Touren: Fotos, Berichte

@Wallachfried Schöne Tour in schönem Gebiet, danke für den Bericht!
Deine Vorgehensweise kommt mir sehr bekannt vor, inklusive der Pausen in der Hängematte ;)
Ich werde über meine nächste Tour im Pfälzerwald auch endlich mal hier berichten.
 
Hey, @Bikepacker90 das ist ja genau mein MTB-Revier!

Auf dem alten Flugplatz war ich schon mit Inlinern … bei brütender Hitze den Ralsko das Bike hochgeschleppt und im sacksteilen DH stank dann die VR Bremse verdächtig … hammergeile Gegend mit unendlich Tourenpotential.

Das nächste Mal unbedingt zum Bahnhof Jedlova fahren und dort in die legendäre Bahnhofskneipe einkehren!
 
Die erste Urlaubswoche des Jahres ist die Zeelandwoche 🤗 Keine Berge aber feinster Gegenwind😁
IMG_2399.jpeg
IMG_0431.jpeg
IMG_0432.jpeg
IMG_0444.jpeg
IMG_0459.jpeg
IMG_0472.jpeg
IMG_0478.jpeg
IMG_0506.jpeg
IMG_0579.jpeg
IMG_0581.jpeg
IMG_0587.jpeg
IMG_0589.jpeg
IMG_0571.jpeg
 
Ich war 27 Tage unterwegs von Cuxhaven bis an den Alpenrand immer entlang der Deutschland Route 9.
Von Nördlingen dann mit dem Zug nach Füssen, da ich durch Verletzungen eine Woche Zeit verloren habe.
Hab mich am 2ten Tag der Tour am Schilf am Fuß geschnitten und zum Ende hin dann bei Nördlingen mit dem anderen Fuß den Kaffeepott umgestoßen und mir den Fuß verbrüht.. Dumm gelaufen :)

Vollgepackt gings los in Cuxhaven..
2734628-0ubd7nd7gycr-dsc05295-large.jpg


immer entlang am Deich...
2734629-guk4krxwehq5-dsc05297-large.jpg


Die erste Nacht dann auf einem Beobachtungsturm. War ganz schön zugig. Nachts kamen ein paar Jugendliche und haben Bier ausgegeben :D ...
2734630-lltmtz2xjxsv-dsc05299-large.jpg


Auf dem Deich Richtung Bremerhaven....
2734631-izoch9n1699c-dsc05302-large.jpg


Mit der Weserfähre auf die andere Seite...
2734632-0xgjikfrfmu5-dsc05305-large.jpg


Vorbei an wilden Tieren...
2734633-h4dryhdkcb54-dsc05308-large.jpg


Alles voller Kaninchen...:love:
2734634-o3e7vpqen6j2-dsc05329-large.jpg


Geschlafen wurde auf Wiesen und Campingplätzen...
2734635-todusokv3uwe-dsc05333-large.jpg


2734636-wyf4gl5c2uyv-dsc05337-large.jpg


2734637-h2b6uvdt099u-dsc05352-large.jpg


2734640-buh0qlyyvr6g-dsc05391-large.jpg


Durchs Portal...
2734638-9cejb9ym43qf-dsc05367-large.jpg


...
2734639-rc3e22eab82e-dsc05390-large.jpg


Eine Bratwurst beim Europameister...
2734641-y8ik2h71wy3i-dsc05406-large.jpg


Was es alles gibt xD...
2734642-lxgv63uefmfd-dsc05464-large.jpg


Immer durch schöne Altstädte durch...
2734643-id01x32y62hk-dsc05474-large.jpg


Feld...
2734644-us24l4nvin62-dsc05475-large.jpg


Die 1000km sind geknackt :D...
2734645-59lan8g0jww2-dsc05481-large.jpg


Das Zeug war so lecker, das muss festgehalten werden! Himbeeren mit Honig :D
2734646-x1jh91tfraqr-dsc05486-large.jpg


Rotenburg hat eine wunderschöne Altstadt!...
2734647-xpszp7mrkk5x-dsc05524-large.jpg


Bei Nördlingen war ein toller Zeltplatz, Ringlesmühle...
2734648-55ovedxn2kdd-dsc05552-large.jpg


Den Pilgerort besucht...
2734649-z97uxnpf5x91-dsc05554-large.jpg


Von hier gibt es einen Sprung in die Alpen. Hier war ich noch 3 Tage.
Aufstieg zum Tegelberghaus...
2734650-29k9d412khgd-dsc05570-large.jpg


Aufstieg...
2734651-78hv3ivkz12l-dsc05583-large.jpg


"Gipfelfoto"...
2734652-xxpv3q174cfk-dsc05595-large.jpg


Abends hab ich mir dann immer ne schöne Ecke gesucht und Bierchen getrunken :)
2734653-nnwhugvevaf8-dsc05596-large.jpg


2734654-blh89rpm6exh-dsc05600-original.jpg


2734655-qcjsr0sa5587-dsc05610-large.jpg


Am letzten Tag dann noch einen kleinen Abstecher nach Östereich, das war um die Ecke..
2734656-6tkafereaw1o-dsc05644-large.jpg


2734657-rt5ifqzfc7tx-dsc05649-large.jpg


Das war der Urlaub dieses Jahr. Unterwegs habe ich wie immer viele nette Leute getroffen und viele schöne Landschaften und Städte gesehen. Ich hatte einen Platten, sonst keine defekte am Rad.
In 27 Tagen bin ich 1260 km gefahren, aber ich habe auch einige Pausentage eingelegt.
Es war eine schöne Tour, mal schauen was nächstes Jahr kommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kleine Randbemerkung:
So schön die Bilder auch sind. Aber schaut doch bitte zwei mal, ob es notwendig ist, 9mb große Bilder komplett einzubinden, statt nur die Vorschaubilder.. Die Bilder werden eh nur mit maximal 760px breite dargestellt, bevor man draufklickt..
Nur alleine diese Seite des Threads hier hat grad über 200mb.. das ist für Leute mit volumenbasierten Tarifen echt nicht nett... Und man mags kaum glauben: Sogar der co2 Fußabdruck wird besser, wenn mans mit dem Traffic nicht übertreibt =)
 
Ja, es war sehr abenteuerlich mit vielen Höhen und einigen Tiefen. Schön wie man über die Tage immer fitter wird und wie man sich über Kleinigkeiten freuen kann.
Die vielen Menschen die man kennenlernt. Das regionale Bier von Nord nach Süd.
Die Landschaft, die sich verändert.
Aber auch unschöne Momente, wie die Gaststätte, in der ich nichts zu Essen bekommen hab. Vieleicht waren meine Klamotten zu dreckig? Keine Ahnung..
Als ein Fuchs auf dem Campingplatz meinen Müllbeutel zerrissen und den Müll überall neben dem Zelt verteilt hat. Das war Morgens echt unangenehm ^^
Dann hab ich auf einem Platz 2 sehr unangenehme Menschen getroffen. Es sind halt nicht alle nett..
Als ich 3 Tage auf dem Platz fest saß, weil der Fuß gebrannt hat..
Als ich Nachts von der Flut überrascht wurde und dann das Zelt aus dem Wasser ziehen musste.
Die Sonne war echt gnadenlos, hab mich 3 mal am Tag eingecremt, aber trotzdem üblen Sonnenbrand gehabt.
Aber zu Ende hin war ich traurig, das es bald vorbei ist. Man bräuchte mehr Zeit für weitere und längere Reisen.
 
Ende Mai, Anfang Juni war ich unterwegs, wie zumeist, ohne zu präzise Planung. Grob geplant war, daß es mal wieder in die Karpaten gehen soll.
Also habe ich einen Nachtzug in Polen von Krzyż nach Przemyśl + extra Gepäck = Rad für die Hinreise und einen Nachtzug von Humenné in der Slowakei nach Prag für die Rückreise gebucht. Damit hatte ich immerhin schon mal eine Festlegung, zugleich aber hinreichend Flexibilität, da Przemyśl und Humenné keine 200 Streckenkilometer voneinander entfernt sind.
Bis Krzyż (Krzyż Wielopolski bzw. Kreuz (Ostbahn), ein kleiner Ort um eine Bahnstreckenkreuzung) kam ich mit Regionalzügen über Küstrin Kietz und einer kurzen Radetappe (5 km) über die Oder, da von Küstrin nach Kostrzyn derzeit wegen der Brückenerneuerung Schienenersatzverkehr besteht.
20230529_210723.jpg

Gurte und Frischhaltefolie regeln den Radtransport als Zusatzgepäck.
Da ich spontan entschieden hatte, noch etwas in Kiew abzuholen, wollte ich eigentlich die direkt anschließende Zugverbindung nutzen, Ticket war gebucht. Allerdings gab es eine sehr lange Schlange vor dem Eingang zur Paßkontrolle, die sich nicht bewegte, auch als der Zug eigentlich schon fahren sollte. Daher habe ich dann das Rad von der Folie befreit und fahrfertig gemacht und mich in Richtung Grenze begeben.
20230530_112411.jpg

Die erste Schotterstraße, leider eine Sackgasse.
Die Strecke nach Medyka/Шегині (Schehyni) ist unspektakulär, aber mittlerweile gibt es fast durchgehend einen anständigen Radweg zum einzigen polnisch-ukrainischen Grenzübergang für Menschen mit Fahrrad.
Der Grenzübertritt war problemlos, schnell noch eine Simkarte besorgt und etwas Geld getauscht und ab auf die Schotter- und Naturstraßen Richtung Lemberg (Львів).
20230530_134358.jpg


20230530_173339.jpg

Kaffee, Törtchen und Plombir (Eis) in Судова Вишня (Sudowa Wyschnja), von wo aus ich dann den Vorortzug nach Lemberg genommen habe.
In Lemberg konnte ich mein Rad in der Gepäckaufbewahrung des Hauptbahnhofs abgeben und hab dann einen der gerade ziemlich vielen Nachtzüge nach Kiew genommen, wo ich ein paar Orte aus der Zeit meines 2011er Aufenthalts dort besucht habe und meinen Hyacinth-Frontgepäckträger in Empfang genommen habe.
Die Rückfahrt war dann im Platzkartny-Bereich eines Nachtzugs für umgerechnet knapp 6 Euro.
Zurück in Lemberg habe ich den Gepäckträger mit Hilfe eines freundlichen Ladens montiert und den Mittagszug in die Karpaten genommen.
20230601_133126.jpg

C. 5 Stunden später war ich dann in Wolowez (Воловець) und hab mich auf den Weg nach Mischhirja (Міжгір’я) gemacht.
20230601_192004.jpg

Die Straße war durchgehend in erstaunlich gutem Zustand, so daß ich noch einen Abstecher wagen konnte, bei dem ich meiner Neugier und Wegweisern zum "Glamping Mandra" folgte:
20230601_203812.jpg

Alles leer, muß man wohl vorab online buchen.
Die neue Zuwegung dahin ist nicht unbedingt für deutsche Schnellfahrautos ausgelegt, bzw. nur mit östlichem Mindset und Erfahrung befahrbar ;)
20230601_203116.jpg

In Mishhirja hab ich dann in einer Ferienwohnung übernachtet.
Teil des Konzepts war es, Geld im Land zu lassen, daher hatte ich Quilt und Tarp nur als Absicherung dabei, Kochzeug gar nicht.
Von Mischhirja bin ich am nächsten Tag über Synewyr/Синевир, Kolotschawa/Колочава, Deutsch-Mokra/Німецька Мокра (wörtlich: Deutsch-Feucht), Königsfeld/Усть-Чорна (Ust-Chorna), entlang des Flusses Tereswa/Тересва auf Straßen und Sträßchen bis an die Theiß/Тиса gefahren.
20230602_100947.jpg

Dorfstraße. Man muß immer vorausschauend fahren!
20230602_102208.jpg

Mobile Brotlieferung im Dorf.
20230602_111306.jpg

Lokales SUV, entsprechend sehen viele Wege in Wald und Flur aus.
20230602_111703.jpg

Ortsverbindungsstraße
20230602_115804.jpg

Auch wenn alpinzentrierte Mitmenschen meinen, daß mountainbiken erst da beginnt, wo der Schotterweg endet: auf dieser Ortsstraße waren mindestens STS S2-Skills erforderlich (bei völliger Trockenheit).
20230602_115616.jpg

Man beachte die fein herauspräparierten Gesteinsplatten!
20230602_130540.jpg

Wanderinfastruktur mit tschechischer Unterstützung - die Oblast' Sakarpattja/Transkarpatien war mal Teil der Tschechoslowakei.
20230602_145146.jpg

Nette Rastplätze gibt es immer wieder...
20230602_152632.jpg

... wie auch Quellen am Wegesrand.

Fortsetzung folgt.
 
20230602_154717.jpg

Deutsch-Mokra, hier gab es tatsächlich mal deutsche Kolonisten. Die alte Bebauung ist hier irgendwie einheitlicher als in den folgenden Dörfern, die Hauptstraße asphaltiert und in gutem Zustand.
20230602_155300.jpg

Ab hier war es nicht mehr so spektakulär, Strecke machen leicht bergab.
20230602_182350.jpg

So sieht eine kurze Unterbrechung guter Asphaltdecke aus, damit muß man immer rechnen.
20230602_191406.jpg

Asphalt-Schotter-Sand-Schlagloch-Mischung, wie sie häufig vorkommt.
20230602_191503.jpg

20230602_200640.jpg

20230602_191222.jpg

Blick zurück von einer Brücke über die Tereswa.
20230603_092215.jpg

Eine der vielen kreativ gestalteten Bushaltestellen, mit Zeuginnen Jehovas.
20230603_093746.jpg

Die skulpturale Ortseingangsmarkierung von Tjatschiw/Тячів - ich befinde mich im Thal der Theiß und im Gebiet der ungarischen Minderheit. Leider gibt es nur wenige Alternativen zur Fernverkehrsstraße.
20230603_110912.jpg

Am Rande des Marktes von Chust/Хуст steht mein Rad nicht allein. Radfahren ist in der ganzen Gegend Alltagskultur. Vorderbremsen werden allgemein als überflüssig angesehen.
20230603_111659.jpg

Markt (ринок)
20230603_114814.jpg

20230603_122224.jpg

Standardmahlzeit vegetarisch: Borschtsch (борщ) mit Pampuschki (пампушки)
20230603_122752.jpg

Wareniki (вареники) - mit Kartoffel- oder Sauerkraut-Pilz-Füllung oder in süß
Gut gestärkt machte ich mich auf, eine alternative Strecke zur Fernverkehrsstraße zu probieren. An der Brücke über die Theiß gab es eine Polizeikontrolle, ich durfte aber durch.
20230603_130811.jpg

20230603_132933.jpg

20230603_134936.jpg

Hat funktioniert, bin auf der anderen Seite des Berges im richtigen Dorf angekommen.
20230603_140227.jpg

Auf solchen Straßen rollt es sich leicht bergab perfekt.
20230603_150225.jpg

Wieder eine Zugfahrt, diesmal erstmals für mich mit Dieseltraktion. Trotz Flachland ist die Beschleunigung des altersschwachen Zuges mehr als bescheiden und so zuckelt man gemächlich durch die Tiefebene.
20230603_171804.jpg

Rad im Zug ist hier normal.
Fortsetzung folgt.
 
20230603_212317.jpg

Uschhorod (auch: Ungwar) / Ужгород an der Usch/Уж - momentan die sicherste Großstadt im Lande. Ich habe sogar einige ausländische Studierende (höchstwahrscheinlich) gesehen. Sehr angenehme Stadt, die sich seit meinem ersten Besuch 2011 sehr positiv entwickelt hat.
Übernachtet habe ich, wie schon bei meinem Winterausflug (ohne Rad) im Februar 2022, im sehr angenehmen Emigrand Art Hotel, im Intourist-Hotel Sakarpattja, einem brutalistischen Betonklotz aus Sowietzeiten, wollten sie mein Rad nur eingepackt akzeptieren, ein Hostel mit super Aussicht auf die Karpaten war schon voll.
20230604_100101.jpg

Bevor es in die Slowakei geht, nochmal die Flasche am Wasserautomaten aufgefüllt.
20230604_102622.jpg

Heute bewege ich mich auf einer ausgewiesenen Radroute zum Grenzübergang. Mindestens zwei Grenzübergänge UA-SK sind per Rad nutzbar, meiner heute = Veľké Slemence - Малі Селменці ist nur für Fußgänger und Rad.
20230604_111835.jpg

Dorfkonsum, sonntags geöffnet.
20230604_122012.jpg

Schon in der Slowakei. Für die sanfte Ge-/Entwöhnung ist hier der Asphalt slowakisch rauh.
Unspektakuläre Fahrt durch die flache Ostslowakei, wenig los in den Dörfern, nur die Eisbuden sind am Sonntag Vormittag geöffnet.
20230604_154810.jpg

Zwischen Großmichel / Michalovce und Humenné hat mir Osmand eine Strecke über Wanderwege vorgeschlagen, die ich nach genauerer Betrachtung des Höhenprofils (hier gehen die Berge los) aber verworfen habe und mir eine flachere Route abseits der Straße gesucht habe.
Erst ging es durch eine Kleingartenkolonie, dann ein netter Waldweg, später rauer durch Waldwegarbeiten, dann schon in der Niederung des Laborec-Flusses habe ich eine falsche Abzweigung gewählt, was mir einen Umweg über eine landwirtschaftlich genutzte Fläche einbrachte. Egal, hatte genug Zeitreserven.
20230604_162338.jpg

Humenné (Homenau) am Laborec. Im River Pub hab ich mir noch ein Getränk mit Aussicht gegönnt.
20230604_165655.jpg

Doppelausfahrt der Regionalzüge nach Medzilaborce (Andy-Warhol-Museum!) und Stakcin (östlichster Bahnhalt in SK) aus Humenné mesto (ist nicht der Hbf). Fahrradmitnahme sieht sehr gut aus.
20230604_181454.jpg

Humenné wirkt deutlich größer und (gastronomisch) lebendiger als das benachbarte Michalovce, das mehr Einwohner hat.
Obwohl das hier die ostslowakische Provinz ist, sind die Gastropreise mittlerweile auf mitteleuropäischem Standard. Bis auf Bier (mit/ohne Alk), das nur so zwei Euro/Glas kostet.
20230604_185054.jpg

Humenné Hbf
20230604_185222.jpg

Links mein Zug, der Bahnsteig ist ziemlich schmal. Der Nachzug nach Prag ist eine absolute Empfehlung, modern und guter Service, Dusche, Handtuch und tschechisches Bier inklusive. Im Schlafwagenabteil ist die Tür wie in moderneren Hotels per Chipkarte zu öffnen/verschließen.
Nachtrag: mehr zum Radtransport im Nachtzug hier: klick.
20230605_095420.jpg

Obwohl ich mit Prag nie so richtig warm geworden bin, war es diesmal für die wenigen Stunden Aufenthalt ziemlich angenehm.
Hier endet der Bericht, denn von der letzten Etappe per EC nach Berlin gibt es nichts zu berichten, wenn man davon absieht, daß, während ich im legendären Speisewagen saß und mich mit einer Touristin aus Singapur unterhielt, meine (überlagerten) Riegel aus der Netztasche an meinem reservierten Platz von einer deutschen Mitreisenden verzehrt wurden und eine kostenlose Eisenbahnkarte Tschechiens, die ich kurz zuvor auf dem Hbf mitgenommen hatte, nicht mehr auffindbar war o_O
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachtrag: Visualisierung der Radstrecken
230506PLUASK.png

Edit: verbesserte Version mit Höhenschummerung (bikerouter.de):
Radtag 1: Przemyśl > Sudowa Wyschnja
Przem_SudWysh.png


Radtag 2 & 3: Wolowez > Korolewo
Wol-Korol.png

Die kreuzförmigen hohen Bergrücken am Anfang der Strecke (oben Mitte) sind übrigens das Gebiet der Polonina Borzhava-Route von bikepacking.com.

Radtag 4: Uschhorod > Humenné
Usch-Hum.png

Beim nächsten Mal würde ich die nördliche Variante wählen: Uschhorod - Malyj Beresnyj / Малый Березный (ggf. per Zug) - Ubl'a - Stakcin (Zug) - Snina (Zug) - Humenné
 
Zuletzt bearbeitet:
@jalgrattad Tolle Tour, cooles Rad und angenehmer Stil (Art der Tour wie Bericht) :daumen:

Ich selbst war letztes wie dieses Wochenende jeweils für eine Nacht unterwegs. Beide Male ging es Samstag späten Nachmittag/frühen Abend los und Sonntagvormittag zurück.

Vom letzten Wochenende habe ich kaum Bilder, da mit einem Kumpel unterwegs und wir mehr am schwatzen, statt am photographieren waren.

Gepennt wurde in einer Luxusschutzhütte, nachdem wir bis 3 Uhr nachts unterm Sternenhimmel Rotwein getrunken und über "Gott und die Welt" diskutiert hatten.

IMG_20230618_081541423_HDR.jpg


Das war der Ausblick

IMG_20230618_081625605.jpg


Dieses Wochenende bin ich ein paar Kilometer westlich geradelt und kam auf den etwas gerölligen Wegen langsam voran als geplant, sodass es schon recht dunkel wurde und sich etwas Caspar-David-Friedrich-Stimmung einstellte.

IMG_20230624_211738882_HDR.jpg


In der Nacht beim Rachelshäuser Steinbrauch habe ich wenig geschlafen, weil ich irgendein Fauchen gehört und in etwa 100 Meter Entfernung mit der Lampe zwei reflektierende Augen, aber nicht das Tier selbst gesehen habe. Letztlich vermute ich einen Waschbären und wie so oft beim Pennen im Wald ist die Phantasie meist wilder als die Wirklichkeit 😅
Der nächste Morgen war jedoch herrlich und mein Platz mit perfekter Aussicht beim Frühstück war einmal mehr herrlich.

IMG_20230625_070542315.jpg


IMG_20230625_072443976_HDR.jpg


IMG_20230625_080638980_HDR.jpg


IMG_20230625_080246710_HDR.jpg


Dann ging es zurück über meist schöne Waldwege, die aber bei einigen Steigungen doch recht schweißttreibend waren.

IMG_20230625_094410089_HDR.jpg


IMG_20230625_095224826.jpg


Der Blick vom Rimberg-Turm ist immer wieder mal einen Ausflug wert.

IMG_20230625_103046081.jpg


Getrunken habe ich übrigens wie ein Kamel bei jeder Gelegenheit 😅
 

Anhänge

  • IMG_20230625_070603801_HDR.jpg
    IMG_20230625_070603801_HDR.jpg
    661,6 KB · Aufrufe: 49
Vielen Dank für die freundlichen Worte, @Vandrer!
Die Idee, ein Zelt in eine Hütte zu stellen, ist mir selber nie gekommen.
Hab die Bänke, den Tisch oder den (ebenen) Boden direkt zum Schlafen genutzt.
Allerdings besitze ich auch kein freistehendes Zelt.
Gibt es in dieser Hütte einen speziellen Grund, das Zelt aufzubauen?
 
Vielen Dank für die freundlichen Worte, @Vandrer!
Die Idee, ein Zelt in eine Hütte zu stellen, ist mir selber nie gekommen.
Hab die Bänke, den Tisch oder den (ebenen) Boden direkt zum Schlafen genutzt.
Allerdings besitze ich auch kein freistehendes Zelt.
Gibt es in dieser Hütte einen speziellen Grund, das Zelt aufzubauen?
Der Boden in der Hütte war ein Traum, da mit Rindenmulch ausgelegt. Deswegen wollten wir darauf pennen, gleichzeitig aber Insektenschutz haben. Daher die etwas putzige Szenerie :D
 
Pfälzerwald 7.-12.8.23

Mit dem Ideal einer prinzipiell endlosen Tour im Hinterkopf hatte meine Reise über mehrere Trekkingplätze des Pfälzerwalds diesmal drei Themen im Fokus:

  • Mehrtages-Test von KarstenCarry, meinem selbst entwickelten System für „Gepäck manchmal am Rad, manchmal am Rücken“
  • Test des neuen Tarps mit Mini-Türen und Stangen für den Porch-Mode
  • Kulinarische Abwechslung und Nachkauf von Lebensmitteln unterwegs
Streckenmässig hatte ich diesmal gemächlich geplant, die größte Fahrleistung war am Anreisetag mit 45 km und 600 hm.

Dementsprechend konnte ich mich ganz auf ausprobieren und entspannen konzentrieren.

2 von den 4 Nächten war ich alleine auf dem jeweiligen Trekkingplatz.

Das Wetter war optimal: Sehr wenig Regen, nicht zu kalt, nicht zu warm und in der Woche davor hatte es reichlich geregnet, so dass man Feuer machen durfte.

Impressionen Tag 1

1692038079106.jpeg


1692038119135.jpeg

1692038148515.jpeg


Der Platz Frankelbach mit reichlich Abendsonne, leider nur wenigen Bäumen (und die mit großem Abstand), also schwierig für Hängematten-Benutzer. Es hat aber zum Glück gerade noch gepasst. Meines Wissens nach einzigartig: Der Solarkühlschrank! Also ein super Einstieg in meine Genuss-orientierte Tour 😀

1692038265224.jpeg


1692038292899.jpeg


1692038317042.jpeg


Abends habe ich auf dem neuen Mini-Titan-Grillrost mit improvisierter Grillzange meine Lieblings-Würste (Pfälzer Rote von der Metzgerei Fröhlich in Bundenthal) gegrillt.

1692038463109.jpeg


1692038365708.jpeg


Am nächsten Morgen habe ich das Feuer wieder angemacht und standesgemäß den Snowpeak Titan-Teller in seiner zweiten Funktion als Ultraleicht-Pfanne eingeweit 😀 (funktioniert super)

Dazu gabs Orangensaft aus Konzentrat.

1692038529995.jpeg


Impressionen Tag 2

1692038634823.jpeg


1692038658278.jpeg


1692038682547.jpeg


Am Platz Enkenbach-Alsenborn habe ich mich dann für die Luxus-Aufbaubariante mit Vordach entschieden.

1692038721940.jpeg


1692038751858.jpeg


Impressionen Tag 3

1692038799198.jpeg


1692038823562.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
(scheinbar wird der Post zu groß, jedenfalls hatte ich mehrfach Probleme beim bearbeiten …)

Aufbau am Platz Herrentisch.
1692039030673.jpeg


Danach habe ich das meiste Gepäck zurückgelassen und bin zum Late-Luxus-Lunch und Einkauf für die nächsten Tage noch eine kleine Tour zum Aldi gefahren.

1692039074595.jpeg


Hier wollte ich auch noch ein besonderes Genuss-Ziel erreichen: Kaltes Bier im Camp. Unterwegs eingekauft, ohne Solarkühlschrank. Was man dafür braucht?

Vorgekühlte Dosen: Check!

1692039120104.jpeg


Etwas, das sie ein paar Stunden kühl hält und dann selbst aufgetaut ist: Check!

1692039170319.jpeg


Zurück zum Camp habe ich zunächst Feuer gemacht und dann ein fantastisches Abendessen im feinsten Ambiente genossen.

1692039226799.jpeg


1692039259482.jpeg


1692039280513.jpeg


Nach einer feinen Nacht in der Hängematte gings am nächsten Morgen kulinarisch wertvoll weiter (falls beim lesen übermässiger Appetit entstehen sollte entschuldige ich mich hiermit ausdrücklich 😉).

Bacon and Eggs mit O-Saft waren ja schon erprobt, aber jetzt wollte ich unbedingt noch das Bananenomelette mit Nutella ausprobieren (Danke an „Michas Pfadfinderei“ auf Youtube für die Inspiration!).

1692039329224.jpeg


1692039354573.jpeg


1692039379030.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
Impressionen Tag 4

1692039468831.jpeg


1692039504320.jpeg


Lunch und Mittagsschlaf in der Hängematte im Nirgendwo:

1692039555736.jpeg


Platz Eußerthal

Aus Faulheit diesmal ohne Tarp aufgebaut weil 0% Regen angesagt war.

1692039596317.jpeg


1692039619562.jpeg


Impressionen Tag 5

1692039693054.jpeg


1692039716545.jpeg


Fazit:

Alles, was ich ausprobieren wollte hat sich bewährt und es war eine tolle Zeit 😀

Edit

Damit das nicht wie eine Insta-Werbestory rüberkommt hier noch die Outtakes:

  • Meine schöne Titanschaufel habe ich irgendwo verloren oder angebaut
  • Zum Lunch/Einkauf hatte ich natürlich sowohl die Eiertransport-Fläschchen als auch mein Besteck im Camp gelassen … zum Glück gabs für 9 Cent nen Birkenholz-Göffel und die Eier sind im Rucksack nicht kaputtgegangen.
  • Fast hätte es mir an einer Stelle das Schaltwerk abgerissen. Nen halben Tag bin ich danach mit deutlich verstellter und von der Bandbreite eingeschränkter Schaltung rumgefahren, dann konnte ich es beheben.
 
Zuletzt bearbeitet:
@fatbikeGM Danke für den ausführlichen Bericht, kulinarisch ist das schon fast Glamping. Von eienr Pfanne unterwegs träume ich auch, nur sind gewöhnliche Camping Pfannen sehr schwer.
Von Titan heiißt es immer die Hitzeverteilung wäre schlecht und alles brennt sofort an. Ist das so?
Und wie hast du den heißen Teller von der Feuerstelle bekommen? Besonders schwierig stelle ich mir die Reinigung vor, gerade wenn Fisch im Spiel ist. Hast du das sauberbekommen, oder Tag für Tag weitere Röstaromen eingesammelt? ;-)
 
@fatbikeGM Danke für den ausführlichen Bericht, kulinarisch ist das schon fast Glamping. Von eienr Pfanne unterwegs träume ich auch, nur sind gewöhnliche Camping Pfannen sehr schwer.
Von Titan heiißt es immer die Hitzeverteilung wäre schlecht und alles brennt sofort an. Ist das so?
Und wie hast du den heißen Teller von der Feuerstelle bekommen? Besonders schwierig stelle ich mir die Reinigung vor, gerade wenn Fisch im Spiel ist. Hast du das sauberbekommen, oder Tag für Tag weitere Röstaromen eingesammelt? ;-)
Ja, das grenzt definitiv an Glamping 😀
Durch das sehr geringe Mehrgewicht kann ich aber damit leben.
Für lange Touren halte ich auch Abwechslung für echt wichtig, sonst wäre zumindest ich sicher ziemlich genervt (Beef Jerky mag ich zB mittlerweile kaum noch essen). Es soll ja Urlaub sein, keine Not.

Den Teller habe ich ursprünglich auch nur gekauft weil ich mir immer wie ein Obdachloser vorkam wenn ich von irgendwelchen versifften und/oder teilweise zerrissenen Papierstücken gegessen habe …
Die Hitze-Verteilung von Titan ist schlecht, ja. Das bedeutet entweder muss man die Pfanne viel bewegen (bei punktueller Hitze zB über einem Kocher. Das habe ich nicht ausprobiert.), oder man sorgt halt für großflächig gleichmässige Hitze. Letzteres habe ich mit den Kohlen gemacht.

Dass die Sachen schneller angebrannt wären kann ich so nicht bestätigen. Das lag etwa auf dem Niveau einer unbeschichteten Stahl-Pfanne zuhause. Ich habe halt vorher immer etwas Öl reingegeben und alle Minute mal das Ganze vom Feuer geholt und gewendet (Bacon, Fisch) bzw geschabt (Ei).

Den heißen Teller habe ich mit einem Soto Micro-Lifter runtergeholt (14 g, passt tatsächlich noch zusätzlich in meinen Mini-Topf). Ansonsten trage ich auch bei der Benutzung meines Gaskochers (oder sonstigen Arbeite wie sägen) immer meine Bike-Handschuhe.

Was die Reste angeht: Ich habs mit so einem flachen kleinen Camping-Topfschaber (GSI Compact Scraper, auch im Mini-Topf) ausgekratzt und gut.
Rest- bzw verschiedene Röst-Aromen konnte ich nicht feststellen und ich bin eher pingelig 😉

Transportiert habe ich Teller / Pfanne in einem Ziploc-Beutel.
 
Zuletzt bearbeitet:
@fatbikeGM sehr schöner Bericht! Da wäre man gerne mit dabei gewesen!

Was hast du für ein Tarp für die Hängematte? Das sieht gut aus mit den Türen und schön unauffällig. Ist es auch sonst empfehlenswert?

Mein Ziel ist es, dieses Jahr jeden Monat mindestens einmal mit der Hängematte auszugehen. Mangels geeignetem Tarp habe ich mir bei unsicherem Wetter bis jetzt meist eine feste Struktur gesucht:

Januar
20230119084422_IMG_9566-01.jpeg


Februar
20230204085446_IMG_9642-01.jpeg


März
20230310075811_IMG_0024-01.jpeg


April
20230430061901_IMG_0308-01.jpeg


Mai (das erste Mal light dh ohne Anhänger 🙈)
20230505070509_IMG_0340-01.jpeg


Juni (nochmal light)
IMG_20230605_062856-01.jpeg


Juli
IMG_20230704_060627-01.jpeg


Und jetzt im August habe ich mich mit einem Tarp versucht, das ich schon hatte, aber es ist zu klein und ziemlich auffällig. Einmal als A --> so ist es arg kurz
IMG_20230806_062903-01.jpeg


Und einmal diagonal, es bleibt aber gelb.
IMG_20230814_164551-01.jpeg
 

Anhänge

  • IMG_20230815_104127.jpg
    IMG_20230815_104127.jpg
    206,2 KB · Aufrufe: 31
Zurück
Oben Unten