Wir bauen uns ein Fully...

Rudirabe

Was mich nicht umbringt, macht mich nur härter...
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Ich bin offen für jeden Hinweis oder Vorschlag. Versuch macht kluch. Und wenns besser aussieht, warum nicht.

Bei den Laufrädern war ein Etikett mit der Speichenspannung. Das muss ich nochmal checken.

Grüße
 
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Wenn du ein Tensiometer hast, mach mal. Aber da ich keins habe und ich nicht unbedingt 900€ investieren will, bringt mir sowas nichts.
Aber allein vom Gefühl her sind die Speichen viel zu lasch. Kann sie ohne jeglichen Kraftaufwand von Hand schon leicht durchbiegen.
 

Rudirabe

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Nö, ich habe kein Tensiometer. Ich hatte zwar schon mal vor mir selber Laufräder zu bauen, aber das hab ich dann mangels eingehender Erfahrung gelassen. Zudem hat mich der Preis auch geschockt. Das lohnt sich für mich nicht. Ich muss mir einen suchen, der das machen kann.

Von Hand durchbiegen kann ich die auch, jetzt definiere das aber mal. Das ist so als wolltest du einem Außerirdischen erklären wie eine Orange schmeckt oder wo rechts und links ist.


Grüße
 
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Mit Kraft kannste die Speichen immer verbiegen, das ist nicht das Thema. Aber es geht wirklich sehr leicht. Im Vergleich zu meinem alten schweren Laufradsatz ist das Widerstandsmoment gegen Durchbiegung vielleicht ein Viertel. Nun mag man sagen, die Messerspeichen sind in Querrichtung eh etwas weicher als normale 1,8er Rundspeichen. Aber so krass sollte der Unterschied nicht ausfallen.
 

garbel

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An der Gabel, besonders am oberen Gewinde kann man deutlich sehen, dass es nicht winklig gebohrt wurde und die Ausgleichsscheiben dringend nötig sind.

Da ist nichts schief gebohrt! Alles in Ordnung, keine Panik, locker bleiben... Das ergibt sich so, weil der 2-Schrauben Adapter oben breiter als unten ist. Der Bremssattel steht dann nicht mehr rechtwinklig zu den Schrauben auf dem Adapter. Die gelenkigen U-Scheiben sind an dieser Stelle daher dringend notwendig, sonst würden die Schraubenköpfe nicht plan aufliegen. Das ist NUR dem Adapter geschuldet, keinen vermeintlich schiefen Bohrungen. Verwendest du einen 4-Schrauben Adapter (Magura QM-6 z. B.), brauchst du keine Ausgleichsscheiben.
 
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Fortis76

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Ich habe irgendwo gelesen, dass der RS RT3 halt 295 gr wiegt. Mit dem Gewicht ist das halt immer so ne Sache. Der eine wiegt nur den Rahmen ohne Lager der andere mit, dann einmal mit und ohne Dämpfer. Aber wenn du sagst du hast den Rahmen mit eingebauten Dämpfer gewogen und hast angenommer Der RS RT3 wiegt 215 gr dann warste ja bei nem Gesamtgewicht von 1900 gr + 215 gr +60 gr ("Übergewicht") bei 2175 gr. Diesen Wert finde ich schon ziemlich gut.
Ein etwas größerer Rahmen wiegt natürlich noch etwas mehr.
Du hast ja den 17,5 Zoll Rahmen wie groß bist denn?
Könntest du mal bei Gelegenheit die Überstandshöhe messen?
 

Rudirabe

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@garbel
Null Problemo, ich bin absolut locker und bleib das auch.
Ich weiß noch nicht, ob ich das richtig verstanden habe. Da muss ich erst mal ne Nacht drüber schlafen. Kann es sein, dass du breit mit hoch meinst, dann hätte ich das dann wahrscheinlich verstanden und ja, das könnte sicher auch sein.

@fortis 76
Irgendwo muss ich den Zettel mit dem Gesamtgewicht noch haben. Lass mir noch ein wenig Zeit.
Ich bin 172cm groß, wiege 72kg, meine Schritthöhe ist 82,5cm nackich und das Bike hat an der niedrigsten Stelle am Oberrohr ca. 72cm ausgefedert. Abflugewicht des Bike sind knapp 10kg, genauso wie du es da siehst.

Grüße
 
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garbel

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Da muss ich erst mal ne Nacht drüber poppen. Kann es sein, dass du breit mit hoch meinst, dann hätte ich das dann wahrscheinlich verstanden und ja, das könnte sicher auch sein.

Schau dir mal deinen Adapter genauer an. Diese Art Adapter hat auch 2 unterschiedliche lange Schrauben, frag dich mal, warum. Ist auch nicht so schlimm, wenn dir das nicht gleich klar wird, Hauptsache du hast verstanden, daß es NICHT an schiefen Bohrungen in der Gabel liegt, die sind nämlich gerade.
 
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Rudirabe

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@garbel

Weiß schon was du meinst und dass die obere Schraube länger sein muss als die Untere ist auch klar. So ganz, dass da nix schief gebohrt sein kann, kann ich das allerdings nicht unterschreiben. Andererseits hast du sicher recht, dass der Hauptgrund der Adapterhöhe, sprich Abstand des Bremssattels zur Aufnahme an der Gabel, geschuldet ist, die sich ja auch mit dem Scheibendurchmesser ändert. Lass mich noch ein wenig Material sammeln und Fotos machen. Bei meinen Hardtails sieht das ein wenig anders aus, und vor nicht allzu langer Zeit, hatte ich genau deswegen ein längeres Gespräch mit dem Formula Support, der mir da wirklich kompetent und absolut erschöpfend Auskunft geben konnte. In einem aber sind wir alle uns ganz klar einig: Diese konischen Scheiben sind Pflicht, sonst liegt kein Schraubenkopf korrekt und plan auf.

Genial finde ich das Sram System, bei dem der Sattel zwischen zwei (acht) Scheiben dieses Scheibensystemes eingeklemmt wird und so auch der Winkel zur Bremsscheibe eingestellt werden kann.

Ich komme später noch einmal auf diese Thema zurück.

PS. Deine beiden Artikel über Reifen und Felgen sind goldwert und decken sich 100% mit meinen bisherigen Erfahrungen. Können sich auch einige Designer eine Scheibe von abschneiden.

Grüße
 
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Ähm also bei mir liegen alles Schreibenköpfe problemlos "korrekt und plan" auf - ohne konische Unterlegscheiben.
Oh und mit der Feile würde ich da auch nicht dran rumwerkeln. Eigentlich gibt es dafür - wenns überhaupt nötig sein sollte - extra Werkzeug, welches jede ambitionierte Fahrradwerkstatt hat.

Wobei heutzutage die ganzen Vorarbeiten bei nem neu gekauften Rahmen und Gabeln schon erledigt sein sollten, also Vorbereitung von: Steuersatz, Tretlagersitz und Bremsaufnahmen.
 

Rudirabe

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Hi,

Beim Rahmen war das auch nicht weiter groß notwendig, zwei Feilenstriche und die Aufnahme war plan. Steuerkopf, Sattelrohr und Innelagergewinde bedurften keinerlei Nacharbeit, das passte alles auf Anhieb. Nur bei den Gabeln, da sind oftmals die Auflageflächen nicht plan oder mit Lackresten bedeckt. Zumindest bei den letzten 5 die ich verbaut habe. Die letzte SID war sogar so schief aus der Form gefallen, dass ich den Bremssattel nicht montieren konnte, die Scheibe schliff innen im Gehäuse. Da hab ich fast 'nen Föhn bekommen, so sauer war ich auf die "Qualitätskontrolle" :mad: . Die Hersteller geben sich da keine große Mühe. Es gehört auf jeden Fall geprüft und bei Bedarf nachgearbeitet. Besonders bei Alurahmen, da verziehen sich durch schweißen und entspannen sehr leicht die Steuerlageraufnahmen und Innenlagergewinde. Um einen sauberen Einbau zu gewährleisten, fräse und schneide ich die immer nach. Wer Muffen hat das selber zu machen, geht halt bei Bedarf zum Fachhändler seines geringsten Misstrauens und lässt es machen. Ist doch alles kein Problem.

Was die U-Scheiben betrifft, liegen die den Bremsen bei und werden beispielsweise von Formula in deren Betriebsanleitung ausdrücklich empfohlen. Und mit Recht. Wenn du sie nicht brauchst, hast du einfach Glück gehabt. :)

Grüße
 

garbel

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Der Bremssattel (rot) liegt schief auf dem Adapter (schwarz) auf, bedingt durch dessen Bauweise. Deswegen müssen zwischen Schraubenkopf und Bremssattel die Ausgleichsscheiben.
 

Rudirabe

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@garbel

:daumen: mit der zeichnung dürfte jetzt jedem klar sein warum die montiert werden müssen. Ich habe nochmal nachgedacht. Je nach Adapter bzw. keinem Adapter bei 160mm Scheibe, mit Adapter bei 180mm und 200mm vollführt der Sattel eine Kreisbewegung um die untere Aufnahme. Der obere Teil wächst stärker mit der Scheibengröße als der untere. Schon das muss mit den Scheiben ausgeglichen werden. Ich weiß nicht ob das jemand so versteht was ich meine, ich mach mal ne Zeichnung heute abend.

Grüße
 

garbel

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Der obere Teil wächst stärker mit der Scheibengröße als der untere. Schon das muss mit den Scheiben ausgeglichen werden.

Richtig, aber nur bei den 2 Schrauben Adaptern sind Ausgleichsscheiben nötig. Bei den 4 Schrauben Adaptern (z. B. Magura QM-6) liegt der Bremssattel rechtwinklig auf, daher sind keine Ausgleichsscheiben nötig (ne normale U-Scheibe würde ich aber trotzdem immer verwenden)





Mir ist wichtig, daß das verstanden wird, deshalb reite ich so drauf rum, ist nichts Persönliches ;)
 
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Rudirabe

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@12die4

Hi,

ich habe gesehen dass du schon am Brocken gefahren bist. Wir waren zur Walpurgisnacht 2011 da und sind am nächsten Tag hoch zum Brocken gefahren. Hoch aus Zeitgründen mit der Bahn und runter natürlich mit dem Bike. Das Wetter war affengeil, warm und strahlender Sonnenschein. Das ist auf dem Brocken so selten wie ein 6er im Lotto. Alles in Allem super schöne Tage.










Grüße
 
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Ja, sehr schönes Wetter. Die Gegend da ist eh sehr schön zum Fahren. Aber den alten Goetheweg runter (erstes Foto) ist nicht die beste Methode um vom Brocken abzufahren. Kommt natürlich darauf an, in welche Himmelsrichtung es weitergehen soll...
Ich bin damals über das Ilsetal hoch zum Gelben Brink und von dort auf der Brockenstraße. Runter dann dem Hexenstieg entlang. Gibt aber viele Möglichkeiten. Für ganz mutige zum Beispiel den Eckerlochstieg. Ich hatte auf meinen Touren im Harz mit dem Wetter eigentlich meistens Glück. Bei der Hexenstieg-Tour an drei Tagen, war das Wetter nur am ersten leicht regnerisch. Danach Sonne pur.
 

Rudirabe

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Wir sind wieder zurück zum Schierker Bahnhof gefahren, weil da unser Auto stand. Viele Gedanken hab ich mir da nicht gemacht. Die Karte genommen und los.

Grüße
 

Rudirabe

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..... und weiter geht's

Laufräder
Als Laufräder hatte ich mir die NoTubes ZTR Alpine mit FunWorks Evo Naben und Sapim Messerspeichen ausgesucht. Die LightAthmosphere Felgen, die ich eigentlich haben wollte, gab es nicht mehr. Naben und Speichen Kombi fahre ich schon seit Jahren in Verbindung mit den Nope Felgen und bin damit mehr als zufrieden. Ich habe damit nur einmal Lagerprobleme gehabt, deren Reklamation jedoch einfach nur traumhaft abgewickelt wurde.

Im Moment fahre ich die Felgen noch mit Schläuchen. Schlauchlos kommt später, muss ich noch mit Kopf und Bauch diskutieren. Die Chancen auf tubeless stehen jedoch nicht schlecht. Die Nippellöcher werden mit 9mm Strapping Tape abgeklebt. Ist superleicht und spottbillig.











Dann können Schlauch und Mantel aufgezogen werden. Beim Aufziehen des Mantels darauf achten, dass die Mantelränder in der Vertiefung des Felgenbettes zu liegen kommen, sonst wird die Angelegenheit zur Qual, weil sich der zur Verfügung stehende Teil des Mantels aufgrund des größeren Durchmessers der Felgenbettaußenseiten immer weiter verkürzt . Mantelinnenseite und Schlauch reichlich mit Talkum einpudern damit später beim Fahrbetrieb beides gut aufeinander gleiten kann. Den Puder möglichst nicht einatmen.

Mit einer guten Standpumpe auf 31/2 - 4 bar aufpumpen bis der Mantel in die Haken des Felgenmauls poppt und fertig ist. Wenn man das fünf mal gemacht hat, geht das anschließend schon richtig flott von der Hand.

Hinten Cassette aufziehen, vorne noch die Nabenaugen von 9mm Schnellspanner auf 15mm Steckachse umrüsten, meine SID ist ja tapered und hat 15mm Steckachse, Bremsscheiben montieren und schon können die Laufräder eingebaut werden.

Ich fahre nach wie vor 9fach invers, hinten mit 12-32 und dazu 2fach vorne mit 24-38, wie an meinem Hardtails. Da diese Kombi für mich ideal ist, ich keiner bin der auf jeden Hype aufspringt nur weil es die Industrie so will und der Keller auch noch voll ist mit Teilen die bis an mein selig Ende reichen, wird das auch bei diesem Fully der Fall sein.
Und ehrlich Freunde, einen 10. Gang vermisse ich nicht. Und ja, Ich bin schon 10fach gefahren. Tatsächlich habe ich statt der 13 fahrbaren Gängen bei 9fach letztendlich nur 1 Gang mehr bei 10fach und das lohnt den ganzen Aufwand nicht.





Grüße
 

Rudirabe

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So, der Kettenstrebenschutz ist gewechselt. Dass es jetzt der Montierte wurde ist der Größe geschuldet und und nicht dem Design. Kleiner als 11,5cm darf er in der Breite nicht sein, sonst passt er nicht. Dieser hat das Maß und passt gerade. Bei der Größe ist die Auswahl nicht wirklich riesig.






Oberhalb des Schaltwerkes wurde ebenfalls ein Stück eines Strebenschutzes montiert. Das mildert die Schaltwerkseinschläge, die schon mal vorkommen wenn's ruppig wird, super gut ab.



Heute geht's in die Palz. Gepackt ist und das Bike scharrt schon mit den Hufen. War lang genug Winter. Von Neustadt aus zum Totenkopf, Erbseneintopf essen und über Kalmit und Hohe Loog, Kaffee trinken, wieder zurück, so lange das Wetter mit spielt.

Euch allen viel Spaß heute.
 
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Na dann mal viel Spaß. Bilder machen nicht vergessen. ;)
Ein erster ausführlicher Praxisbericht wird auch gern gelesen.

Was den Kettenstrebenschutz anbelangt, kann man sich da doch auch problemlos was selber basteln, oder nicht? Einfach im Baumarkt Material kaufen und passend zusammennähen. Alternativ gibt es auch so eine Art Moosgummi-Folien, die auch gut was wegdämpfen. Denn so ein Rundum-Überzieher ist ja eigentlich gar nicht nötig.
Oben kommt die Kette mal gegen, in ganz seltenen Fällen auch mal unten. Aber das wars.
 

Rudirabe

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Und wieder zurück.

An die Kamera hatte ich schon gedacht. Nur fiel die Wahl auf eine zusätzliche Weste, womit der Platz im Rucksack nicht mehr reichte. Bei dem Wetter weiß man wirklich nicht was man anziehen soll, irgendwie ist es immer verkehrt. Die Weste habe ich trotzdem gebraucht, bei der Abfahrt vom Totenkopf war es dann doch empfindlich kalt in kurzen Hosen, dafür war’s obenrum gemütlich.

Vor 14 Tagen war ich noch auf einen kurzen Abstecher bei 2Fast Bikes um mit Bernd mein Dämpfer Setup durchzusprechen. Nach fast zwei Stunden intensiven Gespräches mit ihm, seiner Frau, einem Kollegen und viel Kaffee war klar, dass ich erst einmal mein auf gut Glück eingestelltes Grundsetup durchtesten sollte um dann eventuelle Änderungen schrittweise durch zu führen.

Nach dem heutigen Tag, 40km und 900 Höhenmeter, steht fest, es bleibt wie es ist. Ich hatte vorne den Sag auf 25%, hinten auf 20% und den Rebound bei beiden auf 2/3 offen gestellt. Ich bin zwar nicht der große Tester mit der riesen Erfahrung, bilde mir aber ein damit eine gute Einstellung gefunden zu haben. Insgesamt straff abgestimmt, die SID ist das ja von Haus aus, arbeiten die beiden 120mm Systeme vorne und hinten meinem Empfinden nach gleichmäßig. Auch der Rebound scheint gut eingestellt zu sein, da sackt nix wech und gehüpft wird auch nicht.

Hardtail und Fully miteinander zu vergleichen ist immer irgendwie Kappes. Jedes Teil hat im Grunde sein eigenes Arbeitsgebiet. Gondelt man gemütlich die Waldautobahn entlang oder geht's bergauf, ist der Unterschied zwischen Hardtail und Fully systembedingt nicht allzu groß, hier kann das Hardtail aufgrund geringeren Gewichtes leicht punkten. Das ist nun mal so und gilt für jedes Fully, solange es schwerer ist als das Hardtail. Wird’s aber schneller, wendet sich das Blatt. Ganz großes Kino wenn es dazu noch ruppig wird. Die Woche über fahre ich mit dem Hardtail zur Arbeit, halb Wald, halb Radweg und an die Abfahrten vom Kalmit nach Neustadt runter kann sich mein Hintern auch noch gut erinnern. Das gleiche mit dem Fully, da sind schon kleine Welten zwischen. Dieses hier liegt satt auf der Strecke, der Bodenkontakt ist super gut, lässt dir aber aufgrund der eher straffen Abstimmung trotzdem eine klare Aussage über die Beschaffenheit des Weges zukommen. Das Fahrverhalten ist neutral, der Geradeauslauf fehlerfrei. Ob Bodenwellen oder Treckerspuren, es geht unbeeindruckt weiter. Auch bergauf bei laut Karte 13% Steigung, kein Problem. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl unerwarteter Reaktionen. Richtungsänderungen kommen direkt und ohne Verzögerung.

Ich habe schon Räder gefahren, die fuhren nach jeder Bodenwelle in eine andere Richtung und Fullies, da ist meine Couch Kasperltheater. Mein Freund in Österreich hat so was. Absenkbare Talas und Dämpfer mit Reservoir. Da muss es schon richtig fett kommen. Der fährt auf dem Weg zu seinem Bikerevier auch ein Stück lebende Bahnstrecke. Zwischen den Gleisen auf den Schwellern versteht sich, und das ohne seinen Frühstückskaffee dabei zu verschütten. Ich find's affengeil, aber mein Ding ist es nicht. Weder das eine noch das andere. Das hier passt mir und erfüllt meine Vorstellungen. Negative Eigenschaften sind mir während der insgesamt bis jetzt gefahrenen 200km nicht aufgefallen. Und wenn es so wäre hätte, ich keine Probleme das auch zu sagen. Diesem Thema widme ich später noch ein paar Worte, wenn es um den Antrieb geht.

Grüße
 
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Rudirabe

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Schaltung
Das Schaltwerk hinten montieren sollte auch kein Hexenwerk sein. Wegbegrenzung so einstellen, dass nur ein wirklich minimales überschalten möglich ist. Eingebaut habe ich die XTR GS Version, RD-M970, invers mit kurzem Käfig. Hatte ich günstig, (zum XT Preis) 4 Stück bekommen und sofort zugeschlagen. Für den sonst üblichen Marktpreis hätte ich mir ganz bestimmt kein XTR ans Bike genagelt, XT geht genauso gut. Kapazität passt mit 35 Zähnen genau und das Ganze lässt sich super gut schalten.

(Zähne großes Kettenblatt - Zähne kleines Kettenblatt)+(Zähne großes Ritzel - Zähne kleines Ritzel) = Kapazität.


Grüße

Draußen ist affengeiles Wetter, zwar kalt -8°C, aber sonnig. Da ich heute einen Tag frei habe, pack ich mir jetzt mein Fully und fahre aufs Lambertskreuz. Bei Kaffee und Kuchen denke ich dann an euch.
 
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