Knorpelschaden - OP am Knie! Wie gehts weiter?

Im Kontext zum letzten Post:
Kann man eigentlich von Unterschieden zwischen Privatversicherten und gesetzlich Versicherten sprechen, wenn es um den Zugang zu den gängigen Behandlungsmethoden bei Knorpelschäden geht?

Hat hier jemand konkrete Erfahrungen in Abhängigkeit der Art seiner Versicherung gemacht, sowohl positive als auch negative?
 
Im Kontext zum letzten Post:
Kann man eigentlich von Unterschieden zwischen Privatversicherten und gesetzlich Versicherten sprechen, wenn es um den Zugang zu den gängigen Behandlungsmethoden bei Knorpelschäden geht?

Hat hier jemand konkrete Erfahrungen in Abhängigkeit der Art seiner Versicherung gemacht, sowohl positive als auch negative?

Glaube da wird es nicht viel unterschied geben.
Höchstens in der Qualität. Sprich, gute erfahrene Ärzte machen sich selbstständig und verlangen eben einen höheren Satz den die gesetzlichen nicht zahlen.
 
Im Kontext zum letzten Post:
Kann man eigentlich von Unterschieden zwischen Privatversicherten und gesetzlich Versicherten sprechen, wenn es um den Zugang zu den gängigen Behandlungsmethoden bei Knorpelschäden geht?

Hat hier jemand konkrete Erfahrungen in Abhängigkeit der Art seiner Versicherung gemacht, sowohl positive als auch negative?
Ich kann nur von der Arcus Klinik sprechen, da bekommst du auch als Kassenpatient Termine bei den Chefärzten, die auch die OP selbst durchführen. Allerdings sind die Termine schwieriger zu bekommen als Kassenpatient, und man muss im Regefall sehr viel länger warten.
 
Guten Morgen,

auch von meiner Seite mal wieder ein Update, mittlerweile knapp 19 Monate nach der OP:

  • Die MRT-Kontrolle im August hat gezeigt, dass die OP erfolgreich verlaufen ist und der Knorpelschaden laut Arzt nicht mehr erkennbar ist.
  • Aktuell habe ich teilweise noch Schmerzen beim Überstrecken. Diese sollen von den Begleitstrukturen (Narbengewebe/Schleimbeutel) kommen, aber durch die Physiotherapie behoben werden können.
  • Seit Juni kann ich wieder joggen und habe im Anschluss daran keine Schmerzen, auch nicht am Tag danach (ca. 40 km Gesamt, ~5 km pro Einheit, ~5:30 min/km).
  • Am Fußballtraining konnte ich auch wieder teilnehmen, bin aber noch etwas gehemmt. Ich gebe mir hier noch bis zum Winter Zeit und lasse es ggf. komplett.

Bis Oktober habe ich noch Physio- und Sporttherapie und bin weiterhin hauptsächlich mit dem Fahrrad unterwegs, da es sich einfach am besten anfühlt. Durch die neu hinzugekommene und verstärkte Belastung durch Fahrradfahren, Joggen und Fußball habe ich das Gefühl, dass sich mein Körper erst noch daran gewöhnen muss. Das spüre ich durch Steifigkeit und muskuläre Probleme, die jedoch vermehrt im nicht operierten Bein auftreten. Mein Pedal-Powermeter zeigt mir, dass die Belastung beim Fahrradfahren gleichmäßig verteilt ist. Ich versuche, die Probleme mit Gymnastik, Dehnen, Blackroll usw. zu beheben. Mein Osteopath hilft mir hierbei auch weiter.

Es ist nicht alles perfekt und es gibt weiterhin sehr gute und auch schlechtere Tage. Generell dauert die Regeneration nach Belastung etwas länger, aber ich lerne, besser auf meinen Körper zu hören und ggf. eine längere Pause einzulegen. Ich bin gespannt, wie es im Februar aussieht, dann sind es zwei Jahre nach der OP.

Ich wünsche euch allen weiterhin alles Gute.
Hallo zusammen,

wollte mich nochmal kurz melden und ein Update geben (~ 21 Monate post OP):

– Regelmäßige Physio- und Sporttherapie ist mittlerweile abgeschlossen. Habe bis Ende des Jahres noch vereinzelt Physiotherapie vereinbart, um eventuelle Beschwerden schnell in den Griff zu bekommen. Wäre im Moment aber nicht zwingend notwendig.
– Knie fühlt sich von Tag zu Tag besser an und steckt auch Belastung super weg. Habe 24 h bzw. 48 h nach Belastung keine Schmerzen mehr.
– Konnte mittlerweile auch wieder Punktspiele beim Fußball bestreiten und hatte auch hier keine Schmerzen im Nachgang, was mir mental auch sehr hilft.

Ich versuche nach wie vor, viel auf meinen Körper zu hören und den Ehrgeiz etwas zurückzustecken und genügend Pausen einzubauen. Auch bin ich weiterhin fleißig dabei, meine Übungen durchzuführen, um hier eine stabile Muskulatur zur Entlastung des Knies aufzubauen bzw. um diese aufrechtzuerhalten.

Das Fahrrad trotzdem weiterhin die # 1. Für den Winter jetzt auch einen Rollentrainer gekauft, um weiter am Ball (Rad) zu bleiben.

Euch allen viel Gesundheit und starke Knie:)
 
Hallo Zusammen,
ich komme eigentlich aus dem Rennrad-News-Forum und reihe mich hier auch mal ein..
Ich hab den Thread in den letzten Wochen glaube jetzt schon 2x durchgelesen. Während ich diesen Beitrag schreibe liege ich gerade auf der CPM-Bewegungsschiene :)

Hier mal ein Abriss meiner Geschichte:
08.06.24 - Lauf abgebrochen wegen massiver Schmerzen im linken Knie nach wegknicken an einer Wurzel
11.06.24 - MRT - Knorpelriss (5mm) in der Hauptbelastungszone des Knies plus O-Beine.
05.08.24 - 1. OP Umstellung DFO 9mm und Nanofrakturierung mit AMIC. Knorpelschaden inkl. Knochendefekt, ca. 1,5cm2 groß
Seit Januar bei normaler Belastung immer Schmerzen - o-Ton Arzt, das gibt sich. Wären Schmerzen von der Umstellung
13.05.25 2. OP Plattenenentfernung plus Arth vom Kniegelenk. Angeblich alles gut.
Schmerzen bei jedem Schritt aber immer noch vorhanden. Wieder gesagt, liegt an der Umstellung. Freigabe Laufen nach Abheilung der OP-Wunden.
Mitte August wieder zum Arzt, Nachfolger vom ersten operateur, wegen den anhaltenden Schmerzen.
15.08.25 MRT, da habe ich schon gesehen, dass irgendwas nicht stimmt…
20.08.25 Befundbesprechung - Knorpeltherapie hat versagt…. Knorpelschaden jetzt ca. 3,5cm2 groß
08.10.25 3. OP weitere Umstellung DFO um 6mm und Knorpelzellentnahme für eine ACT, Novocart 3D
29.10.25 4. OP Einpflanzen Knorpel, Um den knochendefekt zu beheben Entnahme von Knochen Zylinder und Spongiosa aus dem linken Beckenkamm..

Jetzt noch irgendwie 6 Wochen mit Entlastung rumbekommen und dann gehts mit der EAP los…
 
Hallo zusammen,
wollte mich mal melden nach meinem gestrigen OP-Vorgespräch.
ACT wird gemacht wie geplant. Zu meiner Verwunderung hat der Doc mir auch gesagt, dass er eventuelle Kissing lessions mit behandelt. Ich hab einen großen Schaden im Gleitlager (4-5cm²) und u.u. einen kleinen in der Patella. Laut dem Doc wäre die Versorgung von beiden Schäden kein Problem.
Dies verwundert mich, weil mein "Haus-Orthopäde" meinte, dass Kissing lessions sich ausschließen und er deswegen auch kategorisch nicht operieren würde.
Das zeigt wieder mal, dass man wirklich suchen muss, bis man einen vernünftigen Operateur findet. Fraglich bleibt, wer am Ende Recht hat...
 
Hallo zusammen,

wollte mich nochmal kurz melden und ein Update geben (~ 21 Monate post OP):

– Regelmäßige Physio- und Sporttherapie ist mittlerweile abgeschlossen. Habe bis Ende des Jahres noch vereinzelt Physiotherapie vereinbart, um eventuelle Beschwerden schnell in den Griff zu bekommen. Wäre im Moment aber nicht zwingend notwendig.
– Knie fühlt sich von Tag zu Tag besser an und steckt auch Belastung super weg. Habe 24 h bzw. 48 h nach Belastung keine Schmerzen mehr.
– Konnte mittlerweile auch wieder Punktspiele beim Fußball bestreiten und hatte auch hier keine Schmerzen im Nachgang, was mir mental auch sehr hilft.

Ich versuche nach wie vor, viel auf meinen Körper zu hören und den Ehrgeiz etwas zurückzustecken und genügend Pausen einzubauen. Auch bin ich weiterhin fleißig dabei, meine Übungen durchzuführen, um hier eine stabile Muskulatur zur Entlastung des Knies aufzubauen bzw. um diese aufrechtzuerhalten.

Das Fahrrad trotzdem weiterhin die # 1. Für den Winter jetzt auch einen Rollentrainer gekauft, um weiter am Ball (Rad) zu bleiben.

Euch allen viel Gesundheit und starke Knie:)
Beim Fußball hast Du aber leider ein Signifikant hohes Risiko für neue Schäden am Knie. Am besten viel Fahrrad fahren.
 
Hallo zusammen,
wollte mich mal melden nach meinem gestrigen OP-Vorgespräch.
ACT wird gemacht wie geplant. Zu meiner Verwunderung hat der Doc mir auch gesagt, dass er eventuelle Kissing lessions mit behandelt. Ich hab einen großen Schaden im Gleitlager (4-5cm²) und u.u. einen kleinen in der Patella. Laut dem Doc wäre die Versorgung von beiden Schäden kein Problem.
Dies verwundert mich, weil mein "Haus-Orthopäde" meinte, dass Kissing lessions sich ausschließen und er deswegen auch kategorisch nicht operieren würde.
Das zeigt wieder mal, dass man wirklich suchen muss, bis man einen vernünftigen Operateur findet. Fraglich bleibt, wer am Ende Recht hat...

Naja. Ich hab aucb Kissing lession. Im gleitlager sehr klein. Die Chancen sinken mit sowas aber unmöglich ist es nicht
 
Ich denke, das ist Jedem bewusst, dass Kontaktsportarten mit dynamischen Richtungswechseln und nicht immer kontrollierbaren Bewegungsabläufen (Gegnereinfluss) ein erhöhtes Risiko für Verletzungen am Bewegungsapparat darstellen und auch zu weiteren Knorpelläsionen führen KÖNNEN.
Man muss aber auch nicht jeden Post bzgl. Return-to-Sport pauschal kritisieren und mit drastischen Worten wie Haraki oder you deserve your pain kommentieren.
Das steht einem Außenstehenden, finde ich, nicht zu, wenn ein eigenverantwortlicher Erwachsener für sich eine Entscheidung trifft.

Ich gönne jedem den Spaß an seinem Sport und drücke die Daumen, dass es lange ohne Beschwerden gut geht (kann durchaus der Fall sein)
 
Ich denke, das ist Jedem bewusst, dass Kontaktsportarten mit dynamischen Richtungswechseln und nicht immer kontrollierbaren Bewegungsabläufen (Gegnereinfluss) ein erhöhtes Risiko für Verletzungen am Bewegungsapparat darstellen und auch zu weiteren Knorpelläsionen führen KÖNNEN.
Man muss aber auch nicht jeden Post bzgl. Return-to-Sport pauschal kritisieren und mit drastischen Worten wie Haraki oder you deserve your pain kommentieren.
Das steht einem Außenstehenden, finde ich, nicht zu, wenn ein eigenverantwortlicher Erwachsener für sich eine Entscheidung trifft.

Ich gönne jedem den Spaß an seinem Sport und drücke die Daumen, dass es lange ohne Beschwerden gut geht (kann durchaus der Fall sein)
Da hast du grundsätzlich Recht. Ich denke manchmal aber, mit plakativen, drastischen Worten erreicht man am ehesten, den Leuten die Augen zu öffnen. Ich habe Trailrunning und Sportklettern geliebt, habe aber irgendwann eingesehen, dass meine Füsse zu disfunktional sind und ich mir nachhaltig schaden würde, wenn ich das weiter mache.
Mein Sohn sass 3 Jahre die ganze KiGa Zeit im Rolli. Wegen einem Trampolinunfall. Glaubst Du, er darf noch mal auf ein Trampolin?
 
Ich verstehe dein Anliegen, das ist dein gutes Recht als Vater, da hast du ja auch einen Erziehungsauftrag (im Gegensatz zu fremden Erwachsenen).
Und mit eurer Leidensgeschichte hast du vermutlich auch eine Prägung mitbekommen.
Aber auch da Vorsicht, man kann einem Kind auch prima Angststörungen anerziehen.
Nicht jedes Unglück, das passieren kann, muss auch passieren.
Wenn man die absolute Risikovermeidung (die es sowieso nicht gibt) als Maxime nimmt, dann macht man am Ende gar nichts mehr.
Meine Jungs und meine Tochter spielen Fußball. Ist das optimal? Nee
Verbiete ich es, Natürlich nicht.
Ich leite sie zu vernünftigem Präventionstraining an, Core Stabilität, Hamstring Training, Dehnen, allgemeines Athletiktraining, alles was so im üblichen Hobbyfussball NICHT an Prävention gemacht wird.
Eliminiert das das Risiko von Verletzungen vollständig?
Sicher nicht.
Aber sie sind glücklich bei dem was sie tun und dann bin ich es auch

Und jetzt wieder back to topic
Gibt es was Neues von „unseren“ Epi-Sealer Kandidaten.
Ich finde es hochspannend deren Verläufe und Verbesserungen zu sehen
 
Hi zusammen,

Gerne gebe ich euch ein Update. Das letzte meinerseits war nach 9 Wochen. Inzwischen bin ich bei Woche 20.

Kurz gesagt: dem Knie geht es hervorragend! Ich merke es im Alltag kaum noch.
Treppe fühlt sich an wie das letzte Mal vor 20 Jahren. Diese Woche bin ich auch mal wieder 2 Stufen auf einmal gelaufen (unterbewusst).
Kleine Strecken Joggen habe ich mal angetestet, hat gut funktioniert. Will dem Knie aber noch mehr Zeit geben, so dass ich im Frühjahr auch mal ne lockere Runde Tennis (spaßig, nicht auf Wettkampf) probiere.

Übungen wie Bulgarian Split Squads oder Lunges sind aktuell auch kein Problem mehr und bisher hatte ich nach keinem Training eine Überlastungsreaktion (nur in Form von Muskelkater oder Gewebe, aber kein Erguss wie nach meiner Minced Cartilage). Langes Laufen, Fahrrad fahren, schwer schleppen, alles kein Problem.

Ich würde schätzen, dass sich mein KOOS Score aktuell bei knapp konservativ geschätzten 80 befindet, was ich vorher schon genommen hätte. Da ist aber noch mehr drin denke ich und das zeigen auch die Ergebnisse, dass zwischen 6 und 12 Monaten nochmal einiges passiert.

Narbe sieht sehr gut aus sagt mein Physio. Noch etwas "wulstig" stellenweise, aber das sei normal. Sie ist noch gut durchblutet (leicht lila, gerade beim Training), was noch darauf hindeutet, dass noch einiges im Knie passiert. Eine leichte Schwellung ist auch noch sichtbar, was aber auch zu erwarten ist.

Woran ich noch arbeite ist aktuell das "Training" in der Hocke, d.h. Ich gehe nur in den tiefen Bereich, den mein Knie seit Jahren nicht mehr kennt und gehe wieder raus. Kein Krafttraining, sondern Mobilität. Knackt und knirscht beim Lösen ordentlich, aber wie gesagt - ungewohnte Bewegung.
Knirschen hatte ich bis Woche 14-15 beim Hinsetzen kurz vor 90 Grad. Das habe ich inzwischen mit Training wegbekommen. Das bei der Hocke bekomme ich auch noch hin.
Anfang der Woche habe ich mal ein EMG gemacht, um den Trainingsstand zu prüfen. Visuell bin ich nicht auf dem Stand der Muskulatur des nicht operierten Knies, aber kräftemäßig habe ich es schon überholt. Das progressive Training hat also gut gefruchtet. Jetzt trainiere ich wieder beidseitig, damit ich keine Dysbalancen fördere. Hüften sind beidseitig auch verbesserungswürdig, daher trainiere ich die nun auch, um die Achse noch stabiler zu machen.

Randnotiz: an meiner medialen Facette meiner Kniescheibe war ein minimaler Schaden der ebenfalls behoben wurde. Im EMG hat sich gezeigt, dass mein VMO dominant ist gegenüber dem Vastus Lateralis. Das ist ungewöhnlich und eher selten. Orthopäden, Physios etc raten in der Reha oftmals den VMO möglichst isoliert (geht natürlich nicht ganz) aufzutrainieren, was bei mir eher kontraproduktiv wäre (und früher die Beschwerden verschlimmert hat, da Patellafacette die Trochlea falsch belastet hat). Also wer ähnliche Probleme hat, dem würde ich das auch empfehlen.

Soweit der Stand. Wenn ihr Fragen habt, gerne hier oder DM.

Viele Grüße, Christian
 
Hallo zusammen,
auch von mir ein kurzes Update. Ich war eine Woche später im OP als @Chris1083 und bei mir hat es die ersten Wochen nichvrecht weh getan. Ab Anfang September dann die Wende mit stetiger Verbesserung und ohne Schmerzen.
Mittletweile kann ich Treppen hoch und runter wie mit gesundem Knie laufen. Auch Fahrrad mit ordentlich Kraft ist möglich und ich bin auch wieder ins Krafttraining eingestiegen, was aufgrund heftiger Atrophie nötig ist.
Beweglichkeit ist bei ca. 145 Grad, was ich nicht weiter forciere.
Einziger Wehrmutstropfen ist mein Nervensystem. Durch die lange Zeit, hat sich bei mir neuropathischer Schmerz ausgebildet. so dass ich mitunter bei längerem Sitzen ein unangenehmes Gefühl habe. Nucht wie vor der OP, aber ich bin zuversichtlich, dass dies mit der Zeit noch besser wird.
Die Operation ist für mich ein voller Erfolg.
Um dem Zustand längerfristig zu stabilisieren, mache ich seit einigen Wochen noch Spiraldynamik.

Lieben Gruss Marco
 
Hallo,

Ich muss leider ein Update geben:

Ich habe seit ein paar Monaten ein ungewohntes Gefühl im Knie, dh ich spüre das Knie ganz anders (Spannung, hier und da ein ziehen, kurze Anlaufschmerzen!). Keine Schwellung, keine Wärme. Davor war alles problemlos.

Zur Erinnerung: minced cartilage in 01/2023 (mediale Femurkondyle, 2,5 cm2, Grad 3-4) inkl. leichte Beinachsenbegradigung. Plattenentfernung in 03/2024. Defekt vollständig ausgefüllt. Seitdem eher der vorsichtige, aber regelmäßige Sporttyp. Zuletzt- zeitlich passend- etwas intensiver (je 15 Min leichtes Joggen, Ruderergometer, Crosstrainer).

Gestern kam der (erstmal sehr frustrierende) MRT-Befund: "Intensive Marködeme mediale Femurkondyle. Grobe Kaliberschwankungen und Signalinhomogenitäten des Knorpels im medialen Kompatiment. Befund: Deutliche aktivierte Medialarthrose." Bänder und Menisken sind ok. Keine Baker-Zyste. Kein Erguss.

Meine Fragen an Euch:
1) Mir ist klar, dass der Ersatzknorpel bei Minced cartilage im MRT je nach Qualität ganz anders aussieht als das Original. Könnt Ihr mir aus Euren MRT-Besprechungen Hoffnung machen, dass die o.g. Signalschwankungen "üblich" sind und nicht zwingend bedeuten, dass der Defekt wieder 4. Grad hat?

2) Hattet Ihr trotz bei Euch erfolgreicher Knorpel-OP auch mal im Anschluss eine Entzündung? Oder Ödeme? Wie habt Ihr die wegbekommen (Ruhe, Medikamente, Salben)?

3) Ich bin in Köln Merheim behandelt worden. Nächster Termin ist 03/2026. Könnt Ihr einen guten Orthopäden in Nrw/Hessen empfehlen, der sich mit Minced cartilage /Lesen des MRT auskennt und terminlich aus Eurer Erfahrung besser verfügbar ist (hier wurden ja diverse Namen im Forum genannt).

Danke für Euer kurzes Feedback vorab!

VG T.
 
Ich kann dir nur was über meine MRT Erfahrungen sagen, vlt hilft das dir erstmal.

Ich habe im Bekanntenkreis einen sehr erfahrenen Radiologen der sich sehr viel Zeit genommen hat und ein guter Freund ist Orthopäde (wohnt leider weit weg aber für die Zweitmeinung immer gut) zum Thema MRT kann ich dir, sagen wie es bei mir war. Radiologe hat auf den Bildern Grad 4 trochlea gesehen und Grad 2 in der Femurkondyle und das so in den Befund geschrieben, der Orthopäde ging mit- nach der Arthroskopie war dann klar: Trochlea ist nur Grad 1-2, femurkondyle dafür blöderweise Grad 3. Also deutlich abweichend von der Interpretation der MRT Bilder!

Der Prof. der die Arthroskopie gemacht hat, meinte die Radiologen überschätzt die Genauigkeit ihrer Bilder regelmäßig und auch mein befreundeter Orthopäde hat mir daraufhin gestanden, dass MRT überschätzt sei. Deshalb sei es auch wichtig "den Patienten zu behandeln und nicht die Bilder", so ein Leitsatz von ihm...

Vlt hilft es dir. Ich hab auch schon MRT Bilder durch die KI gejagt, einfach um noch eine Einschätzung mehr zu bekommen... Am Schluss ist man ja doch machtlos und ich war sehr erstaunt wie weit z.t. die Meinungen der Ärzte auseinander gehen bzw wie ungenaue das ganze dann doch sein kann...
 
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