Der Centurion mit Bildern Thread

hohenstaufen

kommt Zeit, kommt Rad ...
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Ist hier glaube ich noch nicht gezeigt worden:

Kodiak , Baujahr 1992 aus Tange Prestige
Sehr selten - liegt ev. an der komischen Decal-Farbe rosa und orange zu dem schönen blau
und dem sehr ambitionierten Listenpreis von 3300 DM mit XT-Ausstattung ...

Ich habe zwei - eines hat leider auf dem Oberrohr was abbekommen (Diebstahlversuch ?)
Da sieht man aber wieder wie gut die Futura-Unterphosphatierung hält.

Päärchen.jpg


schlecht (19).JPG
schlecht (14).jpg


Rahmen ca. 2500 g, Gabel ca. 1050 g
 
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Gestern geschossen 😊

Aus 1. Hand. Zustand stark gebraucht. Aber technisch top.
Wollt ich ‘87 haben, aber Koga-Miyata hat mich letztlich damals qualitativ weitaus mehr überzeugt.
Fünf Jahre später hab ich mich „in den Arsch gebissen“. Nicht wegen dem Centurion als solches, sondern wegen der Suntour Komponenten. Koga-Miyata fahr ich natürlich heut noch. Aber dieses Arrival ist im Gesamtpaket schon grosses Kino.

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Cheers
 
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Leider kommt im Classic-Forum eine Firma, ein MTB-Pionier, irgendwie zu kurz bzw. ist kaum präsent: Centurion.
Man könnte meinen, die Republik, ein Bundesstaat der USA, ist voll kultiger Klein, Fats, Ritcheys etc.pp., diese Firmen hätten en gros verkauft und die Schwaben wären nur irgendeine Fricklerbude am Arsch der Welt; bis man merkt, dass es hier nur keine/zuviele fanboys gibt. Oute ich mich eben.

Centurion Wolfgang Renner hat also erheblichen Anteil am Hype und der weiteren MTB-Entwicklung.

Aber wie das mit dem Propheten im eigenen Land so ist, gingen, im Gegensatz zu den günstigeren Modellen, die ungleich teuren TopoftheLiner wohl nie...
Egmont, Deine Aussage unterschreibe ich, was die Amis betrifft, zu 90%.
Was sind damals in meinem Umfeld in den späten 80ern sackteure Yetis und andere Amis im harten Einsatz verrostet, gebrochen und einfach zerbröselt. Das lustigste war, dass sich sich die meisten Besitzer dieser Diven alles schöngeredet haben. Und was haben sich sich die meisten wieder gekauft? Genau. Die anderen, die Geld hatten ein P21.

Bei den Japanern muss ich allerdings widersprechen. Besonders Miyata war von einem anderen Stern. Das beste was es für Geld zu kaufen gab. Da konnte auch Centurion - trotz aller Innovtion nicht mithalten.

Unbestritten ist, der Herr Renner war einer der grossen Wegbereiter der Szene. Aber dann kamen MTB‘s „for all“ in Form von Specialized, Scott, etc. Und dann der Schrott Namens Wheeler, Giant und Konsorten.

Aber so ist das Leben schon immer gewesen. Die Masse begreift nix und will jeden Tag auf‘s Neue verarscht werden :D

Cheers
 
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Unbestritten ist, der Herr Renner war einer der grossen Wegbereiter der Szene. Aber dann kamen MTB‘s „for all“ in Form von Specialized, Scott, etc.
Das ist eine interessante Interpretation. Ich würde sagen Herr Renner hat zur exakt gleichen Zeit wie Univega und Specialized das exakt gleiche getan: Rahmen in Japan fertigen lassen, japanische Komponenten drangeschraubt und die eigenen Firmenaufkleber draufgeklebt. Nicht mehr und nicht weniger.
 

Thias

気にしない
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Steht ja nirgens, dass er der einzige Wegbereiter war.
Ausserdem ist hatte Centurion eine sehr gute Pulverbeschichtungstechnik, die weder Speci noch Univega hatten.
Bei dir klingt es so, als sei das alles, was er gemacht hat so super easy uns selbstverständlich gewesen. Aber hast du eine Ahnung, wie riskant und teuer es ist, in einen neuen Markt einzusteigen, von dem es zu der Zeit auch völlig ungewiss war, ob er sich überhaupt zu einen solchen entwickeln würde?
 
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Steht ja nirgens, dass er der einzige Wegbereiter war.
Ausserdem ist hatte Centurion eine sehr gute Pulverbeschichtungstechnik, die weder Speci noch Univega hatten.
Bei dir klingt es so, als sei das alles, was er gemacht hat so super easy uns selbstverständlich gewesen. Aber hast du eine Ahnung, wie riskant und teuer es ist, in einen neuen Markt einzusteigen, von dem es zu der Zeit auch völlig ungewiss war, ob er sich überhaupt zu einen solchen entwickeln würde?
Nein habe ich nicht und das wollte ich auch überhaupt nicht herunterspielen. Mein Vorposter hat aber Specialized der Reihenfolge nach hinter Centurion gestellt.
Ich denke wir sprechen von der Zeit um 1982. Und da haben Specialized und Univega "den Auftrag erkannt", den Kunden des neuen Marktes MTB gute, bezahlbare und lieferbare Räder zu liefern. Das ging über den Import japanischer Rahmen. Und das hat Centurion auch getan. Was den Vergleich der Beschichtungsqualitäten angeht habe ich keine Ahnung, kann aber gerne ein paar Fotos von meinem 86er edit: 87er Damen Explorer beisteuern.
 
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Du pied du Jura
Nein habe ich nicht und das wollte ich auch überhaupt nicht herunterspielen. Mein Vorposter hat aber Specialized der Reihenfolge nach hinter Centurion gestellt.
Ja, das habe ich ;)
Specialized waren die ersten, welche MTB im grossen Stil unters Volk brachten. Ja ... klar, das weiss ich auch. Aber war der Herr Renner nicht innovativer?
Specialized war für mich immer nur Standardware, mehr nicht.
Aber auch zu Centurion habe ich eigentlich keinen sonderlichen Bezug. Nur eben zu diesem Arrival, begründet durch seine Suntour Ausstattung und den für damalige Verhältnisse tollen Alu Rahmen.
Letztlich besteht aber trotzdem die Möglichkeit, dass es doch geschlachtet wird.

Cheers Chrigu
 
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Specialized waren die ersten, welche MTB im grossen Stil unters Volk brachten. Ja ... klar, das weiss ich auch. Aber war der Herr Renner nicht innovativer?
Da gehen die Ansichten sicherlich auseinander. Ich habe Centurion immer als solide Räder wahr genommen... aber sonderlich innovativ? Was war den bei Centurion so innovativ, was sich von anderen Herstellern abgesetzt hätte?

Mir will da partout nix einfallen...
 

hohenstaufen

kommt Zeit, kommt Rad ...
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Es wird ja immer behauptet W. Renner hätte 1982 mit dem Country das erste MTB auf den deutschen Markt gebracht.
Eigentlich ein Specialized Stumpjumper Nachbau, der wiederum ein Ritchey Nachbau war:

Außerdem das Segment Trekkingrad erfunden mit dem ersten Accordo GT
und eben die werbewirksame Tibet-Tour mit dem MTB von Lhasa nach Kathmandu ...


Mich freuen an meinem Stratos außer der haltbaren Pulver Lackierung, die es aber erst ab 1990 gab die speziellen Details der "Verstärkungs-Flosse" am Sitzdreieck und die angelötet Sharkfin. Ob das zum Absetzen von anderen Herstellern reichte ist fraglich.

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(eigentlich ein Specialized Stumpjumer Nachbau)
Ja, das war ja 1981 schon auf dem Markt.

Und das Trekking Rad erfunden?
Möglicherweise war er der erste, der serienmäßig einen Flatbar an einen 28" Sporttourer gebaut hat. Aber das als große Erfindung hinzustellen? Ich weiß ja nicht...

Sporttourer gab es 1984 auch schon von diversen anderen Herstellern...

Die Schwingenaufnahme des No Pogo 1997? Gab es technisch gesehen auch schon 1996 bei anderen Herstellern...

Für einen deutschen Hersteller war Centurion sicherlich dicht dran, an technischen Neuerrungen und schneller als andere deutsche Hersteller damit am Markt... aber wirklich irgendwas komplett "neu gedachtes" kann ich da bei Centurion nicht sehen.
 
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Es wird ja immer behauptet W. Renner hätte 1982 mit dem Country das erste MTB auf den deutschen Markt gebracht (eigentlich ein Specialized Stumpjumer Nachbau) und das Segment Trekkingrad erfunden mit dem ersten Accordo GT.
Genau. Er hat das MTB nach Deutschland gebracht und mit sehr viel Elan etabliert, das war die innovative Leistung, der Ehre und Respekt gebührt.
Das 1982er Centurion Country entspricht meiner Ansicht nach weitgehend dem ersten Specialized Stumpjumper sowie dem Univega Alpina Sport. Das innovative am Rad selbst gebührt dem Rahmendesigner (Ritchey?) oder dem Hersteller (Tange?), der den Rahmen günstig und haltbar hergestellt - und m.E. auch in Japan lackiert - hat.

Was das oben gezeigte Centurion Arrival angeht: ein MTB-Alurahmen anno 1987 ist innovativ, aber kein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Ist bekannt, wer den Rahmen hergestellt hat, gibt es einen Aufkleber? Falls der Rahmen haltbar war, gebührt dem Hersteller des Rahmens die Innovations-Ehre. Centurion hat ihn nicht hergestellt, das sollte klar sein, genauso wenig wie die Komponenten.

Was die von @Thias angesprochene Pulverlackierung angeht: auch das ist innovativ, kam aber erst viel später.
 
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Und dann der Schrott Namens Wheeler, Giant und Konsorten.
hi, zu Centurion ist ja schon viel gesagt worden, und ich Zolle auch Hr. Renner einen gewissen Respekt, vorallem dafür dass er schon sehr früh den richtigen Richer bzgl. des Mountainbike-Trends hatte und auch das unternehmerische Geschick eben ganz konkurenzfähige Räder unter eigener Marke auf dem Markt gebracht zu haben.

Den Satz zu Wheeler, Giant und Konsorten kann man aber ja auch nicht unterschreiben.
Diese Bikes waren von der Verarbeitungsqualität und auch der Zussammenstellung kein Schrott, nur eben halt nicht von Produktmanagern in D oder USA, sondern Asien geplant (+ einen ganz brauchbaren Vertrieb in den Absatzmärkten).
Noch weniger "kultig"? Ja sicher!

Aber mal wieder Back-to-topic, das Arrival oben finde ich toll :daumen:
 
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Du pied du Jura
Hallo
Sorry. Offenbar habe ich das Thema etwas zu überspitzt interpretiert, das war nicht meine Absicht!
Ich bin in den oberbayerischen Bergen aufgewachsen, sprich: bis die Innovationen bei uns ankamen, war meist schon mächtig Wasser die Bergflüsschen hinabgelaufen.

Als ich 1987 auf einer Bergtour (damals noch zu Fuss ;)) am Schneibstein in Berchtesgaden auf zwei GI's traf, die sich mit Bergrädern einer Marke Namens Cannondale den Berg hinauf gequält hatten, wurde ich das erste Mal in Natura mit Bergrädern konfrontiert.
Nach diesem Wochenende suchte ich verschiedene Fahrradhändler auf, mit dem klaren Wunsch ein solches Bergrad zu kaufen. Das erwies sich damals als gar nicht so einfach, denn die Auswahl war eher sehr überschaubar.

Besagte Cannondale sprengten mein Budget, Specialized gab es zum damaligen Zeitpunkt nach meiner Rechereche in der Region noch nirgends, Centurion, Hercules und Longus hingegen schon. Meine ursprüngliche Heimat ist eine eher konservative Region. Da bevorzugten die Händler eher Produkte aus "deutschen Landen" oder eben vermeintlich hochwertige Brands wie Cannondale, Ritchey oder Koga-Miyata.

Der MTB Boom ging im Berchtesgadener Land nach meinen Erinnerungen erst '89/'90 richtig los.
Auf einmal hatten alle Fahrradhändler eben solches von mir als "Schrott" tituliertes Material im Sortiment.
Und auf einmal hatte jeder so ein Wheeler, Scott und Giant ;)

Bis heute bin ich mir da treu geblieben. Für mich kommen nur "Perlen" in Frage. Und das Arrival ist sicherlich eine, wenn auch keine superexklusive.

Cheers
 
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Geht's in diesem Faden jetzt nicht mehr um Centurion mit Bildern, sondern um Besserwisserei ohne Bilder und ohne Belege? Schade eigentlich. Und ich dachte, mein Accordo GT sei ne Innovation gewesen 😉
 

lowisbmx

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Ahhh endlich mal wieder ein paar schöne Bilder! Das Arrival ist super, und wenn ich das Country sehe bekomm ich gleich Lust meins aus dem Archiv zu holen..... Ein Lhasa fehlt mir noch in meiner Sammlung.....

Bzgl. dem Thema innovativ, ich denke Centurion hat von Anfang an eher auf stimmige Räder gesetzt. Wo man bei vielen, die im gleichen Preissegment angesiedelt waren, z.B. ein XT Schaltwerk und dann einen LX bzw. Deore Mix bekommen hat, waren die Ausstattungen bei Centurion immer durchgängig. Man halt halt ein grundsolides Rad bekommen, egal für welche Ausführung man sich entschieden hat.

Kultstatus liegt halt auch immer im Auge des Betrachters bzw. was einen mit den Rädern verbindet. Ich hab damals im lokalen Radladen gejobt und in den Ferien bei Centurion Räder zusammengebaut. Das was damals unerschwinglich war als Schüler bekommt man jetzt mangels "Kultstatus" für schmales Geld. Das ist doch super. Und damit zu fahren macht mindestens genauso viel Spaß wie früher.
 
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Du pied du Jura
... Ist bekannt, wer den Rahmen hergestellt hat, gibt es einen Aufkleber? Falls der Rahmen haltbar war, gebührt dem Hersteller des Rahmens die Innovations-Ehre.
Hab' ich übersehen.
Fragmente eines Aufkleber sind noch vorhanden. Allerdings lässt sich nur noch "apan" erkennen. Ich vermute ursprünglich lautete dieser auf "Made in Japan". Mehr nicht.

IMG_4625-2.jpg
 

hohenstaufen

kommt Zeit, kommt Rad ...
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An meinem 87-er Arrival ist auch der "Made in Japan " Aufkleber und aber eine andere Materialbezeichung

20200624_123915.jpg


Allerdings wird in einem 87-er Promotion Faltblatt von Centurion behauptet:

"Arrival- das Race-Bike das direkt aus USA kommt ... sein Alu-Rahmen macht es superleicht"

Entweder es wurden nochmals kurzfristig die Lieferanten gewechselt oder das war ein Marketingspruch, da das teuerste und die Alukonkurrenz damals eben aus den USA kam (oder meinte man "designed in USA" ?)


Programm 87.jpg


Ich habe bei vielen meiner Centurions festgestellt daß öfters Teile ab Werk verbaut waren die nicht den Katalogangaben entsprachen. Das Suntour-Programm war Ende der 80-er aber auch unübersichtlich.
Oft Shimano Laufräder bei ansonsten Suntour ausgestatteten Rädern Anfang der 90-er (ev. auch weil sich die Shimano Hyperglide Cassette einfach durchgesetzt hatte)
 

lowisbmx

...Höhenmeterjunkie...
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Schau mal hier:


Bzw. such mal nach Diamondback Arrival. Das waren die selben Rahmen.
BMX Räder für den deutschen Markt von Diamondback wurden damals auch bei Centurion in Deutschland gebaut.
 

hohenstaufen

kommt Zeit, kommt Rad ...
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Oder hier:


Das Axis sieht schon stark nach Centurion Jetstream aus.
... aber nur farblich ähnlich in dem Farbton "flieder rauch" ... das Axis ist aus Tange Prestige und mit der elektronischen Schaltung !!

So ein Lack war für 1988 ziemlich weit vorne - Kuwahara und GT z.B. hatten da noch langweilige Unifarben.
Ich habe gerade ein 88-er Centurion Jetstream am Montageständer und kämpfe mit dem Innenlager - gute Bilder folgen in Kürze ...

Jetstream 88 2.jpg
 
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