlöslich und konnte leicht von der Haut entfernt werden.
Nun die (rhetorische) Frage: was eignet sich besser zum Schmieren des Bremskolbens bei vorhandenen Witterungseinflüssen?
 
ich bin der Meinung, dass die Nehmerkolben von außen überhaupt nicht "geschmiert" werden sollten, da diese intern über das System selbst geschmiert werden.
sofern, die Bremsflüssigkeit noch ausreichend Schmierwirkung hat ->Stichwort "alte Bremsflüssigkeit".

ich würde die Kolben maximal rauspumpen, mit einem Pinsel, Q-Tip etc und Alkohol säubern und anschließend wieder zurückdrücken.
feddsch....

die ganze Pampe, die manche draufschmieren, ist nur ein potentieller Schmutzfang und bringt maximal das Gegenteil, dessen, was erwartet wird.

EDIT: die ATE-Pampe kann man getrost beim KFZ verwenden, da dort dicke fette Manschetten vorhanden sind....diese gibts aber beim Bike nicht
 
Nachzulesen die Montage bei Trickstuff
http://trickstuff.de/de/manuals/PDFs/100929_Handbuch2010_CLEG2_KL.pdf

Auch bei Formula wird meine ich keinerlei Bremspaste verwendet.

Und wer behauptet das ein Bremskolben besser geschmiert werden müsse? Rosten tun die Dinger ohnehin nicht wenn sie aus Phenolharz, Alu oder Keramik sind. Auch bei den Sattelhälften aus Alu dürfte nicht viel rosten. Am Auto ist das anders, da sind die Teile aus Eisen oder Stahl.
 
eine Schmierung zwischen Q-Ring und NK ist ohnehin nicht von Vorteil, denn ein gewisser Reibwert ist unabdinglich, für die Funktion zwischen den beiden Komponenten.
bei der Erstmontage kann man einen Hauch Silikonfett, oder DOT verwenden, um den Q-Ring nicht zu schießen.

Korrosion ist bei Fahrradbremsen dennoch ein Thema, dies ist in der Regel aber nur der FAll, wenn ein zu hoher Wassergehalt und Luft im System vorhanden ist.
sieht man gelegentlich bei uralten-"ganzjahres" Bremsen.
 
Guten Abend :).
Interessiert verfolge ich diesen Strang aus gegebenem Anlass:
Der äußere Bremskolben meiner "Hayes" am Treckingrad klemmte nach der letzten Ausfahrt bei starkem Regen / Spritzwasser auf Waldwegen.
Zuerst spielte ich mit dem Gedanken mir die Hier öfter erwähnte Paste (ATU) zu besorgen, erinnerte mich aber an die in der Betriebsanleitung zur Bremse gegebenen Hinweise bezüglich des Bremssattel - Services =
Kolben mit Bremspads - aber ohne die normalerweise zwischen-liegende Feder ;) und ausgebautem Laufrad - via Bremshebel zusammendrücken, dann mit Isopropylalkohol zu reinigen und eventuell mit etwas DOT 4 zu benetzen vor dem Hinein-drücken. Zum Abschluß der Arbeit noch den Bremssattel gründlich reinigen vom überschüssigem DOT (Mit eben dem verwandtem Alkohol) => Fertig :).

Das klappte hervorragend - zumindest an meiner Bremse - und spiegelt die Empfehlung des Users "Weezer" wieder.

Ausgehend von meinem Verständnis bin auch ich der Ansicht das die Bremskolben "von Innen" geschmiert werden sollten - das Benetzen bei der Montage / Reinigung der Bremskolben soll wohl lediglich der Dichtung von der Außenseite her etwas "Anfangsschmierung" bringen (?) um wohl die Elastizität in gewissem Maße zu bewerkstelligen.

Die Bremskolben des Bremssattels laufen momentan einwandfrei / Symmetrisch - Wie Es sich auf Dauer und / oder in absehbarer Zeit verhält wird sich zeigen müssen (Verfüge ja nicht über etwaige Langzeiterfahrungen mit / bei hydraulischen Fahrradbremsen wie die wohl überwiegende Mehrheit der User Hier).
In der Service - Dokumentation von "Shimano" las ich Diesbezüglich Nichts - würde aber Analog zur "Hayes" dann das entsprechende Öl nutzen zur Kolben"pflege" + Isopropylalkohol ...

Edit: Natürlich wurde das Zusammen-drücken der Bremspads mit alten, nicht mehr zu Fahrenden durchgeführt ;) - nicht das Jemand die Aktuellen / in Nutzung Befindlichen dazu verwendet und Die dann z. Bspl. mit DOT oder Mineralöl einsaut.

MfG

Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mir heute Abend die Mühe gemacht und meine vordere Bremse gereinigt und dann mit der Zylinderpaste eingeschmiert. Schwer zu sagen, ob die Reinigung oder aber die Paste den Unterschied gemacht hat, doch die Bremse betätigt sich jetzt spürbar leichter und gleichmäßiger. Mal sehen, ob das längerfristig so bleibt.

Ich glaube, dieser Thread ist zu einem Glaubenskrieg ausgeartet, der zu nichts führt. Jeder hat da so seine Meinung, vermutlich führen alle Wege nach Rom. Belegen kann die Vor- und Nachteile sowieso keiner von uns, weil Ursache und Wirkung überhaupt nicht eindeutig zuzuordnen sind (siehe mein eigenes Beispiel).

Mir leuchtet ein, dass Kolben (wie bei Federgabeln ja auch) von innen geschmiert werden und äußere Verschmutzungen von Zeit zu Zeit entfernt werden müssen. Da sind wir uns ja alle einig. Der Rest ist... nun ja, Überzeugungssache.

Ich bin zufrieden mit den neuen Lösung. Jetzt überprüfe ich in den nächsten Monaten einmal, wie nachhaltig die ist. Amen!
 
hmm..nö, bremsen passt schon ziemlich gut, und laufräder muss man noch hinzufügen. da gehts bei beidem schon stark richtung religion.

wo ist eigentlich dr.stone wenn man ihn braucht?
 
Weggemobbt.

Ich muss noch dazu anfügen das ich die Kolben und Dichtungen zur Montage mit der Paste versehen hatte und nicht nur etwas aussen wo das meiste wieder abgestreift wird.

Interessant wäre noch eine Aussage von Formula oder Trickstuff zu diesem Thema, andere Hersteller sind hier ja nicht vertreten.
 
Wir empfehlen - und machen es im Service nicht anders - die Kolben maximal rauszupumpen und mit Isoprop zu reinigen.
Anschließend zurückdrücken und mit eingebauten Belägen ausmitteln.
zum Ausmitteln kann man die dazugehörige Transportsicherung (blau oder grau), oder ein spezielles Nehmerkolbenwerkzeug von uns verwenden.
das Werkzeug einfach zwischen den Nehmer legen und 2,3x am Hebel pumpen.

von Schmiermitteln, gleich welche, raten wir grundsätzlich ab, da wie schon erwähnt wurde, dort Staub, Dreck etc. deutlich besser haften bleibt und Nehmerkolben äußerlich keinerlei Schmierung verlangen, da diese intern übers System selbst geschmiert werden.

Lediglich bei Neumontage von Q-Ring und Kolben verwenden wir (sehr wenig) Silikonfett, welches auf den Q-Ring aufgebracht wird.
Dies dient jedoch nur dazu, den Q-Ring nicht zu beschädigen.

zum rauspumpen empfiehlt es sich, ein Werkzeug (Flachmetall, Gabelschlüssel...) zwischen den Nehmer zu legen um die Kolben am herausfallen zu hindern.
dann solange am Geber pumpen, bis beide NK´s am Werkzeug anstehen, säubern und wieder retour.

tipp nebenbei: nach jeder Neubefüllungs -, Entlüftungsprozedur, die Kolben komplett ans Werkzeug pumpen.
a) werden hierbei die NK direkt mobilisiert
b) muss bei komplett ausgefahrenen NK´s noch ein klar definierter DP vorhanden sein. ist dies nicht der Fall, ist entweder der AGB nicht komplett gefüllt und oder noch Luft im System (-> beim entlüften was schief gelaufen)
 
@FormulaGermany
Danke für die ausführliche Beschreibung.

Um die Bremskolben am rausfallen zu hindern, kann man einen 4,5 oder 6mm Inbus dazwischen legen.
Ich verwende bei der (wieder) Montage der Q-Ringe ebenfalls einfach die Bremsflüssigkeit (DOT oder Mineralöl).
Die Ringe gut damit benetzten und vorsichtig wieder reinlegen.

Zum Ausmitteln der Bremsbeläge lege ich einen 2 oder 2,5mm Inbus dazwischen.

Spezialwerkzeug habe ich bisher noch bei keiner Bremse gebraucht, wobei es durchaus sein kann das man sich als Profi das Leben damit leichter macht.
 
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