PC immer langsamer...

Meine Erfahrung hat auch gezeigt, dass Win-Systeme mit der Zeit immer langsamer werden, da die Registry schleichend zugemüllt wird. Drum hab ichs früher - vor meinem Umstieg auf Linux - so gemacht: Win auf C:, Daten auf D:, ein paar Tage nach der Neuinstallation (damit alle Programme konfiguriert wurden etc.) ein Image erstellen (Akronis). Danach konnte ich alle paar Monate innert fünf Minuten das ganze System neuinstallieren.
 

Na SMART (Self-Monitorung, Analysis and Reporting Technology), das ist das festplatteneigene Selbstüberwachungssystem, nach genauerem Studium kann man sagen, wie es um die Festplatte steht.

So sieht es auf meinem einen Laptop aus:



Der Festplattenmotor wurde 4049 mal gestartet (Start/Stop Count), 7087 Stunden lief der Festplattenmotor bisher schon (Power On Hours Count).
Der Rechner wurde mit dieser Festplatte schon 956 mal ein- und ausgeschaltet (Power Cycle Count), 1 mal wurde der Maximalgrenzwert für die Beschleunigung überschritten (GSense Error Rate), 316039 mal wurden die Köpfe bisher in die Parkposition gebracht (Load Cycle Count) und (das wichtigste) 5 mal wurde bisher versucht defekte Sektoren mit Reservesektoren zu ersetzen (Reallocated Event Count) was bisher nicht fehlgeschlagen ist (Current Pending Sector).



Auf meinem anderen Laptop sieht es ähnlich aus: 1102 mal wurde der Festplattenmotor gestartet, 3389 Stunden lief er schon (hier eine Minutenangabe).
499 Mal wurde der Rechner neu gestartet, der Grenzwert für die Beschleunigung kann wohl getrost ignoriert werden, so hoch wird der schon nicht sein, besonders angesichts der Tatsache, dass ja der Laptop die Festplattenköpfe automatisch parken sollte ab einer bestimmten Beschleunigung (oder habe ich da unter Linux nicht die Treiber für installiert... :confused: ... ist trotzdem zu hoch der Wert. :D ), der Wert für das Köpfeparken ist auch unglaublich hoch und kann wohl ingoriert werden. Zwei Sektoren wurden bisher neu zugewiesen und und nicht einmal ist es fehlgeschlagen.

Sind also beide Festplatten eigentlich noch in Ordnung. :daumen:
 
Wie die Tools heißen steht da, wie man sie sich besorgt kann man über google erfahren und eine Interpretation der Werte ist auch zur Verfügung gestellt.
Wenn der Herr J@son mit den Werten überfordert ist kann er sie aber auch hier einstellen und man kann sie analysieren und im sagen, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Festplatte an seiner Erfahrung schuld ist.
Bis jetzt hat er aber noch nicht einmal geantwortet, woran er den Performanceverlust festmacht oder ob er mal nachgeguckt hat wie es mit der Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte aussieht.

Auf jeden Fall drängt sich mir nicht der Vorschlag auf "Windows neu installieren!" wenn jemand behauptet nachdem er einen neuen Monitor an den Rechner angeschlossen hat ist der Rechner langsamer geworden... (vielleicht ist da aber auch nur die Wiederholrate von LCD-typischen 60 Hz dran Schuld, sein Röhrenmonitor hatte bestimmt 75 oder 80 Hz und das ist schon mal eine ganze Stange schneller. :D )
 
Den Verlust mache ich daran fest, dass ich einfach merke, wenn ich mehrere Sachen gleichzeitig geöffnet habe und zwischen denen switche, dass es einfach immer ein bisschen hängt, was früher nicht der Fall war.

Hardwarebeschleunigung ist auf Maximal.

Der TFT läuft auf 75 Hz, das habe ich schon eingestellt.

Die Festplatte werd ich gleich mal checken.

edit: wie heisst das zweite programm?
 
Das zweite ist unter Linux, bekommt man aber auch für Windows auf der Kommandozeile, musst du mal bei sourceforge nach smartmontools suchen, ist von meinem "persönlichen Freund ^^" Bruce Allen.
Das mit der Wiederholrate war nur ein Scherz.
Den Arbeitsspeicher kannst du auch mehr oder weniger ausschließen (Links Windows XP mit SP2 ungefähr zwei Tage nach dem Booten mit ordentlich Diensten, aber nicht viel getan, rechts Windows Longhorn Beta Build 4074 direkt nach dem Boot "out of the Box"):


Linker Hand siehst du jeweils wie es okay, rechts ist es eher schlecht.
Linker Hand sind vom physikalischen Arbeitsspeicher noch knapp 593 MB frei, rechts noch 36 MB.
Der maximale zugesicherte Speicher (Commit Charge Current) liegt links mit knapp 315 MB bei noch nicht einmal einem Drittel des physikalischen Speicher, rechts mit 587 MB bei mehr als dem Doppelten.
Man sollte immmer darauf achten, dass der Peak Wert (Maximum) nicht über den physikailschen Speicher steigt.
Mit dem alten Windows NT4.0 Programm "winmsd" (ähnliche Funktionalität kann man aber auch selbst "schnell" mit Windows Scripting Host [WSH], Visual Basic oder C# umsetzen) kann man auch noch nachgucken wieviel der Auslagerungsdatei benutzt wird, beim linken Rechner sind das knapp über 24 MB, beim rechten Rechner sind das knapp über 240 MB.
Für Windows XP reichen in meinem Anwendungsfall offenbar 512 MB, bei der Longhorn Beta sollten es schon mindestens 768 MB zum Booten sein. ;)
Wenn bei dir im Normalbetrieb der Maximalwert auch immer unterhalb deines verbauten Arbeitsspeichers bleibt oder nicht sehr weit drüber steigt und die Auslagerungsdateinutzung nicht zu hoch ansteigt sollte es bei dir an zu wenig Arbeitsspeicher auch nicht liegen.
Auslagerungsspeichernutzung kann man nicht verhindern, das Betriebssystem ist so designt, dass versucht wird selten benutzte Programmteile und Systemdienste in dem Swap-Bereich (Auslagerungsdatei) zu "verschieben" damit der - natürlich schnellere - physikalische Speicher für eventuell vom Anwender geforderte Programme zur Verfügung steht.
 
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