Wann stellt sich eine Leistungsteigerung ein.

Ghosthunter

Broken Knight
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Hi@all,

bin seit einigen Tagen wieder dran richtig in die Pedale zutreten und dem Winter ade zusagen. Jetzt ist nur so meine Frage irgendwie merk ich davon nix. Ich bin es vom Kraftsport gewohnt am nächsten Morgen zuspüren was ich gemacht hab :p.

Wenn ich jetzt Fahrrad fahr und das auch schon ziemlich am Maximum spüre ich schon kurz nachdem ich wieder abgestiegen bin nix mehr also weder Erschöpfung noch Muskelkater etc.. Heißt das jetzt das ich doch noch mehr geben kann oder stellt sich auch ohne "Nebenwirkungen" Erfolg ein. Oder sollte ich auch mal aufstehen, mehr sprinten ?!?

Es war halt (beim Kraftsport) immer eine ganz nützliche Methode um sich selber zu überprüfen und auch zu motivieren.

Lg Micha
 
wenn du nach dem radfahren mal so richtig fertig sein möchtest, würde ich dir empfehlen, dass du mit dem bike mal 50 km in 1,5 h fährst.

oder gerne auch mal 4 h am stück ohne pause in einer geschwindigkeit fährst, die du als schnell empfindest. und nimme besser ein paar brötchen und wasser mit.

und danach kannste ja noch mal fragen kommen.
 
Das kommt natürlich ganz darauf an was du erreichen willst. Prinzipiell ist Radfahren eine relativ "schonende" Sportart was die Gelenke und wenn du, wie du schon erwähnt hast, nicht gerade sprintest auch was die Muskulatur angeht.

Wenn du sonst eher nur Kraftsport machst, und weniger Ausdauersportarten (davon gehe ich jetzt mal aus), bedeutet das, dass dein Herz-Kreislaufsystem nicht so belastbar ist wie z.B. deine Muskeln. Das heisst du kommst relativ schnell an dein "Maximum", ohne dich muskulär völlig ausgelastet zu haben. Das kenne ich selbst sehr gut.

Verschiedene Sportarten haben halt andere Belastungsprofile. Wenn ich laufe oder schwimme, merke ich danach eher muskulär "platt" zu sein als nach dem Radfahren (fahre selbst eher mit dem Ziel die Ausdauer, nicht die Kraft/Schnelligkeit zu verbessern).

Jetzt musst du dich fragen: Warum will ich radfahren? (auf den Trainingseffekt bezogen, nicht auf "aus Spaß an der Freude" usw.) Wenn du deine Ausdauer steigern willst, fahr einfach viel, entweder strukturiert und nach Plan (falls du dich damit nicht auskennst, such mal hier im Forum oder beim großen G nach Belastungsintensitäten usw.), oder einfach so (geht auch). Du wirst automatisch belastbarer und kommst weniger schnell an dein "Maximum".

Oder wenn du deine Kraft steigern willst und das Brennen in den Beinen fühlen willst, was du vom Kraftsport her kennst und vermisst, ist das genauso einfach. Such dir einen schönen Berg, geh aus dem Sattel, schalte in einen angemessenen aber nicht zu kleinen Gang und gib Gas. Mach das intervallmäßig 2 Stunden lang, und du wirst am Abend bzw. nächsten Morgen garantiert wissen, was du gemacht hast. :)
 
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danke Ihr beiden für die schon sehr hilfreichen Tipps ! Nun hab ich mich wie porph gesagt hat. Mal im Netz umgeschaut zum Thema "Belastungsintensität" dort steht jetzt z.B. mal das man eher in größeren Gänge fahren sollte. Jedoch wird da davon gesprochen das man erst einmal das "Rund-fahren" automatisieren sollte ?!? Bedeutet das jetzt einfach nur das ich eine gleichmäßige Umdrehung fahren soll oder was hat es damit auf sich ?

Ach und noch was mein Personaltrainer im Studio hat mal gesagt es gibt eine bestimmte Herzfrequenz bei der man am besten abnimmt bzw. Energie verbraucht. Das brauch ich aber ganz und garnicht ! Bei was für einen freq. sollte man den nun fahren um das beste rauszuholen und nicht zu viel fett verbrennt oder muss ich einfach wieder mehr Fett etc. zu mir nehmen.

LG Micha
 
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[quotedanke Ihr beiden für die schon sehr hilfreichen Tipps ! Nun hab ich mich wie porph gesagt hat. Mal im Netz umgeschaut zum Thema "Belastungsintensität" dort steht jetzt z.B. mal das man eher in größeren Gänge fahren sollte. Jedoch wird da davon gesprochen das man erst einmal das "Rund-fahren" automatisieren sollte ?!? Bedeutet das jetzt einfach nur das ich eine gleichmäßige Umdrehung fahren soll oder was hat es damit auf sich ?
damit hat es nix auf sich ist blödsinn.

Ach und noch was mein Personaltrainer im Studio hat mal gesagt es gibt eine bestimmte Herzfrequenz bei der man am besten abnimmt bzw. Energie verbraucht.
Ja genau das ist der Fettverbrennungspulsbereich ;) googel mal nach Das brauch ich aber ganz und garnicht ! Bei was für einen freq. sollte man den nun fahren um das beste rauszuholen und nicht zu viel fett verbrennt oder muss ich einfach wieder mehr Fett etc. zu mir nehmen.
Wenn du kräftig in die Pedale trittst brauchst du viel Energie. Wenn du weniger fest in die pedal trittst braucht du weniger Energieninger energy[/COLOR]
LG Micha][/quote]

Such dir doch eine wetterfeste strecke (Asphalt, bergauf, wald) und fürhre alle paar Wochen mal ein Zeitfahren durch. Dann siehst du ja ob und wie sich deine Leistung verändert.
 
Fettverbrennungspulsbereich ;) googel mal nach


mach das lieber selbst mal

:lol:

>>" Das bedeutet aber nicht, dass man nur dann Fett verbrennt, wenn man sich in diesem Pulsbereich befindet. Dann ist lediglich die Fettverbrennung am effektivsten. Dafür muss man dann aber auch länger trainieren. Wer es eilig hat und eine entsprechende Leistungsfähigkeit besitzt, kann ruhig mit höheren Pulswerten trainieren."<<


Und das war tatsächlich nur der erstbeste Goggeltreffer

Grüße Jan
 
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*überleg....

Über die Wahl der richtigen Trainingsintensität nachzudenken ist ja völlig in Ordnung.

Aber dass du Muskelkater haben willst, ist abgesehen von leicht masochistischen Trieben bedenklich.

Ich nehme als Erkärung mal aufgrund von Zeitgründen Wikipedia her und suche dir nix aktuelles anderes:

"Heute nimmt man an, dass – wie Beobachtungen zeigen – durch Überlastung kleine Risse in den Z-Scheiben im Muskelgewebe (Mikrotraumata) auftreten. Dies sind gewissermaßen die äußeren Abgrenzungen kleiner Abschnitte innerhalb der Muskelfibrille. Die Entzündungen, die durch die Risse entstehen, führen durch Eindringen von Wasser (es bilden sich Ödeme) zum Anschwellen des Muskels; dies führt zu den hier thematisierten Dehnungsschmerzen. Diese stellen sich jedoch erst nach etwa 12 bis 24 Stunden ein, wenn die bei den Mikrorissen entstandenen Abfallprodukte aus dem Muskel befördert werden und dort mit den Nervenzellen in Kontakt kommen."

Kurz: Im Moment wird angenommen, dass Muskelkater kleinste Verletzungen im Muskel sind, die auch erst wieder "ausheilen" müssen. Es ist also eher ein Zeichen von schlechtem als von gutem Training. Tip: Mach mal einen ordentlichen Bergablauf, dann weißt du was Muskelkater aufgrund der zusätzlich wirkenden mechanischen Belastung bedeuten kann ;-).

Du beschwerst dich also, wenn du dich nicht soweit belastest? Vielleicht solltest du über andere Parameter nachdenken, die deine Leistungssteigerung wiederspiegeln könnten.

VG,
von einer, die auch sehr sehr selten Muskelkater verspührt trotz "gelegentlicher" Sporteinheiten ;-)
 
Hi@all,

bin seit einigen Tagen wieder dran richtig in die Pedale zutreten und dem Winter ade zusagen. Jetzt ist nur so meine Frage irgendwie merk ich davon nix. Ich bin es vom Kraftsport gewohnt am nächsten Morgen zuspüren was ich gemacht hab :p.

Such dir halt eine langezogene (2-3km) Steigung über 10% und fahr die im schwerstmöglichen (das ist der, den du ohne runterzuschalten über die Distanz beibehalten kannst) Gang.

Sowas habe ich mittlerweile in meine Hausrunde eingebaut (die ich aber üblicherweise locker wegkurble) und ich kann mich *immer* noch damit fertig machen, indem ich einfach einen schwereren Gang nehme.
 
Kurz: Im Moment wird angenommen, dass Muskelkater kleinste Verletzungen im Muskel sind, die auch erst wieder "ausheilen" müssen. Es ist also eher ein Zeichen von schlechtem als von gutem Training. Tip: Mach mal einen ordentlichen Bergablauf, dann weißt du was Muskelkater aufgrund der zusätzlich wirkenden mechanischen Belastung bedeuten kann ;-).

Muskelkater muss kein Zeichen von schlechtem Training sein.

Bei intensivem Training, wie es im Kraftsportbereich üblich ist, ist der Muskelkater gewünscht und das Ziel der Übung. Bei extensivem Training, wie GA- und KA-Training auf dem Fahrrad muss natürlich kein Muskelkater entstehen, weil man hauptsächlich als Ziel hat, das Herz zum Hypertrophieren zu bringen, den Atemapparat zu optimieren, die Blutzusammensetzung zu verändern etc. Das merkt man dann eher an Müdigkeit oder Erschäpfungszuständen nach dem Training.
Aber ein leichter Muskelkater nach KA-Einheiten ist nicht verkehrt, weil diese Mikrobeschädigungen in der Muskulatur dem Körper schon auch sagen, dass er sich für die nächste Belastung warm anziehen muss und er dadurch Muskelmasse aufbaut (was aber ohne den richtigen Reiz zur richtigen Stelle nicht viel bringt und sich -sollte man es übertreiben- sogar negativ auf die KA auswirken kann).

In mehr Muskelmasse kann der Körper außerdem mehr Energie speichern und im Notfall auch mehr Muskelmasse verbrennen, wenn die Kohlenhydrat- und Fettspeicher leer werden.

Wenn Du allerdings nach dem Radfahren vor Muskelkater am nächsten Tag nicht mal mehr in den ersten Stock kommst, dann ist die Belastung für Deine Ziele viel zu hoch ;)

Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass die meisten Einsteiger sich einfach zu wenig Regeneration gönnen. Zumindest im Fitnessbereich. Das kann man sicher auch auf's Radfahren übertragen.
 
danke Ihr beiden für die schon sehr hilfreichen Tipps ! Nun hab ich mich wie porph gesagt hat. Mal im Netz umgeschaut zum Thema "Belastungsintensität" dort steht jetzt z.B. mal das man eher in größeren Gänge fahren sollte. Jedoch wird da davon gesprochen das man erst einmal das "Rund-fahren" automatisieren sollte ?!? Bedeutet das jetzt einfach nur das ich eine gleichmäßige Umdrehung fahren soll oder was hat es damit auf sich ?

"Rund-fahren" heiß, Du sollst nicht treten wir ein kanadischer Holzfäller, d.h. nicht einfach nur drücken sondern auch ziehen. Versuche einfach mal mit nur einem Bein zu treten, dann weißt Du was damit gemeint ist.


Ach und noch was mein Personaltrainer im Studio hat mal gesagt es gibt eine bestimmte Herzfrequenz bei der man am besten abnimmt bzw. Energie verbraucht. Das brauch ich aber ganz und garnicht ! Bei was für einen freq. sollte man den nun fahren um das beste rauszuholen und nicht zu viel fett verbrennt oder muss ich einfach wieder mehr Fett etc. zu mir nehmen.

Diesen in Fitnessstudio immer noch so hoch gelobten Fettverbrennungspuls gibt es nicht! Für lange Ausdauereinheiten empfiehlt es sich bei ca. 70-85 Hfmax zu fahren, wenn Du das so 4h en bloc fährst(natürlich nicht die Hälfte der Zeit rollen, sondern stetig treten), wirst Du danach sicher einen Erschöpfungzustand spüren.

Energie verbrauchst Du immer 24h am Tag und 365 Tage im Jahr, bei einer HF von 160 1/min verbrauchst Du natürlich mehr Energie, als bei dem so weitverbreiteten Fettverbrennungspuls von 130 1/min, ergo auch mehr Fett. Du solltest als Erschöpfungsmaß eher den Ruhepuls am auf einer Trainingseinheit folgenden Morgen nehmen, sollte dieser sich um ca. 15% gegenüber dem des Vortags unterscheidet, war die Einheit schon anstrengend oder es ist eine Erkältung im Anmarsch.
 
Er braucht aber auch mehr Kraft ich bin mal so frei zu behaubten das der Fahrer mit dem rundern Tritt vielleicht ein kurzes rennen gewinnt der Holzfäller aber den Marathon. Ist jetz nur meine gefühlsmässige Meinung als Holzfäller ;)

Mehr Kraft würde er beim Runden Tritt auch nicht brauchen, er würde nur Muskeln belasten, die vorher nicht belastet wurden. Deshalb sind da auch Hunderte Trainingskilometer - am besten in Winter auf der Rolle - von Nöten.
 
hmmm...

Das heist also es ist letztlich egal wie ich fahr, hauptsache ich fahr. Ich muss sagen der Start des Thread ist jetzt fast 4 Wochen zurück und ich fahr pro Woche zw. 120-150km diese jedoch nicht sehr schnell (wg. Arbeitsweg). Und an manchen Tagen komm ich kaum in den 1. Stock :lol:. Für mich scheint sich einfach fahren schon sehr zu rentieren. Wenn ich jetzt am Wochende mal eine Ausfahrt in die Berge mach dann ändert das an meinem Befinden eigentlich nichts. Ich hab nur manchmal so eine Art Leistungsloch während der Fahrt was ich aber eher mal motivations bedingt seh.

Was meint ihr nun ? Einfach soweiter fahren? Etwas ändern ? Mehr, Andere Einheiten, Weniger, Schneller ?

Zeitlich liegt ich bei 16km einfache Strecke (32km/Tag) bei etwa 30min abhängig vom Verkehr. Will halt auch nicht zuviel Energie ausgeben, arbeiten muss ich auch danach noch 9h im stehen.

Zum Glück bin ich Koch und kann danach erstmal eine kleines 300g Steak essen :).
 
Immer nur im gleichen (zu schnellen) Tempo jeden Tag die gleiche Strecke, auf der Maloche noch was geben und Abends die ganze Aktion wieder rückwärts - da kann man sich richtig kaputt machen, besonders wenn man am Wochenende auch noch mal drauftritt.

Ich fahre mindestens zwei Tage betont langsam (Opfer auf der Radwegrennbahn) oder mal nicht mit dem Rad hin, Abens dafür ein bißchen systematischer, was Belastung und Dauer angeht.

Das Du etwas angekratzt bist, lese ich aus der Aussage "kaum in den 1. Stock hoch" raus. Wenn Du echt dauernd geschlaucht bist, solltest Du etwas rausnehmen.
 
Hi@all,

hmm naja also die 30min sind die Zeit Nachts bei leeren Straßen tagsüber können das mal 10min mehr sein je nachdem eben. Muss aber auch sagen das ich fast mit 3bar Druck in den Reifen fahr.

Ich habe mal noch ne Frage so am Rande. Bei Marathonrennen oder auch Straßenrennen kommt es doch teils auf hunderstel Sekunden an. Nun kann man ja aber annehmen dass, das Fahrerfeld etwas ausseinander liegt und in einem Fahrerfeld plötzlich zb. starke Windböen auftreten die einen ja ziemlich zusetzen können. Zählt das dann einfach als persönliches Pech ? Muss ich mir extra dafür Kraftreserven aufsparen und wie verhalte ich mich am besten in so einer Situation. Wiegetritt geht ja nicht weil ich dann noch mehr Angriffsfläche biete.
 
Trotzdem finde ich auch eine Durchschnittsgeschw. von 32 km/h schon recht viel, egal mit welchem Luftdruck Du fährst. Wieviel Anstiege und/oder Abfahreten sind denn auf der Strecke? Und wie steil sind diese, wenn welche da sind?

Bei MTB-Marathons ist es sehr selten, dass sich die Fahrer im Hundertstelsekundenbereich unterscheiden, bei Straßenrennen mit Sprintankunft ist das natürlich möglich. Hier mal die Ergebnisliste eines MTB-Marathons und hier mal von einem Jedermannrennen.

Natürlich ist Gegenwind persönliches Pech, Du fährst nun einmal draußen und nicht in der Halle. Am besten ist es wenn Du in einer kleinen Gruppe fahren kannst, dann könnt ihr den Belgischen Kreisel praktizieren. Wenn das nicht möglich ist, dann hängt Deine Fahreinteilung von Deiner persönlichen Einschätzung ab und Du musst versuchen eine windschnittige Position einnehmen.
 
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