Viel hilft viel?: Unsere Bikes werden zu groß!

Viel hilft viel?: Unsere Bikes werden zu groß!

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Ich bin mit 1,83 m Körpergröße deutlich größer als der europäische Durchschnitt über alle Geschlechter. Mit 76 kg bin ich normal gewichtig, außerdem halbwegs gut trainiert und vermutlich fahre ich auch etwas schneller als durchschnittliche MountainbikerInnen. Trotzdem finde ich mich bei vielen modernen Mountainbikes im unteren Spektrum der angebotenen Rahmengrößen wieder – obwohl ich in der luxuriösen Lage bin, so ziemlich jeden Trend ausgiebig auszuprobieren. Das lässt für mich nur einen Schluss zu: Mountainbikes werden viel zu groß.

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Viel hilft viel?: Unsere Bikes werden zu groß!
 

xMARTINx

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Aber warum ausgerechnet das 301 🙈
Sinnvoller wäre doch konventionelle gegen progressive Geometrien zu testen
 

Hammer-Ali

Ich habe nix dagegen überholt zu werden. Leider..
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Irgendwie vermisse ich momentan eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Gregors Thesen.. :lol:

"Es liegt nicht am Rad, wenn man Zeit auf der Geraden verliert."

Dieser Satz ist zugegeben etwas provokant formuliert. Denn mit einem ungefederten Damenrad sind nur Ausnahmekönner wie Fabio Widmer schnell. Muss man wissen! :o

Gregor hat ja nun auch nicht jedes Rad damit gemeint, sondern gut ausbalancierte Mountainbikes mit einem satt liegendem Fahrwerk. Mit für ihn passenden ca. 460mm Reach und 64-65° Lenkwinkel ist es nicht die fehlende Laufruhe bei hohen Geschwindigkeiten, die ihn limitiert, sondern seine eigene fahrerische Unfähigkeit alles da noch schnell genug zu verarbeiten, sagt er. Ob das Rad dabei ein wenig rumtänzelt stört ihn dabei weniger. Entscheidend für ihn ist daß es sich gut und schnell in den Kurven bewegen lässt, da holt bzw. lässt man die Zeit. Überlange Räder sind ihm dabei ein Hindernis, da sie mehr Krafteinsatz verlangen und sperriger sind. Auch seien sie schwerer einzufangen, wenn sie ausbrechen. Und ihn nervt es wenn das Rad übelst untersteuert, wenn man nicht sich weit über den Lenker nach vorne lehnt.

Diese subjektiven Wahrnehmungen von Gregor schreien natürlich geradezu danach, sie mit seinen eigenen Wahrnehmungen abzugleichen, und davon liest man hier auch viel.

Nun bin ich mit Sicherheit ein viel schlechterer Fahrer als Gregor, und mein Untersatz, ein aufgebohrtes kurzes 26er Fully, ist sicherlich auch nicht gerade die ideale Basis um modernen Langholzlastern einzuheizen. Dennoch hab auch ich da meine Erfahrungen gemacht. Es gibt bei uns einen Trailabschnitt, der ein ziemlicher Wurzelteppich ist und über 100 Meter geradeaus bergab verläuft, und in dem man schon mit ordentlich Speed reinkommt. Ich habe eine Weile gebraucht um diesen Abschnitt ungebremst zu fahren, denn man wird da ziemlich schnell, und man wird dabei auch ordentlich durchgeschüttelt, weil das Fahrwerk bei den kurzen schnellen Stößen nicht ganz hinterherkommt, aber das Ganze bleibt einigermaßen berechenbar. Ich tänzel da also so halbwegs kontrolliert runter, und die Kumpels auf ihren modernen Langholzlastern? Denen ergeht es gar nicht so viel anders, denn auch auch deren langhubigere Fahrwerke können dort die kurzen schnellen Schläge nicht einfach wegbügeln. Die fehlende Laufruhe limitiert mich da jedenfalls weniger. Es gibt sicher noch gröbere Trails, wo schon der Mangel an Federweg mich weiter limitieren würde, aber hier tut es das jedenfalls nicht.

Die Unterschiede zu guten Fahrern sind auch auf meinen Trails in den Kurven erkennbar. Gute Fahrer sind enorm viel schneller in den Kurven, nicht ganz so versierte Fahrer entsprechend langsamer. Was weniger am Untersatz denn am Fahrer liegt.

Was das "aktiv" fahren betrifft, kann ich recht wenig zu beitragen. Ich bin jedenfalls froh daß ich meinem Alteisen eine gute Balance verpassen konnte, zu der ich mich nicht extra langmachen muss. Das fühlt sich natürlich und gut an.

All diese eigenen Erfahrungen bestätigen zumindest für mich teilweise die Thesen von Gregor. Mir fehlt die Erfahrung, um dazu was zu sagen ob ausgesprochen lange Räder schwerer in Kurven zu bewegen sind, finde aber Gregors Ansichten auch hierzu schlüssig.
 
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schmitr3

Rolle
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"Es liegt nicht am Rad, wenn man Zeit auf der Geraden verliert."
Die Argumentation ist so einseitig, dass sie mir einfach zu simpel ist.
Selbst wenn ein kurzes Rad genauso schnell ist, vielleicht kostet ein langes Rad auf der Geraden auch weniger Kraft? Sprich, ich kann Körner sparen für später. Und überhaupt wird immer nur mit Bergab argumentiert, das ist zwar gerade der Hype, passt aber nicht zur Realität. Da müssen die meisten auch noch selber hoch treten oder fahren sogar Touren (man soll es kaum glauben).
 

Hammer-Ali

Ich habe nix dagegen überholt zu werden. Leider..
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Die Argumentation ist so einseitig, dass sie mir einfach zu simpel ist.
Selbst wenn ein kurzes Rad genauso schnell ist, vielleicht kostet ein langes Rad auf der Geraden auch weniger Kraft? Sprich, ich kann Körner sparen für später. Und überhaupt wird immer nur mit Bergab argumentiert, das ist zwar gerade der Hype, passt aber nicht zur Realität. Da müssen die meisten auch noch selber hoch treten oder fahren sogar Touren (man soll es kaum glauben).
Hast Du denn Gregors Artikel auch gründlich gelesen?
Wenn ich ihn richtig verstanden habe, so sagt er doch daß ihn das bißchen Rumgetänzel nicht stört und auch nicht langsamer macht, aber er einen erhöhten Kraftaufwand bei besonders langen Rädern bemängelt. Also eher das Gegenteil.. ^^

Und natürlich fahren viele Moutainbiker auch bergauf bzw. Touren, ich übrigens ebenso, aber was tut das hier zur Sache?
 

Tyrolens

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Die Redaktion sagt, dass es sich um einen sog. Meinungsartikel handelt.
Muss ich erklären, was eine Meinung ist?

Meinen < Glauben < Denken < Wissen.
 

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Drei Bikes, Alutech Armageddon als extrem, Nicolai g1 als Mittel, und keine Ahnung, Spezi Enduro/Mega oder sonst was, was eher konventionell ist, 3 Tester ohne extreme Vorlieben oder Abneigungen und drei Strecken mit verschiedenen Charakteren, eine sehr schnelle und eher offene Ballerstrecke, eine sehr enge technische, und eine die alles hat, vermutlich wären wir hinterher aber immernoch nicht schlauer 🤣
 
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Wahnsinn hier die Diskussionen....

Es ist doch wirklich gut, dass sich jeder seine Räder raussuchen kann - nach Einsatzzweck, Fahrstrecken, Fahrkönnen, Vorlieben usw....

Ich bin z.B. totaler Freund von den "modernen Geos" - es bringt auf den Strecken, die ich fahre absolute Sicherheit....

Bei 1,81 fahre ich mein Supreme Mullet in L mit 480mm Reach und 62,5 Lenkwinkel und einem Radstand von 1320mm und ich liebe die lange Geo auf den DH-Strecken einfach....

Mein Enduro hat 480mm Reach einen Lenkwinkel von 64 Grad einen SW von über 77 Grad und einen Radstand von 1279 , bewußt nach der Probefahrt für ein langes Rad so entschieden....

Für DH und Enduro in den Alpen sind die langen Geos für mich persönlich ein Traum - für mich heißt es aber auch möglichst "Straightline über alles möglichst schnell bergab!"

Aber ebenfalls im Fuhrpark sind gemäßigte Bikes zum Spass haben und Spielen

Mein Doppelbrückenmonster für einfachen Bikeparkspass hat z.B. sehr konventionelle Werte: 455mm Reach, 63,5 Grad Lenkwinkel, 1225mm Radstand

Mein Hometrail Enduro hat z.B. nur einen Reach von 445mm....65,5 Grad Lenkwinkel , einen SW Winkel von 74 und nur einen Radstand 1189mm


Alle Bikes haben ihre Vor- und Nachteile und den goldenen Alleskönner gibt es nicht..... Im steilen, ruppigen und mit Speed gefahren Strecken nehme ich tatsächlich lieber die modernen Geos --- sie verzeihen mir wesentlich mehr Fehler und ich fühle mich persönlich auch sicherer drauf....
Zum spielen im flachen oder auf eine Jumpline machen die gemässigteren Bikes mehr Spass - auch nicht wirklich verwunderbar.....


Aber ein Besser oder Schlechter gibt es nicht wirklich- es ist ein Zusammenspiel aus Vorlieben, Strecken, Einsatzzweck, und, und, und..... müsste ich mich entscheiden würde ich ziemlich sicher zu den modernen Geos greifen, was aber auch daran liegt das mein Einsatzweck um die 75 Tage Bikepark pro Saison + einige Wochen Enduro am Reschen und in Finale ist......

Für mich haben aber beide Vorlieben "Lange Bikes" vs. "Kurze Bikes" ihre Berechtigung - je nach Einsatzzweck....
 
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Selbst wenn ein kurzes Rad genauso schnell ist, vielleicht kostet ein langes Rad auf der Geraden auch weniger Kraft? Sprich, ich kann Körner sparen für später.
Im sinne des Artikels (es geht ja nicht um Touren) wäre die Folgefrage: komme ich mit der gesparten Kraft schneller um die Kurve?
Ich merke etwas vergleichbares oft auf meinem 26" HT: wenn ich damit schneller bin als andere auf langen dicken Bikes, dann nicht weil ich denen auf der Geraden wegfahre, sondern weil ich viel besser durch die Kurven komme (und weil ich später bremse, aber darum geht es gerade nicht).
Wäre ein langer 29" Fully kraft sparender? Sicherlich, aber schneller ist man darum erstmal nicht. Möglicherweise muss man die auf der Geraden gesparte Kraft dann in eine viel aktivere Kurventechnik stecken, gewonnen hat man so wenig, dann lieber "einfacher" und leichter durch die Kurve.

Ich bin schon seit vielen Seiten dieser Diskussion überrascht wie viele die Aussagen des Artikels auf völlig andere Situation anwenden wollen: Es geht in erster Linie um zwei Dinge: schnell und bergab. Das bedeutet nicht, dass man nicht anders fahren kann, nur darum geht es eben nicht.
 
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Wahnsinn hier die Diskussionen....

Es ist doch wirklich gut, dass sich jeder seine Räder raussuchen kann - nach Einsatzzweck, Fahrstrecken, Fahrkönnen, Vorlieben usw....

Ich bin z.B. totaler Freund von den "modernen Geos" - es bringt auf den Strecken, die ich fahre absolute Sicherheit....

Bei 1,81 fahre ich mein Supreme Mullet in L mit 480mm Reach und 62,5 Lenkwinkel und einem Radstand von 1320mm und ich liebe die lange Geo auf den DH-Strecken einfach....

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Alle Bikes haben ihre Vor- und Nachteile und den goldenen Alleskönner gibt es nicht..... Im steilen, ruppigen und mit Speed gefahren Strecken nehme ich tatsächlich lieber die modernen Geos --- sie verzeihen mir wesentlich mehr Fehler und ich fühle mich persönlich auch sicherer drauf....
Zum spielen im flachen oder auf eine Jumpline machen die gemässigteren Bikes mehr Spass - auch nicht wirklich verwunderbar.....


Aber ein Besser oder Schlechter gibt es nicht wirklich- es ist ein Zusammenspiel aus Vorlieben, Strecken, Einsatzzweck, und, und, und..... müsste ich mich entscheiden würde ich ziemlich sicher zu den modernen Geos greifen, was aber auch daran liegt das mein Einsatzweck um die 75 Tage Bikepark pro Saison + einige Wochen Enduro am Reschen und in Finale ist......

Für mich haben aber beide Vorlieben "Lange Bikes" vs. "Kurze Bikes" ihre Berechtigung - je nach Einsatzzweck....
interessant wäre dann ja der Vergleich zwischen deinen beiden enduros, wieviel langsamer/unsicherer/angestrengter bist du auf den gleichen Trails mit den beiden Rädern
 
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Fun-Fact:

Das Enduro-MTB Online "Blatt" hatte ja vor kurzem in die gleiche Kerbe geschlagen, wie der Artikel von Gregor. Das Schwester"blatt" ebike-mtb.com hat nun das neue Kenevo SL in S4 zum Test gehabt.

Fazit hier scheint zu sein, dass man bei den eMTB sehr wohl noch nicht im Jibb-Modus angekommen ist. Dort will man von "die Bikes werden viel zu lang" offensichtlich noch so rein gar nichts wissen, obwohl sich die Redaktion sehr überschneiden dürfte :D

Bereits nach den ersten Metern Trail wird klar, dass man gleich noch eine Menge Spaß haben wird – vorausgesetzt der Trail ist steil, anspruchsvoll oder schnell. Denn im Kenevo SL steht man bereits im High-Setting mit nominalem Lenkwinkel von 63,5° super integriert zwischen den beiden Laufrädern und ist stets Herr der Lage. Man generiert einfach Grip auf beiden Laufrädern und hat durch den langen Hauptrahmen jede Menge Bewegungsfreiheit. Davon ausgenommen ist jedoch der Sattel, der unseren Testfahrern zwischen 1,80 und 1,86 m zu hoch war.
[...]
In Kurven punktet es zudem mit einer guten Balance. Durch den langen Hauptrahmen muss man trotz leichtem Bike allerdings ordentlich arbeiten, um das Vorderrad in die Luft zu bekommen, das Bike in den Manual zu ziehen oder enge Kehren zu meistern. Das Kenevo SL giert nach Speed! Sind die Trails einfach und langsam und ist der Fahrer inaktiv, ist das Light-E-MTB gelangweilt. Dort fehlt es dem Kenevo SL an Agilität. Wird die Geschwindigkeit höher und der Trail anspruchsvoller, ist es dagegen voll in seinem Element. Das Motto des Kenevo SL ist: Bremse offen lassen und Vollgas geben! Dann fällt es auch leicht, Airtime zu generieren und an Kanten abzuziehen.


Maße des getesteten Bikes in S4:
Reach: 512
Stack: 641
Radstand: 1309
Kettenstrebe 442

Testfahrer waren offensichtlich zwischen 1,80 und 1,86. Von "zu lang" im ganzen Artikel keine Rede :ka:
Gewicht des Kenevo so ca. im Bereich des G1 von @xMARTINx :p

Aber eBikes verkaufen sich halt auch so sau gut, da baucht es noch keinen Jibb-verspielt-Trend :D
 

xMARTINx

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Fun-Fact:

Das Enduro-MTB Online "Blatt" hatte ja vor kurzem in die gleiche Kerbe geschlagen, wie der Artikel von Gregor. Das Schwester"blatt" ebike-mtb.com hat nun das neue Kenevo SL in S4 zum Test gehabt.

Fazit hier scheint zu sein, dass man bei den eMTB sehr wohl noch nicht im Jibb-Modus angekommen ist. Dort will man von "die Bikes werden viel zu lang" offensichtlich noch so rein gar nichts wissen, obwohl sich die Redaktion sehr überschneiden dürfte :D




Maße des getesteten Bikes in S4:
Reach: 512
Stack: 641
Radstand: 1309
Kettenstrebe 442

Testfahrer waren offensichtlich zwischen 1,80 und 1,86. Von "zu lang" im ganzen Artikel keine Rede :ka:
Gewicht des Kenevo so ca. im Bereich des G1 von @xMARTINx :p

Aber eBikes verkaufen sich halt auch so sau gut, da baucht es noch keinen Jibb-verspielt-Trend :D
Was nur bedeutet das ebikes zu leicht werden 🤣🤣🤣 bei mir gehen 3 Kilo allein für Reifen drauf, mit der Karre kannst Downhill Rennen fahren wenn du willst, gibt da tatsächlich leichtere Aufbauten,tauschen würde ich trotzdem nicht.

Glaub eher wenige ebiker wissen überhaupt was jibben ist
 

Grinsekater

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Höre ich jetzt ehrlich gesagt zum ersten mal. Von welchen Winkel sprichst du da bei "sehr steil"?
Und kannst du das kurz erläutern, warum das so ist und wie sich das bemerkbar macht? Knieschmerzen gibt es ja sehr viele unterschiedliche :)

Ja, das mit dem Lot kenne ich natürlich. Allerdings hat schon vor paar Jahren bei einem Fahrtechnikkurs der Kurslehrer gemeint, er würde den Sattel bei einem MTB etwas weiter nach vorne schieben. Wenn man dann Anstiege fährt, geht das Lot nämlich auch durch die Pedalachse.
Abgesehen davon stellt man ja auch bei steilen Sitzwinkel den Sattel so ein, dass das Lot auch noch so ist wie bei alten Geometrien. Zumindest bei meinem Glen mit einem effektiven Sitzwinkel von 75,8° ist das kein Problem. Aber wahrscheinlich ist er noch nicht in dem Bereich, was @Grinsekater meinte mit "sehr steil".
Ein RAAW ist bei mir schon sehr an der Grenze mit dem Sitzwinkel zum Beispiel. Bitte aber auch hier bedenken, dass das von den jeweiligen persönlichen Körpermaßen, Fußposition etc. abhängig ist.

Ohne mich jetzt groß in die Diskussion einmischen zu wollen nur ein Punkt als Hinweis:

Gut aufpassen, welcher Sitzwinkel gemeint ist: Der tatsächliche Winkel entlang des Sitzrohrs? Ein angeblicher effektiver Sitzwinkel, von dem man nicht weiß, wo er gemessen wurde, meist deutlich unter Sitzhöhe? Oder tatsächlich der effektive Sitzwinkel auf Sattelhöhe bei dem Auszug, der gebraucht wird?

Bei Deinem Bike ist das Sitzrohr gerade und trifft ziemlich genau auf's Tretlager. Das heißt, der wirkliche Sitzwinkel, den Du bei augezogenem Sattel spürst, stimmt mit dem Winkel des Sitzrohrs überein.

Bei vielen aktuellen Bikes ist das aber nicht der Fall. Bei Rädern mit Knick im Sitzrohr oder Sitzrohr, das deutlich vor dem Tretlager auf's Unterrohr trifft, ist das hingegen nicht so. Je höher der Sattel dann rauskommt, desto flacher wird der Sitzwinkel.

Der zunächst einmal reißerisch klingende Wert von 80° o. ä. wäre dann wirklich äußerst steil, wenn er auf Sattelhöhe gemessen wäre. Oftmals werden die 80° aber nur an einem Punkt deutlich darunter erreicht. Auf Sitzhöhe nähert man sich dann schon wieder sehr dem klassischen Sitzwinkel.

Was einem gefällt, womit man selber klar kommt, muss jeder selber ausprobieren. Nur sollte man bei der Interpretation von Geometriewerten an dem Punkt vorsichtig sein, weil man sich sonst leicht aufs Glatteis führen lässt. :)

Die Knielot-Methode funktioniert für das Fahren auf der Ebene noch einigermaßen und kann dort auch guten Gewissens weiterhin als grobe Basiseinstellung empfohlen werden.

Nur im Uphill verschiebt sich die passende Sitzposition um den Grad der Steigung. Für Enduro-Fahrer, die ausschließlich bergauf fahren, um anschließend im Stehen den Berg wieder runterzudüsen, machen deshalb besonders steile SW durchaus Sinn, zumindest solange sie nicht dermaßen steil sind, daß der Rahmenreach zu lang für einen wird.

Für diejenigen, die auch viel in der Ebene unterwegs sind, wozu ich mich auch zähle, sollte der Sitzwinkel wohl ein wenig moderater gewählt werden, also einen Kompromiß eingehen.
Alles richtig. Hier etwas Lektüre, warum Sitzwinkel-Diskussionen so extrem mühsam sind:

Keine standardisierte Messmethode.
Unterschiedliche Federwege bedeuten unterschiedliche Geometrieveränderungen "im SAG".
Unterschiedliche Einsatzbereiche bedeuten im Zweifelsfall auch andere "passende" Geometrien.
 

525Rainer

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Ein RAAW ist bei mir schon sehr an der Grenze mit dem Sitzwinkel zum Beispiel. Bitte aber auch hier bedenken, dass das von den jeweiligen persönlichen Körpermaßen, Fußposition etc. abhängig ist.

Aber nicht wenn du es wie hier im artikel empfohlen in der kleineren grösse nimmst. Dann bereinigt sich das durch den sattelauszug.
 
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In diesem Forum habe ich nun schon mehrfach gelesen, dass den Fahrern von modernen Geometrien in einer Kurve das Vorderrad weggerutscht sei. Wegen zu wenig Grip weil zu wenig Gewicht auf dem Vorderrad. Als Gegenmittel wird jeweils "aktiv" gefahren, d.h. über den Lenker gehangen. Aber das führt doch die modernen Geometrien in gewisser Weise ad absurdum? Die wurden doch konstruiert, dass man eben nicht so über dem Lenker hängt (Überschlagsgefühl!) und nun muss doch über dem Lenker gehangen werden? :ka: Eine gute Geomterie sollte doch so sein sein, dass in "Normalposition" eine gute Gewichtsverteilung/Balance erreicht wird und eine gute Gewichtsverteilung für guten Grip herrscht. Kürzerer Reach, längerer Vorbau, dann komt das Gewicht auf dem Vorderrad ganz automatisch. :D
 

xMARTINx

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In diesem Forum habe ich nun schon mehrfach gelesen, dass den Fahrern von modernen Geometrien in einer Kurve das Vorderrad weggerutscht sei. Wegen zu wenig Grip weil zu wenig Gewicht auf dem Vorderrad. Als Gegenmittel wird jeweils "aktiv" gefahren, d.h. über den Lenker gehangen. Aber das führt doch die modernen Geometrien in gewisser Weise ad absurdum? Die wurden doch konstruiert, dass man eben nicht so über dem Lenker hängt (Überschlagsgefühl!) und nun muss doch über dem Lenker gehangen werden? :ka: Eine gute Geomterie sollte doch so sein sein, dass in "Normalposition" eine gute Gewichtsverteilung/Balance erreicht wird und eine gute Gewichtsverteilung für guten Grip herrscht. Kürzerer Reach, längerer Vorbau, dann komt das Gewicht auf dem Vorderrad ganz automatisch. :D
Kann ich absolut nicht bestätigen daß es irgendwie so wäre. Aktiv fahren sollte man ja auf jeden Rad, manch einer tut sich vielleicht schwer mit umstellen
 

Tyrolens

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Bei kurzer Kettenstrebenlänge kann das schon passieren und zwar relativ unabhängig von der Länge des Reach.
Es gibt auch nach wie vor sehr viele Fahrer, die extrem über'm Hinterrad hängen; vermutlich aus Gewohnheit oder aus Angst.
 
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Die wurden doch konstruiert, dass man eben nicht so über dem Lenker hängt (Überschlagsgefühl!) und nun muss doch über dem Lenker gehangen werden?
Ich dachte es ist genau andersrum: Man muss/soll nicht mehr weit hinter dem Sattel hängen. Macht man das doch fehlt vorne der Druck bei einem langen Bike wahrscheinlich schneller und das Rad verliert seinen Grip.

Aktiv fahren bedeutet für mich auch nicht über dem Lenker zu hängen, sondern viel und bewusst mit der Verlagerung des KSP zu arbeiten und mit Körperspannung das Bike "in Position" halten.
Das Gegenteil - "passiv fahren" sozusagen - wäre das Bike mehr untere sich arbeiten zu lassen, in den Rahmen den man zulässt, also idealerweise hat man das Bike dabei noch unter Kontrolle und nicht andersrum ;)
Ein Bike welches "nicht so aktiv gefahren werden muss" ist für mich eines welches entweder kleinere oder nicht so kraftvolle Inputs für Manöver verlangt, das was auch als verspielt durchgeht. Mit der Position auf dem Bike an sich hat es für mich aber wenig zu tun.

Aber erstens ist das wording nicht einheitlich (hat für andere hier sicher andere Bedeutungen) und missverständlich, weil passiv fahren und aktiv fahren nicht so gegensätzlich sind wie aktiv und passiv einerseits und "nicht so aktiv" imho nicht wirklich "zwischen" aktiv und passiv liegt.
 
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Die Redaktion sagt, dass es sich um einen sog. Meinungsartikel handelt.
Muss ich erklären, was eine Meinung ist?

Meinen < Glauben < Denken < Wissen.
Denken hat in der Reihenfolge eigentlich nichts zu suchen, bei Meinen bin ich mir nicht sicher, was du darunter verstehst. Aber ich würd's umdrehen:
Glauben < Meinen (als irgendwie ne Ahnung haben, aber eben nicht wissen; lässt sich ggfs. ändern, während Glauben sich meistens nicht ändern lässt) < Wissen

Denken sollte hoffentlich zur Erkenntnis führen, hat aber Grundsätzlich nichts mit einem Standpunkt zu tun.
 
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Aber das führt doch die modernen Geometrien in gewisser Weise ad absurdum? Die wurden doch konstruiert, dass man eben nicht so über dem Lenker hängt (Überschlagsgefühl!) und nun muss doch über dem Lenker gehangen werden? :ka:
Kurzer Rahmen mit langem Vorbau bringt Gewicht aufs Vorderrad ist richtig, was du ausser Acht lässt sind die Hebelverhältnisse. Bei den alten Geos liegt das Gewicht , grade durch den langen Vorbau, teilweise sogar vor der Radachse, dazu noch steile Lenkwinkel , im Verhältnis zu den Radachsen, hohes Tretlager und kleine Laufräder. Das führt dazu , dass der Punkt an dem man über den Lenker geht einfach früher und durch kleinere Hindernisse erreicht wird, auch durch weniger Gefälle.
Das Wegrutschen des Vorderrads bei den modernen Geos passiert in Kurven weil der Anpressdruck fehlt, dem kann man mit bewussten Belasten des Vorderrads entgegenwirken. Das funktioniert auch bei Steilabfahrten oder Treppen wenn man vorne noch kontrolliert mitbremsen will.
Aber selbst mit einem belasteten Vorderrad wirst du dich mit einem modernen Bike nie so schnell überschlagen wie mit einem alten 26 er der gleichen Klasse.
 
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Sagt jemand der sich mit 74° SW die Berge hochquält ohne zu meckern.
Ich mag auch flache Sitzwinkel! Ja, steilere Sitzwinkel sind effektiver und man ist wahrscheinlich schneller auf dem Berg oben. Aber flache Sitzwinkel empfinde ich als bequemer, was für mich ebenso wichtig ist wie die Effizienz.

Sagt jemand der mit seinem Trek Slash (74.1 SW) zwischen 1000 und 2000 hm die Berge hochfährt.
 
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Irgendwie vermisse ich momentan eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Gregors Thesen..

Reichen dir 29 Seiten noch nicht und willst du noch ein paar Extra-Diskussionsrunden drehen? Dann kriegen alle bald einen Drehwurm :lol:

"Es liegt nicht am Rad, wenn man Zeit auf der Geraden verliert."

Wenn ich mir die Überschrift des Artikels anschaue, ist das nun nicht gerade die Hauptthese des Artikels. Ich fand die Diskussion hier sehr interessant, aber jetzt ist dann bald alles gesagt... halt nur noch nicht von jedem.

Grundsätzlich kann man aber denke ich ein wenig zusammenfassen:

1) Die These des Artikels war zu steil und die Räder nicht zu lang.

2) Viele sind über die Entwicklungen in den Geometrien moderner, bergab orientierter Bikes in den letzten Jahren glücklich, aber es braucht wahrscheinlich nicht mehr viel "mehr".

3) Es gibt aber genauso auch eine Berechtigung für kürzere Bikes, je nachdem was man will und wo man fährt usw.

4) Es ist super, dass es weiterhin eine recht große Vielfalt gibt. Wer sich umschaut, wird ein passendes Rad finden. Man kann es aber definitiv auch falsch machen.

5) Kleinere FahrerInnen haben eventuell zu fürchten, dass es in Zukunft weniger für sie passende Bikes gibt, während größere FahrerInnen evtl. mit zu kurzen Sitzrohren kämpfen müssen. Scheint aber beides noch kein absolutes Problem zu sein.

6) Wichtig scheint bei Bikes vor allem zu sein, dass sie ausbalanciert sind, sprich mit der Länge sollten auch die Kettenstreben wachsen. Problematisch sind vor allem Bikes, wo es keine Harmonie zwischen vorne und hinten gibt (was auch immer diese Harmonie ist).

7) Sitzwinkel sind (etwas) steiler besser, wenn man viel (und steil) bergauf fährt. Kann für manche aber auch zuviel sein. Was das dann ist, kann man kaum sagen, weil Sitzwinkel aufgrund fehlender einheitlicher Definition eher gefühlsmäßig als zahlenmäßig zu erfassen sind.

8) Am wichtigsten: Radfahren macht Spaß. Selbst wenn das Bike nicht der letzte Schrei ist. Also rausgehen und radfahren! Ich bin hier raus.
 
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