Rechtskurven nach Labyrinthausfall rechts ein Problem

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Ich hatte 2015 einen irreversiblen Ausfall des Gleichgewichtsorgans im rechten Ohr, der dazu geführt hat, dass ich das Biken vorerst dran geben musste.
Nach langem Training und durch meine Sturheit konnte das fehlende Signal gut kompensiert werden, wenngleich ich z. B. Bei Dunkelheit immer noch Probleme habe.
Beim Fahrradfahren habe ich aber gemerkt, dass ich extreme Schwierigkeiten damit habe mich in Rechtskurven zu legen. Dazu muss ich sagen, dass ich Rechtskurven nie so sicher gefahren bin wie links. Jetzt ist es aber teilweise so, dass ich aus der Kurve rausgetragen werde.
Reine Gleichgewichtssachen kann ich gut. Trackstand geht z. B. tadellos. Beim Wheelie und Manual drifte ich allerdings immer nach links. Auch das Versetzen des Hinterrades klappt nach rechts (in Rechtskurven) fast garnicht mehr. Nach links habe ich keine Probleme!
Ich weiß, dass das wahrscheinlich auch wieder eine Übungssache ist, aber gibt es spezielle Übungen für Kurvenfahrten?
Dankbar für Anregungen!
 

Basti138

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Versuche mal das Bike in die Kurve zu drücken und fahre enge Radien.
Oder das Bike zur Seite drücken/neigen, aber geradeaus fahren, das kurveninnere Knie ans Oberrohr drücken => perfektes Feedback vom Rad.
Ich mache das immer, um das Gefühl fürs Bike zu bekommen, besonders nach der Winterpause.
 
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Basti138

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Oder das Bike zur Seite drücken/neigen, aber geradeaus fahren, das kurvenäusere Knie ans Oberrohr drücken
Äääh das innere natürlich :o

Das Bike in die Kurve drücken, aber geradeaus fahren.
Das Bike ist zur Seite geneigt, der Fahrer bleibt gerade.
Skizze rechts

Ich mache das gerne an technisch kniffligen Stellen, weil ich mit dem Knie als zusätzlichen Berührpunkt am Oberrohr mehr Feedback und Kontrolle bekomme.
Und die Übung nimmt mir auch die Hemmung, mich in die Kurve zu legen.

Gibts da nen Fachbrgriff für? Hatte nie nen Fahrtechnikkurs :D
 
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Äääh das innere natürlich :o
:D ich dacht schon ich bin zu müde oder alt.
also die rechste skizze.
selbstverständlich gibt es da einen fachbegriff für, gibs doch heutzutage für jeden scheiss furz, genauso wie experten.
kenn ihn aber auch noch nicht ;)
 
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Danke für die Denkanstöße!
Habe heute bei bestem Wetter ein wenig geübt. Ich habe das Gefühl, dass ich mich nicht seitengleich in die Kurve lege und dabei auf der schwachen Seite bei geringster Unsicherheit zu überschießend reagiere.

Ich glaube, da muss ich einfach dran bleiben...
 
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Wenn Du die Möglichkeit eines Pumptracks in Deiner Nähe hast, da kannst Du sehr gut Kurven fahren lernen, oder wieder erlernen.
 

Basti138

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Warum das innere? Ich nehme immer das äußere weil ich so meine Hüfte weiter raus drehe und noch mehr Druck auf das Bike ausüben kann. Innen fühlt sich kontraintuitiv an weil ich dafür doch die Hüfte zurück drehen muss.
Das geht nicht, weil du so umkippst
 
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@Basti138 ich werde die Tage noch Mal drauf Achten aber ich meine ich fahre immer so. Gewicht halbwegs zentral und dann mit armen und Knie das Bike in die Kurve drücken.
In etwa so:

Beide Knie zeigen Richtung Kurven Ausgang/innen
 
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So mache ich das definitiv auch! Allerdings traue ich mich nach rechts einfach nicht weiter einzulenken, so dass Kurven in schneller Fahrt einen deutlich größeren Radius bekommen als links...
 
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@Woodie ich hab mich dann getastet. Am besten Anliegerkurven und langsam Speed und (Bike)-winkel steigern.
Aber es gibt natürlich einen Unterschied zwischen langsamen technischen und schnellen Kurven.
Imhof je technischer die Kurve desto weniger das Bike legen
 
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Falls Du einen Pumptrack in der Nähe hast, da kannst du Dich sehr gut an das Kurvenfahren rantasten.
 
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Ich hatte 2012 auch einen Ausfall meines Gleichgewichtssinnes. Ich konnte damals über 6 Wochen lang nur wie sturzbetrunken laufen. Danach hatte ich bis heute auch Probleme mit meiner schwächeren Seite (auch Rechts) beim MTB fahren (konnte erst nach ca. einem Jahr überhaupt wieder fahren).
Was mir in Rechtskurven geholfen hat war stur die Blickführung zum Kurven Ausgang zu trainieren.
Ebenso hatte ich Probleme auf Seilbrücken auf Klettersteigen, auch dort half die sture Blickführung weit voraus.

Ich tue mich auch immer noch schwer nach rechts abzusteigen oder den Fuss raus zu stellen beim Anhalten. Das fühlt sich irgendwie immer verkehrt an.
 
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