Grand Canyon Elite mit F80RLT: Flattert beim bremsen

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Hallo Leute, habe gestern die 2. Tour mit meinem GC Elite gemacht. Was mich tierisch stört: Beim bremsen vorne - muß nicht mal extrem hart sein - flattert die Gabe ca. 2cm (gemessen an der Achse) vor-/rückwärts. Finde ich nicht so toll. Schnellspanner ist fest, SAG auf ca. 2cm eingestellt (6,3 bar Luftdruck), Bremsscheibe (180er) hat keinen sichtbaren Schlag, Steuersatzlager auch ok. Kommt das bei der Fox bzw. Juicy des öfteren vor? Bin etwas entäuscht. Danke für Eure Antworten!
 
Hi,

Das beschriebene flattern der Gabel, bei geringer Geschwindigkeit, kommt verstärkt bei Bremsen mit gewellten Scheiben vor (Polygon, Wave ..) .

Das flattern habe ich an meiner Talas+Avid oder Black+LouiseFr auch.


MMN
 
Es hat mit den Unterschiedlichen Reibwerten der Scheibe zu tun.

Die scheibe hat doch Löcher in gewissen abständen....

Der Reibwert auf der Blanken, vollen Fläche ist höher, als der Wert der gelochten Fläche.

Dadurch kommt das Stottern zustande.

Zudem kommt noch hinzu, dass die Bremsbeläge sich minimal mehr abschälen, da sie an die scharfkantigen Löcher des Bremsringes kommen.

So mit kommt ein Rhythmus zustande:

Reibwert:

Stark-Schwach-Stark-Schwach-Stark-Schwach-Stark........

Und somit kommt das Flattern zustande.

mein Tipp:

Breche die Kanten der Bremsbeläge, reinige sie mit alc. und richte dann deine Bremse genau aus !


Diese Taktik hat bei mir geholfen.

Das habe ich bei KM 200 gemacht.

Mittlerweile bin ich bei KM 1200, stotterfrei :)
 
Außerdem ist das mit der gewellten Scheibe totaler Humbuk!

Die Bremsbeläge bebremsen einen immer 100% Ring ! seien die Scheibenaußenränder noch so gewellt !

die Bremsfläche bleibt gleich rund !

Wie müsste denn wohl die Bremsanlage funktionieren wenn sie nach deiner Aussage her mit einer Poylgonen scheibe ausgestattet ist ? Die bremsanlage müsste Sprünge machen ... oder sonstwas für Visematenten :D um die ganze scheibenoberfläche abzufahren......
 
unchained schrieb:
Es hat mit den Unterschiedlichen Reibwerten der Scheibe zu tun.
[...]

Der Reibwert auf der Blanken, vollen Fläche ist höher, als der Wert der gelochten Fläche.

Dadurch kommt das Stottern zustande.
Tut mir leid, aber die Erklärung kann nicht stimmen.

Zum einen ändert sich der Reibbeiwert zweier Materialien zueinander nie. Sonst hieße es nicht Beiwert.
Die Bremskraft kann sich zudem auch nicht auf Grund unterschiedlicher Kontaktflächen ändern, da die Reibkraft unabhängig von der Kontaktfläche ist!

Das Problem ist bei Juicy Bremsen bekannt und kann offenbar durch Wechseln der Beläge behoben werden.

Schaust am besten mal hier rein.

Schönen Abend und viel Erfolg noch!

Josch
 
ahja.... und welche Beläge empfiehlst du da? und wie erklärst du dir, dass die original Beläge nicht mehr rubbeln, nachdem ich die kanten gebrochen habe? :)
 
unchained schrieb:
ahja.... und welche Beläge empfiehlst du da?
Ich empfehle überhaupt keine, aber wenn Du dem Link folgst und den Thread liest wirst Du feststellen, dass Swisstop Beläge helfen sollen.

unchained schrieb:
und wie erklärst du dir, dass die original Beläge nicht mehr rubbeln, nachdem ich die kanten gebrochen habe?

Ich habe weder behauptet, eine Erklärung dafür zu haben, noch Deine Lochthese bezweifelt. Mir ist lediglich aufgegfallen, dass die Reibbeiwert-Erklärung ein bisschen hinkt...

Um Deine Frage zu beantworten hilft vielleicht auch der verlinkte Thread (da gibt es übrigens noch ein paar andere). Dort wird nämlich die These erhoben, die Bremsbeläge müssten sich erst einmal einfahren. Das sollte nach 1200 km auch der Fall sein.
Aber wie gesagt, woran es genau liegt weiß ich nicht, die Bewertung von Eigenschwingungsproblemen sind schon ein bisschen komplexer...

Gruß, Josch
 
habe auch dieses abs-artige ruckeln bei meiner juicy. wurde auch schon des öfteren hier im canyon-forum angesprochen. es gibt aber offensichtlich kein mittel dagegen. ich kenne leute bei denen die juicy absolut ohne probleme funktioniert. bei mir hat das abschleifen nicht geholfen. wenns mal so weit ist werd ich mir vll mal andere bremsbeläge kaufen. vll hilft das.

aber mal weg von dem rubbeln. täusche ich mich oder is das verdammt noch mal nicht gut für den steuersatz wenn die gabel bei jeder bremsung 3cm vor und zurückschlägt.
 
Moin Leute, erstmal vielen Dank für Euren input! :daumen: Das mit den Kanten brechen werde ich mal versuchen. Vieleicht hört es auch im trockenen auf (s. verlinkter thread, bei mir war auch schei$$ Wetter). Wenn das nix hilft versuche ich mal einen Bekannten zu überreden, mir sein Vorderrad mit Magura-Scheibe zu leihen. Im Ernstfall wird dann halt noch ein anderer Satz Klötze ausprobiert.
 
Ich habe leider auch das Problem mit der 203 mm Scheibe vorne.

Nach so verschiedenen Versuchen wie etwa: Anschleifen und Entgraten
der Beläge, Entfetten der Scheibe, Entgraten der Löcher bzw. der
Außenkanten der Scheibe hatte ich immer nur so lange Ruhe vor dem
Rückeln, wie die Beläge noch nicht wieder zu 100 % eingeschliffen waren.

Nachdem mir Canyon freundlicherweise einen neuen Satz Bremsbeläge
geschickt hat, hatte ich leider auch nur so lange Ruhe, bis die Beläge wieder
zu 100% eingebremst waren.

Der nächste Test waren SwissStop-Beläge, ansich sehr gut aber nach ca. 250
km - das alte Problem, Ruckeln bei hoher Bremskraft und niedrigen Geschwindigkeiten.

Nachdem ich mittlerweile die Nase von diesem Mist voll hatte, habe ich
kurzerhand eine 203 Hayes-Scheibe (rund :) ) von meinem anderen Bike
montiert, die gebrauchten Avid-Beläge leicht angeschliffen und montiert,
eingebremst - seitdem hervorragende Bremsleistung, keine Ruckeln und
kein Quitschen, dafür aber bei einer best. Geschwindigkeit ein leichtes
Klingel der Scheibe an den Belägen.

Naja, man kann halt nicht alles haben... ;)

Ich werde nach dem Sommer mal dem Canyon Service anrufen, mal
schauen was die mir als Lösung vorschlagen.

MfG peterb
 
unchained schrieb:
Außerdem ist das mit der gewellten Scheibe totaler Humbuk!

Die Bremsbeläge bebremsen einen immer 100% Ring ! seien die Scheibenaußenränder noch so gewellt !

die Bremsfläche bleibt gleich rund !

Wie müsste denn wohl die Bremsanlage funktionieren wenn sie nach deiner Aussage her mit einer Poylgonen scheibe ausgestattet ist ? Die bremsanlage müsste Sprünge machen ... oder sonstwas für Visematenten :D um die ganze scheibenoberfläche abzufahren......

:wut:

MMN
 
peterb schrieb:
Der nächste Test waren SwissStop-Beläge, ansich sehr gut aber nach ca. 250
km - das alte Problem, Ruckeln bei hoher Bremskraft und niedrigen Geschwindigkeiten.

diese Erfahrung kann ich bei den SwissStop-Beläge bestätigen, finde aber das sie viel besser zupacken wie die Orginalen ....

peterb schrieb:
Nachdem ich mittlerweile die Nase von diesem Mist voll hatte, habe ich
kurzerhand eine 203 Hayes-Scheibe (rund :) ) von meinem anderen Bike
montiert, die gebrauchten Avid-Beläge leicht angeschliffen und montiert,
eingebremst - seitdem hervorragende Bremsleistung, keine Ruckeln und
kein Quitschen, dafür aber bei einer best. Geschwindigkeit ein leichtes
Klingel der Scheibe an den Belägen.

für die 2007 Avid gibt es neue Scheiben, bleibt abzuwarten wie die Erfahrungen sind, im Handel ist sie ja schon ....


MMN
 
Mit_mir_nicht! schrieb:
diese Erfahrung kann ich bei den SwissStop-Beläge bestätigen, finde aber das sie viel besser zupacken wie die Orginalen ....

Im kalten Zusand ja, aber sobald die AVID Beläge auf Temperatur sind, ist die
Bremsleistung doch noch ein Stück höher. Die SwissStop Beläge haben auch
eine etwas niedrigere Fadinggrenze, bremsen dafür insgesamt "weicher".

Ist halt eine Sache der pers. Vorliebe.

Mfg peterb
 
Also: Kanten der Beläge angeschrägt, alles gereinigt und "trocken" wieder eingebaut: Rubbelt immer noch wie Sau. Dafür quitscht es jetzt beim bremsen. :heul: Beläge nochmal raus/rein, diesmal die Kanten mit Bremsklotzpaste aus dem KFZ-Bereich leicht eingeschmiert: Rubbelt immer noch, quitschen weg. Ich komme wohl um ein paar neue Beläge nicht drumrum.:( To be continued...
 
Oha, hab zwar kein Canyon, kenne das aber von meinen XT Bremsen. Die Swissstop Beläge neigen stark zu rubbeln (und haben etwas mehr Biss), Koolstop hingegen überhaupt nicht.
 
hatte bei der letzen tour und auch heute wieder das gleiche fänomen an meiner marta die an eine reba geschraubt ist reba. allerdings waren das die beiden einzigen male, und es war auch nur eine bremsung lang. tippe dabei darauf, das es an den sehr weit abgefahrenen bremsbelägen, bzw an den verunreinigungen liegt.
@spätbremser
das mit den abgefahrenen belägen, trifft ja bei dur nicht zu, allerdings hasst du dir vielleicht kleine steinchen in die beläge gefahren die nicht mehr raus gehen, und somit der reibwert unterschiedlich ist.
mfg
dominik
 
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