https://geoservice.maps.arcgis.com/apps/dashboards/deee3f286445413a94958ae8fb8dae96
vorerst 663 windanlagen im hsk, da werden richtige autobahnen incl industrie anlagen gebaut. könnt ihr euch gerne mal angucken. man wird im sauerland keinen einzigen ort mehr finden, von wo aus die anlagen nicht zu sehen sind. ich empfehle, um eine vorstellung zu bekommen mal den höchsten punkt am trailground brilon zu besuchen, und dann richtung paderborn zu gucken. genau das wird unserem wald hier passieren. sicher kann man zur energiewende eine geteilte meinung haben, aber die behauptung das radfahren würde sich negativ auf die umwelt auswirken, durch u.a. verdichtung des bodens ist schlichtweg eine frechheit, während hier unsere ganzen wälder zermetzelt werden und wir uns leider für immer von dem naturparadies sauerland verabschieden werden.
ich denke nicht das ich falls das gesetz kommt, jemals wieder eine solche partei wählen werde, die das befürwortet. das abstimmungs ergebnis werd ich mir auch genau angucken.
Gut es ist jetzt kein Geheimnis und auch kein Geschwurbel, dass sich mit dem Bau der Anlagen bzw. deren Betrieb eine Menge Geld erwirtschaften lässt mit Gewinnzusage. Natürlich wird sowas forciert und politisch wollen Ziele erfüllt werden, das wird natürlich priorisiert vorangetrieben.
Ich wohne selber in einer betroffenen Region und bin gespannt was dieser Ausbau für uns bedeutet. Wenn ich hier aber so mitlese scheint die Situation bei uns im Sauerland und Hochsauerland noch eine ganz andere zu sein.
Wenn ich lese, dass anscheinend in vielen anderen Regionen NRWs noch intakte Wälder stehen mit Wegen deutlich unter 2m, kann ich dies hier nicht bestätigen. Da liest man hier, dass zum Teil in den Wäldern kein Auto fahren könnte.
Es gibt hier nur noch vereinzelt kleine Singletrails und diverse "illegale" Trails. Der Rest des Wegenetz ist mit schweren Gerät befahrbar oder wurde nun umgebaut für den Schwerlastverkehr. Wenn man in die Richtung Sundern und weiter ins Hochsauerland schaut sieht es da leider ähnlich aus.
Aufgeforstet wurde hier nun auch mit "Mischwald" oder zumindest robusteren Nadelhölzern. Für den Begriff Plantage wurde ich ja nun schon angegangen, wenn man hier in der Region mal wandern war, kommt einem dies aber auch schnell in den Sinn. Es hat natürlich beim setzen mit einfachen Beschnitt und später einfacherer Ernte und maximaler Flächennutzung zu tun. Was dies auch zum Teil für die Böden bedeutet kann jeder selber mal nachlesen oder beim Spaziergang beobachten. In diesem Wäldern lassen sich aufgrund des dichten Bewuchs sowieso keine Trails anlegen oder fahren.
Wenige Waldbesitzer lassen hier dem Wald freien Lauf, manche aus ökologischer Überzeugung, andere aus finanziellen Gründen oder weil ihnen die Flächen schlichtweg egal ist, das sind aber die Ausnahmen.
Ansonsten ist hier immer noch regelmäßig schweres Gerät im Einsatz, weshalb die Zuwegungen auch fast flächendeckend geschottert und verdichtet wurden.
Ich kann den wirtschaftlichen Aspekt verstehen, auch den ökologischen. Aber die Argumentationsgrundlage der Bodenverdichtung oder Erosion zieht bei jedem der hier in der Region war nicht mehr. Ich muss auch ehrlich sagen, kein Förster oder Jäger hat mir bisher so etwas hier erzählen wollen, da es sich jeder Relation entzieht.
Allerdings beobachte ich auch hier eine stark zurückgehende Masse an Wanderern und Radfahrern im Wald. Natürlich ist es auch nicht mehr sehr attraktiv hinter der Staubwolke eines LKWs über einen Schotterweg zu spazieren. Das Konfliktpotential ist dadurch aber auch gering und die Fläche groß. Gestern Nachmittag habe ich bei normalen Wetter auf einer 10km Runde mit dem Hund insgesamt 4 Menschen getroffen, davon 2 an einem offiziellen Wanderparkplatz.
Andere Wälder nähe Städten wie Aachen, Köln, Dortmund und dem restlichen Ruhrgebiet scheinen mir da problematischer zu sein. Und die Leute schildern auch anscheinend brenzlige Situationen.
Ehrlich gesagt könnte man die schon angelegten Wege später auch nutzen um eine Gravelroute durch das Sauerland zu erstellen, so wie parallel zum Rennsteig im Osten. Der Höhenflug als offizieller Wanderweg ist hier in der Region auf einigen Kilometern immerhin nun schon 5m breit. Ob sich jemand später allerdings unzählige Windkraftanlagen von jedem Berg anschauen möchte, bleibt abzuwarten.
Den Eintrag auf die Natur werden wir dann in einigen Jahren beobachten können und mal sehen was das aus dieser Region macht.
Allerdings sehe ich dies auch als starkes Argument für UNS Biker! Warum sollen wir aus dem Wald verbannt werden, wenn solche Eingriffe auch stattfinden dürfen? Nur weil man hier politische und wirtschaftliche Ziele verfolgt? Klimaschutz kann man hier meiner Meinung nach auch nicht anführen, der Radler fährt immerhin auch "Klimaneutral" durch den Wald und hat wohl einen geringeren Eintrag als diese Baumaßnahmen. (Bitte jetzt keine deutsche Rechnung mit Anreise, Atemluft und Produktion von Fahrrad, laden von Akkus mit oder ohne Solarstrom aufmachen!)
Ansonsten sehe ich bald ganz NRW hier fahren, weil die Wege den Breitenanforderungen entsprechen...
