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Auch von mir vielen Dank für Deine interessanten Berichte und die schönen Bilder. Bitte weitermachen :)
Danke, ich bemühe mich. Manchmal denke ich mir, das und jenes könnte ich noch erwähnen, dann wird es aber doch irgenwie viel und etwas zusammenhangslos.

Toller Bericht! Den Balkan entlang zu radeln, würde sogar mich reizen. Das ist aber eher etwas für den Ruhestand, bei dem Zeitbedarf.

An die Einreise nach Kroatien habe ich auch bleibende Erinnerungen. Wir standen dort mal mit der Familie nach einer 900 km Nachtfahrt in Rupa an der Grenze und durften nicht rein, weil wir keine Pässe dabei hatten. Meine Frau (Kroatin) hatte nicht daran gedacht, dass es kein Schengen ist. Nur ich hatte einen Ausweis. Die anderen Vier nicht.
Sind dann erst mal zurück nach München und ich bin von dort mit dem ICE alleine nach Hause, um den Kram zu holen. Letztendlich waren wir dann mit 3 Tagen Verspätung in Kroatien.
Mega ärgerlich sowas. Eigentlich hätte ich es auch wissen müssen, war auch schon ein paar mal in Kroatien davor. An der Grenze dann aber meistens im Halbschlaf auf der Rücksitzbank.
 
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Albanien Teil 26

weiter gehts. Die nächste Nacht gab es zwar keinen wunderschönen Sonnenuntergang, dafür aber auch fast keine Stechviecher. Das war kurz vor Vlora.
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Auf dem Weg nach Vlora haben wir Mustafa getroffen, der uns promt auf einen Kaffee im Vereinsheim eingeladen hat. Unser größter gemeinsamer Nenner an Sprachen war italienisch, es geht immer irgendwie. Früher hat er mal bei Olympia im Judo (ich meinte es war Judo) teilgenommen, jetzt ist er Hotelbesitzer.

Langsam wurde es auch wieder sehr anstrengend. Es gab wieder Berge und die Sonne hat sich auch nicht lumpen lassen.
Also den Pass hoch, bevor wir es uns anders überlegen. Immerhin sind wir auf der "Schattenseite" hoch. Oben haben wir einen Franzosen getroffen, ich hätte nicht tauschen wollen.
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Blick nach Norden
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Ausblick von unserem Pausenplatz nach Süden
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Und das erste mal dass wir Korfu gesehen haben. In Italien war Korfu noch zu weit weg.
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Und wer jetzt denk, so warm kanns ja nicht gewesen sein, der fährt ja im Pulli rum, der ist ja doof, dem sei gesagt, dass sonnencreme ab einem gewissen grad auch nicht mehr hilft. Ich bin auch gar kein so großer Fan davon. Bei so einem Wetter klebt sowieso schon alles, aber Sonnencreme bringt das ganze auf eine neue Stufe.

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Und die Straßenführung ist auch vom Feinsten. Erstmal runter um gleich wieder hoch zu fahren. Aber wie gesagt, Brücken sind zu teuer.
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Eine wirklich schöne Gegend.

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Unser Zeltplatz war auch einer von der schönen Sorte
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Und am nächsten Morgen...
 
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Albaninen Teil 27

Bis nach Saranda waren es sehr schöne Kilometer. Das Wetter wie immer sonnig.
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Wir sind natürlich auch an dem U-Boot Bunker vorbeigekommen, den man vielleicht aus der Top Gear Albanien Folge kennt.
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In Saranda gab es die erste größe Verschnaufpause. 4 Tage Hostel am Stück:hüpf: Urlaub im Urlaub sozusagen. Und falls ihr mal ein Hostel in Saranda sucht; Backpackers SR ist eure Adresse und Tomi ist der beste Besitzer den es gibt.
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Die Aussicht vom Balkon nachts ...
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... und früh morgens.

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Abends sind wir noch mit ein paar Anderen aus dem Hostel losgezogen. Endlich mal wieder ein paar soziale Kontakte. Ich bin ja sonst nicht jemand der dem Nachtleben frönt, aber das tat gut. In dem Moment war ich echt glücklich nicht irgendwo in Deutschland im Lockdown sitzen zu müssen.
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Nachdem Griechenland immernoch zu war, schmiedeten wir den Plan über Nordmazedonien, und Bulgarien ans Schwarze Meer zu fahren.
Erstmal ging es aber nach Gjirokastra. Einen Zwischenstopp gab am Blue Eye, einer Quelle die auch bei Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel zu sein schien.
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Edit: Ich musste mir mir gerade nochmal einen Ausschnitt aus der Top Gear Folge angucken. Ein schönes Gefühl, wenn man bei vielen Szenen sofort weiß wie man da die Straße langgefahren ist.
 
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Albanien Teil 28

Nach Saranda ging es nach Gjirokastra. Gjirokastra bzw. die Burg ist historisch sehr relevant, die genauen Details kann ich euch leider nicht mitteilen.
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Blick von der Burg auf Gjirokastra.
Wir sind an dem Tag noch ein Stück das Tal langefahren.


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Miau. Die hat uns genauestens beobachtet als wir unser Wasser auffüllten.

Dieses mal gab es auch wieder einen neue Erfahrung. Als Schlafstätte gab es diesmal einen Bunker. Albanien hat aus der jüngeren Geschichte sehr viele Bunker. Jetzt stehen viele nutzlos in der Gegend rum, wobei auch manche als Schafstall oder Gartenhütte verwendet werden.
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Nebenan stand auch noch ein zweiter stark zugewachsener Bunker.
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In den Bunkern waren auch noch ein paar Zeichnungen zwecks Abläufe oder sonstiger Kriegsführung. Da mach ich aber gleich nochmal einen zweiten Post dazu, dann bleiben zumindest die Hauptposts beim Thema.

Eine Sache die in Albanien komisch war, waren die Kekse. Irgenwie hat es an der Kommunikation zwischen Produktabteilung und Designabteilung gehapert. Oder der Azubi hat den falschen Druckauftrag gestartet :p. Lecker waren sie trotzdem .
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.
Vielleicht noch ein paar Worte zu den Öffis. Der läuft hauptsächlich über Kleinbusse, dafür fahren die auch in die letzten Winkel. Bahnverbindungen gibt es eigentlich nur in Ausnahmefällen (bei brachialen 346km Schienennetz auch kein Wunder).
 
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Hier noch die restlichen Bilder aus den Bunkern.
Bei den Flugzeugen handelt es sich vermutlich um einen B-1 und eine F-15
 

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fat rat

:D
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Die Produktabbildungen auf den Verpackungen sind doch immer nur "Serviervorschläge". Etwas Wasserfarbe und ein Loch reingebissen, schon passt das wieder :)
 
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So, hier gibt es jetzt den letzten Teil von Albanien.

Albanien Teil 29


Von Gjirokastra ging es etwas ins Hinterland um uns nach Nordmazedonien durchzuschlagen, genauer gesagt zum Orhidsee.
So sind wir dann über Kelcyra und Permet ein kleineres Tal langgefahren. Unterwegs haben ich noch ein Glas Honig von einem Straßenstand gekauft. Der Plan den mit nach Hause zu nehmen hat leider nicht lange funktioniert.
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Ein Stück hinter Permet gab es heiße Quellen, die auch bei den Einheimischen sehr beliebt sind. Da gab es auch einen großen Platz für Camper mit etwas Camping-Infrastruktur. Dort habe wir auch ein paar Camper getroffen. Gerade Abends oder Morgens wenn die Tagestouristen nicht da sind, war es auch schön ruhig.
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So richtig heiß waren die Quellen aber auch nicht. Definiv wärmer das Meer oder so, aber für 2 Stunden reinsetzen war es mir dann doch zu kühl.

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Nach den heißen Quellen wurde die Straße auch schnell schmaler, die Landschaft blieb aber konstant schön.
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Und dann ging es nach Leskovik den Berg hoch.
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Die Berge im Hintergrund gehören schon zu Griechenland. Näher als das sind wir Griechenland auch nicht mehr gekommen. Auf der einen Seite schade auf der anderen Seite wäre ich da aber vermutlich auch dem Hitztod erlegen.

So sind wir dann über Korca nach Pogradec an den Orhidsee gefahren. Unterwegs hatten wir auch den den Zwischenfall mit der Milch, den ich am Anfang mal erwähnt hatte.
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Und dann waren wir auch schon am Orhidsee.
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Albanien kann ich in jedem Fall empfehlen. Super Leute, schöne Landschaften und die Preise stimmen auch.
 
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Nordmazedonien Teil 30

Von Pogradec, wo wir unser letzten Lek in einer Bäckerei verfeuert haben, ging an der Ostseite des Orhidsees nach Nordmazedonien. Wir waren gespannt ob alles gut geht, da wir von zwei anderen Deutschen in Albanien erzählt bekommen haben, dass die an Grenze Geld zahlen mussten und dass alles wohl nicht so koscher war. Bei uns lief aber alles einwandfrei und die freundlichen Grenzbeamten haben uns einen gute Reise gewünscht.
In Orhid sind wir dann erstmal zur Polizeistation gegangen, da man sich als Ausländer innerhalb von 24h melden muss.
Die Währung in Nordmazedonien ist der Denar (1€ ~ 60 MKD).

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Von Orhid ging es über Debar zum Mavrovo Nationalpark und Mavrovosee.
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Am Mavrovosee haben wir dann auch übernachtet und morgens haben uns dann noch die Schafe besucht.
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Über Tetovo sind wir zum Berg Ljuboten gefahren, allerdings ist das Wetter schlechter geworden und eine Besteigung am nächsten Tag war nicht sinnvoll. Daher sind wir erstmal runter zum Matka-Canyon Richtung Skopje gefahren.
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Mazedonien Teil 31

Es hatte an dem vorhergehenden Abend noch wirklich stark angefangen zu regnen. Glücklicherweise haben wir dann doch noch einen festen Unterschlupf gefunden.
Am nächsten Tag haben wir uns die Schlucht angeguckt, währen wir unsere Sachen im Unterschlupf zum trocknen aufgehängt haben. Die Schlucht ist durch einen Staudamm aufgestaut. Das Wetter hätte besser nicht sein können und in der Schlucht haben wir auch niemanden getroffen. Außer Kati, die wir schonmal in Albanien getroffen hatten (Grüße). Zufälle gibts, besser als geplant.
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Auf dem Rückweg haben wir unsere Sachen aus dem Unterschlupf geholt und sind wieder richtung Ljuboten gefahren.
Ein Mittagessen darf natürlich auch nicht fehlen.
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Ah, da solls also hoch gehen.

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Und schon auf dem Weg nach oben.

Bilder von Oben gibts dann im nächsten Teil.
 
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Mazedonien Teil 32

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Übernachtet haben wir dann irgendwo auf halber Strecke nach oben, bevor es dann am nächsten Tag zu Fuß ganz nach oben ging.
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Außerdem bin ich der Meinung dass die da ein echt schönes Verpackung für ihre Milchtüten hatten.

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Irgendwo in dem Smog befindet sich Skopje.
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Und der Blick Richtung Westen. Der Bergkamm ist die Grenze zwischen Nordmazedonien (links) und dem Kosovo. Im Hintergrund rechts sind die Berge im Norden Albaniens.
Ganz so viele gute Bilder von oben gabs dank Sensorflecken leider nicht.

Dann haben wir auch schon Kurs richtung Bulgarien gesetzt.
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Unterwegs gab es auch noch mehr oder weniger illegale Müllkippen. Unschön
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Schön war, dass die Straße nach Bulgarien irgenwann mal erneuert wurde. Daher hatten wir die alte Straße für uns, Juhu:hüpf:.
 
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Bulagrien Teil 33

Von der Grenze zu Bulgarien ging es nach Sofia. Hauptsächlich über größere Straßen. Die Nebenstraßen hatten sich etwas rar gemacht. Und nachdem wir kein Pferdegespann waren, war uns die Fahrt darauf auch nicht explizit verboten.
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Sofia haben wir natürlich auch etwas ausgekundschaftet. Das Nachtleben kann in jedem Fall auch etwas bieten.
Es war insgesamt auch ordentlich was Los. Es scheint irgendwie Abschlussball oder so in ganz Sofia gewesen zu sein, so viele Jugendliche wie in Abendgarderobe unterwegs gewesen sind.
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Und an manchen Ecken wir auch deutlich, dass man doch ein ganzes Stückchen nach Osten gekommen ist.

Nach einem Besuch bei einer Fahrradwerkstatt wegen einer undichten Bremse, sind wir weitergefahren. Der Mechaniker hat uns noch viel Glück mit unseren Rädern gewünscht, nachdem er auch noch unsere Radlager nachgestellt hat.

Durch das Balkangebirge sind wir durch ein Tal relativ Höhenmeterfrei durchgekommen.
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Die Strecke durch das Tal ist an sich wirklich schön, lediglich das Wetter hat teilweise nicht mitgespielt und wir hatten Regen. Über Wraza sind wir an die Donau. Wirklich schön waren die Straßen von da aus nicht. Wie wir im nachhinein festgestellt haben, weisen die dreieckigen Verkehrsschilder mir schwarzem Punkt in der Mitte auf besonders unübersichtliche/gefährliche Straßen hin.
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Naja, an der Donau wurde es dann auch wieder entspannter und wir waren wieder auf einem Eurovelo.
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Was ein gigantischer Fluss. Wenn man sich auch die letzten Höhenmeter sparen will, dann sollte man auf der rumänischen Seite fahren, dafür hat man aber auch keinen Blick über die Donau.
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Und nachdem die Grenze nach Rumänien kurzfristig geöffnet wurde, haben wir uns entschlossen bei Ruse nach Rumänien zu fahren. Und als Radfahrer wollen die auch keine Gebühr zum drüberfahren.
Überhaupt ist die Anzahl der Brücken über die Donau sehr überschaubar, da die auf Grund der Breite des Flusses automatisch monstöse Bauwerke werden. Mit 2800 Metern definitiv die längste Brücke unserer Tour.
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Ja, das wars auch schon mit Bulgarien. Für Bulgarien hätten wir uns sicher mehr Zeit nehmen können, allerdings hat es uns möglichst schnell ans Schwarze Meer gezogen.
 
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Rumänien Teil 34

Rumänien hat uns erstmal mit ziemlichem Sauwetter begrüßt.
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Und wenns von oben nass wird, wirds meistens von unten dreckig.
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Am nächsten Tag ging es dann erstmal nach Bukarest weiter. Irgendwie haben wir es total versemmelt noch ein paar mehr Bilder zu machen. Deswegen hier die zwei besten Bilder aus Bukarest.
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Dann haben wir uns weiter auf den Weg richtung Schwarzes Meer gemacht.
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Bei Calarasi sind wir mit der Fähre wieder über die Donau. Von da aus sind wir nach Konstanza ans Schwarze Meer. Beim Frühstück kam noch die Polizei vorbei, sonst ist aber auch nichts weiter passiert. Und wir haben von dem Kleinen Besuch bekommen.
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Und dann waren wir auch schon am Schwarzen Meer (in Konstanza) . Sicher nicht der schönste Ort der Welt, aber für ein kurze Runde Schwimmen allemal ausreichend.
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An der Küste ging es weiter über Murghiol, Tucea nach Galati um von dort über Moldawien in die Ukraine zu kommen.
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Das Wetter hat bei sehr sommerlichen Temperaturen (mir persönlich zu sommerlich) sein Bestes gegeben mit Tendenzen zum Gegenwind.
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Und Besuch haben wir auch wieder bekommen. Irgendwie putziger als die Hunde in Kroatien:love:

Mhh, so richtig viel habe ich im Moment nicht zu Rumänien zu erzählen, liegt vielleicht daran, dass wir tatsächlich nur relativ kurz dort waren.
 
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Schöner Bericht. Wie zufrieden bist du eigentlich mit den Vaudetaschen?
Meine Aquaback Plus haben neben den verschiebbaren Haken oben Risse bekommen (eine nach wenigen Monaten, wurde auf Kulanz getauscht. Bei der zweiten riss eine Niete nach 18 Monaten aus, da habe ich in Kanada dann statt Niete einen Bolzen mit Mutter rein geschraubt. Die getauschte war dann nach schätzungsweise 10000-15000 km komplett unbrauchbar), irgendwann ist die Leiste oben komplett durchgebrochen. An dieser Tasche gingen unten sowohl die Verschweißung des Bodens der kleinen Außentasche als auch der Haupttasche (zwischen rot und schwarz) auf der gesamten Breite auf.
Obwohl die meines Wissens nach in Deutschland hergestellt werden (viele Vaude Sachen kommen ja aus Fernost (Vietnam?)) und Vaude mit Nachhaltigkeit und Reparaturservice Werbung macht, bekam ich meine Taschen unrepariert wieder zurück, das hätte ich so nicht erwartet, vielleicht alles nur Greenwashing.
Wenn ich eine Rückwand als Ersatzteil bekommen würde, dann könnte ich die Nieten selber raus bohren und neue Blindnieten rein machen. Eventuell kann ein LKW-Planenhersteller, der auch Reparaturen durchführt, bei der Verschweißung helfen.
 
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Carbon statt Kondition
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neben Bingen am Rhein
Ein wunderbarer Bericht -- ich bin gespannt auf die Weiterreise!

t.
Manchmal braucht es einfach ein glückliches Händchen bei der Reisezeit. Die Ukraine als Ziel war letztes Jahr jedenfalls so ein glücklicher Umstand.
(Genau wie für mich persönlich ein toller Familienurlaub 2019, vor Corona.)
@Stewn Kannst ja mal deine aktuellen Gefühle beschreiben, wenn dein Bericht sich dem Ziel nähert.
 
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Schöner Bericht. Wie zufrieden bist du eigentlich mit den Vaudetaschen?
Meine Aquaback Plus haben neben den verschiebbaren Haken oben Risse bekommen (eine nach wenigen Monaten, wurde auf Kulanz getauscht. Bei der zweiten riss eine Niete nach 18 Monaten aus, da habe ich in Kanada dann statt Niete einen Bolzen mit Mutter rein geschraubt. Die getauschte war dann nach schätzungsweise 10000-15000 km komplett unbrauchbar), irgendwann ist die Leiste oben komplett durchgebrochen. An dieser Tasche gingen unten sowohl die Verschweißung des Bodens der kleinen Außentasche als auch der Haupttasche (zwischen rot und schwarz) auf der gesamten Breite auf.
Obwohl die meines Wissens nach in Deutschland hergestellt werden (viele Vaude Sachen kommen ja aus Fernost (Vietnam?)) und Vaude mit Nachhaltigkeit und Reparaturservice Werbung macht, bekam ich meine Taschen unrepariert wieder zurück, das hätte ich so nicht erwartet, vielleicht alles nur Greenwashing.
Wenn ich eine Rückwand als Ersatzteil bekommen würde, dann könnte ich die Nieten selber raus bohren und neue Blindnieten rein machen. Eventuell kann ein LKW-Planenhersteller, der auch Reparaturen durchführt, bei der Verschweißung helfen.
Danke, die Taschen haben bei mir klaglos ihren Dienst verrichtet. Es sind normale Aqua Back (ohne Plus). Ich habe die vor einigen Jahren mal geschenkt bekommen und bis zu der Tour wurden sie höchstens sporadisch genutzt. Einmal hatte ich sie verliehen und dabei ist ein Befestigungshaken gebrochen. Ob der auf Kulanz getauscht wurde weiß ich nicht mehr. Aus welchem Jahr die Taschen sind weiß ich nicht genau, lässt sich aber bestimmt rausfinden. Die haben noch das ältere QMR System und die etwas ovalen/halbrunden Relexionsaufkleber. Die Aufkleber haben sich dann irgendwann verabschiedet, was aber kein Problem für mich war. Ich hatte die Taschen auch nicht sonderlich schwer beladen, Schlafsack, Schlappen, Klamotten, etwas Geschirr. Pro Tasche vermutlich zwischen 5-7kg Gepäck. Wie viel Gepäck hattest du denn etwa drinne?
Dass die Taschen nicht gerade für Autounfälle ausgelegt sind ist denke ich auch nicht weiter verwunderlich. Ich war dann doch ganz froh, dass das Obermaterial teilweise glatt war, da hat das Panzertape besser drauf gehalten als auf den Gewebeoberflächen.
Die Schweißnähte kann ich bei Gelegenheit auch noch genauer Inspizieren, waren aber soweit gut. Möglich dass die Qualtität von Modell(jahr) zu Modell(jahr) mal nach oben oder unten geht. Eventuell kann ich noch rausfinden, wann die hergestellt wurden.
Die Taschen sind aber weiterhin in Benutzung. Bei der kaputten Tasche habe ich die gerissene Kunststoffnut für die Haken mit einem Stück Alu ersetzt. Nicht schön aber selten.
 
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Manchmal braucht es einfach ein glückliches Händchen bei der Reisezeit. Die Ukraine als Ziel war letztes Jahr jedenfalls so ein glücklicher Umstand.
(Genau wie für mich persönlich ein toller Familienurlaub 2019, vor Corona.)
@Stewn Kannst ja mal deine aktuellen Gefühle beschreiben, wenn dein Bericht sich dem Ziel nähert.
Dass wir in die Ukraine sind, sehe ich mittlerweile durchaus als eine glückliche Entscheidung. Auch wenn es nur ein kurzer Abstecher war, bin ich froh dort gewesen zu sein. Es gibt einem auch eine Bindung zu einem Land und auch sämtliche Nachrichten haben dann automatisch eine höhere Relevanz für einen.

So ein geistiger Wendepunkt war für mich, als ich mir ernsthafte Gedanken gemacht habe, wie ich/wir wieder zurück nach Deutschland kommen. Das ist mir zwar erst später aufgefallen, aber es macht doch etwas mit einem. Das müsste etwa in Bukarest der Fall gewesen sein, vielleicht auch schon früher und nach dem schwarzen Meer hatten ich auch kein großes Ziel mehr vor Augen. Was im Kopf von meinem Kumpel vorging, kann nur er bewerten, ich vermute aber ähnliches. Wir hatten auch schon etwa eine Route geplant über Ukraine und Polen nach Deutschland zurück zu fahren. Irgendwann ich der Ukraine meinte er aber dann mal zu mir, eigentlich reizt es ihn gar nicht noch durch die halbe Ukraine zu fahren. Und mich hats auch nicht wirklich gereizt und dann war auch relativ schnell beschlossen mit dem Zug zurück zu fahren. Zugegeben, die Straßen waren auch nicht wirklich einladend, andererseits wäre das auch nur eine Sache von vielleicht zehn Tagen gewesen. Aber nö, die Motivation war irgendwie weg. Aber auch da war es wieder passend, dass die Motivation wenigstens geleichzeitig weg war (hoffe ich). Wenn der eine noch wollte und der andere nicht, dann wäre es mindestens für einen von uns zwei doof geworden.
 
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Ukraine Teil 35

In die Ukraine ging es nur mit einem kurzen Abstecher nach Moldawien. Das heißt den ganzen Grenzstress gleich zwei mal und es ist jetzt auch nicht gerade die Schweizer Grenze. Aber viel los war sowieso nicht und mit etwas Geduld waren wir dann auch durch.
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Gleich mit Warnhinweis. Gefroren haben wir jedenfalls nicht.

Unser erstes Ziel war Ismajil um Geld, Essen und Internet aufzutanken.
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Apropos auftanken. Weiß jemand wie sich 80er Oktan im Benzinkocher schlägt?:p War leider aus. Beim nächsten Mal vielleicht.
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Und so einen habe ich jetzt auch mal gesehen. Die Blau-Weiße Farbgebung ist schon etwas ikonisch. :bier:
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Und die Landschaft ist sehr stark von der Landwirtschaft geprägt. Überall sind Felder.
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Ich komme natürlich nicht umher die Straßen anzusprechen. Gerade die Nebenstraßen suchen ihresgleichen. In die Schlaglöcher hätte ich mich teilweise auch reinlegen können.
"Entschuldigung, Sie haben da noch Straße zwischen den Schlaglöchern"
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Als Zweirad hat man zumindest noch den Vorteil, dass man ganz gut Slalom fahren kann. Die Autos waren mit ihren Schlangenlinien auch nicht wirklich schneller als wir.

Troll-Level: Ukraine
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Wer hier mit 70 lang düst hat hoffentlich noch eine Ersatz-Achse im Kofferraum. Oder er fährt sowas sowas.

Es gab auch viele längere Abschnitte auf denen wir alleine auf der Straße waren, weil die Autos links und rechts parallel auf den Straßen-Ersatz-Feldwegen unterwegs waren. Die waren in besserem Zustand als die Straße selbst. Zwischenzeitig sind wir auch auf die Feldwege gewechselt.

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Der Plan in dem (Haltestellen-)Häuschen zu übernachten wurde durch einen Einfall von Schnaken vereitelt. Dann gab es doch noch das Zelt.
 
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Ukraine Teil 36

Hin und wieder haben wir auch mal ein wenig Eis verschlungen, aber Eis in einer Tüte war dann doch ein Novum.
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Und wenn ihr gehaltvolle Erdnuss(?) Kekse wollt, kann ich diese hier empfehlen:
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Am nächsten Tag ging es entlang der Küste das letzte Stück nach Odessa.
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Nachdem wir uns in Odessa ein Hostel gesucht hatten, haben wir am nächsten Tag etwas sightseeing betrieben. Odessa ist eine große und anstrengende Stadt, hat aber auch viele sehr schöne Ecken.
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Atb Rukzaky

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Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit

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Opernhaus Odessa

An dem Tag hatten wir aber auch noch eine Aufgabe: Zugtickets kaufen. Am Schalter konnte keiner Englisch, aber Google Übersetzer hat ausgeholfen. Bei der Frage in welcher Klasse wir fahren wollen, war unsere Antwort (weil wir nicht wussen was es alles gibt) sinngemäß "das Günstigste". Und so haben wir unsere 3. Klasse Nachtzugtickets nach Lviv gebucht. Die Fahrräder mussten zerlegt und verpackt sein. Am Bahnhof haben noch ein paar andere Radfahrer uns netterweise ein paar ihrer großen Tüten geschenkt.
Die Räder haben wir dann über uns in der Gepäckablage untergebracht.
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Da es keinerlei Belüftung im viel zu warmen Abteil gab, habe ich mich ein gutes Stück der Fahrt an einem der wenigen kippbaren Fenster im Eingangsbereich gestellt. Nachts hat es dann glücklicherweise abgekühlt.
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Die Zugfahrt war in jedem Fall ein schönes Erlebnis.
Den Morgen haben wir noch in Lviv verbracht bis wir einen Test machen konnten um über die polnische Grenze zu kommen.
Das war dann auch schon die Ukraine. Ich habe noch zwei weitere Teile geplant. Einen über Polen und den Letzten dann in Deutschland.
 

Reddi

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Hey, danke für einen schönen Abend Lesefutter und ganz viele neue Punkte auf der "da muss ich auch mal hin" Liste!:daumen:
Wobei der Teil mit der Ukraine im Moment auch Gänsehaut bereitet. Ich musste mich zwischendurch nochmal vergewissern, dass die Story ein halbes Jahr alt ist.
 
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Die ganze Situation finde ich derzeit etwas surreal. Da fährt man durch ein Land und ein halbes Jahr später soll das ein Kriegsgebiet sein. Beim Schreiben des Berichtes habe ich mich allerdings doch dafür entschieden wie bisher weiter zu machen und meine (eventuell romantisierten) Erinnerungen zu teilen.
 
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