NRW-Trails in Gefahr: Die aktuelle Lage und was ihr tun könnt

Wobei mir das auch schon passiert ist das mich der Stuttgarter 35 jähriger mit seinen drei Kiddies blöd von der Seite anquatscht, und sich vor mir aufbaut, sie dürfen hier nicht fahren,
und die Local Oma die da jeden Tag spazieren geht, sagt nein nein fahren sie ruhig zuerst, will sehen wie sie da mit einem Fahrrad runterkommen,
Zugegeben sehr selten das man blöd angequatscht wird, kommt aber eher von den angereisten Ausflüglern vor
 
Das Ziel ist m.E. langfristig, den Erholungssuchenden komplett aus dem Wald herauszubekommen bzw. nur noch auf zugelassenen Wanderstraßen kanalisiert im Wald zuzulassen.
Genau das ist ein springender Punkt.
wenn man sich mal mit Nabu und anderen Umweltorganisationen befasst, wird man schnell merken, dass es nicht nur um MTB geht. Es geht um alle Nutzer die in der Natur unterwegs sind.
Diese vereine sind erst dann zufrieden wenn niemand, egal mit welcher Fortbewegungsart, sich in der natur aufhält
 
Trotzdem oder gerade deshalb kannst du die Rolle der E-Bikes nicht marginalisieren.
Wie das alles konkret und im Detail aussieht, wird überhaupt niemand wissen, weil es keine Erfassung gibt.
Ich höre jedenfalls alle möglichen Geschichten die teils sehr weit auseinander gehen.
Oder anders ausgedrückt: Stell dir vor, es gäbe überhaupt keine E-Bikes, wie wäre die Situation dann? Oder denke dir die gebauten Trails weg, wie wäre sie dann, usw usw.
Ich nehme für mich, wohnhaft im bayerischen Voralpenland, weniger MTB Biker wahr wie vor Corona.
Es gibt Wege, welche schon lange existent sind (auf alten Karten verzeichnet) und so selten befahren werden, dass Sie mittlerweile zuwachsen.
Hatte beim letzten Bikeausflug mal spaßeshalber gezählt wie viele Bikes mir begegnet sind. Strecke ca. 60 km. Jeweils ca. 1/3 Trails, Straße und Forstweg. Auf den Zubringern zum Trail habe ich bei 100 Gravel/Rennrad aufgehört zu zählen. 15 Trekking und 14 MTB auf Zubringern (interessanterweise 10 Hardtails dabei).
Auf dem Trail (befahrbar in beide Richtungen, da Flusstrail) stolze 7 MTB. Ob jetzt da 3 oder 4 mit E dabei waren spielt ja keine Rolle.
Sicherlich eine Momentaufnahme. Aber der ganze Radsport verschiebt sich in dieser Region ganz klar auf Gravel
 
Du tust so als ob das das ganze ein thema ist das jetzt mit dem emtbs aufgekommen ist.
Ich? Sicher nicht. Lies doch mal, statt nur zu schreiben!
Ich bin überzeugt
Ich nicht.
Was den Zutritt zum Wald betrifft, meinst du wahrscheinlich Pfade, oder möchtest du E-Bikes auch von Forststraßen ausschließen? Dann haben wir aber wieder das altbekannte Pfad-Klassifizierungsproblem, gegen das wir uns bei MTB ja generell aus gutem Grund wehren. Und überhaupt aus dem Wald ausschließen wäre wiederum unverhältnismäßig.
Für Fahrräder Opt-Out, für E-Bikes Opt-In. Wo gibt es da ein "Pfad-Klassifizierungs-Problem"?
Das Opt-In könnte ja pauschal erfolgen ("zum Radfahren markierte Wege").
Ich finde es im übrigen ein wenig seltsam, dass Du, der ja eigentlich durch recht überlegte Beiträge auffällt, mir hier pauschal unterstellst, ich wäre für ein E-Bike-Verbot im Wald. Gut, das könnte an meiner Signatur liegen, aber Du solltest das eigentlich besser wissen.
 
Was mir so auffällt, in den Gegenden wo auch ein Verein, aktiv dahinter steht, ist die Akzeptanz sehr viel höher, wird auch sehr viel vernünftiger gefahren,
Bei vielen ist doch das Bild im Kopf, Rücksichtlose Biker, die in abartiger Geschwindigkeit und ohne Skrupel irgendwelche Wanderwege runter heizen,
und da liegt es an uns allen, das Gegenteil zu beweisen
wir bräuchten auch keine neu angelegte Trails, wahrscheinlich in jedem Bundesland und in jedem Wald ausreichend vorhanden,
aber solange Mensch nicht damit umgehen kann, wird immer einer kommen der das reglementieren will
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass es zum ersten Punkt genügend Studien gibt, die das widerlegen und dass der zweite Punkt völliger Unsinn, weil nicht praktikabel ist, spielt anscheinend mal wieder keine Rolle:
Es ehrt nicht nur Dich, sondern auch noch ein paar Andere hier im Thread, dass ihr glaubt, das geplante MTB-Verbot mit Hilfe von Argumenten vollständig abwenden zu können.

Das ist naiv, denn die Argumente sind seit über 30 Jahren auf Seiten der Radfahrer und der Entwurf geht trotzdem so, wie er ist, in die Verbändeanhörung. Hier geht es nämlich nicht um Argumente, sondern um Klientelpolitik (so wie in BaWü auch); das wird zur Folge haben, dass Kompromisse verlangt werden, und sei es nur, um am Ende ein bisschen Recht gehabt zu haben. Und wer den längeren Hebel hat, ist wohl auch klar.
 
Ich finde es im übrigen ein wenig seltsam, dass Du, der ja eigentlich durch recht überlegte Beiträge auffällt, mir hier pauschal unterstellst, ich wäre für ein E-Bike-Verbot im Wald.
Wenn man Deine Zitate quer durchs Forum mitbekommt, drängt sich der Eindruck allerdings ein wenig auf.
Ich lehne das Benutzen von E-Bikes unter Berufung auf das Betretungsrecht ab,

Ich bin MOD-proofed kein Freund der Gleichstellung von E-Bike und Fahrrad im Betretungsrecht,

Ich mag Motorfahrzeuge im Wald nicht, und zwar deswegen, weil die massenhafte Nutzung dort dem Radfahren in der natur insgesamt schadet.

Erheblich einfacher wäre: Ohne Motor Betretungsrecht, mit nicht.

Ist meines Wissens nach jetzt schon so, dass es in Norwegen eine Einschränkung des Betretungsrechtes insofern gibt, als dass man ein solches nur "aus eigener Kraft" - also ohne Motor - hat. Finde ich eine gute Lösung auch für DE.

Ich bin da offen: Die, die sich mit E-Bike nicht benehmen können, haben das auch ohne nicht geschafft. Nur sind da jetzt mehr im Wald.
Und zweitens gibt die Motorisierung des Fahrrades den Gegner des Betretungsrechts ein weiteres "Argument" in die Hand.

Ich finde eher die Ausnahmeregelung "motorisiertes Fahrzeug ist Fahrrad, wenn Motor nur ... und eine Tretkurbel montiert ist" Unsinn, aber was weiß ich schon.

Eine Regelung für das Betreten des Waldes, die ungefähr so ausfällt, dass ein Recht zum Betreten nur dann besteht, wenn es ausschließlich aus eigener Kraft erfolgt (ausnahme Krankenfahrstühle oder so), kann ich mir durchaus vorstellen.
 
Wenn man Deine Zitate quer durchs Forum mitbekommt, drängt sich der Eindruck allerdings ein wenig auf.
Das liegt aber daran, dass Du anscheinend den Unterschied zwischen einem Verbot und dem Recht auf etwas nicht kennst. Oder vielleicht generell überliest, was Dir nicht in Deine "Argumentation" passt?
 
so ich hab jetzt schonmal 2 Petitionen für euch NordrheinVandalen unterschrieben.
vll hilfts ja.

und des weiteren hoff ich, das es weiterhin möglich bleibt auf den auf öffentlichen Karten eingezeichneten Wegen ubd Pfaden sich bedingungslos bewegt werden kann.

oder ich fordere hiermit auch für Land- und Forst"wirtschafts"flächen die Grundsteuer B o. C und eine allgemeine Zaunpflicht ☝️
 
Das liegt aber daran, dass Du anscheinend den Unterschied zwischen einem Verbot und dem Recht auf etwas nicht kennst. Oder vielleicht generell überliest, was Dir nicht in Deine "Argumentation" passt?
Es mag sein, dass ich da in diesem Fall weniger spitzfindig unterscheide als Du.

Ich sehe aber das Ergebnis.
Egal, ob ich kein Recht dazu habe, den Wald mit dem E-Bike zu befahren, oder ob mir mit dem E-Bike selbiges verboten ist:
E-Bikes dürfen in beiden Fällen nicht in den Wald.

Und das ist es doch, was Du willst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich nehme für mich, wohnhaft im bayerischen Voralpenland, weniger MTB Biker wahr wie vor Corona.
Es gibt Wege, welche schon lange existent sind (auf alten Karten verzeichnet) und so selten befahren werden, dass Sie mittlerweile zuwachsen.
Hatte beim letzten Bikeausflug mal spaßeshalber gezählt wie viele Bikes mir begegnet sind. Strecke ca. 60 km. Jeweils ca. 1/3 Trails, Straße und Forstweg. Auf den Zubringern zum Trail habe ich bei 100 Gravel/Rennrad aufgehört zu zählen. 15 Trekking und 14 MTB auf Zubringern (interessanterweise 10 Hardtails dabei).
Auf dem Trail (befahrbar in beide Richtungen, da Flusstrail) stolze 7 MTB. Ob jetzt da 3 oder 4 mit E dabei waren spielt ja keine Rolle.
Sicherlich eine Momentaufnahme. Aber der ganze Radsport verschiebt sich in dieser Region ganz klar auf Gravel

Geht mir ähnlich;
Ich fahre ja überwiegend die klassischen Isartrailrunden ab MUC bis Grünwald bzw. Schäftlarn...das soll ja ein sogenannter Hotspot sein, so dass man hier die Nutzung regulieren müsse.
Ich zähl da oft mit: An den Wochenenden begegnen mit bis Grünwald und zurück mal 15-20 andere MTBs, dann ist schon viel los. Ab Grünwald bis Schäftlarn vielleicht noch mal 5-10. Am Isarradweg zur gleichen Zeit mindestens das zehnfache.
Ich frag mich immer was daran Hotspot sein soll? Auf Wanderwegen in den münchner Hausbergen ist da wohl deutlich mehr los...Wanderer wohlgemerkt.
 
Anhang anzeigen 2373673

bedeutet nach meinem Verständnis dass aktuell auch E-Bikes bis 25 Km/h eigentlich ausgeschlossen sind und nicht in den Wald dürfen.
Nein, man könnte zwar annehmen, dass mit dem unbestimmten Rechtsbegriff "motorgetriebene Fahrzeuge" auch E-Bikes/Pedelecs gemeint sind, das wird aber "hinterum" quasi wieder ausgenommen weil Pedelecs (<25km/h) rechtlich dem Begriff "Fahrrad" gleichgestellt sind. Das Gesetz kennt also nur "Fahrräder" (= alles ohne Motor + Pedelec weil dem Fahrrad gelichgestellt) und "motorgetreibene Fahrzeuge" (alles mit Motor, ausgenommen den Dingen die dem Fahrrad gelichgestellt sind).
Zugegeben ist das komplett nicht intuitiv erklärbar. Und hier wäre eine für den "normalen Menschen" verständliche formulierung tatsächlich angebracht.

Nein, wurde durch einen Nachtrag klargestellt. E-Bikes sind explizit nicht ausgeschlossen.
"Zum Schutz der Natur bleibt das Befahren der Waldwege mit Motorrädern oder Mofas weiterhin ausgeschlossen. Darunter werden künftig auch Zweiräder mit elektrischer Tretunterstützung bis 45 km/h und andere kennzeichenpflichtige Zweiräder gefasst. Normale E-Bikes oder Pedelecs mit Tretunterstützung bis 25 km/h fallen ebenso wie Krankenfahrstühle nicht unter diese Regelung. Sie sind im Wald auch weiterhin erlaubt."
Das hier etwas "klargestellt" wird, oder schon die Notwendigkeit seitens des Ministeriums gesehen wird, zeigt für mich tatsächlich nur, dass es dort offenbar wenig tiefergehendes Verständnis für die eigenen Gesetze gibt. Es offenbart massive Inkompetenz. Oder irgendjemand war vorschnell und meinte man müsste doch mal was klarstellen.
Es bedarf nämlich garkeiner Klarstellung weil es vorher rechtlich schon eindeutig definiert war.
Pedelec <25 km/h=Fahrrad vor dem Gesetz.


Das Zitat was @robzo gefunden hat ist wirklich wieder ganz toll (da fragt man sich wieso die Leute so unzufrieden mit der Politik sind):

Radfahrer nicht auf das Befahren von befestigten Waldwegen mit ausreichender Breite
Rechtlich eine absolut korrekte Aussage. Denn: bisher ist das befahren auch schon auf "festen Wegen" erlaubt. Einen "befestigen (Wald)Weg" braucht es also garnicht.

sondern sie befahren auch die Waldfläche selbst mit schädlichen Folgen für den Waldboden und den Waldbestand.
Was in einer "idealen" Demokratie zu beweisen wäre...

Vor diesem Hintergrund wird in Satz 1 der Begriff „fester“ Weg durch den Begriff „Fahrweg“ ersetzt.
Bullshit. Hier wird absichtlich mit ähnlichen aber rechtlich nicht gleichen Begriffen umhergeschrieben um zu suggerieren, es wäre jetzt schon alles illegaler als es ist.

Nach der Definition in Satz 2 handelt es sich dabei um befestigte oder naturfeste Waldwirtschaftswege.
Toll, neue unbestimmte Rechtsbegriffe....weil "fester Weg" ja schon zu Ungunsten der Lobbys definiert wurde.

im Regelfall so beschaffen, dass sie von zweispurigen, nicht geländegängigen Fahrzeugen befahren werden können.
Geil, das trifft ja auch (auf die meisten) Bundesautobahnen zu...

Schmale Wege auf naturfestem Untergrund und Rückegassen erfüllen nicht die Wegequalität eines für das Radfahren zugelassenen Fahrweges.
Diese Klarstellung stellt also tatsächlich klar, dass wir den Entwurf richtig verstanden haben. Es soll alles möglichst verboten werden.

Aber dass sich das Ministerium hier genötigt sieht, überhaupt zu reagieren zeigt ja, das denen zumindest irgendwer von den sich beschwerenden nicht gänzlich egal ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und das ist es doch, was Du willst.
Nein:
Das Opt-In könnte ja pauschal erfolgen ("zum Radfahren markierte Wege").
Ausflugsverkehr, Radtouren und Pendeln auf Waldstraßen sowie das Fahren auf Wegen im Wald, die zum Zwecke des Radfahrens angelegt wurden (Trailcenter, Trailparks etc.) muss selbstverständlich auch mit E-Bikes möglich bleiben.
 
Für Fahrräder Opt-Out, für E-Bikes Opt-In. Wo gibt es da ein "Pfad-Klassifizierungs-Problem"?
Das Opt-In könnte ja pauschal erfolgen ("zum Radfahren markierte Wege").
Ich finde es im übrigen ein wenig seltsam, dass Du, der ja eigentlich durch recht überlegte Beiträge auffällt, mir hier pauschal unterstellst, ich wäre für ein E-Bike-Verbot im Wald. Gut, das könnte an meiner Signatur liegen, aber Du solltest das eigentlich besser wissen.
Ich unterstelle dir gar nichts, schon gleich gar nicht pauschal.

Um das kurz aufzudröseln:
Aktuelle Situation ist, dass alle nicht versicherungspflichtigen Fahrräder, also alle 25km/h Pedelecs (im weiteren dem allgemeinen Gebrauch folgend, wenn auch rechtlich unzutreffend, E-Bike genannt), alle motorlosen MTB und alle sonstigen Drahtesel auf allen Wegen (tatsächlich mit der Einschränkung fester Weg, praktisch ohne große Bedeutung), die nicht explizit verboten sind, fahren dürfen. Alle S-Pedelecs und insbesondere alle motorgetriebenen Zweiräder im klassischen Sinne (also mit Gashahn, egal ob Benzin oder Strom) müssen komplett aus dem Wald draußen bleiben.
Nach dem Gesetzentwurf ändert sich für motorlose Fahrräder und E-Bikes, dass sie nur noch auf sogenannten Fahrwegen unterwegs sein dürfen. Was der Fahrweg ist, wurde noch diskutiert, es stehen die 3,5m Breite im Raum, wobei das wahrscheinlich nicht ganz zutreffend ist, genauer wurde eine ganzjährige Befahrbarkeit mit “normalem PKW” (was immer das jetzt ist) zugrunde gelegt, wobei hier ja berechtigt eingewandt wurde, dass dies selbst für viele Forststraßen nicht der Fall ist, spätestens wenn da mal eine schwere Forstmaschine durchgerollt ist. Für die Motorräder inklusive S-Pedelec ändert sich nichts.
Der Vorschlag, der nun zur Beschwichtigung gemacht werden soll, ist für motorlose Fahrräder den Status Quo beizubehalten und dafür die E-Bikes (wie oben definiert!) zwar nicht wie die S-Pedelecs aus dem Wald zu verbannen, aber immerhin auf die Fahrwege zu beschränken.
So würde ich dich jedenfalls verstehen.

Neben dem schon öfter gebrachten Einwand, dass die Unterscheidung in motorlose Fahrräder und E-Bikes nicht so trivial ist, weil beide rechtlich gleichgestellt sind und eine hier eingeführte Unterscheidung zumindest Spielraum für Klagen lassen würde - was der Gesetzgeber sicher vermeiden will -, kommt nun noch die oben angerissene Unklarheit für E-Bikes hinsichtlich Fahrwege hinzu. Das trifft die vorgesehene neue Regelung zwar auch allgemein, aber es bleibt ein Problem für E-Bikes, wenn man das in der Praxis anwenden will. Ich erinnere nur an die 2m-Regel in BaWü und den geeigneten Weg in Bayern. Darauf wollte ich hinaus.

Praktikabel ist die bisherige Regelung, Fahrräder dürfen auf Wegen fahren, sonst nicht. Eine Unterscheidung der Fahrräder bringt Probleme und eine Unterscheidung von Wegen bringt ebenfalls Probleme (ist übrigens ein weiterer Argumentationspunkt gegen den Gesetzentwurf). Man sollte daher darauf dringen, hier eine rechtssichere Lösung zu nehmen, und das wäre im Prinzip die Beibehaltung der bisherigen Lösung. Wenn man dazu mit entsprechenden Untersuchungen und Statistiken belegt, dass weder aus Gründen des Zusammenlebens von bisher im Wald zugelassenen Nutzern noch aus Gründen des Naturschutzes eine flächendeckende Einschränkung von Fahrrädern über das bisherige hinaus - Beschränkung auf Wege - verhältnismäßig bzw. notwendig ist (und das ist mit bereits vorliegenden Daten ja durchaus machbar), dann kann man darlegen, dass die vorliegende Neufassung in diesem Punkt nicht zielführend ist. Und genau da muss man hin. Sich das Leben auf dem Weg schwerer zu machen als notwendig, scheint mir eher unklug zu sein.
 
Geht mir ähnlich;
Ich fahre ja überwiegend die klassischen Isartrailrunden ab MUC bis Grünwald bzw. Schäftlarn...das soll ja ein sogenannter Hotspot sein, so dass man hier die Nutzung regulieren müsse.
Ich zähl da oft mit: An den Wochenenden begegnen mit bis Grünwald und zurück mal 15-20 andere MTBs, dann ist schon viel los. Ab Grünwald bis Schäftlarn vielleicht noch mal 5-10. Am Isarradweg zur gleichen Zeit mindestens das zehnfache.
Ich frag mich immer was daran Hotspot sein soll? Auf Wanderwegen in den münchner Hausbergen ist da wohl deutlich mehr los...Wanderer wohlgemerkt.
Vor Corona konnte man die Strecken zwischen Tierpark und Schäftlarn teilweise nicht ruhigen Gewissens fahren, weil der Gegenverkehr (auch an unübersichtlichen Stellen) und auch die Fahrweise so extrem waren das es schon gefährlich war und deshalb keinen Spaß hatte. Geht mittlerweile wieder problemlos.
Zwischen Schäftlarn und Wolfratshausen werden es nochmals weniger und zwischen Wolfratshausen und Tölz dann meistens gar niemand mehr.
Auf den Hausbergen um München überall da wo man mit Lift hinkommt gibt es Hotspots. Am Gipfel daneben ist man dann wieder meistens ganz ohne Probleme unterwegs.
Das Märchen mit der Masse an Bikern ist schon länger nicht mehr existent
 
Es ist doch Irrglaube zu denken, dass es bei diesem Verbot wirklich um durch MTB-Fahrer verursachten Schäden geht.

Das ist doch alles nur vorgeschoben.

Habt ihr mal gesehen, was für einen Flurschaden eine Wildschweinrotte in nur einer Nacht verursachen kann?

Oder die Schäden an Bäumen durch Rehwild?

Da können Verbände und Vereine noch so gut argumentieren, das wird nicht viel bringen.
Wildschweine/Rehe mit oder ohne E? Das wäre noch wichtig zu wissen. Die ohne tun nix.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ehrt nicht nur Dich, sondern auch noch ein paar Andere hier im Thread, dass ihr glaubt, das geplante MTB-Verbot mit Hilfe von Argumenten vollständig abwenden zu können.

Das ist naiv, denn die Argumente sind seit über 30 Jahren auf Seiten der Radfahrer und der Entwurf geht trotzdem so, wie er ist, in die Verbändeanhörung. Hier geht es nämlich nicht um Argumente, sondern um Klientelpolitik (so wie in BaWü auch); das wird zur Folge haben, dass Kompromisse verlangt werden, und sei es nur, um am Ende ein bisschen Recht gehabt zu haben. Und wer den längeren Hebel hat, ist wohl auch klar.
Deswegen hatte ich ja schon angeregt, doch mal eine Klage anzustrengen, gerne auch in BW. Vor Gerichten kann man mit Argumenten gegen Klientelpolitik durchaus Erfolg haben, siehe unter anderem das bekannte Urteil des Verfassungsgerichts zum Klimaschutz. Die Erholungsfunktion des Waldes und damit verbunden das Betretungsrecht ist da durchaus etwas, das man einklagen kann. Dann muss der Gesetzgeber zur Einschränkung tatsächlich Argumente bringen. Auf ein Schachern wie am Bazar sollten wir uns eigentlich nicht einlassen müssen, da habe ich dann doch noch ein wenig Vertrauen in die Institutionen. Aber klar, wenn man es mit sich machen lässt… und bisher ist das halt leider so, sowohl bei den 2m in BW als auch beim geeigneten Weg in Bayern. Ich verstehe ja, dass man sich den Klageweg nicht gern antut und in beiden Bundesländern ist es bisher ja faktisch so, dass der Nachteil überschaubar ist, weil vorhandene Regelungen oder Verwaltungsanweisungen kaum durchgesetzt werden. Aber irgendwann geht es halt nicht anders.
 
Genau, dass lässt man dann eben notfalls durch ein Gericht klären!
Da ist soviel argumentativ und sogar recht unmittelbar an kollidierenden Grundrechten abzuklären und zuwägen, dass der Bestand eines solchen Gesetzes mit erheblichen Risiken verbunden ist.


Bring mal besser den Inhalt meiner Beiträge nicht in unzutreffenden Zusammenhang mit deinem üblichen Geschwurbel.
 
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Da kommt Unterstützung aus einer unerwarteten Richtung:

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https://www.bdf-nrw.de/service/bdf-...XPAj_1ETfTa3HKUtMc_aem_3rCulBSV8ljSJs0eOrrDfg
 

Definitiv unerwartet. Mit "nur" ca. 750 aktiven Mitgliedern in NRW aber auch ein kleiner Verband.

Der Waldbauernverband ist in NRW der größte Verband der Forstleute mit ca. 23.000 Mitgliedern und dem größten Einfluss.

https://www.waldbauernverband.de/2016/index.php

In der letzten Pressemitteilung wird auch auf den Zusammenschluss der Verbände und deren Einfluss aufmerksam gemacht. Ich bin mal gespannt ob von deren Seite auch Stellung bezogen wird zum neuen Gesetzesentwurf, in welche Richtung auch immer.

Trotzdem schön zu lesen, dass nicht alle Verbände uns "feindlich" gegenüber stehen!

Ansonsten sehe ich schon die Plakate vor meinem geistigen Auge wenn es nach diesem Forum geht am Waldeingang:

"Der Ebiker gehört hier nicht her"

"Ebiker abschieben jetzt"

"Freie Fahrt für Selbertreter"

Und im Raum Dortmund nach dem Aufstieg:

"Wer nicht selber tritt, der ist ein Schalker!"
 
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