Reduzierung der Drehmomentdaten...

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Ich habe irgendwann begonnen die angegeben Drehmomentwerte zu reduzieren.
Meist verbaue ich die Teile mit reichlich Teflon Fett (finish Line).
Bei SRAM Truativ GPX Innenlagern werden 34-45NM angegeben, meist ziehe ich die Lager mit 30NM an und es hält. Beim Wechsel muss ich dann nicht mit Rohrverlängerung ankommen. GPX Kurbel mit 40 Statt min 42 - 47NM. Die Reibwerte werden je nach Fett reduziert und man ist schnell über den angegebenen Drehdomentwerten. Bei Carbonparts taste ich mich meist vorsichtig ran.
Wie schaut es bei euch aus? Immer volles Pfund?
 
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Tja, meine Geschichte passt hier ganz gut, habe meine bb30 Kurbel kürzlich kaputt gemacht.
Ich habe das Gewinde mit MoS haltiger Montagepaste gefettet und beim Anziehen (normal 40 nm) hat es mir bei gefühlten 10 nm das Gewinde zerrissen. Ich habe keinen Drehmomentschlüssel, also alles nach Gefühl. War das erste Mal dass es mich bei so etwas richtig gef.... hat.
Edit: Stehen sogar 50 nm darauf.
 
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Ich nutze meinen Verstand, ich weiss wenig. Aber bislang hat es immer ausgereicht und hat alles ohne Drehmoment Schlüssel gehalten. Und auch wieder los bekommen
 
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Lasst die Finger von Molybdänsulfid, außer ihr wisst genau was ihr macht.

Ich hatte es auch mal auf der Sattelstütze, mir ist Monate lang die Stütze abgesackt selbst nachdem ich das Zeug so gut es ging entfernt hatte. Schmierwirkung ist abartig... :rolleyes:
 
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warsaw

Daydreamer
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Statt Fett nehme ich Montagepaste oder Carbonpaste. Damit erhöht sich die Reibung und kann die Nm Werte senken. Bei Kettenblattschrauben, Schaltwerkröllchenschrauben usw. nehme ich mittelfeste schraubensicherung
 

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sun is shinning
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Leute, er schmiert das Fett ans Gewinde der Schrauben. Und deswegen senkt er das Anzugsmoment. Mit der Carbonpaste oder Montagepaste die man an die Schellen, Lenker, etc. schmiert hat das doch überhaupt nix zutun.
 

KUBIKUS

ハクナ・マタタ
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Und was soll das für einen Sinn haben? Ich sehe hier keinen Vorteil, eher den Nachteil, Fett zu verwenden, worauf man eigentlich verzichten kann.
 
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Nun ja es wird in der Regel sehr wenig Fett verwendet um ein Festbacken zu verhindern. Montagepaste hat nur was an Sattelstütze und anderen Klemmungen was zu suchen. Vorbau Gabelrohr wäre ich damit auch Vorsichtig dann läuft die Suppe nachher ins Lager.
Das man Fett am Tretlager verwendet ist ja völlig normal. Die Hersteller verwenden jedoch oftmals sehr dünnes und auch sehr wenig Fett.
Bei einem 4 Jahre alten Rennrad musste ich das HT II Innenlager mit Fäustling und Stange zum aufgeben zwingen. Das war furztrocken eingebaut. Auf sowas habe ich keinen Bock. PS: Ich habe mal mit der Firma Hope telefoniert alle Werte sind für leicht gefettete Schraubverwindungen bei den Bottom Bracktets . MOS ist gefährlich wie auch andere Fette die deutlich die Reibung herabsetzen.
https://flangevalid.com/uploads/montage/EinflussDerReibungAufDasMontageergebnisBeiSchrauben.pdf
 
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Wer Angst hat das die Klemmkräfte nicht reichen der kann es ja auch einkleben ;-)
Hier nochmals amtlich von SRAM... die nehmen recht dünnes Fett und wenig.
 
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warsaw

Daydreamer
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Die Montagepaste von z.B. von Shimano ist auch für Gewinde gedacht und soll unter anderem Korrosion verhindern.
Fett geht natürlich auch, das Drehmoment kann man auch entsprechend nach unten anpassen. Es hängt halt auch vom eigenem Gewicht und eigener Kraft ab, den zu wenig Drehmoment und das Gewinde geht auch kaputt
 
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https://forum.tour-magazin.de/showt...vs-trocken&s=96543db27c065fcc877b6fb6fdd14310

https://www.klueber.com/ecomaXL/get_blob.php?name=Schrauben-DE.pdf

entscheident ist hier auch ob der Kopf der Schraube gefettet ist. Das wäre in dem Fall der HT II Lager das austretene Fett... durch Zusätze im Fett PTFE Teflon, MoS kann es den Drehmoment schon stark verändern... um es exakt zu machen muessten die Firmen das richtige Fett mitliefern. PS: Zu lose ist auch Mist dann würde die Verschraubung arbeiten und es würde Schäden anrichten.
 

nightwolf

Surlyversteher (soweit moeglich)
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(...) die nehmen recht dünnes Fett und wenig.
Du kannst auch viel Fett nehmen ... das drueckts dann halt wieder raus :D :D

Mit den Innenlagern ist da IMHO immer ein wenig ein Gluecksspiel. Ich hab schon welche mit Fett und frisch nachgeschnitten und pi pa po montiert und nach drei Jahren waren sie trotzdem so drin festgegammelt, dass 1m Verlaengerung her musste.
Ein anderes Lager hat sich mal in einem Rahmen (alles beides damals neu) immer wieder gelockert.
Da hab ich dann das Gewinde lackiert (was anderes als der Farbtopf fuers Fensterrahmen-Ausbessern war grad nicht zur Hand :D) und seitdem ist da Frieden.

Das haengt von so vielen Randbedingungen ab. Es wird immer empfohlen (also jetzt fuer einen Rahmen aus Metall), unten ein Loch zu bohren (falls noch nicht vorhanden), damit siffige Bruehe mit Tausalz und sonstigen Schweinereien wieder abfliessen kann.
So ein Loch hatte zumindestens ein so ein 1m-Verlaengerungs-Kandidat erst nach der Demontage ... neu gebohrt bekommen ...

Bei meinem im Fruehjahr 2016 montierten und seither intensiv genutzten Genesis Vagabond hab ich neulich mal das Innenlager gecheckt - geht problemlos zu loesen. Gut, da war das Lager zwischendrin auch mind. einmal draussen, weil der Rahmen neu gepulvert wurde.
Bei diesem Rad ist mal alles gut gegangen, aber pauschal kann man das IMHO einfach nicht sagen.

Die Sachen, die vom Gewinde her eigentlich so ausgelegt sind, dass sie sich, wenn ueberhaupt, dann von selber festziehen (Innenlager, Pedale), ziehe ich auch nicht uebertrieben fest an.

Kettenblattschrauben verschraube ich nur trocken.
Die halten nach meiner Erfahrung auch ohne Schraubenkleber, aber mit Fett wuerden sie sich von selber loesen.
 
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Du kannst auch viel Fett nehmen ... das drueckts dann halt wieder raus :D :D



Die Sachen, die vom Gewinde her eigentlich so ausgelegt sind, dass sie sich, wenn ueberhaupt, dann von selber festziehen (Innenlager, Pedale), ziehe ich auch nicht uebertrieben fest an.

Kettenblattschrauben verschraube ich nur trocken.

Ja drückt sich raus, aber... ist schon ein Unterschied denke ich wenn du Gewinde und Gegengewinde einfettest so das die Gewindegänge mit Fett aufgefüllt sind dann noch Teflon drinne. ich bin mit 30NM nur 4NM unter dem Minimum geblieben... und wie du schreibst selbst Festziehend. Wobei ... wenn die Lager weich laufen was soll sich dort festziehen? Bei den Pedalen beobachte ich das nur. Die ziehe ich nur Handfest an, das reicht völlig. die Kettenblattschrauben ziehe ich geölt an. Fett ist da echt fehlplaziert. https://www.tour-magazin.de/service/werkstatt/gewinde-richtung/a629.html
 
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Das mögliche Ergebniss vom handfest angezogenen Pedal.
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RockyRider66

nur quer bist du wer.....
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Ich setzte auch fast alle Schrauben mit Kupferpaste ein, den Gammel braucht kein Mensch.
Drehmoment halte ich fast immer bei wie sonst auch.

Es gab vor langer langer Zeit mal einem Bericht in der Bike, Ergebnis "man kann das Drehmoment um 10% - 15% verringern.
 

KUBIKUS

ハクナ・マタタ
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Ich setzte auch fast alle Schrauben mit Kupferpaste ein, den Gammel braucht kein Mensch.
Drehmoment halte ich fast immer bei wie sonst auch.

Es gab vor langer langer Zeit mal einem Bericht in der Bike, Ergebnis "man kann das Drehmoment um 10% - 15% verringern.
Ich sehe da, in Verwendung mit Kupferpaste, keinen Sinn, das Drehmoment zu reduzieren, zumal die Werte eh weit über der Möglichkeit der Schraube liegen. Bisher auch keine schlechte Erfahrung mit gemacht.
 

RetroRider

Pfadtrampel
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Warum nimmt man nicht einfach Anti-Seize-Paste, also die Shimano-Montagepaste? Die soll genau das Festkorrodieren verhindern und hat auch schon genug Schmierwirkung. Bei noch mehr Schmierwirkung muss man doch nur noch öfter nachziehen. Und weniger Drehmoment nehmen. (Das sind übrigens Newtonmeter (Nm), und nicht Nanometer (nm)).
Die Carbon-Montagepaste mit Reibpartikeln kommt auf die Klemmflächen und nicht auf die Gewinde.
 
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