Änderung des Betretungsrechts in Baden-Württemberg

Mal mein Eindruck zu abgeordnetenwatch.de:

Obwohl der Name etwas anderes suggeriert, nämlich "Behalte deinen Abgeordneten im Auge!", scheint die Intention eine völlig andere zu sein. Der Informationsfluß ist nur in eine Richtung (nämlich von oben nach unten) vorgesehen, als reines Guru-Consulting. Der dumme Bürger stellt eine Frage, die dann vom allwissenden Politiker fundiert und kompetent beantwortet wird. Dieser hat nicht nur das erforderlich Wissen, sondern auch seine Meinung, in der er sich auf gar keinen Fall durch Fakten verunsichern läßt. Etwas weniger überspitzt formuliert, dient die Site dem Abgeordneten dazu, dir seine Haltungen und Entscheidungen im größeren Kontext verständlich zu machen, von dem du aufgrund deines beschränkten Horizontes keine Ahnung hast und haben kannst.
Als öffentlicher Pranger für Politiker ist sie hingegen nicht gedacht und jeder Versuch, sie als solchen zu verwenden, wird immer abgeschmettert werden.

Gruß,

Clemens

Ich würde das ganz anders deuten:
Das ist eine billige Werbeplattform für die Politiker, auf der sie sich präsentieren können und dabei Bürgernähe und Kompetenz auszustrahlen versuchen.
Und deswegen glaube ich auch, daß die penetranten Nachfragen, die sie nicht vernünftig oder gar nicht beantworten können ihnen richtig weh tun, weil das schöne Bild, das sie präsentieren wollen, zerstört wird.

Deswegen halte ich weitere Nachfragen und das Bekunden von Interesse für wichtig. Um das Bild nämlich zurechtrücken zu können, müssen sie sich zwangsläufig mit der Materie beschäftigen und werden, wenn auch nicht von unserer Meinung überzeugt, so doch merken, daß ihre Argumente nicht zutreffen. Den ein oder anderen gewinnen wir so vielleicht, die anderen drängen wir zumind. in die Ecken, daß sie nicht weiterhin mit falschen Argumenten Stimmung gegen uns machen. Beides hilft uns!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde das ganz anders deuten:
Das ist eine billige Werbeplattform für die Politiker, auf der sie sich präsentieren können und dabei Bürgernähe und Kompetenz auszustrahlen versuchen.
Und deswegen glaube ich auch, daß die penetranten Nachfragen, die sie nicht vernünftig oder gar nicht beantworten können ihnen richtig weh tun, weil das schöne Bild, das sie präsentieren wollen, zerstört wird.

Deswegen halte ich weitere Nachfragen und das Bekunden von Interesse für wichtig. Um das Bild nämlich zurechtrücken zu können, müssen sie sich zwangsläufig mit der Materie beschäftigen und werden, wenn auch nicht von unserer Meinung überzeugt, so doch merken, daß ihre Argumente nicht zutreffen. Den ein oder anderen gewinnen wir so vielleicht, die anderen drängen wir zumind. in die Ecken, daß sie nicht weiterhin mit falschen Argumenten Stimmung gegen uns machen. Beides hilft uns!

:daumen: :daumen: :daumen: !
 
Ich denke, die Sache mit den 1,99 m begreift jeder..... Auf die Frage

"Warum ist eine Begegnung Wanderer./.Radfahrer auf 1,99m breiten Wegen regelmäßig und siginifikant gefährlicher als auf 2,01m breiten Wegen?"

gibt es

a) keine gescheite Antwort, weil die 2m-Regel in der Sache unbegründet ist

b) keine Antwort, weil der jew. befragte Radfahrer (ich kann es immer wieder nur wiederholen, es geht um ganz normale Waldwege die 1,99 m incl. und weniger breit sind, nicht vor allem um Singltrails) sich vorher totlacht.

Da bin ich eben anderer Meinung als Du und glaube, daß Du Dir da mit der Argumentation eher keine Gefallen tust. Die Meßbarkeit ist ein Argument, die Grenze bei 2m eher nicht.
Warum ist die Baustellendurchfahrt auf Autobahnen bei 81km/h gefährlicher als bei 80?
Warum darf man einen Garage mit 30qm ohne eine mit 30,1 aber nur mit Baugenehmigung bauen, mit 0,5 Promille Autofahren aber nicht mit 0,51...
Das sind eben willkürliche Grenzen, die jeder im Leben kennt und auch akzeptiert, weil bei vielen Dingen nun mal Grenzen nötig sind.
Ich finde es wichtiger zu argumentieren, daß man eben bei der Wegbreite keine Grenzen braucht, weil es durch gegenseitige Rücksichtnahme geregelt werden kann.
 
Da bin ich eben anderer Meinung als Du und glaube, daß Du Dir da mit der Argumentation eher keine Gefallen tust. Die Meßbarkeit ist ein Argument, die Grenze bei 2m eher nicht.
Warum ist die Baustellendurchfahrt auf Autobahnen bei 81km/h gefährlicher als bei 80?
Warum darf man einen Garage mit 30qm ohne eine mit 30,1 aber nur mit Baugenehmigung bauen, mit 0,5 Promille Autofahren aber nicht mit 0,51...
Das sind eben willkürliche Grenzen, die jeder im Leben kennt und auch akzeptiert, weil bei vielen Dingen nun mal Grenzen nötig sind.
Ich finde es wichtiger zu argumentieren, daß man eben bei der Wegbreite keine Grenzen braucht, weil es durch gegenseitige Rücksichtnahme geregelt werden kann.

Man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen. Die Vergleich hinken, weil hierbei jeweils keine bundesrechtlich gewährleisteten Rechte oder zwingende Notwendigkeiten durch Landesrecht unzumutbar eingeschränkt werden, bei der 2m Grenze aber schon. Aber das können wir intern diskutieren.
 
Ich würde das ganz anders deuten:
Das ist eine billige Werbeplattform für die Politiker, auf der sie sich präsentieren können und dabei Bürgernähe und Kompetenz auszustrahlen versuchen.

Ich sehe keinen Widerspruch in unseren beiden Postings. Ich habe mich darauf beschränkt, zu beschreiben, wofür die Site wohl ursprünglich gedacht und gemacht ist, du führst aus, wie wir sie wohl am Besten für unsere Zwecke verwenden können. Ich habe dagegen keinerlei Einwände, auch wenn es nicht unbedingt meinem Naturell entspricht, Leute öffentlich bloßzustellen. Machen wir doch beides - und Interesse an ausstehenden Antworten habe ich auch schon bekundet.


Ich hatte übrigens kürzlich folgenden kleinen Dialog:


Pardon für dieses Mißverständnis!

Ich habe keine Fragen an Herrn Pix und will ihn auch nicht öffentlich in die Enge treiben. Wenn die Botschaft an ihn weitergeleitet wird (gerne auch mit meiner E-Mail-Addresse) und er sie zur Kenntnis nimmt, genügt mir das völlig.

freundliche Grüße,

Clemens nnn



Am 26.09.2013 16:14, schrieb abgeordnetenwatch.de:
> Guten Tag Clemens nnn,
>
> vielen Dank für Ihre Nachricht an Herrn Reinhold Pix über
> abgeordnetenwatch.de.
>
> Wir müssen Ihnen allerdings mitteilen, dass wir Ihre Nachricht in der uns
> vorliegenden Version nicht freischalten, da sie gegen den Moderations-Codex
> verstößt. Sie fällt in die Kategorie:
> - Beiträge, die keine Frageabsicht oder Aufforderung zur Stellungnahme
> erkennen lassen und hauptsächlich dem Zweck der Meinungsäußerung oder
> Kommentierung dienen.
> Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf abgeordnetenwatch.de auf
> das Frage- und Antwort-Format großen Wert legen.
>
> Daher würden wir uns freuen, wenn Sie Ihr Anliegen noch einmal in
> konkreten und offenen Fragen formulieren würden.
>
> Bitte beachten Sie, dass Sie die Frage ERNEUT auf abgeordnetenwatch.de im
> Eingabefeld auf der Profilseite von Herrn Reinhold Pix stellen müssen, da
> wir sie nur auf diesem Wege bearbeiten können.
> Wir werden Herrn Reinhold Pix Ihre Nachricht aber zur Kenntnisnahme
> weiterleiten (aus Datenschutzgründen ohne Ihre e-Mail-Adresse).
>
> Wir hoffen auf Ihr Verständnis und darauf, dass Sie abgeordnetenwatch.de
> weiterhin nutzen.
> Wenn Sie Fragen zur Moderationsentscheidung haben, dann bitten wir um eine
> kurze Rückmeldung an [email protected]. Bitte verändern Sie
> dabei NICHT den Betreff und Ursprungstext der eMail, damit eine zeitnahe
> Bearbeitung Ihrer Anfrage stattfinden kann.
>
> Den Moderations-Codex finden Sie unter: www.abgeordnetenwatch.de/codex
>
> Mit freundlichen Grüßen
> (name)
> (abgeordnetenwatch.de)
>
> --
>
> Unsere Kontaktdaten:
> www.abgeordnetenwatch.de/impressum
>
> -------- Original-Nachricht --------
>
> Thema: Land- und Forstwirtschaft
>
> Ihre Antwort vom 13.08. an Herrn Klaus
>
> \"Immer wieder kommt es zu schweren, teils sogar tödlichen Unfällen.\"
>
> Tödlich? M.W. wird dazu immer ein einziger Unfall (am 1.9.2009 bei
> Böblingen) vorgeschoben, der sich zudem auf einem breiten, asphaltierten
> Weg ereignet hat. Also genau dort, wo die Radler nach dem Willen des
> Gesetzes hin sollen und wo sie erfahrungsgemäß auch gerne mal etwas
> schneller unterwegs sind - hier leider viel zu schnell.
> nachzulesen hier:
> http://www.stuttgarter-nachrichten....all.ea22e52d-652b-4e16-b455-b7e908c1705d.html
>
> Herr Pix,
>
> im Wahlprogramm Ihrer Partei zur gerade stattgefundenen Bundestagswahl war
> zu lesen, daß Sie das Fahrrad zum Leitverkehrsmittel der Zukunft
> entwickeln wollen. Wenn dieses gelingen und nicht nur eine hohle Phrase
> sein soll, dürfen Sie den Blick nicht nur auf praktischen Nutzwert,
> Infrastruktur, innerstädtisches Wegenetz etc. lenken, sondern müssen v.a.
> daran interessiert sein, dem Fahrrad möglichst viele neue Freunde zu
> gewinnen. Eine Gesetzgebung, die ohne Not und ohne jedes stichhaltige,
> rationale Argument eine Konfrontation zwischen Radlern und anderen,
> gleichberechtigten Gruppen im öffentlichen Raum herbeiführt, kann dabei
> nicht hilfreich sein. Radler sind grundsätzlich umso langsamer und
> vorsichtiger unterwegs, je schmaler und schwieriger der Weg ist. Für den
> Mountainbiker liegt der Reiz sogar gerade darin, solche Stellen
> kontrolliert und ohne Sturz zu meistern und nicht etwa darin, sie in
> möglichst kurzer Zeit zu befahren. Dieser Ehrgeiz wird vielmehr auf den
> Forststraßen geschürt, und die daraus entstehende Gefahr ist wirklich
> real (wie der verlinkte Zeitungsbericht zeigt). Auf schmalen Pfaden ist
> eine Begegnung mit Fußgängern ungefähr genau so gefährlich, wie in
> Ihrer Bürotür. Und sie läßt sich auch genau so unkompliziert und
> konfliktfrei lösen, solange sich keiner der beiden als den Bevorrechtigten
> betrachtet.
>
> freundliche Grüße,
>
> Clemens nnn
 
Man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen. Die Vergleich hinken, weil hierbei jeweils keine bundesrechtlich gewährleisteten Rechte oder zwingende Notwendigkeiten durch Landesrecht unzumutbar eingeschränkt werden, bei der 2m Grenze aber schon. Aber das können wir intern diskutieren.

Tilman, das ist keine Kritik an Dir! Ich finde Deine Argumentation auch richtig, ich würde sie nur nicht an jeder Stelle anbringen. Bevor ich auf die exakt 2m eingehen würde, würde ich erst mal Dein obiges Argument anbringen. Es ist ein Unterschied, mit wem man spricht, wieviel Zeit man hat um eine Argumentationskette auszurollen...
Es geht mir auch nicht um die besseren Argumente, eher darum wann man welche einsetzt. Alle Argumente (solange sie nicht falsch sind) haben ihre Berechtigung! Und jeder von uns erreicht an unterschiedlichen Stellen etwas mit dem, wie er sich einsetzt und argumentiert...
 
Tilman, das ist keine Kritik an Dir! Ich finde Deine Argumentation auch richtig, ich würde sie nur nicht an jeder Stelle anbringen. Bevor ich auf die exakt 2m eingehen würde, würde ich erst mal Dein obiges Argument anbringen. Es ist ein Unterschied, mit wem man spricht, wieviel Zeit man hat um eine Argumentationskette auszurollen...
Es geht mir auch nicht um die besseren Argumente, eher darum wann man welche einsetzt. Alle Argumente (solange sie nicht falsch sind) haben ihre Berechtigung! Und jeder von uns erreicht an unterschiedlichen Stellen etwas mit dem, wie er sich einsetzt und argumentiert...

Was mir nicht neu ist.
 
Da es immer noch Zeitgenossen gibt, die in den Mountainbikern grundsätzlich etwas ablehnungswürdiges sehen und dementsprechend irgendwelchen Wildwuchs befürchten, wenn die "2m-Regel" gekippt würde, kommt hier noch mal der in der Petitionsbegründung enthaltene Hinweis auf die allg. Verhaltensregeln im Vergleich BW und HE. Die Petition verfolgt ja ausdrücklich den Vorrang des Rücksichtnahmeprinzips (mit Hinweis auf HE), indem sie "auf persönliche Verantwortung des Waldbesuchers, also vor allem gegenseitige Rücksichtnahme" setzt. :

§15 WaldG HE
Abs.1 - Jeder darf Wald zum Zwecke der Erholung nach den Maßgaben von § 14 Abs. 1 Satz 3 und 4 des Bundeswaldgesetzes und der nachfolgenden Abs. 2 bis 4 betreten.
Abs.2 - Waldbesucherinnen und Waldbesucher haben aufeinander Rücksicht zu nehmen, damit eine gegenseitige Belästigung oder Behinderung vermieden wird. Durch die Benutzung darf die Lebensgemeinschaft des Waldes nicht gestört, die Bewirtschaftung des Waldes nicht behindert, der Wald nicht gefährdet, geschädigt oder verunreinigt und die Erholung anderer nicht beeinträchtigt werden.


Mit dem Prinzip, daß Wege dann zum Radfahren geeignet sind, wenn ein gefahrloster Begegnungsverkehr möglich ist, vgl. § 15 Abs.3 (was in der Regel ganz alleine von den Beteiligten und ebenso in der Regel wenig von der Wegebreite abhängt), kommt das Rücksichtnahmeprinzip also in Hessen im Betretungsrecht gleich dreimal vor. Insoweit wäre ggf. im Waldgesetz v. BW noch Platz, um es im Sinne der Petition aufzupeppen.

§37 WaldG BW
Abs.1 - Jeder darf Wald zum Zwecke der Erholung betreten. Das Betreten des Waldes erfolgt auf eigene Gefahr. Neue Sorgfalts- oder Verkehrssicherungspflichten der betroffenen Waldbesitzer oder sonstiger Berechtigter werden dadurch, vorbehaltlich anderer Rechtsvorschriften, nicht begründet. Wer den Wald betritt, hat sich so zu verhalten, daß die Lebensgemeinschaft Wald und die Bewirtschaftung des Waldes nicht gestört, der Wald nicht gefährdet, beschädigt oder verunreinigt sowie die Erholung anderer nicht beeinträchtigt wird.


Ob es am Ende dann "wird" oder "werden" heißen muß, ist hier mal nicht si interessant.
 
Zuletzt bearbeitet:
@pezolived: passiert mir auch immer wieder, formuliere es um in Fragestellungen, dann geht der selbe Inhalt durch.

Ich hatte bereits eine Diskussion mit der Moderation, warum andererseits die Abgeordneten nicht zu Antworten angehalten sind, wenn wir ihnen schon nur Fragen stellen dürfen. War aber vorhersehbar größtenteils sinnlos...
 
formuliere es um in Fragestellungen, dann geht der selbe Inhalt durch.

Sicher, könnte ich tun. Damit würde ich aber unterwürfig diese "systemimmanente", fest eingebaute, ungleiche Augenhöhe akzeptieren und als kleiner Bürger bei dem ach so wichtigen Abgeordneten um Rat nachsuchen. Ich habe jedoch keinerlei Fragen an ihn und erwarte aus einer möglichen Antwort auch keinerlei Erkenntnisgewinn.

Falls nun diese meine Geringschätzung sein vorherrschender Eindruck sein sollte und er deshalb das Schreiben beiseite wischt, ist zumindest diese Botschaft (Geringschätzung) angekommen. Falls er jedoch realisiert, daß er nicht Rede und Antwort stehen und sich auch nicht auf ein öffentliches rhetorisches Scharmützel einlassen muß, stehen die Chancen auch garnicht schlecht, daß er sich den Text durchliest - vielleicht sogar unvoreingenommener, als auf dem offiziellen Wege.

Mit beidem könnte ich leben.


Gruß,

Clemens

(der sich jetzt aber mal noch schnell auf's Rad hockt, bevor der Tag zu Ende geht)
 
Da es immer noch Zeitgenossen gibt, die in den Mountainbikern grundsätzlich etwas ablehnungswürdiges sehen und dementsprechend irgendwelchen Wildwuchs befürchten, wenn die "2m-Regel" gekippt würde, kommt hier noch mal der in der Petitionsbegründung enthaltene Hinweis auf die allg. Verhaltensregeln im Vergleich BW und HE. Die Petition verfolgt ja ausdrücklich den Vorrang des Rücksichtnahmeprinzips (mit Hinweis auf HE), indem sie "auf persönliche Verantwortung des Waldbesuchers, also vor allem gegenseitige Rücksichtnahme" setzt. :

Wo gab's denn noch mal diesen Absatz, der klarstellt, dass der Stärkere Rücksicht auf den Schwächeren nehmen muss und dass daher z.B. Radfahrer Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen haben?

Diesen Absatz - von dem ich glaube, dass er in der hessischen Formulierung steht (oder in den Trail Rules?) - finde ich SEHR, SEHR positiv FÜR unsere Sache, weil er auf sehr sympathische Art klarmacht, dass wir mit dem Wegfall der 2-Meter-Fall eben gerade nicht den Verfall der Sitten im Wald einläuten.

Abgesehen davon ist ohnehin die Frage, wovon wir hier eigentlich reden:
- fast jeder Biker der auf Singletrails fahren will, tut dies auch - trotz der geltenden 2-Meter-Regel!
- und obwohl dies so ist, gibt es nach meinen persönlichen Erfahrungen und der Studie der Uni Freiburg kaum Konflikte im Wald
- es würde also bei Wegfall der 2-Meter-Regel gar keine Verschlechterung des Status Quo entstehen
- es würde lediglich der gelebten Praxis entsprochen, die Bürokratie reduziert, Bürgernähe bewiesen und den wenigen Hilfssheriffs die Grundlage zum Motzen genommen
 
Wo gab's denn noch mal diesen Absatz, der klarstellt, dass der Stärkere Rücksicht auf den Schwächeren nehmen muss und dass daher z.B. Radfahrer Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen haben?

Diesen Absatz - von dem ich glaube, dass er in der hessischen Formulierung steht (oder in den Trail Rules?) - finde ich SEHR, SEHR positiv FÜR unsere Sache, weil er auf sehr sympathische Art klarmacht, dass wir mit dem Wegfall der 2-Meter-Fall eben gerade nicht den Verfall der Sitten im Wald einläuten.

Abgesehen davon ist ohnehin die Frage, wovon wir hier eigentlich reden:
- fast jeder Biker der auf Singletrails fahren will, tut dies auch - trotz der geltenden 2-Meter-Regel!
- und obwohl dies so ist, gibt es nach meinen persönlichen Erfahrungen und der Studie der Uni Freiburg kaum Konflikte im Wald
- es würde also bei Wegfall der 2-Meter-Regel gar keine Verschlechterung des Status Quo entstehen
- es würde lediglich der gelebten Praxis entsprochen, die Bürokratie reduziert, Bürgernähe bewiesen und den wenigen Hilfssheriffs die Grundlage zum Motzen genommen

So ist es.
 
@pezolived: passiert mir auch immer wieder, formuliere es um in Fragestellungen, dann geht der selbe Inhalt durch.

Ich hatte bereits eine Diskussion mit der Moderation, warum andererseits die Abgeordneten nicht zu Antworten angehalten sind, wenn wir ihnen schon nur Fragen stellen dürfen. War aber vorhersehbar größtenteils sinnlos...

Abgeordnetenwatch ist öffentlich, also kann man aus doofen Antworten auch schon mal einen öffentlichen Angriff machen, knallhart sachlich selbstverständlich, auch wenn's schwerfällt (wenn jemand Mist schreibt sollte man es nicht nötig haben, mit Mist zurückzuwerfen, der als Dünger allemal noch etwas taugt).

Je sturer man sachlich nachfragt, umsomehr gerät, wenn man abgeordnetenwatch so liest, die andere Seite ins Schleudern.

Ein besonderer Kracher war mal die Aussage (ich hatte immer wieder nach der Meßbarkeit der 2m gefragt), man müsse die 2m nicht messen, denn das würden die Forstämter machen...na die werden sich gefreut haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo TTT,

dabei verkennst du aber, das sowohl Geschwindigkeit, Promille und Grundflächen exakt gemessen werden können. Und die Messmethoden und Toleranzen selbst sind in Verordungen und Vorschriften festgelegt. Damit wird dann in Grenzfällen bei Bußgeldverfahren häufig genug argumentiert.

Bei der 2m Regelung wird man schon annerkennen, das ein handelsüblicher Zollstock ausreichend genau das Urmeter wiederspiegelt. Aber das Problem ist eben die Weggrenze an der er angelegt werden soll. Und damit hängt halt Messbarkeit und Grenzwert unmittelbar zusammen.

ciao heiko

Nein das verkenne ich nicht! Im Gegenteil! Aber das Argument war, warum soll ein Weg mit 1,99m gefährlich, ein Weg mit 2,01m aber ungefährlich sein. Ich habe nur aufgezeigt, daß es eben in der Praxis fast immer ein willkürliches Maß sein muß. Deswegen finde ich es richtig, die 2m unter anderem wegen der nicht meßbarkeit zu kritisieren aber eben nicht wegen dem willkürlichen Maß, das genauso bei 1,80m oder 50cm liegen könnte.
 
...und v.a. Der Unterschied bei Männern und Frauen, bei Männern sind 15 cm gerne mal eher mehr als 20 cm, hochgerechnet auf Wegbreiten ergibt das einen ordentlichen Spielraum...

Scnr...
 
"Wir suche immer noch Unterschriftensammler für Albgold Trophy in Münsigen"

Heiko suche in Stuttgart forum helfer, vieleicht kann die IG helfen
 
Durch die Kampagnen scheint mir dieses Thema unter den Spaziergängern im Wald bekannter zu werden. Gestern das erste Mal überhaupt und dann auch gleich viermal wurde ich darauf angesprochen. Waren viel unterwegs gestern. Einmal sogar auf einem ca. 2,5m breiten Weg: "Da fährt mal wieder ein Radfahrer auf Wanderwegen, obwohl verboten".

Und ich nehme sehr viel Rücksicht, halte meistens sogar an (Vielleicht ist das der Fehler, dann konnte ich angesprochen werden).

Bei einem Gespräch wunderte sich der Wanderer darüber das Baden-Württemberg das einzige Bundesland mit einer 2m-Regel sei. Und gab mir auch recht das 2m oft nicht messbar seien. (In dem Fall standen wir auf einem 20-40cm Traumpfad). Ich gab ihm nett Tipps für die schönsten Wege in dem Gebiet und zu seinem Ziel. Alle waren zufrieden :)
 
+
Ich fange an:
1;)


das könnte ein wenig dauern :-)

Im Ernst: von den 281.589 Usern tummeln sich gefühlt doch bestimmt mehr als 33.000, oder?

Da ist es doch naheliegend, hier noch ein wenig die Werbetrommel zu rühren. gibt es denn noch weitere Möglichkeiten, als in (fast) allen Unterforen und im Newsletter was zu bringen?
 
Ich wüsste nicht, was man speziell hier im Forum noch machen könnte: es stand auf der Startseite, wird in vielen Unterforen beworben und tauchte, wenn ich mich richtig erinnere, auch im Newsletter auf.
Wer es von den Usern hier jetzt noch nicht mitbekommen hat, dem kann man unser Anliegen wohl nicht noch näher bringen..
Aber es gibt ja zum Glück noch einige andere Foren und Gruppen, die man erleuchten kann :)
 
Zurück