Dürfte ich fragen für was das vertagen von höheren Laktatwerten gut sein soll?
Die Kurve soll flacher werden und nicht steiler. Pufferkapazitäten aufbauen kenne ich von 400m Läufern vielleicht noch 800 wobei das tendenziell schon zu lange ist.
Vor allem ist der Aufwand im Training sehr hoch und die Trainings maximal eklig.
Und am Ende stinkt die IAS dadurch, sprich am Ende wird man langsamer.
Ich geb Dir da insofern Recht, als dass eine Rechtsverschiebung der IAS
ohne Anhebung des Laktatlevels auf jeden Fall wünschenswerter ist. Ich selber mache ja dasselbe, bzw senke eher das Laktat (von 11 über 8,3 auf zuletzt 6,4 bei der letzten zuende gefahrenen Stufe).
Man sollte keine zwei Laktatwerte von unterschiedlichen Sportlern vergleichen, sprich nur weil einer mit 4mmol/l rumfahren kann, sollte das auf keinen Fall für irgendeinen Fahrer ein Ziel sein. Weil die 4mmol eben nicht für jeden das gleiche ist.
So meine ich das ja nicht. Ich finde das halt interessant, dass er rechts von der IAS noch so viel Platz hat. Wenn er hohe Laktatwerte nicht gut verträgt, wie kommt er dann trotzdem auf 10mmol/l hoch?
Und: Laktat ist ja ein hervorragender Brennstoff, der lässt sich ganz prima aerob verbrennen - daaaas geht aber halt wieder am besten um die LT1 herum. Aber scheint ja so, dass
@Eisbein könnte, da aber nicht hinwill. Dann gibt es nur die andere Methode (s.u.)
Hierzu wurden mir in der LD gegenteilige Aussagen getroffen. Es geht eben genau darum, den Stoffwechsel und die Sauerstoffaufnahme dahingehend zu optimieren, dass bei gleicher Leistung weniger Laktat produziert wird.
Insgesamt. Du hast gleichzeitig laktatproduzierende (Typ-II) und laktatverzehrende (Typ-I) Fasern im Muskel. Je nach Zusammensetzung (der eine hat mehr Typ-I als der andere, oder seine Typ-I sind besser trainiert) und je nach Leistungsanforderung (Typ-I arbeitet immer mit, und je mehr Kraft Du anforderst, desto mehr und stärkere Typ-II Fasern werden angesprochen) wird also mehr Laktat erzeugt als
produziert abgebaut natürlich, oder umgekehrt. Wenn Du viel laktatverzehrende Muskulatur hast, kannst Du entweder mit sehr niedrigen Laktatleveln herumfahren (wenn kein Laktat verfügbar ist, können die Typ-I Fasern auch alles andere verbrennen, z.B. Fett), oder gleichzeitig beide Systeme nutzen und viel Leistung abgeben. Dann wird zwar viel Laktat produziert, aber auch viel abgebaut, und der Blutlaktatwert bleibt trotzdem (relativ) niedrig.
Laktat wird in den Muskeln ja vorrangig dann produziert, wenn für den Energiebereitstellungsprozess nicht mehr ausreichend Sauerstoff verfügbar ist.
Ne, soweit ich weiss eigentlich immer dann, wenn Du viel Kraft anforderst, und damit die starken Typ-II Fasern. Ob die überhaupt aerob arbeiten, weiss ich gar nicht. (Edith sagt: Tun sie. Manche Typ-II Fasern können sogar so tun, als ob sie Typ-I wären. Oder sogar die Seite wechseln…)
Bzw. es wird dann so viel Produziert, dass nicht mehr genug in den Muskeln verstoffwechselt werden kann und dann entsprechend abtransportiert wird.
Genau.
Ich hätte gerne viel mehr Typ-I-Fasern, die sind echt klasse. Bloss sind die leider so ausdauernd, dass sie fast nicht zu ermüden(=trainieren) sind, und zweitens verstecken die sich immer hinter ihren viel stärkeren Geschwistern, die dadurch von den Trainingsreizen auch entsprechend mehr abkriegen. Dummerweise fluten die dann alles mit Laktat, verbrennen sämtliche Glukose und sind dann platt.