Ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe überhaupt nix gegen E-Bikes. Sie haben uns, meinem Vater mit knapp 80 auf einem E-Bike und mir auf einem MTB von 1999, noch enorm viel gemeinsamen Spaß beschert (sind auch nur befestigte Wege ca. 2-5 m Breite gefahren). Und wenn ich mal älter werde, und nicht mehr so kann, hole ich mir auch eines. Das ist doch eine schöne Art, die Landschaft zu erleben. Oder wenn ich mal in eine steilere Gegend ziehe, die meine Kondition überfordert. Eine wirkliche Sportskanone bin ich nicht. Im Herbst im Urlaub am Gardasee wusste ich gar nicht, wo ich mich auf der Ponale Straße einordnen sollte. Bergauf kaum schneller als Fussgänger, aber für E-Biker schon ein Wegehindernis, runter erst recht, mit einem kräftigen AM biste sowas halt schneller gefahren als auf einem Uralt XC. Leben und leben lassen und mit etwas Rücksicht sollte das schon gehen.
Aber letzte Woche bin ich halt von einem 10 Jährigen auf dem Ebike auf dem Gehweg zur Seite geklingelt worden. Ich habe mich da schon gefragt, warum ein Kind im Flachen ein E-Bike braucht, in der Stadt. Das übliche Argument der Erwachsenen, man würde ja sonst mit einem Verbrennerauto fahren, zieht ja hier nicht. Ein konventionelles Rad könnten die Enkel noch fahren. Aber dieses E-Bike liegt in spästens 5 Jahren in Indien am Strand zum "Recycling", wo andere Kinder die Platinen und Akkus über offenem Feuer rösten müssen. Aber wahrscheinlich braucht der Junge das E-Bike, um 1x im Monat beim gemeinsamen Radausflug mit der Familie mit den Erwachsenen mithalten zu können. Aber sonst habe ich wirklich nichts gegen E-Bikes. Wahrscheinlich wäre die Radindustrie schon abgestorben, wenn sich der Trend nicht entwickelt hätte. Letztlich profitieren wir alle davon.