Singletrails Gardasee nicht schwer

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Hallo Leute!
Ich mache grad wieder Urlaub am Gardasee. Bin hier immer 1x pro Jahr auch aus familiären Gründen. Habe die letzten Jahre dadurch das MTB fahren etwas kennengelert und bin einmal weit die Ponale hoch (mit einem ortskundigen Bekannten) und dann immer weiter. Haben uns immer irgendwo in der Nähe der Klippen gehalten (kein ABstecher zum Ledrosee). War tolle Aussicht, ABfahrt jedoch war auf einem breiten Weg der im wesentlichen auch befestigt war (Schotter halt). Nun möchte ich jedoch beim MOuntainbike fahren nicht auf Wegen fahren und schon garnicht auf Asphalt (für den Aufstieg ists aber ok). Die ABfahrt sollte aber halt schon ein wenig "ruppiger" sein. Hab daraufhin letztes JAhr den Monte Brione ausprobiert... Wäre eigentlich bestimmt mega geil, aber für mich als blutigen Anfänger leider völlig daneben. Die erste Hälfte getragen und danach gabs nur noch n paar Meter bis der Trail auf nem befestigten Weg geendet hat...

Am Dienstag ist es nunmal wieder soweit und ich werde mir für einige Stunden ein Allmountain oder ggf. auch Enduro ausleihen und bin allerdings verzweifelt auf der Suche nach einem Singletrail, der nicht den SChwierigkeitsgrad "Schwer" aufweist...
Ich suche nun schon seit einigen Tagen und habe nun auch mehrfach gelesen, dass die Trails am Gardasee größtenteils einfach ausgesprochen felsig/stufig... eben schwer sind. Habe jetzt diverse Google-Suchanfragen, Outdoor active App, Garda Bike Trentino... leider nicht so richtig fündig geworden.

Es gibt z.B. unter anderem den COast Trail den sicherlich einige oder viele von euch keinnen, der bei der Outdoor Active App als Mittel eingestuft ist. Diverse Kommentare weisen aber daraufhin, dass dieser schon schwer ist. Nun ist so etwas ja auch ein wenig Ansichtssache... Es ist so, dass ich kein Problem damit habe, zwischendurch mal mein Bike eine hohe Stufe herunter zu tragen oder eben mich auch auf eine Herausforderung einzulassen. Sehr sportlich bin ich auch (also generelle Fitness). Fahre auch täglich auf dem Fahrrad zur Arbeit und springe manchmal mit meinem Hardtail auch vom Bordstein :D
Bin auch der Typ, der sagt: "Scheiss drauf, einfach mals ausprobieren!". Von daher nach langem Blablabla endlich die Frage: Kann man den Trail auch als Anfänger mal ausprobieren oder würdet ihr definitiv von abraten??

Alternative 1: Habt ihr einen anderen, etwas leichteren Trail auf Lager, der in Riva del Garda, Nargo oder Torbole startet? Größere Distanzen (z. B. Dro oder Schiffsfahrt mit Gondel hoch zum Monte Baldo) kommen leider aufgrund eines limitierten Zeitfensters nicht wirklich in Frage... (Bin mit Familie und 2 Kindern davon eines 8 Monate unterwegs),

Alternative 2: Auch wenn ich, wie oben schon angemerkt, kein großer Fan von Cross Country bin; Gibt es vielleicht doch eine nette Cross Country Route, die auch ein bisschen Single Trail beinhaltet und nicht allzuviel über Asphalt führt? Habe nämlich bei XC auch das Problem, dass zwar viele Routen angeboten sind, aber auch die, die von Fahreren eine gute Bewertung bekommen haben, auf lange Strecken über Asphalt führen, was mich halt garnicht reizt...

So ich denke das wärs erstmal. Hoffe auf ein paar hilfreiche Antworten oder Tips. Wie gesagt, hab noch wenig Erfahrung, will diese aber ausbauen und das eben in Richtung Singletrail den Berg runter mit "Flow". Bin gespannt.

Vielen Dank euch und heiße Grüße!!

PS: Hab auch schon beim Bike SHop nachgefragt, aber da konnte mir noch nicht so richtig geholfen werden. Hoffe dass ich morgen mehr Erfolg habe. Broschüre von der Touri-Info habe ich auch schon, ist aber wenig Aussagekräftig.

PPS: Der Laptop von dem ich schreibe hat offenkundig ein PRoblem mit der Shift-Taste, sorry...
 
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Coast? Besser nicht. Der ist s2-3 mit einer s5 Stelle...

Der einzige in deinem Zeitfenster erreichbare "leichte" Trail ist der von Prati di Nago nach Navene (Dosso di Roveri). Wirst aber auch mal schieben müssen, so wie ich das rauslese. S1-2, mit S3 Stellen.

Der 218 Bocca Fobia ist auch recht einfach, aber teils etwas (nicht schlimm) ausgesetzt. Du müsstest aber von Vesio starten, also ggfs dort mit Auto hin. Super Panorama! Beginnt an der. Molkerei Vesio ein kleines Stræsschen rauf und führt zur Pso.Nota Strasse, von da wieder Strasse zurück oder zum Pso.Nota rauf, Schnaps trinken und über die alte Militär Strasse (verfallen) runter nach Vesio. Eine der schönsten Runden am Gardasee.
 
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Ne bin ein viel zu großer Schisser um irgendwelche hohen Stufen oder sehr steile Bereiche einfach so zu nehmen. Würde dann im Zweifel eher Absteigen und tragen. Aber irgendwie muss man ja anfangen oder? Und wenn ich dann eben zwischendurch tragen muss, dann ist das halt so. Werde die zwei Vorschläge Mal checken. Danke schon einmal!
 
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Ja, das mit dem Absteigen und Schieben habe ich immer auch so praktiziert, und das geht in der Regel überall am Gardasee recht gut, nur nicht auf den beliebten Ballertrails an der Ostseite von Torbole/Arco (601, Coast, Skull, St. Barbara).

Wenn du mit schmal und ausgesetzt gut klarkommst, finde ich den Einwand gegen Bocca Fobia nicht gerechtfertigt. Großartig Stufen und so gibt es nicht, es ist halt sauschmal im Steilhang und man muss da flach auch pedalieren. Das Video zeigts ganz gut :).
Alleine sollte man aber schon SEHR vorsichtig sein, Kumpel ist mal runtergefallen ein Stück den Hang weil er seine Sonnenbrille suchte...nix passiert, aber großer Schreck.

PS: zum Überblick auf Trailforks schauen, alles was orange, schwarz oder rot ist: auslassen.
 
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Also die hänge am Boca die Fioba sind schon krass. Das lass ich erstmal bleiben. Werde mir den Dosso dei roveri antun. Hab n YouTube Video davon gefunden, schien machbar und deutlich weniger ruppig als die anderen trails. Denke Mal Enduro und Schutzausrüstung (also arme, Beine und Integralhelm sollten sein oder?). Lasse euch dann am Dienstag wissen wie es gelaufen ist.

Cheers und danke nochmal! Habt mir sehr geholfen. Vor allem da mir bei dem Bike Shop auch nicht wirklich weitergeholfen werden konnte.
 
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So Mal ein kurzes Feedback: ich habe den gesamten Trailer ohne Stürze und Verletzungen geschafft! War fix und fertig. Hätte nicht gedacht dass gerade der Abstieg so schweißtreibend ist. Hab irgendwie gedacht da wäre noch deutlich mehr "flow" drin. Am Ende tat mein Rücken (gebeugte Haltung im halb stehenden fahren) und meine Hände (vom bremsen) mächtig weh. Leider war der Geröllanteil, bei dem man auf dem Untergrund quasi ins Schwimmen kommt doch deutlich größer als gedacht. Sowas hat dann auch keinen Spaß gemacht. Hab hier dann öfters geschoben. Auch an drei oder vier Stellen wo die scharfen kehren einfach zu steil waren und Stufen viel zu hoch. Habe allerdings die Freude an den für mich machbaren Hindernissen gefunden.
Jetzt einen Tag später ist der Muskelkater doch nicht so schlimm wie befürchtet und die schlimmsten Momente sind schon in den Hintergrund gerückt. Würde gerne wieder los. Fürs nächste Mal werde ich jedoch versuchen mich körperlich besser auf sowas vorzubereiten (denke ich hätte noch mehr stellen fahrend geschafft, wenn unabhängig von meiner dürftigen Technik einfach mehr Ausdauer bei den erforderlichen Muskeln gehabt vorhanden wäre). Zudem werde ich auch einen trail deutlich weniger Höhenmeter nehmen. Die rd 1.300 m sind für jemanden der sowas nicht regelmäßig schon extrem. Bin nach ca 2/3 mehrfach abgestiegen um zu schieben.
Ich bin vor allem auch beim Abstieg an mein Limit gekommen und hab euch zwischendurch dafür verflucht, dass ihr mir diesen Trail empfohlen habt ;)
Hab beim Einstieg auch noch mit zwei anderen Bikern gesprochen, die ebenfalls sagten, dass dies der leichteste sein soll. Muss sagen wenn das einer der leichteren war, dann hätte mich der Coast Trail bestimmt umgebracht.
Insgesamt bin ich aber trotz meiner Überforderung super glücklich dass ich es gemacht und auch ohne Blessuren durchgestanden habe. War eine krasse Erfahrung die auch viel Lust auf mehr MTB macht und recherchiere schon Kauf von nem Enduro oder AM. Also vielen Dank euch nochmal!

Ach ja: als Bike hab ich mir vom Verleih n Cannondale Bad Habit 27,5+ geholt. War sehr zufrieden, hat mich an keiner Stelle im Stich gelassen und habe die Möglichkeiten von dem Bike sicherlich nicht annähernd ausschöpfen können.
 
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Beste Vorraussetzungen, das kann an der Bocca Fobia tödlich enden. Nur mal so als Erinnerung
/QUOTE]

So ist es, bin am Freitag dort nach einem minimalen Fahrfehler selbst abgestürzt. Glück im Unglück gehabt, denn an der Stelle ging's "nur" 10m runter und ein bisschen Gestrüpp sowie eine Latschenwurzel haben den Fall gebremst.... Ist nicht zu unterschätzen auch wenn die fahrtechnischen Anforderungen nicht allzu hoch sind. Für nen Anfänger eher nicht (außer schiebend)....

Einfacher und für den Gardasee ungewöhlicher Flowtrail wäre der Passo Giovo/Tre Sorelle (evtl. mit ner Schleife zur Malga Cadria verbinden)
 
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Einfacher und für den Gardasee ungewöhlicher Flowtrail wäre der Passo Giovo/Tre Sorelle (evtl. mit ner Schleife zur Malga Cadria verbinden)
Von Bezzecca aus? Ich bin da vor vielen Jahren mal eine Runde aus der Ledro-Touristenkarte nachgefahhren.
Ganz nett, aber doch viel Forstweg.
Ist das inzwischen interessanter?
 
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Objektiv betrachtet ist der Gardasee kein Gebiet für Anfänger oder Leute, die keine Steine mögen oder diesen neumodischen Flow wollen. Wird halt nur von Anfang der Zeiten an als das MTB Mekka gehypt, was er aber eigentlich nicht ist. Schönes Ambiente, aber die Alpen bieten noch mehr.
 
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Von Bezzecca aus? Ich bin da vor vielen Jahren mal eine Runde aus der Ledro-Touristenkarte nachgefahhren.
Ganz nett, aber doch viel Forstweg.
Ist das inzwischen interessanter?

Mit nem Zusatzkringel ist das ganz gut ja: Tiarno-Malga Cap-bei Malga Rango-Malga Cadria-Mt. Noccolo (kurze Schiebepasssage) und dann den 450er via Mga. Campel immer weiter bis zum Passo Giovo/Tre Sorelle. Abwärts noch paar Kehren karrenwegähnlicher "Trail", dann wieder Hm-vernichten auf Schotter. Für nen Anfänger mit sportlichen Ambitionen durchaus geeignet....
 
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