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Votec V.FR 2010

0rcus

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Hi,

mein Votec war leider alles andere als problemlos (obwohl mir das Rad an sich von der Charakteristik sehr gefallen hat). Wenn du mögliche Probleme ausschließen willst, dann lies dir mal meine alten Posts durch - und durchforst auch mal diesen Fred hier. Da steht schon sehr viel drin.

Besonders vorsichtig solltest du in Bezug auf die Dämpferbolzen und ihre Aufnahmen im Rahmen sein!!! So gingen bei mir 2 Rahmen kaputt. Schluss war erst, als ich beim dritten Rahmen an der unteren Aufnahme von den 2cm Gewinde einen herausgebohrt habe und dann einen Dämpferbolzen verwendet habe, der vorne ebenfalls nur 1cm Gewinde hatte, sodass sich der Schaft des Bolzens am Rahmen abstützen konnte. Außerdem habe ich hochfeste Bolzen benutzt. Danach war dann endlich Schluss (Den Tipp hatte ich übrigens vom Konstrukteur des Rahmens...). Die doch recht langen Dämpferbolzen hatten sich vorher immer an der Stelle, wo Schaft und Gewinde zusammentreffen verbogen und dann irgendwann den Rahmen beschädigt.

Bzgl der Lager im Hinterbau hier noch ein Nachtrag zum Werkstoff (da ging es um Igus Buchsen als Kolbenstangenführung in einem Dämpfer):

Hi,

wenn du so etwas machen möchtest, dann musst du die Igus Lager nachtolerieren. Denn die sind auf andere Toleranzen ausgelegt, als die Aufnahme im Dämpfer. Außerdem sind die Teile bei weitem nicht so maßhaltig, wie etwa ein Drehteil. Die werden nämlich gegossen. Am besten besorgst du dir also mehrere Lager und vermisst sie und nimmst dann das am besten passende.

Nachtolerieren heißt hier übrigens, dass du die Teile in Wasser einlegst. Die Quellen dann auf. Das ist aber je nach Werkstoff unterschiedlich. Einen Teil des Wasser geben Sie dann auch wieder ab - aber ein Teil bleibt im Kunststoff eingeschlossen. Und so ist es in vielen Fällen dann möglich in einer nicht dafür ausgelegten Aufnahme ein Kunstoffgleitlager zu verwenden, ohne eine engere Aufnahme oder eine dickere Welle oder Kolbenstange anzufertigen.

Das funktioniert z.B. gut mit dem W300 Werkstoff (der hat eine höhere Wasseraufnahme als J) aber halt auch einigermaßen mit dem J Werkstoff.

Habe übrigens schon festgestellt, dass bei gleichem Lager die W300 Teile oft etwas enger sind als die J Teile. Habe die nämlich beide schon im Dämpferauge benutzt und auch beim Umbau eines Hinterbaus auf Gleitlager. Habe mal bei einem alten Manitou die Dämpferaugen aufgefräst, um 1/2" Lager/Wellen nutzen zu können statt der bis 2010 üblichen 12mm bei Manitou. Dabei bin ich leider etwas übers Ziel hinausgeschossen. Mit den J Teilen ist der Dämpfer nicht zu gebrauchen - Viel zu viel Spiel. Mit dem gleichen Lager aus W300 funktioniert es (selbst ohne Nachtolerieren gerade so)

Beide Stoffe haben Vor- und Nachteile: W300 ist etwas standfester und auch unempfindlicher gegen Schmutz (und nimmt halt auch mehr Wasser auf... Wenn man die Toleranzen dann von vornherein so festlegt dass sie passen, wenn das Lager "trocken" ist, dann wird es zu eng wenn das Lager Feuchtigkeit aufnimmt - und einen Teil der Feuchtigkeit gibt es ja auch nicht wieder ab, so dass das Lager dann dauerhaft zu eng ist, oder eben so lange sch.... läuft bis der Kunststoff abgenutzt ist und das dauert eine Ewigkeit. Wenn man es aber so nutzt, dass das Lager mit "nassen" Lagern die passende Lagerluft hat, dann ist das wie beschrieben ganz nützlich, da man das Lager so anpassen und "einstellen" kann. Mehr Wasser nimmt es dann auch nicht mehr auf, wenn es gesättigt ist und dann gibt es keine Probleme). Außerdem ist W300 eher für raue Wellen - bspw. Edelstahl - und läuft laut Igus etwas schlechter auf elox. Alu. Aber mit der Schmierung im Dämpfer ist das wohl vernachlässigbar.

Der J Werkstoff gleitet etwas leichter und hat wohl weniger Stick-Slip. Aber wie gesagt... mit Schmierung wohl vernachlässigbar. Außerdem hat er weniger Wasseraufnahme und eignet sich daher auch für Draußen. Aber wie beschrieben gilt das nur, wenn die Toleranzen auf die Maße des Lager ausgelegt wurden, die es vor dem Nachtolerieren mit Wasser hat. An dem J Werkstoff lässt sich aufgrund der geringen Wasseraufnahme eben auch nicht so viel Nachtolerieren - wenn überhaupt ein dauerhaft spürbarer Effekt da ist.

Der J Werkstoff wird auch in den Dämpferbuchsen von Huber genutzt. Von Ihm habe ich auch den Tip mit dem Nachtolerieren in Wasser - in besagtem Hinterbau war nämlich zu Anfang zu viel Spiel. Der gute Mann hat mal für IGUS gearbeitet und kennt sich demnach wohl gut aus. Ist also kein Voodoo-Zauber, der auf meinem eigenen Mist gewachsen ist ;-)

EDITH sagt ,dass sie glaubt, dass Magura mal IGUS Buchsen in einer Gabel genutzt hat, oder dies auch immer noch tut. Außerdem glaubt sie, dass es sich um den J-Werkstoff handelte.
Was dem Rad übringes meiner Meinung ganz gut tut, ist ein Steuersatz mit -1°. Bei dem doch eher kurzen Rad bekommst du ein wenig mehr Laufruhe und dadurch kommt auch das Tretlager ein wenig runter.

Ich hätte auch noch einen Custom-Tune für den Vivid, den ich mal erarbeitet habe und der dem Rad etwas mehr Pop verleiht. Wenn Interesse besteht, kann ich dir den raussuchen und mitteilen.

Beste Grüße
Markus
 
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Moin

Nur mal so hypothethisch.......verträgt der Rahmen ein passend gesetztes Loch für eine interne Ansteuerung der Sattelstütze? Die externe Ansteuerung
schränkt die potentiellen Kandidaten etwas ein :)

Mvh

Christian
 
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Wenn du das ganze sauber und fachgerecht durchführst spricht da nichts gegen (passende Bohrer, entgraten, etc). Der Kraftfluss in dem Bereich ist eher unkritisch.
 
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Hallo miteinander, ich freue mich das es hier doch noch einige zu geben scheint, die dem Thread folgen. Ich bin seit gestern Besitzer eines 2010 V.Fr

Ich werde einiges daran machen müssen aber das ist schon gewollt so :)
Zu allererst werde ich mich den viel diskutierten Lagern annehmen müssen, da die 4 kleinen sowie die zwei Hauptlager definitiv tot sind. Hierfür werde ich mal wie hier besprochen bei Igus anrufen und die Maße anfragen, auf der Homepage dauert mir das suchen zu lang.

Das meine Bolzen krumm waren, ist ja schon fast klar gewesen... nur eines frage ich mich, diese Frage richtet sich speziell an @0rcus :

Wie konntest du in die untere Dämpferaufnahme nach dem ausbohren des Gewindes, das Gewinde nachschneiden? Der Gewindebohrer passt ja durch die vordere Bohrung nicht durch...
Und was für "Hohchfeste" Schrauben hattest du verbaut? 10.9 oder 12.9?

Viele Grüße
 
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0rcus

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Hallo miteinander, ich freue mich das es hier doch noch einige zu geben scheint, die dem Thread folgen. Ich bin seit gestern Besitzer eines 2010 V.Fr

Ich werde einiges daran machen müssen aber das ist schon gewollt so :)
Zu allererst werde ich mich den viel diskutierten Lagern annehmen müssen, da die 4 kleinen sowie die zwei Hauptlager definitiv tot sind. Hierfür werde ich mal wie hier besprochen bei Igus anrufen und die Maße anfragen, auf der Homepage dauert mir das suchen zu lang.

Das meine Bolzen krumm waren, ist ja schon fast klar gewesen... nur eines frage ich mich, diese Frage richtet sich speziell an @0rcus :

Wie konntest du in die untere Dämpferaufnahme nach dem ausbohren des Gewindes, das Gewinde nachschneiden? Der Gewindebohrer passt ja durch die vordere Bohrung nicht durch...
Und was für "Hohchfeste" Schrauben hattest du verbaut? 10.9 oder 12.9?

Viele Grüße
Auf keinen Fall das gesamte Gewinde herausbohren!!! Sondern so wie ich oben geschrieben habe, von den 2cm Gewinde nur 1cm mit einem 8mm-Bohrer herausbohren. Wenn du das Gewinde komplett herausbohrst, musst du ja auf einen größeren Durchmesser ausweichen und dann passt die dickere Schraube nicht mehr durchs Dämferauge!

Schluss war erst, als ich beim dritten Rahmen an der unteren Aufnahme von den 2cm Gewinde einen herausgebohrt habe und dann einen Dämpferbolzen verwendet habe, der vorne ebenfalls nur 1cm Gewinde hatte, sodass sich der Schaft des Bolzens am Rahmen abstützen konnte. Außerdem habe ich hochfeste Bolzen benutzt. Danach war dann endlich Schluss (Den Tipp hatte ich übrigens vom Konstrukteur des Rahmens...). Die doch recht langen Dämpferbolzen hatten sich vorher immer an der Stelle, wo Schaft und Gewinde zusammentreffen verbogen und dann irgendwann den Rahmen beschädigt.
Du schaust im DIN/ISO Schraubenkatalog nach, welcher M8 Bolzen einen passend langen Schaft hat, besorgst dir einen entsprechenden (oder mehrere) und kürzt vorn am Gewinde so viel, dass der Bolzen insgesamt die richtige Länge hat und in den Rahmen passt. Das Ende des Schaftes sollte dabei dann dort im Rahmen enden, wo du den einen cm Gewinde herausgebohrt hast. Das habe ich bei beiden Aufnahmen gemacht und danach nie wieder Probeme gehabt. Schrauben waren 12.9. Mit einem bischen schwarzer Grundierung gibts auch keine Probleme mit Korrosion.



Bessere Bilder habe ich davon leider nicht...

Wenn du auf Gleitlager wechseln möchtest, besorgst du dir am besten neue Wellen, die im Durchmesser 2mm dicker sind. Wenn du die Standardwellen benutzt sind ringsum noch 2mm Luft - wenn du dann ein Kunststoffgleitlager benutzt, bekommst du häufig Probleme mit den Toleranzen (je dünner hier das Kunststofflager, desto besser die Maßhaltigkeit bei den Toleranzen). Außerdem kannst du dann diese Form http://www.igus.de/product/70 benutzen und bekommst durch den größeren Wellendurchmesser auch noch eine bessere Abstützung. Außerdem hast du dann nur ein zweiteiliges, statt einem dreiteiligen Lager.
 
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Hi Orcus, vielen Dank für deine Antwort! Ich habe mir die IGUS Lager bestellt und kann sie wenn ich Bedarf habe notfalls selbst noch an einer Drehbank anpassen. Die innenliegende Lagerhülse muss ich sowieso neu machen, von Schmieren hielt der Vorbesitzer wohl gar nichts...

Nochmals die Frage, womit ich mich beschäftige :) Wenn ich das Gewinde um einen Zentimeter ausgebohrt habe, wie kann ich es nachschneiden?
 

0rcus

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Hi Orcus, vielen Dank für deine Antwort! Ich habe mir die IGUS Lager bestellt und kann sie wenn ich Bedarf habe notfalls selbst noch an einer Drehbank anpassen. Die innenliegende Lagerhülse muss ich sowieso neu machen, von Schmieren hielt der Vorbesitzer wohl gar nichts...
Ich nehme an, mit Lagerhülse meinst du die Welle. Wenn du die neu machst, dann dreh dir wie gesagt eine, die 2mm mehr Durchmesser hat. Ich hatte den W300 Werkstoff genutzt.

Das Problem ist eigentlich nicht, dass die Lager zu eng sind - mit abdrehen wirst du also nichts ausrichten können. Die sind oft zu weit (das Problem hatte ich schon öfter bei den Dämpferbuchsen - in denen ich früher Iglidur J und nun mittlerweile auch W300 nutze - habe den Eindruck, dass letzterer maßhaltiger ist. Du kannst die Lager auch Nachtolerieren, indem du sie ein paar Tage in Wasser legst: W300 nimmt hier mehr Wasser auf als J. Wenn du sie wieder herausnimmst kommt nicht das komplette Wasser wieder aus dem Werkstoff heraus = Lager ist enger. Das ist kein Voodoozauber, sondern das hat mir der Mann hinter den Huber-Buchsen mal geraten, der früher auch für IGUS gearbeitet hat.) W300 funktioniert übringens auch gut mit Edelstahl unbehandeltem Alu oder anderen eher rauen Wellen. Außerdem hält es länger als J.

Nochmals die Frage, womit ich mich beschäftige :) Wenn ich das Gewinde um einen Zentimeter ausgebohrt habe, wie kann ich es nachschneiden?
... Das habe ich doch oben schon geschrieben:

Auf keinen Fall das gesamte Gewinde herausbohren!!! Sondern so wie ich oben geschrieben habe, von den 2cm Gewinde nur 1cm mit einem 8mm-Bohrer herausbohren. Wenn du das Gewinde komplett herausbohrst, musst du ja auf einen größeren Durchmesser ausweichen und dann passt die dickere Schraube nicht mehr durchs Dämferauge!

Du schaust im DIN/ISO Schraubenkatalog nach, welcher M8 Bolzen einen passend langen Schaft hat, besorgst dir einen entsprechenden (oder mehrere) und kürzt vorn am Gewinde so viel, dass der Bolzen insgesamt die richtige Länge hat und in den Rahmen passt. Das Ende des Schaftes sollte dabei dann dort im Rahmen enden, wo du den einen cm Gewinde herausgebohrt hast. Das habe ich bei beiden Aufnahmen gemacht und danach nie wieder Probeme gehabt. Schrauben waren 12.9. Mit einem bischen schwarzer Grundierung gibts auch keine Probleme mit Korrosion.
Verstehe nicht, was du möchtest, denn wenn du beim Ausbohren vorsichtig bist, musst du da nichts nachschneiden und selbst wenn du sicherstellen möchtest, dass die erste Windung des Innengewindes anständig ausschaut und nochmal nachschneidest, dann passt ein M8 Gwindebohrer auch durch das M8 Durchgangsloch auf der anderen Seite???

Musst dir dann halt einen Schneider mit ausreichend langem Schaft besorgen, wenn du das unbedingt machen willst.
 
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