Monstergravel - let's call it "Trekking"

Ich möchte ja die Freude nicht trüben. Aber ist es nicht mehr oder weniger Standard, dass bei Rennrad und Gravel der Lenkwinkel und teilweise auch der Sitzwinkel mit der Rahmengröße skaliert? Reicht nur in den meisten Fällen nicht ganz aus um Toe Overlap wirklich zu eliminieren.
Da hast du Recht. Hier ist es aber halt schon deutlicher als sonst, es sind immerhin 3,5° im Lenkwinkel zwischen der kleinsten und größten Größe.
Im News-Bereich reicht das um ein Rad von "viel zu extrem" nach "völlig veraltete Geo" zu schieben ;)
Vielleicht schaue ich aber auch immer nur auf die Tabellen von irgendwelchen Hipsterquatsch-Marken und bei vernünftigen Rädern ist das normal?
 

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Re: Monstergravel - let's call it "Trekking"
🤗 Das ist lieb, dass du an mich denkst.

Zum Einen suche ich aber doch tatsächlich nur einen Rahmen und da sollte dann, wenn möglich auch weder Rose, noch Radon, noch Canyon drauf stehen 😅 Zum Glück ist die Radon Geo auch sehr "long & slack" und ich fahre beim Gravel dann doch lieber kurz und etwas mehr Stack.

Ich versuche grade an ein Sonder Camino Ti zu kommen. Die Kommunikation mit Alpkit ist zwar flott, aber leider nicht immer ganz zurfriedenstellend. Ob die Lieferung eines irgendwann in der UK eintreffenden Rahmens in die EU letztlich möglich ist, konnte ich noch nicht abschließend klären.

Eine Anfrage bei Nordest bestätigte aber, dass die Geoanpassung am Tretlager problemlos möglich wäre. Herstellung und Lieferung dauern dann natürlich nochmal etwas länger.

Mal schauen, was am Ende klappt.
Ich finde den Salsa Cutthroat cool. Ist eine Mischung aus MTB und Gravel-Bike. Es passen alle MTB-Komponenten (bspw. Eagle 10-52T, Hinten u. Vorne Boost 12-148 bzw. 15-110).
Überlege mir den Irgendwann zu kaufen, kann dann meine ganzen Komponenten übertragen. Gibts ab Größe 52. Ist für Bikepacking geeignet, extrem belastbar.


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Ich finde den Salsa Cutthroat cool. Ist eine Mischung aus MTB und Gravel-Bike. Es passen alle MTB-Komponenten (bspw. Eagle 10-52T, Hinten u. Vorne Boost 12-148 bzw. 15-110).
Überlege mir den Irgendwann zu kaufen, kann dann meine ganzen Komponenten übertragen. Gibts ab Größe 52. Ist für Bikepacking geeignet, extrem belastbar.


Anhang anzeigen 1455010

Finde das total uncool 🙈 aber zum Glück sind Geschmäcker ja verschieden. 😁

Ich könnte auch z.B. meine LRSs nicht übernehmen, da hier tatsächlich mehr MTB Gene drin stecken (110mm vorn, 148 hinten) als Gravel Gene.
 
Nochmal ein bisschen Input zum Thema Monstergravel vs Standardgravel.
Das unten ist ein Standard Holdsworth Mystique in Größe S/52cm
Screen Shot 2022-04-19 at 10.33.05.png
Lenker 44cm Easton AX, 100mm Vorbau. Shimano GRX Schaltung ein wenig aufgepimped mit 10-42 Kassette und Praxisworks Subcompact 32/48 Kurbel mit 165mm Kurbelarmlänge, Hope RX4 Bremsen mit 160mm Scheiben v/h.
Das einzige was nicht so ganz Standard ist, sind Flatpedale und eine 100mm Crankbrothers Highline Gravel Stütze, deren internen Zug ich längs des Bremsleitungs Ausgangs durch den Rahmen gewürgt habe.
Toe Overlap gibt es mit der Geo/Kurbelarmlänge und Schuhgröße 38/39 und Vorliebe zu Fußauflage am Mittelfuß, allerdings ist das eher "Toe Touching": es rubbelt mal kurz, aber man bleibt nicht hängen. Mit den Flatpedalen komplett beherrschbar, man setzt einfach den Fuß etwas nach hinten und dann gibt es auch kein "Toe Touching" mehr.
Aufsetzer am Pedal und Kurbel gibt es auch, vor allem das große Kettenblatt lebt gefährlich, da muss man schon öfter mal gucken ob es reicht und die Linie anpassen. Im Uphill stört es mich weniger als im Downhill, da kann ich besser mit Pedalkicks arbeiten und Pedal-Aufsetzer meiden, runter ist es dann doch öfter mal do or die (fürs Kettenblatt), wenn das Hindernis über das man drüber muss eben so ist wie es ist.

Mit etwas Willen kann man mit dem Radl an der oberen Grenze von S2 fahren (so praktiziert über Ostern in den Vogesen), dann ist aber auch definitiv Schluss. Und den gesamte S2 Bereich muss man wirklich auch schon wollen, gemütlich oder intuitiv fühlt sich das nicht mehr unbedingt an. Was dann irgendwann das Limit darstellt ist, geordnet von "schlimm" zu "weniger schlimm":
  • die Lenkerbreite. Mir fehlt einfach irgendwann der Hebel um die Karre halten zu können
  • die Sattelhöhe. 100mm Dropper bringt viel, aber manchmal reicht's nicht. Ich kann mich nicht so am Rad bewegen wie ich das gerne möchte, zusammen mit dem schmalen Lenker fühlt man sich doch oft immobiler als man das gerne hätte.
  • der hohe Schwerpunkt, vor allem wenn man sich Taschen und Flaschen daranbastelt. Man beachte die Trinkflaschen in der Hipbag während die Flaschenhalter leer sind, die sind da nicht zum Spaß. Mit 2kg mehr am Rahmen waren enge Umsetzkehren nicht drin, mir hat's beim in die Kurve kippen lassen einfach das Rad umgeworfen und ich konnte es nicht halten und nicht mehr ausgleichen, siehe Lenkerbreite und Sattelhöhe. Mit den Trinkflaschen an den Rücken verbannt war es schon deutlich besser, das konnte ich dann halten. Das nächste Mal lass ich die Rahmentasche weg, die 2kg von dem Ding wären auch "verzichtbar" gewesen. Mein Enduro Fully wiegt "leer" immer noch 1kg mehr als das Gravel mit Rahmentasche und zwei Literflaschen, aber da liegt der Schwerpunkt tiefer und vor allem hab ich mehr Bewegungsfreiheit und mehr Hebel um die Karre zu halten, da stört mich das Gewicht um ein vielfaches weniger.
  • die Bremspower. 160mm Scheibchen sind einfach irgendwann undersized, irgendwann wirds harte Arbeit am Bremshebe zu ziehen. Aber das geht ja leider mit Flatmount nicht besser.
  • die Traktion. Auf Geröll und losem Laub muss man selbst mit den sehr guten Rock'n'Road sehr vorsichtig sein, einmal Geschwindigkeit aufgenommen kriegst sie nimmer raus. Ist halt ein Unterschied zu Mtb-Schlappen.
  • der Lenkwinkel und die Radlänge. Ab S2-Steilheit wird's super sketchy.
  • nein, der Dropbar ansich ist kein Problem (aus Thread-historischen Gründen muss das erwähnt werden) :D

Was ich damit sagen will? Wenn man mit dem Gravel auf Trails will, dann muss man entweder die Backen zusammenkneifen und es sportlich als Herausforderung sehen. Es ist sketchy, und zwar alles.
Oder neu denken. Man kann ein übliches Standard-Gravel nicht zum Trailbike umerziehen, das geht nicht. Auch wenn man den Toe Overlap eliminiert oder auf ein erträgliches Maß limitiert so dass es nicht mehr stört oder gefährlich ist. Auch wenn man eine Dropper einbaut. Vor allem Gepäck ist ein Problem. Ich sehe keinen Sinn darin viel Gepäck am Rad unterkriegen zu wollen, wenn man damit (viel) Trails fährt, weil das Gepäck zusammen mit dem hohen Schwerpunkt und schmalen Lenker wirklich eins der Hauptprobleme im Handling ist. Genauso muss man die ganze Geo anfassen, wenn man es sich auf Trails gemütlicher machen möchte, es fängt mit Prio an der Lenkerbreite an und zieht einen Rattenschwanz nach sich der bei Vorbaulänge und Lenkwinkel aufhört. Meine Gedanken dazu hatte ich ja am Anfang dieses Threads ausgeführt, und auch nach 2 Jahren "Monstergravel" bleib ich bei der Theorie. Manches hab ich zu eng gesehen oder war zu skeptisch, aber das Grundprinzip, dass man alles verändern muss um es stimmig zu halten, das war imo genau richtig (Lenkwinkel bedingt Vorbaulänge bedingt Reach bedingt Lenkerbreite, und andersrum auch)

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Der ganze Aufsatz ist ein wenig in Richtung @Aninaj gerichtet. Ich hab beim Vogesen-Graveln öfter an dein Vorhaben gedacht, und überlegt ob du mit deinem Lastenheft irgendwas verbesserst oder doch nur veränderst. Mein Hauptpunkt ist wirklich: vergiss das mit dem Gepäck, vor allem weil klassische Gravel-Rahmentaschen zwingend ein großes Rahmendreieck erfordert, und dann kommst du zu eben dem oben beschriebenen Problem mit dem Handling: die Rahmenhöhe/fehlende Sattelabsenkung macht dich immobil während der hohe Schwerpunkt vom Rad alles kippelig macht. Wenn du einen hohen und gleichzeitig kurzen Hauptrahmen dann noch mit einem (eher ungewöhnlich) hohen Tretlager und der kleinen Laufradgröße kombinierst, wird es das "Problem" des instabilen Handlings sicher nicht verbessern, eher verschlimmbessern. Viel wirst du mit deinem Konzept zum Status Quo also nicht gewinnen, höchstens verändern, eventuell sogar Probleme verschieben, und für die Nuancen ist der finanzielle Aufwand zu hoch. Daher: lieber alles neu anfassen, keine Angst vor länger/tiefer/flacher, und das Gepäck opfern. Für Radreisen könntest du dich ja immer noch in Richtung Mtb-Bikepacking-Taschen orientieren. Oder halt doch n+1 (imo das beste Konzept). Oder die Herausforderung mit dem aktuellen Rad annehmen, geht auch, und ich finde es immer wieder witzig, es ist halt... naja, herausfordernd.


Edit meint: grrr, falschen Thread erwischt... verschoben :)
 
Zuletzt bearbeitet:
...Du schreibst da voll meine Meinung (sprich. ich geb Dir völlig Recht) - nicht umsonst gibt es inzwischen so viele Radgattungen (sehr schöne Stellungnahme von Dir :daumen:)

Was mir nur nicht in den Kopp will: warum verlange ich von einem Bike unbedingt, dass es etwas können muss, wofür es nicht gebaut ist (es sei denn, mann nimmt es als Challenge, aber das ist ein anderes Thema ;) )?

Die eierlegende Wollmilchsau wird es nicht geben. Da sind die Ansprüche eben zu speziell, bzw. müssen Kompromisse gemacht werden, wozu man ja wieder keinen Bock hat...da beisst sich die Katze in den Schwanz.

Und ausserdem: wo kämen wir dann hin? Dann hätte man ja nur 1 Bike :fail: - oGottoGottoGott, da würde ja die ganze schöne n+1 Theorie platzen, allein die Vorstellung - brrrrr

(Achtung, für die, die es nicht verstehen: bitterböse Ironie)
 
Mein Monster hat bei 50er Sitzrohr und 445er Kettenstrebe sowie einem LW von 70,5° einen Radstand von 1065mm. Front-Center sind 625mm. Für "toe touching" müsste mein Fuss (Fussballen als Aufstandspunkt präfenriert und Schuhgröße zw. 38 und 39) nach vorn noch 5cm wachsen. :D

Habe schon oft nach einem alternativen Gravelrahmen gesucht, da ich gern eine Gabel mit Gewindeösen nutzen würde. Bisher habe ich keinen gefunden, der die Kriterien des Koga Beachracer erfüllt.
Gabeltausch gestaltet sich beim Koga als Sackgasse, da ungewöhnliche Einbauhöhe und da ich mir die übrige, fast zu 100٪ stimmige Geo nicht versauen möchte, belasse ich es einfach dabei.

Das Koga ist zwar auf der Straße etwas träge aber dafür im Gelände kaum zu bändigen - macht einfach nur Spaß.
Nachteil: Dropperpost in 27,2 gibt es nicht so viele und aufgrund des relativ langen SR und dem damit verbundenen geringen Sattelstützenauszug macht es auch keinen Sinn, das überhaupt in Erwägung zu ziehen.

Irgendeinen Kompromiss wird man leider immer eingehen müssen.
Große Rahmentasche und geringe Überstandshöhe bei einer Körpergröße um die 165cm schliesen sich gegenseitig eben leider aus.

Das Nordest Albarda hatte ich auch mal auf dem Schirm.
Gestört haben mich dabei der kurze Radstand, die Tretlagerabsenkung sowie die kurzen Kettenstreben.

Dann kann ich an der Gabel eben kein Gepäck vernünftig dranrödeln und muss es eben zu Hause lassen oder es anderswo unterbringen. :)

Irgendetwas ist eben immer, da bliebe tatsächlich nur das Maßgeschneiderte als echte Alternative - aber eben dennoch mit Kompromissen.
Dann doch lieber:

n+1

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Zuletzt bearbeitet:
  • die Bremspower. 160mm Scheibchen sind einfach irgendwann undersized, irgendwann wirds harte Arbeit am Bremshebe zu ziehen.
Da gebe ich dir vollkommen recht. Ich bin aber nicht der Ansicht, dass das am Bremsscheibendurchmesser liegt. Ich habe die Hypothese, dass dies mit der Handhaltung in den Bögen (Hooks) des Dropbars zusammenhängt; >Ergonomie/Biomechanik.

Ich kann mit der Handhaltung beim Dropbar nicht annähernd die Handkraft aufbringen, wie bei einem Flatbar. Ich habe es probiert, auch wenn die jeweiligen Bremsen an den jeweiligen Rädern mit Dropbar und Riser Unterschiede bei gleichem 160'er Durchmesser aufweisen. Jedenfalls fahre ich genau deshalb einen Riser mit einer Saint an 160'er Sram Bremsscheiben mit vorne Trickstuff Power+, derzeit Tufo Speedero. Das bremst gigantisch (und hinten kaum dosierbar, so dass ich dort jetzt Shimano Resin Beläge nutze).

  • Aber das geht ja leider mit Flatmount nicht besser.
Hm, wären das nicht Optionen?
https://mtb-bremsbeläge.de/bremssch...-adapter-140-mm-180-mm-bremsscheibe-cyclotechoder
Shimano Y-8N230000, VR FM 160/180 auf FM 180
 
Der ganze Aufsatz ist ein wenig in Richtung @Aninaj gerichtet.
Als ich angefangen habe zu lesen, war mein erster Gedanke - meint sie mich? 😁

Toe Overlap gibt es mit der Geo/Kurbelarmlänge und Schuhgröße 38/39 und Vorliebe zu Fußauflage am Mittelfuß, allerdings ist das eher "Toe Touching": es rubbelt mal kurz, aber man bleibt nicht hängen. Mit den Flatpedalen komplett beherrschbar, man setzt einfach den Fuß etwas nach hinten und dann gibt es auch kein "Toe Touching" mehr.

Wegen des Toe Overlaps / niedrigen Tretlagers fahre ja extra ne 165er Kurbel. Mit "Standardbereifung" (700-40) bleibe ich trotzdem mit dem Fuß hängen. Je nach Stellung ist es mal nur ein kurzes rubbeln, aber inbesondere "im Einsatz" (steile Rampe hoch, enge Kehre fahren, um ein Hindernis zirkeln) will ich nicht vorher immer prüfen, ob das Fuß jetzt auch weit genug hinten auf dem Pedal steht. Da muss Fuß auf Pedal und funktionieren.

Ich hab mal gemessen und vielleicht habt ihr auch mal Lust und Laune Vergleichswerte zu messen:

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Mir bleiben ab Pedalachse etwas unter 9 cm. Je nach Schuh trage ich Größe 40-41 und tendiere dazu den Fuß eher weiter vorn auf's Pedal zu setzen. Ich hab schon probiert den Fuß weiter hinten zu platzieren, aber da bleibt er nicht. Wahrscheinlich will mein Morton da einfach mitreden 😅

Wenn man mit dem Gravel auf Trails will, dann muss man entweder die Backen zusammenkneifen und es sportlich als Herausforderung sehen. Es ist sketchy, und zwar alles.
Oder neu denken. Man kann ein übliches Standard-Gravel nicht zum Trailbike umerziehen, das geht nicht.

Mein Ziel ist auch kein Trailbike, das hab ich ja schon ☺️
Ich möchte die einfachen "Trails" die mit dem Trailbike einfach langweilig sind, stattdessen nun mit dem Gravel fahren. Und bis auf den Toe Overlap und die fehlende Sattelabsenkung klappt das auch ganz gut. Daneben soll es aber weiter für die langen Touren mit leichtem Gepäck funktionieren. Also kein MonsterGravel für Trails only. 🙃

Viel wirst du mit deinem Konzept zum Status Quo also nicht gewinnen, höchstens verändern, eventuell sogar Probleme verschieben, und für die Nuancen ist der finanzielle Aufwand zu hoch. Daher: lieber alles neu anfassen, keine Angst vor länger/tiefer/flacher, und das Gepäck opfern. Für Radreisen könntest du dich ja immer noch in Richtung Mtb-Bikepacking-Taschen orientieren. Oder halt doch n+1 (imo das beste Konzept).

Viel wird es nicht, aber wenn die kleinen Änderungen zur mehr "Zehenfreiheit", weniger Aufsetzern und vielleicht einer DropperPost führen, dann reicht mir das (vorerst).

Ich habe tatsächlich mal nach einem kurzen MTB Rahmen geschaut, aber selbst in XS sind die meisten zu lang (OR) und haben ein super kurzes Sitzrohr. Das macht für meine Vorstellung einfach keine Sinn. Das würde vielleicht passen, wenn man wirklich ein reines Trailgravel bauen möchte.

Und für n+1 ist fehlt der Platz. Und aktuell vermutlich auch die Teile.

Das Nordest Albarda hatte ich auch mal auf dem Schirm.
Gestört haben mich dabei der kurze Radstand, die Tretlagerabsenkung sowie die kurzen Kettenstreben.

Ich habe das Super Albarda gemeint. Das hat einen deutlich längeren Radstand und die Tretlagerabsenkung kann man auf Anfrage anpassen lassen (vermutlich dann auch die Kettenstrebenlänge) Das geht allerdings nur beim TitanRahmen, wobei es den Stahlrahmen in SM eh nicht gibt.

Front-Center sind 625mm. Für "toe touching" müsste mein Fuss (Fussballen als Aufstandspunkt präfenriert und Schuhgröße zw. 38 und 39) nach vorn noch 5cm wachsen.

Bei mir ist das aktuelle FrontCenter (wenn ich mich nicht verrechnet/vermessen habe) bei 590 mm. Mit 625 mm - das sind ja 3,5 cm mehr, wäre ich auch zufrieden. Mit meinen größeren Füße bin ich bei mir aber genau da, wo du mit 5 cm mehr wärst. Am Reifen. 😒
 
Was mir nur nicht in den Kopp will: warum verlange ich von einem Bike unbedingt, dass es etwas können muss, wofür es nicht gebaut ist (es sei denn, mann nimmt es als Challenge, aber das ist ein anderes Thema ;) )?

Wenn du mich fragst: das in der Klammer. Ist doch lustig und spannend, die Grenzen zu testen und sich selber herauszufordern es hinzubekommen selbst wenn das Material es einem nicht einfach macht :) Außerdem bekommt man diese Challenge mit einem "ungeeigneten" Gravel in wesentlich freundlicherem ungefährlicherem Ambiente präsentiert, als wenn man ein dickes "geeignetes" Enduro an seine Grenzen bringen möchte (da steig ich ehrlich gesagt weit vorher aus, mangels Eier und Todessehnsucht)
Ungefähr dasselbe Thema wie "warum fährt man ein Hardtail, wenn es doch auch hinten gefederte Räder gibt?" ;)

Da gebe ich dir vollkommen recht. Ich bin aber nicht der Ansicht, dass das am Bremsscheibendurchmesser liegt. Ich habe die Hypothese, dass dies mit der Handhaltung in den Bögen (Hooks) des Dropbars zusammenhängt; >Ergonomie/Biomechanik.

Da kann ich dir dank Erfahrung getrost widerspechen. An meinem Monster fahr ich dieselbe Bremse (allerdings Postmount) mit 200mm Scheibe. Auch an Dropbar. Das Ding funktioniert ungefähr genau so wie ich mir eine Bremse mit dem gegebenen (nicht überirdischen) Übersetzungsverhältnis vorstelle, keinen Deut schlechter. Hab ich auch schon auf 1000hm in den Alpen auf Mtb-Trails gefahren und es hat einfach gebremst wie es soll. Ich hab mir das so eingestellt, dass ich wie am Mtb mit einem Finger bremse. Man muss natürlich die Ergonomie aus Lenker und STI Einstellung hinbekommen, was mit den zusätzlichen "Freiheitsgraden" einer Dropbar-Geometrie eine größere Herausforderung ist als an einem Flatbar (auch finanziell, weil man ein paar/viele Lenker durchprobiern muss bis man einen hat der passt). Eigentlich an jedem Kontaktpunkt zum jedem Fahrrad gilt halt, die Ergonomie muss passen sonst wird das nix. Prinzipiell ist es aber auch an einem Dropbar möglich, wenn auch schwieriger.
Die kleine Scheibe kommt einfach irgendwann an ihre thermische Grenze, wenn man lange drauf hängen muss dank ungeeignetem Rad in ungeeignetem Terrain. Simple as that :)


Shimano Y-8N230000 ist wenn ich das Googel der normale 140/160 Adapter. Wo hast du das mit 160/180 her?
Soweit ich das sehe ist auch das aus deinem Link für den üblichen Shimano-Flatmount. Da ist das so, dass Front und Rear Sattel baugleich sind, das Gewinde ist im Bremssattel. Hinten wird das an einen Adapter geschraubt, der selbst Gewinde hat (da schraubt man ja durch die Kettenstrebe fest mit Gewinde im Adapter bzw. Bremssattel). Vorne wird das an einen anderen Adapter geschraubt, der keine Gewinde hat sondern durch den die Schrauben gesteckt werden (das Gewinde sitzt in der Gabel).
Die Hope RX4 Sättel sind anders gebaut, da gibt es Front und Rear, jeweils mit spezifischer Befestigung.
Eine Möglichkeit wäre es, evtl einen Hope Rear Sattel (der ohne Adapter 160mm kann) an einem Shimano Front Adapter zu befestigen und so am Vorderrad auf 180mm zu kommen. Hatte ich mir mal überlegt das zu testen (fraglich ist, ob der Sattel dann in einem richtigen Winkel zur Scheibe steht?). War aber bisher zu faul. Und wenn man mal ehrlich ist, kommt der Reifen eh ungefähr zeitgleich ans Limit wenn die Bremse dasselbe tut, von daher ist die Motivation auch nicht so hoch. Was nutzt es letztendlich, mehr Bremskraft zu haben als man auf den Boden bringen kann. Und wie war das nochmal mit der Challenge? ;)

@Aninaj Bilder kommen gleich :)
Hängenbleiben ist immer doof, kenne ich ja von meinem alten Titan-Crosser, ich hatte da schon ein ähnliches Erlebnis wie du, auch im Uphill. Damals auch noch mit Klickpedalen so dass der Exit aus der dämlichen Situation nochmal erschwert war. Da bewegungsunfähig rumzubalancieren und sich schonmal im Geiste auszumalen auf welche Wurzel man gleich drauf kippt und welche davon wohl am meisten weh tut, das macht wirklich keinen Bock und ist von "Challenge" weit entfernt, das ist dann irgendwo nur noch gefährlich. Mein Lerneffekt war, bei Toe-Overlap am Rad im ernsthaften Gelände nur noch Flatpedale, mal den Fuß umzustellen hab ich kein Problem. Wenn das dir aber den Spaß versaut oder einfach nicht funktioniert, dann muss Toe-Overlap/Rubbeln ganz weg, auch das kann ich verstehen. Genau da kommst du allerdings wieder zum facheren Lenkwinkel und/oder längeren Hauptrahmen. Rattenschwanz: kürzerer Vorbau, breiterer Lenker. Das ist was ich oben meinte: alles neu denken. Einen Punkt anfassen ohne den Rest zu überarbeiten wird meiner Meinung höchtens ein Problem beseitigen, aber dafür im schlechtesten Fall mehrere neue schaffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Martina H. & @scylla - Danke für die Bilder. Hab zwischenzeitlich schon gezweifelt, ob ich mich einfach zu doof anstelle, aber dann ist bei mir einfach wirklich wenig Platz und ich hab dummerweise auch noch die größten Füsse 😅

Brauch ich wohl doch so einen Monstergraveler wie das VPace - das hat definitv genug Zehenfreiheit 🤗
 
Ich habe das Super Albarda gemeint.

Da wäre mir das OR etwas zu lang. Das Koga hat 540 und ich fahre es mit einem 60er Vorbau und einem Lenker mit wenig Reach, weil mir das Ganze dann doch zu irgendwie lang wäre.

Hier noch mein Beitrag zum Schuhstehtaufpedalundkratztamreifen-Contest:

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Edit: Koga Bechracer RH 50 mit Schwalbe Tunder Burt in 2.1" an der Front
Edidedit: 650B fahre ich nur am MTB HT ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Da wäre mir das OR etwas zu lang. Das Koga hat 540 und ich fahre es mit einem 60er Vorbau und einem Lenker mit wenig Reach, weil mir das Ganze dann doch zu irgendwie lang wäre.
Das ist bei mir auch der Hauptgrund, der leider gegen das super Albarda spricht. Aber das kurze OR führt eben auch zu einem kurzen Radstand… wenn der Lenkwinkel nicht entsprechend flach ist…

Wäre alles viel einfach, wenn ich ein paar Zentimeter größer wäre 🤪
 
Das ist bei mir auch der Hauptgrund, der leider gegen das super Albarda spricht. Aber das kurze OR führt eben auch zu einem kurzen Radstand… wenn der Lenkwinkel nicht entsprechend flach ist…

Wäre alles viel einfach, wenn ich ein paar Zentimeter größer wäre 🤪

Hmmm genau, alles Gute ist eben nie beisammen... 😭
 
Hier noch mein Beitrag zum Schuhstehtaufpedalundkratztamreifen-Contest:

20220420_063246.jpg


Edit: Koga Bechracer RH 50 mit Schwalbe Tunder Burt in 2.1" an der Front

28“/29“ oder 650b?

Wenn ich die Geo auf dem Papier vergleiche, dann sollte das Beachracer 5 mm mehr Frontcenter haben als mein Titus. Laut deinem Bild sind das aber locker 3 cm (fahre aktuell einen Maxxis Ikon in 650b x 2.1 an der Front).

Wo steckt da grad der Fehler? 🤔
 
Zur Länge: es gibt auch wirklich wirklich wirklich kurze Gelände-Dropbars. Mein PNW Coast (52cm) den ich am Monster fahre ist z.B. so einer. In den Drops sind die Hände dort kaum vor dem Oberlenker. Einzig die Position komplett auf den Hoods ist recht lang geraten, was aber eher an den ziemlich langen GRX STIs liegt, als am Lenker. Meine "Entspannungs-Position" ist mit Handauflage am Anfang der Hoods auf der Biegung des Lenkers, da komme ich in einer Millisekunde an die Bremse, und bin auch wieder kaum gestreckter als ganz am Oberlenker. Somit kann ich fast dieselbe Gesamt-Länge fahren wie an meinem Mtb und es fühlt sich auch nicht so arg viel anders an, breitenbereinigt (der Dropbar ist schmaler als meine Mtb-Flatbars, daher darf es da etwas länger sein) ergibt sich da für Strecke machen eine ähnliche Sitzpositionen, zuzüglich eben einer längeren (Hoods) die ganz praktisch ist um sich auf steilen Uphills nach vorne zu bringen, einer aufrechteren Cruiserposition (Oberlenkergriff) und einer tieferen für die Abfahrt oder Gegenwind (Drops).

Zahlen:
Das VPace Monster hat im Starrgabel-Aufbau (470mm Niner Starrgabel) eine eff. Oberrohrlänge von 586mm und einen Reach von 435mm. Da fahr ich es mit 40 oder 50mm Vorbau je nach Laune -> Gesamtlänge bis Oberlenker 626-636mm.
Mit 120mm Federgabel kommt die Front höher und der Reach wird kürzer, da hab ich einen 55mm Flatforce dran gemacht, fühlt sich auch passend an.
Mein Custom Hardtail hab ich auf 600mm eff. Oberrohrlänge designed, in der V2 Iteration 445mm Reach. V1 hab ich mit 40mm Vorbau gefahren, V2 ist mit 35mm Vorbau geplant -> Gesamtlänge bis Flatbar 630-640mm

Das Mystique Standard-Gravel hat einen Easton AX Lenker, der mehr Reach und auch mehr Drop hat. Da schaut die Geschichte anders aus, da sind die Hände in den Drops und an den Hoods deutlich weiter vorne oder unten als am PNW Coast. Das Mystique hat nur 526mm Oberrohrlänge und nur 365mm Reach, wird mit 100mm Vorbau gefahren (also auch wieder 626mm bis Oberlenker), und die Sitzposition ist trotz des winzig schmalen 44cm Lenkerchens einiges rennradähnlicher (flacher/tiefer) als am Monster. Ist auch gewollt so, da das Mystique noch einen Road-Laufradsatz hat und mittleweile auch auf 80% der Rennrad-Runden auf der Straße zwischen Rennrädern gefahren wird. Mit dem Easton hab ich viel mehr Unterschied zwischen den einzelnen Hand-Positionen, Oberlenker ist mir da schon viel zu aufrecht und schmal, den nutze ich nie. In den Biegungen mag ich es auch da am liebsten für Strecke, Hoods ist laaaang und Drops ist tiiiiief.
Merke also: der Lenker kann einen riesigen Unterschied machen, wenn man den clever zum Rad und Einsatzgebiet wählt, dann kann man einen passenden Dropbar für eine große Bandbreite unterschiedlicher Rahmengeos finden. Außerdem bedingt eine unterschiedliche Rahmengeo sowieso eine passend zum Fahrverhalten gewählte Vorbaulänge, an einem Monster sollte die zwecks flachem Lenkwinkel schon kürzer sein, auch das ist zu beachten. Meine beiden Gravels, Standard und Monster, haben immerhin 4cm Unterschied in der Oberrohrlänge und sogar 7cm Differenz im Reach, das ist satt. Trotzdem sind beide gemütlich für das was sie tun sollen.

Vergessen dürft ihr auch nicht, dass die Position aufm Rad nicht nur von der Länge abhängt sondern auch von der Höhe. Nicht umsonst wird bei Mtbs mittlerweile in den Geotabellen gerne der Stack-to-Reach Wert angegeben. Wenn man länger mit höher kombiniert fühlt sich das auch wieder gut an und auch die Sitzposition wird wieder bereinigt. An einem Monster mit 29er Starrgabel (bauen gut 10cm höher als Gravel-Starrgabeln) bekommt man als kleiner Mensch sowieso weniger Sattelüberhöhung hin, wird also eh höher.
 
Einzig die Position komplett auf den Hoods ist recht lang geraten, was aber eher an den ziemlich langen GRX STIs liegt, als am Lenker.

Genau wegen der GRX-Hebelage musste ich einen 1cm kürzeren Vorbau verwenden, da diese so ewig lang geraten sind.

Das Koga hat einen Stack von 550mm und der Vorbau thront, ein Megaforce 60mm -6°, quasi 1,5cm darüber.
Muss ihn, wenn ich den Harness benutze, einen Zentimeter nach oben setzen, damit da kein Harness touching einen Abgang über den Lenker durch blockiertes VR provoziert.

Beim Albarda super mit 575 Stack käme mir der Vorbau wahrscheinlich doch ein wenig zu hoch, für's Gepäckgerödel wäre es natürlich optimal. :)

@Aninaj Hast Du mal die genauen Geodaten zu Deinem Titus?

Nachtrag:

präferierte Fussstellung auf Pedal von oben (Five Ten Freerider Pro Gr. 39)

20220420_092230.jpg



Hier steht der Mittelfuss auf -> Crash
20220420_092318.jpg



präferierte Fussstellung von der Seite
20220420_092352.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Albarda sollte mit den kurzen Kettenstreben schön wendig sein. Das Super Albarda, auch 420 mm KS, wäre mir vorne zu "spurtreu".

Radstand beim Albarda bei Größe SM: 1019 mm. Vergleich mit meinem alten Crosser: Radstand 1025, aber 425 KS.

Unten Fotos 28'' mit 43 mm Reifen. 105 mm von der Pedalachse. Schuhe sind Größe 48, ich komme an einer Stelle bissel dran.

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20220420_093910.jpg
 
Wegen des Front-Center am Koga bin ich jetzt auch verwirrt.
Ist die Geotabelle unten richtig?
Da wäre Radstand 1049 minus Kettenstrebe 445 nicht mehr als 604mm Front-Center :ka:

Screen Shot 2022-04-20 at 11.10.00.png



Von @Aninaj s Goldrush finde ich diese Geo, ist das die richtige?
https://geometrygeeks.bike/bike/planet-x-titus-goldrush-2020/Dort müsste der rechnerische Front-Center aus Wheelbase - Chainstays 1025-435 = 590mm ergeben

Edit: @Aninaj war schneller :)
 
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