Das Problem wäre daran wäre doch eher, dass die Behörde, um effektiv arbeiten zu können, d.h. um tatsächlich Doper zu erwischen und zur Rechenschaft zu ziehen, ungefähr so groß sein müsste wie die amerikanische Heimatschutzbehörde....
Es geht nicht um Verhältnismäßigkeit, sondern darum ob man tatsächlich gegen Doping ist oder einfach im allgemeinen akzeptiert, dass "halt" gedopt bzw. betrogen wird.
Ich für meinen Teil hasse Beschiß im privaten und geschäftlichen in jeglicher Form, und damit auch Sportler, die beschei55en.
Das Problem ist viel eher, dass der Betrug viel zu schnell vergessen / verziehen wird. Ich erinnere da an Richard Virenque, der bis unter die Schädeldecke mit Dopingmitteln voll heulend sein Doping gestanden hat...
Zwei Jahre später gewinnt er angeblich clean wieder eine Bergetappe und alles ist vergessen: ganz Frankreich und die Radsport-Welt liegen ihm zu Füßen !

:kotz:
Jedes Jahr werden bei diversen Radsportveranstaltungen ganze Labore ausgehoben, Ehefrauen und Verwandte fahren mit Kofferräumen voller "leistungssteigernder" Substanzen hinter dem Radtross her, Leichtathleten, ganze Kader von Langläufern fliegen auf, aber richtig ernsthafte Konsequenzen hat das nie.
Man unterschreibt ruckzuck "Ehrenerklärungen" und am nächsten Tag ist man positiv getestet, der Tourführende fährt gechillt bis zum Ende mit, obwohl er längst überführt ist...
ALLE Sportler haben Asthma ?! Na klar...der arme Ulle, immer Probleme mit den Pollen. Die Blutbeutel lagen ja auch nur bei Dr.Ferrari, weil der halt Blutbeutelfetischist ist...
Gibt es den Kampf gegen Doping überhaupt oder haben wir uns längst an den dauerhaften Betrug gewöhnt ?
Wenn ja, dann gebt doch Doping frei. Kein Thema, dann gibts vielleicht paar Jahre einige tolle Höchstleistungen, paar Sportler werden den Löffel abgeben und irgendwie pendelt es sich dann wieder auf einem "Normalniveau" ein. Bei den Bodybuildern gabs sowas glaub ich schon mal.
Wenn man wirklich Doping glaubhaft bekämpfen will und das sollten die Sportler letztlich auch wollen, dann sind Sachen wie die Whereabouts zumindest für eine Zeit ein notwendiges Übel.
Die Sportler sind momentan mit ihrem schlechtem Ruf in der Bringschuld und da ist die Einschränkung der Persönlichkeitsrechte ein (ich hasse den Begriff, aber hier paßt er) Kollateralschaden !
Und die Konsequenzen für Erwischte müssen auch drakonisch werden:
meinetwegen beim 2.Mal lebenslang sperren, aus.
Und die Gehälter der Sportler müssen auch vertraglich an sauberes Verhalten geknüpft werden. Gedopt, also Gehalt zurückgezahlt, fertig.
Dass die Fumics sich ausgerechnet im Radsport so weit aus dem Fenster lehnen, der für den Zuschauer / Leser / Fan / Laien quasi zum Symbol des dopingverseuchten Sports geworden ist, ist eine himmelschreiende Frechheit. Aber Bürgerecht sind halt ein super Thema.
Für wenn halten die sich eigentlich ? Haben die eigentlich Berater oder denken die sich so einen Mist selber aus ?