Wann gibt es endlich einen brauchbaren Tacho?

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Ich bin schon lange auf der Suche nach einem Radcomputer und bin schön langsam richtig am Verzweifeln. Ich möche keine Diskussion vom Zaun brechen, ich möchte mich nur mal ein bisschen ausheulen. Aber vielleicht ist zumidest einer auch meiner Ansicht, sodass ich die Hoffnung habe, nicht komplett verrückt zu sein. Aber ich fürchte, dass dem doch so ist, denn das Angebot an Computern wird offenbar auch verkauft. Dabei habe ich nichtmal große Ansprüche...

Zur Zeit habe ich einen Xplova G3 und ich habe 3 Bikes, alle mittlerweile mit ANT+ Sensoren ausgestattet. Der G3 kann im Prinzip genau das, was ich möchte, nämlich:
  • er hat ein großes, selbst konfigurierbares Display,

  • permanente Hintergrundbeleuchtung bei Nachtfahrten,

  • Höhe, HF-, Geschwindigkeits- und Kadenzmessung (wäre mir am liebsten per Kabel, aber bitte – von mir aus auch per ANT+. Funktioniert bei dem Ding eigentlich auch soweit),

  • Kilometerzähler für die verschiedenen Räder,

  • die Kilometerzähler zählen auch außerhalb von Trainings (z.B. wann man gschwind in die Alfabar fährt), sodass man wirklich einen lückenlosen Kilometerstand hat.

  • Rundenfunktion,

  • und eine detaillierte Zusammenfassung der Trainings inklusive Runden AM GERÄT.

Darstellung von aktuellen, Durchschnitts- und Maximalwerten und so weiter ist ja eh selbstredend. Recht sympatisch bei dem Gerät ist der wechselbare Akku. Ist sogar von Nokia, also so eine Bauform, die jeder von den alten Handys noch in der Schublade liegen hat.

Aber da gits ein Paar Dinge, die mich schon soooo nerven:

  • Das Hochfahren dauert relativ lange
  • Man muss GPS bei jeder Fahrt mühsam abschalten

  • Allgemein ist das Display im Vergleich zur Größe des Geräts relativ klein und bei Sonne nicht allzu gut ablesbar. Aber ist soweit ok.

  • Die Qualität des Gehäuses ist ziemlich schlimm. Da gibt es brechende Halterungen, sowohl am Lenker als auch irgendwann mal am Gerät selbst, d.h. das Gehäuse ist dann kaputt.

  • Was aber wirklich das schlimmste ist: die elektrische Kontaktierung zum Akku ist nicht allzu gut, was sich manchmal bei starken Erschütterungen in Form eines Wackelkontakts bemerkbar macht, worauf hin das Ding abschmiert. Und das hat fatale Folgen: Man muss das Ding neu Hochfahren (.................) und man muss dann eine neue „Aktivität“ beginnen, hat also keine Information mehr über die Geschichte der aktuellen Ausfahrt. Interessanterweise findet sich aber die Vergangenheit in der Historie als eigene Fahrt.

  • Überhaupt sollte man während einer Aufzeichnung möglichst nichts anrühren, wie z.b. Höhenmesserkalibrierung, GPS an/aus, sonst kann alles weg sein, keinesfalls abschalten (z.B. bei der Kaffeepause).
Es ist also Zeit, sich wieder mal am Markt umzusehen, nach mittlerweile mehereren Jahren, so dachte ich, muss es doch eine Alternative geben. Ja, dachte ich.

Wegen Punkt Nr. 1 brauche ich einen Computer mit Akku, und lande daher automatisch bei den GPS-Dingern. GPS optional zu haben ist zwar nett, aber zu 99,9% ist es ausgeschaltet, müsste also wirklich nicht sein. Leider habe ich bis heute noch keinen Computer mit Akku, aber ohne GPS entdeckt.

Was ich mit Freude festgestellt habe, ist, dass der Trend jetzt offenbar zu Schwarzweiß-Displays und Tasten und nicht zu Touch-Displays in Farbe zu gehen scheint. Aber das wars dann schon wieder. Und ich muss sagen, so ein Farbdisplay, wenn man das mal gewohnt ist – schön ist das schon. Vor allem in der Nacht. Bei Sonne halt nicht so gut ablesbar. Viele Hersteller konzentrieren sich jetzt auf Auswertungssoftware am PC oder am Handy. Solche Spielereien sind gut und schön, aber ich muss sagen, ich habe nicht den Nerv und nicht die Zeit dazu und echt die Nase voll von nicht funktionierenden Treibern und ständig 5 Versuchen, bis eine Verbindnug zustande kommt. Ich habe meine xls-Tabelle, wo ich meine Werte nach MEINEM System eingebe. Fertig. Das schlimmste ist, da möchte man eine App ausprobieren und man wird gleich mal eingeladen, sich mit Facebook oder sonst was zu verbinden. Hallo? Ich möchte einen Radtacho! Ich meine, man würde nie und nimmer akzeptieren, dass man, wenn man eine Probefahrt beim Autohändler machen möchte, sich bitte vorher nakt ausziehen und von allen Seiten fotografiern lassen soll. Die Fotos werden selbstverständlich „vertraulich“ behandelt. Wann und wo ich hinfahre, geht durch wirklich niemanden etwas an, oder? Und wenn ich das Bedürfnis habe, über meine spektakulären Trainingseinheiten zu referieren, dann tu ich das auch. Man stellt in der Regel fest, dass es eh keinen interessiert.

Garmin scheidet mal völlig aus. Ich hatte mal einen Edge 301, ich bin also von Garmin geheilt. Da gibt es Bugs, da gibt es plötzlich und unerklärlich leere Akkus, da spinnen die Sensoren, undundund. Mein Versuch, durch konstruktives Feedback der Firma bei der Weiterentwicklung iherer Geräte zu helfen, wurde so dermaßen beleidigend abgelehnt, dass ich mich bis heute in meiner Ehre verletzt fühle. Außerdem bietet der MARKFÜHRER bei den professionelleren FahrradTACHOS(!) keinen Kilometerzähler...

Dann habe ich mich mal bei Sigma umgesehen. Nette Dinger, schöne Gehäuse, ungewohnt klein (für mich), aber dafür leicht, robust und kompakt. Daran könnte ich mich gewöhnen. Da gibt es jetzt den Rox 11. Man erklärte mir, der kann alles, was der 10er kann, nur noch mehr. Total verlockend: man stellt innerhalb der Fahrradprofile ein, ob man mit diesem Rad per Sensor oder per GPS messen möchte, muss also nicht jedesmal mühsam abschalten. Also her damit! Und was ist? Beim 11er haben die die Kilometerzähler gestrichen!! Also schnell wieder zurück. Und außderdem: man schaltet das Ding ein, und man sieht nicht so Dinge wie Geschwindigkeit, Distanz, also so Tachometerkram, nein - man bekommt, „Trainung“, „Einstellungen“, und so Dinge zur Auswahl. Also nix draufsetzen und fahren, wenn man z.B. mal gschwind zum Badeteich fahren möchte. Schnell hochfahren täte er aber.

Ganz neu: O_Synce. Günstige Alternative, aber eigentlich alles wie bei Garmin. Auch keine Möglichkeit, einen Kilometerstand für die individuellen Bikes abzulesen. Hausaufgabe nicht gemacht, wieder zurück damit.

Dann bleibt nichts anderes mehr übrig, ich muss wohl 800 Euro in die Hand nehmen und den PC8 von Srm kaufen. Super: Hauptaugenmkerk liegt nicht auf GPS, und es dreht sich auch nicht alles um irgendwelche Apps oder Clouds, man hat ein gut ablesbares Display im hochwertigen Gehäuse, offenbar ist es tatsächlich als Profi-Trainingsgerät gedacht. Leider müsste es auch der PC8 sein, bei den Vorgängermodellen liegt das Hauptaugenmkerk auf Leistungsmessung (wie der Name schon sagt), was ich aber im Moment nicht nutze. Dann kläffte sozusagen auf einem ganzen Viertel meines Mehrhunderteurodisplays ein großes „---“, eben dort wo der Platz für die Leistung reserviert ist. Beim 8er kann man das konfigurieren, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich hatte schon so gut wie bestellt, da fällt mir im Benutzerhandbuch doch noch was auf: das mit den Intervallen, wie es Srm nennt, ist total eigenartig. Wenn man ein sogenanntes Intervall beginnt, werden alle Informatonen am Display auf Intervallwerte umgeschaltet, wenn man es beendet, wieder auf Gesamtwerte. Damit fange ich irgendwie nichts an. Weiß nicht, wollen das Profis so?

Von Xplova gäbs jetzt den X5. Aber das mit der Kamera, das geht mir zu weit. Viel zu teuer daher auch. Aber das Dashboard würde mir gefallen. Wenn er all das kann, was der 3er bietet, wäre er eine theoretische Alternative. Zu klären wäre noch, ob man wie beim G3 auch die Details der Runden in der Historie am Gerät angezeigt bekommt, aus dem Benutzerhandbuch geht das nicht hervor.

Ich habe dann Wahoo, Bryton, und einige mehr noch näher angesehen, ist alles zum Wegwerfen. Zufälligerweise bin ich selbst Hardwareprogrammierer, und ich weiß daher wie einfach es wäre, so einen Tacho nach meinen Bedürfnissen zu bauen. Ich habe zum Spaß mal einem Display von display3000.de/ den Empfang von ANT+ und das barometrische Luftdruckmessen beigebracht. Geschwindigkeit, Durschnitte und so weiter dann anzuzeigen ist eine Kleinigkeit. Einen schönen Tacho dann draus zu machen, vor allem mit wasserdichtem und robustem Gehäuse, das ist dann aber doch noch eine andere Liga, das Projekt habe ich aus Zeitgründen wieder einstellen müssen. Aber sowas gibts doch wie Sand am Meer. Es ist aber leider so, dass man total darauf angewiesen ist, was der Hersteller glaubt, an sinnvollen Funktionen implementieren zu müssen. Vielleicht kann ich einen Hersteller dazu motivieren, eine Plattform anzubieten, wo sich der User seine Features selbst programmieren kann. Einen Open-Source Tacho sozusagen. Die Idee gabs ja schon mal (www.obico.de) aber ich glaube, die ist wieder gestorben.

Und was ich nichtundnicht verstehe, ist warum die Akkus bei abgeschaltetem GPS und Beleuchtung nicht Monateweise laufen sollten. Zufälligerweise weiß ich, dass das möglich ist, habe ich selbst auch schon mit dem o.g. Display probiert. Das wäre auf einer Tour doch toll. Was zum Teufel braucht da soviel Strom? Die ganzen Batteriebetriebenen Tachos laufen doch Jahrelang. Bei allen mir bekannten Geräten erhöht sich die Akkulaufzeit um sagen wir das 1,5-fache bis 3-fache, wenn man GPS abschaltet.

Meine vorläufige Lösung des Dilemmas ist folgende: Ich habe den Platz im Gehäuse meines Xplova G3 ausgemessen, und den größten am Markt erhältlichen Kondensator, der da rein passt, bestellt und eingelötet. Die 680 µF sollten soviel Energie puffern, dass Unterbrechungen durch einen kratzenden Kontakt am Akku überbrückt werden. Bis jetzt ist er nicht mehr abgestürzt. Die anderen 5 Minuspunkte - damit muss ich halt leben.
 
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Dein Problem: Du bist von der "alten Schule" und nicht frei im Kopf Neues anzunehmen...

Ein Beispiel dazu -> Warum willst Du GPS abschalten ? Es ist VÖLLIGST egal ob Du am Ende des Tages 63,3Km mit einem Kabeltacho oder 63,7km mit einem GPS Tacho gefahren bist. Am Ende des Jahres sind es vllt. 10-20km Unterschied zwischen Kabel und GPS. Na und ? Wer garantiert Dir denn daß wegen des sich ständig ändernden Umfangs Deines Reifen durch Reifendruck und Kurvenfahrten der Kabeltacho genauer ist.

Weiteres Beispiel -> ANT+ ist ein super standard, hat eine tolle Reichweite von bis zu 10 Meter und funktioniert unterbrechungsfrei. Wozu will man da ein Kabel (Stichwort "alte Schule").

Garmin war schon immer sehr ätzend in Sachen Bug fixing. Die nehmen gar nichts an und nutzen den Kunden als Beta Tester. Das ist aber schon seit 20 Jahren so. Wenn man die Hardware nutzt wofür sie gedacht ist funktioniert sie einwandfrei.
Beispiel: Der Edge 5xx bis 10xx ist ein Trainingscomputer für Rad ! Man lese das Wort bitte im Detail durch !!! Es ist KEIN Navi. Diese Funktion wurde nur mal so nebenbei lieblos mit eingepflanzt um ein weiteres Merkmal aufzuweisen. Aber so richtig funktionieren wie ein echtes Navi tut es nicht. Die Nutzer verstehen das aber nicht und beschweren sich darüber daß dieses und jenes nicht funktioniert. Das war aber auch nie so als Funktion vorgesehen weil die Priorität das Training ist. Das muß man einfach akzeptieren. Hätte Garmin die halbherzige Navifunktion rausgelassen hätten sich alle beschwert. Jetzt ist sie drin und es beschweren sich alle warum Funktionen fehlen oder nicht drin sind. Das war aber auch eben nie das Ziel des Edge. Garmin will lieber 2 Geräte verkaufen. Ein ordentliches Navi und einen ordentlichen Trainingscomputer. Das ist deren Strategie, obs einem gefällt oder nicht.

Ich habe ein Garmin Edge 520 und der kann fast alles was Du brauchst. Nachtbeleuchtung geht nicht, die Beleuchtungsdauer ist glaub ich max. 2 Minuten (müßte jetzt aber erstmal mal schnell nachschauen). Akku ist nicht tauschbar, dafür hält er lange.
Besser wäre das Garmin Edge 820. Bis auf den Akku erfüllt der alle Deine Wünsche.

Aber weil Du kein Bock auf Garmin hast ist Dein Traumtacho aktuell nicht auf dem Markt erhältlich.

Übrigens wird es ihn auch nie geben, Hersteller wollen ja Geld verdienen und sind nicht blöd. Die wissen schon wie der optimale Tacho ausschaut. Aber dann würde sich jeder nur noch diesen 1 Tacho kaufen und der Umsatz würde zusammenbrechen. Wer will das schon...
 
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Da hast du recht, ich bin warhscheinlich zu alt für den gazen Kram. Ich habe aber nichts gegen die ganzen super Funktionen, die heute so ein Ding bietet. Man ist es ja von elektronischen Geräten gewohnt, dass man nur ein paar % des Leistungsumfangs nutzt, dafür sind sie universell und günstig, weil in Massen hergestellt. Aber trotzdem bestehe ich darauf, dass erst die Hausaufgaben gemacht werden, also Einschalten und Geschwindigkeit und Kilometerstand sehen. Xplova zeigt ja, dass man das sogar recht schön machen kann. Was man heute eigentlich erwarten könnte, ist dass das Rad sogar per Sensor-ID automatisch erkannt wird. Irgendeiner kann das sogar, hab vergessen, welcher.

Selbst, wenn ich auf meine Ehre pfeifen würde und wieder zu Garmin gehen würde und den 820er nehme, ich habe extra nachgeschaut:

upload_2017-2-12_12-35-18.png


D.h. er zeigt mir nur die Summe der Kilometer aller Räder, oder? Und zumindest wars beim 301er so, dass der Odometer nur dann zählt, wenn mann ein ein Trainig startet. Wie ich Garmin kenne, ist das bei allen Geräten so.

Zum Thema GPS und Genauigkeit hast du auch recht, also an der Genauigkeit wirds nicht scheitern. Aber ganz ehrlich - und wenigstens das ist mir von anderen schon bestätigt worden - wenn man einen Sensor hat, und der Standort nicht gebraucht wird (also keine Navigation oder so) fährt man lieber mit Sensor. Speziell Garmin macht es so, dass bei eingeschaltetem GPS primär auch die Distanz (und somit die Geschwindigkeit) per GPS ermittelt wird. Und das spinnt, sobald man in den Wald reinfährt, zeigt in Serpentinen komische Sachen an, in einem Tunnel - das hab ich schon erlebt - kann die ganze Aufzeichnung hinüber sein, weil er das Singnal verliert (Ich glaube, das war beim Xplova).

Zu deinem letzten Kommentar noch kurz: wir alle machen einen Kniefall vor dem Argument "die müssen ja Geld verdienen", "Die Wirtschaft muss ja wachsen",... und akzeptieren oft die Größte Schxxxx unter diesem Vorwand. Was sind das verdammt nochmal für politische Rahmenbedingungen, wo zwar die Wirtschaft wächst (wachsen muss!?), ich aber keine persönlichen Vorteile davon habe!? Und der Resourcenverbrauch steigt nebenbei stetig an! Ich weiß, das ist ein Thema, dass hier in diesem Forum überhaupt nichts mehr verloren hat... :p
 

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Ach ja, zum Thema Navigation: völlig richtig, die Hersteller sind da regelrecht in eine Sackgasse gelaufen und kommen da nicht mehr richtig heraus. Es gibt kein Gerät, mit dem man vernünftig navigieren könnte und keiner möchte zurückrudern. Aber dafür gibt es für uns User eine einfache Lösung: die paarmal im Jahr, wo ich eine neue Strecke fahre, muss ich eben ein paar mal in die Trikottasche zum Handy greifen.
 
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Irgendwo hier im Forum, vor wenigen Tagen, hat einer zum 820 geschrieben, daß man für jedes Rad die Km einzeln aufsummieren kann. Beim Edge geht das mit Profilen die man anlegen kann.

Ich habe auch schon etliche emails an Garmin development geschickt. Mit detaillierter Fehlerbeschreibung. Das hat in mehreren Firmware updates niemand bei Garmin interessiert. Da war ich auch angepisst. Nun habe ich mich damit arrangiert daß mit den Basisfunktionien gut leben kann und die Erwartungen herunter geschraubt. Nervt mich auch wenn ich von der Industrie diktiert bekomme was für mich gut sein soll. Leider sind die Alternativen noch schlimmer. Daher sucht man das kleinste Übel.

Bei Ciclosport CM9.3 kann man zwischen 2 Rädern wechseln. und behandelt jedes Rad komplett getrennt. Jeder Sensor hat eine eigene ID. Wenn Du kein GPS im Tacho brauchst. Der CM9.3 hat Puls, Watt, Tritt, Barometer, Speed. Batterie ist eine CR2032, die hält 1 Jahr. Beleuchtung aber nur auf Tastendruck, sonst ist die CR2032 zu schnell leer. Der CM9.3 hat alles mit ANT+. Klappt hervorragend.
 
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Das Navi2Coach von O-synce hat individuellen Kilometerstand und GPS abschalten beim Start sind zwei Knopfdrücke bzw lässt es sich auch permanent deaktivieren. Hat ebenfalls wechselbaren Handyakku, großes Display, gute Verarbeitung und sonst so ziemlich was du suchst.
 
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Das Navi2Coach von O-synce hat individuellen Kilometerstand und GPS abschalten beim Start sind zwei Knopfdrücke bzw lässt es sich auch permanent deaktivieren. Hat ebenfalls wechselbaren Handyakku, großes Display, gute Verarbeitung und sonst so ziemlich was du suchst.

Aja, stimmt. Dass man GPS dauerhaft abschalten kann, wusste ich nicht, wäre aber fein. Aber was fehlt, ist eine Zusammenfassung der Runden am Gerät. Daran kommt man wieder nur per PC, und sebstverständlich nur mit Windows oder Mac. Und privat verwende ich keine proprietäre Software. Und man sieht auch nur Markierungen, wenn ich mich richtig erinnere. Was ich aber möchte, ist eine Zusammenfassung der Teilstrecken. Gerade beim Mountainbiken gibt es ja oft Teilstücke, die man (also ich) gerne separat messen möchet (z.B. ein langer Anstieg, die Runde um den See,...). Man kommt zwar an die .fit-Dateien, aber ich habe es trotz 150 verschiedener Möglichkeiten, dieses Format mit Open-Source Tools auszuwerten nicht geschafft, diese paar Bytes zu extrahieren. Das ist echt schade, denn das Gerät an sich schien mir tatsächlich gut verarbeitet, die Tastenhaptik endlich mal gut, auf für Handschuhe (glaube ich zumindest), der wechselbare Akku macht es sympatisch, das Display ist gut ablesbar, wenn es auch nicht allzu viele Freiheiten gibt, es zu konfigurieren. Und es scheitert wieder mal an an paar Zeilen Programmieraufwand.

Btw: bin ich wirklich der einzige, der ab und zu einen Bikeurlaub macht und am Abend eines Tages die Zusammenfassung der Fahrt sowie die Teilstrecken (mit Bleistift... wo ist der Smiley, der wegläuft?) ins Tagebuch schreiben möchte, und nicht das Notbook mitschleppen und auch nicht die Daten per irgendwecher Cloud mit Großkonzernen teilen möchte? Scheint so zu sein, denn die am Markt verfügbare Elektronik ist nicht darauf ausgelegt.
 
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Das würde mich sowieso mal interessieren: wie macht die Mehrheit eigentlich Aufzeichnungen? Bzw. macht ihr überhaupt welche? Wenn ja, mit der zugehörigen Software, per xls (oder sonst einer Tabelle), oder übers Internet in irgend einer Form?
 
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Irgendwo hier im Forum, vor wenigen Tagen, hat einer zum 820 geschrieben, daß man für jedes Rad die Km einzeln aufsummieren kann. Beim Edge geht das mit Profilen die man anlegen kann.

Tatsächlich? Verdammt, was mach jetzt ich nur - Ehre oder beugen?

Ich habe auch schon etliche emails an Garmin development geschickt. Mit detaillierter Fehlerbeschreibung. Das hat in mehreren Firmware updates niemand bei Garmin interessiert. Da war ich auch angepisst.

Das scheint deren Philosophie zu sein. Genau so ist es mir auch gegangen. Dabei habe ich mich damals echt bemüht, die Fehler so zu beschreiben, dass es einer gut nachvollziehen kann. Die Antwort war sinngemäß, dass ich zu dumm bin, das Ding zu bedienen. Man hat es als Marktführer offenbar nicht notwendig,... Da gibt es ganz andere Firmen. An Trelock habe ich vor vielen Jahren mal eine strenge, aber konstruktive Kritik zu einem Licht geschrieben. Die haben das tatsächlich umgesetzt. Meines wurde später kaputt, und ich habe es auf Garantie durch ein schon überarbeitetes ersetzt bekommen. Und die Chefin von Mountain-Goat hat mir sogar ein Geschenk für ein Feedback geschickt (das war aber durchwegs positiv)!:cool:

Beleuchtung aber nur auf Tastendruck, sonst ist die CR2032 zu schnell leer. Der CM9.3 hat alles mit ANT+. Klappt hervorragend.

Alle mit 2032er Batterie habe ich vno vornherein ausgeschieden. Eben wegen der von mir gewünschten Beleuchtung. Dabei gibts gerade da teilweise feine Sachen, wie du schon sagst. Es gibt zwar Akkus in 2032er Bauform, und man könnte das Ding eventuell so manipulieren, dass das Lamperl dauerhaft leuchtet aber die Batteriedeckel sind bestimmt nicht für tägliches Öffnen ausgelegt und so weiter.
 
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Aja, stimmt. Dass man GPS dauerhaft abschalten kann, wusste ich nicht, wäre aber fein. Aber was fehlt, ist eine Zusammenfassung der Runden am Gerät. Daran kommt man wieder nur per PC, und sebstverständlich nur mit Windows oder Mac. Und privat verwende ich keine proprietäre Software. Und man sieht auch nur Markierungen, wenn ich mich richtig erinnere. Was ich aber möchte, ist eine Zusammenfassung der Teilstrecken. Gerade beim Mountainbiken gibt es ja oft Teilstücke, die man (also ich) gerne separat messen möchet (z.B. ein langer Anstieg, die Runde um den See,...). Man kommt zwar an die .fit-Dateien, aber ich habe es trotz 150 verschiedener Möglichkeiten, dieses Format mit Open-Source Tools auszuwerten nicht geschafft, diese paar Bytes zu extrahieren. Das ist echt schade, denn das Gerät an sich schien mir tatsächlich gut verarbeitet, die Tastenhaptik endlich mal gut, auf für Handschuhe (glaube ich zumindest), der wechselbare Akku macht es sympatisch, das Display ist gut ablesbar, wenn es auch nicht allzu viele Freiheiten gibt, es zu konfigurieren. Und es scheitert wieder mal an an paar Zeilen Programmieraufwand.

Btw: bin ich wirklich der einzige, der ab und zu einen Bikeurlaub macht und am Abend eines Tages die Zusammenfassung der Fahrt sowie die Teilstrecken (mit Bleistift... wo ist der Smiley, der wegläuft?) ins Tagebuch schreiben möchte, und nicht das Notbook mitschleppen und auch nicht die Daten per irgendwecher Cloud mit Großkonzernen teilen möchte? Scheint so zu sein, denn die am Markt verfügbare Elektronik ist nicht darauf ausgelegt.
Mit dem N2C hab ich meinen 7 tägigen Alpencross in 1s Intervallen komplett aufgezeichnet (GPS, Baro, Puls, TF und was der Speedsensor so hergibt) und der interne Speicher war nicht mal halb voll. Das N2C kann bei 1s Intervallen 200h Daten aufzeichnen!
Ich werte meine Aufzeichnungen mit My Tourbook aus, das gibts auch für Linux. Da kann man sich ein Segment markieren und die Daten anzeigen lassen oder oder die Tour gleich in entsprechende Stück schneiden. My Tourbook hab ich auch portable für Windows auf einem USB-Stick, da kann man sogar im Zweifelsfall im Hotel mal die Daten rüberziehen.
 
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Aha. Danke für den Tipp. My Tourbook lief tatsächlich auf Anhieb unter Linux. Wenigstens kann man das Ding als generisches USB-Device ansprechen, sodass man nicht komplett abhängig ist von der Herstellersoftware.

Ich habe inzwischen per Zufall einen Computer gefunden, der tatsächlich alle meine Requirements erfüllen sollte, soweit ich das Handbuch studiert habe: Pionieer SGX- CA500, bzw. ...CA900. Ich habe Pionieer und Fahrrad noch nie im gleichen Kontext ghört... Scheint aus einem Ideenwettbewerb hervorgegangen zu sein, also von Igenieuren für Ingenieure konstruiert. Könnte daher das Richtige für mich sein :-D Der Akku ist wechselbar, wenn auch nur mit Werkzeug. Einzig das Touch-Display - das stelle ich mir nach einer schweißtreibenden Ausfahrt total verschmiert, bzw. nach einer Schlammigen zerkratzt und auch verschmiert vor. Es könnte aber sein, dass die Funktionen, die man unterwegs braucht, per Tasten zugänglich sind. Der größere 900er mit Farbdisplay erscheint mir schn fast wie in Industrieding im Vergleich. Hat zufällig schon jemand das Ding in der Hand gehabt? Vergleichsweise teuer.
 
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Touch verbraucht auch mehr Strom als Tasten. Eventuell auch ein Problem bei Regen (Garmin hatte damit anfangs auch zu kämpfen). Und mit Langfinger Handschuhen (an kühleren Tagen) auch schwerer zu bedienen wenn man nicht eine spezielle Beschichtung an den Fingern hat die sich im Laufe der Zeit abwetzt.
My Tourbook ist doch keine Option für Dich, Du wolltest doch alles am Gerät selbst machen. Sonst kannste natürlich auch andere Tachos nehmen wenn Du an dieser Stelle doch bereit bist ein Kompromiss einzugehen.
 
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Das denke ich mir, dass das mit Handschuhen schwierig ist. Pioneer behauptet, "...selbst mit Vollfinger-Handschuhen intuitiv zu bedienen". Müsste man testen.

Das ist eigentlich ein allgemeines Problem. Da werden immer 1000 tolle Features angepriesen, aber ob mir das Ding auch wirklich zusagt, weiß ich doch erst, wenn ich ein paar ordentliche Ausfahrten damit gemacht habe. Dann ist es aber mit dem Rücksenderecht vorbei... Also einfach mal kaufen und im Fall als "Neuwertig" weiter verkaufen. Da sind wir schon wieder beim Hersteller wollen ja Geld verdienen :-D
 

nightwolf

Bremst nicht fuer Fische
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au-dela de Grand Est
Ich hab diesen Thread zufaellig gefunden und beim Lesen wird mir echt schwindlig :)
Das würde mich sowieso mal interessieren: wie macht die Mehrheit eigentlich Aufzeichnungen? Bzw. macht ihr überhaupt welche? Wenn ja, mit der zugehörigen Software, per xls (oder sonst einer Tabelle), oder übers Internet in irgend einer Form?
Ich hab pro zwei Fahrraeder jeweils einen Sigma 16.XX, kabelgebunden klarerweise weil ich keinen Bock auf 3x so viele Batterien habe , so kann ich fuer jedes Rad ODO separat erfassen. Die ODO-Werte uebertrage ich in eine Excel-Datei, so errechne ich die Jahreskilometer, und auf einem weiteren Blatt notiere ich die Reparaturen / Wartungsarbeiten, mit dem jeweiligen Kilometerstand und wann das passiert ist.
Mich interessieren aber auch nur meine Gesamtkilometer, im Radurlaub noch die Tagesetappen (die schreibe ich tatsaechlich im Notizblock auf) und wie schnell Teile kaputtgehen. In der Winterpokalzeit dann noch die Fahrzeit, wobei ich da auf Viertelstunden (un-)genau runde / schaetze ... einer der Kumpels will halt meine Punkte in seinem Team eingetragen wissen :D
Tacho Beleuchtung vermisse ich nicht wirklich, eine temporaere haben die Sigmas ja sogar, aber es reicht mir eigentlich, wenn ich unter Strassenlaternen etc. durchfahre ... da seh ich dann immer mal wieder ein 'Update'.

Ich weiss jetzt nicht, wie viele Leute sich fuer so dermassen viele Daten in der Ausfuehrlichkeit interessieren?
Und so spezielle Anforderungen haben? Sich so viele Gedanken drueber machen?

Ich hab schon von Leuten gelesen, die teils gar keine Tachos verwenden, Motto 'ich weiss wie lang meine Runde ist' und bei Wettkampforientierung (bei mir natuerlich nicht zutreffend :D) checken sie noch die Zeit mit der Stoppuhr / Pulsuhr und fuer den Alltag haben sie eine alte Gurke komplett ohne Tacho.

Ach so, ja GPS benutze ich wenig ... eigentlich immer nur 1-2x auf neuen Strecken, danach sollte ich mich ja auskennen und dann finde ich es auch so wieder. Ortskenntnis kann man IMHO nur duch mehr Ortskenntnis ersetzen ... und nicht durch ein Navi.
 
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Danke, wenigstens noch einer von der "alten Schule" :D

Objektiv betrachtet wäre deine Methode für die meisen unter uns völlig ausreichend. Aber das schöne an einem Hobby ist, ich kann meinen Vogel ausleben und brauche ihn nicht rechtzufertigen, d.h. ich darf mit maximalem Aufwand einen minimalen Vorteil erreichen :-D Und so will ich einfach meine Daten in Echtzeit sehen und das auch bei Nacht. In der Arbeit muss ich ohnehin effizient denken.
 
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Bau doch einen selbst.
Du hast recht. Auf das hin habe ich mein vor vier Jahren begonnenes und wieder eingeschlafenes Projekt ausgegraben. Bin erstaunt, wie weit ich schon war. Das ist ein transreflektives Farbdisplay mit Hintergrundbeleuchtung. Unten sieht man den ANT+-Empfänger, rechts das Barometer (mit inkludiertem Thermometer, aber das hat ja sowieso jeder). Diese Tasten wären eine Möglichkeit zur Bedienung, die müsste man irgendwie ins Gehäuse einarbeiten. Natürlich habe ich das komplett Menügeführt begonnen (warum macht das eigentlich Keiner so?) Lediglich die Beleuchtung braucht ernsthaft Strom, ohne Licht sollte der Akku wochenlang halten. Angedacht ist auch ein SD-Kartenslot, wo man Gbyte-Weise Daten Tracken könnte. Und sogar einen Helligkeitssensor habe ich vorgesehen. Lademöglichkeit natürlich per USB. GPS oder gar Navi gibt es nicht, das würde den Aufwand vervielfachen. Und würde auf dem ATMega-Controller nicht laufen.

Leider habe ich die nötige Zeit nicht mehr, das Projekt fortzusetzen, aber falls jemand Lust hat, ein paar schöne Gehäuse zu bauen, wasweisich, 3D-Druck, oder so. Ich wollte das damals aus prestigegründen eigentlich aus CFK machen, muss ja nicht sein. Ich könnte dann das Ganze noch auf eine einzige Platine setzen, wobei ziemlich hohe Flexibilität bei Abmessungen und Schraubenlöchern besteht. Und ich könnte ein paar davon fertigen lassen und bestücken. Und was es dann noch braucht: einen Studenten oder sonst wen mit viel Zeit, der das ganze grafisch noch schön ausimplementiert, und ein paar Einstellungs- und Protokollfunktionen einbaut. So sieht es etwas rudimentär aus. Das ist ganz easy, die Knackpunkte, also ANT und Barometer sind ja schon gelöst. Aja, der Algorythmus zur Höhenmeterakkumulation könnte noch ein Thema werden. Da gibt es beliebig viele Möglichkeiten, wie man das macht.
 

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Wie wäre es mit einem Handy am Lenker. Machen auch viele. Hat GPS, Puls, ANT+, Barometer, Wasserfest, Staubfest, Akku wechselbar (manchmal). Dann einige apps drauf die das machen was Du willst und ferdisch.
 
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Habe bis mir im September mein Rad geklaut worden ist, immer meinen 1993er Sigma BC 900 genutzt, mit dem ich immer sehr zufrieden war. Der funzt auch immer noch, allerdings sind mit dem Rad die Halterung und die Sensoren verschwunden, weshalb ich gerade recht unzufrieden nach was Neuem suche. Bei den neuen Sigmas drückt man sich leider durch die im wesentlichen 2-Tasten-Bedienung und die vielen Funktionen auf einer Taste mMn. einen Wolf. Zusätzlich logge ich seit einigen Jahren längere Touren auf dem Handy in der Jackentasche mit Rmaps. Das ist eigentlich ziemlich unkompliziert und lässt sich hinterher exportiert in Google-Earth als Pfad mit Geschwindigkeits und Höhenprofil anschauen. Mit der GPS-Qualität auf meinem S4-Active bin ich dabei ziemlich zufrieden. Die von Garmin-Edge-Nutzern häufig beschriebenen Probleme habe ich dabei noch nicht beobachten können. Leider hat das Programm keine Möglichkeit ANT+ Sensoren mitzuloggen und mein S4 müsste dafür auch erst gerootet und gepatcht werden.

Hast du dir schon mal den Cateye Padrone Smart+ (CC-SC100B) angeschaut? Der bietet in Kombination mit/ohne Smartphone so einige Betriebsmodi.

Apropos Selbstbau. Hier gab es auch mal ein schönes Selbstbauprojekt mit OpenSource-Ambitionen, aber Problemen im Lizenzdschungel:
http://www.mtb-news.de/forum/t/tachos-und-andere-elektronikkomponenten-selbst-geschnitzt.807643/
 
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Tjo, oder such dir nen Partner für den Rest.
Ja, bitte! Gerne!

Vielleicht ist das nicht ganz rübergekommen, was ich sagen wollte: ich könnte die Elektronik ausarbeiten, also eine Platine, die alles beherbergt und könnte ein paar Exemplare bestücken und zum Selbstkostenpreis zur Verfügung stellen. Erfahrungsgemäß ist es so, dass man bei 5-10 Stück deutlich günstiger ist als bei einem, viele Bauteile gibts nur im 10er Packl, die Platine an sich skaliert sowieso extrem mit der Stückzahl, usw. Das Bestücken an sich könnte ich für die paar Stück auch machen, dank meine selbstgebastelten Reflow-Lötofen ein richtiger Spaß. Das ist mein tägliches Brot, und recht viel ist nicht dran an dem Ding. Irgend jemand andere(r) müsste sich ums Gehäuse kümmern, das kann ich nicht so gut und freut mich auch nicht so. Wasserdicht müsste es halt sein und die Optik... naja, man muss das Ding auch stundenlang ansehen können... Mechanische Details wie Tasten, Ladestecker, Displayfenster, evntl. SD-Kartenslot und Akku muss man irgendwie ausmachen. Derjenige müsste mir natürlich eins zur Verfügung stellen.

Und dann bräuchte es noch jemanden (oder auch den/die gleiche(n)), der/die sich um die Ausarbeitung der Software kümmert. Ist wie gesagt nichts dabei, ein bisschen c-Code sollte man schon mal gesehen haben. Und eventuell noch jemand, der/die das Ganze zusammenbaut, das darf man auch nicht unterschätzen. Und selbstverständlich wird alles sofort veröffentlicht. Wenn das Gehäuse z.B. ein 3D-Druck-Teil ist, kann sich so jeder bei einem Online-Anbieter selbst eins drucken lassen. Mit der Platine geht das genau so, mit der Software sowieso. Ich glaube nicht, dass ich lizenztechnisch was heikles dabei habe.

Aber erfahrungsgemäß kommt das ganze auch auf größenordnungsmäßig 150, 200 Euro pro Stück. Da sind meistens so viele verschiedene Lieferanten nötig, jeder hat Versandkosten,... Oder wir gehen gleich in Serie, dann gehen die Kosten natürlich runter... 8-)
 
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Wie wäre es mit einem Handy am Lenker. Machen auch viele. Hat GPS, Puls, ANT+, Barometer, Wasserfest, Staubfest, Akku wechselbar (manchmal). Dann einige apps drauf die das machen was Du willst und ferdisch.
Das Thema Handy als Tacho taucht in dem Zusammenhang immer wieder auf. Aber es gibt einfach zwei unglöste Probleme:

1. Das Display ist i.d.R. nicht transreflektiv, d.h. je heller es draussen ist, desto Heller muss es selbst leuchten und das bringt uns gleich zu
2. , der Akku hält dadurch keine 5 Stunden. Außerdem gehen heutige Handys bei eingeschaltetem Display nicht in den Sleep-Modus, was bei Multigigahertzquadcoremultimediaprozessoren natürlich immens Strom frisst.

Zum mitloggen im Rucksack ists wieder kein Problem, wie DeFi13 schon schreibt. Ich habe noch so ein altes Handy, ein Sony Experia Active, das ist sogar schon wasserdicht, klein, und hat sogar einen ANT+-Empfänger. Es gäbe sogar eine schöne App, IpBike, aber auf dem Handy läuft keine aktuelle App mehr, viel zu alt. Und dann gab oder gibt es doch Handys, die so einen LDC-Modus haben, oder? Die haben z.B. ständig die Uhrzeit angezeigt. Das dürfte bei intelligentem Powermanagement so gut wie keinen Strom brauchen und sollte bei Sonne lesbar sein. Hat sowas (noch) wer? Halterungen würde man bekommen, an dem liegts nicht.
 
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Ich hab pro zwei Fahrraeder jeweils einen Sigma 16.XX, kabelgebunden klarerweise weil ich keinen Bock auf 3x so viele Batterien habe , so kann ich fuer jedes Rad ODO separat erfassen.
Du bringst mich auf eine Idee. Für jedes Rad einen eigenen Computer. Dann kommt man mit recht günstigen durch und muss nichtmal umschalten. Das kling vielleicht übertrieben, aber man stelle sich mal den Radalltag eines hart arbeitenden Menschen vor: Das Wetter passt, es ist eine Ausfahrt ausgemacht. Man löst sich irgendwie früher von der Arbeit los. Der Chef traut sich nix zu sagen, weil er genau weiß, dass man sonst wieder mit den vielen Überstunden und der längst fälligen Gehaltszahlung kontert. "Aber... könntest du nicht noch gaaanz gschwind...". Man ist also knapp dran, legt einen Sprint nach Hause hin, während der Fahrt plant man Strecke/Rad/Wetter/Ausrüstung/Essen/Trinken. Daheim plagt sich total mit den egen Radsachen weil sie auf der mittlerweile verschwitzten Haut total picken, man verliert weitere wertvolle Zeit. Im vorbegehen noch schnell einen Strudel reingestopft, sonst kommt man dem Gernot ja gar nicht nach. Luft einpumpen, Kette schmieren? Wurscht, keine Zeit! Dann Tacho booten. Während er das tut, Schuhe anziehen. Dann steht man in der Tür, in der einen Hand das Rad in der anderen den Wohnungsschlüssel, im Mund noch den Strudel. Und jetzt wäre der Zeitpunkt, das Radprofil umzuschalten, und dafür muss man i.d.R. irgend eine Taste 3 Sekunden lang drücken. Ich meine, ich will jetzt nicht sagen, dass dafür keine Zeit wäre, das würdet ihr wahrscheinlich übertrieben finden.:spinner:

Aber es ist lästig. Wenn ich mir was wünschen darf, dann einschalten und losfahrn können, ohne irgendwas rumdrücken zu müssen. Und zwar sofort. Kabelgebunden und das Rad wird automatisch erkannt. Oder von mir aus per ANT+. Seit ich von Garmin weg bin, habe ich durchaus auch gute Erfahrungen mit ANT gemacht :lol:
 
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