STEVENS Prestige 2019/2020

Dass der Lenker zu steil steht ist schnell klar geworden. Die Sattelposition habe ich einer Empfehlung nach, nach Knielot eingestellt was auch eine Verbesserung gebracht hat (Druck auf die Pedale ist besser geworden). Gestern bin ich das Rad ohne Spacer und zu 90% an den STI gefahren. Der Rücken macht das soweit auch mit, es kommt irgendwie aber kein Fahrspaß auf. Das Rad mal kurz zu beschleunigen ist Freude, es länger bei moderatem Tempo zu bewegen ist aber anstrengend und ich komme k.o. nach Hause und bin gerade mal 12 Minuten schneller als mit dem Mountainbike. Auf dem Papier ist das Gavere ja einiges leichter, gefühlt über die ganze Strecke aber nicht besser als das Stahl-MtB. Ich bin wahrscheinlich doch eher der Flat-Lenker-mit Barends-Typ (evtl. sog.Fitnessbike) der die Schalthebel nach vorne drückt, usw. Ich probiers aber noch ein paar Mal mit dem Gravel.


Ich verstehe nicht, warum du Lenker und Vorbau so tief setzt.

Ich würde die ganze Geschichte höher setzen und den 80er Vorbau montieren.
Tiefer und länger zu sitzen, geht später noch immer.
Ich habe alle meine Räder (alle 6 mit Rennlenker) in Sachen Reach und Überhöhung an die unterschiedlichen Einsatzwecke angepasst.

Genau Knielot muss es auch nicht sein.
Solltest du am MTB nicht so sitzen (also Knielot vor der Pedalachse beim Mtb), so sollte man diese Sitzposition zum Tretlager auch nicht erzwingen, egal mit welchem Rad. Daran sollte man sich über einen längeren Zeitraum anpassen.

12 Minuten auf 300 km oder was meinst du?
Selbst das sähe ich z.B. bei der Vätternrundan oder der MSR als großen Erfolg an. Aber du redest wahrscheinlich von kürzeren Strecken - da sind 12 Minuten gar Welten.
 
Ich verstehe nicht, warum du Lenker und Vorbau so tief setzt.
Ich auch nicht:daumen: Ne, im Ernst: weil ich dort die größten Einstellungs-/Anpassungsmöglichkeiten sehe und es sich "indoor" beim Aufsitzen ganz gut angefühlt hat. Gestern war der 80mm Vorbau montiert.
Genau Knielot muss es auch nicht sein.
Habe ich auch noch nie so gemacht (Mtb, o.ä) -beim Gavere hats aber geholfen, trotzdem habe ich noch das Gefühl "nach hinten" zu treten.
Du hast 6 Räder? Nicht übel
Ne, 12 Min. auf 75km wobei das auch nicht ganz richtig ist weil ich nur die Zeit für die Hälfte der Strecke gemessen und dann verdoppelt habe
Etwas fahrspaßbetäubend mag auch das kalte Wetter gewesen sein.
 
Ja bei dem kalten Wetter sitzt man eh steif und unbeweglich auf dem Bock. Über längere Strecken fahre ich da ungern meinen Renner mit der größten Überhöhung.

6 Räder kommen halt über gut 2 Jahrzehnte zusammen. Sie sind aber nichts Besonderes. Am hochwertigsten sind Ultegra 10x Teile, aber die sind aus der ersten 10x Generation vor 2010. Ansonsten ein bunter Mix aus Sora bis 105 Teilen. 2 Räder fahren mit Lenkerenschalthebeln am Unterlenker. Die Rahmen/Gabelsets haben mich zw. 150 und 400 € gekostet. Fast alles ist auf Funktionalität ausgelegt.
 
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Ich fahre an den Bremsgriffen. Zum Schalten geht die Hand dann kurz an die Lenkerenden. Das ist halt eine günstige Variante. Außerdem kann ich so Bremshebel fahren, die normale V-Brakes bedienen.
Ach so, verstehe. V-Brakes höre ich ja immer gerne (an 5 von 6 Rädern?). Meine 2 Tage alte Erfahrung mit Scheibenbremsen ist ja nicht so toll...aber das wollen wir hier besser nicht besprechen.
 
Ach so, verstehe. V-Brakes höre ich ja immer gerne (an 5 von 6 Rädern?). Meine 2 Tage alte Erfahrung mit Scheibenbremsen ist ja nicht so toll...aber das wollen wir hier besser nicht besprechen.

Bei Schietwetter ist die Disk halt im Vorteil. Ansonsten, bei trockenen Bedingungen kommen Diskbremsen in denn cross- und rennradtypischen 140er und 160er Größen nicht an normale V-Brakes heran. Meinen Reisepanzer mit bis zu 140 kg Systemgewicht müsste ich äußerst defensiv fahren. Wären damals Disk an meinem Reiserad gewesen, wäre ich in der Heckscheibe eines Autos gelandet. So hatten die V-Brakes keine Mühe die 140 kg aus 70 km/h abzubremsen, aber halt bei trockenen Bedingungen. Bei Nässe hätte es anders ausgesehen.

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140 kilo bei 70 kmh, das wäre ein fall für disc größer 160 mm ;)

Das war es leider auch schon bei gut 100 kg Systemgewicht, zumindest mit der BB7 Road, der Fall. Rot und blau angelaufene und dauerhaft leicht verzogene Scheibe nach mehrfachem harten Anbremsen vor jeder Serpentine und später Bremshebel am Lenker mitten in der Abfahrt, so dass die hintere Mini-V-Brake mir den Hintern retten musste.

Das konnten die langschenkligen Rennbremsen im Folgejahr in anspruchsvolleren Abfahrten deutlich souveräner.

Und dann bleibt das Problem: Rahmen/Gabelmaterial zu finden, das überhaupt für größere Scheiben zugelassen ist. Soll da ein Rennlenker ran und eine schmale Rennkurbel sieht es sehr dunkel aus. Velotraum Speedster in Alu fällt mir da nur ein. Wäre aber 27,5 Zoll.

Denkt man, man hat ein weiteres Rahmenset gefunden, sind oft nur breite Mtb Kurbeln montierbar.
 
Besser gar nicht so schnell fahren. Wenns da kracht, dann richtig. Ich habe ne Drosselung ab 30km/h;)
Wo warst du denn da unterwegs?
 
Du hast am Gavere die 40er G-One Bite? Wieviel Bar?

Mach mal andere Pellen drauf, dann gleitest du nur so dahin. Anfangs hab ich mit den Bite auch gedacht ich krieg zuviel was längere Strecken angeht, und ich fahr hohe Drücke wegen hohem Asphaltanteil.
Als Zweitlaufradsatz hab ich Conti 5000 in 32mm. Natürlich ne ganz andere Nummer, und nix fürs Gelände. Aber Hammer wie man so vor sich hin düst.

Ich hatte jetzt noch die Bite runter und durch 40er Allround ersetzt. Wesentlich zügiger bei selbem Druck, aber eben nicht soviel Grip wie die Bite. Dafür nahezu geräuschlos auf Asphalt. Werde morgen aber voraussichtlich über den Winter wieder die Bite montieren fürs Gelände.
 
Besser gar nicht so schnell fahren. Wenns da kracht, dann richtig. Ich habe ne Drosselung ab 30km/h;)
Wo warst du denn da unterwegs?

Hohe Geschwindigkeiten erreiche ich überall. In den hier genannten Fällen in Schottland und Norwegen. Gerade in Norwegen in den Serpentinen sind Autofahrer oft nur Verkehrshindernisse für mich. Aber in den Mittelgebirgen sind sehr hohe Geschwindigkeiten zw. 70 und an 100 km/h bald noch häufiger aufgrund recht glatten Asphalts bei uns in Deutschland. Um 70 km/h sind aber auch eiszeitlich geprägten Norddeutschland problemlos möglich. Meine Vmax von 94 km/h hatte ich damals auf der dänischen Ostseeinsel Bornholm aufgestellt. Ich mag es schnell zu fahren und da muss ich mich auf meine Bremsanlage verlassen können. Bei feuchten Bedingungen fahr ich eh defensiv, allein schon wegen des verminderten Grips der Reifen. Ich hab ja nun auch eine Spyre vorn am Rad, leider noch ungefahren und werde demnächst von meinen Eindrücken berichten.
 
Jetzt mal Butter bei die Fische :)
Der Bite ist kein Reifen der einen wegen seines Rollwiderstand fertig macht !
Wenn man vorher nicht beweglich war , ist man es mit einem Gravelbike auch nicht und sollte daran arbeiten .
Wenn man vorher nicht fit war , gleicht das das Rad auch nicht aus und auf einen Reifen lässt sich so etwas auch nur bedingt schieben . Deine Reifen sind gut um unter vielen Bedingungen zügig zu fahren , Punkt . Alles andere sind deine Beine :D
12 Minuten ist kein schlechter Anfang . Wunder kann man sich im Radsport eben nicht erkaufen , die werden erarbeitet :)
So wie ich das auf den Vids sehe zwingt dich das Bike in keine unmögliche Position , die du dir monatelang erarbeiten müsstest - auf einem Hardtail würdest du auch nicht anders sitzen .

Also wenn dir das nicht taugt , tausch das wenn es geht noch gegen ein gutes Hardtail und fahr einfach weiter Glücklich Rad !

Edit : beim nochmaligen durchlesen finde ich das es patzig rüberkommt .
War aber sachlich gemeint .
Normalerweise setzt.nan sich auf ein Bike und weiß in etwa ob es zündet , erst recht bei zwei Mal über 50 km .
Man muss nicht zwingend einen Graveler fahren , jedes Rad auf dem man gerne steigt macht Spaß !
 
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Du hast am Gavere die 40er G-One Bite? Wieviel Bar?
Ja. Die bin ich jetzt 2 Mal mit 4 bar gefahren.
dann gleitest du nur so dahin.
So soll es sein, das ist mein Traum.
Meine Vmax von 94 km/h hatte ich damals auf der dänischen Ostseeinsel Bornholm aufgestellt.
Das ist flott :winken: Auf dieser schönen Insel war ich auch schon mal. Ist schon lange her. Ohne Fahrrad
Bei feuchten Bedingungen fahr ich eh defensiv, allein schon wegen des verminderten Grips der Reifen.
Sehr vernünftig:daumen:
Jetzt mal Butter bei die Fische :)
Butter bei die Fische ist immer gut :) Ich stimme deinem Beitrag vom ersten bis zum letzten Wort zu 100% zu und finde ihn nicht patzig :daumen::)

Um es kurz und neudeutsch zu sagen: ich check' das mit dem Rad noch aus. Spacer raus, Spacer rein, etc. Alles was eben so möglich ist. Tips und Anregungen habe ich genug bekommen. Dafür noch mal ein herzliches Dankeschön an alle! Ich melde mich dann mit einem Ergebnis.

Viele Grüße
 
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Kleines Update: bin jetzt mit dem Gavere sehr zufrieden. Es fährt jetzt wirklich gut und alles was jetzt noch kommt ist Feintuning.
Das Beste war das 50er Kettenblatt gegen ein 46T zu tauschen und die Umgewöhnung von 8-fach auf 11x (die noch etwas dauert) Und jetzt festhalten: 2 von 3 innenverlegten Zügen waren "ineinander verschlungen", d.h. der Umwerferzug hat den Schaltwerkszug und umgekehrt gezogen. Nicht schlecht! Auch war der hintere Reifen an einer Stelle bis auf den Draht freigelegt. (Maschinelles Aufziehen?!) Dadurch habe ich jetzt eine kleine Blase am Hinterrad die hoffentlich nicht platzt.
Habe noch die Kette gewachst und mit anderen Reifen kommt wahrscheinlich noch das Gleiten...:daumen: wohl hauptsächlich über Asphalt, so richtig graveln werde ich eher nicht. Habe das Bike jetzt 2x intensiv gereinigt- das reicht erst mal!
Tatsächlich spielte auch die Kälte eine Rolle, bei milderen Temperaturen fährt es sich einfach besser.
Ich bedanke mich noch mal und grüße in die Runde. Vielen Dank
 
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