Studie Radfahren und Gesundheit

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Im Südosten
Hab ich im DAK-Magazin "Start" 4/2004 gefunden. Hat zwar mit Mountainbiken wenig zu tun, aber vielleicht interessierts ja wen...




Wer sich auf den Fahrradsattel schwingt, stärkt Körper und Seele, das fühlt jeder. Die Fakten, die die umfassende Studie der Deutschen Sporthochschule und des Sattelherstellers Selle Royal derzeit liefert, sind trotzdem erstaunlich. Radfahren kann gravierenden Zivilisationsproblemen wie zum Beispiel Rückenschmerzen oder Herz-Kreislauf-Störungen effektiv vorbeugen.

7.000 STUDIEN AUSGEWERTET

Drei Viertel aller Deutschen fahren Fahrrad, aber nur 22 Prozent ahnen, was konkret sie ihrer Gesundheit damit Gutes tun. An diesen Wissenslücken setzte die Studie „Cycling and Health“ an und geht detailliert auf verschiedene gesundheitliche Vorteile des Fahrradfahrens ein. Wer sein Rad gezielt nutzt, kann zum Beispiel kräftig abnehmen, seinen Cholesterinspiegel senken und sein Immunsystem stärken. Unter Leitung von Professor Dr. Ingo Froböse, Vorsitzender des Zentrums für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule, wertete ein Expertenteam insgesamt über 7.000 Studien rund um das Thema Radfahren aus und verfasste ein Kompendium, das sich umfassend mit den positiven Auswirkungen das Radelns auf die Gelenke, den Rücken, das Immun- und das Herz-Kreislauf-System auseinander setzt.
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

- FAHRRADFAHREN STÄRKT HERZ & KREISLAUF

Radfahren reduziert das Herzinfarktrisiko um mehr als 50 Prozent. Das Schlagvolumen des Herzens erhöht sich, die Pumpleistung wird ruhiger, der Blutdruck sinkt – kurz: Das Herz arbeitet ökonomischer und wird weniger belastet. Außerdem baut der Körper beim Radfahren negatives LDL-Cholesterin ab, das für die „Verkalkung“ der Blutgefäße verantwortlich gemacht wird. Dagegen wird die Menge des positiven HDL-Cholesterins, das für den Gefäßschutz verantwortlich ist, erhöht. Infolgedessen werden die Blutgefäße flexibler, Ablagerungen treten weniger leicht auf, das Risiko einer Arterienverkalkung vermindert sich.

- POSITIV FÜRS IMMUNSYSTEM

Der Körper des Radfahrenden schüttet chemische Substanzen aus, die die Stimmung aufhellen und ein Wohlgefühl entstehen lassen. Phagozyten, die Fresszellen des menschlichen Körpers, werden durch Radfahren schon unmittelbar zu Beginn der Fahrt mobilisiert, um Bakterien und sogar Tumorzellen zu vernichten. Radfahren wird daher als Therapie für Aidskranke und Krebskranke eingesetzt. Aber auch wer seinen Körper vorsorglich gegen Infektionskrankheiten stärken will, profitiert von dieser sanften Art der Fortbewegung.

- SCHUTZ FÜR DIE KNIEGELENKE

Für die Kniegelenke ist Radfahren ebenfalls vorteilhaft. 70 bis 80 Prozent des Körpergewichtes werden durch den Fahrradsattel aufgefangen. Die zyklischen Bewegungen beim Fahren belasten die Gelenke nur gering und gewährleisten so eine optimale Ernährungssituation des Knorpels: Steht das Gelenk wenig unter Druck, können Energie und Nährstoffe ungehindert in den Knorpel diffundieren. Wer seine Gelenke durch regelmäßiges Radfahren schont, beugt damit dem Risiko einer Arthrose vor und sorgt dafür, dass Gehen und Laufen auch im Alter keine Probleme bereiten.

- WENIGER RÜCKENSCHMERZEN

Wenn der Fahrer die optimale Sitzhaltung mit leicht nach vorn gebeugtem Oberkörper einnimmt, gerät die Rückenmuskulatur unter Vorspannung und stabilisiert den Rumpf. Die gleichmäßigen Beinbewegungen kräftigen besonders die Region im Bereich der Lendenwirbelsäule, die leicht durch Bandscheibenvorfälle gefährdet ist. Denn eine Rückenmuskulatur, die durch Radfahren gestärkt wird, hält Vibrationen und Schläge besser von der Wirbelsäule fern. Schließlich stimuliert das Radfahren auch die kleinen Muskeln an den Rückenwirbeln. Diese Effekte machen Radfahren zu einer idealen Freizeitbetätigung für Menschen, die an Rückenschmerzen leiden: In Deutschland ist dies jeder dritte über 40 Jahren.

-MEDIZIN AUF ZWEI RÄDERN

Wer regelmäßig Rad fährt, erspart sich Arztbesuche, Medikamente und eventuell sogar aufwändige Therapien, die heute Einkommen und Krankenkasse belasten. Auch wer erst im Alter mit regelmäßiger Bewegung beginnt, wird Erfolge spüren. Menschen, die an typischen Zivilisationskrankheiten wie Rückenschmerzen, Übergewicht und Herzkrankheiten leiden, können viele gesunde Jahre verbringen, wenn sie ihr körperliches Wohlbefinden und ihre Gesundheit auf dem Fahrradsattel in Schwung bringen. Die Studie „Cycling and Health“ zeigt, wie Fahrradfahren in den Alltag integriert werden kann, um optimale gesundheitliche Ergebnisse zu erzielen. Dauer und Häufigkeit der Fahrten sollten je nach Kondition, Alter, Fahrgewohnheiten und dem gewünschten Ergebnis abgestimmt werden. Schon nach zehn Minuten wirkt sich Radfahren auf die Muskulatur, Durchblutung und Gelenke aus. Ab 30 Minuten treten positive Einflüsse auf die Herzfunktionen auf, und ab 50 Minuten wird der Fettstoffwechsel angeregt. Diese Erfolge können Alltagsradler noch erheblich steigern, wenn sie das Radfahren mit festen Zeiten zum Freizeitspaß machen. Wer zum Beispiel statt 20 Minuten 60 Minuten täglich fährt, kann die positive Wirkung auf sein Immunsystem um das Dreifache steigern. Beeindruckende Effekte bereits nach kurzer Zeit – dieses Phänomen sollte die Entscheidung für das Radfahren leicht machen. Welche Fortbewegunsart ermöglicht auf so sanfte Weise mehr?

Norbert Misch-Kunert



So. Jetzt geh ich Radlfahren :)
 
genau john, es ist genial, seit ich den selly royalsattel benutze fühle ich mich viel besser, meine ganze familie ist glücklicher, ich verdiene auch mehr geld... selly royal hat mein fahrrad erst zu dem gemacht, was ich heute bin... omnipotent bis unter die nasenspitze ;)

und jetzt ernst: nichts neues, bewegt man mal den fetten arsch fühlen sich auf einmal alle besser und die gesundheit wird gestärkt :cool:
 
Die Studie ist aber differenziert zu sehen. Beim eher leistungsorientierten Rad fahren, Rennen etc. würde ich persönlich das mit der Gesundheit teilweise einschränken.

Meine persönlichen Erfahrungen:

2 mal Schlüsselbein gebrochen.

Mehrere Platzwunden durch eigene Fehler, Hund sowie Auto

3 Zahnkronen verloren, zwar nicht weiter schlimm aber teuer

Meniskusriß

Es bleib einfach nicht aus, wenn manm/ frau sich voll ausbelastet es zu Überbelastungen am Knochengerüst kommt.

Wieviel Erkältungen gibt es unter Radfahrern im Winter, besonders wenn nicht kontrolliert trainiert wird.

Trotzdem, ich fahre weiter hart, wenn auch zukünftig mit mehr Ruhephasen.

Gruß Schüni
 
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