Die Angst des Jägers vor dem Biker?

andy1

guude
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soviel gibts dazu zu sagen:

Das Rehwild/Rotwild bewegt sich im Winter nicht viel, ist ja auch logisch: Es ist kalt, gibt nicht viel Nahrung bzw. es ist gefroren. Pflanzen gibts nicht so reichlich und nachfüttern ist auch nicht immer üblich, es liegt evtl. Schnee wo es viel Energie kostet dadurch zu stapfen (du bikst ja auch net Stundenlang durch Tiefschnee).
Also gehen die Körner nur so dahin wenn die Viecher sich bewegen - denn sie haben einen natürlichen Fluchtinstinkt wenn irgend etwas ungeöhnliches auf sie zukommt.
Sie werden schwach, die vorher angefutterte Fettschicht (Feist) verschwindet mehr und mehr und die Tiere verlieren mehr Energie als sie zuführen können.
Fazit ->>> Sie gehen vor die Hunde.

Und nochwas: Die Tiere sind nicht dumm, sie können genau unterscheiden zwischen Waldarbeitern (evtl auch Autos) die Krach machen aber ihnen letztendlich nichts tun und Fußgängern etc. wo sie nicht wissen was sie erwartet.
Es kann schon passieren dass sie in der Nähe von Waldarbeitern gemütlich äsen.

Und Wild welches nicht in der Dämmerung (die bevorzugte Zeit) nicht rauskommt macht zudem in den Dickungen die Bäume kaputt weils sie an den Rinden knabbern.
 

wondermike

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Um es vorweg zu sagen: ich habe für Jäger nicht viel übrig und wenn ich einen mit einem Schild "Jagd ist angewandter Naturschautz" mit einem dicken Geländewagen im Wald rumfahren sehe, geht mir das Messer im Sack auf.

Tatsache ist doch, dass in vielen Gegenden das Wild nach allen Regeln der Kunst hochgepäppelt wird, nur um es danach "waidgerecht" abmurksen zu können. Dadurch werden die Bestände viel zu groß und es entstehen mehr Waldschäden als durch sauren Regen etc. Und wenn sich so ein Typ dann aufregt, dass der Plebs es wagt, in "seinem" Wald ein bisschen Spaß zu haben, dann lässt mich das wirklich reichlich kalt.
 
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wondermike schrieb:
Tatsache ist doch, dass in vielen Gegenden das Wild nach allen Regeln der Kunst hochgepäppelt wird, nur um es danach "waidgerecht" abmurksen zu können.

Woher hast Du denn die Info? Würde mich mal interessieren

Zur Info, Wild allgemein erschrickt sich über einen Biker wahrscheinlich mehr als über ein Auto o. Fußgänger. Grund dafür ist die relative Lautlosigkeit des Radlers verbunden mit der Geschwindigkeit, Auto nimmt das Wild eher war u. Fußgänger erachtet das Wild meist nicht als Gefahr, da zu langsam, ergo springt es bei Radlern eher mal erschreckt ab.

Allerdings halte ich es für ein Gerücht, das die Tiere dadurch so erschöpft werden, daß sie verenden. Rehe z.B. sind Kurzstreckenflüchter, sie sprinten in die nächste Deckung u. gut ist. Es gibt zwar Studien, die beweisen, daß in Wäldern mit hohem Freizeitdruck (Jäger, Wanderer, Biker, etc zusammen) mehr Wild stirbt, allerdings dürfte das zum Großteil auch auf andere Faktoren zurückzu führen zu sein, z.B. Verkleinerung des Lebensraums des Wildes durch Baumaßnahmen, Landwirtschaft, Faunenverfälscher, etc.

Außerdem gibt es auch genügend Berichte, die zeigen, daß sich Wild an regelmäßige Störungen gewöhnt, z.B. springen Rehe auf Joggingpfaden nicht mehr vor Joggern ab, wohl aber vor Spaziergängern, weil sie die Läufer nicht als Gefahr wahrnehmen.

Da die meisten Jäger einer etwas älteren Generation angehören, sind sie neuem (auch neuen Erkenntnissen) nicht gerade aufgeschlossen, leider. Aber es gibt halt sone u. solche.

Ich bin selber Jäger u. Downhiller u. ich habe noch nie ein Problem mit Bikern o. sie mit mir gehabt. Und mein Revier ist in einer bekannten u. viel genutzten Bikegegend. :daumen:

Gruß Jobal
 

wondermike

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Jobal schrieb:
Woher hast Du denn die Info? Würde mich mal interessieren

Mein Schwager war mal Jäger. Der ist dann an jedem Wochenende in den Wald gefahren und hat alles mögliche Zeugs hingekarrt, Kraftfutter, Vitamine, Mineralien, wer weiß was noch alles. Das ist in der Gegend (Schwarzwald) duchaus Standard und man stößt im Wald ständig auf Futterkrippen.
 

Männix

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@ andy1:

Die Argumente, die da vorgebracht werden, sind durchaus nachvollziehbar, ich mache mir da aber so meine eigenen Gedanken:

Du sagst zum Beispiel, ich zitiere:
„Das Rehwild/Rotwild bewegt sich im Winter nicht viel, ist ja auch logisch: Es ist kalt, gibt nicht viel Nahrung bzw. es ist gefroren. Pflanzen gibts nicht so reichlich und nachfüttern ist auch nicht immer üblich, es liegt evtl. Schnee wo es viel Energie kostet dadurch zu stapfen (du bikst ja auch net Stundenlang durch Tiefschnee)“… Also gehen die Körner nur so dahin wenn die Viecher sich bewegen - denn sie haben einen natürlichen Fluchtinstinkt wenn irgend etwas ungeöhnliches auf sie zukommt.
Sie werden schwach, die vorher angefutterte Fettschicht (Feist) verschwindet mehr und mehr und die Tiere verlieren mehr Energie als sie zuführen können.
Fazit ->>> Sie gehen vor die Hunde.“


Wenn die Tiere im Winter viele „Körner“ lassen, wird es in den seltensten Fällen ein Radfahrer Schuld sein, denn die drehen im Schnee kaum ihre Runden im Wald! Zudem werden sie in strengen Wintern gefüttert, damit sie überleben. Und da die Rehe „nicht dumm“ sind, werden sie die Futterstellen schnell finden, wenn sie „keine Körner“ mehr haben.

Weiterhin sagst Du :
„Und nochwas: Die Tiere sind nicht dumm, sie können genau unterscheiden zwischen Waldarbeitern (evtl auch Autos) die Krach machen aber ihnen letztendlich nichts tun und Fußgängern etc. wo sie nicht wissen was sie erwartet.
Es kann schon passieren dass sie in der Nähe von Waldarbeitern gemütlich äsen.“

In der Tat, die Tiere sind nicht dumm! Sie erkennen relativ schnell, wenn ihre Flucht erfolgreich war. Mir begegnet in unserem Wald recht häufig Wild, (auch viele Wildschweine) und in den allermeisten Fällen hört die Flucht recht schnell auf. Das kann man beobachten, wenn der Wald nicht so dicht ist oder hören, wenn die Flucht ins dichte Gestrüpp geht: Da dauert das Getrappel nie lange. Nur zweimal hat die Flucht bei mir etwas länger gedauert: Beim ersten Mal konnte ein Reh nicht flüchten, da auf der Fluchtseite ein Zaun den Weg versperrte. Es lief neben mir her und ich bin stehen geblieben, um ihm die Flucht zu ermöglichen. Beim zweiten Fall war die Sache etwas problematischer: Wir sind nach einer Kurve in ein Wildschweinrudel geraten, das die Wegesränder umgrub. Die eine Hälfte flüchtete nach links und die andere nach rechts. Beide Trupps wühlten sich eine zeitlang neben uns durchs Gestrüpp, und hin und wieder wechselte eins der verschreckten Tiere vor uns die Straßenseite. Allerdings sind wir nicht stehen geblieben, da wir zugegebenermaßen ziemlich Schiss hatten!

Ach ja… um noch mal auf die Intelligenz des Wildes zu kommen: Wenn die Tiere sich an Waldarbeiter oder Motorengeräusche gewöhnen können, warum nicht auch an Fahrradfahrer? Vielleicht kriegen die Rehe einen Schreck, wenn ein einsamer Radfahrer lautlos des Weges kommt. Ich denke aber, dass ein Reh, das Radfahrer „gewohnt“ ist, schnell erkennt, dass keine Gefahr von ihm ausgeht!

Andy1, sei mir bitte nicht böse, dass ich Dich jetzt hier zitiert habe. Ich habe diese von Dir vorgebrachten Sachen schon öfter gehört und ich habe nur meine Meinung dazu gesagt.
 

andy1

guude
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@Männix:

Du kannst jetzt rel logisch herum argumentieren aber das nützt nix, denn die Tiere sind nunmal so.
Sie lernen ja auch und gleichen sich der Zivilisation an aber einfach mehr futter weil sie mehr flüchten ist ja nicht.
Du bist da halt nicht so drin deshalb verstehe ich schon dass du das auch nicht ganz so nachvolziehen kannst, ein Jäger macht da schon eine etwas längere Ausbildung mit und lernt auch durch Erfahrung.

Die Tiere können im Winter nicht mehr futtern - das muss vorher schon geschehen.
Und es gibt welche die schon rel. schwach in den Winter reinkommen, die haben dann nicht soviele Reserven.
Ein paar mal flüchten kostet schon ne Menge. Die Tiere wissen doch auch nicht dass wir ihnen nichts tun.
Ein motorgeräusch denke ich, ist wohl auch besser einzuordnen als knistern und Steinchen zerknirchen, da kann ja allerhand angeschlichen kommen.

Futterstellen gibts nur in Ausnahmefällen und wer weiss wieviel Energie so ein trockenes Heu hat...

Die Radfahrer sind im Winter vielleicht auf den noch freien, platt gefahrenen Wegen wo sie noch biken können, da kann man den rehen schlecht sagen sie sollen auch dort laufen weil sie wenig Energie verlieren.

Ganz so dramatisch muss man das alles nicht sehen, ich denke es bringt schon viel wenn man im Winter, egal ob Schnee oder nicht, weitgehend auf den Wegen bleibt.
 

andy1

guude
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Tom:-) schrieb:
@all
FYI
http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=131722
sicherlich ein interessanter beitrag zu eurer 'hochpeppeln und abknallen' diskussion.

grz
tom:)
wie ich schon mal erwähnte sind oft hohe Jagdpachten (was die Waldbesitzer von dem Jäger fordern) das ÜBEL:
Natürlich gibts dann viele die natürlich bei soviel Geld was rausholen wollen, da bleibt schonmal die Natur auf der Strecke.

Wenn du dir ein DOWNHILL-Bike holst willst du wahrscheinlich auch nicht nur über Wurzeltrails fahren.

Das Geld verdirbt die Leute...
 
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Wild gewöhnt sich also an das Motorengeräusch und weiß, dass davon keine Gefahr ausgeht. Hoffentlich merken die Wilden bald, dass an jedem Tag, an dem sie das Motorengeräusch gehört haben, einer aus der Wildfamilie tot am Boden lag.

Gibts eigentlich Radbekleidung von Reebok? Mit einer Jacke dieser Marke könnte man auch als jagbar gelten. Ok, der war mau ;)

Bei Diskussionen dieser Art verweise ich immer gerne auf meine Signatur. Ohne die anderen wäre es doch auch langweilig. Dann hätte der Deutsche ja bald gar nix mehr zu meckern. Ich packe mir als allererstes an die eigene Nase, dann erst kann ich anfangen eventuell und möglicherweise die "anderen" zu kritisieren.

Leben und leben lassen!
MfG der Rothi
 
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andy1 schrieb:
@Männix:

Du kannst jetzt rel logisch herum argumentieren aber das nützt nix, denn die Tiere sind nunmal so.
Sie lernen ja auch und gleichen sich der Zivilisation an aber einfach mehr futter weil sie mehr flüchten ist ja nicht.
Du bist da halt nicht so drin deshalb verstehe ich schon dass du das auch nicht ganz so nachvolziehen kannst, ein Jäger macht da schon eine etwas längere Ausbildung mit und lernt auch durch Erfahrung.

Die Tiere können im Winter nicht mehr futtern - das muss vorher schon geschehen.
Und es gibt welche die schon rel. schwach in den Winter reinkommen, die haben dann nicht soviele Reserven.
Ein paar mal flüchten kostet schon ne Menge. Die Tiere wissen doch auch nicht dass wir ihnen nichts tun.
Ein motorgeräusch denke ich, ist wohl auch besser einzuordnen als knistern und Steinchen zerknirchen, da kann ja allerhand angeschlichen kommen.

Futterstellen gibts nur in Ausnahmefällen und wer weiss wieviel Energie so ein trockenes Heu hat...

Die Radfahrer sind im Winter vielleicht auf den noch freien, platt gefahrenen Wegen wo sie noch biken können, da kann man den rehen schlecht sagen sie sollen auch dort laufen weil sie wenig Energie verlieren.

Ganz so dramatisch muss man das alles nicht sehen, ich denke es bringt schon viel wenn man im Winter, egal ob Schnee oder nicht, weitgehend auf den Wegen bleibt.

wenn du von schäden für bambi redest...
wieviel wild stirbt pro jahr durch autofahrer?
wieviele bambis werden pro jahr durch erntemaschinen zerhakt?
wieviele tiere erschießt ein jäger pro jahr?
und wieviele tiere kommen pro jahr durch mountainbiker ums leben.

ich finde es abstoßend wenn menschen, die geld und zeit investieren um zum puren vergnügen tiere zu töten anderen etwas über das wohlergehen von natur und dem schutz der tiere erzählen wollen.

ich schwör dir, an dem tag, an dem die jäger die flinte zur seite legen und anfangen sich für ökologisch ausgewogene lebensräume einzusetzen, an dem tag leg ich mein rad zur seite und setze nie wieder einen fuß in die betreffende gebiete.
 

wondermike

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another schrieb:
ich schwör dir, an dem tag, an dem die jäger die flinte zur seite legen und anfangen sich für ökologisch ausgewogene lebensräume einzusetzen, an dem tag leg ich mein rad zur seite und setze nie wieder einen fuß in die betreffende gebiete.
FULL ACK!! :daumen: :daumen: :daumen:

Ich würde auch nie in einem Naturschutzgebiet oder einer sonstwie ökologisch sensiblen Zone mit dem Bike durch die Prärie fräsen. Der Wald, in dem ich rumfahre, ist auf industrielle Holzgewinnung ausgerichtet und wird zweimal im Jahr von riesigen Holzerntemaschinen durchgepflügt. Außerdem sind ständig Heerscharen von Spaziergängern, Reitern, Wanderern und Pilzesuchern (OK, die eher nur im Herbst) unterwegs. Wenn mir da einer was von Umweltschäden durch Biker erzählt kann ich wirklich nur lachen.
 

Tom:-)

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andy1 schrieb:
wie ich schon mal erwähnte sind oft hohe Jagdpachten (was die Waldbesitzer von dem Jäger fordern) das ÜBEL:
Natürlich gibts dann viele die natürlich bei soviel Geld was rausholen wollen, da bleibt schonmal die Natur auf der Strecke.

Wenn du dir ein DOWNHILL-Bike holst willst du wahrscheinlich auch nicht nur über Wurzeltrails fahren.

Das Geld verdirbt die Leute...
ahaaa! da kommt der wahre grund zum vorschein! weil die radfahrer das wild verschrecken kann der wackere jäger, nicht richtig jagen! dabei hat er soviel dafür bezahlt ballern zu dürfen. natürlich ist er ein guter waidmann, er weiß genau was rehe denken, und daß sie keine biker mögen. lieber autos und vollernter. und den leckeren mais und den apfeltrester den der nette jäger bringt, weil sie die kleinen triebe alle schon abgefressen haben und sonst im winter verhungern würden. würde mich nicht wundern, wenn im futter, das masenhaft im wald ausgelegt wird, auch noch antibiotika und anabolika drin sind, damit die tierchen schneller und noch gesünder wachsen.

waidmanns heil.
:rolleyes:
 

andy1

guude
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Tom:-) schrieb:
ahaaa! da kommt der wahre grund zum vorschein! weil die radfahrer das wild verschrecken kann der wackere jäger, nicht richtig jagen! dabei hat er soviel dafür bezahlt ballern zu dürfen. natürlich ist er ein guter waidmann, er weiß genau was rehe denken, und daß sie keine biker mögen. lieber autos und vollernter. und den leckeren mais und den apfeltrester den der nette jäger bringt, weil sie die kleinen triebe alle schon abgefressen haben und sonst im winter verhungern würden. würde mich nicht wundern, wenn im futter, das masenhaft im wald ausgelegt wird, auch noch antibiotika und anabolika drin sind, damit die tierchen schneller und noch gesünder wachsen.

waidmanns heil.
:rolleyes:
das bringt nix wenn du mir das Wort im Mund rumzudrehen versuchst.
Rumballern ? Sehr objektive Wortwahl !
Antibiotika im Futter für Wildtiere ? Wovon träumst du nachts ? Das ist doch eher bei den Stalltieren der Fall.
Du musst dass doch nicht alles kriminalisieren...
Viele Vorurteile, geh doch mal zu einem Jäger hin, rede mit ihm und lass dich über seine Aufgaben, Rechte und Pflichten aufklären.
Dann geh am besten noch zu einer Waldgenossenschaft und lass dich über ihre Ziele, Wünsche (Geld?) aufklären !

Wild verschrecken ? Das macht eigentlich jeder, nicht nur Radler und daß kann den Jäger nur aufregen wegen deren Energieverluste.
 

andy1

guude
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another schrieb:
wenn du von schäden für bambi redest...
wieviel wild stirbt pro jahr durch autofahrer?
wieviele bambis werden pro jahr durch erntemaschinen zerhakt?
wieviele tiere erschießt ein jäger pro jahr?
und wieviele tiere kommen pro jahr durch mountainbiker ums leben.

ich finde es abstoßend wenn menschen, die geld und zeit investieren um zum puren vergnügen tiere zu töten anderen etwas über das wohlergehen von natur und dem schutz der tiere erzählen wollen.

ich schwör dir, an dem tag, an dem die jäger die flinte zur seite legen und anfangen sich für ökologisch ausgewogene lebensräume einzusetzen, an dem tag leg ich mein rad zur seite und setze nie wieder einen fuß in die betreffende gebiete.
Was bist du denn für einer ?
Trägst Strickpullis und Aufpepper "für den Weltfrieden" ?

Aber zu den Autos: Du hast Recht damit dass sehr viele durch Autofahrer umkommen, dazu kann der Jäger aber mal gar nix.
Da sind die Sicherungen zu teuer (Geld), Straßen werden überall gebaut, Landschaften zerschnitten weil Menschen schnell vorwärts kommen wollen und weil es billiger ist (Geld).
Bei dem mir bekannten Revier kann es sein dass ca. 1/3 bis die Hälfte der festgesetzten Anzahl der zum Erlegen ferigegebenen der Rehe durch Autofahrer ums Leben kommen. Und die nehmen was kommt, betreiben keine Selektion nach den Kriterien für gesundes/krankes Wild.

Und dass die Landwirte immer in der Zeit der Kitze ihre Felder ernten... tja, das sag denen mal.
Aber du willst dich ja bestimmt auch (vegetarisch?) ernähren.
Es gibt an den Mähern schliesslich Vorrichtungen die die Tiere vorher aufscheuchen und wenn der Landwirt ein "Guter" ist sagt er vorher dem Jäger oder Umweltorganisationen bescheid die dann zu Fuß das Heu etc. durchstreifen und nach Kitzen suchen (melde dich doch mal dazu).

Und zum Vergnügen tötet niemand ausschliesslich die Tiere, der würde keinen Jagschein bekommen und obendrein wohl auch keine Berechtigung ein Revier zu pachten. Da gehört schon mehr dazu.
Und ist mit der Geschichte / Tradition von der es kommt ?
Tiere dienen ja auch zum Essen und es kommt ja auch daher. Schon bei den Neandertalern etc... Schon vergessen ?
Und ich esse auch lieber ein Stück Rehwildfleisch statt eines im Stall möglichst schnell und fettfrei hochgepäppelten Rindes oder Schweines.

Das Erlegen von Wild ist nur ein sehr kleiner Teil der Aufgaben eines Jägers. Und Belohnung sind dann die Jagdtrophäen von Böcken oder Hirschen die sich schon längst verewigt haben bei der Weiblichkeit.
Und es werden auch schwache Tiere die den Winter voraussichtlich nicht überleben herausgenommen sowie Überpopulationen werden abgebaut.
 

Männix

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andy1 schrieb:
@Männix:

Du kannst jetzt rel logisch herum argumentieren aber das nützt nix, denn die Tiere sind nunmal so.
Sie lernen ja auch und gleichen sich der Zivilisation an aber einfach mehr futter weil sie mehr flüchten ist ja nicht.
Du bist da halt nicht so drin deshalb verstehe ich schon dass du das auch nicht ganz so nachvolziehen kannst, ein Jäger macht da schon eine etwas längere Ausbildung mit und lernt auch durch Erfahrung.

Ähem...ich bin vielleicht mehr "drin" als Du denkst...aber das jetzt nur am Rande!

Das es bei der ganzen Sache für die Jagdpächter um Geld geht, ist verständlich. Man möchte ja schließlich was verdienen mit so einem Stück Wald und keiner macht sowas aus purem Idealismus. Dazu werden die Jagdpächter zu häufig zur Kasse gebeten! In diesem Zusammenhang frage ich mich, mit welchem Recht ein Landwirt vom Jagdpächter hohe Entschädigungen kassiert, wenn ein paar Wildschweine seine (im Wald befindliche) Weide etwas beharkt haben, aber das ist ein anderes Thema!

Ich werde auf jeden Fall so weitermachen wie bisher und da fahren, wo ich darf! Unsere "befestigten" Wege sind nämlich häufig schlimmer als ein selbstgebauter Trail! ;)
Falls ich allerdings eine Schneise sehe, wo kurz zuvor dicke Traktoren fette Spuren in den Waldboden gezogen haben, werde ich auch dort fahren!
 

Tom:-)

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Utopia
andy1 schrieb:
das bringt nix wenn du mir das Wort im Mund rumzudrehen versuchst.
Rumballern ? Sehr objektive Wortwahl !
Antibiotika im Futter für Wildtiere ? Wovon träumst du nachts ? Das ist doch eher bei den Stalltieren der Fall.
Du musst dass doch nicht alles kriminalisieren...
Viele Vorurteile, geh doch mal zu einem Jäger hin, rede mit ihm und lass dich über seine Aufgaben, Rechte und Pflichten aufklären.
Dann geh am besten noch zu einer Waldgenossenschaft und lass dich über ihre Ziele, Wünsche (Geld?) aufklären !

Wild verschrecken ? Das macht eigentlich jeder, nicht nur Radler und daß kann den Jäger nur aufregen wegen deren Energieverluste.
nun, es geht mir nicht darum jemanden bzw. die jägerschaft zu kriminalisieren. mir geht aber deine aussage auf den keks, daß ob der teuren jagd schonmal die natur auf der strecke bleibt. was ist denn das für ein argument?

dieses 'schonmal' kannst du in deutschen wäldern übrigens sehr häufig sehen. die jägerei ist daran erheblich beteiligt.

und: würde mich mal interessieren wie hoch der anteil an wildbret in der volksernährung ist und mit welchen argumenten man die verschwendung von steuergeldern durch verbiß und das auftstellen von wildzäunen wegen enorm hohem ernährungsdruck seitens der zahlreichen wildtiere rechtfertigt.

greez
tom:)
 

andy1

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Tom:-) schrieb:
nun, es geht mir nicht darum jemanden bzw. die jägerschaft zu kriminalisieren. mir geht aber deine aussage auf den keks, daß ob der teuren jagd schonmal die natur auf der strecke bleibt. was ist denn das für ein argument?

dieses 'schonmal' kannst du in deutschen wäldern übrigens sehr häufig sehen. die jägerei ist daran erheblich beteiligt.

und: würde mich mal interessieren wie hoch der anteil an wildbret in der volksernährung ist und mit welchen argumenten man die verschwendung von steuergeldern durch verbiß und das auftstellen von wildzäunen wegen enorm hohem ernährungsdruck seitens der zahlreichen wildtiere rechtfertigt.

greez
tom:)
naja, dies "Natur auf der Strecke bleiben" war etwas voreilig dahregesagt, sie bleibt ja nicht auf der Strecke.
Aber durch erhöhten Wilbesatz ist der Verbiß innerhalb der Wälder etwas höher, sie knabbern also an Knospen und lassen kleine Bäume nicht hochkommen (bei Aufforstung etc.). Mehr wollte ich damit nicht ausdrücken.

Wenn jemand Zäune aufstellt dann sind das doch die Waldbesitzer, die zahlen das auch selbst. Es werden keine Steuergelder verschwendet... Das kann eher auf staatlichem Gebiet erfolgen. Dort jedoch ist wiederum eine staatliche Jagd angesiedelt mit vom Staat bezahlten Jägern und Förstern. Die handhaben das jedoch sicher nicht anders mit dem Wildbesatz. Es ist wohl begehrt dort zur Jagd eingeladen zu werden - das sind dann meist wieder Politiker...

Und auch der Jäger steckt eher Zeit und Geld hinein die um das Wild mittels Geruchsmittel, Elektrozäunen und Flatterbändern etc. von den Strassen fernzuhalten.
Das bezahlt auch nicht unbedingt der Staat.


Männix schrieb:
Ich werde auf jeden Fall so weitermachen wie bisher und da fahren, wo ich darf! Unsere "befestigten" Wege sind nämlich häufig schlimmer als ein selbstgebauter Trail! ;)
:daumen: Werde ich ja auch machen...
Und das mit den Entschädigungen an die Bauern ist schon ne unverständliche Sache...
 
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andy1 schrieb:
Was bist du denn für einer ?
Trägst Strickpullis und Aufpepper "für den Weltfrieden" ?

naja...ob die gewöhnliche jägerkleidung kleidsamer ist als ein strickpulli, darüber läßt sich streiten. :D
Aber zu den Autos: Du hast Recht damit dass sehr viele durch Autofahrer umkommen, dazu kann der Jäger aber mal gar nix.
Da sind die Sicherungen zu teuer (Geld), Straßen werden überall gebaut, Landschaften zerschnitten weil Menschen schnell vorwärts kommen wollen und weil es billiger ist (Geld).
Bei dem mir bekannten Revier kann es sein dass ca. 1/3 bis die Hälfte der festgesetzten Anzahl der zum Erlegen ferigegebenen der Rehe durch Autofahrer ums Leben kommen. Und die nehmen was kommt, betreiben keine Selektion nach den Kriterien für gesundes/krankes Wild.
Und dass die Landwirte immer in der Zeit der Kitze ihre Felder ernten... tja, das sag denen mal.
Aber du willst dich ja bestimmt auch (vegetarisch?) ernähren.
Es gibt an den Mähern schliesslich Vorrichtungen die die Tiere vorher aufscheuchen und wenn der Landwirt ein "Guter" ist sagt er vorher dem Jäger oder Umweltorganisationen bescheid die dann zu Fuß das Heu etc. durchstreifen und nach Kitzen suchen (melde dich doch mal dazu).

Und zum Vergnügen tötet niemand ausschliesslich die Tiere, der würde keinen Jagschein bekommen und obendrein wohl auch keine Berechtigung ein Revier zu pachten. Da gehört schon mehr dazu.
Und ist mit der Geschichte / Tradition von der es kommt ?
Tiere dienen ja auch zum Essen und es kommt ja auch daher. Schon bei den Neandertalern etc... Schon vergessen ?
Und ich esse auch lieber ein Stück Rehwildfleisch statt eines im Stall möglichst schnell und fettfrei hochgepäppelten Rindes oder Schweines.

du verstehst nicht ganz...von mir aus kannst du dich wochenlang in deinen hochsitz setzen und alles abbballern was sich bewegt. pfleg ruhig deine traditionen und ehre deine vorfahren aus dem neandertal
aber dann steh wenigstens zu deinem vergnügen und erzähl hier keinem, der mit seinem fahrad durch die gegend eiert er würde sich unvernünftig verhallten und der natur oder dem wild schaden.

Das Erlegen von Wild ist nur ein sehr kleiner Teil der Aufgaben eines Jägers. Und Belohnung sind dann die Jagdtrophäen von Böcken oder Hirschen die sich schon längst verewigt haben bei der Weiblichkeit.

:D ...stimmt schon, hatte vergessen das doch nichts so gut bei den mädels ankommt, wie ein zünftiges hirschgeweih...werde mir für die nächste kneipentour ein ganzes sortiment anschaffen...:D
 

andy1

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another schrieb:
naja...ob die gewöhnliche jägerkleidung kleidsamer ist als ein strickpulli, darüber läßt sich streiten. :D


du verstehst nicht ganz...von mir aus kannst du dich wochenlang in deinen hochsitz setzen und alles abbballern was sich bewegt. pfleg ruhig deine traditionen und ehre deine vorfahren aus dem neandertal
aber dann steh wenigstens zu deinem vergnügen und erzähl hier keinem, der mit seinem fahrad durch die gegend eiert er würde sich unvernünftig verhallten und der natur oder dem wild schaden.



:D ...stimmt schon, hatte vergessen das doch nichts so gut bei den mädels ankommt, wie ein zünftiges hirschgeweih...werde mir für die nächste kneipentour ein ganzes sortiment anschaffen...:D
Du verstehst nicht ganz, ich verteidige die Jägerschaft in bestimmten Bereichen, nicht in allen.
Zudem war ich selber irgendwann mal auf dem Hochsitz, ich weiss nicht mehr wann, schon länger her.
Du solltest dich an einem aktiven Jäger auslassen und mit diesm diskutieren. Hier bringt das nix.
Zudem gibts moderne Jäger die nicht im Lodenmantel rumlaufen...
Mein vergnügen ist das Biken in der Natur - nicht das Jagen, ich wollte nur mal aufzeigen dass es schon mal erforderlich ist über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. :o

Was hat Geweih mit Beeindrucken zu tun ?
Willst du mit deinem Rad bei Mädels Eindruck machen ? Das klappt nicht, das wissen wir - ist aber ne andere Geschichte.

Diskutiert nur weiter, ich empfehle aber mal das Gespräch mit einem Jäger. :daumen:
Will jetzt mich mal meinem Bikekram widmen... und dort posten... :winken:
 

Waschbaer

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another schrieb:
:D ...stimmt schon, hatte vergessen das doch nichts so gut bei den mädels ankommt, wie ein zünftiges hirschgeweih...werde mir für die nächste kneipentour ein ganzes sortiment anschaffen...:D

@another


Ich glaube, andy1 meinte, daß sich der Bock oder der Hirsch fortpflanzungstechnisch bei der (artgleichen) Weiblichkeit verewigt hat, bevor er sein Geweih beim Jäger gelassen hat.
 

summit

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Ich habs ja mehr mit nachprüfbaren Zahlen, Fakten und Relationen ;) Ein paar davon liefert dieser Artikel: www.oejv.de/archiv/bay_waldgesetz.htm

In diesem Zusammenhang hören sich die aktuellen Entwicklungen (nicht nur) in Bayern umso tragischer an, vgl. www.volksbegehren-wald.de. Bitte denkt an den Termin 16. bis 29. November, gebt ihn weiter und unterstützt das Volksbegehren, um diese Forstreform zu verhindern!


Noch was zum Topic:
Der "Oberjäger" in unserem Staatswald sieht die Sache mit uns Bikern auch relativ gelassen. Er meinte mal bei einem freundlichen Plausch, dass sich Wildtiere an gleichbleibende, wiederkehrende Belastungen gewöhnen und sehr gut lernen, von welchen Gruppen Gefahr aus geht. Insbesondere Schwarzwild scheint derart inteligent zu sein, dass er sogar deutliche Unterschiede bei den Beobachtungsmöglichkeiten bemerkt, wenn er in Zivil oder im Loden und mit Büchse unterwegs ist.

Bestätigt meine Meinung, dass wir uns die *vorhandenen* Wege mit den anderen Gruppen nach Möglichkeit teilen und uns nicht gegenseitig (ist ja eher einseitig) ausgrenzen sollten. Wildtiere unterscheiden nicht zwischen befestigten und unbefestigten Wegen, sie messen auch keine Wegbreiten ;)

Armin
 

Tom:-)

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Armin Mann schrieb:
Ich habs ja mehr mit nachprüfbaren Zahlen, Fakten und Relationen ;) Ein paar davon liefert dieser Artikel: www.oejv.de/archiv/bay_waldgesetz.htm

In diesem Zusammenhang hören sich die aktuellen Entwicklungen (nicht nur) in Bayern umso tragischer an, vgl. www.volksbegehren-wald.de. Bitte denkt an den Termin 16. bis 29. November, gebt ihn weiter und unterstützt das Volksbegehren, um diese Forstreform zu verhindern!

...

Armin
jaaaa! ganz wichtig!!! das volksbegehren unterstützen! :daumen:
 

Männix

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Ähem...ich hab' noch was gefunden...passt evtl. zum Thema... :lol:
 

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leute, jäger dürfern nich tiere abschießen wie se wollen,
da gibbet ganz geregelte vorschriften und man muss da ewig dicke prüfungen ablegen, bis man überhaupt mal ne waffe inne hand nehmen darf.
ansonsten gibbet saftige geldstrafen, und jetz sagt ja nich könnte man nich rausfinden... und wie einfach dat geht...
 
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