Das ist ein einzelner physikalischer Zusammenhang völlig isoliert betrachtet... auf einer glatten Asphaltstraße oder einer Bahn mag das zutreffen, in der MTB-Praxis stimmt das so nicht! Wenn ein
Reifen so hart aufgepumpt ist, dass er sich wie Beton anfühlt, springt er bei jeder kleinsten Unebenheit vom Boden ab, da reicht schon Schotter. Dadurch verliert man Traktion und Kontrolle was deutlich schwerer wiegt als der
vermeintlich gute Rollwiderstand. Wenn ein
Reifen kleine Hindernisse wie Wurzeln etc. durch Verformung schon (zumindest teilweise) "wegdämpft", wird der in Fahrtrichtung wirkende Impuls weniger abgelenkt und dabei abgebremst, als bei einem sehr harten
Reifen. In den Kurven fehlt dadurch auch EINIGES an Traktion. Ein vernünftiges Mittelmaß ist hier das A und O. Ich fahre an keinem MTB mehr als 2bar, meist sogar deutlich darunter.
Den
Minion bin ich eine Weile vorne gefahren und mir liegt er nicht. Hat meiner Meinung nach keinen spürbaren Grenzbereich in Kurven - entweder er greift oder man mault sich, ein kontrolierbarer Bereich des Driftens wie bei vielen anderen
Reifen ist nicht vorhanden.
Der Ardent funktioniert hinten gut, wenn es trocken ist und der Boden fest ist. Bei lockerem Boden oder Nässe taugt der nicht viel.