Ideale Scheinengröße für Bremskraft vs. Schleifen

hiTCH-HiKER

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Ich hab an allen Freeride/Downhill-Bikes mit 180 mm Scheiben immer wieder mal ein Klingeln im Zusammenhang mit Sinter-Belägen, selbst wenn die Scheibe schleiffrei montiert ist.
Meine Überlegung ist nun eine 160er Scheibe zu probieren, um die Wahrscheinlichkeit der ungewollten Berührung von Scheibe und Bremsbelag zu verringern.

Da ja bei steilen Abfahrten sowieso die vordere Bremse mehr belastet ist, selbst wenn man hinten voll bremst, sollte es doch problemlos möglich sein hinten eine 160er zu montieren und vorne die 200er zu lassen?
Als Bremse benutze ich die Saint, mein Gewicht mit Rucksack und Co. liegt bei ca. 90 kg.
Ich würde ungerne Bremskraft verlieren, kann mir aber auch nicht vorstellen, dass der Unterschied zwischen 160 und 180 mm da spürbar etwas verschlechtert.

Was meint ihr?
 
Bremskraft ist vielleicht noch genug da, aber du verlierst Standfestigkeit. Speziell am DHler halte ich es für kontraproduktiv darauf zu verzichten.
Das Klingeln kommt von heißen Bremsscheiben, sollte sich eigentlich legen, wenn diese wieder abkühlen (oder dein Hinterbau ist weich). Würde ich im Bereich normal abhaken und ignorieren, wenn du sagst, dass die Scheibe ansonsten mittig ohne Schlag durch mobile Kolben läuft.
 
...abgesehen davon kommen doch seit einigen Jahren die Räder sowieso ab Werk mit Rahmen, an die direkt 180mm-Bremsen montiert werden, also kein Adapter für 180mm mehr nötig ist -> 160mm ginge sowieso nicht.
 
...abgesehen davon kommen doch seit einigen Jahren die Räder sowieso ab Werk mit Rahmen, an die direkt 180mm-Bremsen montiert werden, also kein Adapter für 180mm mehr nötig ist -> 160mm ginge sowieso nicht.

An meinem Rahmen (2012er Modell) ginge eine 160er Scheibe direkt zu montieren.
Ich glaube auch das hat mit Hitze / Resonanz zu tun, denn normal läuft es mittig und Rahmen, Steckachse sowie der 26er LRS sind definitiv steif genug.
Werde jetzt erstmal eine neue 180er Scheibe versuchen und falls das immernoch Probleme gibt, dann eine günstige Shimano 160er.
Mit der Standfestigkeit habe ich keine Probleme, da ich bei längeren Abfahrten auch mal eine Pause anlege und sei es nur um ein paar Fotos zu machen :)
 
Dann probiere doch hinten eine 180iger Scheibe, die möglichst dick ist, etwa Dächle o.ä.
Von 180 auf 160 zu wechseln ist vmtl. keine gute Idee. Im Zweifel würde ich sogar lieber hinten auf organische Beläge wechseln, aber eine 180iger behalten!
 
Von 180 auf 160 zu wechseln ist vmtl. keine gute Idee. Im Zweifel würde ich sogar lieber hinten auf organische Beläge wechseln, aber eine 180iger behalten!

Mein Gefühl sagt das zwar auch, aber ist es denn erwiesen, dass eine 160er spürbare Nachteile bringt oder ist das rein emotional, weil wir so konditioniert wurden? Ich mache keine Abfahrten mit 2000 hm ohne Pause, fahre keine Wettrennen und wiege mit Ausrüstung deutlich unter 100 kg.
Deshalb frage ich mich halt ob ich dieses zusätzliche Plus an Standfestigkeit, noch dazu bei einer eh schon brachialen Saint-Bremsanlage, tatsächlich brauche. Und organische Beläge sind zwar eine Lösung für das Problem, ich habe momentan nämlich welche montiert die ich noch über hatte und es ist Ruhe, aber das ist eigentlich nicht meine präferierte Option.
Die Dächle in 180 probiere ich aber definitiv mal, vielleicht bringt es das ja schon!
 
Mit der Bremskraft der 160iger hinten würdest Du vmtl. sogar hinkommen, aber die Standfestigkeit ist schon recht was weniger als bei einer 180iger. Ich würde mal sagen, wenn Du öfter alpin unterwegs bist, oder so, dass man die Bremse eben nicht auch zeitweise hinreichend mal lösen kann, dann reicht die 160iger nicht, wird einfach zu schnell heiß. Wenn die Beläge dann verglasen, und dauerhaft schön schrill vor sich her quietschen, dann wirst Du dir das Klingeln zurückwünschen...
Letztendlich kannst Du die Optionen nur ausprobieren, und dann schauen, was davon funktioniert -oder für dich funktioniert- Du hast nur die Qual der Wahl, was Du zuerst testest.
PS: Ob eine 160iger weniger klingelt steht ja auch noch zur Frage(!).
Wenn ich das richtig weiß, dürfte das Klingeln doch auch erst im Fahrbetrieb entstehen, d.h. wenn die Bremsen schon schön warm sind(?). Wenn das so ist, würdest Du mit 160iger sogar noch eher klingeln bekommen...
Ob das was ich hier von mir gebe, der Weisheit letzter Schluss ist, sei mal dahingestellt, wirst ja sicher noch andere Meinungen bekommen.
 
Ich wiege über 90Kg -ohne alles- ;) und fahre vorne 203er und hinten 160er Scheiben, mit einer alten Code 5, für normale Runden und Touren ist das völlig ausreichend.
Für in den Alpen zu fahren würde ich hinten eine 180er rein machen.
 
.....

Was meint ihr?
Der Schritt von 180 auf 160 müßte sich ganz gut schätzen lassen: wirksamer Radius, die Reibringfläche der Scheibe und die Bremskraft/Bremsmoment (bei gleicher Zangenkraft) sinken alle um 12%. Fährt der Fahrer mit der 160er-Scheibe genauso wie vorher mit der 180er-Scheibe, passiert folgendes: Mehr Hebelkraft, um knapp 14% mehr Zangenkraft zu erzeugen und damit die gleiche Bremskraft/Bremsmoment und damit die gleiche Bremsleistung. Die Scheibe muß heißer laufen, um diese Leistung abzuführen. Beispiel: mit 180er-Scheibe 220°C jetzt mit 160er-Scheibe 248°C (14% von 200K, wenn die Umgebung 20°C ist).
Alles kein Problem im Normalbetrieb, aber die 14% sind an der Grenze der Unterschied zwischen "geht grad noch" und "Kollaps". Gleiche Abschätzung kann man auch von 180er- auf 203er-Scheiben machen.
(Zahlen etwas genauer korrigiert!)
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, die kannst du nehmen..
Alternativ auch die von memphis.. Hättest du nur Resinf ahren wollen, wären noch günstigere gegangen.
 
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