NRW plant striktes Verbot für Mountainbiker: Viele Trails stehen vor dem Aus

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vorerst 663 windanlagen im hsk, da werden richtige autobahnen incl industrie anlagen gebaut. könnt ihr euch gerne mal angucken. man wird im sauerland keinen einzigen ort mehr finden, von wo aus die anlagen nicht zu sehen sind. ich empfehle, um eine vorstellung zu bekommen mal den höchsten punkt am trailground brilon zu besuchen, und dann richtung paderborn zu gucken. genau das wird unserem wald hier passieren. sicher kann man zur energiewende eine geteilte meinung haben, aber die behauptung das radfahren würde sich negativ auf die umwelt auswirken, durch u.a. verdichtung des bodens ist schlichtweg eine frechheit, während hier unsere ganzen wälder zermetzelt werden und wir uns leider für immer von dem naturparadies sauerland verabschieden werden.

ich denke nicht das ich falls das gesetz kommt, jemals wieder eine solche partei wählen werde, die das befürwortet. das abstimmungs ergebnis werd ich mir auch genau angucken.

Gut es ist jetzt kein Geheimnis und auch kein Geschwurbel, dass sich mit dem Bau der Anlagen bzw. deren Betrieb eine Menge Geld erwirtschaften lässt mit Gewinnzusage. Natürlich wird sowas forciert und politisch wollen Ziele erfüllt werden, das wird natürlich priorisiert vorangetrieben.

Ich wohne selber in einer betroffenen Region und bin gespannt was dieser Ausbau für uns bedeutet. Wenn ich hier aber so mitlese scheint die Situation bei uns im Sauerland und Hochsauerland noch eine ganz andere zu sein.

Wenn ich lese, dass anscheinend in vielen anderen Regionen NRWs noch intakte Wälder stehen mit Wegen deutlich unter 2m, kann ich dies hier nicht bestätigen. Da liest man hier, dass zum Teil in den Wäldern kein Auto fahren könnte.

Es gibt hier nur noch vereinzelt kleine Singletrails und diverse "illegale" Trails. Der Rest des Wegenetz ist mit schweren Gerät befahrbar oder wurde nun umgebaut für den Schwerlastverkehr. Wenn man in die Richtung Sundern und weiter ins Hochsauerland schaut sieht es da leider ähnlich aus.

Aufgeforstet wurde hier nun auch mit "Mischwald" oder zumindest robusteren Nadelhölzern. Für den Begriff Plantage wurde ich ja nun schon angegangen, wenn man hier in der Region mal wandern war, kommt einem dies aber auch schnell in den Sinn. Es hat natürlich beim setzen mit einfachen Beschnitt und später einfacherer Ernte und maximaler Flächennutzung zu tun. Was dies auch zum Teil für die Böden bedeutet kann jeder selber mal nachlesen oder beim Spaziergang beobachten. In diesem Wäldern lassen sich aufgrund des dichten Bewuchs sowieso keine Trails anlegen oder fahren.

Wenige Waldbesitzer lassen hier dem Wald freien Lauf, manche aus ökologischer Überzeugung, andere aus finanziellen Gründen oder weil ihnen die Flächen schlichtweg egal ist, das sind aber die Ausnahmen.

Ansonsten ist hier immer noch regelmäßig schweres Gerät im Einsatz, weshalb die Zuwegungen auch fast flächendeckend geschottert und verdichtet wurden.

Ich kann den wirtschaftlichen Aspekt verstehen, auch den ökologischen. Aber die Argumentationsgrundlage der Bodenverdichtung oder Erosion zieht bei jedem der hier in der Region war nicht mehr. Ich muss auch ehrlich sagen, kein Förster oder Jäger hat mir bisher so etwas hier erzählen wollen, da es sich jeder Relation entzieht.

Allerdings beobachte ich auch hier eine stark zurückgehende Masse an Wanderern und Radfahrern im Wald. Natürlich ist es auch nicht mehr sehr attraktiv hinter der Staubwolke eines LKWs über einen Schotterweg zu spazieren. Das Konfliktpotential ist dadurch aber auch gering und die Fläche groß. Gestern Nachmittag habe ich bei normalen Wetter auf einer 10km Runde mit dem Hund insgesamt 4 Menschen getroffen, davon 2 an einem offiziellen Wanderparkplatz.

Andere Wälder nähe Städten wie Aachen, Köln, Dortmund und dem restlichen Ruhrgebiet scheinen mir da problematischer zu sein. Und die Leute schildern auch anscheinend brenzlige Situationen.

Ehrlich gesagt könnte man die schon angelegten Wege später auch nutzen um eine Gravelroute durch das Sauerland zu erstellen, so wie parallel zum Rennsteig im Osten. Der Höhenflug als offizieller Wanderweg ist hier in der Region auf einigen Kilometern immerhin nun schon 5m breit. Ob sich jemand später allerdings unzählige Windkraftanlagen von jedem Berg anschauen möchte, bleibt abzuwarten.

Den Eintrag auf die Natur werden wir dann in einigen Jahren beobachten können und mal sehen was das aus dieser Region macht.

Allerdings sehe ich dies auch als starkes Argument für UNS Biker! Warum sollen wir aus dem Wald verbannt werden, wenn solche Eingriffe auch stattfinden dürfen? Nur weil man hier politische und wirtschaftliche Ziele verfolgt? Klimaschutz kann man hier meiner Meinung nach auch nicht anführen, der Radler fährt immerhin auch "Klimaneutral" durch den Wald und hat wohl einen geringeren Eintrag als diese Baumaßnahmen. (Bitte jetzt keine deutsche Rechnung mit Anreise, Atemluft und Produktion von Fahrrad, laden von Akkus mit oder ohne Solarstrom aufmachen!)

Ansonsten sehe ich bald ganz NRW hier fahren, weil die Wege den Breitenanforderungen entsprechen... 🤣
 
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Die DIMB e.V. erarbeitet dazu derzeit eine Stellungnahme, evtl. kommt da auch ein Vorschlag für einen alternativen Entwurf. Die leider häufige Diskussion e-MTB vs. MTB ist an dieser Stelle auch nicht hilfreich, das Ziel muss erst einmal sein, dass Single-Trails weiter genutzt werden dürfen, egal ob mit oder ohne "e".
Zustimmung.
Sicherlich ist das so keine Lösung. Ein wirksames Verbot von Wirtschaftslobbyismus zulasten der Steuerzahler und Bürger sowie Korruption in der Politik wäre dagegen schon eine gute Lösung und würde einige Probleme lösen.
Was ist den für dich "Wirtschaftslobbyismus"? Lobbyismus ist per se kein Problem, weil Interessen wollen/sollen vertreten werden. Dein Problem ist wahrscheinlich die Hinterzimmermauschelei denke ich zumindest. Das Korruption bestraft gehört ist wohl selbstverständlich, auch wenn das freie Mandat (im übrigen sehr gut, dass es das gibt) in Deutschland da schon hohe Hürden setzt was Korruption bei gewählten Vertreten ist...
 
Und doch das ist eben die einzige Echte Lösung, weil da eben die Macht steckt.

Und die Macht steckt dort ohne das sie jemand gewählt hat. Selbst wenn es irgendwo Versteckt in einem 100 Seiten Programm war, würde jetzt wo es offen steht niemand dafür abstimmen und es wollen.

Niemand würde damit Programm machen. Stichwort: VERBOTSPARTEI

Und so funktioniert eben alles. Die Parteien sind alle dafür da um sich selber am meisten Geld vom Kuchen abzuzweigen.

Das größte ist natürlich das Geld und wofür es gedruckt wird und wofür nicht. Das entscheidet was passiert nicht ein Märchen des Freien Marktes. Ökonomie ist nur da zur Verschleierung der Macht.

Jetzt wird Geld eben nicht mehr für Menschen gedruckt sondern nur noch für AI und Data Centers.

Man sieht es ja gut was passiert ist wenn bestimmt wurde das Geld auch für Fahrräder gedruckt wurde und der anstieg an Fahrrädern und E-Bikes.

Das konnte auch nur passieren weil BIG CAR jetzt am Ende ist und die Manager dort so ziemlich alles wie Heuschrecken an Wert schon extrahiert haben. Dazu jetzt das Signal von ganz oben und Den USA das Data Center und Krieg jetzt das neue Ding sind.
Gelobt sei die Weltverschwörung. Wer die jetzt macht ist egal, aber es muss eine Verschwörung sein. Ganz klar.
 
Also die Windrad-Diskussion ist irgendwie schizophren:
Die Leute wollen E-Bikes aber Stromerzeugung wird ausgeblendet.
Ihr habt die Wahl:
  • Öl und Gas, meist von „Feinden des Westens“
    • Abhängigkeit
    • Umwelt- und Luftverschmutzung
    • Ich glaube, das haben wir alle längst gelernt, selbst die CDU
  • Steinkohle, Braunkohle
    • aus DE unbezahlbar, daher meist Abhängigkeit
    • BK zerstört unglaubliche Flächen, begrenzt
    • Umwelt- und Luftverschmutzung
  • Atomkraft, Uran auch oft von den gleichen „Feinden“
    • Abhängigkeit
    • kein Endlager
    • Fail katastastrophal
Und welcher Kritiker akzeptiert dann das Atomkraftwerk oder Endlager vor der Tür?

Windräder und Solarparks können schnell abgebaut werden, wenn der Menschheit was besseres einfällt.
Stauseen und Trinkwasserspeicher in NRW sind meist immerhin veritable Naherholungsgebiete.

Energie ist kein Wünsch dir was.
 
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Also die Windrad-Diskussion ist irgendwie schizophren:
Die Leute wollen E-Bikes aber Stromerzeugung wird ausgeblendet.
Naja, der Energiebedarf von Mofas ist wirklich nur ein Fliegenschiss im Vergleich zu anderen Verbrauchern (selbst wenn der Fahrer bissi dick ist).
Und welcher Kritiker akzeptiert dann Atomkraftwerk oder Endlager vor der Tür?
Lieber ein statistisch extrem sicheres Endlager vor der Tür, als hunderte (nutzlose) Propeller im Sichtfeld. Meine persönliche Meinung.
Windräder und Solarparks können schnell abgebaut werden, wenn der Menschheit was besseres einfällt.
Solarparks meinetwegen, aber Windkraftanlagen sind ein richtiger Krampf. Entweder wird der Rückbau extrem teuer, oder man muss mindestens nochmal soviel Wald wie für den Aufbau opfern. Dazu kommt beim Rückbau eine Schadstoffbelastung zustande und man hat Tonnenweise Material, dass man quasi nicht recyceln kann. Wenn man einen Windpark zurückbaut, sollte man auch nicht die Leitungen und Umspannwerke vergessen, die ebenfalls weg müssen. Ist aber eigentlich OT.
Du hast sonst sehr stabile Ansichten, aber hier musste ich etwas einwenden.
 
"Ein statistisch extrem sicheres Endlager". Joa, für dich vielleicht. Man kann auch mal weiter denken als nur für die eigene Generation. Aber fällt einigen schwer, ich weiß.
Endlager werden für eine Million Jahre konzipiert. Wenn das nicht zukunftssicher ist, weiß ich auch nicht. Wenn es so wie jetzt weiter geht, marschieren die Europäer in meinem Alter doch eh in den nächsten Stellvertreterkrieg, dann war's das mit der Zukunft. Übrigens alles unter der Flagge derer, die sich so sehr um eine nachhaltige Zukunft scheren.
 
Also ich glaube ja, dass solche Neuregelungen besonders dann schwer zu akzeptieren sind, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt - z. B. weil für Harvester oder Wanderer oder Jäger mit offensichtlich anderm Maß gemessen wird.
Wenn man aber mal in den Entwurf reinguckt, interpretiere ich das so, dass es auch Verschärfungen für die Forstwirtschaft gibt:
1779020118624.png


Klar gibt es auch die Befreiungen:
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aber mich würde schon mal interessieren, wie die Forstwirtschaft das eigentlich einschätzt. Vielleicht braucht es auch „einfach nur“ eine realistische Drohkulisse, dass es tatsächlich erwartbare (Verbands-)Klagen und damit Haftungsrisiken z. B. bei Verstößen durch Subunternehmer oder zu Unrecht erlasse Befreiungen geben wird, damit dieser Entwurf wieder in der Schublade verschwindet.
 
Außerdem frage ich mich, ob der Gesetzentwurf überhaupt handwerklich gesehen den formalen Anforderungen genügen kann.
Müssen zum einen bei Freiheitseinschränkungen nicht Belege vorgelegt werden, dass die vorgesehenen Maßnahmen nicht nur zur Zielerreichung geeignet, sondern auch verhältnismäßig und nicht mit milderen Mitteln erreichbar sind? Gibt es diese Belege für diesen Entwurf irgendwo?
Zum anderen entstehen ja angeblich durch die Änderung keinerlei Zusatzaufwände:
1779021079767.png

1779021122342.png

Da frage ich mich spontan, wie das denn überhaupt stimmen kann. Wenn neue Regelungen geschaffen werden, müssen die ja auch von irgendjemandem durchgesetzt und geahndet werden. Da müssen doch in jedem Fall zusätzliche Kosten für Kontrollaufgaben vor Ort durch zusätzliche Ranger, Bearbeitungsaufgaben von Ordnungswidrigkeitsverfahren durch Beamte und Einsprüche und Verhandlungen gegen diese vor Gericht anfallen, die es vorher nicht, oder zumindest nicht in der derselben Höhe gab.
 
Endlager werden für eine Million Jahre konzipiert. Wenn das nicht zukunftssicher ist, weiß ich auch nicht. Wenn es so wie jetzt weiter geht, marschieren die Europäer in meinem Alter doch eh in den nächsten Stellvertreterkrieg, dann war's das mit der Zukunft. Übrigens alles unter der Flagge derer, die sich so sehr um eine nachhaltige Zukunft scheren.
ES.GIBT.KEIN.ENDLAGER. KEIN.EINZIGES.NADA.NISCHT.ZERRRRO.

Warum führen "wir" eigentlich gerade Krieg? Huh? Gehst da ggf um endliche fossile Ressourcen?

Back to topic:
Das Bundeswaldgesetz sollte 2021 vollständig neu aufgelegt werden um der Forstwirtschaft mal ordentlich Grenzen zu setzen. Wurde dann aber wie das halt immer so ist ordentlich verwässert und liegt aktuell auf Eis und wird von der aktuellen Regierung auch nicht weiter bearbeitet. Übrig blieben halt Landesgesetze die lange nicht so "schlagkräftig" gg die Ausbeutung der Natur durch Forstwirtschaft Vorgehen wie man es könnte, hätte es das geplante Gesetz von 2021 gegeben.

Dieses ganze gefährliche Halbwissen hier...manmanman
 
Also die Windrad-Diskussion ist irgendwie schizophren:
Die Leute wollen E-Bikes aber Stromerzeugung wird ausgeblendet.
Ihr habt die Wahl:
  • Öl und Gas, meist von Feinden des Westens
    • Abhängigkeit, Luftverschmutzung, ich glaube, das haben wir alle längst gelernt, selbst die CDU
  • Steinkohle aus DE unbezahlbar, Braunkohle zerstört unglaubliche Flächen, begrenzt, meist Abhängigkeit, Luftverschmutzung
  • Atomkraft, Uran auch oft von den gleichen Feinden
    • Abhängigkeit, kein Endlager, Fail katastastrophal
Und welcher Kritiker akzeptiert dann das Atomkraftwerk oder Endlager vor der Tür?

Windräder und Solarparks können schnell abgebaut werden, wenn der Menschheit was besseres einfällt.
Stauseen und Trinkwasserspeicher in NRW sind meist immerhin veritable Naherholungsgebiete.

Energie ist kein Wünsch dir was.

Mir ging es nicht um das Errichten. Ich habe ja geschrieben, dass man die Auswirkungen auf die Region sehen wird. Das kann nunmal stand jetzt keiner beurteilen, da kann auch die beste Studie nur Vermutungen machen.

Ebikes mit der Stromerzeugung durch Windkraft zu nennen ist jetzt bei dem geringen Strombedarf auch etwas plakativ, aber ich verstehe den Punkt.

Stauseen werden hier wohl später nicht entstehen, da die Fundamente vertraglich geregelt nur bis ich meine 1 oder 2m unterhalb des Bodenniveaus abgetragen werden müssten, was mit den zum Teil asphaltierten Strecken passiert sehen wir auch. Angeblich sollen sie abgetragen, oder als Wartungswege erhalten bleiben, das wird der weitere Gehnehmigungsprozess zeigen. Wie es aber in 20 oder 30 Jahren dann ausschaut kann ebenfalls heute niemand beurteilen, da haben wir dann bestimmt andere Probleme als marode Windkraftanlagen.

Aber es ist ja wohl als valider Punkt anzuführen, dass hier auch ein einschneidender Eingriff in die Natur stattfindet. Da kann man zur Windkraft stehen wie man möchte, das ist ein valider Punkt. Kann sich wie gesagt im Umkreis von Sundern im HSK jeder sein eigenes Bild machen, da ist der Ausbau im vollen Gange. Ob es dann am Ende sinnvoll ist diese Anlagen an zum Teil sehr schwer erschließbaren Orten, oder sogenannten Schwachwindzonen (nicht Schwachsinn!) zu errichten kann dann auch jeder für sich selbst entscheiden.

Ob man dafür, dagegen oder wie ich neutral bis skeptisch, das ist auch Teil der Meinungsfreiheit. Auch das wird hier oft vergessen. Nur weil etwas für den einen Ok ist, muss der Nächste es nicht auch gut heissen. Diese Leute dann als Schwurbler oder Verschwörungstheoretiker abzustempeln macht gerade Mode, ist aber höchst bedenklich.

Trotzdem kann man das Thema der weitläufigen Baumaßnahmen auch in einer politischen Diskussion anführen, wenn es um das Thema geht: "Biker machen die empfindlichen Böden kaputt, oder stören Ökosysteme."

Wobei ich hier zum Teil gar nicht von Ökosystem sprechen möchte, aber das ist ein ganz anderer Punkt.

Als Gegenargument wird natürlich kommen, dass der Ausbau natürlich ein nötiges Übel darstellt, auf der Gegenseite finde ich Freizeit und Erholung von Millionen Bürgern auch ein kostbares Gut, ebenso wie die Freiheit derer sich in der Natur (respektvoll) bewegen zu können. Und zurecht wären die Leute wohl sehr irritiert wenn sie nicht mehr mit dem Rad fahren dürfen auf schmaleren Wegen, aber für hunderte von Betonmischern ganze Straßen in den Wald gebaut werden.

Das Thema hat nun auch NRW erreicht und man muss den Diskurs dazu einfach mal aushalten, weil es natürlich diverse Leute jetzt auch vor der eigenen "Haustür" betrifft.
 
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Aber es ist ja wohl als valider Punkt anzuführen, dass hier auch ein einschneidender Eingriff in die Natur stattfindet. Da kann man zur Windkraft stehen wie man möchte, das ist ein valider Punkt.
Valide ist, das ins Verhältnis aller anderen Energietäger zu stellen. Was ist die Alternative, die auch vor deiner Haustür sein darf?

Ich kenne das Sauerland und insbesondere Brilon sehr gut. Da würde mich die Spanplattenfabrik mehr nerven.
 
Valide ist, das ins Verhältnis aller anderen Energietäger zu stellen. Was ist die Alternative, die auch vor deiner Haustür sein darf?

Ich kenne das Sauerland und insbesondere Brilon sehr gut. Da würde mich die Spanplattenfabrik mehr nerven.

Da fragst du den falschen weil ich wie gesagt weder Pro noch Contra bin, das habe ich ja nun dargestellt, da lasse ich mich auch nicht in diese Ecke drängen.

Und um beurteilen zu können ob der Ausbau hier am Ende einen lukrativen Zuwachs für unsere Energiewirtschaft darstellt und die Anlagen auch wirklich alle ans Netz genommen werden, wofür in den meisten Fällen noch Genehmigungsverfahren laufen, muss man erst einmal abwarten. Am Ende ist eine ganze Menge Geld im Spiel und sehr viele Firmen mit interessanten Investoren, deshalb meine Skepsis. Aber die wird einem wohl noch gegönnt sein?

Vor meiner Haustür bräuchte ich momentan am liebsten weiter den Wald für den ich vor 6 Jahren Eigentum erworben habe um es kurz zu machen. Aber nun werden diese Anlagen gebaut und da ich erst 35 Jahre alt bin, werde ich erleben wie es damit weitergeht.

Ich verstehe aber Leute die sich Sorgen um die Auswirkungen auf die Region und den Zweig Tourismus machen. Nur weil es den einen nicht stört, wollen vllt andere nicht wandern gehen und auf unzählige Windkraftanlagen schauen. Am Ende wird hier wieder jemand irgendwelche Zahlen ausgraben, aber der Zweig Tourismus ist im Hochsauerland nunmal auch eine ernste Einnahmequelle.

Es wäre nun nicht zielführend darüber zu diskutieren ob jemand hier ein Atomkraftwerk oder Gas- oder Kohlekraftwerk errichten würde, da dies ein absolutes Gedankenkonstrukt wäre, da dies die Topographie nicht hergibt und ich speziell aufs letzte Eck auf dem Land gezogen bin um meine Ruhe zu haben!

Aber das ist trotzdem kein Grund uns Mountainbikern einen schwerwiegenden Eingriff in die Natur nachzusagen und Baumaßnahmen im Rahmen des Klimaschutzes wie man nun sagt auf jede erdenkliche Art zu verteidigen.
 
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Die Diskussion um Windkraft ist hier ähnlich sinnig bzw. eher sinnbefreit wie die Diskussion ums Tempolimit. Ich denke, man ist sich einig, dass MTB der Nutzung von Windkraft nicht im Wege steht. Ebenso wurde hier schon festgestellt, dass die Auswirkungen von MTB auf Natur und Wald eher zu vernachlässigen sind, unabhängig davon, ob sich nun durch E-Bikes der Nutzerdruck erhöht hat oder nicht.

Trotzdem wurde ja der gestiegene Nutzerdruck - wenn auch ohne einen vernünftigen Nachweis dafür zu bringen, dass dem so ist - als wesentlicher Grund für die Neuregelung angeführt. Wenn die Auswirkungen auf die Natur nicht erheblich sind, kann ja auch die Auswirkung auf die klassisch forstwirtschaftliche Nutzung nicht erheblich sein. Bleiben also nur noch zwei weitere mögliche Auswirkungen. Einmal die Auswirkung von MTB auf andere Erholungsuchende im Wald und deren Erholung, und dann die Auswirkungen auf die Jagd. Da die Auswirkungen auf die Natur selbst nicht erheblich sind, kann es ja nur um Beeinträchtigung der Jagd durch Auswirkungen auf die Jagddurchführung gehen, denn das Wild selbst wird als Teil der Natur nicht beeinträchtigt. Ich habe den Gesetzentwurf nicht gelesen, aber gibt es denn irgendwelche Ausführungen, was genau durch die Einschränkungen bezweckt und verbessert werden soll jenseits des doch sehr abstrakten Begriffs Nutzungsdruck? Weder ist nun eine größere Zahl von Unfällen zwischen Bikenden und anderen Erholungsuchenden bekannt noch ist es mir irgendwie ersichtlich, warum MTB allgemein für die Jagd ein erhebliches Problem darstellen kann, denn immerhin ist es ja möglich, für die Jagd gezielt Bereiche zu sperren, sollte dies notwendig sein.
Wie schon mehrmals hier gesagt, würde ich wirklich vor allem darauf abheben, wo denn nun wirklich der Vorteil der Neuregelung der Wegenutzung von MTB im Wald liegen soll. Solange der nicht klar benannt wird, ist ein Ausschluss von MTB von Wegen, die bisher genutzt werden durften, doch keineswegs verhältnismäßig und damit auch nicht zulässig. Bevor hier also versucht wird, im vorauseilenden Gehorsam eine solche Verbesserung in verschiedenen Konstellationen - etwa E vs Nicht-E, grundsätzliche Probleme der wirtschaftlichen Waldnutzung oder auch des Natur- und Landschaftschutzes - zu verstehen, sollte man doch eher einen entsprechenden Beleg handfest einfordern und alles, was eben nicht stichhaltig ist, als nicht wesentlich zurückweisen.

Und kurz noch eine Nebenbemerkung zur „Verspargelung der Landschaft“, wie das die CSU gerne nennt: Es geht ja nicht darum, Auswirkungen der Windkraftnutzung vs keine Auswirkungen zu betrachten, sondern es geht darum, Auswirkungen der Windkraftnutzung (und anderer Effekte einer Umstellung auf erneuerbare Energien) mit etwas weniger großen Auswirkungen der Klimaerwärmung vs keine Auswirkungen durch Umstellung der Energieversorgung mit massiven Auswirkungen der Klimaerwärmung zu vergleichen. Soll sich niemand Illusionen hingeben: Wenn wir weiter auf dem Pfad der Klimaerwärmung bleiben, auf dem wir uns aktuell bewegen, werden die Auswirkungen auf die Natur auch in unserer Weltregion in den nächsten Jahrzehnten erheblich sein (wenngleich im Vergleich zu geopolitischen Auswirkungen durch die Beeinflussung der Natur in anderen Weltregionen eher nachrangig).
 
Ein Verbot auf Waldtrails wäre dann also ausschliesslich bezogen auf alles unnatürlich motorbetriebene.
Also meine MTB sind nicht am Baum gewachsen, deine? Motor ist an keinem dran, keine elektronische Schaltung, kein Carbon. Natürlich sind die aber trotzdem nicht.
So einfach wäre das.
Wer an einfache Lösungen glaubt, wählt gerne die Parteien die einfache Lösungen anbieten. Diese Lösungen sind aber zwei Sachen einfach und unbrauchbar.
 
Bist du dir sicher, dass die Mountainbiker genauso gehört werden wie ein Wirtschaftszweig der in guten Jahren einen Umsatz von 30 bis 40 Milliarden Euro erbracht hat?
Wähler sind wichtiger als man meint. Organisieren, sich bemerkbar machen und dann geht erstaunlich viel.
Also ich möchte niemanden verteufeln und Holz als Rohstoff ist unverzichtbar. Aber man sollte gerade in NRW oder dem Harz die wirtschaftliche Bedeutung nicht aus den Augen verlieren.
Aktuell ist Wald mal wieder dabei ein Verlustgeschäft zu werden. An der Mosel wird wegen des Eichenprachtkäfers ganze Eichenwälder Straßen nah abgeholzt, das Holz ist ein gutes Stück weniger wert als ohne plus die Bäume werden zu früh abgeholzt.
Und auch bei den Jägern tummeln sich auch unheimlich viele Familien mit doch recht großem Geldbeutel. Auch die sind erstmal nicht alle böse, aber haben doch in vielen Bereichen deutlich mehr Einfluss als wir als Biker. Auch da viele sich da politisch engagieren oder Ämter inne haben.
Davon gibt es viel weniger alles man meint, in D ist die "politische Klasse" viel mehr ein Abbild der Gesellschaft als in F oder GB, wo man einen einschlägigen Bildungsweg (Oxbridge bzw. Grand École) haben sollte.
Natürlich halten beide Parteien den Wald in Stand und forsten nun auf, aber man sollte schon beachten, dass dies meistens wirtschaftliche Interessen hat oder für Jäger auch die Ausübung ihres Hobbies.
Wald ist ein Generationenprojekt, erst die nächste oder übernächste Generation hat Ertrag.
 
oha, wehe irgendwer sagt was gegen wind…..🍿🫣🤣
habt ihr die karte gesehen? es gibt bestrebungen hier noch viel viel mehr als über 600 zu bauen. also ich finde das übertrieben und irgendwie gar nicht soooo grün.
wer jetzt leugnet, das es kein zuviel gibt und man ruhig 10000 bauen könnte, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
wisst ihr in arnsberg sollte ein bikepark für kinder entstehen, da gab es aber so einen militanten schnecken sammler, der hat natürlich ne seltene gefunden und das projekt gecrasht!
so ein bike wiegt irgendwo zwischen 10-25 kg. was genau stört daran? wem fügt es schaden zu?
den schnecken? eventuell ja. den jägern? wenn die tagsüber auf wanderwegen rumballern, wär das auch net so optimal. da gibts eig keine berührungspunkte.
bei den wanderern ist das so, da gibts 100 nette die genießen ihr leben und einen der hat schlechte laune, die wird er auch behalten, wenn es keine biker mehr gibt, dann sucht er sich was anderes.
leider ist das wie mit schlechten bewertungen, diese stänkertypen sind immer lauter als 100 zufriedene menschen.
also ich muss sagen, mir will sich nicht erschließen, wieso man überhaupt was gegen radfahrer haben kann.
ach so und auf schotterwegen fahren grade ungeübte mtbler viel schneller als sie sollten und fahren viel riskanter bei fußgängern, als z.b. auf irgend einem klippentrail.
 
War das jetzt Satire?

Ansonsten gilt das Weltfremd extrem für dich.

Wegeunterhalt, Kita.....ich lach mich schlapp....
PS ich bin aufm Ländle in NRW aufgewachsen und habe Jahrelang Jäger und Bauern als Kollegen gehabt. Ich bilde mir ein davon einiges zu kennen.
Wo? In der Eifel? Da gibt es Gemeinden die sich durch die Verpachtung der Jagd ziemlich gut funktionieren können. Nachbargemeinde ohne Hirsche nicht. Ist so.
 
Meine Meinung: Am Arsch die Räuber .. wer soll den Unsinn kontrollieren?!
Die Ellbogen in dem Land werden immer weiter ausgefahren und durch solche hirnlosen Gesetzes-Initiativen unterstützt.
Es braucht mehr Einheit und weniger gegeneinander.
Ganz so einfach ist das nicht, leider!
In Aachen wurden dafür vor einigen Jahren extra zwei "Ranger" vollzeit angestellt, die Knöllchen verteilen, wenn sie dich erwischen. Jeweils zur Hälfte finanziert durch Kommune und den Forstbetrieb vom Land NRW. Da gehts nur um Lobbyinteressen und Kohle. 🤮

Die Reiter bekommen z.B jede Menge eigene Wege in Aachen, haben aber natürlich auch sehr viel mehr Einfluss und Geld.
 
Ohne erst 25 Seiten durchzuscrollen: Wer kann mir sagen, ob die geplante große Runde rund um Tecklenburg und Bad Iburg aktuell Stress macht? Eigentlich wollten wir so viele bekannte Trails wie möglich mitnehmen – keine Umwege.
 
Lieber ein statistisch extrem sicheres Endlager vor der Tür, als hunderte (nutzlose) Propeller im Sichtfeld. Meine persönliche Meinung.
Es gibt nach 70 Jahren Nutzung der Atomkraft zur Energiegewinnung kein einziges Endlager weltweit. Und das wird sich auch in absehbarer Zukunft nicht ändern. Die Atomkraft war als Kosten-/Nutzenrechnung gescheitert bevor das erste AKW ans Netz ging und das hat sich seit dem nie geändert.
 
Endlager werden für eine Million Jahre konzipiert. Wenn das nicht zukunftssicher ist, weiß ich auch nicht
Wenn etwas eine Million Jahre gesichert werden muss, um irgendwann nicht mehr gefährlich zu sein, sollte einem der gesunde Menschenverstand sagen, dass man das nicht haben will.

Und selbst wenn es ein Endlager gäbe und dieses sicher wäre:
Bis das tödliche Zeug da drin ist, wird es halt in den Kraftwerken, den Wiederaufbereitungsanlagen, beim Transport..... so gefährlich sein, dass man auch das, bei gesundem Menschenverstand nicht haben will.
 
Wähler sind wichtiger als man meint. Organisieren, sich bemerkbar machen und dann geht erstaunlich viel.

Aktuell ist Wald mal wieder dabei ein Verlustgeschäft zu werden. An der Mosel wird wegen des Eichenprachtkäfers ganze Eichenwälder Straßen nah abgeholzt, das Holz ist ein gutes Stück weniger wert als ohne plus die Bäume werden zu früh abgeholzt.

Davon gibt es viel weniger alles man meint, in D ist die "politische Klasse" viel mehr ein Abbild der Gesellschaft als in F oder GB, wo man einen einschlägigen Bildungsweg (Oxbridge bzw. Grand École) haben sollte.

Wald ist ein Generationenprojekt, erst die nächste oder übernächste Generation hat Ertrag.

Die aktuelle Situation an der Mosel kenne ich nicht, ist leider schon 2 Jahre her, dass ich zuletzt in der Region war, aber interessant zu hören!

Ich kann nur von meinen Erfahrungen reden. Ich bin als Sportschütze aktiv, da habe ich also im Schießzentrum immer wieder mit Jägern zu tun, daher vielleicht mein Eindruck des Geldadels. Da ist zumindest fast jeder politisch organisiert oder unterstützt zumindest jemanden der dies ist und es ist schon interessant was die Herrschaften so vom Stapel lassen. Aber auch das kann ein sehr lokal geprägtes Phänomen sein und in anderen Regionen ganz anders laufen.

Das Forstwirtschaft ein Generationen übergreifendes Geschäft ist, das ist mir bewusst. Zumindest hier in den lokalen Wäldern tummeln sich aber überwiegend keine "armen" Waldbesitzer, Forst ist für diese Personen nur ein weiteres Investment und vielleicht auch ein Risiko. Aber am Ende muss jemand es machen, das möchte ich niemanden verübeln.

Ich bin gespannt was nun am Ende rauskommt und was das für uns Mtbler konkret bedeutet. Egal ob E oder Bio, da mache ich persönlich keine Unterschiede. Am Ende finde ich es ok solange sich jeder respektvoll verhält und Spaß hat. Spaß sollten definitiv mehr Leute haben, täte unserer Gesellschaft definitiv gut!
 
Interessant ist, dass MTBiken bzgl. Umwelt/Naturschutz garkeine relevante Rolle spielt. Genau dieses Argument wird doch immer als Argument der Kritiker verwendet.
(Seite 10, 1.3.2 KONFLIKTE ZWISCHEN MOUNTAINBIKEN UND NATURSCHUTZ)
Dann argumentiert doch mit der Studie. Schreibt eure/n Abgeordnete/n (inklusive der Nachbarwahlkreise) an und argumeniert damit.
Wenn allerdings diese Argumentation hier kommt, dann vergesst es gleich, das glauben nur die Blau-braunen...
Jeder der 1+1 Zusammenzählen kann, weiss um was es geht: Auch in NRW sollen die Windräder in den Wald. Die Mountainbike-Erlaubnis ist daher eine Art "Verhandlungsmasse" in den politischen / gesellschaftlichen Diskussionen. Politiker (oder eher €liten) tun so, als müsse man MTBiken verbieten, aber wenn der dumme Wähler-Dödel dann zustimmt, dass aus dem Wald ein Industrie-Wald mit Windrädern wird, dann kann man auch das MTBiken "genehmigen".
 
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