Weichenstellung für den Enduro-Sport: MTB-News.de Enduro Forum in München

Quo vadis, Enduro? Das fragten wir die Enduro-Profis Jerome Clementz und Mark Weir bereits letztes Jahr. Dieser Thematik sind wir nun weiter nachgegangen: Mitte dieser Woche lud MTB-News.de führende Vertreter von Medien, Herstellern, Veranstaltern / Organisatoren und Fahrern zum ersten MTB-News.de Enduro Forum nach München ein, um nach einer spannenden Enduro-Saison 2013 gemeinsam in die Zukunft der noch jungen Sportart zu blicken.


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Muss @jan84 auch Recht geben: wer Freiheit will, soll einfach eine Tour fahren; ob er die dann Endurotour, XCTour oder Freeridetour nennt ist komplett egal. Spaß muss es machen! Und natürlich werden all diese Begriffe überstrapaziert und versucht sie zu vermarkten. Es ist ja auch auf einmal jeder zweite "Bikebergsteiger".

Und zu einem Rennen gehört ein Reglement. Leider wird auch bei Hobbyrennen betrogen und z.B. gedopt damit ich 28. von 200 Startern werde... leider.

Meine Meinung:

- Enduro: hat eindeutig was mit Ausdauer zu tun, also Flachpassagen und auch Uphills gezeitet. z.B. 5 Wertungsprüfungen, davon 3 DH lastig, 2 hügelig oder Uphill lastig.
- Es soll nicht nur der Ex Downhiller gewinnen, sondern auch mal der Ex XC Fahrer gewinnen können.
- Alles aus eigener Kraft: keine Shuttles (Lift wenn nötig)
-Fahren auf Sicht: keine Besichtigung, sondern intuitives Reagieren.
- und, tut mir leid, für mich ist das Megavalanche kein Enduro, sondern ein DH Marathon oder DH Ausdauerrennen

Im Prinzip hat @roberto.d alles gesagt, pflichte da voll und ganz bei...
 
Völliger Schwachsinn! Darunter leidet das Niveau und für den klassischen Amateur wirds zu gefährlich!

Ich denke dass es mit Training, also gerade für Hobbyleute 1-mal, max. 2-mal besichtigen, deutlich gefährlicher ist wie gar kein Training. Denn die vermeintliche Streckenkenntnis, die dann doch nicht da ist, führt zu viel größerer Selbstüberschätzung als Strecken blind zu fahren.
Und um das "Völliger Schwachsinn" noch mehr mit Fakten zu entkräften. Schau dir mal z.B. ein Lau und seine Ergebnisse an bei Rennen mit und ohne Training, ich sehe da nicht das Niveau leidet. Man kann es oder auch nicht.

Viele Grüße.
 
Völliger Schwachsinn! Darunter leidet das Niveau und für den klassischen Amateur wirds zu gefährlich!

Dann muss man halt mit der Strecke gegensteuern: nicht schnell sondern technisch, Tempo raus durch Kurven, Spitzkehren, Absicherung, etc. Es soll doch dem "natürlichen" Biken nahe kommen und Trail lesen, Umschalten, usw. gefragt sein.
Sonst kann ich gleich DH Rennen fahren und die Strecke je nach Budget öfter oder seltener besichtigen...
 
glaubt mir ohne Training kann der otto normal enduro kandidat keine etappe in z.b. finale oder punta ala (war schon an beiden orten) ohne schieben fahren, oder nur die aller einfachsten! Was ich bei enduro Rennen sehe ist einfach der Niveau unterschied zwischen dem ersten und dem hinterem drittel extrem groß ist. zu groß! einem Lau kannst überall runterschicken dem ist das wurscht!
 
Ich bin der Meinung, das der Trainingstag gerade bei den amateurlastigen Endurorennen mehr Sicherheit und auch mehr Spaß gibt. Fährt man alles komplett auf Sicht, ist man ja das ganze Wochenende mit angezogener Handbremse unterwegs, da leidet auch der Spaß etwas drunter. Ideal wäre vielleicht, nur einen Teil (2-3) der Stages auf Sicht zu fahren, der Rest kann an Tag eins trainiert werden, so kann man wenigstens gefährliche Schlüsselstellen üben, statt dann am Renntag irgendwie runterzustolpern. Shuttlen, Teiletausch und Rennservice während des Wettkampfes gehören komplett verboten. Lift finde ich absolut ok, wenn dadurch die Streckenvielfalt und Tiefenmeter erhöht werden.
 
Ich bin der Meinung, das der Trainingstag gerade bei den amateurlastigen Endurorennen mehr Sicherheit und auch mehr Spaß gibt. Fährt man alles komplett auf Sicht, ist man ja das ganze Wochenende mit angezogener Handbremse unterwegs, da leidet auch der Spaß etwas drunter

:daumen:

Stimmt, und bei zu einfachen Streckenführungen würde einem Elitefahrer auch zu fad werden!
 
Was soll das bringen?:confused:

Das bei Mehrtagesveranstaltungen auch wirklich "ausdauernde" Teile Verwendung finden. Nur noch klassisch was man beim Rennen dabei hat, also Schlauch wechseln bei Platte usw.
Außerdem kommts billiger und man kommt einer Chancengleichheit näher. Nix mehr Teammechniker mit 1000 Ersatzteilen usw.

G.:)
 
Wenn der Niveauunterschied so groß ist, sollte es vielleicht eigene Serien für Amateure geben, und Profis nur bei der EWS starten.
Allerdings, wo macht man den Cut. Man sieht ja bei anderen Disziplinen dass immer mehr Halbprofis dabei sind, die schon gesponsert werden, und voll trainieren, aber eben nicht davon leben könne und nebenbei ein bißchen jobben (siehe World Games of MTB, ist auch keine "Hobby WM" als die sie gegründet wurde)...

Nur einen Teil der Stages trainieren: wer kontrolliert?
 
Wenn der Niveauunterschied so groß ist, sollte es vielleicht eigene Serien für Amateure geben, und Profis nur bei der EWS starten.
Allerdings, wo macht man den Cut. Man sieht ja bei anderen Disziplinen dass immer mehr Halbprofis dabei sind, die schon gesponsert werden, und voll trainieren, aber eben nicht davon leben könne und nebenbei ein bißchen jobben (siehe World Games of MTB, ist auch keine "Hobby WM" als die sie gegründet wurde)...

Nur einen Teil der Stages trainieren: wer kontrolliert?

Naja nach dem was in Spalt geredet wurde scheint der Trend ja in die Richtung zu gehen, dass sich die Baboons-Serie eher an Einsteiger wenden wird als die SSES. Klaren Cut muß man nicht ziehen, das ist dann Versuch macht kluch, Überschneidungen kanns ja ruhig geben. Klare Grenze wird nie klappen, Leute die sich trotz immenser Trainingsumfänge in den "unteren" Klassen aufhalten hat man doch immer. Das ist dann nen Ego-Problem...

Mit dem Training ist letztendlich zum Teil einfach FairPlay. Irgendwelche Locals kennen die Strecke vorher immer, irgendwelche Fahrer kennen die Locals, etc... Ganz ausschließen kann man es nicht. Wenn festgestellt wird, dass trainiert wird sollte - meiner Meinung nach - halt konsequent disqualifiziert werden oder es sollten deutliche Zeitstrafen (im Minutenbereich) gegeben werden.

Grüße,
Jan
 
Schaut Euch doch mal die Ergebnisliste von Spalt an. Stage 1 u. 7 waren identisch. 1 wurde auf Sicht gefahren, 7 war dann die Wiederholung der 1, nur dass sie halt dann schon bekannt war. Die Führenden im Klassement konnten bei der Wiederholung fast alle ihre Zeit um ein paar Sekunden verbessern. Die Fahrer in den hinteren Rängen haben kaum davon profitiert dass sie die Strecke schon kannten.
Ich fände auch eine Streckenbesichtigung zu Fuß ohne Befahrung am 1. Tag gut. In Frankreich wird das imho so gemacht.
Locals die die Strecken zumindest zum Teil kennen wird man nie vermeiden können.
 
Was soll das bringen?:confused:
Gleiche Bedingungen für alle. Hab's bei den Rennen mehrfach erlebt, das die Pros zwischen den Stages die Reifen gewechselt haben, je nachdem ob eine abfahrts- oder tretlastige Stage anstand. In Riva standen diverse Teamwagen an der Strecke, die die Fahrer mit Nahrung, Trinken und einem schnellen Bikeservice während des Wettkampfes versorgt haben. Meiner Meinung nach gehört das nicht zu einem Endurowettkampf. Man nimmt sein Bike, sein Gepäck und fährt damit das Rennen durch.
 
Naja, das heißt aber auch, wenn Du Dir ein Schaltwerk abreißt, die Speiche bricht o. sonstwas, was Du nicht dabei hast, ist das Rennen gelaufen. Was hat das dann mit Enduro zu tun?

Reifenwechsel, ich habe auch zwei Laufradsätze, die ich wechseln könnte. Aber was würde mir das bringen, eine Sekunde, vielleicht zehn? Das macht bei meinem Fahrkönnen nichtmal den Unterschied zw. Platz 47 u. 48 aus u. selbst wenn, ein Platz?

Kommt mir so vor, als ob manche plötzlich Platz 1 Kandidaten wären, wenn nur genügend Regeln da wären.

Ciao Jobal
 
Naja, das heißt aber auch, wenn Du Dir ein Schaltwerk abreißt, die Speiche bricht o. sonstwas, was Du nicht dabei hast, ist das Rennen gelaufen. Was hat das dann mit Enduro zu tun?

Selbst wenn dir 4 oder mehr Speichen reißen kannst man problemlos weiterfahren. Wenn nicht, dann wars einfach falsches Material für ein Endurorennen.
Wenns Schaltwerk zu häufig schlapp macht, dann ists halt auch das falsche Material ;)

G.:)
 
Naja, das heißt aber auch, wenn Du Dir ein Schaltwerk abreißt, die Speiche bricht o. sonstwas, was Du nicht dabei hast, ist das Rennen gelaufen. Was hat das dann mit Enduro zu tun?
Wenn du es nicht als Ersatzteil dabei hast, ist das Rennen so oder so gelaufen. Verstehe den Einwand nicht. Generell dürfen natürlich defekte Teile durch gleiche Teile ersetzt werden, das wird ja jetzt auch schon so gehandhabt.

Reifenwechsel, ich habe auch zwei Laufradsätze, die ich wechseln könnte. Aber was würde mir das bringen, eine Sekunde, vielleicht zehn? Das macht bei meinem Fahrkönnen nichtmal den Unterschied zw. Platz 47 u. 48 aus u. selbst wenn, ein Platz?

Schau mal über den Tellerand. Nicht jeder fährt um die hinteren Plätze. Für manche gehts eben um Platzierungen und da wird gern alles erlaubte ausgenutzt. Wie z.B. der Wechsel von "dicken" Reifen auf CC-Reifen, je nach Stagecharakter. Im Sinne der Fairness sollte das nicht erlaubt sein. Enduro war für mich bisher auch immer eine Veranstaltung, in der Pros und Amateure unter gleichen Voraussetzungen gemeinschaftlich einen Wettbewerb bestreiten. Diese Stimmung beizubehalten, sollte das Ziel sein, auch wenn mit fortschreitender Professionalisierung des Sports die Kluft erhöht wird. Aber es geht ja prinzipiell auch ohne Rennservice und shuttlen nur für Auserwählte, siehe Trans Provence z.B. Und ja, 10 Sekunden machen einen enormen Unterschied. Und wer nur just for fun mitfährt, hat doch keinen Schaden dadurch.

Kommt mir so vor, als ob manche plötzlich Platz 1 Kandidaten wären, wenn nur genügend Regeln da wären.
Die vorgeschlagenen Regeln - die übrigens nur sehr wenige Punkte beinhalten - schaffen lediglich eine gleiche Ausgangsbasis für alle. Ob du Platz eins fährst oder nicht, liegt dann zumindest stärker in deiner Hand und hängt nicht so sehr davon ab, das die Pros vor dir alles hinterher getragen bekamen oder im Training selbst keinen Meter selbst den Berg hochgefahren sind.
 
der Anfang vom Ende... hab schon viel erlebt, aber der pop kommerz der gerade in der enduro"szene" abgeht, schlägt alles..

So schlimm ist es auch wieder nicht, aber dass sich ein paar wichtigtuerische Strolche zu einem "Forum" treffen und dann von einer Weichenstellung für den Enduro-Sport sprechen, das ist wirklich
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Das Geniale am MTB-Sport ist ja, dass wir eben nicht alle in irgendwelchen kommerziellen Organisationen dem menschlichen Drang nach Vereinsmeierei nachgehen, sondern jeder sein eigenes Ding macht, seine Erfahrungen mit anderen teilt und dabei Glück und Freude empfindet.

Deshalb ist auch der Versuch den Begriff Enduro, zumindest außerhalb der kleinen Welt der Bike-Blättchen, in eine Schablone zu pressen und in ein Korsett zu zwängen vollkommen zum Scheitern verurteilt. Bei der Definition eines Enduro-MTB musste ich jedenfalls bereits lachen...
 
Das Geniale am MTB-Sport ist ja, dass wir eben nicht alle in irgendwelchen kommerziellen Organisationen dem menschlichen Drang nach Vereinsmeierei nachgehen, sondern jeder sein eigenes Ding macht, seine Erfahrungen mit anderen teilt und dabei Glück und Freude empfindet.

Deshalb ist auch der Versuch den Begriff Enduro, zumindest außerhalb der kleinen Welt der Bike-Blättchen, in eine Schablone zu pressen und in ein Korsett zu zwängen vollkommen zum Scheitern verurteilt. ......

:daumen:

Wobei scheitern wohl nicht auf die weiterexistenz der Serie zu verstehen ist, sondern auf den Sinn der eigentlich dahinter stehen sollte.

G.:)
 
Ich bin gegen allgemeingültige Regeln. Soll doch jeder veranstalter dass so machen wir er denkt. Das erhält den Spaßfsaktor und die Abwechslung. Außerdem wünsche ich mir in der Regel eintägige Veranstaltungen. Bein einem Marathon oder CC Rennen kann man ja auch am Morgen anreisen! Das würde Familienvätern echt entgegenkommen. Man kann ja nicht ständig das ganze Wochenende weg sein. teuer ists dazu!
 
Finde ich hervorragend, dass man sich über diese neuste Art des Bergbefahrens Gedanken macht. In Deutschland muss sich einfach mehr für Sportarten abseits der Fußball- und Leichtathletikverein tun!
Andere Nationen wie Frankreich oder die USA sind uns da mit großen Schritten voraus. Gut also, dass hier auch was passiert. Bin sehr gespannt und freue mich, an den ganzen Entwicklungen Teil haben zu können. :)

Zum Thema Regeln: Diese greifen und interessieren ja nur dann, wenn es um Rennen geht. Was der Willi Kunz in Hintertupfingen macht, interessiert ja keine Sau. ;) Aber bei Rennen sollte man schon schauen, dass alle zumindest die gleichen Rahmenbedingungen haben. Das hat auch dem DH-Rennformat nicht weh getan und Kommerz-Geschrei ist und bleibt immer gleich (un)konstruktiv. Ob es um die gute Band geht, die endlich mit ihrer Musik Kohle zum Leben verdienen kann, oder den Sport, der es aus der Nische schafft.
Verurteilt doch nicht immer alles gleich als Tag des Jüngsten Gerichts, nur weil ihr Schiss habt, dass ihr nicht mehr alleine auf den Trails unterwegs seid. :daumen:
 
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