Öl vs. DOT

Was die Alltagsbilder aus unserem Sport angeht, ist schon recht!

Für manche ist das Alltag , für manche ist der einmal in der Woche Ausflug der Alltag . Die Teile müssen aber immer funktionieren . Ganz wie beim Auto und Motorrad .

Mfg 35
 
In eine Mineralölbremse passen auch verschiedene Mineralöle. Kann man sogar mischen.

Selbst ausprobiert? Ich frage deshalb, weil mir ein Händler mal vom Tausch der Mineralöle in einer Bremse erzählte: Royal Blood in eine Shimano-Bremse (Modell weiß ich nicht mehr). Kurze Rede, endlos langer Sinn: Nach wenigen Tagen löste sich die Membran am Ausgleichsbehälter der Shimano-Bremse komplett auf. Den Kunden dann von seiner Nichtblödheit zu überzeugen, fiel entsprechend schwierig aus. Der Händler verkauft übrigens Bremsen samt Zubehör von diversen Herstellern (eigens erlebt), damit fällt ein Gegenargument schon einmal raus. ;)

Zum Thema: Fahrerisch komme ich mit Mineröl besser zurecht. Bei DOT stellte sich immer ein wandernder Druckpunkt, je nach Umgebungstemp. und Bremsverhalten (Hope Mono Mini, Avid Elixir) ein. Technisch sehe ich zwischen beiden Systemen nur einen theroretischen (und damit unbedeutenden) Unterschied. Zudem tangiere ich mit meiner Streckenwahl und Bremsweise nicht annäherend den Grenzbereich. (Harmloser Sonntagsradler :lol:)
 
Zum Thema: Fahrerisch komme ich mit Mineröl besser zurecht. Bei DOT stellte sich immer ein wandernder Druckpunkt, je nach Umgebungstemp. und Bremsverhalten (Hope Mono Mini, Avid Elixir) ein.

Wie soll das denn gehen?
Wahrscheinlich einfach Pech, und du hast just in den DOT-Bremsen immer ein bissel Luft gehabt, oder an den Bremen hat sonst was nicht gestimmt. Kann weder theoretisch noch praktisch mit der Art der Bremsflüssigkeit zu tun haben, sofern die Bremsflüssigkeit "gut" ist, also ohne Verunreinigungen, Wasser, oder Luft.
 
Jepp, ausprobiert. Habe in meinen (M775 vorne, M595 hinten) seit anderthalb Monaten eine Mischung aus Shimano- und Dynamic-Öl drin, davor in den Vierkolben-XT schon mal Shimano und A2Z gemischt gehabt. Geht bestens. Hier im Forum gibt es aber auch welche, die mit Royal Blood in den Shimanos fahren, bin ich mir absolut sicher.
 
Wie soll das denn gehen?
Wahrscheinlich einfach Pech, und du hast just in den DOT-Bremsen immer ein bissel Luft gehabt, oder an den Bremen hat sonst was nicht gestimmt. Kann weder theoretisch noch praktisch mit der Art der Bremsflüssigkeit zu tun haben, sofern die Bremsflüssigkeit "gut" ist, also ohne Verunreinigungen, Wasser, oder Luft.

Ich möchte das Bremsverhalten auch nicht unbedingt dem Bremsmedium zuordnen. Auffallend aber: Mit Magura und Shimano gabs nie derartige Druckpunktprobleme, mit der anderen Liga dagegen schon. Wahrscheinlich wars einfach nur Pech bzw. lag an unvollständiger Entlüftung, das kann natürlich zutreffen.

Jepp, ausprobiert. Habe in meinen (M775 vorne, M595 hinten) seit anderthalb Monaten eine Mischung aus Shimano- und Dynamic-Öl drin, davor in den Vierkolben-XT schon mal Shimano und A2Z gemischt gehabt. Geht bestens. Hier im Forum gibt es aber auch welche, die mit Royal Blood in den Shimanos fahren, bin ich mir absolut sicher.

Okay, muss ich dir genauso glauben wie dem Händler. Ich weiß leider nicht mehr, welches Baujahr und Modell der Händler meinte. Die Additive in den Mineralölen unterliegen sicherlich auch einem Wechsel, insofern können sich auch deren Eigenschaften verändern.
 
Das war wahrscheinlich wirklich Pech. Mir ist bei einer Marta auch schon mal der Druckpunkt gewandert. Lag an mangelnder Aufmerksamkeit beim Entlüften meinerseits. Mit etwas mehr Geduld konnte das Problem behoben werden. Für einen wandernden Druckpunkt reichen kleinste Luftrestmengen.
 
Wenn ich das so lese hier, dann kann ich ja bald die Goldfische in meiner Elixir schwimmen lassen. :lol:
 
DOT kann man lagern, gar kein Problem.
Unverschlossene Gefäße kann man sogar jahrelang bei sich lagern.

Geöffnet geht das auch über ein paar Jahre gut, man sollte das DOT aber in seiner Original-Dose lassen.
Viele Kunststoffgefäße sind alles andere als wasserdicht, auch wenn Wasser daraus nicht auslaufen würde ;)

In der Fahrradbremse liegen DOT und Mineralöl sehr weit beieinander, die Temperaturstabilität ist ein deutlich geringerer Punkt am Fahrrad.

Alle Argumente mit Wartungsaufwand oder Druckpunkt sind konstruiert, da nehmen sich höchstens verschiedene Konstruktionen etwas, das hat aber nicht mit dem Medium zu tun.
 
Kondenswasser aufgrund von Undichtigkeit und Temparaturschwankungen kommt bei ALLEN Bremsen im Bremsmedium vor. Da kann man physikalisch nichts dagegen machen. Bei DOT dann halt homogen gebunden mit je nach Wasseranteil entsprechend herabgesetzem Siedepunkt. Bei Mineralöl in Form von nichtgebundenen Wassertröpfchen, im dümmsten Fall genau unten am Bremssattel an der heissesten Stelle der Bremse, mit dann verheerenden Folgen. Genau das ist auch der Grund wesshalb alle PKW und Motorräder DOT Bremssysteme haben müssen.

Bei Bikebremsen halte ich es in der Praxis aber im Prinzip für Wurstegal. Da muss der Rest darum herum richtig konstruiert und dimensioniert worden sein, was längst noch nicht bei allen derzeit erhältlichen Bremsen der Fall ist, egal ob DOT oder Öl drin ist.
 
Kondenswasser bildet sich, wenn bei warmer Temperatur die Luft viel Feuchtigkeit enthält und dann die Temperatur sinkt. Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme Luft, deswegen muss sich die Feuchtigkeit an kalten Teilen absetzen.

Wer also Kondenswasser im Bremssystem hat, muss da erstmal (massenweise) Luft reinkriegen.


In mineralölbasierten Bremsen kommt kein Wasser rein! Punkt aus fertig!
 
Warum kondensiert Wasser nur in DOT befüllten Systemen?

Mineralölbefüllte Bremsen verfügen über eine Art Wärmespeicher bzw. eine Standheizung? :confused:
 
Warum kondensiert Wasser nur in DOT befüllten Systemen?

Mineralölbefüllte Bremsen verfügen über eine Art Wärmespeicher bzw. eine Standheizung? :confused:

Naja, zum einen sollte ja gar kein Wasser in der Bremse kondensieren.
Es sollte ja gar keine Luft drin sein.

Bei Undichtigkeiten neigt wohl eher die DOT Bremse Wasser aufzunehmen, da das DOT hygroskop ist. D.h. es bindet Wasser, zieht es in gewissem Maße an.

Öl ist dagegen hydrophob, stösst das Wasser also ab, es ist also für das Wasser schwieriger in die Bremse rein zu kommen.

Bei einer dichten Bremse sollte das aber keinen Unterschied machen.
 
:confused:

bei Öl habe ich dann das Wasser (mit der Zeit) unten in der Bremse am Kolben (Wasser schwerer als Öl, falls das jetzt einer anzweifelt sollte er sich fragen, warum Öl auf dem Wasser schwimmt) bzw. als reines Wasser irgendwo in der Leitung als feste Masse.

Bei DOT habe ich sie in der gesamten Bremse im DOT verteilt.

Wasser ist doch in beiden drin, oder?
 
Das sollte bei beiden Flüssigkeiten auf die gleiche Weise passieren (über Dichtungen, Kolben was weiss der Geier)
 
Ein wirklich geiles Popcorn-Thema :D

Bei der Auswahl meiner SLX war die Frage Mineralöl oder DOT beleibe nicht das Hauptkriterium - auch als Grobmotoriker haette ich mich wohl auf DOT eingelassen, wenn der "Rest" der ein "Must_have" gewesen wäre.

Shimano fand ich da eben am besten und für mich praxirelevante Vorteile von DOT hab ich nicht gesehen....
 
Das sollte bei beiden Flüssigkeiten auf die gleiche Weise passieren (über Dichtungen, Kolben was weiss der Geier)

Wie ich eben schon schrieb, bei Öl dringt keine Feuchtigkeit durch Dichtungen ein, Öl ist hydrophob.
Ich hab erst vor kurzem eine 5 Jahre alte Magura Julie aufgemacht, da waren keine Wassertröpfchen drin.

DOT jedoch kann über Dichtungen Feuchtigkeit ziehen, ist aber eher nen untergeordnetes Problem, im Auto ist auch nach 6 Jahren noch nicht so viel Feuchtigkeit im DOT als das man es wechseln müsste.
(Hab es gerade testen lassen ;))
 
Die Geschichte ist mMn auch ne rein theoretische Angelegenheit. Wenn Wasser ins System kommt (egal wie), so liegt es im Min.Öl in Tröpfchenform und im DOT eben gelöst vor - was eindeutig vorzuziehen wäre.
In der Praxis spielts denke ich keine Rolle - alles rein akademisch.
 
DOT jedoch kann über Dichtungen Feuchtigkeit ziehen, ist aber eher nen untergeordnetes Problem, im Auto ist auch nach 6 Jahren noch nicht so viel Feuchtigkeit im DOT als das man es wechseln müsste.
(Hab es gerade testen lassen ;))

Testen lassen soso ... lass mich raten: Am Ausgleichbehälter? Die Messung kann man sich getrost sonstwohin stecken. Die Bremsflüssigkeit zirkuliert nicht durch die ganze Bremse, die Werte am Ausgleichbehälter und am Bremszylinder können erheblich voneinander abweichen. Ich hatte selbst schon den Fall, dass am Behälter alles in Ordnung war und am Bremszylinder während der Entlüftung dunkelbraune Brühe zum Vorschein kam.
 
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