Kaufberatung für Einsteiger

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Hallo liebe Community,

da ich beabsichtige mir in nächster Zeit ein Mountainbike zu kaufen, als Einsteiger jedoch nur sehr wenig Ahnung habe und nicht einschätzen kann worauf ich achten sollte, benötige ich euren kompetenten Rat!

Ich würde mich freuen, wenn ihr mich an euren Erfahrungen, Ideen und Vorschlägen teilhaben lasst.

Mein Fahrprofil:
- ca. 1.500 km/Jahr (Vermutung)
- Hauptsächlich auf geteerten Straßen, Schotter und Waldboden
- Eher „flache“ Strecken mit einfacheren Steigungen
- Gelegentlich einfachere, für Einsteiger geeignete Singletrails
- Später evtl. auch Singletrails mit mittlerem Schwierigkeitsgrad
- Keine „großen“ Sprünge

Der Markt ist quasi übervoll mit den verschiedensten Herstellern, tausenden von Angeboten und unendlich vielen Fachbegriffen, die ich in der kürze der Zeit gar nicht aufarbeiten kann.

Vorab als Information:
Mein Preisrahmen liegt bei etwa 1.300 EUR mit dem Grundsatz:
„So wenig wie möglich, so viel wie nötig!“ :-)

Welche Marken und welche Technik sollte man besser meiden?
Welche Marken und Welche Technik genießt aufgrund ihres guten Preis-/Leistungsverhältnisses einen besonders guten Ruf?

Nach Gesprächen im Freundes- und Bekanntenkreis habe ich mir folgende Bikes mal näher angesehen:

- Specialized: Rockhopper Pro (2011)
- Canyon: Nerve XC 5.0 (2011)
- Canyon: Grand Canyon AL 7.0 (2011)

Bin mir auch unschlüssig ob Fully oder Hardtail!?
Könnt ihr mir evtl. eure Meinung zu den genannten Bikes nennen, vielleicht sogar eine Empfehlung aussprechen hinsichtlich meines Fahrprofils?
Auch für Alternativvorschläge bin ich jederzeit offen!

Der Kauf soll innerhalb der nächsten 3-4 Wochen erfolgen, so dass ich im Herbst vielleicht noch ein wenig fahren kann!

Grüße und vielen Dank,
McHopp
 
Für Deinen beabsichtigten Einsatzzweck und dem Budget würde ich ein Hardtail bevorzugen. Würdest Du den Preisrahmen von 1300,- € ausreizen, würdest Du schon ein gut ausgestattetes Hardtail bekommen. Wenn Du aber noch Zubehör wie Klamotten, Helm, Werkzeug (um mal nen Platten beheben zu können o.ä.), (Trink-)Rucksack, gutes Schloss etc. brauchst, solltest Du Dein Budget etwas geringer ansetzen oder halt noch etwas zusetzen. Für 1000,- € bekommst Du aber immer noch ein gut ausgestattetes Hardtail und hast dann noch 300,- € für Zubehör etc.

Welche Technik meiden - alles was nach Baumarkt/Discounter klingt bzw. riecht. Das Geld kannste da genausogut in den nächsten Schrottcontainer werfen. Für mehr als fahren und hinterher wegschmeißen taugt der Mist in der Regel nicht. Da kann dann schon nach 250 Km (die fährt manch einer in einer Woche oder sogar weniger) bereits das "Lebensende" erreicht sein, wie kürzlich in einem Thread stand.

Aber bei Bikes der 1000,- bis 1300,- € Klasse kannst Du eigentlich nicht viel verkehrt machen. Das hält definitiv länger als 250 Km :D (Unfälle natürlich ausgenommen). Regelmäßige Pflege und Wartung gehört natürlich dazu.

Das Solution Vernon hat z.B. für seine 999,- € eine sehr gute Ausstattung und ist mit 11,5 Kg schon ein kleines Leichtgewicht.

Achso, willst Du beim Händler kaufen oder kann es auch ein Versender-Bike sein? Das Solution gibt's beim Versender.
 
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Hallo McHopp :-)

Zu deiner Frage ob für dich ein Fully oder ein Hardtail in Frage kommt spräche ich mich für das Fully aus. Dein detaillierter Beitrag lässt zumindest auf so viel Motivation schließen, dass es sich lohnt.
Ein Hardtail reichte voll und ganz für dein angestrebtes Einsatzgebiet. Aber mit der Zeit wachsen die Ansprüche etc. pp. Außerdem machst du dir so den Einstieg leichter, weil man mit einem Fully natürlich ganz anders über Trails bügeln kann.

Im Auge muss natürlich der höhere Wartungsaufwand behalten werden. Gelenke und ein zusätzlicher Dämpfer brauchen natürlich mehr Zuneigung.

Konkret zu Rädern:
Was das Canyon AL angeht. Wir hatten gestern die X9 Reihe kurz im Gespräch. Und sind zu dem Schluss gekommen, dass uns Deore LX mehr zusagt. Ob das nun persönliche Präferenz ist weiß ich nicht. Es hieß auf jeden Fall, dass sie für das Geld haltbarer wäre (insbesondere die Kurbel).

Das Nerve XC gefällt mir ganz gut. Kann man machen.

Das Rockhopper halte ich für überteuert, aber ich kaufte mir auch wohl so schnell keinen BMW :-D (bzw würde ich es da eher einsehen)

Ich riete dir konkret zum Radon Stage 5.0 Die Service-Partner von denen machen zwar auch nicht mehr als einschicken, aber das ist evtl. einfacher als bei Canyon. Zum genauen Ablauf kann ich da nichts sagen.
Die Ausstattung ist P/L-mäßig hervorragend, einzig das Gewicht ist bei Radon so eine Sache. Es ist anzunehmen, dass dem der kleinste Rahmen zu Grunde gelegt wird.

Das ZR Team 7.0 ist sicher auch einen Blick wert. Damit bliebe auch Geld für eine Rock Shox Reverb übrig ^^ Allerdings kann man die Reverb auch gut nächtes Jahr am Fully nachrüsten.
Das oben angesprochene Solution Vernon ist natürlich zu bevorzugen. Ganz vergessen gehabt.

so long
Viel Spaß noch beim rumsuchen :-)
 
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Hallo ihr zwei,

vielen vielen Dank für eure ausführliche Hilfestellung!
Auf genau diese Art von Rückmeldung hatte ich gehofft! :-)

@mightyEx
Dein Ansatz bzgl. der Entscheidung ob Hardtail oder Fully klingt durchaus plausibel. Wenn ein Hardtail für mein Fahrprofil gut geeignet ist, dann nutze ich mein Budget lieber für ein vergleichsweise besser ausgestattetes Hardtail. Stimmt, über die Kosten für das notwendige Zubehör habe ich noch gar nicht nachgedacht! Na ja, ganz der Laie eben! :-) Denke aber, dass ich mein Budget für das Bike dennoch so belassen würde. Wenn alles gut verläuft, dann fahre ich das Bike ja auch ein paar Jahre! Hoffe ich!
Hmm, ob Händler oder Versand? Gute Frage! Ich meine das Canyon wäre ja auch ein Versender-Bike gewesen. Wenn ich allerdings genau darüber nachdenke, dann wäre es eigentlich schon nicht schlecht, sich das Bike vorher mal in natura anschauen und probefahren zu können.

@bravopunk
Der höhere Wartungsaufwand ist ebenfalls ein Aspekt, den ich nicht bedacht hatte. Ich denke vom Bauch ist schon eine gewisse Tendenz zum Hardtail da. Dein Vorschlag, das Radon ZR Team 7.0, gefällt mir ausgesprochen gut! Vor allem der Preis ist mit 899,00 EUR sogar weit unter Budget! Für den Rest wäre ein Haufen Zubehör drin! Einziges Manko wäre im Grunde nur, dass es ein Versenderbike ist, das ich nicht Probefahren kann.

Eure Anregungen waren wirklich hilfreich für mich!

Vielen Dank nochmals für die Mühe! :daumen:

Grüße,
McHopp
 
Also wenn du ein Hardtail willst, dann griffe ich zum Vernon.
Einzig abzuklären wäre da, wie es mit dem Service für die Fox Gabel aussieht. Habe letztens gehört, dass es um die 150€ pro Jahr sind, wenn man den Garantieanspruch behalten möchte.
Außerdem riete ich dazu mit drei Ketten zu fahren, bei beiden Rädern. (2 auf Reserve und dann durchwechseln. Ketten verschleißen am schnellsten und die Blätter/Ritzel schleifen sich auf sie ein. Irgendwann passt keine neue aber deine alte hüpft durch die Gegend) Zu Genauerem etwas hier suchen. Ob das dringend nötig ist sei dahin gestellt, aber bei XT wäre es mir um die Teile zu schade.

Ich riete dir auch dazu mal Fully und Hardtail vergleichend Probe zu fahren. Das ist denke ich wesentlich wichtiger, als auf dem favorisierten Rad gesessen zu haben. Evtl. kennst du jemanden der beides hat oder hast ein Radgeschäft in der Nähe, bei dem du dir auch den Kauf vorstellen könntest. Schon mit der Absicht im Internet zu bestellen die Räder auszuprobieren, ich weiß nicht.
Vll schaffst du es ja auch hier hin.

Und was das Zubehör angeht:
Über die Jahre hinweg kannst du das ja ganz gemütlich einkaufen, evtl auch gebraucht schießen.
 
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Wenn ich eine Probefahrt mit einem Bike gemacht habe und mir dieses Gefällt, dann würde ich dies auch bei dem jeweiligen Händler vor Ort kaufen. Eine gute Beratung und toller Service verdient es belohnt zu werden.

Mir wäre es so oder so lieber beim Händler vor Ort zu kaufen, auch im Hinblick auf den zukünftigen Service. Das sich die Preisdifferenzen in der Regel in einem Rahmen bewegen, den ich noch verschmerzen kann, bin ich gerne bereit das Geld in eine gute Beratung zu investieren. Wer einen guten Job macht, der hat auch die Früchte seiner Arbeit verdient!

Danke nochmals für den Hinweis zum Thema Fully! Werde in jedem Fall auch einen Fully zum Vergleich testen. Dann bin ich hinterher in jedem Fall auf der sicheren Seite wenn ich eine Entscheidung fälle! :-)

Wenn man mit mehreren Ketten fahren sollte, in welchen Intervallen sollten diese dann durchgewechselt werden? Ist es außerdem möglich die Ketten selbst zu wechseln oder sollte das Bike hierfür jedes Mal zum Händler?
 
Ach ja, da war doch noch was.

Gestern Abend habe ich durch einen Kumpel jemanden kennen gelernt, der von meinem Kumpel gehört hat, dass ich mir ein Bike kaufen möchte. Da er sein Hardtail verkaufen möchte um sich ein Fully zuzulegen, würde mich mal eure Meinung zu seinem Angebot interessieren.

Sein Angebot:

Scott Scale 60 (Modell 2010)
- ca. 1.000 km Laufleistung
- knapp 1 Jahr alt
- Preis: 450,00 EUR

Er hat mich allerdings darauf hingewiesen, dass auf dem Gehäuse der Bremshebel Kratzer zu sehen sind, die von einem Sturz kommen. Er sagt jedoch das all, auch die Felgen, nach dem Sturz vom Händler wieder gerichtet wurde.

Würde mir das Fahrrad die Tage evtl. mal anschauen. Sollte ich da bestimmte Teile evtl. genau unter die Lupe nehmen bzw. irgendwelche speziellen Tests durchführen?

Sollte der Gesamtzustand in Ordnung sein, wäre das Bike für den angebotenen preis dann einen Kauf Wert, oder sollte ich als Laie besser die Finger davon lassen?!

Danke für eure Einschätzung! :-)

Grüße
 
Entscheident wäre die Ausstattung und der Zustand der Verschleißteile. Gerade der Antrieb wäre wichtig. Wann wurden zuletzt Kette und Zahnkranz-Kassette gewechselt ? Wie sehen die Bremsbeläge aus ? Sind die Züge leichtgängig ? Die letzten beiden Punkte sind relativ günstig zu warten. Ein Schaltzug kostet 2,- € (also im lokalen Shop), Bremsbeläge variieren je nach Hersteller. Kette und Kassette sind etwas teurer, wobei man hier sparen kann, wenn man alles selbst macht. Dafür benötigt man aber auch etwas Spezialwerkzeug. Tauscht man die Kette frühzeitig, kann man mit einer Kassette mehrere Ketten fahren und so den Verschleiß aufteilen.
 
Blingblingbling, das bereits vorgeschlagene ZR Team 7.0 gibt es heute als Tagesartikel nochmal 50€ günstiger, also für 849€. Besser geht es einfach nicht mehr. Beim Händler müsstest du 300-500€ drauflegen, um etwas Ähnliches zu bekommen.

http://www.bike-discount.de/shop/a45704/zr-team-7-0.html

DAS holen, 1-2 Jahre fahren, dann entscheiden, in welche Richtung dich der Mountainbikesport getrieben hat und entweder ein Touren- oder AM-Fully kaufen. Das Team verkaufen für 500€ und somit für 350€ ne ganze Saison lang Bikespaß gehabt haben. :D
 
Statt des gebrauchten Rades würde ich bei deinem Budget eher axisofjustices Vorschlag folgen.
Nach der Übung mit dem Hardtail kann man dann wirklich besser abwägen ob Touren- oder AM-Fully. Insofern ist die Idee gar nicht verkehrt. Die gesparten 50€ können gleich in eine Teleskop-Sattelstütze :-D
 
Mir wäre es so oder so lieber beim Händler vor Ort zu kaufen, auch im Hinblick auf den zukünftigen Service.

Servicetechnisch hat Radon verschiedene Partner-Werkstätten (siehe hier).
Ich denke auch, dass das Radon ein gutes P/L-Verhältnis hat, wo Du noch genug für Zubehör übrig behältst. So kannst Du erst mal praktische Erfahrungen sammeln und Dich ggfs. später für ein Fully entscheiden. Da hat axisofjustice nen guten Tipp gegeben.
 
Ihr seid klasse!

Lieben Dank für eure Hilfe und die konstruktiven Vorschläge.
Denke, dass ich im Laufe der Woche entscheidungsfähig bin, so dass mein "neues" Bike dann hoffentlich bald bei mir zu Hause steht!

...ähm, ich meine natürlich nicht nur steht, sondern auch gefahren wird! :-)

Euer Vorschlag mit dem Bike von Radon klingt wirklich gut.
Halte euch jedenfalls auf dem Laufenden!

Grüße...
 
Wenn man mit mehreren Ketten fahren sollte, in welchen Intervallen sollten diese dann durchgewechselt werden? Ist es außerdem möglich die Ketten selbst zu wechseln oder sollte das Bike hierfür jedes Mal zum Händler?

Es war die Rede von 700km. Man kann natürlich auch bei entsprechendem Verschleiß eine neue kaufen. Ich habe das leider auf die lange Bank geschoben und jetzt fällt die Kettenlehre einfach durch :daumen:
Der Wechsel der Ketten alle 700km geht mit einem Kettenschloss aber verdammt schnell und es kann alles mal richtig geputzt werden. Zumindest ich werde das bei neuen Antrieben ab jetzt so handhaben.

Das einzige wofür ich wirklich einen Händler brauche ist der Gabelservice. Bis auf Unfallschäden bestehen die meisten Arbeiten ja nur aus Putzen, Schaltung einstellen (bei Deore selten), Bremsen warten, Reifen wechseln und nach den ersten 100km mal jede Schraube nachziehen.
Diese Arbeiten sind auch alle ohne Spezialwerkzeug und Werkstatt möglich. Vieles anderes wirst du mit einem Rad dieser Kategorie vermutlich nie erleben (Räder zentrieren, Innenlager wechseln, neuer Steuersatz, kompletten Antrieb tauschen)

Und noch wichtig!
Das Radon wird entgegen der Abbildung nur mit Standard-Bärentatzen ausgeliefert. Die taugen natürlich nicht viel und bessere Pedale erhöhen den Komfort ungemein. Für deinen Einsatz riete ich klar zu Klickies. Egg Beater wären meine erste Wahl oder die PD-M520. Schuhe kauft man dann besser im Laden oder du bestellst drei-vier Paar zum anprobieren dazu.

Mir macht der Thread auch Spaß :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Vieles anderes wirst du mit einem Rad dieser Kategorie vermutlich nie erleben (Räder zentrieren, Innenlager wechseln, neuer Steuersatz, kompletten Antrieb tauschen)

Es sind schon wertige Teile, keine Frage, aber wann was gemacht werden muss, hängt von der Fahrweise, dem Einsatzgebiet und der Witterung ab. Man kann ein Rad auch zu Klump fahren, wenn man es nicht regelmäßig pflegt und wartet bzw. es nicht bestimmungsgemäß nutzt.
 
Hi McHopp, ich fahre selbst ein Radon ZR Team 7.0, allerdings von 2010, kann aber aus Erfahrung sprechen:

Das Bike ist spitze! Ich habe es damals auch als Tagesartikel gekauft, für ich glaube 800,-€ Für mich als Student war das ne ganze Stange Geld, ich habs aber absolut nicht bereut! :)
Probleme sind bisher keine aufgetreten. Neulich habe ich die Kette gewechselt. Das ist absolut kein Problem, bekommt jeder hin!
Tipp: Hol dir keine Shima** Kette, die ist blöd wieder dran zu machen, wenn man kein Kettenschloss hat. Ich hab jetzt eine von SRAM (PCI 971) oder so ähnlich. Da ist das Kettenschloss dabei und innerhalb von 1 Minute hat man das Ding komplett montiert ;)

Ansonsten gibts nur noch ein bisschen Bremsen einstellen, und evtl mal Schaltung nachjustieren (war bei mir bisher 1 Mal, da war ich aber selbst dran Schuld^^)
Zu allem gibt es tolle Videos im Internet, beispielsweise auf youtube. Wenn man das alles selbst macht kann man brutal viel Geld sparen und lernt auch noch was dabei! Kann daher nur empfehlen selbst ein wenig handwerklich aktiv zu werden. Da bekommt man eine ganz andere Beziehung zu dem Bike! :)

Und wenn man beispielsweise das Lagerspiel von der Hinterradnabe einstellen will (auch hier spreche ich aus Erfahrung :D ) Sollte man die 5€ lieber in zwei Konusschlüssel investieren, als zum Händler zu schaffen ;)

Also viel Spaß bei der Entscheidungsfindung :D Und dann viel Spaß mit dem Bike! :daumen:
 
Hi zusammen,

hier kann man echt was lernen!
Das gefällt mir richtig gut! :-)

Da ich das Glück hatte nicht mit 2 linken Händen auf die Welt gekommen zu sein, einen großen Keller habe und unglaublich gerne "bastle", wäre es natürlich klasse wenn ich vieles am Bike selbst machen könnte. Außerdem habe ich dann schon einen Grund mir mal wieder ein bißchen neues Werkzeug zu kaufen. Da ich auch das Bike meiner Partnerin verarzten würde, habe ich dafür sogar eine perfekte Argumentationsgrundlage! :-)

@el0rix
Hattest Du die Gelegenheit eine Probefahrt mit dem Radon zu machen bevor Du es gekauft hast, oder hast Du es einfach mal darauf ankommen lassen?

Ein Bike zu kaufen, ohne vorherige Probefahrt, bereitet mir ein noch wenig Bauchschmerzen! :-(

@bravopunk
Danke für Deine Anmerkung zu den Pedalen!
Mich würde ja noch interessieren was Du von Hybridpedalen hältst?!
Gerade für mich als Anfänger. Würde das Bike vielleicht auch einfach so mal "zum Einkaufen" mitnehmen.

Für mich hat sich spontan die Möglichkeit ergeben, den Rest der Woche und das kommende Wochenende mal das Specialized Carve 29er auszuprobieren. Gehört der Mutter meiner Partnerin, die nur wenig kleiner ist als ich selbst. Bin mal gespannt wie es sich fährt!

Sagt mal, eines würde mich ja noch interessieren. Der Stiefvater meiner Partnerin ist ein riesiger Bikefan und fährt selbst unglaublich viel. Bzgl. meiner Absicht ein Bike zu kaufen kann ich allerding gar nicht vernünftig mit ihm sprechen. Für ihn ist "Specialized" der Mercedes unter den Bikes und alles andere ist "sch***e". Entschuldigt bitte die Ausdrucksweise.

Bei meiner ganzen Recherche habe ich jedoch weder von Freunde, noch von Kollegen oder in irgendeinem Forum eine Empfehlung für ein Specialized Bike erhalten. Außerdem habe ich festgestellt, das Specialized für mehr Geld weniger gute Komponenten bietet als so ziemlich alle anderen Hersteller. Sehe ich das falsch, oder könnt ihr mir da beipflichten?

Ich versuche einfach nur diese kompromisslose Haltung ihres Stiefvaters zu verstehen und würde außerdem nur allzu gerne auf Basis schlagkräftiger Argumente diese engstirnige Haltung widerlegen! :-)
Vielleicht habt ihr als Insider ja einen Schimmer warum er sich von Specialized so gar nicht abringen lässt?! :-)

Vielen Dank nochmals!
Ich weiß eure Mühe und die Zeit, die ihr fürs Antworten investiert wirklich sehr zu schätzen!

Grüße
 
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Der Stiefvater meiner Partnerin ist ein riesiger Bikefan und fährt selbst unglaublich viel. Bzgl. meiner Absicht ein Bike zu kaufen kann ich allerding gar nicht vernünftig mit ihm sprechen. Für ihn ist "Specialized" der Mercedes unter den Bikes und alles andere ist "sch***e".
Ein Speci kommt aus einer inovativen Schmiede und hat, wie eine Handvoll anderer Hersteller auch, bei ihren Spitzenbikes eine Technik verbaut, die es nur bei dieser Marke gibt. Diesen Ruf muss man sich erarbeiten und deshalb würde ich sagen, dass er nicht unrecht hat, wenn er die Top-Produkte von denen als außergewöhnlich sieht. Im Rennsport werfens auch viel Geld rein. Bauen sich halt um viel Geld einen recht guten Namen auf. Da kann man eigentlich nicht viel dagegen sagen. Muss man ja auch nicht. Es gibt auch andere Hersteller mit ihren Stärken. Lass nur reden den guten Mann und man kann da durchaus mit gespitzten Ohren zuhören. Wenn's einen interessiert.

In dem Preissegment wo du dich bewegst, bekommst du bei den namhaften Herstellern für mehr Geld weniger Rad. Es bleibt aber der Name und das Erste das man sieht, ist halt dass es ein "Speci" ist und das erzeugt unterm normalen Volk mehr Wind. Zwischen einem NoName und einem Speci liegen noch ein paar andere ausgezeichnete Hersteller und viele lassen ihre Rahmen in der selben Fabrik in Asien fertigen. Ein ausgewogenes Produkt zu einem fairen Preis können bzw. lassen inzwischen aber viele bauen. Genau so wie nicht nur Mercedes Autos bauen kann. ... und wennst mich fragst: Ich halte inzwischen von inovativer Technik gar nicht mehr so viel, weil's ständig am Kunden ausprobiert wird. Wobei es bei diesem Kaufbetrag keine inovative Technik gibt. Das ist alles SUPERSTANGENWARE.
 
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Sagt mal, eines würde mich ja noch interessieren. Der Stiefvater meiner Partnerin ist ein riesiger Bikefan und fährt selbst unglaublich viel. Bzgl. meiner Absicht ein Bike zu kaufen kann ich allerding gar nicht vernünftig mit ihm sprechen. Für ihn ist "Specialized" der Mercedes unter den Bikes und alles andere ist "sch***e". Entschuldigt bitte die Ausdrucksweise.

Bekommt er ne Provision von Specialized :lol:? Ich denke viele Hersteller haben innovative Bikes im Programm. Drastisch formuliert, könnte man auch mit einem guten Noname-Rahmen und guten Komponenten glücklich werden. Da spielt sicherlich auch das Prestige-Denken und Marken-Bewusstsein eine Rolle. Specialized hat in der Anfangszeit des Mountainbikes das erste in Serie gefertigte Bike (Specialized Stumpjumper) hergestellt. Das und die konsequente Weiterentwicklung guter Bikes fließt halt auch in das Marken-Image mit ein. Letztendlich muss man sich auf dem Bike wohlfühlen. Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Und da kann dann noch so eine tolle Marke auf dem Rahmen stehen, wenn es mir von der Geometrie und den Fahreigenschaften nicht zusagt. Das Auge isst/fährt natürlich auch mit.
Wenn Du Dich z.B. auf dem Radon wohlfühlst, dann würde ich mir gar nicht's einreden lassen. Zudem bezahlst Du für ein ähnliches Specialized mit Sicherheit mehr, allein schon wegen dem Markenname.
 
@bravopunk
Danke für Deine Anmerkung zu den Pedalen!
Mich würde ja noch interessieren was Du von Hybridpedalen hältst?!
Gerade für mich als Anfänger. Würde das Bike vielleicht auch einfach so mal "zum Einkaufen" mitnehmen.

Ich habe die normalen Kombipedale von Shimano. Ich fahre genau so XC wie du es machen willst und kann mich eigentlich nicht beklagen.
Natürlich trifft man ab und an die falsche Seite, was auch reichlich unangenehm werden kann. Im Regelfall hat man Zeit sich die Seite auszusuchen. Falls das aber mal nicht so ist steht man halt recht doof da. Bei leichten Trails sollte das aber noch kein Problem sein.
Der Komfort mit und ohne Klickies fahren zu können wiegt das bei mir auf.
 
Moin zusammen,

muss mich gleich zu Beginn einmal korrigieren. Bei dem mir zur Verfügung gestellten Bike handelt es sich nicht um das Specialized Carve 29er sondern um das Specialized Rockhopper Comp 29er (2011).

Gestern abend bin ich dann noch schnell 20 km gefahren, um das Bike mal ein wenig auszuprobieren. Gefahren bin ich hauptsächlich auf Schotter. Die ein oder andere Steigung hat auch nicht gefehlt. Na ja, was soll ich sagen?! Besonders angenehm fand ich das Fahren mit den großen Reifen nicht unbedingt. Mit einer wesentlich wendigeren 26er Bereifung fühle ich mich deutlich wohler. Außerdem komme ich mir vor wie ein Clown mit so großen Reifen. Na ja, wenigstens die Entscheidung zwischen 26er und 29er Reifen ist gefallen! :-)

Grüße...
 
Hallo McHopp,
ich halte es wie mightyEX und behaupte: Das Konzept Alu-MTB-Hardtailrahmen ist ausgereizt, hier gibt es zwischen den Herstellern keine grundlegenden Unterschiede. Um Erik Zabel zu zitieren: 'Ist halt 'n Rad!' Auf alle Fälle bemerkbar macht sich aber die Geometrie, was Du bei der Probefahrt mit dem 29er schon bemerken konntest. Daher: Probefahrt, wenn möglich.
Wegen den Pedalen: Es gibt Platten, die kann man auf eine Seite eines SPD-Pedals klippsen (kann grad im Netz keins finden). Evtl. ist das ja eine Lösung. Von Hybrid-Pedalen halte ich nichts: Wenn ich beim Pedaleinstieg in unwegsamen und sehr steilen Gelände auch noch achten muss, die 'richtige Seite' zu treffen - nein danke.
 
Wegen den Pedalen: Es gibt Platten, die kann man auf eine Seite eines SPD-Pedals klippsen (kann grad im Netz keins finden). Evtl. ist das ja eine Lösung. Von Hybrid-Pedalen halte ich nichts: Wenn ich beim Pedaleinstieg in unwegsamen und sehr steilen Gelände auch noch achten muss, die 'richtige Seite' zu treffen - nein danke.
Der Bindungsstopfer von Shimano ist überhaupt der größte Müll. Von dem hab ich mich sogar auf meinem 2. Rad verabschiedet. Ich habe ein Hybridpedal von Shimano und bin damit entsprechend zufrieden. Wenn ich im schweren Gelände nicht in der Bindung sein will und die falsche Seite erwische, ist's nicht optimal, aber auch nicht schlechter als wenn man bei einem reinen Bindungspedal nicht in der Bindung sein will. ... und wenn man die richtige Seite erwischt passts eh. Außerdem hat man das irgendwann im Gefühl, ob man auf der falschen Seite ist und dreht das Teil einfach ne halbe Umdrehung weiter.

... und es gibt Abfahrten da will ich echt nicht in der Bindung drinnen stehen. Beim Abstieg über den Lenker oder nach hinten geht das nur relativ unproblematisch wenn man nicht in der Bindung ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerade bei schwierigen Abfahrten profitiere ich davon, mit dem Pedal verbunden zu sein. Das Problem bei einem Sturz nicht aus dem Pedal gekommen zu sein hatte ich auch noch nicht.

Ich würde auch keine Kombipedale kaufen. Vielleicht reichen ja auch für den beschriebenen Einsatzzweck Flats und Schuhe mit ordentlich Grip.
 
Gerade bei schwierigen Abfahrten profitiere ich davon, mit dem Pedal verbunden zu sein. Das Problem bei einem Sturz nicht aus dem Pedal gekommen zu sein hatte ich auch noch nicht.
... wird wohl ein persönliches Empfinden sein. Der Eine fühlt sich so sicherer der Andere so. Wobei die abfahrtsorientierte Fraktion in unserem Sport zu 99% ohne Klick fährt.
 
Das Problem bei einem Sturz nicht aus dem Pedal gekommen zu sein hatte ich auch noch nicht
Das hat man auch nicht, wenn man die Klickies 'leicht genug' einstellt, d.h. auf geringe Auslösehärte.
Eigentlich ist es Gewohnheitssache: Dreh mit der Ferse nach aussen, schon ist man 'frei'. Macht man nach kurzer Zeit automatisch. Klappt so gut, dass man auch sehr unwegsames Gelände mit klickies fahren kann. Für 'richtigen' Downhill mag Plattform die bessere Wahl sein, aber das hatte der TE ja auch nicht im Sinn.
 
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