Formula K18 "dicht"

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Hallo,

ich habe seit gestern (von heute auf morgen) folgendes Problem:

an meinem Radon ZR 7.0 (2008) macht die hintere Scheibenbremse "dicht".

Ich hatte lediglich die Bremsbeläge kurz draussen um den verschleiss zu checken et voilà...

Verbaut ist eine Formula Oro K18 mit einer originalen 160mm Scheibe. Die ersten und somit von H&S verbauten Beläge sind ebenfalls noch drin und sollten noch genügend "Fleisch" haben.

Das ganze äussert sich so als würde die Bremse versuchen, die Beläge so sehr nachzustellen, bis diese einen gewissen Druck auf die Scheibe ausüben.

Zurückdrücken der Kolben klappt auch mehr schlecht als recht: ganz zurück wollen sie nicht (einer der beiden steht etwa einen halben mm über während sich der andere zurückdrücken lässt) und wie schon gesagt, die Kolben scheinen (ohne vorher zu bremsen) wieder herauszukommen bis ein gewisser Druck zwischen Bremsbelägen und Scheibe aufgebaut ist.

Danke im Voraus für eure Ratschläge!
 
Evtl. hat das System etwas Wasser (hygroskoische Bremsflüssigkeit) aufgenommen
und dadurch hat sich die Menge an Flüssigkeit in Leitung, Bremszange und Kolben (Griff) minimal erhöht.
Das kann dazu führen, dass die Kolben nicht mehr ganz zurückgehen,
da jetzt zuviel Flüssigkeit im System ist.
 
Bremshebel mit der Entlüftungsöffnung nach oben ausrichten, Schraube ein wenig lockern, so dass DOT rausfließen kann, Kolben mit einem Reifenheber zurückdrücken, DOT oben abwischen und Öffnung schließen. Gegebenenfalls auch entlüften.
 
Alles nur Pfusch. Die Oros sind mittlerweile bekannt dafür dass nach zwei Jahren ein Flüssigkeitswechsel nötig ist. Wenn du die entleerst wirst du sehen warum - das DOT wird rotzig und geht nimmer ordenlich durch die Leitung. Neu befüllen und die Bremse werkelt wieder wie eine 1!

mfg
 
Alles nur Pfusch. Die Oros sind mittlerweile bekannt dafür dass nach zwei Jahren ein Flüssigkeitswechsel nötig ist. Wenn du die entleerst wirst du sehen warum - das DOT wird rotzig und geht nimmer ordenlich durch die Leitung. Neu befüllen und die Bremse werkelt wieder wie eine 1!

mfg
Wiso Pfusch? In allen technischen Unterlagen zu DOT- Bremsen (Auto, Motorrad, Bike etc.) ist ausdrücklich vermerkt, dass Bremsfüssigkeit alle 2 Jahre zu wechseln ist.
 
mit Pfusch meine ich einfach etwas Flüssigkeit abzulassen! Damit bekämpft man zwar das Problem der "überfüllten" Bremse, aber nicht das mit dem Wasser im DOT. Daher gleich ganz wechseln, die Dose DOT kostet 5 Euro...

mfg
 
mit Pfusch meine ich einfach etwas Flüssigkeit abzulassen! Damit bekämpft man zwar das Problem der "überfüllten" Bremse, aber nicht das mit dem Wasser im DOT. Daher gleich ganz wechseln, die Dose DOT kostet 5 Euro...

mfg

richtig !
habe meine k18 erst vor ein paar tagen entlüftet bzw das dot getauscht.
was da alles raus gekommen ist war nicht mehr schön.
bestimmt die hälfte war wässrig und viel heller als das dot.
 
"Im Himmel ist Jahrmarkt und der Nikolaus hat rote Ringelsöckchen an."
Bevor du so einen Schmarrn schreibst, da schlag bei wiki mal nach was hygroskop bedeutet. Wenn du meinst da Wasser sehen zu können, dann solltest du dir eine Glaskugel besogen und auf dem Jahrmarkt auftreten.
 
"Im Himmel ist Jahrmarkt und der Nikolaus hat rote Ringelsöckchen an."
Bevor du so einen Schmarrn schreibst, da schlag bei wiki mal nach was hygroskop bedeutet. Wenn du meinst da Wasser sehen zu können, dann solltest du dir eine Glaskugel besogen und auf dem Jahrmarkt auftreten.

Ich gehe davon aus, dass Du trotzdem die These von zu viel Flüssigkeit in der Bremsleitung unterstützt?

Nichts desto trotz scheint das Problem durch spontane Selbstheilung verschwunden zu sein...

Ich bin erst heute wieder nach Hause gekommen und wollte mich der Sache nochmals annehmen und siehe da: die Bremse tut was sie soll. Auch nach mehreren Bremsungen scheint alles i.O.?!
 
Hab ich doch schon geschrieben - das DOT wird rotzig und hat bei manchen sogar richtig Partikel drinnen. Deswegen gehts nimmer ordentlich durch die Leitung, bzw. lässt sich nur schlecht der Kolben zurückdrücken. Drum sagte ich bereits das DOT ablassen dumm ist, und ddie Bremse neu befüllt gehört.

Was der Freizeit-biker meint ist das man den Wasseranteil im DOT nicht sehen kann - genau deswegen wird es ja verwendet: Das DOT nimmt das Wasser auf, bindet es. Allerdings sinkt dabei der Siedepunkt.

mfg
 
Evtl. hängt bei dir der Geberkolben manchmal etwas. Das war bei der K18 ein häufiges Problem. Wenn der Kolben nicht ganz zurück kommt, dann wird die Verbindung zum Ausgleichsbehälter nicht frei gegeben.
Ein paar mal geruckelt und der Kolben löst sich wieder.
Beobachte mal ob der Bremshebel immer wieder in die Ausgangsstellung zurück kommt.
Aber nach 2 Jahren solltest du doch mal die gesamte Flüssigkeit austauschen oder austauschen lassen. Das Gemeine an der Sache ist, dass das Wasser in der Flüssigkeit nicht bemerkt wird. Erst wenn die Bremse mal richtig heiss wird, (Satteltempertur > 100 °C) dann wird das Wasser zu Wasserdampf und du kannst u. U. schlagartig keine Bremswirkung mehr haben.
 
Evtl. hängt bei dir der Geberkolben manchmal etwas. Das war bei der K18 ein häufiges Problem. Wenn der Kolben nicht ganz zurück kommt, dann wird die Verbindung zum Ausgleichsbehälter nicht frei gegeben.
Ein paar mal geruckelt und der Kolben löst sich wieder.
Beobachte mal ob der Bremshebel immer wieder in die Ausgangsstellung zurück kommt.
Aber nach 2 Jahren solltest du doch mal die gesamte Flüssigkeit austauschen oder austauschen lassen. Das Gemeine an der Sache ist, dass das Wasser in der Flüssigkeit nicht bemerkt wird. Erst wenn die Bremse mal richtig heiss wird, (Satteltempertur > 100 °C) dann wird das Wasser zu Wasserdampf und du kannst u. U. schlagartig keine Bremswirkung mehr haben.

Danke für den Tipp mit dem Geberkolben, aber der Bremsgriff kommt immer wieder in die Ausgangsstellung zurück. Kann ich demnach also ausschliessen.

Was Sache mit dem Wasser angeht, so hab' ich mittlerweile geschnallt, dass die Bremsflüssigkeit nach einiger Zeit gewechselt werden müsste. Es gab aber vor kurzem in dieser Rubrik einen Thread in dem es darum ging, ob man DOT-befüllte Bremsen nach einem bestimmten Schema (also z.B. alle zwei Jahre) neu befüllen sollte oder erst, wenn sich merklich was an der Bremsleistung ändert.
Ich bin wahrlich kein Profi auf diesem Gebiet, aber wenn ich mich recht entsinne, war der große Unterschied zwischen DOT und Mineralöl der, dass sich das Wasser im DOT löst und sich so kein Wasserdampf in den Leitungen bilden kann, da "lediglich" der Siedepunkt des DOT von 200-eppes °C gesenkt wird.
Darum auch die Meinungen in dem anderen Thread (ich finde die Diskussion leider nciht mehr), dass man die Bremsflüssigkeit wechseln könnte, wenn sich was an der Bremsleistung ändert. Dies passiert doch aber nicht von heute auf morgen?!

Haben die an der Diskussion teilnehmenden User nicht bedacht, dass sich, bevor es überhaupt soweit kommen kann, dass die Bremsleistung nachlässt, die Bremse schon vorher "dicht" ist, weil zu viel Flüssigkeit in den Leitungen ist?
 
Halbwissen, ick hör dir trapsen...

Als ob das Tröpfchen Wasser, das sich über die beiden Jahre eingeschlichen hat eine so große Wirkung hätte. Falls überhaupt ein Tröpfchen zusammenkommt, das System ist nicht umsonst dicht. Das Bisschen bewirkt ausserdem keinen rapiden Druckpunktverlust bei 100 Grad, dazu müsste schon pures Wasser in der Leitung rumwabern. Das macht sich langsam bemerkbar, es ist ja nicht so, als ob man heute 1000hm am Stück vernichten und am Tag darauf nicht mal die Garageneinfahrt runterrollen könnte, ohne um sein Leben fürchten zu müssen.

Alle 2 Jahre ein mal entlüften passt, wird auch von den Herstellern empfohlen und überall so praktiziert. Also mach das mal und ich wette, danach sind deine Bremsenprobleme Vergangenheit.
 
Halbwissen, ick hör dir trapsen...

Als ob das Tröpfchen Wasser, das sich über die beiden Jahre eingeschlichen hat eine so große Wirkung hätte. Falls überhaupt ein Tröpfchen zusammenkommt, das System ist nicht umsonst dicht. Das Bisschen bewirkt ausserdem keinen rapiden Druckpunktverlust bei 100 Grad, dazu müsste schon pures Wasser in der Leitung rumwabern. Das macht sich langsam bemerkbar, es ist ja nicht so, als ob man heute 1000hm am Stück vernichten und am Tag darauf nicht mal die Garageneinfahrt runterrollen könnte, ohne um sein Leben fürchten zu müssen.

Alle 2 Jahre ein mal entlüften passt, wird auch von den Herstellern empfohlen und überall so praktiziert. Also mach das mal und ich wette, danach sind deine Bremsenprobleme Vergangenheit.

:confused:

Ja wie jetzt, besteht mein Problem durch Wasser im System oder nicht?
Mal davon abgesehen, dass die Bremse ja aus irgend einem Grund wieder ihrer ihr angedachten Funktion nachgeht (und zwar ohne entlüften bzw. DOT-tausch?!), was sollte das entlüften denn dann bringen?

PS: was genau war denn an meinem Halbwissen falsch? Ich will ja nicht dumm sterben...
 
Nicht nur dein Halbwissen war gemeint, du bist nicht alleine damit ;).

Dass dein Problem durch das vom DOT gezogene Wasser kommen soll (was äusserst unwahrscheinlich ist, da das System wie gesagt geschlossen ist und nix rein oder raus gelangt), bezweifle ich sehr stark. Es liegt eher am alten DOT, wie KainerM schon schrieb. Also entlüfte die Bremsen, spül sie gut mit neuem DOT durch und berichte.
 
Entlüfte die Bremse und Gut ist.

Egal wieviel Wasser sich jetzt in der Bremse angesammelt hat.

Im KFZ Bereich wird ja auch nicht darüber diskutiert. :daumen:
 
Nö, dort wird der Siedepunkt des Zeugs bestimmt, und bei einem gewissen Wert gewechselt.

Wie schon gesagt, an einer Volumensexpansion liegts nicht, sondern daran dass offensichtlich das Zeug in den Oros rotzig wird und daher nicht ordentlich durch die Leitungen geht. Daher tauschen und glücklich bleiben. Der gestiegene Siedepunkt nach der Aktion ist eher ein netter Bonus ;)

mfg
 
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